Ausgabe 
(19.4.1943) 109
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P avleiarntlictie Layeszettuny

Hos flmlsblalt des legierenden vürgermcisters der Zielen fjansestadr vremen

der Nationalsdzial.isten. Vremens

pmtiiches vcrkündungsbiatt des Veirftsstatttiatters in Oldenburg und Vremen

Nr. 109 . 1Z. Zalsrgang

Montag. 19 flprrl I S4Z

Linzetpres 15 Npf.

prsdlensclls Vsakee-kreekdeil

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Drahtbericht unserer Berliner Schriftlettung

vr. v. sei,. Berlin. 18. April.. Nun haben sich auch die Beauftragten des Gangster von Newyork zu einer größeren Antritts- vorstellung im deutschen Luftraum einfinden wollen. Sie haben beim Angriff gegen Bremen sich eine empfindliche Abfuhr geholt. Der im OKW.-Bericht gemeldete Abschuß von 20 viermotorigen Bombern durch Jagd- und Flakabwehr gestaltet den schwarzen Tag der gegnerischen Luftwaffe, die vorher schon im Verlauf von 13 Stunden 7Ü Bomber ein­gebüßt hatte, noch dunkler. Dazu kommen die 11 feindlichen Flugzeuge, darunter 7 schwere Bomber, die unserer Flak und unseren Zer­störerflugzeugen im Mittelmeerraum zum Opfer sielen, so daß sich der Gesamtoerlust der Feinde im Verlaus von 24 Stunden auf über 180 Flugzeuge gestellt hat.

Bei der Gelegenheit des amerikanischen Angriffs auf Bremen hat sich nun aber eine andere Tatsache mit schlagender Eindring­lichkeit herausgestellt, die weitgehende Schlüsse auf die absolute Unzuverlässigkeit der amerikanischen Kriegsberichterstattung geradezu aufdrängt. Die Bankers haben schon im Verlauf der Kämpfe in Tunis mit Abschußergebnissen renommiert, daß sich jeder, der die Wahrheit kannte, an den Kopf fassen mußte. Die Amerikaner warteten ge- redazu mit unvorstellbar frechen Rensmmi- stereien auf, wie sie allerdings dem prahle­rischen Charakter der Pankee-Agitation ent­sprechen. . Wenn man nicht alles, was die amerikanischen Berichterstatter ihrem naiv gläubigen Publikum vorzusetzen wagten, als glatt aus den Fingern gesogen annehmen wollte, so bliebe nach den Erfahrungen von Tunis nur noch die Möglichkeit, daß jeder noch so schwere Kondensstreifen hinter einem deutschen Flugzeug oder auch nur eine Aus­weichbewegung im Kampf hemmungslos frech als Abschuß verbucht wurde.

Eine Gipfelleistung auf diesem Gebiet hat sich nun die amerikanische Kriegsberichterstat­tung nach dem Angriff auf Vremen geleistet. Aus dem Wehrmachtbericht erfahren wir, daß in den Luftkämpfen im Zusammenhang mit dem amerikanischen Angriff aus die Hansestadt zwei eigene Jagdflugzeuge ver­lorengingen. Die Pankees aber renommie­

ren, daß ihre Bomber nicht weniger als 50 deutsche Jagdflugzeuge abgeschossen hät­ten. Daß die deutschen Ergebnismeldungen sowohl im Luftkrieg wie im Unterseeboot­krieg absolut einwandfrei sind und aus er­klärlichen Gründen fast immer noch etwas hinter der Wirklichkeit zurückbleiben, hat heute in der ganzen Weltöffentlichkeit die Gültigkeit eines unerschütterlichen Axioms. Die Engländer haben daraus, wenigstens was den Luftkrieg betrifft, bis zu einem ge­wissen Grade die Folgerungen gezogen und wagen es kaum noch. unsere Ergebnismel­dungen zu bestreiken, Sie machen höchstens noch Prozentrechnungen auf falscher Grund­lage auf, um das ganze Ausmaß der erlitte­nen Schläge zu verschleiern. Was sich nun aber die Pankees nach dem Angriff aus Vre­men geleistet haben, das übertrifft alle Vor­stellungen über die Möglichkeiten der Frech­

begrenzten Möglichkeiten zu uns herüber dringen. Was die Ziffern der angeblichen Schiffsbaurekorde betrifft, so sind inzwischen selbst weiteste Kreise in den Vereinigten Staaten skeptisch geworden und machen sich darüber lustig. Jetzt aber haben die Ameri­kaner uns in Deutschland an einem ganz be­sonders eklatanten Beispiel bewiesen, wie maßlos sie zu lügen vermögen. Sie glaubten, ihrem Publikum jenseits des großen Teiches wohl nach dem Versuch eines größeren Ta­gesangriffs auf deutsches Gebiet eine Nach­richt in dem Sinne schuldig zu sein: Wenn wir kommen, dann zeigen wir es ihnen schon, dann wackelt die. Wand. Für uns bedeutet dieser Nachweis der prahlerischen amerikani­schen Verlogenheit etwas mehr. Angesichts der anerkannten Zuverlässigkeit der deutschen Ergebnisziffern sollte diese Pankee-Frechheit

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heit und der Verlogenheit. Sie haben tat- das ganze Gebäude der astronomischen Phan-

sächlich ihre Abschußergobnisse mit 25 multi­pliziert.

Das wirft ein ganz bezeichnendes Licht auf alle Prahlereien, die aus dem Lande der un-

tasien aufs stärkste erschüttern, mit denen die Gangster aus den USA. in der Welt Ein­druck machen wollen und mit denen sie uns glauben bange machen zu können.

20 viermotorige vombenkliigMuge...

O/s ^s/ncivsr/usts bs/m ^ngr/// out UNLS7S /-/crn5SLtc»c/t — Osr gsrtk/gs ösnc^it c/s§ Oberkommandos c/sr V^sbrmocbt

Aus dem Führerhauptquartier, 18. April. Das Oberkommando der Wehrmacht gibt be­kannt: „An der Front südlich Nowo

gestern im Mittelmeerraum elf feindliche Flugzeuge, darunter sieben schwere Bomber, ab. In der vergangenen Nacht führten

rossijsk lebte die Kampftätigkeit gestern deutsche Kampfflugzeuge einen schweren An- wieder auf. Starke Verbände der Luftwaffe, griff gegen den Hafen von Algier. Ein USA.- grifsen in wiederholten Einsätzen feindliche. Bomberverband griff gestern die Stadt Stellungen mit Bomben schweren Kalibers s B r e m e n an. Bombeneinschläge in Wohn- an. An den übrigen Abschnitten der Ostfront vierteln verursachten Verluste unter der Be­würben vereinzelte, örtliche Angriffe der So- völkerung. Durch Jagd- und Flakabwehr wjets abgewiesen und eigene Späh-und Stoß- wurden Teile des feindlichen Angriffsver- truppunternehmen erfolgreich durchgeführt, bandes vor Erreichen des Zieles abgedrängt Von der tunesischen Front wird nur und nach bisher vorliegenden Meldungen beiderseitige Artillerie- und Spähtrupptätig- 20 viermotorige Bombenflugzeuge abgeschos- keit gemeldet. Auf diesem Kriegsschauplatz. sen. Zwei eigene Jagdflugzeuge gingen ftn vernichteten unsere Truppen in den schweren Luftkampf verloren. Auf hoher See und im Kämpfen vom 1. bis 15. April über 200 bri- Küstenraum der besetzten Westgebiete wur- tische und nordamenkanische Panzer. Zer-!den weitere 11 feindliche Flugzeuge ver- störerslugzeuge und Flakartillerie schössen i nichtet." (Siehe auch Seite 3)

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Aus dem Führerhauptquar­tier, 18. April. Am 18. April traf der Reichsverweser des Königreichs Ungarn, Nikolaus von Horthy, zu einem zweitägigen Besuch im Führerhauptquartier ein. Der Führer hatte mit dem Reichsverweser Be­sprechungen über die Fragen der allgemei­nen politischen Lage und über den Kampf gegen die gemeinsamen Feinde.

Die Unterredungen beim Führer, an denen auch der Reichsminister des Auswär­tigen von Ribbentrop teilnahm, und die militärischen Besprechungen zwischen Gene­ralfeldmarschall Keilet und dem ungarischen Eeneralstabsches Generaloberst Vitez Ferenc Szombathelyi wurden bestimmt durch den Geist der traditionellen deutsch-ungarischen Freundschaft und Waffenbrüderschaft.

Der Führer und der Reichsoerweftr gaben ihrer festen Entschlossenheit Ausdruck, den Kampf gegen den Bolschewismus und seine englisch-aznerikanischen Verbündeten unbe­irrbar bis zum Endsiege zu führen. Das un­garische Volk» das schon einmal die Schrecken des Bolschewismus erfahren hat, wird Seite an Seite mit den im Dreierpakt Verbünde­ten bis zur völlioen Beseitigung der Be­drohung unserer Völker kämpfen und alle Kräfte für dieses Ziel zur Befreiung Euro­pas und zur Sicherung des Lebens der un­garischen Nation einsetzen.

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Berlin, 18. April. Am 17. und 18. April fand in Berlin eine Arbeitstagung der Lei­ter der Reichspropagaiidaämter statt, in deren Rahmen führende Persönlichkeiten aus Partei und Staat Referate über wichtige Fragen aus ihren Arbeitsgebieten hielten. So berichtete unter anderen Staatssekretär Backe über die Ernährungslage im Jahre 1943, Staatssekretär. Reinhardt über Fragen der Kriegsfinanzierung und Staatssekretär Gutterer über Verwaltungsfragen. Im Mit­telpunkt der Tagunq stand eine Rede des Reichsministers Dr. Goebbels, der einen um­fassenden lleberblick über die militärische und politische Lage gab. Er zeigte, wie die Ach­senmächte dank ihrer bisher errungenen. Er­folge alle Faustpfänder für den endgültigen Sieg in den Händen hielten und wie die auch heute noch keineswegs voll ausgeschöpften Kraftreserven, die ihnen zur Verfügung ste­hen. eine weitere Grundlage für die unbe­irrbare Siegesgewißheit des deutschen Volkes bilden. In einem Kampf, der mit zunehmen­der Länge auch immer härter würde, spiele die seelische Widerstandskraft des Volkes eine ausschlaggebende Rolle. Das deutsche Volk wisse, worum es gehe, und seine zu allem entschlossene moralische Haltung sei jeder Be­lastungsprobe gewachsen. Im festen Ver­trauen auf den Fö^er sei auch der Glaube an den Sieg begri :t.

Der Reichsverweser des Königreichs Un­garn, Nikolaus von Horthy, war begleitet von dem Königlich-Ungarischen Eeneralstabs- chef Generaloberst Vitez Ferenz Szombathe­lyi, Generalmajor Brunswik von Korompa, Gesandten von Szentmiklosy und Oberst Vitez Eebriel Eerloczy von Alsoviszoka. Der deutsche Gesandte in Budapest, von Jagow, und der Königlich-Ungarische Gesandte in Berlin, Sztojaym, nahmen an der Zusammen­kunft teil.

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br. Der Besuch des ungarischen Reichsver­wesers Horthy im Führerhauptquartier be­zeichnet eine weitere Station auf den Wegen der politischen Aktivität, die die Achsenmächte vor dem Beginn eines neuen Kriegsabschnit­tes in diesem Sommer entfaltet haben und die ihren Höhepunkt in den tagelangen Be­sprechungen des Führers und des Duce und der ersten militärischen und politischen Mit­arbeiter der beiden führenden europäischen Staatsmänner fand. Es ist nur zu natürlich, wenn das ungarische Volk gerade am gegen­wärtigen Zeitpunkt in besonderer Wei>e das

Bedürfnis empfindet, durch den Mund seines Reichsverwcsers das Bewußtsein der unauf­lösbaren Schicksalsverbundenheit mit den Mächten der europäischen Mitte und gleich­zeitig den Willen zu bekunden, aus dieser Erkenntnis die unabweisbaren Folgerungen zu ziehen. Wohin diese Folgerungen weisen, das zeigt im Zusammenhang mit den Ent­hüllungen aus dem Walde von Katyn eine führende kroatische Zeitung eindeutig auf: „Das Verbrechen von Katyn ist nicht nur eine Warnung an alle europäischen Völker, sondern auch eine Veranlassung mehr, alle Kräfte für eine totale Kriegführung zusam­menzufassen."

Auf dieser Linie liegen auch die Ausfüh­rungen, die der ungarische Minister Lucacz gestern gemacht hat und in denen er mit Betonung feststellte, daß es Pflicht einer je­den Nation Europas sei. Deutschland im Kampf gegen den Bolschewismus zu unter­stützen. Ungarn müsse sich der Verpflichtung bewußt bleiben, daß es im Kampf gegen den Bolschewismus auch weiterhin standzuhalten habe.

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Der zweite Jahrgang von Adolf-Hitler- Schülern konnte in diesen Tagen nach fünf­jähriger Schul- und Erziehungszeit mit der Abschlußprüfung die dem Abitur entspricht, oder der höchsten Auszeichnung, dem Diplom der Adolf-Hitler-Schule, entlassen werden. Auf diese Jungen blickt nun voll Stolz und großer Hoffnung die Partei, die sie am Ent­lassungstage durch Reichsorganisationslsiter Dr. Ley und Reichsschatzmeister Schwarz in ihre Reihen aufnahm. Das Tor des Lebens ist für diese Jungen nun geöffnet, und an ihrem weiteren Lebensweg nehmen ganz besonders die beiden Schöpfer und Schutz- herren der Adolf-Hitler-Schulen Anteil, Reichsleiter Baldur von Schirach und Reichsorganisationsleiter Dr. Ley, die durch ihre ständige persönliche Fühlungnahme mit den Adolf-Hitler-Schulen das besondere Ver­trauen der Schüler den Eltern der Jungen, die vor nunmehr fünf Jahren .ohne eine rechte Vorstellung vom Ziel und Wollen der Adolf-Hitler-Schulen zu haben, ihre zwölfjährigen auserwählten Söhne der Partei und ihrer beispiellosen Schulform anvertrauten und die nun ihre Jungen ge­sund an Leib und Seele, mit überdurch­schnittlichem Können und Wissen, aufrecht in Haltung und bestimmt in ihrem Handeln, zurückerhalten' und in ihnen höchste Erwar­tungen erfüllt sehen, gilt der Dank der älte­sten Adolf-Hitler-Schüler, die auch weiterhin dem Namen des Führers und seinem Werk unlösbar verbunden sein werden. Auf der Ordensburg Sonthofen, der Traditionsstätte der Adolf-Hitler-Schulen — sie hatte einmal alle elf Adolf-Hitler-Schulen in ihren Räu­men beherbergt —, waren in den vergange­nen sechs Wochen die ältesten Jahrgänge, so­weit die Jungen nicht als Luftwaffenhelfer in luftbedrohten Gebieten eingesetzt worden sind. als Mannschaft zu einem Abschlußlehr­gang vereint, der in einer umfassenden Prü­fung des körperlichen und geistigen Könnens seinen Höhepunkt fand. Dieser Lehrgang gab den kurz vor der Entlassung stehenden Ädolf- Hitler-Schülern noch einmal einen zusam­menfassenden Ueberblick über die Eeistes- und Nwturwissenschaft, über die deutsche Kulturgeschichte und forderte die Adolf- Hitler-Schlller zu eingehender Durcharbei­tung, zu Debatten und Arbeitsgemein­schaften heraus. Nicht irgend jemand sprach zu den Jungen, sondern Männer mit be­deutenden Namen: so Professor Westphal

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H-. Berlin» 18. April. Im Lager unserer westlichen Gegner mußte man sich von vorn­herein darüber klar sein, daß die Enthüllun­gen des bolschewistischen Massenmordes von Katyn das Bewußtsein der europäischen Schicksals- und Kampfesgemeiyschaft weiter vertiefen und die Bereitschaft zum totalen Kräfteeinsatz bis zur äußerst denkbaren Grenze steigern würden. Das ist es jedoch nicht allein, was den westlichen Sowjettrabanten so furchtbar auf die Nerven fällt. Sie fühlen dumpf, daß sie jetzt in den Augen der Welt­öffentlichkeit als Mitschuldige der verbreche­rischen innerasiatischen Barbaren in noch hellerer Beleuchtung als bisher dastehen. Darum drehen und winden sich nach dem vergeblichen Versuch des . Totschweigens die Agitatoren in London und in Washington mit krampfhafter Verzweiflung in Ablen­kungsmanövern. Ein wirres Durcheinander ist in dem Bemühen zu erkennen, die Ent­hüllungen aus dem Walde von Katyn als deutsche Propagandamanöver zu charakteri­sieren und ihnen Absichten zu unterschieben, die uns völlig fern liegen. Uns kann es in diesem Zusammenhang auf gar nichts an­deres ankommen, als der Welt zu zeigen, daß die greulich-blutige Fratze des judäo- bolschewistischen Alliierten der westlichen „Demokratien" sich gegenüber den Zeiten Le­nins und Trotzkis nicht im geringsten ge­ändert hat. Mit ihren agitatorischen Mätz­chen verstricken sich die' Briten und Ameri­kaner heute nur tiefer in die eigene Schuld

ropa und die abendländische Kultur preis­geben wollen, jetzt mit allen Mitteln aus der Welt zu schaffen suchen, so vergrößern sie ihre eigene Schuld ins Maßlose. Sie stehen heute in den Augen aller anständigen Kul­turvölker in der Rolle eines Mannes da, der seinen Nachbarn einen notorischen Raubmör­der und Gewohnheitsverbrecher als Hausver­walter mit der Behauptung empfiehlt, daß er den Mann seit langem als vertrauens­würdig und rechtschaffen kenne. Der „Pester Lloyd" erinnert in diesem Zusammenhang an den Rat, den der amerikanische Unterstaats- sekretär Welles den Polen gab und nach dem diesen geraten wird, ohne fremde Hilfe ihren Frieden mit den Bolschewiken zu machen. Aus diesem Rat liest auch der „Pester Llond" mit Recht die Tendenz, den Sowjets bei einer künftigen europäischen Regelung den ausschlaggebenden Einfluß zu sichern.

Die politisch-moralische Katastrophe für die

Von

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über das Thema „Europa und das Reich", Staatssekretär ^/-Obergruppenführer Kepp- l^r über Wirtschaftsfragen, Reichsschulungs- leiter Bruns über seine Aufgaben, Reichs­dramaturg Rainer Schlösser über Drama und Politik, Professor Harder über Grie­chen und Schrift. Erwin Guido Kolbenheyer las aus seinem Buch,„Paracelsus". Gerhard Schumann aus seinem neuesten Bühnen- werk „Eudrun", um nur einige wenige Na­men der in Sonthofen versammelten Män­ner des Geistes-. und Kulturlebens, der Politik und der Wehrmacht zu nennen.

Es war nicht das erste Mal, daß solche Männer zu den Adolf-Hitler-Schülern spra­chen. Auch während der vorangegangenen Schulzeit hatten namhafte Männer von Poli­tik, Kunst und Wissenschaft die Arbeit der Erzieher ergänzt und waren immer wieder gern der Einladung der Adolf-Hitler-Schu­len gefolgt, um vor der aufgeschlossenen, kri­tischen Auslese bester deutscher Jugend zu sprechen und sich mit ihr zu unterhalten. Sport, kulturelle Veranstaltungen oder freie Arbeitszeit, für die den Jungen die große Bibliothek bis in die Abendstunden hinein offenstand, gaben dem Abschlußlehrgang den Charakter eines ernsthaften aeistigen wie kör­perlichen Trainings zu höchster Leistungs­fähigkeit.

Aus den Erfahrungen der vorjährigen Ab­schlußprüfungen heraus hatte sich für das diesjährige Abitur eine Form entwickelt, die ganz den neuartigen Erziehungswegen und Unterrichtsmethoden der Adolf-Hitler-Schule

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entspricht. Dabei war.von vornherein klar, daß diese Prüfung lediglich körperliches und geistiges Können und Wissen noch einmal bestätigen konnte — die charakterliche Hal­tung, als dritter und bereits bei. der Aus­lese ausschlaggebender Faktor für eine Be­urteilung ist in einer Prüfung nicht zu meücn: sie hatte sich in fünf -chartcn Er- ziehungsjahren immer neu beweisen müssen.

Bei den sportlichen Prüfungen und Vor­führungen war das äußere Erscheinungsbild, die Zucht und straffe Haltung der Jungen genau so ausgezeichnet wie der hohe Stand ihrer Gemeinschaftsleistungen. Was in an­deren Schulen als hervorragende Einzel- leistüng gelten würde, ist hier als selbstver­ständliches Ziel von fast allen erreicht wor-

den. Und wer doch nicht ganz den hohen haltenen Deserteuren der polnischen Emi- . *p^^^n Anforderungen nachkam, bewies grantenorganisation der Kragen platzte und "" Boxkampf, daß er seinen Mann im Er- als diese in ihrem Appell an das Interna- ^i^n und Hinnehmen von Schlägen stehen tionale Rote Kreuz die Flucht in die Oefsent- konnte.

lichkeit-vollzogen, da müßte sich auch Reuter geschlagen bekennen und die polnische Ver­öffentlichung verbreiten. Damit wurde die entscheidende Kerbe in die vorausgegangene Politik der Vertuschung geschlagen Wenn selbst der in englischer Sprache erscheinende „Buenos Aires Herold" die schweren An'chul- digungen der polnischen Emigranten unter einer ganzseitigen Schlagzeile wiedergeben muß, so darf das wohl als ein Symptom für den Durchbruch der Wahrheit verzeichnet werden. Nunmehr müssen sich die Nachrich- tenügenturen Und Rnn^'n ui:innen in der ganzen Welt mit der Sache auseinander­setzen, und es ist selbstverständlich, daß dabei die bolschewistische Ausrede vom prähistori­schen Gräberfeld überall nur mit Gelächter

westlichen Sowjettrabanten nimmt darum be- ^^r Empörung, je nach der Einstellung, aus- sonders große Ausmaße an, weil die Wahr- genommen wurde

.7 Nein, diesmal gibt es nichts mehr zu

drehen und zu deuteln, und schließlich mutz­ten gerade die Vortuschungsmanöver und agitatorischen Mätzchen der Briten und Amerikaner für die Gegenseite furchtbar ins Auge gehen. „Mit einem Schlage", so stellt die Turiner „Stampa" fest, „ist das ganze angelsächsische Lügengebäude über den Wan­del des Stalinschen Regimes zusammenge­brochen. Die Gräber der mit Genickschuß ge­mordeten 12 000 Offiziere haben alle schein­heiligen Phrasen zunichte gemacht und die

heit'sich allen künstlich errichteten Hinder­nissen zum Trotz durchsetzen mußte und weil damit auch noch d'«' br>' - ch ^mer'^'niscken Beschönigungsversuche auf die Urheber schwersten? belastend zurückgefallen sind. Die südamerikanischen Zeitungen, die sich auf Reuter, United Preß und Associated Preß verließen, haben tagelang über die Enthül­lungen von Katyn kein Sterbenswörtchen er-

fahron, und beispielsweise die argentinische OeffcnNichkeil, konnte sich voran eMnd einher,.

Wenn sie die furchtbarste moralische Disqua-! unabhängiger Zeitungen unterrichten. Als , Wahrheit7in'shrer "ganzen schrecklichen'Grau- llsizlerung ihres Verbündeten, dem sie Eu- > aber schließlich selbst den in London ausge- j samkeit ans Tageslicht gebracht."

- Die geistige Prüfung erstreckte sich auf das Gebiet der Mathematik. Physik und Chemie, wie auf Fragen der Geschichte, der Weltan- !chauung, der Rassen- und Kulturpolitik, der Geographie usw. Dem Zufall blieb es über­lassen. welcher Prüfling, welche Frage aus der Urne mit den Themenzetteln zog. Zehn Minuten Zeit hatte er sein Thema zu über- legen, um dann vor de-m Kommandeur der Adolf-Hitler-Schulen, Eebietsführer Pet - t e r. der joden Jungen selbst prüfte und sich persönlich mit ihm über Einsatz und beruf­liche Fragen unterhielt, sowie vor der Prü­fungskommission in wenigen Minuten ein ge- ichlossenes Referat zu halten. „Werte den Le­bensweg und die Persönlichkeit des Prinzen Eugen". ..Worin liegen die Ursachen der Nie­derlage Frankreichs?". „Sprich über die Be­deutung der Rdde", „Welche bedeutenden Werke schüren Mozart und Haydn?", „Wie stellst du dir die wirtschaftliche Ordnung im künftigen Europa vor?", „Sprich über den Partmpunkt ... und seine Erfüllung" — bei diesen und anderen Fragen zeigten die Adols- Hrtler-Schuler/eine gute Wissensgrundlage trotz aller kriegsbedingten Schwierigkeiten, die auch vor den Adolf-Hitler-Schulen nicht haltgemacht haben. Sie, stellten aber auch eine begründete eigene Stellungnahme zur Schau, bewiesen ihre Kritik- und Denkfähig­keit und ihr Verständnis für die großen Zu­sammenhänge des Geschehens der Vergangen­heit und der Gegenwart.