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Hos flmtsblatt des legierenden vürgermeisters der Zielen liansestadt lremen
der Narionalsoziallfken Vremens
flmiliches verkündungsbiatt des Neichsstattliaiters in Oldenburg und vremen
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Berlin, 2. April. Nach sehr starker Artillerievorbereitung nahmen die Sowjets am 1. April ihre Angriffe gegen unsere Stellungen südlich des Ladogasees wieder auf. Der Schwerpunkt der Kämpfe, in die auch Panzer und Schlachtflieger eingriffen» konzentrierte sich auf den Abschnitt einer einzigen Infanteriedivision, der^n Stellungen seit den ersten Morgenstunden unter dem Trommelfeuer aller schweren Waffen der Bolsche- wisten lagen.
Um 10.30 Uhr stiegen die feindlichen Schützen aus ihren Grübest und Löchern und stürmten in mehreren dichten Wellen unsere Linien an. Doch nur an einer Stelle gelang ihnen trotz wiederholten Ansturms der Einbruch in die Hauptkampflinie, der aber im scharfen Gegenstoß siffort bereinigt werden konnte. An dem zähen Widerstand der Grenadiere scheiterten alle sonstigen Versuche, unsere Front einzudrücken oder gar zu durch-
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Der Jagdflieger Oberleutnant Hans Beihwenger, ausgezeichnet mit dem Eichenlaub zum Ritterkreuz des Eisernen Kreuzes, ist von einem Feindflug nicht zurückgekehrt, nachdem» er bei Feindberührung zwei sowjetische Flugzeuge abgeschossen hatte.
Oberleutnant Beißwenger, der als Lohn eines Dolksschullehrers am 8. 11. 1916 in Mittelfischbach (Württemberg) geboren wurde, erhielt seine militärische Grundausbildung bei der Flak. Später wurde er zur Fliegertruppe versetzt und zum Flugzeugführer ausgebildet. 2m Herbst 1940 wurde «r in ein Jagdgeschwader versetzt, bei dem er, inzwischen zum Leutnant befördert, nach dem Abschuß von 47 feindlichen Flugzeugen und eines Sowjetfesselballons im Mai 1942 Las Ritterkreuz des Eisernen Kreuzes er- hielt. Nachdem er seinen 100. Gegner im Lnftkampf besiegt hatte, wurde er im September 1942 durch die Verleihung des Eichenlaubs ausgezeichnet. Die Zahl seiner Luft- siege konnte er nach Verleihung des Eichenlaubs auf 100 erhöhen. Am 1. 3. 1942 wurde' verliehene Ritterkreuz des Eisernen Kreuzes er Oberleutnant. >vom Führer persönlich überreicht.
brechen. Nachdem um die Mittagsstunde eine gewisse Kampfpause eingetreten war, setzten die Bolschewisten am Nachmittag mit überlegenen Kräften zu neuen Angriffen an. Unter sehr starken Verlusten für den Feind wurden jedoch auch diese in harten Nahkämpfen abgewiesen. Die von den Sowjets in den Nachbarbereichen der Division zu gleicher Zeit geführten Angriffe blieben im zusammengefaßten Feuer der deutschen Waffen schon vor der Hauptkampflinie liegen. Die Artillerie hatte an diesem Erfolg durch ihr Sperrfeuer und durch die Bekämpfung feindlicher Truppenbereitstellungen und -Bewegungen besonderen Anteil.
Bei örtlichen Säuberungsaktionen am oberen Donez griffen Kampfstaffeln, Sturz- kampf- und Zerstörungsverbände der Luftwaffe wirksam ein. Während Kampfflieger die Bereitstellungen von Truppen und Panzern weiter hinter der Front zerschlugen beteiligten sich Sturzkampf- und Zerstörerflugzeuge unmittelbar an den Erdkämpfen, vernichteten mehrere Batterien durch Volltreffer und zersprengten sowjetische Panzerkräfte sowie zahlreiche Infanteriekompanien, die sich zum Gegenstoß gesammelt hatten. In Truppenbereitstellungen der Sowjets südöstlich von Charkow entstanden durch Bombentreffer und Bordwaffenbeschuß hohe Verluste. Auch eine kleine Stadt, die dem Feind als Unterkunft diente, wurde von der deutschen Luftwaffe überraschend mit großer Wirkung angegriffen. An der Don-Mündung war der Bahnhof Bataisk erneut das Ziel
deutscher Luftangriffe. Neben rollendem Ma- teriäl wurden vor allem wieder die großen Treibstofflager erfolgreich getroffen.
Am 21. März führten nordwestlich Orel dreitägige Gegenangriffe unserer Truppen zur Beseitigung einer Fronteinbuchtung, die im Laufe des Februar durch die Massen- angriffe der Bolschewisten entstanden war. Nachdem unsere Pioniere über 28000 Minen aufgenommen und unschädlich gemacht hatten, griffen sechs durch Panzer und Sturmgeschütze unterstützte Infanterie-Bataillone an. Räch erbitterten Kämpfen warfen unsere Panzerschützen und Grenadiere, die zuvor bereits wochenlang den sowjetischen Divisionen und Panzer-Brigaden standgehalten hatten, die ihnen gegenüberstehenden feindlichen Kräfte zurück, stürmten dabei 250 Kampfbunker, mehrere stark befestigte Ortschaften und Höhenrücken und bezogen hinter einem Flußlauf neue Stellungen. Bei den Angriffskämpfen und der folgenden Abwehr feindlicher Gegenstöße standen unseren Truppen drei sowjetische Schützendivisionen und zwei Schützen-Brigaden gegenüber, die nach Ee- fangenenaussagen infolge ihrer hohen Verluste, insbesondere durch Nahkämpfe. Artilleriefeuer und Stukaangriffe als aufgerieben zu betrachten sind. Außer Tausenden von Toten und über 600 Gefangenen, darunter 40 Offizieren, verloren die Bolschewisten in dem dreitägigen Ringen 29 Panzer, 16 Geschütze, 42 Panzerabwehrkanonen, 121 Maschinengewehre und Granatwerfer sowie Hunderte von leichten Infanteriewaffen, darunter 43 Panzerbüchsen und 123 Maschinenpistolen.
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Aus dem Führerhauptquartier, 2. April. Das Oberkommando der Wehrmacht gibt bekannt: „Gegen die Front südlich des La- doga-Sees führte der Feind in mehreren Wellen vorgetragene starke Angriffe, die im Abwehrfeuer oder in Nahkämpfen vor unseren Stellungen zusammenbrachen. An der übrigen Ostfront nur geringe örtliche Kampftätigkeit. Im März verloren die Sowjets 1267 Flugzeuge. Hiervon wurden 1028 in Luftkämpfen, 143 durch Flakartillerie der Luftwaffe und 36 durch Truppen des Heeres abgeschossen, die übrigen am Boden zerstört. 2n Lunesien waren die feindlichen An
griffe gestern schwächer als an den Vortagen. Mehrere Vorstöße nordamerikanischer und britischer Kräfte gegen die mittet- und süd- tunesische Front wurden abgewiesen. Deutsche und italienische Truppen erzielten durch örtliche Angriffe Stellungsverbesserungen und vernichteten abgeschnittene feindliche Gruppen. Deutsche Jäger schössen über dem tunesischen Kampfraum und bei Kreta zehn feindliche Flugzeuge ab. Ein eigenes Flugzeug ging verloren. Tagesvorstöße schwacher feindlicher Fliegerkräfte richteten sich gegen die besetzten Westgebiete und die Stadt Trier. Vier Flugzeuge wurden abgeschossen."
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Aus dem Führ er Hauptquartier, 2. April, Der Führer empfing am 31. März in Anwesenheit des Reichsaußenministers von Ribbentrop König Boris von Bulgarien und hatte mit ihm eine lange und herzliche Aussprache, die im Geiste der traditionellen Freundschaft zwischen Deutschland und Bulgarien verlief.
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Aus dem Führcrhauptquartier, 2. April. Der Führer begrüßte am Donnerstag in seinem Quartier im Beisein des Chefs des Oberkommandos der Wehrmacht, Generalfeldmarschall Keitel, den Oberbefehlshaber der an der Ostfront eingesetzten italienischen 8. Armee. Generaloberst Gariboldi wurde anläßlich dieses Besuches auch das ihm
Ferner verlieh der Führer das Ritterkreuz des Eisernen Kreuzes an ---Obersturmbann- führer Heinz HarmeI, Regimentskommandeur der ---Panzergrenadier-Division „Das Reich" und -(-Obersturmführer der Reserve Walter Eerth, Batteriechef in der ---Pan- zevgrenadier-Division „Totenkopf" und Hauptmann Kurt Huhn, Führer einer Sturz- kämpfgruppe.
Lrnsimunysn in Italien
Rom,. 2. April. Amtlich werden folgende Ernennungen in den Kommandostellen der italienischen Kriegsmarine bekanntgegeben: Geschwader-Admiral Angela Iachino wurde zum General-Admiral befördert und gleichzeitig zum Vorsitzenden des „Komitees der Admiräle" ernannt. Admiral Edoardo Somigli wurde zum Oberbefehlshaber der die Schiffahrt schützenden Seestreitkräfte, und Admiral Caxlo Bergamini zum Oberbefehlshaber der Schlachtflotte ernannt.
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Nächst der Kohle sind Eisen und Stahl die wichtigsten Voraussetzungen für jede Rüstung. Zu Beginn dieses Krieges war Deutschland mit Eisenerz verhältnismäßig schlecht versorgt. Die Achsenmächte verfügten nur über 6 Prozent des Eisenerzvorkommens der Welt. Bei langer Kriegsdauer waren daher infolge unseres Eisenmangels ernste Sorgen zu erwarten. Sie sind heute überwunden, denn durch unsere Eroberungen in Europa und diejenigen der Japaner in Ostasien hat sich die Lage auch auf diesem Gebiet von Grund auf verändert, ätz Prozent des Eisenerzvorkommens der Welt gehören heute den Dreierpaktmächten. Wir haben damit in der Eisenversorgung eine Grundlage für die Fortführung des Kampfes auf weite Sicht erreicht, wie sie im ersten Weltkrieg niemals vorhanden war.
Mehr noch als bei jedem anderen Moh- stofs kommt es aber gerade beim Eisen nicht nur darauf an, daß man es hat, sondern was man daraus macht. Mit Eisen ist in der Rüstung nicht viel anzufangen, entscheidend ist vielmehr die Stahlerzeugung und bei dieser wieder die Produktion von Edelstahl, denn aus Edel- oder Elektrostahl entstehen die hochqualifiziertesten Rüstungsteile, wie Geschützrohre, Läufe und Panzerungen. Deshalb ist die Frage nach den Aussichten im Rüstungswettlauf mit der Feststellung der Eisenerzvorkommen nicht beantwortet. Die Dreierpaktmächte sind mit Eisen um ein weniges schlechter versorgt als unsere Feinde. Wenn wir trotzdem den Vorsprung in der Rüstung halten, so ist dafür eine Reihe von Gründen maßgebend.
Einer der wesentlichsten Gründe liegt in der Verteilung der Veredelungsstoffe, die sich durch den bisherigen Ablauf des Krieges gewaltig verschoben hat. Die Folgen sind auch rein zahlenmäßig geradezu überraschend. Die USA. zum Beispiel können darauf hinweisen, daß ihre Eisenerzeugung mindestens doppelt so hoch liegt, wie diejenige Deutschlands, und etwa das Zehnfache der japanischen Eisenerzeugung beträgt. Nachdem nun über ein Jahr des ostasiatischen Krieges hinter uns liegt, haben jedoch die Japaner vor aller
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DratztSericht unserer Berliner Schrtftleitunq
Dr. v. sch. Berlin, 2. April. Zu der deutschen amtlichen Mitteilung über das überraschend hohe März-Ergebnis unserer Unterseeboote im Kampf gegen den feindlichen Schiffsraum schweigt man sich auf der anderen Seite noch vollkommen aus. Nach allem aber, was gerade in den letzten Tagen an maßgeblichen britischen und amerikanischen Stellen über den Stand der Tonnageschlacht gesagt wurde, braucht die Weltöffentlichkeit in diesem besonderen Falle kein weiteres Zeugnis mehr. Selbst in England kann der letzte Mann auf der Straße seine Folgerungen ziehen, nachdem sich Churchill geweigert hat, selbst in einer geheimen Unterhaussitzung, genaue Auskunft über den Stand der Dinge zu geben oder künftige Entwicklungsmöglichkeiten anzudeuten. Der Erfolg des ersten Monats der „Dönitz-Offen- sive" hät unseren Feinden offenbar den Atem verschlagen. All ihre weitgehenden Pläne im Hinblick auf die Bekämpfung der U-Boot- gefahr stoßen sich heute entscheidend an dem Tempo der technischen und taktischen Entwicklung, die die Grundlage der großen Anfangserfolge der Dönitz-Offensive darstellt. „Einst bildete", so schreibt der „Carriere della>Sera" der Stapellauf eines Unterseebootes ein Ereignis, das sich wenige Male im Jahre wiederholte. Heute geht es so und so oft im Verlaufe einer Woche vor sich. Mit anderen Worten: Deutschland konstruiert heute U-Boote in dem gleichen Rhythmus, in dem andere Länder — und nicht die kleinsten — Panzerwagen bauen." Die bauen wir natürlich auch, und sicher nicht langsamer und schlechter als die Gegner.
, Die Folgerung, die die italienische Zeitung zieht, daß man nämlich ein langes und" be-
am Fuß gewinnen könne, kann auch auf der Gegenseite nicht bestritten werden. Ueber- geordnet und entscheidend bleibt die Auswirkung auf alle operativen Spekulationen der Briten und Amerikaner. Ueber den inzwischen schon viele Monate alt gewordenen Plänen von Casablanca, so stöhnt der „Daily Expreß", stehe heute „ein schwarzes Fragezeichen", und dieses Fragezeichen wprde durch die UEootgefahr symbolisiert. Solange sie nicht gebannt sei, werde das Fragezeichen nicht verschwinden. Sobald man aber drüben einen Verantwortlichen und' Wissenden danach fragt, ob er irgend eine Hoffnung auf wirksame Bekämpfung der U-Boote machen könne, hüllt er sich in Schweigen.
Soweit es sich nicht um unsere westlichen Gegner in der Gesamtheit, sondern nur um die Briten im besonderen handelt, gehen die Sorgen im Zusammenhang mit der Tonnageschlacht noch erheblich über den strategischen Rahmen hinaus. Für England handelt es sich nicht nur um die entscheidende Belastung aller Kriegspläne, sondern auch darum, welche wirtschaftlichen Machtverschiebungen sich als- Folge der katastrophalen Schiffsverluste ergeben müssen. Die Versenkungen entfielen bisher zum größeren Teile auf das Konto der britischen Handelstonnage, während die Pankees für sich den Erfolg des Neubauprogramms in Anspruch nehmen. 2n einem offiziösen Kommentar der Associated Preß, in dem übrigens die Ziffer des Neubauprogramms für 1943 noch einmal ganz wesentlich, nämlich auf 16 Millionen Eewichtstonnen oder 11 Millionen Bruttoregistertonnen, vermindert erscheint, wird darauf hingewiesen, daß noch vor dem Ende des Jahres 1943 zum erstenmal in der Geschichte die amerikanische Handelsflotte größer sein könne als die britische. In den maßgeblichen englischen Wirtschaftskreisen
schwerliches Rennen nicht »1«»» ? vird «an diese Ankündigung wie einen
furchtbaren Alpdruck empfinden. Der frühere I für den aussichtslosen Fall, daß England kanadische Ministerpräsident Lord Bennett, Schlepptau des Bolschewismus und oes Z
der heute wieder im Mutterlande lebt, hat die Erkenntnis offen ausgesprochen, daß sich England heute „in der Krise seines Schicksals" befindet. Wie sich nun einmal die wirtschaftliche Struktur Großbritanniens und des Empire entwickelt hat, ist heute das Mutterland auf Tod-und Leben von der Aufrechterhaltung eines gewaltigen Exportes abhängig, und dieser wiederum hat die denkbar größte Handelsflotte zur Voraussetzung. Lord Bennet geht von der Tatsache aus, daß nur das Ausfuhrgeschäft das britische Volk bisher am Leben hgt erhalten können, und daß die Zukunft Englands ausschlaggebend davon abhängt, ob die Ausfuhr im früheren Umfang erhalten werden kann. Diese Möglichkeit bezweifelt aber Lord Bennet.
Er weist auf das Anwachsen der englischen Schuldverpflichtungen auf rund 20 Milliarden Pfund Sterling und auf die Tatsache hin, daß die englische Währung der Deckung entbehre. Diese Schwierigkeiten zusammen mit der Tatsache, daß der britische Export durch die „Konkurrenz anderer Mächte" — gemeint sind selbstverständlich in erster Linie die USA. — völlig zerstört sei und daß die britische Ausfuhr einen noch nie gekannten Tiefstand erreicht habe, werden England nach Lord Bennet, wenn es sich überhaupt über den Krieg zu retten vermöge, „vor Nachkriegsproblcme von erstaunlicher Verworrenheit und Größe" stellen.
Soweit hat der Amoklauf Churchills Großbritannien und das Empire gebracht. Man konnte, wenn man seinerzeit das Verständigungsangebot des Führers hätte ernst nehmen wollen, die Bürgschaft der stärksten europäischen Kontinentalmacht für die Sicherheit des Empire haben. Heute muß England der Gefahr ins Auge sehen, daß es diesen Krieg überhaupt nicht überleben wird. Selbst
im Dollar-Imperialismus an militärischen Erfolgen teilhaben könnte, müßte es sich damit abfinden, in der absoluten politischen und wirtschaftlichen Abhängigkeit von diesen robusteren und stärkeren Erbschleichern erdrückt zu werden.
Alles, was England in der letzten Zeit an diplomatischen Bemühungen unternommen hat, ist nur ein verzweifeltes Drehen und Winden, um einen Ausweg aus diesem gräßlichen Dilemma zu finden. Es ist höchst bezeichnend für die Lage, wenn heute der gleiche britische Außenminister, der auf dem Boden der Genfer Liga im Zusammenhang mit der Sanktionspolitik gegenüber Italien im Abbessinienkonflikt sein schlimmstes Fiasko erlebte, heute nach Abschluß seiner Verhandlungen in Washington die Hoffnung aus- spricht, daß man diesem lebenden Leichnam der Liga doch noch einmal Leben einflößen und die Krankheitskeime zerstören könnte, an denen er zugrunde gegangen ist. Auf der öffentlichen Parlaments-Tribllne in Ottowa erklärte Eden jetzt: „Es gibt, wie ich zugebe, Meinungsverschiedenheiten zwischen uns, und es ist keine leichte Aufgabe, die Handlungen der Alliierten im Kriege und erst recht im Frieden aufeiitander abzustimmen." Ein solches öffentliches Geständnis läßt nun doch mit Sicherheit darauf schließen, daß die britischen Bemühungen, in den Verhandlungen mit Washington eine Garantie für den Fortbestand der bisherigen Weltstellung und der Existenz des Empire zu erlangen, zunächst einmal im Sande verlaufen sind. Nur so ist es zu begreifen, wenn Eden noch einmal seine Zuflucht zum Experiment an einem P?tre- fakten, zur Wiederbelebung der Genfer Liga, nehmen möchte. Es hängt wirklich mehr als ein schwarzes Fragezeichen über England und seiner Zukunft.
Welt bewiesen, daß ihre Rüstung der amerikanischen und englischen bei weitem überlegen ist.
Bei dem Eisenerzvorkommen ist das Verhältnis zwischen Japan und Amerika etwa 1:10, auf den Schlachtfeldern aber 10:1. Gerade die Eisenfraae beweist, daß auch im Kriege nicht die Quantität entscheidet, sondern die Qualität. Den Amerikanern sind solche Vorstellungen natürlich fremd. Sie sind gewöhnt, in Zahlen zu denken und begeistern sich an ihrem eigenen Zahlanrummel so, daß sie ihre Eisenerzlager schon als gewonnene Schlachten bewerten. Sie begreifen nicht, daß vom Roheisen bis zur hochwertigen Waffe ein weiter Weg zurückzulegen ist und verstehen noch viel weniger, daß im Einsatz der Waffe ein Höchstwert entscheidet, der zahlenmäßig überhaupt nicht zu'errechnen ist: der Mensch. ^
Was nun das Verhältnis zwischen Deutschland und den USA. angeht, ist die Landung amerikanischer Truppen in Nordafrika in unseren Augen kein Sieg, denn sie erfolgte im Einvernehmen mit verräterischen französischen Generalen und brach allen-
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vetst, mit rukigem ^ntlitr sutnebmsn.
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falls örtlich geringen französischen Widerstand. Einen Sieg über deutsche Truppen können die Amerikaner bisher nicht verzeichnen. Wir erwarten ihn auch jetzt ebenso wenig wie er im ersten Weltkrieg erreicht wurde, wo die Amerikaner an keiner Stelle der Westfront ehren entscheidenden Durchbruch erzielen konnten. Wir glauben nicht, daß die Amerikaner mit der rungen nationalsozialistischen Wehrmacht bessere Ersah- rungen machen werden. Im ersten Weltkrieg erwiesen sich die Amerikaner, obwohl sie frisch, ausgeruht und glänzend ernährt unseren abgekämpften und ausgebluteten Di- vision.en gegenühertraten, keineswegs als die besseren Soldaten. Sie waren aber besser bewaffnet und kamen mit einer erdrückenden Masse von Material.
Im Vergleich zum Jahre 1918 beträgt heute unsere jährliche Eisenerzeugung mehr als das Doppelte, die Produktion an Edel- stahl sogar das Zehnfache. Wir erzeugen soviel Edelstahl, daß wir sogar die amerikanische Produktion ein wenig Lbertroffen haben, obwohl den USA. mindestens die doppelte Menge an bestimmten Eisenerz zur Verfügung steht.
Besser kann kaum bewiesen werden, daß die innere Organisation der deutschen Rüstungswirtschaft der amerikanischen turmhoch überlegen ist. Bei uns wird durch die Verordnungen des Reichsministeers für Bewaffnung und Munition jode Tonne Stahl planungs- mäßig erfaßt und ausschließlich der Rüstung zur Verfügung gestellt. Es ist dafür Sorge getragen, daß nur der Sieg als berechtigter Verwendungszweck gilt. In den USA. fließt noch eine Menge Stahl in nichtkriegswichtige Produktionen. Man kann eben eine Wirtschaft, in der das Eeschäftemachen von jeher über den völkischen Interessen stand, nicht von heute auf morgen einem staatlichen Zweck dienstbar machen. Man kann in einem kapitalistischen Wirtschaftssystem weder genau so schnell Produktionsverbesserungen durchsetzen wie bei uns, noch durch eine vernünftige Preis- und Lohnpolitik die Erzeugung steigern.
Im ersten Weltkrieg waren wir der amerikanischen Rüstung unterlegen, weil damals in unserer Kriegswirtschaft die Juden Ra- thenau und Genossen das Geschäft über den Sieg stellten und ihren liberalistischen Wirtschaftswirrwarr bis in die Niederlage hinein retteten. Diesmal aber wird durch eine vernünftige zentrale Planung, die bei Reichs- munster Speer liegt, dre Ueberlegenheit Deutschlands garantiert, das beweist am besten unsere Mehrproduktion an Edelstahl.
Damit aber niemand glaube wir feien nur qualitativ überlegen, und'könnten in der mengenmäßigen Produktion überhaupt nicht mitreden, sei noch ein einziges Beispiel genannt, das auch in dieser Hinsicht auf- jchlugreich ist. Die Erzeugung von Muni- nonsstahl allein für unser Heer betrug im