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Dos flmtsblatt des legierenden vürgermeisters der Zielen fjansestadt vremen
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der Nationalsozialisten Vremens
flmtliches verKündungsbiatt des Neichsstattlialters in Oldenburg und Vremen
Nr. 101 , 1Z. Jahrgang
Sonntag, 11. flpril 194Z
Einzelpreis 15 Nps.
Ltslläkesügkeit gegen Mnibrenaer
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Essen, 10. April. Im Rahmen eines Besuches der durch den britischen Bombenterror besonders heimgesuchten Stadt Essen berief Reichsminister Dr. Goebbels am Freitag eine Arbeitstagung in die Ruhr-Metropole ein, an der namhafte Vertreter aller an den Fragen des Luftkrieges interessierten Stellen teilnahmen. An den Besprechungen waren u. a. beteiligt: Eeneralfeldmarschall Milch, Reichsleiter Dr. Ley, die Gauleiter Erohe und Florian, die stellvertretenden Gauleiter Schleßmann und Albert Hoffmann, Reichsjugendführer Axmann, Generaloberst Da- luege, die Staatssekretäre Backe, Stuckart und Eanzenmüller, Oberbefehlsleiter Hilgen- feldt und Oberbürgermeister Liebel-Nürnberg.
Die Besprechungen waren getragen von dem Ernst, mit der sich die Führung des Reiches der Aufgabe widmet, alle notwendigen Vorbeugungs- und Hilfsmaßnahmen, den Luftkrieg betreffend, umfassend festzulegen und durchzuführen, und sie waren erfüllt von dem festen Entschluß, alle Mittel und Möglichkeiten einzusetzen, um dem anglo- amerikanischen Luftterror wirksam zu begegnen.
Im Verlaufe einer Sitzung, in der alle diese Fragen einer Klärung und Lösung zugeführt wurden, ergriffen nach grundsatz-
und Florian, die stellvertretenden Gauleiter Schleßmann und Albert Hoffmann, Eeneralfeldmarschall Milch und Reichsorganisations- leiter Dr. Ley. Im Anschluß daran nahmen Dr. Goebbels und die an der Tagung beteiligten Persönlichkeiten Gelegenheit, die Schadenstellen in der Stadt zu besichtigen, wobei sie sich von der schnellen und durchgreifenden Hilfe überzeugen konnten, die von allen beteiligten Stellen, namentlich von der Partei, der Essener Bevölkerung zuteil wurde. Notunterkünfte, Gemeinschaftshilfe Großküchen und öffentliche Verpflegungsstellen gaben ein eindrucksvolles Bild von diesen Hilfsaktionen, zeugten aber auch von der Rücksichtslosigkeit des angloamerikanischen Verbrechens. Der Minister konnte sich wiederholt und an zahlreichen leuchtenden Beispielen von der mustergültigen Haltung aller Kreise der Bevölkerung überzeugen und war besonders beeindruckt von der unerschütterlichen Standhaftigkeit gerade jener Volksgenossen, deren Hab und Gut in besonders schwerer Weise gelitten hatten.
Am Nachmittag sprach Reichsminister Dr. Goebbels auf einem Appell der Parteifüh- rerschwft des Gaues Essen. Auch hier bildete der Luftkrieg den Kern seiner Ausführungen. in deren Verlauf er u. a. sagte, daß uns allen das Herz blute, wenn wir ver-
lichen Ausführungen von Reichsminister Dr. > nähmen, daß in den Luftkriegsgebieten Goebbels in einzelnen Fachreferaten nach- Heimstätten. Kulturzentren und wertvolle einander das Wort die Gauleiter Erohe! Kunstdenkmäler, die in der ganzen Welt be
rühmt seien, unter dem Terror britischer Bomber verlorengingen. Aber noch wichtiger sei es, daß das deutsche Volk die von unfe ren Feinden aufgeworfene Frage beantworte, ob es in dieser Zeit die innere moralische Haltung aufbringe, solche Schläge im Interesse des Gesamtkriegsgeschehens und zur Erringung des endgültigen und totalen Sieges hinzunehmen.
Selbstverständlich bedeute- der Luftkrieg für das deutsche Volk nicht nur eine materielle, sondern auch eine psychologische Belastung. Die Schläge, die wir jetzt empfingen, seien nur im Rahmen des Gesamtkviegs- geschehens zu verstehen und richtig einzuschätzen. Man dürfe dabei nicht vergessen, daß. was die Bevölkerung in dieser oder jener Stadt oder in diesem oder jenem Fall zu erleiden habe, bald schon nach dem Kriege vergessen sein werde. Aus Ruinen würden sich neue Straßen und neue Städtebilder erheben. Unvergessen aber würde die innere Haltung bleiben, die die Bevölkerung diesen Prüfungen entgegensetze. Man müsse in einer so gigantischen kriegerischen Auseinander fetzung, in der der Luftkrieg einen Teilausschnitt darstelle, den Kopf hoch behalten und sich nicht nur vergegenwärtigen, was wir dabei verlieren, sondern auch, was der Gegner dabei an Einbußen erleidet.
Die Engländer seien in keiner Weise materiell, sondern nur vorübergehend psycho- (Fortsetzung auf Seite 2)
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d. r. Es sind heute einige beachtliche Stimmen zu verzeichnen, die von der wachsenden Erkenntnis der europäischen Schicksalsgemeinschaft gegenüber der die ganze abendländische Kultur bedrohenden bolschewistischen Gefahr zeugen. Eine schwedische Zeitung geht von der Erinnerung an den Tag aus, an dem vor drei Jahren die deutsche Wehrmacht in kühnem Sprung Norwegen besetzte und die europäische Flankensicherung gegen einen Angriff von Norden schuf. Das schwedische Blatt spricht die Auffassung aus, daß Schweden nicht genug dankbar sein könne, daß die Deutschen zuerst nach Norwegen gekommen feien und nicht die Engländer, sonst wäre Schweden längst schon in den großen Krieg mit hineingezogen worden. Die Erkenntnis hat heute doch schon weitere Kreise des Nordens ergriffen, daß, wie die Entwicklung sich vollzogen hat, der rechtzeitig geführte deutsche Eegenschlag gegen die britischen Pläne es verhindert hat, daß die skandinavische Halbinsel zu einer Brückenstellung für die britisch-bolschewistische Zusammenarbeit wurdo.Das hätte das Ende des abendländischen Europa bedeutet..
Auf diese Tatsache hat in einer Massenversammlung der Nasjonal Sämling in Oslo der norwegische Polizeiminister Jonas Lie mit besonderem Nachdruck hingewiesen. Er brandmarkte gelegentlich einer Betrachtung zum dritten Jahrestag der Besetzung Norwegens die Bolschewikenhörigkeit der geflohenen früheren Machthaber, die ihr Land zur Brückenstellung zwischen den Sowjets und den Westmächten als Teil eines vom Bolschewismus beherrschten Europa preiszugeben bereit seien. Der Minister Lie gab seiner Ueberzeugung Ausdruck, daß zehntausende von Norwegern an dem Tage zur Waffe greifen würden, an dem die bolschewistischen Horden die norwegische Grenze bedrohen wollten. Solange aber dürfe nicht gewartet werden, denn die Länder der europäischen Kultur dürften nicht zum Schlachtfeld eines Kampfes werden, der nur einen Ausgang haben könne, entweder den Siea oder das Ende aller Männer, Frauen und Kinder. Der Krieg im Osten sei ohne Kompromiß total.
Diese Erkenntnis der totalen Kompromiß- losigkeit des Kampfes, in dem wir stehen, ist in besonderer Weise für das finnische Volk die Grundlage des Einsatzes aller Kräfte bis zur äußersten Grenze des Möglichen. Gegenüber von Symptomen, auf die sich immer noch gewisse anglo-amerikanische Kreise stützen, stellt die finnische Zeitung „Haemen Sano- mad" noch einmal mit stärkster Betonung fest, daß für Finnland ein Frieden von Dauer für die kommende Generation nur nach der Vernichtung der bolschewistischen Gefahr verstellbar sei. Jeder denkende Mensch wisse, daß die Sowjetunion ihren bolschewistischen Weltrepylptionstraum. noch nicht aufgegeben chaM. Darum unterstreicht das finnische Blatt den entscheidenden Wert der Waffenbrüderschaft mit der deutschen Wehrmacht und fordert mit Entschiedenheit, daß alles getan werde, um das gegenseitige Vertrauen zu sichern.
Auf der Linie der unbedingten antibolsche- wistischen Kampfeinstellung liegen auch die Ausführungen des bulgarischen Blattes „Slowo". Auch Bulgarien hat bekanntlich in gewissen britisch-bolschewistischen Spekulationen immer eine Rolle gespielt. „Slowo" weist auf Bestrebungen hin, die aus einen Anschluß Bulgariens an das frühere Jugoslawien und. selbst an die Sowjetunion gezielt haben, um dann festzustellen, daß der gesunde Instinkt des bulgarischen Volkes das als den Weg zur Selbstvernichtung erkannt habe, und daß das bulgarische Volk heute zu den höchsten Opfern bereit sei, um seiner
bestehe, den Balkan entschlossen gegen fremde Hebelgriffe zu verteidigen. Die Warnung ist angesichts von bestimmten strategischen Spekulationen, die in der letzten Zeit in der englischen Presse auftauchten, in ihrer Richtung und Bedeutung unverkennbar. Die geschichtliche Mission aller Völker unseres Erdteils wird immer tiefer und immer weiter als eine Aufgabe erkannt, die in der europäischen Schicksalsaemeinschaft ihre Grundlage hat. Gegenüber dem britisch-bolschewistischen Komplott ist das europäische Bewußt- ssin erwacht, das für die kommende politische Gestaltung unseres Erdteils richtung- weisend sein wird.
Daß sich auch in Schweden die Erkenntnis von dem Verrat Englands und den Sowjets an Nordeuropa durchzusetzen beginnt, beweist die Uebernahme eines Artikels des Leiters der finnischen Zentralhandelskammer, Dr. Axel von Eadolin, in die schwedische Presse. Es heißt da: Norwegen und Schweden
waren nahe daran, von England im Winter 1939 zum Kriegsschauplatz gemacht zu werden. Während des ersten finnischen Krieges
hätten die Briten einen starken Druck auf die finnische Regierung ausgeübt, England offiziell um militärische Hilfe zu bitten; es sei um die Entsendung eines britischen Expeditionskorps über Narvik und Nordschweden gegangen. Besonders dieser Weg über Narvik habe damals in Finnland Erstaunen hervorgerufen, da England doch den finnischen Hafen Petsamo, der der britischen Flotte vom ersten Weltkrieg her nicht unbekannt gewesen sei, hätte benutzen können. In diesem Falle hätten auch Norwegen und Schweden außerhalb der englischen Aktion bleiben können, doch hätte England an dem Weg über Narvik festgehalten, was auch in den damaligen englisch-freundlichen Kreisen Finnlands mit peinlicher Aufmerksamkeit beobachtet worden sei.
Dr. von Eadolin wies weiter nach, wie England mit diesem Plan Finnland von vornherein verraten habe und ihn lediglich hätte zum Vorwand benutzen wollen. Es liege nahe, anzunehmen, daß England und die Sowjets hierüber bereits im Frühjahr 1940 übereingekommen seien.
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Aus dem Führerhauptquartier, 10. April. Das Oberkommando der Wehrmacht gibt bekannt: „An der Ostfront fanden gestern keine Kampfhandlungen von Bedeutung statt." An der tunesischen Front hält die schwere Abwehrschlacht gegen den mit immer neuen Kräften angreifenden Feind an. Zahlreiche Angriffe wurden von unseren unerschütterlich kämpfenden Truppen abgewiesen, mehrere Einbrüche abgeriegelt. An der Südfront gehen die planmäßigen Ausweichbewegungen weiter. Deutsch-italienische Kampfgruppen stellten sich immer wieder zum Kampf und wichen erst nach harten und erbitterten Gefechten dem Druck des weit überlegenen Feindes. Die Luftwaffe unterstützte in unermüdlichem Einsatz die schwer kämpfenden Verbände des Heeres.
Nachdem einzelne feindliche Flugzeuge in den späten Abendstunden des gestrigen Tages einen Störangrisf auf westdeutsches Gebiet
in der Nacht erneut den Westen des Reiches an. In mehreren Orten entstanden Verluste unter der Bevölkerung und Eebäudeschäden. Nach bisher vorliegenden Meldungen wurden mindestens acht mehrmotorige Bomber abgeschossen.
Vor der norwegischen Küste griffen sechs feindliche Torpedoflugzeuge einen deutschen Geleitzug ohne Erfolg an. Sicherungsfahrzeuge schössen zwei der angreifenden Flugzeuge ab. Schnelle deutsche Kampfflugzeuge erzielten gestern bei einem Tiefangriff erhebliche Zerstörungen in einer slldenglischen Küstenstadt."
»
Schnelle deutsche Kampfflugzeuge stießen in den Nachmittagsstunden des 9. April gegen die westlich Dover gelegene Stadt Folke- stone vor. Im Tiefflug warfen sie eine Anzahl Bomben schweren Kalibers auf mehrere
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ein leidenschaftliches Suchen nach der Lösung dieses sozialen Problems ging durch die Welt. Schwärmer und Theatiker verkündeten ideale Menschheitslösungen, eine robuste Arbeiterbewegung revoltierte gegen ein als ungerecht empfundenes Schicksal. Zur Macht gelangte Wirtschaftskonzerne machten sich staatliche Machtmittel dienstbar, um diese Mil- lionenmassen in Schach zu halten, und eine Reihe von Völkerverhetzern setzte sich in Presse und Rede schreiend und machtheischend an die Spitze des sogenannten Proletariats. Der Klassenkampf von oben wurde mit dem Klassenkampf von unten beantwortet. Ueber die Staaten hinweg bildeten sich die internationalen Wirtschaftskonzerne, zugleich aber auch die sogenannte Arbeiter-Internationale.
Mit dem Jahre 1914 beginnt der Krieg um die Weltanschauung sozialer Gerechtigkeit, d. h. Deutschland kämpfte darum, ohne sich dessen viel bewußt gewesen zu sein, wenn viele es auch erkannt hatten; trotz aller Mangel des Kaiserlichen Zeitalters war hier eine Reserve an Charakterkraft vorhanden, die sowohl dem jüdischen Hehlergeist als auch der marxistischen Hetze Widerstand bot. Das war etwas, was die Feindd „preußischen Geist" nannten. Gegen diesen sogenannten preußischen Geist hetzten die Juden in der ganzen Welt, hetzte Wilson ebenso wie heute der stellvertretende Präsident der Vereinigten Staaten, Wallace. Dieser preußische Geist aber war einmal die Errettung der germani-
durchgeführt hatten, griffen britische Bomber Gebäudeblocks, die zerstört wurden.
Im überfüllten historischen Gürzenich- saal sprach Reichsleiter Rosenberg am Sonnabend auf einer Großkundgebung der NS- DAP. in Köln. Nach Degrüßunasworten durch Gauleiter Grohö führte Reichsleiter Rosenberg aus:
„Weit über tausend Jahre haben die Deutschen ihre Dörfer und Städte gebaut und immer ein lebendiges Gefühl für Kultur, Heimat und Landschaft besessen. Heute, da so vieles durch anglo-amerikanische Mordbrenner verwüstet ist und vieles bedroht erscheint, ist diese Liebe noch lebendiger als früher. Wenn man sich fragt, ob dieser Zusammenstoß notwendig gewesen ist, dann kann man ihn nur begreifen als die Fortsetzung der großen Auseinandersetzung, die schon 1914, wenn auch nicht allen bewußt, ihren weltpolitischen Anfang genommen hat. Heute hat das deutsche Volk nur den einen Weg, sich im unerschütterlichen Kampfe seine Freiheit zu erstreiten, damit aber auch zugleich eine neue Sendung für ganz Europa zu erfüllen.
Wenn wir von einem totalen Krieg sprechen, so besteht inmitten dieser Totalität ein Problem, um das nunmehr Millionen Menschen nahezu auf der ganzen Erde kämpfen: soziale Gerechtigkeit. Dies ist ein Ruf, der steigernd durch das ganze 19. Jahrhundert ging und bei Zusammenballung der demokratisch-marxistischen Systeme immer weiter durch die Länder drang. Als nach dem Untergang der griechischen Welt 1500 Jahre lang das germanische Europa durch die damalige gesellschaftliche Struktur von der Forschung zurückgedrängt worden war, bahnte sich dieser nicht zu unterdrückende Forschertrieb vor rund 400 Jahren elementar freie Bahn. In diesen Jahrhunderten liegen die großen Entdeckungen im Kosmos, auf der Erde, in der Biologie usw. Aus der Summe all dieses Wirkens brachte das 19. Jahrhundert als praktisch-technisches Ergebnis die Erkenntnis vieler Naturgesetze; Entdeckungen und Erfindungen überstürzten sich in wenigen Jahrzehnten: die Dampfmaschine, die Elektrizität, der Motor, der Propeller, und tausend Einzelheiten summierten sich für eine technische Weltrevolution. Menschen wurden durch Maschinen ersetzt, und zugleich begann ein biologisches Wachstum vieler Völker. Großstädte, Weltstädte, entstanden und riesige staatliche und gesellschaftliche Probleme erhoben sich in allen Nationen. Dieser technisch-sozialen Revolution standen die damaligen dynastischen oder demokratischen Staaten hilflos gegenüber.
Inmitten dieser gärenden Welt kämpften sich nunmehr Großunternehmer, Industriekapitäne empor, riesige Bankkonzerne als Vermittler bildeten sich in aller Welt. und
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geschichtlichen Mission zu dienen, die darin! Indien zurückströmen
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ckr. v. I. Rom» 10. April. Wie zu dem großen japanischen Erfolg von Burma in Rom bekannt wird, umfaßt das im Verlauf der Operationen am Mayu-Fluß unter Führung von General Kawabe eroberte Gebiet etwa 10 000 qkm. Die Beute ist noch nicht restlos zu übersehen, doch sind bisher über 100 Geschütze und 300 Maschinengewehre gezählt worden. Hinzu kommen noch mehrere große Munitions- und Verpflegungslager. Die Zahl der Gefangenen beträgt 7000 Mann, darunter vor allem indische Truppen. Die japanische Luftwaffe verfolgt die zurückgehenden Truppen Waoells und greift die südlich von Lhittagong gelegenen Flugplätze an, wo fünf Maschinen zerstört wurden, während auf japanischer Seite keine Verluste eintraten.
Japanische Vorausabteilungen haben südlich und westlich von Lhittagong indischen Boden betreten. Die japanischen Einheiten folgen den geschlagenen britischen Verbänden der Wavell-Armee, die seit 24 Stunden nach
Bei den Säuberungsaktionen in den in letzter Zeit eroberten Gebieten wurde festgestellt, daß die britische Führung die gefährlichsten Stellungen durch indische Truppen halten ließ. Indische Gefangene sagten aus, sie seien auf Grund der häufigen llebertriite indischer Verbände aus japanische Seite schweren Mißhandlungen durch britische Offiziere ausgesetzt gewesen. Auspeitschungen seien an der Tagesordnung gewesen. Die Engländer verfolgen also auch hier ihre alte Taktik, bis zum letzten Mann ihrer Hilfs- völker zu kämpfen, sich selbst aber soweit wie möglich zu schonen. Die Mißhandlungen indischer Soldaten bereichern die Geschichte britischer Grausamkeiten um ein Kapitel, das insofern neuartig ist, als die Engländer sich damit ins eigene Fleisch schneiden. Die Begeisterung der indischen Hilfstruppen für Englands Sache dürfte auf diese Weise kaum gesteigert werden.
Wavell gab aus seinem neuen Hauptquartier Anweisungen, die Niederlage der briti
schen Armee in der Provinz Arakan — ganz nach dem beliebten Rezept der „siegreichen Rückzüge" — in den indischen Zeitungen als eine geringfügige Schlappe der Engländer hinzustellen und den Rückzug als planmäßig zu bezeichnen, um politische Rückwirkungen unter den indischen Massen zu vermeiden. Dieser Anweisung entsprechend heißt es auch im „Daily Telegraph", Waoells Rückzug sei seil langem geplant gewesen. Die Gesamt- lage laste sich dahin zusammenfassen, daß sich die britischen Truppen „einige Wochen früher als geplant" zurückgezogen hätten. Waoells Äußerung bei Beginn der Burma- offensive Anfang März. daß er Burma innerhalb von zwei Monaten erobert haben würde, wird schamhaft verschwiegen. Entschiedn nüchterner sieht die „Times" die Lage. Sie schrei t. Wavell solle seine Offensiven in Zukunft gefälligst unterlassen und seinem Gott danken, wenn es ihm gelinge, die Ostgrenze Indiens zu verteidigen. ,
„Lampk Ist überall, okne Kampk kein beben: unck vollen wir veiterleden, so müssen vir sucd ant vettere Ksinpks gekskt sein." Otto v. Lismsrclr
schen Substanz nach dem 30jährigen Krieg. Er war ein moralisches Prinzip, zu dem sich die besten Deutschen aus allen Stämmen während der Freiheitskriege ebenso bekannten wie zur Zeit Bismarcks. Im deutschen Soldatentum war er besonders zu Hause. Wenn die Juden, Demokraten und Marxisten diesen Geist als letzten Störenfried einer Weltausbeutung empfanden, so hatten sie recht.
Diese germanische Substanz des deutschen Wesens war eine dauernde und kraftvolle symbolische Mahnung gegenüber einer Welt- zersetzung, die noch nicht alle Staaten ergriffen hatte. 1914 setzten die großen Demokraten gegen diesen Geist an, d. h. der Groß- schiebergeist gegen eine Pslichtidee, die Händlerische Ehrlosigkeit gegen ein auf Ehrbe- wußtsein fußendes Volkstum; und nach 1919 triumphierte das Weltjudentum in Deutschland selbst. Das „Berliner Tageblatt" erklärte höhnisch, Heldentum sei das dümmste aller Ideale, und die Novemberrepublik schien tatsächlich die alljüdrsche Hoffnung zu erfüllen. Die Ausrottung des Ehrgefühls war das Ziel der internationalen Hochfinanz genau so wie des alljüdischen Marxismus.
Aus der Tiefe des deutschen Wesens aber wuchs eine neue Form des Ideals einer sozialen Gerechtigkeit, die auf Pflichterfüllung aufgebaut war. und von der Pflicht sowohl des einzelnen dem Ganzen gegenüber als auch von der Pflicht der Gemeinschaft im Verhältnis zum einzelnen ausging. Dieser neue soziale Gedanke wollte keine Duldung der Ausbeutung, wollte aber auch kein Almosen für die Ausgebeuteten. Er begriff unter Sozialismus Sicherung des einzelnen vor privater Ausbeutung durch die Macht des Reiches.
Nach hundert Jahren widerstrebendster Kämpfe wuchs in Deutschland eine wahrhaft moderne Form für den Gedanken der sozialen Gerechtigkeit empor, und erneut konzentrierte sich der Haß derjenigen, die dies eben nicht wollten, entweder weil sie durch inter- natronale Schiebungen profitierten oder durch Weltaufwiegelung Geschäfte machten. Das Erwachen aber der nationalen und der ozrwlen Ehre. das ist die Weltrevolution bei allen wertvollen Völkern der Erde, in einer ieder Nation gemäßen Form. Und darum geht dieser Krieg heute: E'-st besonnen 1914 mit der militärischen Ernkrei- irmg. seit 1919 mit finanziellen Mitteln