Ausgabe 
(11.4.1943) 101
Seite
1
 
Einzelbild herunterladen

Erscheint 7 mai wöchentlich

Monatsbezug 2.SV RM etnlchl Zustellgebühr; Vostbezugspreis monatlich 2,30 RM lelnschi. 80,1 Rpf Postzeitungsgebühr) zuzügl. <2 Rpf. Bestellgeld. Postscheck: Hamburg 17272. Bnzei» -enprelse und Aufnahmebedingungen It. Preis­liste. vufnahmelermln« ohne Verbindlichkeit.

vremerWuna

GefchSftsstellen:

Bremen: Leeren 0/8. Ru, 2IS8I. Nachtruf ». sonntags 2 «7 SS: Obernstr. 8S. Ru! 219 81; Suke: Mühlendamm 2: Br -Hem-lingen: «ahn» hofstratze «. Eck, Poststr.. Ru» 4 84 88: Br.« B-gesack: Rohrstr 21. Ruf 1 u S; Br -Blumen« thal: «-pt-.Dallmann.Str.il/1S. Ruf 88 o. SS.

PavIetamtUctie Layeszettung

Dos flmtsblatt des legierenden vürgermeisters der Zielen fjansestadt vremen

W

der Nationalsozialisten Vremens

flmtliches verKündungsbiatt des Neichsstattlialters in Oldenburg und Vremen

Nr. 101 , 1Z. Jahrgang

Sonntag, 11. flpril 194Z

Einzelpreis 15 Nps.

Ltslläkesügkeit gegen Mnibrenaer

O/'s /-/sr'matiwnt rs5§c^/ögt c//'s /stzlsn 5-smc/5p6^u/at,'on6n

O/-, Oost)^s/§ SMS/' >^ 5 /)S,'t 5 t 0 gUN 9 M c/s 5 Ku/l 5 MSt 50 po/s

Essen, 10. April. Im Rahmen eines Be­suches der durch den britischen Bombenterror besonders heimgesuchten Stadt Essen berief Reichsminister Dr. Goebbels am Freitag eine Arbeitstagung in die Ruhr-Metropole ein, an der namhafte Vertreter aller an den Fragen des Luftkrieges interessierten Stellen teilnahmen. An den Besprechungen waren u. a. beteiligt: Eeneralfeldmarschall Milch, Reichsleiter Dr. Ley, die Gauleiter Erohe und Florian, die stellvertretenden Gauleiter Schleßmann und Albert Hoffmann, Reichs­jugendführer Axmann, Generaloberst Da- luege, die Staatssekretäre Backe, Stuckart und Eanzenmüller, Oberbefehlsleiter Hilgen- feldt und Oberbürgermeister Liebel-Nürnberg.

Die Besprechungen waren getragen von dem Ernst, mit der sich die Führung des Reiches der Aufgabe widmet, alle notwen­digen Vorbeugungs- und Hilfsmaßnahmen, den Luftkrieg betreffend, umfassend festzule­gen und durchzuführen, und sie waren erfüllt von dem festen Entschluß, alle Mittel und Möglichkeiten einzusetzen, um dem anglo- amerikanischen Luftterror wirksam zu be­gegnen.

Im Verlaufe einer Sitzung, in der alle diese Fragen einer Klärung und Lösung zu­geführt wurden, ergriffen nach grundsatz-

und Florian, die stellvertretenden Gauleiter Schleßmann und Albert Hoffmann, Eeneral­feldmarschall Milch und Reichsorganisations- leiter Dr. Ley. Im Anschluß daran nahmen Dr. Goebbels und die an der Tagung betei­ligten Persönlichkeiten Gelegenheit, die Scha­denstellen in der Stadt zu besichtigen, wobei sie sich von der schnellen und durchgreifenden Hilfe überzeugen konnten, die von allen be­teiligten Stellen, namentlich von der Partei, der Essener Bevölkerung zuteil wurde. Not­unterkünfte, Gemeinschaftshilfe Großküchen und öffentliche Verpflegungsstellen gaben ein eindrucksvolles Bild von diesen Hilfsaktio­nen, zeugten aber auch von der Rücksichts­losigkeit des angloamerikanischen Verbre­chens. Der Minister konnte sich wiederholt und an zahlreichen leuchtenden Beispielen von der mustergültigen Haltung aller Kreise der Bevölkerung überzeugen und war beson­ders beeindruckt von der unerschütterlichen Standhaftigkeit gerade jener Volksgenossen, deren Hab und Gut in besonders schwerer Weise gelitten hatten.

Am Nachmittag sprach Reichsminister Dr. Goebbels auf einem Appell der Parteifüh- rerschwft des Gaues Essen. Auch hier bildete der Luftkrieg den Kern seiner Ausführun­gen. in deren Verlauf er u. a. sagte, daß uns allen das Herz blute, wenn wir ver-

lichen Ausführungen von Reichsminister Dr. > nähmen, daß in den Luftkriegsgebieten Goebbels in einzelnen Fachreferaten nach- Heimstätten. Kulturzentren und wertvolle einander das Wort die Gauleiter Erohe! Kunstdenkmäler, die in der ganzen Welt be­

rühmt seien, unter dem Terror britischer Bomber verlorengingen. Aber noch wichtiger sei es, daß das deutsche Volk die von unfe ren Feinden aufgeworfene Frage beant­worte, ob es in dieser Zeit die innere mora­lische Haltung aufbringe, solche Schläge im Interesse des Gesamtkriegsgeschehens und zur Erringung des endgültigen und totalen Sie­ges hinzunehmen.

Selbstverständlich bedeute- der Luftkrieg für das deutsche Volk nicht nur eine mate­rielle, sondern auch eine psychologische Bela­stung. Die Schläge, die wir jetzt empfingen, seien nur im Rahmen des Gesamtkviegs- geschehens zu verstehen und richtig einzu­schätzen. Man dürfe dabei nicht vergessen, daß. was die Bevölkerung in dieser oder jener Stadt oder in diesem oder jenem Fall zu erleiden habe, bald schon nach dem Kriege vergessen sein werde. Aus Ruinen würden sich neue Straßen und neue Städtebilder er­heben. Unvergessen aber würde die innere Haltung bleiben, die die Bevölkerung diesen Prüfungen entgegensetze. Man müsse in einer so gigantischen kriegerischen Auseinander fetzung, in der der Luftkrieg einen Teil­ausschnitt darstelle, den Kopf hoch behalten und sich nicht nur vergegenwärtigen, was wir dabei verlieren, sondern auch, was der Gegner dabei an Einbußen erleidet.

Die Engländer seien in keiner Weise materiell, sondern nur vorübergehend psycho- (Fortsetzung auf Seite 2)

äks suropSlscdvll Lslbrrldövliklssmn

E/n/g gsgsn c//s bo/rc/iswr'Lt/sc/is ^/s/tgs/o/»r Kic/itivs/rse für c/»'s po//t/5c/is 6s5tcr/turig

d. r. Es sind heute einige beachtliche Stim­men zu verzeichnen, die von der wachsenden Erkenntnis der europäischen Schicksals­gemeinschaft gegenüber der die ganze abend­ländische Kultur bedrohenden bolschewistischen Gefahr zeugen. Eine schwedische Zeitung geht von der Erinnerung an den Tag aus, an dem vor drei Jahren die deutsche Wehrmacht in kühnem Sprung Norwegen besetzte und die europäische Flankensicherung gegen einen Angriff von Norden schuf. Das schwedische Blatt spricht die Auffassung aus, daß Schwe­den nicht genug dankbar sein könne, daß die Deutschen zuerst nach Norwegen gekommen feien und nicht die Engländer, sonst wäre Schweden längst schon in den großen Krieg mit hineingezogen worden. Die Erkenntnis hat heute doch schon weitere Kreise des Nor­dens ergriffen, daß, wie die Entwicklung sich vollzogen hat, der rechtzeitig geführte deut­sche Eegenschlag gegen die britischen Pläne es verhindert hat, daß die skandinavische Halbinsel zu einer Brückenstellung für die britisch-bolschewistische Zusammenarbeit wurdo.Das hätte das Ende des abendländi­schen Europa bedeutet..

Auf diese Tatsache hat in einer Massenver­sammlung der Nasjonal Sämling in Oslo der norwegische Polizeiminister Jonas Lie mit besonderem Nachdruck hingewiesen. Er brandmarkte gelegentlich einer Betrachtung zum dritten Jahrestag der Besetzung Nor­wegens die Bolschewikenhörigkeit der geflo­henen früheren Machthaber, die ihr Land zur Brückenstellung zwischen den Sowjets und den Westmächten als Teil eines vom Bolsche­wismus beherrschten Europa preiszugeben bereit seien. Der Minister Lie gab seiner Ueberzeugung Ausdruck, daß zehntausende von Norwegern an dem Tage zur Waffe greifen würden, an dem die bolschewistischen Horden die norwegische Grenze bedrohen wollten. Solange aber dürfe nicht gewartet werden, denn die Länder der europäischen Kultur dürften nicht zum Schlachtfeld eines Kampfes werden, der nur einen Ausgang haben könne, entweder den Siea oder das Ende aller Männer, Frauen und Kinder. Der Krieg im Osten sei ohne Kompromiß total.

Diese Erkenntnis der totalen Kompromiß- losigkeit des Kampfes, in dem wir stehen, ist in besonderer Weise für das finnische Volk die Grundlage des Einsatzes aller Kräfte bis zur äußersten Grenze des Möglichen. Gegen­über von Symptomen, auf die sich immer noch gewisse anglo-amerikanische Kreise stützen, stellt die finnische ZeitungHaemen Sano- mad" noch einmal mit stärkster Betonung fest, daß für Finnland ein Frieden von Dauer für die kommende Generation nur nach der Vernichtung der bolschewistischen Ge­fahr verstellbar sei. Jeder denkende Mensch wisse, daß die Sowjetunion ihren bolschewisti­schen Weltrepylptionstraum. noch nicht auf­gegeben chaM. Darum unterstreicht das fin­nische Blatt den entscheidenden Wert der Waffenbrüderschaft mit der deutschen Wehr­macht und fordert mit Entschiedenheit, daß alles getan werde, um das gegenseitige Ver­trauen zu sichern.

Auf der Linie der unbedingten antibolsche- wistischen Kampfeinstellung liegen auch die Ausführungen des bulgarischen Blattes Slowo". Auch Bulgarien hat bekanntlich in gewissen britisch-bolschewistischen Spekula­tionen immer eine Rolle gespielt.Slowo" weist auf Bestrebungen hin, die aus einen Anschluß Bulgariens an das frühere Jugo­slawien und. selbst an die Sowjetunion ge­zielt haben, um dann festzustellen, daß der gesunde Instinkt des bulgarischen Volkes das als den Weg zur Selbstvernichtung erkannt habe, und daß das bulgarische Volk heute zu den höchsten Opfern bereit sei, um seiner

bestehe, den Balkan entschlossen gegen fremde Hebelgriffe zu verteidigen. Die Warnung ist angesichts von bestimmten strategischen Spe­kulationen, die in der letzten Zeit in der englischen Presse auftauchten, in ihrer Rich­tung und Bedeutung unverkennbar. Die ge­schichtliche Mission aller Völker unseres Erd­teils wird immer tiefer und immer weiter als eine Aufgabe erkannt, die in der euro­päischen Schicksalsaemeinschaft ihre Grund­lage hat. Gegenüber dem britisch-bolschewi­stischen Komplott ist das europäische Bewußt- ssin erwacht, das für die kommende politi­sche Gestaltung unseres Erdteils richtung- weisend sein wird.

Daß sich auch in Schweden die Erkenntnis von dem Verrat Englands und den Sowjets an Nordeuropa durchzusetzen beginnt, beweist die Uebernahme eines Artikels des Leiters der finnischen Zentralhandelskammer, Dr. Axel von Eadolin, in die schwedische Presse. Es heißt da: Norwegen und Schweden

waren nahe daran, von England im Winter 1939 zum Kriegsschauplatz gemacht zu wer­den. Während des ersten finnischen Krieges

hätten die Briten einen starken Druck auf die finnische Regierung ausgeübt, England offiziell um militärische Hilfe zu bitten; es sei um die Entsendung eines britischen Expe­ditionskorps über Narvik und Nordschweden gegangen. Besonders dieser Weg über Nar­vik habe damals in Finnland Erstaunen her­vorgerufen, da England doch den finnischen Hafen Petsamo, der der britischen Flotte vom ersten Weltkrieg her nicht unbekannt gewesen sei, hätte benutzen können. In diesem Falle hätten auch Norwegen und Schweden außer­halb der englischen Aktion bleiben können, doch hätte England an dem Weg über Nar­vik festgehalten, was auch in den damaligen englisch-freundlichen Kreisen Finnlands mit peinlicher Aufmerksamkeit beobachtet wor­den sei.

Dr. von Eadolin wies weiter nach, wie England mit diesem Plan Finnland von vornherein verraten habe und ihn lediglich hätte zum Vorwand benutzen wollen. Es liege nahe, anzunehmen, daß England und die Sowjets hierüber bereits im Frühjahr 1940 übereingekommen seien.

Lckvere üdlvekrscklscki in Iimesiea

?/onmö6igs ^usws/c/itrsivsgungsn cm c/sr §üc/tuns§/5c/)sn /-ront

Aus dem Führerhauptquartier, 10. April. Das Oberkommando der Wehrmacht gibt be­kannt:An der Ostfront fanden gestern keine Kampfhandlungen von Bedeutung statt." An der tunesischen Front hält die schwere Ab­wehrschlacht gegen den mit immer neuen Kräften angreifenden Feind an. Zahlreiche Angriffe wurden von unseren unerschütterlich kämpfenden Truppen abgewiesen, mehrere Einbrüche abgeriegelt. An der Südfront gehen die planmäßigen Ausweichbewegungen weiter. Deutsch-italienische Kampfgruppen stellten sich immer wieder zum Kampf und wichen erst nach harten und erbitterten Ge­fechten dem Druck des weit überlegenen Fein­des. Die Luftwaffe unterstützte in unermüd­lichem Einsatz die schwer kämpfenden Ver­bände des Heeres.

Nachdem einzelne feindliche Flugzeuge in den späten Abendstunden des gestrigen Tages einen Störangrisf auf westdeutsches Gebiet

in der Nacht erneut den Westen des Reiches an. In mehreren Orten entstanden Verluste unter der Bevölkerung und Eebäudeschäden. Nach bisher vorliegenden Meldungen wurden mindestens acht mehrmotorige Bomber ab­geschossen.

Vor der norwegischen Küste griffen sechs feindliche Torpedoflugzeuge einen deutschen Geleitzug ohne Erfolg an. Sicherungsfahr­zeuge schössen zwei der angreifenden Flug­zeuge ab. Schnelle deutsche Kampfflugzeuge erzielten gestern bei einem Tiefangriff er­hebliche Zerstörungen in einer slldenglischen Küstenstadt."

»

Schnelle deutsche Kampfflugzeuge stießen in den Nachmittagsstunden des 9. April ge­gen die westlich Dover gelegene Stadt Folke- stone vor. Im Tiefflug warfen sie eine An­zahl Bomben schweren Kalibers auf mehrere

Oienacliere cker Wallen-tt säubern eine Ltackt. ^rn Ltacktranck von ?. versnobte ein Lovjetpanrer, ckas Vorbringen cker ll-Orenackiere aukrukalten. In sebnellem Zu­packen vurcke cker kanrer vernicklet. ff-kL-SobLsi <kL2 - Lob)

4//rsc/ /?o§sntrsrg ü/rsr c//s gskst/gsn 1,,'s/r/lsä/ts c/sr trs/c/sn ^Vs/tkr/sgs

ein leidenschaftliches Suchen nach der Lösung dieses sozialen Problems ging durch die Welt. Schwärmer und Theatiker verkündeten ideale Menschheitslösungen, eine robuste Ar­beiterbewegung revoltierte gegen ein als un­gerecht empfundenes Schicksal. Zur Macht ge­langte Wirtschaftskonzerne machten sich staat­liche Machtmittel dienstbar, um diese Mil- lionenmassen in Schach zu halten, und eine Reihe von Völkerverhetzern setzte sich in Presse und Rede schreiend und machtheischend an die Spitze des sogenannten Proletariats. Der Klassenkampf von oben wurde mit dem Klassenkampf von unten beantwortet. Ueber die Staaten hinweg bildeten sich die inter­nationalen Wirtschaftskonzerne, zugleich aber auch die sogenannte Arbeiter-Internationale.

Mit dem Jahre 1914 beginnt der Krieg um die Weltanschauung sozialer Gerechtigkeit, d. h. Deutschland kämpfte darum, ohne sich dessen viel bewußt gewesen zu sein, wenn viele es auch erkannt hatten; trotz aller Mangel des Kaiserlichen Zeitalters war hier eine Reserve an Charakterkraft vorhanden, die sowohl dem jüdischen Hehlergeist als auch der marxistischen Hetze Widerstand bot. Das war etwas, was die Feinddpreußischen Geist" nannten. Gegen diesen sogenannten preußischen Geist hetzten die Juden in der ganzen Welt, hetzte Wilson ebenso wie heute der stellvertretende Präsident der Vereinig­ten Staaten, Wallace. Dieser preußische Geist aber war einmal die Errettung der germani-

durchgeführt hatten, griffen britische Bomber Gebäudeblocks, die zerstört wurden.

Im überfüllten historischen Gürzenich- saal sprach Reichsleiter Rosenberg am Sonn­abend auf einer Großkundgebung der NS- DAP. in Köln. Nach Degrüßunasworten durch Gauleiter Grohö führte Reichsleiter Rosen­berg aus:

Weit über tausend Jahre haben die Deut­schen ihre Dörfer und Städte gebaut und immer ein lebendiges Gefühl für Kultur, Heimat und Landschaft besessen. Heute, da so vieles durch anglo-amerikanische Mord­brenner verwüstet ist und vieles bedroht er­scheint, ist diese Liebe noch lebendiger als früher. Wenn man sich fragt, ob dieser Zu­sammenstoß notwendig gewesen ist, dann kann man ihn nur begreifen als die Fort­setzung der großen Auseinandersetzung, die schon 1914, wenn auch nicht allen bewußt, ihren weltpolitischen Anfang genommen hat. Heute hat das deutsche Volk nur den einen Weg, sich im unerschütterlichen Kampfe seine Freiheit zu erstreiten, damit aber auch zu­gleich eine neue Sendung für ganz Europa zu erfüllen.

Wenn wir von einem totalen Krieg sprechen, so besteht inmitten dieser Totali­tät ein Problem, um das nunmehr Millio­nen Menschen nahezu auf der ganzen Erde kämpfen: soziale Gerechtigkeit. Dies ist ein Ruf, der steigernd durch das ganze 19. Jahr­hundert ging und bei Zusammenballung der demokratisch-marxistischen Systeme immer weiter durch die Länder drang. Als nach dem Untergang der griechischen Welt 1500 Jahre lang das germanische Europa durch die damalige gesellschaftliche Struktur von der Forschung zurückgedrängt worden war, bahnte sich dieser nicht zu unterdrückende Forschertrieb vor rund 400 Jahren elemen­tar freie Bahn. In diesen Jahrhunderten liegen die großen Entdeckungen im Kosmos, auf der Erde, in der Biologie usw. Aus der Summe all dieses Wirkens brachte das 19. Jahrhundert als praktisch-technisches Er­gebnis die Erkenntnis vieler Naturgesetze; Entdeckungen und Erfindungen überstürzten sich in wenigen Jahrzehnten: die Dampf­maschine, die Elektrizität, der Motor, der Propeller, und tausend Einzelheiten sum­mierten sich für eine technische Weltrevolu­tion. Menschen wurden durch Maschinen er­setzt, und zugleich begann ein biologisches Wachstum vieler Völker. Großstädte, Welt­städte, entstanden und riesige staatliche und gesellschaftliche Probleme erhoben sich in allen Nationen. Dieser technisch-sozialen Re­volution standen die damaligen dynastischen oder demokratischen Staaten hilflos gegen­über.

Inmitten dieser gärenden Welt kämpften sich nunmehr Großunternehmer, Industrie­kapitäne empor, riesige Bankkonzerne als Vermittler bildeten sich in aller Welt. und

vriliscke

miüksiuleli» mäiseke Iruppen

/Vüc/itsrns Es5t5ts//uf,gsn km sng//sc/isn /.ogse /lVavs// so// kün/ft'g c/ks Ekngsp von s/nsr Ottsns/vs /osssn"

geschichtlichen Mission zu dienen, die darin! Indien zurückströmen

Voo unserer» Vertreter

ckr. v. I. Rom» 10. April. Wie zu dem gro­ßen japanischen Erfolg von Burma in Rom bekannt wird, umfaßt das im Verlauf der Operationen am Mayu-Fluß unter Führung von General Kawabe eroberte Gebiet etwa 10 000 qkm. Die Beute ist noch nicht restlos zu übersehen, doch sind bisher über 100 Ge­schütze und 300 Maschinengewehre gezählt worden. Hinzu kommen noch mehrere große Munitions- und Verpflegungslager. Die Zahl der Gefangenen beträgt 7000 Mann, dar­unter vor allem indische Truppen. Die japa­nische Luftwaffe verfolgt die zurückgehenden Truppen Waoells und greift die südlich von Lhittagong gelegenen Flugplätze an, wo fünf Maschinen zerstört wurden, während auf japanischer Seite keine Verluste eintraten.

Japanische Vorausabteilungen haben süd­lich und westlich von Lhittagong indischen Boden betreten. Die japanischen Einheiten folgen den geschlagenen britischen Verbänden der Wavell-Armee, die seit 24 Stunden nach

Bei den Säuberungsaktionen in den in letzter Zeit eroberten Gebieten wurde fest­gestellt, daß die britische Führung die gefähr­lichsten Stellungen durch indische Truppen halten ließ. Indische Gefangene sagten aus, sie seien auf Grund der häufigen llebertriite indischer Verbände aus japanische Seite schweren Mißhandlungen durch britische Of­fiziere ausgesetzt gewesen. Auspeitschungen seien an der Tagesordnung gewesen. Die Engländer verfolgen also auch hier ihre alte Taktik, bis zum letzten Mann ihrer Hilfs- völker zu kämpfen, sich selbst aber soweit wie möglich zu schonen. Die Mißhandlungen in­discher Soldaten bereichern die Geschichte bri­tischer Grausamkeiten um ein Kapitel, das insofern neuartig ist, als die Engländer sich damit ins eigene Fleisch schneiden. Die Be­geisterung der indischen Hilfstruppen für Englands Sache dürfte auf diese Weise kaum gesteigert werden.

Wavell gab aus seinem neuen Hauptquar­tier Anweisungen, die Niederlage der briti­

schen Armee in der Provinz Arakan ganz nach dem beliebten Rezept dersiegreichen Rückzüge" in den indischen Zeitungen als eine geringfügige Schlappe der Engländer hinzustellen und den Rückzug als planmäßig zu bezeichnen, um politische Rückwirkungen unter den indischen Massen zu vermeiden. Dieser Anweisung entsprechend heißt es auch imDaily Telegraph", Waoells Rückzug sei seil langem geplant gewesen. Die Gesamt- lage laste sich dahin zusammenfassen, daß sich die britischen Truppeneinige Wochen frü­her als geplant" zurückgezogen hätten. Waoells Äußerung bei Beginn der Burma- offensive Anfang März. daß er Burma in­nerhalb von zwei Monaten erobert haben würde, wird schamhaft verschwiegen. Ent­schiedn nüchterner sieht dieTimes" die Lage. Sie schrei t. Wavell solle seine Offen­siven in Zukunft gefälligst unterlassen und seinem Gott danken, wenn es ihm gelinge, die Ostgrenze Indiens zu ver­teidigen. ,

Lampk Ist überall, okne Kampk kein beben: unck vollen wir veiterleden, so müssen vir sucd ant vettere Ksinpks gekskt sein." Otto v. Lismsrclr

schen Substanz nach dem 30jährigen Krieg. Er war ein moralisches Prinzip, zu dem sich die besten Deutschen aus allen Stämmen während der Freiheitskriege ebenso bekann­ten wie zur Zeit Bismarcks. Im deutschen Soldatentum war er besonders zu Hause. Wenn die Juden, Demokraten und Marxisten diesen Geist als letzten Störenfried einer Weltausbeutung empfanden, so hatten sie recht.

Diese germanische Substanz des deutschen Wesens war eine dauernde und kraftvolle symbolische Mahnung gegenüber einer Welt- zersetzung, die noch nicht alle Staaten ergrif­fen hatte. 1914 setzten die großen Demo­kraten gegen diesen Geist an, d. h. der Groß- schiebergeist gegen eine Pslichtidee, die Händ­lerische Ehrlosigkeit gegen ein auf Ehrbe- wußtsein fußendes Volkstum; und nach 1919 triumphierte das Weltjudentum in Deutsch­land selbst. DasBerliner Tageblatt" er­klärte höhnisch, Heldentum sei das dümmste aller Ideale, und die Novemberrepublik schien tatsächlich die alljüdrsche Hoffnung zu erfüllen. Die Ausrottung des Ehrgefühls war das Ziel der internationalen Hochfinanz genau so wie des alljüdischen Marxismus.

Aus der Tiefe des deutschen Wesens aber wuchs eine neue Form des Ideals einer sozialen Gerechtigkeit, die auf Pflichterfül­lung aufgebaut war. und von der Pflicht sowohl des einzelnen dem Ganzen gegenüber als auch von der Pflicht der Gemeinschaft im Verhältnis zum einzelnen ausging. Die­ser neue soziale Gedanke wollte keine Dul­dung der Ausbeutung, wollte aber auch kein Almosen für die Ausgebeuteten. Er begriff unter Sozialismus Sicherung des einzelnen vor privater Ausbeutung durch die Macht des Reiches.

Nach hundert Jahren widerstrebendster Kämpfe wuchs in Deutschland eine wahrhaft moderne Form für den Gedanken der sozia­len Gerechtigkeit empor, und erneut konzen­trierte sich der Haß derjenigen, die dies eben nicht wollten, entweder weil sie durch inter- natronale Schiebungen profitierten oder durch Weltaufwiegelung Geschäfte machten. Das Erwachen aber der nationalen und der ozrwlen Ehre. das ist die Weltrevolution bei allen wertvollen Völkern der Erde, in einer ieder Nation gemäßen Form. Und darum geht dieser Krieg heute: E'-st be­sonnen 1914 mit der militärischen Ernkrei- irmg. seit 1919 mit finanziellen Mitteln