Ausgabe 
(4.4.1943) 94
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VmrleiarntUclie Layeszeilung

vos flmlsdlatt des Negierenden vvrgermeisters der 5relen Hansestadt vremen

üev NalwnalsoziaMeri. vremens

flmtliches verkündungsbiatt des Neichsstattstalters in Oldenburg und Vremen

7»r. 94 , 1Z. Jahrgang

Sonntag, 4. flpril 194Z

kinzelpreis 13 Npf.

D«»L»<ie

4 t« ötWjet-OOeA»««

Von unserem Berliner Lckriktleiter vr. IVnttsr Lckneicker

Die Sowjets haben soeben einen Abschluß- bericht über ihre Winteroffensive veröffent­licht, deren zeitliche Dauer sie mit vier Monaten und 20 Tagen angeben und als dettzn Endtermin sie den 31. März bezeich­nen. Die räumlichen Erfolge, die bei diesem für Europa so bedrohlichen Ansturm aus der Steppe unter Zusammenballung aller Kräfte erzielt werden konnten, werden in der Mos­kauer Abschlußmeldung aus durchsichtigen agitatorischen Gründen ' natürlich weidlich ausgeschlachtet. Sie sollen in ihrem tatsäch­lichen Bestand von uns auch gar nicht be- stritten werden. 'Wir sind uns vollkommen klar darüber, daß wir dank der über alles Lob erhabenen soldatischen Tugenden der deutschen Truppen an der Ostfront im zurück­liegenden Wintdr die schwerste und gefähr­lichste Krise für die abendländiche Kultur überwinden mußsen, die jemals seit dem An­sturm der Hunnen in der Geschichte Europas zu verzeichnen war. Wir haben die Folge­rungen gezogen, die totale Mobilmachung Europas eingeleitet und uns alle mitein­ander geschworen, mit unseren letzten Einsatz- möglichkeiten dafür zu sorgen, daß wir me wieder in eine solche Krise hingeraten können.

Wenn wir so auch nicht die Augen vor den Tatsachen verschrieben, und nicht Bogel- strautz-Politik treiben wollen» so bleibt für uns doch als Kern des sowjetischen Ab­schlußberichtes die Feststellung «nd das Ein­geständnis, dah schließlich alle hochfliegendsn Spekulationen der Bolschewiken und ihrer westlichen Trabanten durch die heldische Ein­satzbereitschaft uyd den fast übermenschlichen Opfermut unserer Soldaten zum scheitern verurteilt werden konnten.

Man braucht sich nur noch einmal zu vergegenwärtigen, mit welch maßlosem agi­tatorischen Geschrei im Feindlager das Vor­dringen der bolschewistischen Horden in den Monaten Dezember und Januar begleitet wurde. Da wurde mit einer nachträglich lächerlich wiAenden Selbstverständlichkeit festgestellt,.daß die große Wende des Kriegs­geschehens eingetreten sei, daß der entschei­dende strategische Durchbruch unmittelbar be­vorstehe, dah dann die deutsche Ostfront auf­gerollt werden würde und dah die bolsche­wistischen Horden schließlich wie eine unauf­haltsame Dampfwalze jeden Widerstand vor

Der kükrer:

^Vss ^vsre aus dem deulscken Volk und aus vurops geworden, ivenn sni 22. duni 1941 nickt in letzter klinute die neue deutscke VVekrmackt Viren 8ckvd vor den Kontinent xeksiten K3tte!

Proklamation rnm 30. tanuar 1943

sich hinwegfegen und in das Herz Europas marschieren würden. Es ist kein Zweifel, daß den Sowjets dieses Ziel im vergangenen Winter vorgeschwebt hat, daß sie zu diesem Zweck ihre zahlen- und materialmüßigen Möglichkeiten bis zur äußersten phynschen Grenze zusammengeballt haben, dah >is ihre Massen ohne jede Rücksicht auf die furcht­barsten Verluste unaufhörlich anstürmen ließen und daß man daraufhin in England und in den Vereinigten Staaten die mili­tärische Entscheidung im Osten zu Gunsten der Bolschewiken mit Sicherheit glaubte vor­weg nehmen zu können.

Aus dieser Einstellung heraus erwuchs überhaupt erst die höchstgespannte Proble­matik im Lager der gegen uns stehenden Koalition, die all die erregten Diskussioneii über die mögliche oder notwendige Neuauf­teilung der Welt auslöste.' Der polnisch- sowjetische Streit über die angeblichen Pc- sitzrechte am ehemaligen Polen ging bereits von der Annahme aus, daß die Sowjet­armeen in aller Kürze das stiüttige Gebiet in ihren: militärischen Machtbereich haben würden, und von hier aus schlugen dann die Wellen weiter. All diese Diskussionen haben zwar heute ihre reale Grundlage ver­loren. aber immerhin das eine Gute gehabt daß sie zur Entlarvung der britischen und amerikanischen Verratsbereitschaft gegenüber der abendländischen Kultur für den ange­nommenen Fall geführt haben, daß der Bolschewismus militärisch triumphieren würde.

Wenn im Lager der westlichen Trabanten des Bolschewismus die nun einmal ange­schnittenen Themen heute mit verrücktem Starrsinn weitergeführt werden, so erscheint das auf der neuen Tatsachengrundlage nur noch als ein Streit um des Kaisers Bart. Es wird sich erst im weiteren Verlauf der militärischen Ereignisse im Osten zeigen, ob nicht im Hinblick auf die strategische End­entscheidung die alles Maß überschreitenden Verluste der Sowjets an Menschen und Ma­terial die erzielten räumlichen Gewinne mehr als ausgeglichen haben. Eben weil der Führer im Sommer 1941 in weiser Voraus­sicht rechtzeitig mit kühner Entschlossenheit den finsteren bolschewistischen Plänen zuvor kam, konnte eine strategische Lage geschaffen werden, in der räumliche Bewegungen selbst über viele Hunderte von Kilometern hinweg auch einmal nach rückwärts noch keine ent­scheidende strategische Bedeutung gewinnen können. Der Ausgangspunkt des Krieges im Osten war noch in bedrohlicherer Nähe des Reiches. Heute dagegen, auch nach dem Ende der sowjetischen Winteroffensive. steht unsere Front im Osten weit über tausend Kilometer von den Grenzen des Reiches entfernt. Wir kämpfen am Mius und nicht an der Oder. und schreiten nun wieder in die Jahreszeit

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München, 3. April. Am Sonnabend sprach Reichsleiter Rosenberg auf einer Massenkundgebung im alten Kampslokal der Hauptstadt der Bewegung, im Zirkus am Marsfeld. Nach einleitenden Worten des Gauleiters Giesler führte Reichsleiter Rosen­berg aus:

Hier in diesem Raume habe her Führer seinen Kampf um die Eroberung Münchens begonnen; hier hätten die ersten Riescnver- anstaltungen gegen die Schande von Ver­sailles stattgefunden; hier habe der Kampf gegen die Novemberverbrecher seinen An­fang genommen, und damit sei der große Kampf um das Reich von den Großkund­gebungen von hier ausgegangen. Verzweifelt und glaubenslos lebten in diesen dunklen Tagen von 1918 Millionen Deutsche, zu­sammengebrochen schien alles das. was ihnen in der Vergangenheit wert und teuer ge­wesen war, fassungslos sahen die besten, daß scheinbar die Opfer umsonst gewesen waren und Verräter und Schieber über den Nw- vemberstaat herrschten. Diese dunklen Tage sind aber zugleich die Stunde der großen

deutschen Wiedergeburt geworden, und viele Kräfte begannen, um die Seele des deut­schen Volkes zu ringen.

Rosenberg schilderte an Hand verschiedener Selbstzeugnisse der damaligen Regierenden die Knechtseligkeit des Novembersystems und die Konsequenzen, die eine Fortdauer dieses Systems nach sich ziehen mußte. Zwei Kräfte vor allen Dingen waren es, die sich an­schickten, die Kolonie Deutschland auszubeu­ten und am Ende zu vernichten: Das inter­nationale Finanzkapital und der inter­nationale Bolschewismus, beide -durchsetzt und zum überwiegenden Teil geführt von Juden. Der eine Teil glaubte Deutschland tief gedemütigt, daß er mit jahrzehnte­langer widerspruchsloser Unterwerfung un­ter die Finanzdiktate und die Ausplünde­rung glaubte rechnen zu können; der andere Teil schickte sich an, dem deutschen Volke durch Revolten den endgültigen Todesstoß zu versetzen. Deutschland aber hat gegenüber diesen Mächten unter Adolf Hitler unge­heure Kräfte seiner Seele mobilisiert und in sich immer steigernder Kraft Front ge­

macht gegen den Geist der Knechtseligkeit und Unterwerfung. Durch ganz Deutschland ging die Welle des Widerstandes, viele Blutopfer mußten gebracht werden, und doch war der Sieg der Bewegung nicht mehr aufzuhalten.

Durch de« Sieg des Führers wurde der Untergang des deutschen Reiches verhindert, der unrettbar eingetreten wäre, wenn De­mokratie, Judentum und Marxismus als willige Knechte der äußeren Feinde noch weiter regiert hätten. Nun stehen wir der gleichen Koalition wie früher gegenüber» jetzt aber im weltpolitische« Maßstabe. Der Welt­kapitalismus, zusammengeballt in der New- qorker Wallstreet und der Londoner City auf der einen Seite und der alles zerstörende Weltbolschewismus auf der anderen Seite, beide wiederum geführt vom Judentum.

Der Redner sprach hier von dem Entstehen der großen Verbrecherzentralen in Newyork, die sich als Partei-Zentrum der demokra­tischen Partei getarnt hätten, jene Gangster- typen der Politik, die die Haupteinpeitscher (Fortsetzung auf Seite 2)

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br. Amsterdam, 3. April. Die Ausscheidung des jüdischen Elements aus dem germani­schen Volkskörper schreitet auch in den Nie­derlanden immer weiter voran. Eine wich­tige Etappe dieser Entwicklung ist die jüngste Anordnung des Eeneralkommissars für das Sicherheitswesen, des (/-Gruppenführers Rauter, wonach vom 10. April-ab Juden der Aufenthalt in nicht weniger als acht der elf niederländischen Provinzen verboten ist. Lediglich der Westen des Landes die Provinzen Nordholland, Südholland und Utrecht wird einstweilen von dieser Maß­nahme nicht berührt. Es kann aber kein Zweifel daran bestehen, daß auch hier das Judentum binnen absehbarer Zeit seine Rolle ausgespielt haben wird. Die betroffe­nen Juden haben sich sämtlich in einem Sammellager zu melden, worauf sie nach und nach, wie schon viele ihrer Rassegenossen zum Arbeitseinsatz in den Ostgebieten abge­schoben werden.

Die Anordnung über den Aufenthalt von Juden in den niederländischen Provinzen stellt nur ein Glied in der Kette der Maß­nahmen dar, die von Anfang der Besetzung an Zug um Zug darauf abzielten, die nieder­ländischen Gebiete radikal vom Judentumzu befreien.

Einen entscheidenden Schritt auf dem Wege zur endgültigen Vereinigung der Ju­denfrage in den Niederlanden bedeutete der vor ungefähr einem Jahre eingeführte Davidstern und damit die Kennzeichnung der Juden. Bald darauf wurde den Juden die Benutzung aller öffentlichen Verkehrsmittel, der Aufenthalt in Häusern mit arischen Bewohnern, das Auftreten in der Oeffent- lichkeit in der Zeit von 20 bis 6 Uhr und der Besitz von Fahrrädern verboten.

Da aber das jüdische Element in den Niederlanden sich als ein immer gefährlicher werdender Unruheherd in der Oeffentlichkeit erwies, sah sich die deutsche Besatzungsmacht gezwungen, die Entfernung des Judentums aus dem niederländischen Volkskörper in die Wege zu leiten. Zunächst wurden bestimmte Landschaften und Orte von Juden befreit, die man entweder in Lagern oder, mit Rück­sicht auf technische Schwierigkeiten, vorläufig in der holländischen Hauptstadt unterbrachte. So kam es, daß das Straßenbild Amster­dams, desniederländischen Jerusalems", trotz des gezwungenen Wegzugs vieler Juden seit dem Sommer 1942 kaum eine Verände­rung erfuhr und hier nach wie vor zahl­reiche Sternträger herumlaufen.

Kürzlich erklärte ((-Gruppenführer Rau­ter, daß auch die drei den Juden noch zur Verfügung stehenden Provinzen und schließ­lich die Stadt Amsterdam von den Kindern Israels befreit werden würden. Es sei je­

doch, wie der Gruppenführer bei der gleichen Gelegenheit betonte, infolge der starken Be­anspruchung der Eisenbahnen keine Kleinig­keit, 130 000 Juden abzutransportieren.

In letzter Zeit hat die Einstellung des niederländischen Volkes zur Judenfrage eine grundsätzliche Wandlung erfahren, die dem aufmerksamen Beobachter nicht verborgen bleiben kann. Die anfänglich noch zu ver­zeichnenden Sympathie- und Mitleidsbezeu­gungen gegenüber einem Volke, das nachge- wiesenermaßen die größte Schuld am gegen­wärtigen Kriege und damit auch an dieser schweren Zeit für die Niederlande trägt, ha­

ben bei der großen Masse der Holländer esner nüchternen Beurteilung und zum Teil einer verständnisvollen Einsicht Platz ge­macht.

Wenn sich auch noch nicht alle Niederländer zu einer positiven Erkenntnis der jüdischen Weltgefahr durchgerungen haben, so darf doch festgestellt werden, daß sich die niederländische Einstellung zürn Judentum grundsätzlich ge­ändert hat. Der tiefere Sinn der deutschen Maßnahmen wird zweifellos auch dem letzten Niederländer klarwerden, wenn alle Juden ausnahmslos aus dem niederländischen Volkskörper ausgeschieden sind.

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Der Feind hatte Hereinblick in eine hin­ter unseren Stellungen liegende Straße, die für die Versorgung der Truppe und die eigenen Bewegungen von großer Bedeutung ist. Nach gründlicher Vorbereitung durch Artillerie und durch Granatwerfer bahnten sich die Truppen in dem sumpfigen, dschun- gelartigen Gelände ihren Weg, der nur mit Reisigbündeln und Lattenrosten gangbar zu machen war. An anderer Stelle arbeiteten sie sich über freies Feld durch knietiefen Schlamm vor, während sie im Walde durch bauch- und teilweise brusthohes Wasser vor-

Aus dem Führerhauptquartier, 3. April. Das Oberkommando der Wehrmacht gibt be­kannt:Südlich des Jlinensees wurde ein Angriffsunternehmen trotz großer Gelände- schwierigkeiten erfolgreich durchgeführt. In knietiefem Schlamm und brusthohem Master erkämpften unsere Truppen ihr Angriffsziel, drängten eine feindliche Kräftegruppe in ein Sumpfgelände und vernichteten sie. Der Feind verlor: 1225 Tote und 370 Gefangene. 26 Panzer. 25 Geschütze, 66 Flammenwerfer, 14 Granatwerfer, 82 Maschinengewehre wur­den vernichtet oder. erbeutet. Südlich des Ladogasees wiederholte der Gegner seine vergeblichen Angriffe mit schwächeren Kräf­ten als an den Vortagen. An der übrigen Ostfront herrschte Ruhe.

Auch von der tunesischen Front wird nur geringe Kampftätigkeit gemeldet. Eigene Angriffsunternehmungen beseitigten meh­rere an den Vortagen entstandene Ein­bruchsstellen. Der Feind erlitt hierbei empfindliche Verluste. In der vergangenen Nacht griffen deutsche Kampfflugzeuge ein feindliches Geleit vor der nordafrikanischen Küste an und erzielten Treffer auf zwei großen Handelsschiffen. Im Mittelmeer ver­senkten deutsche Unterseebootjäger ein bri­tisches Unterseeboot und beschädigten ein zweites und ein Schnellboot so schwer, daß auch mit ihrem Verlust zu rechnen ist."

Zur Frontverbesserung der Hauptkampf­linie durch unsere Grenadiere am 2. April südlich des Jlmensees svird im einzelnen noch ergänzend berichtet:

rein, die immer die unsere war. Die Vor- ssetzungen für neue gewaltige Schläge an : Ostfront sind in diesem Jahre, nachdem : Ansturm aus der Steppe, sich schließlich gelaufen hat, doch wieder wesentlich gün- ;er als im Vorjahre. Nicht mehr bedroht s von Sewastopol und von der Halbinsel rtsch her ein schmerzlicher Dorn in der lnke. und der Brückenkopf im Kubangebiet in unserer Hand. Zu diesen wesentlich ästigeren Voraussetzungen für strategische inungen dieses Sommers tritt die Frage, r sich das Ausbluten der Sowjets im Ver- ck der Winteroffensive und nach der be- ts durchgeführten totalen Mobilmachung ' ihre Kampfkraft auswirken wird, wenn ichzeitig die Folgen der totalen Mobil- chung bei uns in Erscheinung treten, kiemals werden wir und niemals werden ae Geschlechter der deutschen Geschichte ver- en, daß wir diese große Wende, diese ierwindung der gefährlichsten Krise und ießlich doch die Schaffuny der Voraus- ilngen für weitere endgültig entscheidende läge den heldischen Leistungen von Sol­

daten verdanken, die wie noch nie in der Kriegsgeschichte ihr Letztes und Aeußerstes hergeben mußten. In der Rückschau auf die Ereignisse und am Ende dieses gigantischen Winterkampses vermögen wir erst ganz die gewaltige Größe und die weltgeschichtlich ent­scheidende Bedeutung des Opferganges von Stalingrad zu würdigen. Mit ihrem Aus­halten bis zum letztem Atemzüge in völlig verzweifelter Lage, mit ihrem übermensch­lichen Opfermut haben die Helden von Sta­lingrad die Grundlage dafür geschaffen, daß die zurückgedrängten Truppen schließlich den bolschewistischen Massenansturm doch noch auffangen und in erfolgreichen Gegenangrif­fen zurückwerfen konnten. Noch einmal quillt aus der Tiefe des Herzens der heißeste Dank für das Opfer von Stalingrad auf, wenn wir rückschauend die Entwicklung überblicken und wenn die Sowjets selbst heute in ihrem Ab­schlußbericht die Tatsache feststellen müssen, daß der deutsche Soldat all ihre Spekulatio­nen und großen Hoffnungen dieses Winters und damit ihre Hoffnungen überhaupt zu­nichte gemacht hat.

dranwrn. Trotz dieser außerordentlichen Ee- ländeschwierigkeiten brachten unsere Solda­ten unter höchsten Anstrengungen die schwe­ren Waffen in neue Stellungen und erreich­ten unter sehr geringen Verlusten ihr An­griffsziel. Fast 48 Stunden standen und kämpften sie völlig durchnäßt im Morast und schlugen jeden Widerstand der Bolschewksten nieder. Eine größere Kampfgruppe des Feindes, die während des Angriffs abge­drängt werden konnte, wurde durch das Feuer schwerer Waffen vernichtet, sofern sie nicht vorher bereits km Moor versunken und umgekommen war. Südlich des Ladogasees setzten die Sowjets ihre Angriffe nur mit schwächeren Kräften fort, doch blieben auch diese ohne jeden Erfolg. Die feindlichen Ver­luste waren wieder sehr hoch.

Die HsLaKe

4 i« aieyeMe« öi«««ke

Von

p r o f. vi. lolignn von Issrs

Es genügt nicht, heldenhaft in der Not zu sein. Wenn man in wahrer Lebensgefahr ist, dann schlägt man sich natürlich nach besten Kräften. Es ist mindestens ebenso wichtig, sich nicht gehen zu lassen, auch wenn es wieder gut geht und Erfolge kommen.

Wir Deutsche haben einmal die Vorherr­schaft in Europa durch einen derartigen Leichtsinn verspielt. Man liest heute leicht in unseren Geschichtsbüchern, daß mit dem Ende der Hohenstaufen die deutsche Vormachtstel­lung im mittelalterlichen Europa zu Ende gewesen sei. Man glaubt, das hätte so sein müssen. Das war durchaus nicht notwendig. 1250 war der große Kaiser Friedrich II., der Hohenstaufe, gestorben, der eine Machtstel­lung besaß, die jedem anderen Staat in Europa überlegen war. Der französische Her­zog Karl von Anjou hatte sich des schönen Königsreichs Sizilien und Unteritalicn, des alten staufischen Hausbesitzes, 1266 bemäch­tigt. Auch seine größten Ruhmredner geben zu, daß Karl von Anjou ein ausnehmend unsympathischer, hartherziger, geldgieriger und unvornehmer Mensch war.-Es war gar keine Rede davon, daß er in dem eben er­oberten Lande fest im Sattel saß.

Schon im Jahre darauf, 1267, erschien der noch nicht 16jährige Enkel Kaiser Fried­richs II., der schöne Konradin, mit einem Heer von 12 000 Mann, überwiegend Deut­schen. in Italien. Sein Name flog ihm wie ein Lauffeuer voran. In Süditalien standen die dort von seinem Großvater angesiedelten Araber sofort für ihn auf, die alten Freunde der Hohenstaufen; um Neapel erhoben sich Konradins Anhänger im offenen Aufstand, in der Terra di Lavoro proklamierte sich der Graf von Laserta bereits als Statthalter Konradins, das den Hohenstaufen treue Si­zilien flammte sogleich aus. Der verhaßte Franzose war in dem eben eroberten Lande von allen Seiten gefährdet.

Konradin zog über Rom, fand hier noch Unterstützung durch spanische Ritter, bekam Zulauf von allen Seiten und hatre, als er sich, anmarschierend auf der alten Via Ba­ien«, den Franzosen gegenübersah, etwa 6000 Reiter gegen 4000 des Gegners, min­destens 10000 Mann gegen vielleicht 6000 des Gegners insgesamt, dazu in dem deut­schen^ Ritter Kroff von Flügelen einen er­fahrenen Kriegsmann als Marschall. Er konnte sein Heer in drei Treffen aufstellen im ersten Spanier und Römer, im zwei­ten Italiener und Deutsche, im dritten nur Deutsche.

Der Franzose drüben konnte nur durch List siegen, stellte darum nur zwei Treffen in die Schlachtlinie und hielt das dritte hin­ter einem Höhenzug verborgen zurück. Um 9 Uhr früh überschritt das Heer Konradins den Fluß Jmele, warf sich auf die zwei französischen Treffen und schlug sie nach hef­tigem Gefecht völlig auseinander, so daß sie auf der Straße nach Aquila davonstoben. Ge­gen Mittag schien die Schlacht vollkommen gewonnen zu sein.

Das erste Treffen. Römer und Spanier unter dem Ritter Don Arrigo, machte sich an die Verfolgung. Leider waren es zum großen Teil die Deutschen, die sich dann allzu sicher fühlten. Auf einmal kam das französi­sche dritte Treffen heran, die besten Truppen des Gegners. Die Deutschen hielten sie zu­erst für Freunde, bis sie auf einmal, im letzten Augenblick unter ihren Bannern zu­sammenlaufend, von der französischen Ritter­schaft überrannt wurden. Das Banner mit dem Reichsadler siel und während die beiden versprengten französischen Treffen nun von allen Seiten herankamen, lösten sich Konradins Truppen auf. Als der von der Verfolgung zurückkehrende Don Arrigo auf dem Schlachtfeld eintraf, mit ermüdeten Leu­ten und ausgepumpten Pferden, griff er zwar tapfer an, aber seine schwer gepan­zerten Spanier wurden von den Pferden ge­rissen. seine Truppen niedergemacht.

Es war das letztemal, daß die stolze Glii- bellinenfahne in Italien wehte. Das Ende kennt man. In einer Kirche in Neapel steht

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Deutsche Il-Soote im siegreichen Lampi gegen vritenbomber. Wie äas Obsr- kommsnäo cksr Webimackt am 31. blsrr mitteilte, v/uräen in üer kisksvs tünb sckvers kslnäbowber beim ämgrikk suk Unterseeboots cknrck 6is /rbwctn v. ^Inn ciiessr Boote »dgesebossev. LlkL-^eiobnulls: Lriexsberiodter krleilsl (8od)