Ausgabe 
(15.3.1943) 105
Seite
1
 
Einzelbild herunterladen

Erscheint 7mal wöchentlich

Monaisbezug 2.S0 RM «inlchi Zustellgebühr; Postbezugspreis monatlich L.SO RM letnschl. Sv.l Rpf. Postzeitungsgebühr) zuzügl. <2 Rpf. Bestellgeld. Postscheck: Hamburg 17272. Anzei­genpreise und Aufnahmebedingungen lt. Preis­liste. Aufnahmetermlne ohn« verbindlichkeU,

VremerWuna

VarleiarntUclie Layeszettung

Das flmlsblatt des legierenden vürgermeisters der Zielen kiansestadk Bremen

M

Geschäfts stellen?

Bremen: Teeren 8/8. Auf 2 lS 81: Nachtruf ». sonntags 2 47 SS; Ob-rnstr. 88. Ruf L lS Sl; Syke: Mühlendamm 2; Br.-Kem-ling«u: Bahn« hofstratz« 8. Ecke Poststr.. Ruf 4 84 88; vr., vegesack: Röhrst». 24. Ruf 4 u. S; «».-Blumen- thal: R-pt.-Dallm-nn.Str. 41/48. Ruf 88 ». 89.

der Nalionmsozral.isten. vremens

flmillches vcrkündungsbiat» des leichsstaktlialters in Oldenburg und Bremen

71 r. 105 , 1 Z. Mrgang

Donnerstag, 15 . flprtt 1 S 4 Z

kinzelpreis 15 Npf.

Bullen waren äie Henkerskneckie Ltslins

5 sn 5 crtions//s /sugsncruLrcrgsn rum /?lc>LLSnmOrc/ von /(at/n d/iurc/i«// /rüstsr unc/ stsuts

Drahtbericht unserer Berliner Schriftleitung

xoe. Berlin, 14. April. Die Zeugenaus­sagen zu dem bolschewistischen Mord von Katyn haben nunmehr das einwandfreie Er­gebnis erbracht, das sich das Mordkommando der GPU., das die scheußliche Exekution aus­führte, durchweg aus jüdischen Kommissaren zusammensetzte. Der Beitrag des Judentums zu dem grauenhaften Verbrechen aller Zeiten steht damit einwandfrei fest.

Für uns bedeutet diese Tatsache' keine Ueberraschung. Uns Deutschen sind die Ju­den seit langem nicht nur das jeden gesunden Volkskörper bedrohende Ferment der Dekom- position, sondern gleichzeitig auch eine Rasse , mit ausgesprochen verbrecherischen Neigungen und Eigenschaften. Infolgedessen bedeutet es für uns keineswegs einen Zufall, wenn der größte Prozentsatz all jener von einem wahn­sinnigen Sadismus diktierten Vernichtungs­pläne gegen das deutsche Volk aus jüdischer Quelle stammt. Dabei ist es gleichgültig, ob diese Pläne darauf hinzielen, denn Großteil des deutschen Volkes zu sterilisieren, oder aber ob sie über wahnwitzige Erziehungs­methoden hinweg die Deutschen von morgen in die Rolle von Heloten herabwürdigen wollen. Beim Nitualmord angefangen bis zu den Schüssen, die der Jude Grünspan auf den deutschen Diplomaten von Rath in Pa­ris abgab, besitzen wir Beweise genug dafür, daß der Mord seit je zu dem Handwerks­zeug des jüdischen Verbrechertums gehört. Erst neuerdings stellte der Sowjetjude Jlja Ehrenburg in einem, Buch die Forderung auf, ganz Europa in eine Wüste M verwandeln. Dabei ist das WortWüste" keineswegs nur bildlich gemeint. Ehrenburg gibt nur dem jüdischen Haß Ausdruck, wenn er die Forde­rung aufstellt, daß die europäische Bsvolke- MNgkrepieren" müsse.

Ein Jahr ist genug", so heißt es in sei­nem Buch,um einen Weltteil von 350 Millionen Menschen zu vernichten. Die Reste der europäischen Völker und alle die. die

unseren Tanks, Gas und unseren Flammen- f sehen Theater der Welt neuerdings - Sand Werfern entkamen, und nicht allein die > über den wahren Charakter des Bolschewis- Deutschen, müssen als Sklaven nach Sibirien smus in die Augen zu streuen versuchen, so

esandt werden." Brutaler kann man das

Schicksal nicht ansprechen, das uns das Ju­dentum und seine bolschewistischen und plu- tokratischen Helfershelfer zu bereiten wün­schen.

Im gleichen Augenblick, in dem durch die deutsche Wehrmacht das grauenhafte bolsche­wistische Verbrechen im Walde von Katyn aufgedeckt wird, und in dem eine polnische Delegation am Massengrabs der GPU.-Opfer die Scheußlichkeiten der bolschewistischen Schlächter aus eigenem Augenscheine kennen­lernt, treten die USA. und England nach einer United-Preß-Meldung aus London in Erwägungen darüber, freundschaftliche Vor­stellungen bei der Sowjetunion über das Schicksal von 500 000 in der Sowjetunion verbliebenen Polen zu erheben. Einem Er­laß aus Moskau zufolge wurden diese 500 000 Polen, die von der polnischen Emigranten­regierung in immer neuen Eingaben beim Kreml gesucht werden, zu sowjetischen Staats­bürgern gemacht. Trotz dieser Aussage war jedoch die Sowjetregierung niemals in der Lage, den tatsächlichen Verbleib dieser 500 000 Polen nachzuweisen.

Nach dem grauenvollen Fund im Walde von Katyn weiß die Welt, was es mit der den vermißten Polen angeblich zugebilligten sowjetischen Staatsbürgerschaft aus sich hat. Stalin mag bei seinen Erklärungen in dbr Frage der polnischen Deportierten von der Erwägung ausgegangen sein, daß der Mund der Toten schweigsam ist. Diese Spekulation des Blutsäufers im Kreml rechnete freilich nicht damit, daß die bolschewistischen Verbre­cher durch den Vormarsch der deutschen Trup­pen eines Tages dennoch der Weltöffentlich­keit bekannt würden.

Wenn London und Washington mit dem über den Verbleib von einer halben Million Polen jetzt offenbar beabsichtigten dipldmati-

beweist dieses Vorgehen nur einmal mehr, daß Plutokratie und Bolschewismus als Ex­ponenten des internationalen Juaentums am gleichen Stricke ziehen.. Das ist auch der Grund dafür, warum trotz aller noch so schau­rigen Enthüllungen über die blutigen Me­thoden des Kreml weder London noch Wa­shington bereit sind, ihre europäische Politik zu ändern. Nach wie vor sind sie gewillt, durch das Mittel einer völligen Niederwer­fung , und Entwaffnung Deutschlands und Italiens den europäischen Kontinent wehr­los dem Bolschewismus auszuliefern. Kein noch so scheußliches Verbrechen könnte ver­anlassen, daß die Plutokratie das dem Bol­schewismus von ihnen für Europa zugespro­chene Mandat diesen wieder entzögen. Bei ihnen übertönt der Eeldsack das Gewissen. Damit jedoch wird der Fund von Katyn zu einem Prüfstein nicht nur für die wahre Mentalität des Bolschewismus, sondern ebenso für diejenige der anglo-amerikanischen Demokratien. In einem solchen Augenblick nützt keine Phrase, kein noch so scheinheili­ges Geschwätz von Humanität und Mensch- hsitsbeglückung mehr. Hier heißt es Farbe bekennen. Was nützen^der Menschheit Grund­sätze wie jene der Atlantik-Charta, wenn die in ihnen verkündeteFreiheit von Not und Furcht" in eine Freiheit des Nordens mün­det, und wenn der mit tausend hochtönenden Worten angepriesene demokratische Weltfrie­den sich am Schluß als ein bolschewistischer Kirchhofsfrieden entpuppt.

Eine sowjetische statistische Untersuchung berechnet ,daß die roten Diktatoren im eige- yen Lande folgende Personen ermordet ha­ben: 28 Bischöfe. 1219 Geistliche, 6000 Pro­fessoren und Lehrer. 9000 Doktoren, 12 950 Grundbesitzer, 54 000 Offiziere. 70 000 Poli­zisten, 193 290 Arbeiter,' 260 000 Soldaten, (Fortsetzung auf Seite 2)

AsskMrör ^srscksll Antonescu

ösLprtzc/iungsn i'm 6 s/§ts c/sr /-rsunc/sc/ici/t unc/ c/sr /(amp/gsmslnrc/ici/t

Führerhauptquartier»-14. April, lthien, die Deutschland Marschall Antonescu Der. Führer empfing am 12. April den >als dem verantwortlichen Lenker der Ee-

Staatsführer Rumäniens, Marschall Anto­nescu, zu einem zweitägigen Besuch. Die Besprechungen» an denen der Reichsminister des Auswärtigen, von Ribbentrop, und Ge­neralfeldmarschall Keitel teilnahmen, rxn- faßten die allgemeine politische Lage und die Fragen des gemeinsamen Kampfes ge­gen den Bolschewismus und die mit ihm verbündeten englisch-amerikanischen Pluto- kratien; sie fanden im Geiste der deutsch­rumänischen Freundschaft und der unerschüt­terlichen Kampfgemeinschaft der im Drei­mächtepakt verbündeten Nationen statt. Der Führer und der Staatsführer Rumäniens bekräftigten ihre feste Entschlossenheit, den Kampf gegen die Feinde Europas unbeirr­bar unter Einsatz aller Kräfte bis zum kom­promißlosen Siege fortzusetzen. Das rumäni­sche Volk wird Seite an Seite mit den Völ­kern der Achsenmächte den Kampf bis zum Endsieg führen und mit diesem historischen Beitrag zur Befreiung Europas die Grund­lage schaffen für die Sicherstellung der Zu­kunft der rumänischen Nation.

'Marschall Antonescu war begleitet vom Chef des Militärkabinet'ts, Oberst Davidescu, und von Offizieren des rumänischen Gene­ralstabes. Der deutsche Gesandte in Bukarest, von Killinger, und der deutsche General beim Oberkommando der rumänischen Wehrmacht, General Hansen, nahmen an der Zusammen­kunft teil.

Die bedeutsame Verlautbarung liegt ganz auf der Linie der außerordentlich herzlichen Beziehungen, die zwischen Deutschland und Rumänien bestehen und atmet den Geist schicksalhafter Waffenbrüderschaft, die beide Völker unlösbar verbindet. Die Sympa-

48 8 ovjettluy 2 ftuye vernickle!

Der gestrige OKW.-Bericht Aus dem Führerhauptquartier, 14. April. Das Oberkommando der Wehrmacht gibt be­kannt:An der Ostfront kam es nur an einigen Abschnitten zu Kampfhandlungen von örtlicher Bedeutung. Die Luftwaffe setzte ihre Angriffe gegen die Stellungen und Nachschubverbindungen des Feindes fort und versenkte in den Gewässern der Fischer- Halbinsel ein Schiff von 2000 BRT. Bei zwei eigenen Verlusten wurden 48 Sowjet­flugzeuge vernichtet. In Tunesien wur­den mehrere Angriffe gegen den West­abschnitt der Front zum Teil im Gegenstoß abgewiesen. Im Südabschnitt schob sich der Feind mit starken Kräften an die deutsch­italienischen Stellungen heran und unter­nahm Erkundungsvoistöße, die jedoch schei­terten. Bei erfolglosen Angriffen gegen ein deutsches Geleit vor der norwegischen West­küste wurden fünf britische Torpedo- und Bombenflugzeuge abgeschossen. An der Küste der besetzten Westgebiete brachten Jäger und Marinefla! weitere vier Flugzeuge zum Ab­sturz. In den frühen Morgenstunden des heutigen Tages warfen feindliche Flugzeuge einige Bomben auf Orte an der Deutschen Bucht."

schicke Rumäniens entgegenbringt, entsprechen in ihrer Aufrichtigkeit voll und ganz der Be­wunderung der tapferen rumänischen Ar­meen und ihres heldenhaften Einsatzes. Das deutsche Volk wird es nie vergessen, daß Ru­mänien zu jenen jungen Nationen unseres Kontinents gehört, die nach bitteren Er­fahrungen vorangegangener Jahrzehnte bis zur letzten Konsequenz gelernt haben, euro­päisch zu denken und zu handeln!

Zwischen Deutschland und Rumänien hat sich jedenfalls im Verlaufe dieses Krieges ein Freundschaftsverhältnis entwickelt, das trotz vielfältiger Störungsversuche seitens unserer

Feinde immer fester und immer enger gestal­tet wurde. 2n gewissen Zeitabständen besuchte der rumänische Staatsführer Antonescu den Führer. Fortlaufend fand ein reger Gedan­kenaustausch zwischen deutschen und rumäni­schen militärischen und zivilen Dienststellen statt, bei dem es in keinem einzigen Falle zu Mißverständnissen gekommen ist oder auch nur die Notwendigkeit bestand, unlösbare Fragen auf eine spätere Zeit zurückzustellen. Dementsprechend ist der neuerliche Besuch des Marschalls Antonescu beim Führer als eine logische Folge des Zusammentreffens zwischen dem Führer und dem Duce und der engen Zusammenarbeit zwischen Deutschland und Rumänien überhaupt zu betrachten.

killenbegrülläsn" ihren koinbenlerror

Hac/Zst/rc/is Aurgsdurt w/c/sr/ic/isr cmg/oamsn'/ccmi^c/ist' /?c>/ru/i'Lti/c

Berlin, 14. April. Die englische Wochen­zeitschriftSpectator" hat sich in einem lan­gen Artikel mit den Bombenangriffen der Anglo-Amerikaner auf die Zivilbevölkerung Europas beschäftigt und dazu mit widerlicher Rabulistik die Taten der Mordbrenner als betechtigt und mit dem Völkerrecht überein­stimmend zu entschuldigen versucht. Daß es sich bei den Terrorangriffen um die Taten von Mordbrennern handelt, ist der britischen Zeitung selbst bewußt gewesen, denn sonst hätte sie nicht so viel Worte aufgewandt, um sie zu entschuldigen. Eingangs erwähnt das Blatt, indem es die Tatsachen in ihr Gegenteil verkehrt, die alte klare Unterschei­dung zwischen Soldaten und Zivilisation hätte in diesem Krieg an Klarheit verloren.

Wir fragen: Inwiefern können zum Beispiel die Bewohner der zahlreichen von den Briten bombardierten Bauernhöfe in Nord- und Westdeutschland nicht von Sol­daten unterschieden werden? Diese Bauern wohnen dort seit Jahrhunderten, und in zahlreichen Kriegen unterschieden sie sich von den Soldaten. Es bleibt den britischen Mord­brennern vorbehalten, diesen Unterschied nicht mehr zu entdecken.

.Mit geradezu sadistisch-jüdischem Zungen­schlag erklärtSpectator" dann, es komme darauf an, daß man zwischen jenen »Zivi­listen unterscheide, die eine bestimmte, mit des Kriegführung in Zusammenhang stehende Tätigkeit verrichten und jenen anderen deren Arbeit nichts mit dem Krieg zu tun hat.

Wir fragen: Wollen die Briten damit sagen, daß sie bei dieserUnterscheidung" darauf hinauswollen, daß sie einen Unter­schied zwischen Zivilisten nicht mehr aner­kennen, denn von wem könnte man behaup­ten. daß er nicht für den Krieg tätig sei? Letzten Endes könnte man sagen, daß auch die Greisin, die für einen Soldaten Strümpfe strickt, damit er in seinen Knobelbechern schneller marschieren kann, und der alte Opa, der durch Erzählungen vom 70er Kriege seinen Enkel kriegsbereiter gemacht hat, im Dienste des Krieges ständen. '

Die Engländer wollen also darauf hinaus, ihre Morde an der Zivilbevölkerung dadurch zu rechtfertigen, daß sie behaupten, die Zi­

vilbevölkerung stände im Dienste des Krie­ges.Spectator" wagt zu schreiben:Man hat deshalb das Recht, sie außer Aktion zu setzen, als ob es sich bei ihnen um echte Soldaten handele. Sie sind in der Tat auch Krieger, wobei es belanglos bleibt, ob sie eine Uniform tragen oder nicht. Von Nicht- kämpsern kann man bei ihnen jedenfalls nicht sprechen."

Das englische Blatt bezeichnet es sogar als einen Vorteil,daß man diese Leute, diese Krieger, trotz der Tatsache, daß zwischen ihnen und dem angreifenden Feind eine eigene Armee steht, jetzt direkt militärisch bedrohen kann". Weil die Briten nicht wa­gen, sich im Felde den ihnen gewachsenen Streitmächten zu stellen, fliegen sie also feige über die Köpfe der Streitmächte hinweg, um im Hinterland aus größter Höhe die Zivil­bevölkerung, Greise, Frauen und Kinder, zu bombardieren.Spectator"" erklärt mit sa­distischer Wollust, das Schlachtfeld verlaufe also von der eigentlichen Front zurück in die menschenüberfüllten Rüstungszentren. Alle Menschen, die das Pech hätten, dort zu leben, müßten so angesehen werden, als lebten sie in der eigentlichen Feuerlinie.

Wir stellen fest: Es gibt aber nur nach Ansicht der Briten eine Front, die hin­ter der eigentlichen Front verläuft, und die zusammengesetzt ist aus der Zivilbevölkerung des Heimatlandes. Wir haben immer zwi­schen Front und Heimat bei unseren Angrif­fen unterschieden, wir beschränkten uns wirk­lich darauf, bei Luftangriffen nur tatsächlich militärische Objekte zu vernichten wir leh­nen es auch heute noch ab, Greise, Frauen und Kinder zu bombardieren.

Wie aber halten es in diesem Fall die Amerikaner?Spectator" schreibt, es ließe sich nicht vermeiden, daß bei der englischen Praxis auchGroßmütter und kleine Kin­der hingemetzelt würden". Einechter Krie­ger" wolle das zwar nicht, aber es sei eben eine Begleiterscheinung des Krieges. Um nicht etwa der Milde bezichtigt zu werden, fügtSpectator" seinemMitleid" über

ll-Soot-llekruten iw laucbtopk. Tiur /kusbiiduvg der ll-Loot-llekrutev gebärt aucb eine grünälicbs Zckvlnng im laucben, clie das 2tel bat, vicbt nur in der I4c>t rur Heilung ru dienen, sondern aucb iväbrsnd der keindkabrt kleine Lckäden am Lootskörper selbst ru bebeben. Krisssderiokter Or. I'eitI (IVbd - Lob)

UeAe Pkrstasü / «se-e« k/ieküMeA

Vi/i>t 5 c/ici/t/kc/is Aussic/itsn unc/ /^ög/ic/i/cs/tsn /Vorvvsgsns

beginnt er nun, sich sachlich und nüchtern mit dem Problem der Zeit auseinanderzu­setzen. Man muß ihm ehrlich zugestehen, daß seiner Anpassungs- und Wandlungsfähigkeit heute viel zugemutet wird. Einerseits er­wartet man von ihm, daß er in der kür­zesten Zeit eine politische Umstellung vor­nimmt, zu der andere Völker Jahrzehnts brauchten, bei denen außerdem noch Leiden und Nöte jeder Art einen günstigen Nähr­boden für revolutionäre Ideen bildeten- andererseits verlangt man von ihm die re­volutionäre Abkehr vom liberalistischen Wirtschaftsdenken, von jeder Profitwirtschaft des einzelnen, die wohl einer bestimmten Schicht zugute kam, letzten Endes aber eine Gefahr für das soziale Eefüge eines Landes war. Zweifellos hat das auf liberalistischer und kapitalistischer Grundlage arbeitende Unternehmertum großartige Einzelerfolge er­zielt. Man denke nur an dib norwegische Flotte, die im Verhältnis zur Bevölkerungs­zahl die weitaus größte der Welt war, man denke an den aus kleinsten Anfängen aufge­bauten Walfang usw. und doch konnte der Glanz des aus diesen Unternehmen ins Land strömenden Goldes nicht das Elend der Fi­scher, Waldarbeiter und Kleinbauern, die dem kapitalistischen System aufgeopfert wur­den, überblenden. Das Grundübel war nicht zu beseitigen, da es noch kein völkisches Matz für das Gesamtinteresse der Nation gab.

Der Krieg hat nun auf krasse Art die Män» gel des norwegische» Wirtschaftssystems offen­bart und gezeigt, daß das glänzende Gebäude der Schiffahrt und der Industrie auf den tönernen Füßen einer nur zu 40 bis 45 Pro­zent ausreichenden Selbstversorgung des Lan­des stand. Nun erst beginnt man einmal kri­tisch, man möchte sagen wissenschaftlich, die Grundlagen der nationalen Volkswirtschaft zu prüfen, die wie überall auch hier sind: Das Volk, der Raum, die Rohstoffe und die Arbeitskraft des Volkes, die heute stark von

Von unserem Osloei blitaibeiter Hans balk

Eine amerikanische Zeitung schrieb vor einigen Tagen, daß sich die Gegner Deutsch­lands nur darin einig seien, den Krieg ge winnen zu wollen. Was nachher komme, sei noch unklar. Mit vielen Phrasen entwickelte die gleiche Zeitung ein Bild der Zukunft, wie sie sich den Augen des betreffenden Jour nalisten darstellte. Unter anderem pries er auch die internationale Volkswirtschaft, die allen Völkern ein glückliches Leben , sichern solle. Wenn er die Preisaufgabe gehabt hätte, die Verworrenheit des wirtschaftlichen Denkens unserer Gegner auf die kürzeste For­mel zu bringen, so hätte er das nicht besser tun können, als mit den zwei Worten: In­ternationale Volkswirtschaft.

Der wirtschaftlich mindestens ebenso -stark wie politisch interessierte Norweger, dem solche Formulierungen, wenn auch auf vielen Umwegen, ebenfalls zu Obren kommen, 'muß hierbei stutzig werden. Nach einer langen Periode des Abwartens und des Glaubens an die Wiederkehr derguten alten Zeit"

die Hinmetzelung von Großmüttern und Kin- von Krieg trage»

dern hinzu:Diese Feststellung bedeutet aber keineswegs eine Verdammung der Luftbom- bardemcnts". Und zum guten Schluß setzt Spectator" seiner sadistischen Rabulistik die Krone auf. Das Blatt tut nämlich so, als schädigten die Luftangriffe der Mordbrenner auf Frauen und Kinder viel weniger den Gegner als die Mordbrenner selber. Das .Blatt schreibt nämlich:Es- ist sogar ein Nachteil für den, der ein blockiertes Land aus der Luft angreift, wenn dabei Nicht- kämpfer ums Leben kommen, denn wenn sie lebten, hülfen sie mit, die knappen Le­bensmittelvorräte zu verzehren."

Die Logik dieser englischen Zeitschrift ist mithin höchst sonderbar. Es ist ein krampf­hafter Versuch, dem jedem Völkerrecht hohn­sprechenden Bombenterror eine Rechtferti­gung zu geben. Es ist den Briten vorbehal­ten gewesen, diese rabulistischen Auslegun­gen zum ersten Male ausgesprochen zu haben. Ein typisch britischer Fall übrigens, der den Ueberlieferungen aus dem Burenkrieg, aus der Niederschlagung indischer Aufstände usw. würdig ist. Natürlich wagt England nur, den Bombenterror gegen die Zivilbevölkerung zu führen, weil es hofft, daß nicht Gleiches mit Gleichem vergolten wird. In der schweren Bomberklasse, so meintSpectator" anma­ßend, liege England gegenüber Deutschland endgültig in der Führung. Wörtlich fährt das Blatt fort:Deshalb ist es nicht der rechte Augenblick, das eigene Gewissen zu sehr zu beunruhigen."

Wir stellen fest: Daß sich das edle britische Blatt nur nicht irrt! Es gibt selbst in England kluge Leute, die genau wissen, daß die Terrorangriffe nicht ohne Vergel­tung bleiben werden. Wir erinnern daran, daß es England war, das 1940 mit dem Bombenterror begonnen hatte, und daß wir erst Monate danach antworteten. Die Schuld­frage war dabei eindeutig beantwortet. Jetzt sind es wieder die Engländer, die frevelhaft den Bombenterror durchführen und steigern. Wenn wir unsere Antwort darauf geben, wird wieder eindeutig erwiesen sein: Es sind die Engländer und ihre Nordamerikanischen Komplicen, die -die Schuld an dieser Art

Weniger vom Kriege reden, aber immer daran denken und ikn mit allen Kräi- ten mitkükren, ist das bedeutsame 6e- bot der Heimat. Wenn auck sie sick als Kriegsvolk küblt, mull dem totalen llinsatr der totale Lieg kolgen.

den Unwägbarkeiten der politischen und welt­anschaulichen Einstellung des einzelnen be­einflußt wird. Langsam dämmert auch die Erkenntnis, daß es sowohl ein politisches, als auch ein wirtschaftliches Verbrechen war, Kraftwerke, die sozusagen am Fuße ungenutz­ter Wasserfalle standen, mit englischer Kohle oder englischem Oel zu betreiben, nur um einigen Importeuren einen großen Profit zu sichern. Ebenso rächt sich jetzt die erpresserische Preispolitik, welche die marxistisch bestimm­ten Landesregierungen jahrzehntelang gegen die Fischer pnd gegen die Bauern betrieben haben. Dieses sind nur ein paar Beispiele, die sich tausendfach erweitern ließen.

Wie bei so vielem, ist auch bei der Neu- ausrichtung der norwegischen Volkswirtschaft der Krieg der Vater aller Dinge. Selbst in den. augenblicklichen Nöten regt sich schon das neue Leben und schafft Werte, die auch nach dem Kriege ihre Gültigkeit behalten werden. Vieles stammt aus eigener norwe­gischer Planung, vieles verdankt die nor­wegische Wirtschaft aber auch der deutschen Initiative. Ja, sogar aus strategischen For­derungen entsprechende Arbeiten der Leut­chen Wehrmacht verwandeln sich. aus lange Sicht gesehen, zu volkswirtschaftlichen Wer­ten in Norwegen. Die Fischwirtschaft hat dch bsrmts völlig auf die neuen Gesichts«