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Dos flmtsblatt des legierenden viirgermeisters der §reien kjansestadk vremen
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flmiliches verkündungsblatt des leichsstaktiialters in Oldenburg und Vremen
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DrahtLerlKt unserer Berliner Schriftleitung goe. Berlin, 6. April. Einen bemerkenswerten Beitrag zur Kriegsschuldfrage gibt auf einem ganz besonderen Gebiete der frühere amerikanische Konsul in Dakar, Thomas Washon, in einem Aufsatz, der sich mit der Lage in Französisch-Westafrika in der Zeit zwischen dem deutsch-französischen Waffenstillstand und der Landung der Amerikaner dort beschäftigt. Bekanntlich gehört es zur Politik Roosevelts, vor jeder Besetzung eines Landes die Behauptung von einer angeblichen Bedrohung durch Deutschland aufzustellen, also immer wieder dieselbe Methode zu befolgen, mit der er auch das amerikanische Volk in den Krieg hetzte. Die Behauptung von einer deutschen Bedrohung ging jedem einzelnen amerikanischen lleber- fttll voraus, gleichgültig, ob es sich dabei um Island und Grönland, um Syrien oder um Französisch-Nordafrika handelte. Bekannt ist auch die Methode, die Roosevelt Südamerika gegenüber anwendete, wo er mit dem Gespenst der Fünften Kolonne arbeitete. Immer wieder hat die politische Lüge dem amerikanischen Imperialismus als Feigenblatt dienen müssen. Eben darum verdienen Feststellungen wie diejenigen des Konsuls Washon eine um so größere Beachtung.
Der Aufsatz des Konsuls ist in dem „For- eigne Office Journal" veröffentlicht. Der Verfasser schildert, daß es seine besondere Aufgabe gewesen sei, eitte etwaige deutsche Einflußnahme auf Französisch-Westafrika zu beobachten und darüber nach Washington zu berichten. Er erhielt zu diesem Zweck von den französisPen Behörden größte Bewegungsfreiheit. In seinem Aufsatz stellt Washon fest, daß es ihm trotz eifriger Nachforschungen nicht möglich gewesen sei, auch nur das leiseste Anzeichen einer deutschen Infiltration in Französisch-Westafrika festzustellen. Er schreibt: „Es gab in ganz Französisch-Westafrika keinen Deutschen. Weder in Dakar, noch in irgendwelchen anderen west- afrikanischen Häfen waren deutsche Unterseeboote stationiert. Ebenso gah es keine Schiffe in diesen Häfen, um deutsche Unterseeboote zu versorgen."
Das „Foreigne Office Journal" ist das interne Organ des auswärtigen Dienstes der Vereinigten Staaten. Es erscheint in beschränkter Auslage und ist nur einem Kreis privilegierter Bezieher zugänglich. Seine Veröffentlichungen tragen amtlichen Charakter. Sie sind in diesem Falle so wichtig, daß die „Newyork Times" sie wörtlich abdruckt. Das hat seinen guten Grund, denn die Feststellungen enthalten unschätzbares historisches Material.
Nachdem amerikanische Truppen in Fran- zösisch-Nordafrika gelandet waren, veröffentlichte Präsident Roosevelt eine Erklärung, in der er diese Maßnahme mit der Notwendigkeit Legtündete, Französisch-Nord- und Westafrika vor dem Zugriff der Achse zu schützen. Vor allem hätte verhindert werden
müssen, daß Dakar sich in eine Pistole der Achse gegen den amerikanischen Kontinent verwandele. Der amerikanischen Regierung, so hieß es weiter, ständen Unterlagen zur Verfügung, aus denen hervorgehe, daß die Deutschen Französisch-Westafrika seit langem als Basis benutzten. In den Monaten, die der Landung vorausgingen, erschienen sowohl in der englischen wie in der amerikanischen Presse offiziös inspirierte Aufsätze mit der gleichen Tendenz. Der Artikel des Konsuls Washon beweist nicht nur, daß diese Behauptungen unwahr waren, sondern auch, daß die Regierung der Vereinigten Staaten Berichte aus erster Hand besaß, die jede Besorgnis in dieser Richtung zerstreute. Wenn einmal die Geschichte dieses Krieges geschrieben wird, kann kein Historiker an dem Aufsatz von Thomas Washon vorbeigehen.
Mrionellknverrärer
. Stockholm, 6. April., Wie Reuter meldet, hat General Eisenhower de Gaulle aufgefordert, seine Reis? nach Französisch-Nordafrika zu „verschieben". De Gaulle bedauere diese Verzögerung, die „nicht ohne ernste Nachteile" durchgeführt werden könne. Wie der diplomatische Korrespondent Reuters hierzu schreibt, schlug die dringende Bitte General Eisenhowers, de Gaulle solle seinen Besuch in Algier verschieben, „wie eine Bombe" im Londoner Hauptquartier de Gaulles ein, wo alles für die unmittelbar bevorstehende Abreise des Generals bereit war. Auf einer Sondersitzung wurde der Beschluß gefaßt, daß der Bitte Eisenhowers, wenn auch mit Bedauern, Rechnung getragen werden müsse. Die von Eisenhower gegebenen Gründe seien nicht bekanntgegeben, doch nehme man an, daß es zwingende Gründe sind.
Verräter vom Schlage eines de Gaulle oder Eiraud sind für Washington — und auch für London — gerade gut genug, um sie als. Lieferanten von Kanonenfutter und für Paradeaufnahmen nach dem Muster von Casa- blanca zu gebrauchen. Im übrigen aber
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Aus dem Führerhauptquartier, 6. April. Das Oberkommando der Wehrmacht gibt bekannt: „Am Kuban-Brückenkopf setzte der Feind seine Angriffe infolge der am Vortage erlittenen Verluste nicht mehr fort. Von der übrigen Ostfront wird nur örtliche Eefechts- tätigkeit gemeldet. Auch an der tunesischen Front verlief der Tag im allgemeinen ruhig. Bei einem eigenen Angriffsunternehmen in Südtunesien wurde eine wichtige Höhe genommen. Im Mittelmeerraum griff die Luftwaffe Flugplätze und Schiffsziele mit gutem Erfolg an. Jäger und Flakartillerie sowie llnterseebootjäger der Kriegsmarine vernichteten 18 feindliche Flugzeuge. Zwei eigene Flugzeuge werden vermißt. Britisch-nord- amerikanische Fliegerverbände griffen am gestrigen Tage die besetzten Westgebiete, vor allem die Stadt Antwerpen an. Die Bevölkerung hatte erhebliche Verluste. In einer Schule wurden 180 Kinder getötet. Jäger und Flakartillerie der Luftwaffe schössen 19 feindliche Flugzeuge ab. In Nordnorweg'en wurde ein feindlicher Sabotagetrupp bei der Annäherung an die Küste zum Kampf gestellt und vernichtet."
In den frühen Montag-Nachmittagsstun- den stieß ein nordamerikanischer Bomberverband, begleitet von britischem Jagdschutz, gegen die besetzten Westgebiete vor. An der deutschen Abwehr, die schlagartig einsetzt? waren wiederum Focke-Wulf- und Messevschmitt-Jäger in hervorragendem Maße beteiligt. Die in großen Höhen anfliegenden britisch-nordamerikanischen Bomber und Jagdflugzeuge wurden sofort von den deutschen Jägern gestellt. Es entwickelten sich schwere Luftgefechte. Von den Bordkanonen eines deutschen Jagdflugzeuges getroffen, stürzte ixm 15.12 Uhr der erste viermotorige Bomber in der Nähe von Ostende in einer Steilspirale nach unten und schlug brennend auf. Der achtköpfigen Besatzung gelang es nicht mehr, sich zu retten. Eine Viertelstunde später erhielt in 8000 Meter Höhe eine weitere viermotorige Maschine Treffer in Kabine, Rumpf und Flächen.
Usus MltsrkrsurlrLssr
Berlin, 6. April. Der Führer verlieh das Ritterkreuz des Eisernen Kreuzes an jj- Oberführer Herbert Ernst Vahl. Führer der sj-Panzergrenadier-Division „Das Reich".
-Sturmbannführer Joachim Peiper - Ba- taillons-Kommandeur in der jf-Panzer- grenadier-Division „Leibstandarte Adolf Hitler", sj-Sturmbannführer Christian Tychsen, Abteilungs-Kommandeur in der Panzergrenadier-Division „Das Reich". Oberstleutnant Friedrich Carl von Stein- keller, Kommandeur eines Panzer-Erena- dier-Regiments. Major Alfred Meinigke, Kommandeur eines Grenadier-Bataillons. Hauptmann Karl Hübbe. Kommandeur eines Grenadier-Bataillons. Rittmeister Jo- chem Meyer. Kommandeur eines Panzer- Erenadier-Bataillons. Oberleutnant Walter Löß, Führer eines Grenadier-Bataillons. Oberleutnant Erich Stumpe, Flugzeugführer in einer Fernaufklärungsstaffel.
Die linken Motoren lösten sich ab, worauf der Bomber senkrecht herunterstürzte. Nun folgten in Abständen von fünf Minuten Abschüsse von weiteren nordamerikanischen Bombenflugzeugen. Sie erhielten von den deutschen Jägern so schwere Treffer, daß sie zum Teil in der Luft auseinanderplatzten oder nach dem Abmontieren beider Flächen ebenfalls brennend am Boden aufschlugen. Auch die britischen Jäger, die den Bomberverband nach allen Seiten hin zu decken versuchten, hatten durch die unaufhörlich angreifenden deutschen Jäger empfindliche Verluste. Nach schweren Treffern in Motor und Kabine stürzte eine Spitfire steuerlos ab, eine andere überschlug sich in der Luft, bevor sie wie ein Stein zur Erde fiel. Die dritte brach sofort nach dem Treffer in zwei Teile auseinander. Der britisch-nordamerikanische Verband wurde von den deutschen Jägern nach seinem Abflug noch weit über See hinaus verfolgt. Insgesamt büßten die Briten und Nordamerikaner damit bei ihren Unternehmungen über den besetzten Westgebieten am Montag und vor allem bei dem Angriff auf Antwerpen 19 Flugzeuge ein, von denen 16 in Luftkämpfen abgeschossen und drei von Flakartillerie zum Absturz gebracht wurden. Alle deutschen Jäger kehrten zu ihren Einsatzhäfen zurück.
haben diese traurigen Marionetten, die ihr eigenes Land verrieten, hübsch nach der plu- tokratischen Pfeife zu tanzen und den egoistischen Wünschen der Nordamerikaner und Briten als simpler Spielball entgegengesetzter Jnte^ssen „Rechnung zu tragen".
Nach aus Tanger einlaufenden Meldungen breitet sich in Nordafrika der jüdische Einfluß immer mehr aus. Besondere Aktivität entwickelten in letzter Zeit die Kommunisten, die schon eine Reihe von Zwischenfällen verursacht haben. Sie gehen jetzt daran, Häuser mit Sichel und Hammer zu bemalen. Es ist vorgekommen, daß die Hausmauer des spanischen Konsulats mit der Aufschrift „Es leben die Sowjets" bemalt worden ist.
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Lsuleiter Wegener bei unseren Luktvaktenkelkern. llinsatrbersit tzteken ckle langen aus cksn ^.ckolk-11itlsi-8cbulsn -vor Qaulsitsr ?aul 1/Vegener aulsülicli einer Lssicbtignngsksbrt ckurcb Klarstellungen im 6au V^eser-llms. dlit inilitsriscker llxsrtlisit geben ckie kOslekelker cksm Lanleiter /^ntv/ort suk seine kragen. (Siebe unsern Lsrickt auk Leite 3.) Luka.: SclnvsNinA
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Wir Deutsche sind in der ganzen Welt bekannt für unsere Gründlichkeit. Es liegt uns picht, irgend eine Arbeit oberflächlich hinzuhauen, wir tun sie vielmehr so gründlich, daß sie vor jeder Kritik bestehen kann. Das ist schon im Frieden eine sehr lobenswerte I Eigenschaft, die sich im internationalen Wirt-
IMenäebslle im Oberbaus
„Vs^tfäslungsn" c/s^/nc/sr aul ci/s k/oc/iknsg 5 rskt
Drahtbericht unseres Vertreters
rck. Stockholm, 6. April. Im englischen Oberhaus wurde am Dienstag durch den britischen Ilnterstaatssekretär für Indien und Burma, Lord Munster, die angekündigte Jn- diendebatte eröffnet. Lord Munster begann mit Komplimenten über den Beitrag Indiens zu den Kriegsanstrengungen der Alliierten und Lobesworten für die indischen Prinzen, die der englischen Bestechung erlegen sind und Kanonenfutter für die Tom- mies zusammentrommelten. Er sagte: der Vizekönig hoffe bald die Namen der Ersatzmänner für die vier Inder nennen zu können, die seinerzeit aus Protest gegen die Nichtfreilassung Gandhis bei seinem jüngsten Fasten ihr Regierungsamt zur Verfügung stellten. Zur politischen Lage Indiens erklärte der Unterstaatssekretär, es seien keine Fortschritte erzielt worden und auch nicht
vorauszusehen. Er bediente sich der schon oft gehörten britischen Phrase, Großbritannien sei selbstverständlich gewillt. Indien seine volle Selbständigkeit zurückzugeben, sobald die der Verwirklichung dieses Zieles zur Zeit noch im Wege stehenden Hindernisse beseitigt sein würden. Alle von der britisch-indischen Regierung unternommenen Anstrengungen, auf diesem Weg vorwärts zu kommen, seien jedoch bisher fehlgeschlagen. Lord Munster schloß mit der unverbindlichen Bemerkung, trotzdem sei es sicher noch nicht zu spät. die großen politischen Probleme in Indien einer Lösung zuzuführen. Er vertröstete die indischen Freiheitsforderungen auf die Nachkriegszeit ab und tarnte die englische Aus-, beutungspolitik mit den scheinheiligen Worten: Solange der richtige Tag nicht gekommen lei, könne England nicht nachgeben und müsse sich fortgesetzt für die „Wohlfahrt" dieses großen Landes verantwortlich fühlen.
Heute Irsuerlss in krankreicti
Paris, 6. April. Der anglo-amerikanische Terrorangriff auf Paris beschäftigt nach wie vor die französische Öffentlichkeit und Presse. Die Zahl der Toten beträgt jetzt bereits 311, wird sich aber noch weiter erhöhen, da unter den Trümmern immer noch Leichen geborgen werden und sich auch in den Krankenhäusern noch Schwerverletzte in Lebensgefahr befinden. Im ganzen zählt man jetzt rund 700 Verletzte. In dem Departement Seine- et-Oise forderte der englisch-nordamerika- n-ische Luftangriff nach bisherigen Feststellungen 17 Tote.
Die Aufräumungsarbeiten werden mit aller Kraft fortgesetzt. Ihrer Schnelligkeit ist es zu verdanken, daß hier und da noch einige Ueberlebende aus den Kellern ein
gestürzter Häuser hervorgezogen werden konnten. Eine Reihe von Ministern weilte am Montag an den Stätten der Zerstörung.
Die französische Regierung hat den 7. April zum nationalen Trauertag erklärt, da an diesem Tage das Staatsbegräbnis für die bei dem Mordanschlag der anglo-amerikani- schen Flieger ums Leben gekommenen Einwohner stattfinden wird. An diesem Tage bleiben sämtliche Vergnügungsstätten geschlossen. Auch alle Veranstaltungen im Freien sind untersagt.
Im Zusammenhang mit dem neuen Luftangriff auf französisches Gebiet ist die Ernennung des Eenerälmajors Eastin zum Generalsekretär für die französische Luftverteidigung erwähnenswert, die am Dienstag im französischen Staatsanzeiger bekanntgegeben wurde.
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iV/s c/sr Low,' 6 t/ 5 < 7 li 6 trsi ^/ovvo 505 L,'/Lic iis/ unc/ ru s-'nsm k/ut/gsn Drama vvurc/s
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n . . ., 6. April. Im Wehrmachtsbericht und in den militärischen Meldungen aus dem Gebiet des Kuban-Brückenkopfes ist der Einsatz rumänischer Truppen in den letzten Tagen besonders hervorgehoben worden. In diesem Zusammenhang sei erinnert an die Bewährung rumänischer Verbände an der Schwarzmeerküste, wo sie gemeinsam mit deutschen Kameraden die Sowjets bei einem Landungsversuch mit blutigen Köpfen heimschickten.
Jusnaja-Osereijka — das ist das Dorf am Ufer des Schwarzen Meeres, wo sich vom 3. bis 7. Februar das blutige Drama abspielte, dessen Ende die vollständige Vernichtung jener sowjetischen Landungskräfte war, die versucht hatten, von hier aus vorzustoßen und die Stadt Noworossijsk vom Rücken her zu überfallen. Die gelandeten Panzereinheiten sollten daraufhin nach Norden auf der Straße vordringen und die Küstenver- teidigung bei Anapa überrennen. Zwei Panzerbrigaden und zwei Infanterie- bataillone waren für diese Landungsoperationen bereitgestellt worden. Spezialboole sollten die Panzerbrigaden in drei Wellen an Land setzen, während starke Einheiten der sowjetischen Schwarzmeerflotte das Unternehmen zu unterstützen halten.
Das war der schön ausgeheckte Plan der bolschewistischen Führung. Und der Erfolg dieses Unternehmens? Nachdem die erste Landungswelle schon durch die unmittelbare Küstenverteidigung sehr hohe Verluste er
litten hatte und- die Schisse unter dem gut liegenden Feuer unserer Batterien zum größten Teil in Brand geschossen worden waren, bevor sie noch den Strand erreicht hatten, griffen anz zweiten Tag deutsche Sturzkampfflieger die vor dem Osereijka-Tal bereit- liegende zweite Landungswelle an, die nach einigen Stunden brennend abdrehte und am nächsten Morgen abgeschleppt wurde, soweit die Schiffe nicht schon untergegangen waren. Die dritte Landungswelle kam überhaupt nicht zur Aktion und drehte, ebenfalls unter dem mörderischen Feuer der Stukas, nach Osten ab. Vier Spezialschiffe, mehrere Fähr- prähme und ein Küstepleichter liefen vernichtet oder ausgebrannt auf Strand. Ein Dutzend weiterer Fahrzeuge wurde schon auf See durch die Bomben der Stukas versenkt. Nahezu 800 Tote ließ der Feind auf dem Kampffeld zurück, mehr als 400 Sowjet- armisten gingen den Weg in die Gefangenschaft, 31 funkelnagelneue nordamerikanische Panzer, vom Muster Mark III, wurden an Land vernichtet oder blieben noch vor dem Strand im Wasser liegen, während der Rest der Panzerbrigaden mitsamt den Landungsschiffen und den Besatzungen im Meer ertrank.
Als wir Ende Dezember 1942 zum ersten Male hier waren und die gut ausgebauten Küstenstellungen sahen, versicherte uns ein rumänischer Hauptmann, daß der Feind sich bei einem eventuellen Landungsversuch in seinem Abschnitt totsicher den Kopf einren- nen würde. Dieser Offizier wußte zu halten.
was er seinem Land und sich selbst versprochen hatte. Es ist dies jener Hauptmann, dessen persönlicher Schneid und dessen persönlicher vorbildlicher Führung seiner Einheit es nicht zuletzt zu verdanken ist, daß die gelandeten Kräfte so schnell aufgerieben werden konnten. In der Abwehr der sich nähernden Landungsflotte hat sich hinwiederum die deutsche Küstenartillerie unter Führung eines jungen Oberleutnants Ruhm und Erfolg erworben. Die Zusammenarbeit zwischen den rumänischen und den deutschen Führungsstellen war vorbildlich und hat sich in engster Kampfgemeinschaft aufs neue erprobt.
Es könnten viele Beispiele hier angeführt werden von Offizieren und Soldaten, die in mustergültiger Erfüllung ihrer soldatischen Pflicht auch vor dem schwersten Einsatz nicht zurückschreckten und die ihre eiserne Ruhe nicht verloren, als die Situation am zweiten Tag kritisch geworden war. Ich könnte erzählen von dem Leutnant, der seine Stellung bis zur letzten Kugel verteidigte und die gelandeten Bolschewisten solange aufhielt, bis Verstärkungen herangebracht werden konnten. Er opferte sein Leben für die Rettung seiner Kameraden und Soldaten, die in ihren Stützpunkten neben ihm lagen. Oder ich könnte schildern, wie ein anderer Leutnant sich in der ersten Nacht mit ein paar Telephonisten durch den Wald schlug, den die Sowjets teilweise schon besetzt hatten und der zwischen feindlichen Panzern hin- (Fortsetzung auf Seite 2)
schaftswettbewerb sehr vorteilhaft auszuwirken pflegt. Im Kriege aber ist die Präzision der Rüstung eine wahrhaft entscheidende Frage.
. Am meisten kommt es auf Genauigkeit außer bei der Feinmechanik in der Optik an. Vom richtigen Sehen hängt ja die Entscheidung jedes Kampfes ab. Das gilt für den Führer der Jnfanteriegruppe und den Ar- tilleriebeobachter genau so wie für den Bom- benschützen und den Unterseebootskommandanten. Im Kriege muß man nicht nur schießen, man muß vor allem treffen. Und ob man trifft, das hängt in erster Linie von den optischen Hilfsmitteln: Doppelglas, Scherenfernrohr, Nundblickfernrohr, Richtkreis, Entfernungsmesser, Kommandogerät, Bomben- Zielwurfeinrichtung oder Sehrohr ab. Optische Instrumente werden bei jeder Waffengattung gebraucht, sie müssen daher nicht nur genau seim sondern auch in genügender Anzahl zur Verfügung stehen.
Daß nun die deutsche optische Industrie von jeher in ihrer Fertigung den Höhepunkt an Genauigkeit erreichte, ist der ganzen Welt bekannt. Wir können aber nun mit Freude feststellen, daß die Herstellung optischer Instrument« bereits den Umfang einer Massenproduktion erreicht hat, und zwar, ohne die Qualität dadurch zu beeinträchtigen. Früher galt im allgemeinen der Satz, daß man entweder Qualitätsprodukte in geringer Zahl oder Massenprodukte in schlechterer Qualität herstellen konnte. In der deutschen optischen Industrie haben wir nunmehr den Zustand einer Massen-Qualitätsfabrikation erreicht. Das ist nicht zuletzt ein Verdienst des von Reichsminister Speer berufenen Sonderausschusses optisches und feinmechanisches Rü- stungsgerät.
eiserner
dlur ein Lesckleckt, ckss in Llltscklossonkelt bereit ist, jeckes Opier ru tragen, unck ckss gekillt ist, tockes- mutig ru KSinpken unck angespannt ru arbeiten, veirck ckie Lukunit meistern.
Hermann Qöring
Der Laie vermag sich überhaupt keine Vorstellung zu bilden, wie genau die optischen Instrumente arbeiten. Solche hochqualifizierten Fabrikate lassen sich überhaupt nur durch allerschärfste Kontrolle erzielen. Deshalb herrscht in der Kontrollabteilung eines weltbekannten Werkes der deutschen Industrie auch der Grundsatz: „Hier wird nichts geglaubt, hier wird nur gemessenl" Und zwar sehr genau! Die Meßunterlagen sind so präzise, daß nur Fehler von höchstens t/ 21 », Tausendstel Millimeter erlaubt sind Der Laie wird behaupten, daß eine solche Genauigkeit unmöglich sei. Sie ist aber möglich, und nur dem Laienverstand. in diesem Falle dem un- bewaffneten Auge unvorstellbar bzw. unsicht-. bar. Wir können uns ja nicht einmal vorstellen, daß ein feinmechanisches Kugellager mit Schlagfedern eine Genauigkeit von einem Tausendstel Millimeter erreichen kann. Deshalb muß man diese Werte einmal in die Praxis übersetzen.
Ein Entfernungsmesser unserer schweren Flak mißt so genau, daß er über eine Strecke von vielen Kilometern, also beispielsweise die Luftlinie Dresden—Leipzig im schlimmsten Falle nur um einen Meter am Ziel vor- beimrßt. An diesem Entfernungsmesser hängt das Kommandogerät, das aus vielen Tausenden einzelnen Teilen besteht, von denen lausende gezeichnet sind. Diese Instrumente sind genau so Wunderwerke der Präzision wie die Sehrohre unserer Unterseeboote, die bis zu einem Vierhundertstel Millimeter genau arbeiten, also nur theoretisch eine unvorstellbar kleine Fehlerquelle besitzen, die in der Praxis überhaupt nicht auftreten kann.
G^nau so exakt arbeiten die Zielwurfeinrichtungen unserer Bomber. Wie oft haben wir an der Front unsere helle Freude an der Treffsicherheit unserer Stukas gehabt. Immer wieder konnten wir feststellen, daß die bolsche- Mistischen Bomber ihre Bomben verhältnismäßig selten genau ins Ziel bringen und im allgemeinen nur ungenau abwerfen. Inzwischen haben wir an Beutestücken feststellen können, daß sich die Bombenzieleinrichtungen der Bolschewisten etwa auf der Entwicklungsstufe befinden, die bei uns 1918 bereits er«