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VavleiaintUciie Tayeszettnng
vos flmtsblatt des Negierenden vürgermeistcrs der 5reicn fzanscslavr vremen
öev NationalsoziaUsteri. Vremens
flmtiiches verkündungsbiait des Ncichsstatttialkers in Oldenburg und lZremen
Nr. 99 , 1Z. )alirr?ang
Freitag, 9 flpril 194Z
kinzelpreis 15 Npf.
Lekren unseres Kerlen Hsmnkes
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ÜS8 Vi886N vom 8iss
Von IZelrrnil Lüncleririunn,
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Es liegen Monate hinter uns, in denen die Blicke des ganzen Volkes sich fast ausschließlich aus die unmittelbare Gegenwart und ihre dringendsten Forderungen richteten. Als die Sowjethovden in Bewegung waren und die deutsche Front zu erschüttern suchten, war keine Zeit und keine Stimmung, weiter zu denken als an die Bedürfnisse des Tages oder sich umständlicheren Gedanken hinzugeben als der einfachen Entschlossenheit, dem Sowjet- ansturm durch den Einsatz aller Kräfte von Front und Heimat Halt zu gebieten.
Der Winter ist nun vorbei und was viele nur hoffen konnten, ist reale Wirklichkeit geworden; die Kraft des bolschewistischen Än- sturmes ist weit im Osten gebrochen worden, manches wurde verloren, aber vieles, unendlich vieles ist gehalten oder bereits wiedergewonnen. Das deutsche Volk aber hat eine Bewährungsprobe bestanden und eine Krisenfestigkeit an den Tag gelegt, die denen zu denken geben wird, die immer noch so töricht sind, ihre Hoffnungen auf den Wunfchtraum einer inneren Zermllrbung des Reiches aufzubauen.
Die vergangenen Monate haben uns nicht nur bewiesen, wie elementar und lebenswichtig der Kamps ist, den wir führen, sondern daß es auch einen festen und sicheren Weg zu unserem Siege gibt, den Europa braucht, wenn es als Basis menschlicher Kultur weiterbestehen will, daß dieser Weg nicht geglättet und bequem, sondern hart und gefahrvoll ist, und daß er über manche Brücke führt,
, Dieser Erunderkenntnis steht manche wich-laicht nur die Erinnerung an die Welt von
tige Einzelfeststcllung ge daß die Sowjets fast alle
^egenüber: es scheint, les, was sie im Laufe des vergangenen Sommers an Reserven aufzubieten halten, in den-Kampf geworfen haben. von dem sie sich die Entscheidung erhofften. Ihr Fiasko macht den Traum unserer Feinde von der Unüberwindlichkeit der sowjetischen Macht zunichte, so sehr die Wucht ihres Anstürme? auch die Größe der Gefahr gezeigt hat. Die bolschewistische Pest ist nicht unausrottbar! Sie kann ausgeräuchert werden. unh sie wird es!
Die Juden von der anderen Couleur aber haben sich nun auch versammelt und die Truppen ihrer plutokratischen Vasallenstaaten aufmarschieren lassen, um ihrem bolschewistischen Bundesgenossen vom Süden oder Westen her zu Hilfe zu eilen. Die große Entscheidung werden sie freilich ebensowenig zu ändern vermögen, wie sie Aussicht haben, selbst ihren Fuß auf den Boden der Achsenmächte und ihrer Verbündeten zu setzen. Wer die massierte Angriffsmacht des Bolschewismus aufgehalten und gebrochen hat, wird auch die Mittel und die Kraft besitzen, abenteuernden britisch-amerikanischen Divisionen eine blutige Lektion zu erteilen, falls sie von ihren jüdischen Antreibern den Festungswerken Europas entgegengehetzt werden.
Der Bolschewismus aber wird auch von seinen britisch-amerikanischen Trabanten nicht gerettet werden. Und ihr gemeinsamer Wunschtraum, Europa in ein blutiges Chaos zu verwandeln, wird in Tunesien und an den Küsten des Kontinents keine andere Antwort erfahren, als es im Osten geschehen ist.
Dies find nicht Worte ohne Hintergrund: Deutschland und Europa haben in diesem Winter nicht nur erfahren, was ihnen droht, sondern auch was sie an Kraft zu entfalten
die nur durch die Anspannung aller Kräfte ,—.-... -.,. .
errichtet werden kann: das ist die sichere vermögen, wenn sie zum Aeußersten entschlos-
ters. Isen sind. Zu dieser Entschlossenheit haben
Lehre dieses Winters.
1918, nicht nur die nüchterne Einschätzung des Bolschewismus, sondern auch die freimütigen Erklärungen beigetragen, mit denen unsere-Feinde nicht zurückgehalten haben, als sie — berauscht von den Cowjeterfolgen — glaubten, diesen Krieg schon gewonnen zu haben.
Das alles war nützlich, um das geistige und materielle Potential des Kontinents so zu entfalten und weiterznentwickeln, daß es nicht nur Ausreichen wird, uns sicher und zielbewußt zu verteidigen, sondern auch jene innere Haltung und äußere Stärke vorzubereiten, die im Zeitpunkt der großen Entscheidung den Ausschlag des Sieges geben wird.
Große Entscheidungen werden bestimmend beeinflußt durch große Ideen, die die gewaltige Antriebskraft aller charakterlichen und leistungsmäßigen Energien der Völker sind. Diese Ideen stehen auf unserer Seite und erfüllen uns alle. Die gewaltige Wieder- erhebung der großen Nationen des Kontinents steht auf unserer Fahne. Das Recht zum Leben für tüchtigste Völker der Menschheit ist der Sinn unseres Kampfes. Eine große Zukunft tut sich vor unseren Augen auf. während auf der Gegenseite die bolschewistische Doktrin der Vernichtung der Tüchtigen und die jüdische Lehre der materiellen Versklavung den Pesthauch des Todes auch durch die Schwulst ihrer Phrasen nicht zu vertreiben vermögen.
Diese Erkenntnis des großen Sinnes unseres Kampfes ist der stärkste Motor unseres Handelns, und unsere Entschlossenheit, in dieser gewaltigen Entscheidung voll unseren Mann zu stellen, gibt uns die Gewähr, daß wir es schaffen werden und uns den Eintritt in ein glücklicheres Leben, durch dessen Tor wir schon einen Blick zu werfen vermochten, erzwingen werden.
kolssllreicksr Lieg äsr ^spsner in Lurms
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Drahtbcrlcht unseres Vertreters
ep. Tokio. 8. April. Am Donnerstag wurde eine Meldung des japanischen Hauptquartiers bekanntgegeben, wonach den japanischen Streitkrästen in Burma ein großer Erfolg beschicken worden ist. Die dort operierenden japanischen Truppen waren vor ungefähr vier Wochen zu großen offensiven Aktionen übergegangen, die, wie nun von amtlicher japanischer Stelle mitgeteilt wird, zur Einschließung und völligen Vernichtung der britischen tskiuptstreitkräfte am Maya- Fluß in Burma geführt haben.
Die Meldung des kaiserlichen Hauptquartiers hat folgenden Wortlaut: „Die nördlich von Akyab nahe der indisch-burmanifchen Grenze stehenden japanischen Truppen, die seit Ende Dezember verschiedene Angriffe anglo-indischer Truppen zurückgeschlagen hatten, sind seit Anfang März selbst zum Angriff übergegangen. Als Resultat groß angelegter Einkreifungsoperationen wurde die Hauptstreitmacht des Feindes an den Ufern des Maya-Flusses abgeschnitten und vernichtet. Die Operationen gegen die restlichen Feindtruppen in diesem Abschnitt gehen weiter. Der Oberbefehlshaber der japanischen Streitkräfte in Burma ist Generalleutnant Masakazu Kawabe.
Mit dieser Wendung der militärischen Ereignisse an der Nordostgrenze Indiens ist die groß angekündigte und von General Wa- vell gewiß sorgfältig vorbereitete sowie mit Energie betriebene Aktion zur Wiedergewinnung der Burmastraße und zur Erleichterung der Versorgung Tschungkings zusammengebrochen. Wie der japanische Be
richt jetzt meldet, ist die britische Offensive sogar zu einer Katastrophe für einen größeren Teil der britischen Verbände geworden, die eingeschlossen und vernichtet wurden. Wieder einmal bricht eine Hoffnung Tschungkings zusammen, wieder einmal müssen die Briten sehen, daß sie es mit einem rasch zupackenden und jede günstige Situation geschickt ausnutzenden Gegner zu tun haben.
Der Sprecher der japanischen Armee, Generalmajor Pahagi, erklärte im Einzelnen: Es gelang japanischen Einheiten unter unsagbaren Schwierigkeiten, in einem Umgehungsmanöver das hohe Arakangebirge zu überqueren und in den Rücken des Feindes zu gelangen. Diese Gruppe war, von jeder Rückverbindung abgeschnitten, völlig auf sich
selber gestellt. Als sie Anfang März das vorgesehene Ziel im Rücken des Feindes, erreicht hatte, begannen die nördlich Akyab stehenden Hauptkräfte am 8. März die Offensive, kreisten zunächst eine über 1000 Mann starke Feindgruppe 60 Kilometer nördlich Akyab ein und vernichteten sie. Nach diesem Schlage wandten sich die Japaner gegen zwei feindliche Brigaden, die 50 Kilometer nordwestlich Akyab gepackt, eingeschlossen und gleichfalls aufgerieben wurden.
Unter Ausnutzung der bedeutenden Erfolge wurde am 25. März der Maya-Fluß auf eroberten Feindbooten überquert. Diese Einheiten trafen auf der Ostseite des Maya- Flusses auf starke gegnerische Kräfte, die sie (Fortsetzung auf Seite 2)
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Von KcisgsbsricbtSc lcksinricd kocismsc, PX.
Am 9. April sind es drei Jahre her, seit, Norwegen dem englischen Zugriff entzogen wurde. Viele Einzelheiten dieses kühnen Feldzuges sind noch in frischer Erinnerung. Was in der Zeit nach dem Kampf geschah, ist weit weniger bekannt. Zwar weiß man in der Heimat: von hier aus starten Kriegsschiffe und Flugzeuge vernichtende Angriffe auf feindliche Geleitzüge. Aber die stillen Leistungen der Heerestruppen sind selten in die Öffentlichkeit gedrungen. Und wenn ein Landser aus Norwegen nach Hause kömmt, wird er bestimmt gefragt r Was macht ihr eigentlich da oben?
Sein Leben liegt im Schatten der großen Schlachten, die anderwärts geschlagen werden. Und doch sind diese drei Jahre nicht umsonst gelebt. Was er in dieser Zeit getan hat und wie er sein Schicksal trügt, ist wert, gewürdigt zu werden. Auch sein Einsatz entscheidet über den Sieg.
Wer kann auch nur annähernd abschätzen, wieviel Kopfzerbrechen, Schweiß und Entbehrung es gekostet hat und immer noch kostet, eine wildzerklüftete Front zu befestigen, die sich — alle Fjordein>chnitte mitgerechnet — über eine Länge von 17 000 Kilometern hinzieht? Am Ansang war — von den wenigen norwegischen Batterien abgesehen — nichts da außer sprödem Fels und saugendem Moor.
(Heute liegt über der Küste eine lange, lange
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k/ns Ks/Ks w/clit/gS5 ösgsgnuligsri in Osutrcli/cmc/ unc/ /to/i'sn
0er gestrige OKV.-Ssrickt
Aus dem Führcrhauptquartier, 8. April. Das Oberkommando der Wehrmacht gibt bekannt: „An der Ostfront herrschte im allgemeinen Ruhe. Einzelne feindliche Angriffe am Kuban-Brückenkopf und am mittleren Donez wurden abgewiesen. An der tunesischen Südfront leisten deutsche und italienische Truppen dem mit großer Ucberlegenheit angreifenden Feind zäh Widerstand. Durchgebrochene feindliche Panzerkräfte wurden :n erbitterten Kämpfen zum Stehen gebracht und Umsassungsversuche vereitelt. Neue Stellungen wurden planmäßig bezogen. Im mittleren und nördlichen Frontabschnitt scheiterten mehrere feindliche Vorstöße verlustreich für den Gegner. Schnelle deutsche Kampfflugzeuge griffen am gestrigen Tage kriegswichtige Ziele auf der Insel Wight und an der englischen Südostküste an." >.
Die weitere Verschlechterung des Wetters und die hohen Verluste des Feindes bei seinem Angriff am 4. April gegen die Ostslanke des Kuban-Brückenkopfes, bei dem die anstürmenden acht Sowjetdivisionen und vier Brigaden rugd' 8000 Mann an Toten und Verwundeten verloren, hielt die Bolsche- wisten in den letzten drei Tagen davon ab, ihre Vorstöße in größerem Umfange fortzu- jetzcn. Vor allem verhinderten die durch den tagclangen Regen entstandenen Verschlammungen des Geländes und des Hochwassers der aus dem Gebirge kommenden Nebenflüsse des Kuban großräumige Kampfhandlungen. Nur an den festeren Landbrücken führten die Bolschewisten örtliche Vorstöße, die erkennen ließen, daß sie an ihren Angriffsabsichken weiterhin festhalten. ;
Dralitvcricht unserer Berliner Schriftleitung
ckr. vv. scb. Berlin, 8. April. Wenn Clause- witz den Krieg als die Fortsetzung der Politik mit anderen Mitteln bezeichnete, so sollte das gewiß nicht heißen, daß das „letzte Beweismittel der Könige" nur auf die äußere Gewalt gestützt bleibe und ohne die geistigpolitische Gestaltungskraft zur vollen Geltung gebracht werden könne. Die Höhepunkte der Weltgeschichte sind vielmehr immer da zu erkennen, wo sich Feldherrngenie und Etaats- kunst in einer Person, wie in Alexander, in Caesar, und in Friedrich dem Größen, vereinten. Die Weltöffentlichkeit ist sich, ob nun auf der Grundlage des dankbaren Glaubens oder des wilden Hasses, darüber klar, daß der Führer des neuen Deutschland wiederum eine solche übersäkulare Gestalt ist, die mit neuen Erkenntnissen, mit kühnen Ideen und mit genialer Gestaltungskraft dem militärischen Geschehen in gleicher Weise wie der politischen Entwicklung die Richtung zu weisen vermag. Die Auswirkungen des strategischen und des politischen Genies gehen hier dauernd ineinander über. Das ist der Grund dafür, daß auch im Lärm der Warfen die politische Aktivität im Wirkungsbereich der Dreierpaktmächte niemals zum Ermatten kommt.
Diese politische Strategie hat sich mcrnch- mal ähnlich lähmend auf die Geistesverfassung unserer Gegner ausgewirkt wie militärische Schläge. In der ersten Kriegszeit. als sich die politische Aktivität der Feindseite im wesentlichen noch durch die üblichen diplomatischen Kanäle entfaltete, wollte die gegnerische Agitation die persönlichen Zusammenkünfte europäischer Staatsmänner als „melodramatische Angelegenheiten" abtun, um über die eigene tatsächliche und erschreckte Sorge hinwegzutäuschen. In Wirklichkeit fragte man sich stets angsterfüllt: Was kommt darnach? Und die Entwicklung hat dieser besorgten Frage fast immer recht gegeben. Inzwischen sind auch die anderen darauf gekommen, daß unsere Methoden des direkten persönlichen Meinungsaustausches unter bestimmten Voraussetzungen die stärkere Gewähr des Erfolges in sich tragen. Diese Voraussetzungen sind allerdings in der weltanschaulichen Verbundenheit der politisch und militärisch zusammenarbeitenden Völker und in der Kongenialität ihrer führenden Staatsmänner zu erblicken. Wo diese Vor
aussetzungen entfallen, da mag Churchill gemeinsam mit Roosevelt auf der „Potomac" den Choral vom „christian saldier" anstimmen, in Moskau sich mit der „Barschheit" Stalins auseinandersetzen und wieder in Casablanca gemeinsam mit seinen amerikanischen Kumpanen die Ablehnung der Einladung durch Stalin beweinen, es kommt dann tatsächlich überwiegend auf „melodramatische Szenen" hinaus, die den jüdischen Schmocks Stoff für schwülstige Berichte liefern konnten. Gerade im gegenwärtigen Stadium, der interalliierten Diskussion, nach dem Abschluß der Amerikareise Edens, ist es wieder besonders deutlich geworden, daß sich die Partner der gegnerischen Koalition zwar im sadistischen Vernichtungswillen gegenüber den Trägern einer vernünftigen und natürlichen europäischen Neuordnung und in der Verratsbereitschaft zugunsten des Bolschewismus restlos einig sind. daß aber jenseits dieses Zieles im Hinblick auf alle Gestaltunspläne für die künftige Welt die schärfsten Interessengegensätze und das stärkste gegeyseitige Mißtrauen beginnen.
Daß das im Lager der Dreierpaktmächte ganz etwas anderes ist, braucht man nicht einmal unseren Feinden meht zu versichern. Interessengegensätze zwischen der japanischen Führungsmacht im Fernen Osten und den tragenden Mächten der europäischen Achse sind überhaupt nicht vorstellbar, und was Deutschland und Italien betrifft, so sind sie in ihrem Kampf um Leben und Raum und in den verwandten weltanschaulichen Grundlagen des staatlichen Aufbaues so unlöslich schicksalhaft verbunden, daß jedes zwischen den Achsenpartnern auftauchende Problem mit unmittelbarer Selbstverständlichkeit eine freundschaftliche Lösung finden muß.
Während also die Gegenseite es gar nicht einmal mehr zu bestreiken versucht, daß es sich in den interalliierten Diskussionen darum handelt, die Tatsache der „getrennten Kriege" zu tarnen, kann die politische Aktivität der Achse immer wieder von der Grundlage der gleichen politischen Lebensnotwendigkeit und Zielsetzung ausgehend zu fruchtbarer politischer Gestaltung und zu einheitlich geballter militärischer Schlagkraft gelangen. In Zeiten, in denen die Schwelle von einer Kriegsphase zur anderen überschritten wird, treten die Erscheinungen der politischen Aktivität, scheinbar eine zeitliche Cäsur füllend, in Wirklichkeit jedoch als
Symptome der schöpferischen Pause, stärker in Erscheinung. Sie wurde auch zu Beginn dieses Frühjahres durch eine Reihe wichtiger Begegnungen in Deutschland und in Italien gekennzeichnet. Als den Ausgangspunkt dieser neuen Phase der politischen Strategie nach Ueberwindung der Winterkrise an der Ostfront wird man die Zusammenkunft des Reichsaußenministers von Ribbentrop mit dem Duce in den vier letzten Februartagen zu erkennen haben. In der abschließenden Mitteilung über den Verlauf der Begegnung konnte Mit Lberzeugungsstarker Betonung festgestellt werden, daß die Aussprache über alle europäischen Probleme und über die Kriegführung noch einmal die Einigkeit Deutschlands und Italiens in dem Beschluß bekräftigt hat, den Krieg bis zur Vernichtung >der feindlichen Streitkrqfte und zur Errichtung einer sicheren und gerechten Ordnung in Europa im Sinne der Zusammenarbeit der Völker unseres Kontinents zu führen. Es ist natürlich, wenn man, wie unser römischer Or.-v.-ll.-Vertreter berichtet, in den politischen Kreisen Italiens mit besonderem Interesse die Auswirkungen und weiteren Etappen dieser politischen Aktivität verfolgt. Der Begegnung des Reichsaußenministers mit dem Duce ist in diesen Tagen der Besuch des König Boris von Bulgarien beim Führer gefolgt, während in Rom die Aussprache zwischen dein Duce und dem ungarischen Regierungschef stattfand. Die Reihe der Begegnungen, so heißt es in dem Bericht aus Rom weiter, wurde.im Rahmen der diplomatischen Aktivität der Achse damit nicht abgeschlossen, vielmehr ist es nicht unwahrscheinlich, daß weitere bedeutende Besprechungen folgen,-die den gegenwärtigen Meinungsaustausch unter der Achse und ihren Verbündeten fortsetzen und krönen.
In der italienischen Presse wird dazu im Gegensatz zu der Klarheit und Zusammenarbeit. die diese Besprechungen auf- feiten der Achse beherrschen, auf die Verworrenheit und Gegensätzlichkeit der Interessen auf der Feindseite verwiesen, wofür als kleines, aber aufschlußreiches Beispiel der Fall de Gaulle- Giraud genannt wird, der nach wie vor ungelöst ist, obwohl er nur ein kleiner Ausdruck der starken Meinungsverschiedenheit ist, die hinter den Kulissen der sogenannten Vereinigten Nationen herrscht.
Kette ausgebauter Stellungssysteme und schwer bewaffneter Stützpunkte. Ihre Zahl hat vor allem im letzten Jahr erheblich zugenommen. Immer neue Batterien wurden herausgebracht. Abteilungen schwollen zu Regimentsstärke an. Aber auch Größe und Stärke der Befestigungen wuchsen. Festungspioniere und Männer der Organisation Todt haben gewaltige Anlagen errichtet, und neue sind im Bau. Hohe Portalkrane wurden montiert, um die hierfür bestimmten schwersten Geschütze an Land zu heben.
Zahlreiche Batterien haben sich anfangs mit primitiven Werkzeugen behelfen müssen. Sie wurden an gottverlassenen Punkten längs der Küste oder auf Inseln abgesetzt und hatten zunächst ihre Not, Baracken zu zimmern,, Zufahrtswege und Landungsstege zu bauen, damit der Nachschub nicht mehr erst vom Schiff in Ruderboote umgeladen und dann auf dem Buckel in die geplante Stellung geschleppt zu werden brauchte. Wer keine Kompressoren hatte, blieb auf Hammer und Meißel angewiesen. Da haben zwei Mann schon hart und unermüdlich zuschlagen müssen, um in zwei Stunden zwei Zentimeter tiefer zu stoßen. Drei Jahre lang, zeitweise Tag und Nacht, brach sich das Echo Hunderttausender von Sprengungen an den Bergwänden.
Während Pioniere und Kanoniere die Geschützbettungen in den Granit meißelten, die Nachrichter sich abmühten, das dünnmaschige Leitungsnetz zu verdichten, zogen Gebirgsjäger- und Ercnadierregimenter, Bau- und Festungsbataillone noch während des Baues ihrxr bescheidenen Quartiere breite Straßen- bänder in zahllosen Windungen über Hänge und Fjelle. Tausende von Kilometern wert, bis an das Dach Europas. Und wenn man heute von Oslo nach Kirkenes im Kraft- wagen fahren kann, dann ist es ihr Verdienst.
Auch was der Nachschub, besonders im hohen Norden, geleistet hat, kann erst später einmal erschöpfend berichtet und geweitet werden. Wer dieses Land nicht kennt, hat keine Vorstellung von seinen Entfernungen. Norwegen, so meint , man, ist doch nicht weit von Deutschland. Man braucht nur über das Skagerrak zu fahren. Wer aber weiß, daß droben am Eismeer Regimenter in öden Stellungen Hausen, die von der Reichsgrenzs weiter entfernt sind, als die Grenze Aegyp- tens? Wer weiß, daß sich nördlich Narvik Stellung an Stellung reiht auf einer Strecke, die größer ist, als die gesamte Westfront war?
Dieser Vergleich der Luftlinie besagt noch wenig. Es gibt ja längs der Poiarküst» keine Eisenbahn, und die Polarstraße ist
bcksckt unck Ickee, kreikeit unck kklickt
sollen bei uns eine untrennbare llinkeit
ergeben, unck ckte grolle 8tuncke ckes
Oeutscken soll üsinit rugleick ckie
8tuncke cker Wieckergeburt kür ckie sncke-
ren scköpkeriscken dlationen Lurvpas
rvercken. streck kosenberg
nirgends eben oder gerade, dafür aber von zahlreichen Fjorden unterbrochen. Und wenn der Sturm schäumende Wogen in die Fjorde peitscht, muß man manchmal tagelang warten, bis die Fähre übersetzt. Nur wer ge- jehen hat, wie selbst die Schneepflüge unter der weißen Decke verschwinden, kann Raum und Zeit in dieser Front einschätzen. Auch der Seeweg ist tückisch und oft voll gefährlicher Minen. Da kann man nicht nach der Uhr rechnen, sondern allenfalls nach dem Kalender. Was im Reich in einer Woche bewältigt werden kann, braucht hier einen Monat und manchmal noch länger. Unter iolchen Umständen mußte alles, aber auch alles nordwärts geschafft werden: Nicht nur Waffen, Munition und Verpflegung, sondern auch Kohle, Holz, Zement und vieles, vieles mehr. Jede Karbidlampe, jeder Nagel hat eine Weltreise hinter sich.
Schon das alles wäre genug zum Beweis, daß das Leben des Soldaten in Norwegen so hart äst wie der Fels. den er zur Festung formte. Aber es ist noch nicht alles. Hinzu kommt etwas sehr Wichtiges,