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(6.4.1943) 96
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parteiamtliche Toyeszeituny

Vas Amtsblatt des Negierenden vürgermcistcrs der §reien Hansestadt vremen

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öer TlatConairo3ialiften Bremens

flmtliches verkündungsblatt des Ncichsstattlialters in Oldenburg und Vremen

Nr. 88 , 1Z. Jahrgang

Dienstag, S. flpril 1943

Einzelpreis 15 Npf.

Die Kämofe

die BrffidienköDfe

Sowjet-Angriff im Kubangebiet zerschlagen ChurchillsZeittabelle ungültig Flankensicherung für unsere totale Mobilmachung

Drahtbericht unserer Berliner Schriftleituna

dr. w. sch. Berlin, 5. April. Der Wehr­machtbericht stellt fest, daß der starke Angriff der Sowjets gegen die Ostfront des Kuban- Brückenkopfes von unserer militärischen Füh­rung erwartet wurde. Die Tatsache des ab­soluten Fehlschlags der Hoffnungen,' mit de­nen die Sowjets in die Winterschlacht gin­gen, wird besonders eindrucksvoll dadurch unterstrichen, daß wir nach dem vom Gegner selbst gemeldeten Abschluß der großen Offen­sive jenseits der Straße von Kertsch bis in die westlichen 'Ausläufer des Kaukasus in einem strategisch höchst bedeutungsvollen Brückenkopf stehen, der den wichtigen Hafen Noworojsijsk einschließt.

Als im vergangenen Jahr die Zeit herauf­zog, die uns für die Durchführung der eige­nen großen operativen Pläne als die gün­stigste erschien, war unsere strategische Lage im Süden der Front durch die starken so­wjetischen Brückenköpfe auf der Krim erheb­lich belastet. Der Gegner befand sich aus der Halbinsel Kertsch und in der stärksten Festung der Welt, Sewastopol. Es kostete die beiden Blonate Mai und Juni, ehe die rück­wärtige Flankenbedrohung für die vorbe­reiteten großen Angriffsunternehmungen aus­geräumt war. Einer späteren kriegsg'eschicht- lichen Forschung wird die Feststellung Vorbe­halten bleiben, ob und in welchem Ausmaß durch den hier entstandenen Zeitverlust der Verlauf der ganzen Kampfentwicklung an der Ostfront im letzten Sommer und im ver­gangenen Winter bestimmt worden ist. Jeden­falls ist in diesem Jahr die Ausgangsstel­lung an der Ostfront nicht mehr durch eine solche oder ähnliche Flankenbedrohung be­lastet. Umgekehrt befindet sich der Gegner in der Zwangslage, auch nach Abschluß seiner Winteroffensive mit möglichst starken Kräften unsere Brückenkopffront im Kuban­gebiet zu berennen.

Auf diese Weise werden zumindest erheb­liche Truppenmassen der Sowjets gebunden, die sonst vielleicht zum störenden Einbruchs­versuch in unsere eigenen Vorbereitungen, wie in der sowjetischen Charkow-Offensive des vergangenen Frühsommers, angesetzt werden könnten. Die Ungewißheit über den Aus-, gangspunkt und über die Zielsetzungen des befürchteten diesjährigen deutschen Sommer- angrisss schreibt dem Gegner schon heute weit­gehend das Gesetz des Handelns vor. Den Sowjets muß unendlich'viel daran gelegen sein, den Hafen Noworossijsk und die Ein­fahrt in das Asowsche Meer^für ihre Schwarz- Meer-Flotte zurückzugewinnen weil sonst, je nach dem Gang der Ereignisse, die Gefahr einer höchst bedrohlichen strategischen Zange sich entwickeln könnte. Die Sowjets wußten schpn, was sie taten, als sie mehrfach durch Landungsunternehmungen zwischen der Halb­

insel Taman und dem Hafen Noworossijsk die Küstenstraße zu unterbrechen und gleich­zeitig den Brückenkopf von Norden her ein­zudrücken suchten. Zu einem entscheidenden Erfolg sind sie nicht gelangt. Im Norden haben sie sich in dem nunmehr aufgetauten Sumpfgebiet festgelaufen. Im Süden sind die Eebirgsstellungen ein besonders starkes Hin­dernis, so daß sich die Sowjets nunmehr ent­schlossen haben, ihr Glück in einem frontalen Massenangriff mit zahlreichen Divisionen und mit stärkster Artillerie- und Panzer- Unterstützung zu versuchen. Bisher hat dieses Unternehmen nur zu schwersten Meyschen- und Materialverlusten für die Sowjets ge­führt, die von der tapferen Abwehr der deutschen Truppen und ihrer sich wacker schla­genden rumänischen Kameraden abgewiesen wurden.

Angesichts der aufgezeigten großen strate­gischen Bedeutung, die der Kubanbrückenkopf für den weiteren Verlauf der Sommexopera- tionen gewinnen kann, werden sich die Sowjets selbstverständlich nach dem ersten Fehlschlag ihres großangelegten Angriffs ebensowenig wie die Briten und Ameri­kaner bei ihrem Angriff gegen den Brücken­kopf Tunis zufriedengehen. So geben die

Kämpfe um diese beiden Brückenköpfe in Afrika und am Schwarzen Meer der mili­tärischen Lage zwischen dem Ende der Win­terschlachten und dem Beginn der großen Sommeroperationen das eigentliche Ge­präge. Die Tatsache aber, daß unsere Gegner heute noch gegen diese wichtigen Brücken­köpfe anrennen müssen, ohne daß ihnen der Erfolg in unmittelbar sichtbarer Nähe er­scheint, kann von ausschlaggebender Bedeu­tung für die zeitliche Aufeinanderfolge der militärischen Ereignisse in diesem Jahre und damit für ihr Ergebnis werden. Als Churchill von seiner Zusammenkunft mit Roosevelt in Casablanca heimkehrte, renom­mierte er mit einerZeittabelle" der in ins Auge gefaßten Operationen dieses Jah­res, nach der in spätestens 9 Monaten der Sieg gesichert sein sollte. Wie man aus an­deren Quellen weiß, wurde es als eine der wesentlichen Voraussetzungen für die Durch­führung dieser Zeittabelle angenommen, daß die Achsenstreitkräfte in spätestens zwei Mo­naten aus Afrika vollkommen vertrieben sein würden. Die Frist ist längst verstrichen, und immer wieder muffen die Briten und

(Fortsetzung auf Seit-e 2)

Der Blutsonntag von Paris

Zum Terror-Angriff der anglo-amerikanischen Mordbrenner

ep. Paris, 5. April. Die Zahl der durch den nordamerikanischen Terrorangriff auf Paris am Sonntag verursachten Todesopfer dürfte sich noch wesentlich erhöhen, teilte das französische Innenministerium Montag mit­tag mit. Die am meisten heimgesuchte Ge­meinde ist Boulogne-sur-Seine, wo allein 55 Bomben fielen, 29 Häuser zerstört und 63 Häuser schwer beschädigt wurden. In Sureane sind vier Bomben auf Wohnviertel gefallen. Außerdem wurde die berühmte Parfumfabrik Coty zerstört. Gerade die Tatsache, daß diese Parfümfabrik das Ziel nordamerikanischer Bomben war, wird von der Pariser Bevölke­rung als ein Beweis dafür angesehen, daß es den Nordamerikanern keineswegs in erster Linie auf militärische Ziele ankam. Durch die Zerstörung der Fabrik von Coty sind mehr als tausend Arbeiter arbeitslos ge­worden.

Aeber die schrecklichen Folgen des Bom­benabwurfs auf eine Station der Pariser Untergrundbahn berichtet ein Augenzeuge in der ZeitungLa France Socialiste": ..Hunderte von Personen hatten sich bei dem Alarm in den Eingang einer U-Bahn-Sta­tion geflüchtet. Diese Station erhielt jedoch einen Volltreffer, so daß die Wände zusam-

Bolschewistische Angriffe zurficfcgewiesen

Eigenes Angriffsunternehmen östlich Orel erfolgreich

0 Aus dem Führerhauptquartisr, 5. April. Das Oberkommando der Wehrmacht gibt bekannt:Die Sowjets traten gestern mit mehreren Divisionen zu dem erwarteten Angriff gegen die Ostfront des Kuban- Brückenkopfes an. Die immer von neuem vorgetragenen, von starker Artillerie und vielen Panzern unterstützten Angriffe ' wurden unter hohen feindlichen Verlusten an Menschen und Material durch deutsche und rumänische Truppen zerschlagen. Dir Kämpfe dauern noch an. Ein eigenes Aa- griffsunternehmen östlich Orel verlief er­folgreich. An der übrigen Ostfront nur süd­lich des Jl mensees und vor Lenin­grad lebhaftere örtliche Kampftäjigkeit. An der tunesischen Front verlief der Tag bei örtlicher Späh- und Stoßtrupp­tätigkeit ruhig. Die Luftwaffe bekämpfte mit starken Kräften feindliche Fahrzeug- und Panzeransammlungen, Zeltlager und Ar­tilleriestellungen. Deutsche Jäger errangen acht Luftsiege. Kampfflugzeuge griffen im Seegebiet vor Bougie ein großes feindliches Frachtschiff an und beschädigten es schwer.

Ein gemischter britisch-nordamerikanischer Verband griff am gestrigen Tage das Ge­biet won Paris an. Durch Bombentreffer in Wohnvierteln, städtischen Anlagen und ' auf Sportplätzen der Stadt hatte die Be­völkerung mehrere hundert.Tote und Ver­letzte. Bei diesem Terrorangriff und anderen Vorstößen des Feindes gegen die besetzten Westgebiete und Norwegen wurden 19 Flug­zeuge abgeschossen. Drei eigene Flugzeuge gingen verloren. In der vergangenen Nacht

Heue Ritterkreuzträger

Berlin, 5. April. Der Führer verlieh das Ritterkreuz des Eisernen Kreuzes an: Oberst­leutnant Boy Rickmers. Kommandeur eines Grenadier-Regiments. Oberfeldwebel Herbert Brönnle. Flugzeugführer in einem Jagdgeschwader. Feldwebel Josef Schreiber , Zugführer in einem württem- dergischen Grenadier-Regiment.

Ritterkreuzträger Feldwebel Friedrich Banach, Zugführer in einem sächsischen Panzerregiment, hat im Osten den Helden­tod gefunden. Felwebel Banach wurde am 2. Januar 1916 als Sohn des Bergmanns Michael B. in Eelsenkirchen-Rotthanfen ge­boren.

warfen britische Flugzeuge planlos Epreng- und Brandbomben vorwiegend auf offene Landgemeinden *des norddeutschen Küstengebietes. Zehn der angreifenden Bom­ber wurden durch Nachtjäger und Marine­flak zum Absturz gebracht."

Während der OKW.-Bericht meldet, daß die britischen Mordbrenner bei ihrem Ter­rorangriff in der Nacht zum Montag auf üorddeutsches Küstengebiet zehn Bomber ver­loren, gibt das britische Luftfahrtministe­rium, nach einer Reutcrmeldung, zu, daß zwölf britische Bumber vermißt werden.

menstürzten. Die Feder sträubt sich, das Ent­setzen zu beschreiben, das sich unseren Augen darbot. Zerrissene menschliche Körper lagen überall auf den Treppen oder hingen in den Aesten der nächsten Bäume: Es gibt kaum einen Toten, der-nicht zerstückelt ist." In einer anderen U-Bahnstation hat «ine Bombe die Decke durchschlagen, wobei mehr als zehn Reisende ums Leben gekommen sind. Auch in einem Kino gab es zehn Tote und zahlreiche Verletzte. Ein Mütterheim ist dem Erdboden gleichgemacht worden. Ueber den entsetzlichen Tumult, der auf dem Rennplatz von öongchamps entstand, berichtet imMq- tin" ein Augenzeuge, daß die Jockeys gerade aufgesessen waren, als die ersten Bomben herabstürzten. Ein Teil der Menschen floh, um sich in Sicherheit zu bringen, andere blie­ben wie gebannt auf ihren Plätzen stehen. Wenige Minuten später kam eine Gruppe von Verletzten heran, deren Gesichter und Anzüge mit Blut beschmiert waren.

Stockholm, 5. April. Reuter schreibt zu dem anglo-amerikanischen Terrorangrisf auf Pa­ris:Das Wetter war klar und die Ziele wurden schwer und genau bombardiert." Wohnviertel, Parkanlagen und die Renn­bahn Longchamps waren also, wie üblich, das Ziel der britischen Mordbrenner, das sie bei klarem Wettergenau bombardierten".

Die Pariser Polizeipräfektur, die die Zahl der Todesopfer mit 252 bekanntgab, erklärt, daß mit einem weiteren Anwachsen der To­desopfer gerechnet werden muß. Die Zahl der Verletzten beträgt 700, hierunter befin­den sich 115 Schwerverletzte. Allein in der Nacht zum Montag waren 67 Schwerver­letzte in den Krankenhäusern gestorben.

Psrndatterien beschossen Dover

Berlin, 5. April. In der Nacht zum 5. April lösten Schiffsbewegungen im Kanal das Feuer deutscher Fernkampfhatterien aus. Militärische Ziele im Raume von Dover wurden im Zusammenhang hiermit wir-

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Von der Abwehrschlacht um Staraja Russja. Sturmgeschütze rollen durch die vom S.chmelzwasser überfluteten Straßen der .Ruinenstadt.

PK-Aufnahme: Kriegsberichter Etzold (Sch)

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Vor drei Jahren zückte der Feind seinen Dolch gegen Nordeuropa

R.. Am Abend des 30. März 1940, also sechs Wochen vor Beginn des Westfeldzuges, spitzten die jüdischen Schreiberlinge in Paris und London die Federn. Der frühere fran­zösische Ministerpräsident Reynaud hatte ihnen einen fetten Bissen hingeworfen: In einem offiziösen Gespräch mit einem ausländischen Diplomaten war der Pariser Kabinettsschef zu der sensationellen Feststellung geschritten, daß für die Achsengegner die Gefahren- momente für den Westen und für den Süden des Kontinents nicht mehr bestehen, da in den nächsten Tagen entscheidende und wichtige Ereignisse in Nordeuropa von den Alliierten getätigt würden."

Entscheidende und wichtige Ereignisse in Nordeuropa wie weit sollte und durfte man Reynauds Worte, so raunten sich die judahörigen Skribenten zu, durch Hinweise auf britisch-französische Vorbereitungen in den Gewässern um Norwegen unterma­len? Sollte die Katze , schon jetzt aus dem Sack gelassen werden? Sich vorerst noch in allgemeinen Wendungen zu ergehen, schien hier wohl doch das Klügere, und so stürzten sich die Kommentatoren der Erklä­rung Reynauds auf das gerade vom Quai d'Orsay aufgeworfene Thema der planmäßi- en Hereinziehung neutraler - t a a t e n in die militärijchen Operationen. Hatte nicht Winston Churchill wenige Wochen vorher, gleichfalls skrupellos nach Skandi­navien blinzelnd, als Erster Lord der briti­schen Admiralität von den Neutralenwirk­same Beiträge zur Verlagerung des west­lichen Kriegsschauplatzes" gefordert? Und hatte Churchills Drahtpuppe, Premiermi­nister Chamberlain, inzwischen nicht unge­wöhnlich rügende Ausdrücke gegen dieun- beteilkgte Gleichgültigkeit" gefunden, mit der seiner Meinung nach einige Staaten den Ereignissen in Europa entgegensahen? In der Tat, es genügte schon damals vollauf, an alle jene zynischen Bemerkungen der Kriegstreiber zu erinnern, vor allem auch an die frivole Versicherung des englischen Kriegs­ministers Stanley vom 20. März 1940, die Briten feien willige Schüler der Lehre, daß die Mißachtung der Rechte Neutraler vorteil­haft fei!

Dennoch war es durchaus kein eitles, ledig­lich auf Bluff angelegtes R e d e f p i e l der

. ^ - - - Kriegsausweiter, das vor drei Jahren in

kungsvoll beschossen. Das gutliegende Feuer der britisch-französischen Gewaltpolitik ge- unserer Fernkampfbatterien verursachte meh- > genüber Norwegen seinen Höhepunkt er- rere weithin sichtbare Brände. ! reichte. Alle die frechen Drohungen waren

Wie sie in FeraostOrdnung" schaffen wollen

Aufteilung und Zerstückelung Japans" Auch hier anglo-amerikanische Pplitik ins Blaue

Drabtbericht unserer Berliner Schriftleitiing goe. Berlin, 5. April. Die anglo-ameri­kanische Kriegszieldebatte wird nunmehr nach einer Information des Londoner Korre­spondenten vonDagens Nyheter" auch auf den Fernen Osten und vornehmlich auf Japan ausgedehnt. Insbesondere soll dieses Problem bei den kürzlichen diplomatischen Besprechungen in Washington eine bedeut­same Rolle gespielt haben. ,Dagens Ny- heter" meint dazu, daß binnen kurzem der chinesische Außenminister Sung nach London kommen werde, um zu den hiermit zusam­menhängenden Fragen gehört zu werden. Die Neuordnung" des Fernen Ostens, wie man sie sich in London und Washington denkt, sieht folgendermaßen aus:

Japan soll nach dem Kriege durch anglo- amerikanische, sowjetische und tschungking- chinesische Truppen besetzt werden. Die Insel Formosa, die seit 50 Jahren zu Japan gehört, soll dem japanischen Staatsverband wieder entrissen und die japanische Halbinsel Korea zu einem selbständigen Staate gemacht wer­den. Endlich sollen nach dem Kriege an der chinesischen Küste wiederum eine Anzahl von internationalen Freihäfen errichtet werden. Mit anderen Worten soll Japan also ähnlich, wie man das mit Deutschland beabsichtigt, zerstückelt werden. Dieser neueste Plan un­serer Gegner ist in verschiedener Beziehung aufschlußreich. Zunächst einmal ist an ihm die Forderung bezeichnend, daß nach dem Kriege erneut internationale Freihäfen in China er­richtet werden sollen. Diese Forderung kann nur als eine euphemistische Verkleidung für

das anglo-amerikanische Bestreben gedeutet werden, die durch die japanische Initiative erst soeben aus der Welt geschaffte Konzessions­mißwirtschaft in China wieder einzuführen. Die Geschichte der Konzessionen in China ist diejenige einer jahrzehntelangen Vergewalti­gung Chinas zugunsten seiner wirtschaftlichen Ausbeutung durch Fremde. Wenn die tschungking-chinesische ZeitschriftKuo minjih Pao" in einer scharfen Kritik an der Haltung der anglo-amerikanischen Mächte der Er­kenntnis Raum gibt, daßTschungking seinen Krieg allein fjjhren" muß und wenn die Zeit­schrift in den Kassandraruf ausbricht, Tschungkings Zukunft ist dunkel", so werden diese Befürchtungen durch die amerikanische Forderung auf Errichtung von Freihäfen un­mißverständlich bestätigt. Denn es sind schließ­lich die Verbündeten Tschungking-Chinas, die heute schon die erneute wirtschaftliche Aus­beutung, des Landes unter ihre Kriegsziele aufnehmen. Hier wiederholt sich an Tfchung- king-China der gleiche Vorgang der Treu­losigkeit und _ des Betruges, den England heute als Opfer seines Freundes und Ver­bündeten Amerika am eigenen Leibe ver­spürt. Nicht genug, daß Tschungking-China von seinen britischen und amerikanischen Ver­bündeten in der Stunde der Not im Stiche gelassen wurde, soll es in Zukunft auch wie­derum ein dankbares Ausbeutungsobjekt für die anglo-amerikanischen Freibeuter abgeben. Man muß in diesem Zulammenhang daran erinnern, daß London und Washington Tschungking erst vor kurzem mit einem Feder­strich aus der Reihe der Führungsmächte

austilgten. Wenn früher in den Rüden Roose- velts und Churchills von dengroßen Vier" gesprochen wurde, die nach dem Kriege die Polizeigewalt über die Welt ausüben und damit Nutznießer des erwarteten Sieges sein sollten, so verzichtete Churchill in seiner jüng­sten Rede bei der.Aufzählung der führenden Nachkriegsmächte schon auf eine Erwähnung Tschungking-Chinas und gab damit Tschiang- kaischek zu verstehen, daß man in London und Washington nicht mehr geneigt ist, Tschung- king-China unter die Reihe der Großmächte zu zählen.

Während auf der einen Seite zweifellos die britisch-amerikanische Macht in Eroßost- asien immer schwächer wird, verstärkt sich um­gekehrt diejenige Japans sichtbar. Erft der neuerliche Besuch des japanischen Premier­ministers Tojo in Hfinking erbrachte wie­derum den Beweis, daß der japanisch- mandfchurische-chinesifche Block immer stärker zusammenwächst und schon heute zur Grund­lage des großostafiatischen Lebensraumes ge­worden ist. Indessen wird man sich in Tschungking-China immer mehr darüber klar, daß London und Washington das un­besetzte China kaum mehr als freie Nation betrachten, sondern höchstens noch als Hilfs­volk, das nützlich ist, um die eigenen impe­rialistischen Absichten zu verwirklichen. Der nebelhafte und auf keinerlei Tatsächlichkeiten gegründete Plan einer Austeilung und Zer­stückelung Japans dürfte kaum geeignet sein, den Chinesen über diese bittere Erkenntnis hinwegzuhelfen.

jeweils von nicht weniger dreisten Handlungen begleitet. Die Rechts-. drüche der Londoner Minister und ihrer da­maligen Pariser Vasallen sind ebenso wie ihre verbrecherischen Gesamtabsichten aus den nördlichen Eckpfeiler Europas dokumentarisch erwiesen, nachdem unsere schlagkräftigen Truppen im Verlauf des Norwegenfeldzuges aufschlußreiche politische und militärische Operationsplüne des Feindes, so besonders bei der Gefangennahme eines britischen Bri­gadestabes im Gebiet von Lillehammer, sicherstellen konnten. Auch sonstige in Nor­wegen Vorgefundene Schriftstücke zeugen über die erwähnten Redewendungen und Prokla­mationen der Kriegsverbrecher hinaus eindringlich von den schon mehrere Wochen vor der deutschen Abwehraktion des 9. April gefaßten Entschluß der Weftmächte, Nor­wegen ihrerseits zu besetzen und sich damit von Norden her die Basis für eine Flankenbedrohung Deutschlands zu schaffen. Die Berliner Aktenpublikation ent­hüllte im Anschluß an den ebenso kühnen wie notwendigen Zugriff der deutschen

Oer Führer:

An Stelle des Friedens, der Versöh­nung und Verständigung kam jenes Versailler Diktat, das die deutsche Nation und die mit ihr verbündeten Völker zu Sklaven erniedrigte, mili­tärisch wehrlos machte, politisch ent­rechtete und wirtschaftlich auf unab­sehbare Zeiten vernichtete.

Proklamation zum 30. Januar 1943

Wehrmacht die vorangegangene Tätigkeit britischer und französischer Stabsoffiziere längs der skandinavischen Westküste, und zwar hatten diese Sachverständigen mit Hilfe zahlreicher Secret-Service-Agenten die tech­nischen Möglichkeiten für die Landung des alliierten Expeditionskorps" ausfindig zu machen und in geheimer Zusammenarbeit mit gewissen Organisationsstellen der nor­wegischen Marine dem geplanten Truppen­aufmarsch vorzuarbeiten. Besonders tief läßt hier ein Bericht des französischen Marine­attaches in Oslo blicken, der die Pariser Regierung triumphierend davon in Kennt­nis setzte, daß die Vorkehrungen für ein eng­lisch-französisches Landungsunternehmen den örtlichen Behörden der Osloer Ministerien gegenüber als Einleitung zu einem Durch­marsch nach Finnland zwecks angeblicher Waffenhilfe gegen (!) Sowjetrußland dar­gelegt worden sei.

An der Zuspitzung jener Entwicklung im Norden, die das Schwert des bedrohten Rei­ches zu blitzschnellem Eegenschlag herausfor­derte, fällt auch der damaligen Osloer Re­gierung ein erhebliches Maß von Schuld zu. Mußte es seinerzeit schon auffallen, daß die wiederholten Verletzungen der norwegischen Neutralitäts- und Hoheitsrechte durch Eng­land auf der Seite der Betroffenen nicht die allerschärfste amtliche Zurückweisung erfuh­ren, so sind wir heute davon unterrichtet, daß der ehemalige norwegische Außen­minister Koht die Londoner Agita­toren der Kriegsausweitung insgeheim sogar begünstigte: bei einer Konferenz im Ministerpräsidium ließ er vor seinen Kollegen die nach außen hin getragene Maske fallen und regte an, wenn England den Antrag auf Durchfüh­rung eines militärischen Unternehmens im Norden Europas und auf Beihilfe Nor­wegens stellen würde, dann solle Norwegen nur pro formanein" sagen: es müsse in der Lage bleiben, das Nein ohne weiteres in ein ^ra zu verwandeln, damit es nicht auf der falschen Seite" in den Krieg eintrete.

Kein Wunder, daß sich die hinterhältigen Judenknechte an Themse und-^Seine in den ersten Apriltagen des Jahres 1940 unmittel­bar am Ziel wähnten, befanden sich doch um diese Zeit der englische KreuzerGlasgow" mir dem 8. Bataillon des Sherwood Fore- sters sowie mehrere vollbesetzte Transport- Aeberfall auf Stavanger, Bergen und Narvik bereits auf hoher See. Es kam dann freilich anders, als es die schwatzenden Kabinettsmitglieder in Paris und London Der Scharfblick und die Entschlußkraft des Führers, der grenzen-