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vos flmlsblatt des Negierenden vürgermeisters der Zreien Hansestadt vremen
der NationalldzraMen. Vremens
flmtliches vcrkündungsblatt des Ncichsstattlialters in Oldenburg und Nremen
Nr. S2 , 15. Jahrgang
Freitag, 2. flpril 1945
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149 Handelsschiffe im März versenkt
Aus dem Führerhauptq^artier, 1. April. Das Oberkommando der Wehrmacht gibt bekannt: „Stärkere feindliche Vorstöße gegen die Nordfront des Kuban-Brückenkopfes wurden blutig abgewiesen. Von den übrigen Abschnitten der Ostfront wird nur örtliche Kampftätigkeit gemeldet. Die Luftwaffe versenkte einen feindlichen Frachter von 2000 BRT. an der Murmanküste. In der Zeit vom 21. bis 31. März wurden an der Ostfront 436 Sowjetpanzer allein durch Verbände des Heeres und der Waffen-ff zerstört, erbeutet oder bewegungsunfähig geschossen. In Tunesien standen unsere Truppen auch gestern in schweren Abwehrkämpsen. Uebe'r- legene britische und nordamerikanische Verbände versuchten vergeblich, durch Umfassung Teile der deutsch-italienschen Truppen abzuschneiden. Ueberlegene Führung und die
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Die Parole für den Streiter der Nation
Im Land der „Roten Erde" prägte Reichsorganisationsleiter Dr. Ley soeben das Wort: „Die Partei kennt keine politischen Pensionäre!" Der Schwerpunkt liegt auf politisch! Und damit auf dem Sektor der innersten Antriebskraft aller Gemeinschaftsarbeit! Was aber ist ein politischer Pensionär? Es wäre jener Zeitgenosse, der zu seiner Umwelt, oder nur zu sich selber, pharisäerhaft spräche: „Wie tief habe ich mich doch hineingelebt in den Geist des neuen Deutschlands, wie opferfreudig habe ich mein Ich zurückgestellt gegenüber den höheren Notwendigkeiten des Reiches und seiner Lebensgrundlagen, wie fanatisch habe ich mich in diesem Krieg mit den andern und für die andern ins Zeug geworfen! Nun habe ich genug geleistet!" Wir begreifen spontan, weshalb es auf dem Boden unserer Weltanschauung einen „politischen Pensionär" überhaupt nicht geben kann: weil das Ausruhen auf politischen Erfolgen, auch solchen im Alltagsleben, unvereinbar ist mit dem klaren Imperativ der nationalsozialistischen Idee, weil diese Idee alle Zeit im ewigen, immer wieder zur Bewährung aufrufenden deutschen Volkstum wurzelt und weil das Schaffen jedes Einzelnen für Deutschland — „Die Partei ist Deutschland" — auch auf scheinbar engbegrenztem Arbeitsfeld fortwirkt in ein Reich der Unendlichkeit. Wer wollte sich hier isolieren?
Nein, der sich politisch zur Ruhe setzende Mensch wird weder im totalen Kriegseinsatz noch während der kommenden Zeiten in- unserer Blutsgemeinschaft eine Daseinsberechtigung besitzen. Nicht einmal zu einer Einzelerscheinung darf er werden! „Nur unermüdlich für die deutsche Sache werbende Streiter kennt die Partei", so fügt Dr. Ley seiner kategorischen Feststellung hinzu. Wir ziehen die totale Schlußfolgerung: Der politische Pensionär ist grundsätzlich erledigt — es lebe im ganzen deutschen Volk der bis zum letzten Atemzug an vorderster Linie schaffende und in seiner Art Mit dem Waffenträger wetteifernde politische Aktivist ! k. tvIO.
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Kampfleistungen unserer Truppen haben bisher alle diese Absichten des Feindes vereitelt.
Bei einem Tagesangriff feindlicher Bomber auf Rotterdam wurden Wohnviertel der Innenstadt schwer getroffen und hohe Verluste unter der Bevölkerung verursacht. In den heutigen Morgenstunden flog ein einzelnes viermotoriges feindliches Flugzeug unter dem Schutz der Wolken in Nordwest- deutschland ein und warf mehrere Bomben. Es wurde abgeschossen.
Im Kampf gegen die britischen und amerikanischen Seeverbindungen versenkten Unterseeboote im März 138 feindliche Handelsschiffe mit 851 K99 BRT. und torpedierten 18 weitere Schiffe. Die Luftwaffe versenkte im gleichen Zeitraum elf Handelsschiffe mit 75 999 BRT. und beschädigte 39 Frachter mit zusammen 229 999 BRT., von denen ein Teil ebenfalls als versenkt anzusehen ist. Damit wurden im März 1943 mindestens 149 feindliche Handelsschiffe mit 92K K99 BRT. versenkt. Auch im Kamps gegen die feindlichen Kriegsschiffe waren Kriegsmarine und Luftwaffe erfolgreich. Leichte Seestreitkräste versenkten zwei Zerstörer, sieben Unterseeboote und neun Schnellboote. Ein weiterer Zerstörer wurde durch ein Unterseeboot versenkt. Zwei Zerstörer und sieben Schnellboote sind beschädigt worden. Die Luftwaffe vernichtete ein Unterseeboot und ein Gleitboot und beschädigte zwei Zerstörer, zwei Unterseeboote und ein Borpostenboot."
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dr. Vor drei Jahren schon prahlte Churchill vor der staunenden Weltöffentlichkeit, daß er mit der U-Bootgefahr endgültig fertig geworden sei. Der Führer machte ihn, einige Zeit später, darauf aufmerksam, daß auf Grund der britischen Behauptungen bereits mehr Unterseeboote versenkt worden seien,
als wir damals überhaupt besaßen und daß die britische Admiralität sich wohl bald zu einer Auferstehungstheorie für die Unterseeboote werde bekennen müssen. Die steil aufsteigende Erfolgskurve unseres Kampfes gegen die feindliche Tonnage stellte eine besonders charakteristische Illustration für den Wert bzw. den absoluten Unwert der Prognosen dar, mit darren die gegnerische Agitation im Verlaufe dieses Krieges gearbeitet und weiterhin am Werke ist. Um die Bedeutung der jetzt veröffentlichten Erfolgsziffer in ihrem ganzen Ausmaß zu erkennen, muß man sich daran erinnern, daß im vergangenen Jahre bis in den März hinein die Abwehr in den Gewässern vor der amerikanischen Küste noch nicht hinreichend organisiert und ungenügend war. Von den 91 Schiffen, die im März des vergangenen Jahres unseren Unterseebooten zum Opfer fielen, wurden nicht weniger als 72 aus der „fetten Weide" der Gewässer vor den Vereinigten Staaten versenkt. Von den 213 Schiffen mit insgesamt 1400 300 BRT., die das Gesamtergebnis des ersten Vierteljahres von 1942 darstellten, blieben 158 mit 1 052 400 BRT. in den amerikanischen Gewässern auf der Strecke. Die Erfolgsziffer in den drei ersten Monaten dieses Jahres ist auf 283 Schiffe mit 1 804 900 BRT. gestiegen, trotzdem inzwischen die Abwehr auf der westlichen Seite des Atlantik auf den gleichen Stand wie auf den großen Verkehrsrouten zwischen Amerika und Europa gebracht werden konnte. Die Erfolge des letzten Vierteljahres und vor allem die in Rekordhöhe liegende Erfolgsziffer des Monats März konnten gegen stärkste Abwehr im Hauptkampfgebiet des Atlantik erzielt werden. Der Gegner hat inzwischen auch die Luftabwehr gegen die Unterseeboote immer (Fortsetzung auf Seite 2j
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Genf, 1. April. Im Zusammenhang mit dem neuen großen Erfolg der deutschen U- Boote ist eine im „Manchester Guardian" veröffentlichte Rede des llnterhausabgeord- neten Davies über das U-Boot-Problem, die in den allgemeinen Parlamentsberichten nicht enthalten war, bemerkenswert. Danach richtete der Abgeordnete an die Regierung die Frage: „Warum verheimlicht die Admiralität die Verlustziffern? Wie hoch sind unsere Verluste in diesem Krieg?" „Die eigentlichen Kriegsschiffsverluste", so fuhr Davies sort, „sind, wie wir wissen, schwer. Eine ganze mächtige Flotte ist dahin. Aber wieviel Handelsschiffe haben wir eigentlich verloren? Warum sagen wir nicht die Wahrheit? Warum ergehen wir uns in allgemeinen Redensarten wie „Die Lage ist bedrohlich", oder „Wir müssen den Riemen enger schnallen". Die Regierung muß dem Volke
die Tatsachen mitteilen. Oder fürchtet man etwa, daß mit ihrer Bekanntgabe irgendwelche Unrichtigkeiten oder Nachlässigkeiten aufgedeckt werden?" Der Abgeordnete ging dann weiter auf die Maßnahmen ein, die getroffen wurden, um die U-Boot-Gefahr zu verringern. Er erklärte: „Die Admiralität glaubt, das U-Boot-Problem mit dem Geleitzugsystem gelöst zu haben. Eine andere Lösung fällt ihr offenbar nicht ein. Die Lage ist aber so kritisch, daß unbedingt nach neuen Maßnahmen gesucht werden muß. Schon im vorigen Kriege standen wir trotz größter Anstrengungen vor einer Katastrophe. Nun aber haben die Deutschen ihren U-Boot-Einsatz zweifellos außergewöhnlich verstärkt. Und sie operieren dort, wo man es bisher für unmöglich hielt. Ich wüßte kein Stelle auf den Weltmeeren, wo wir vor ihnen sicher wären."
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Die Kohle ist schon in Friedenszeiten der unersetzliche Rohstoff, auf dem unzählige industrielle Fertigungen aufbauen. Im Kriege aber ist sie für die Rüstung die erste Voraussetzung überhaupt. Kohle schmilzt Eisen, aus Eisen wird Stahl, aus Stahl wird Edelstahl und aus ihm werden Geschützrohre, Panzerplatten und zahlreiche andere hochqualifizierte Rüstungsteile. Ohne Kohle kein Eisen, ohne Eisen kein Stahl, ohne Stahl keine Rüstung und ohne Rüstung kein Sieg.
Wenn wir zunächst die Kohlenvorkommen betrachten, dann ergibt sich vergleichsweise mit unseren Feinden für Deutschland schon in dieser Hinsicht ein sehr erfreuliches Bild. Schon ii^ Altrcich gehörte die Kohle zu den wenigen Rohstoffen, die uns in ausreichendem Maße zur Verfügung standen. Wir waren daher in der glücklichen Lage, die deutsche Wiederaufrüstung auf der Grundlage eigener Kohlevorkommen zu beginnen.
Die starke Außenpolitik des Führers verbreiterte aber schon vor Ausbruch des uns von England aufgezwungenen Krieges in erfreulichem Ausmaße unsere Kohlenbasis. Die Rückkehr des Saargebietes, die Angliederung, der Ostmark und schließlich das Aufgehen des
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Kongresses von den britischen Machthabern die Deputation der Non-Party-Eruppe, der
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Drahtvcricht unserer Berliner Schriftleitnng ,lr. v. sei,. Berlin, 1. April. In einem früheren Stadium des Krieges, bevor Mr. Cripps mit seiner Mission in Indien so kläglich gescheitert war, wollte die britische unb amerikanische Agitation die Weltöffentlichkeit gern mit einer Milchmädchenrechnung dumm machen, in der außer ganz China, das heute mit seinen wichtigsten Teilen im japanischen Machtbereich liegt, auch die 380 Millionen Einwohner Indiens einfach zunff Kriegspotential unserer Gegner geschlagen wurden. Soweit wagt man heute nicht inehr zu gehen, doch bemüht sich die britische Nachrichtenpolitik nach Kräften, eine^ Schleier vor die wahren Zustände in Indien zu ziehen, indem sie so tut, als ob im Grunde alles in bester Ordnung sei und daß nur ein paar Fanatiker Unruhe zu stiften suchten.
Heute treffen wieder zwei Nachrichten aus Indien ein, die die Zustände in etwas anderer Beleuchtung zeigen. Nach dem Rücktritt des Ministerpräsidenten von Bengalen, Fazlul Huq, hat der dortige Gouverneur die gesetzliche Bestimmung in Kraft gesetzt, die ihn selbst zur Uebernahme der Verwaltung ermächtigt. Das bedeutet, daß alle indischen Parteiinstanzen und Vertretungen nun auch in Bengalen vollkommen vom politischen Mitbestimmungsrecht ausgeschaltet sind. Das Vorgehen des Gouverneurs von Bengalen kommt der Erklärung des Ausnahmezustandes gleich, wie er bereits in vielen anderen indischen Provinzen besteht, wo ebenfalls die Provinzial-Regierungen abgesetzt wurden, um durch die diktatorische Gewalt der britischen Gouverneure ersetzt zu werden. Erst dieser Tage hat der britische Indienminister im Verlaufe einer Indiendebatte im Unterhaus Gandhi und seine Anhänger beschuldigt, daß sie sich abseits des demokratischen Prinzips gestellt hätten Gandhi habe sich zum Diktator der bestfinanzierten und diszipliniertesten Partei Indiens gemacht. Das ist natürlich ein ganz albernes Gerede angesichts der Tatsache, daß Gandhi ebenso wie die meisten anderen Führer des allindischen
verhaftet worden ist und hinter Kerkermauern vom politischen Leben abgeschnitten bleibt. Gerade jetzt hat der britische Vizekönig das Verbot für Gandhi, seine Freunde ini Gefängnis zu empfangen, in einem Memorandum erneut ausgesprochen, das er führenden indischen Politikern zuschicken ließ die den Mahatma besuchen wollten. Der Vizekönig erklärte, die britischen Behörden seien zu einer Lockerung der Haftbestimmungen für den Mahatma nur dann bereit, wenn Gandhi hie von der Kongreßpartei im August des vergangenen Jahres angenommene Entschließung für null und nichtig erkläre. Ferner müsse er die durch die Ereignisse des vorigen Jahres angezettelte Rebellion offen verdammen und sich bereit erklären, der Regierung über sein weiteres Auftreten annehmbare Zusicherungen zu machen. Eine solche Forderung des Vizekönigs kann nur aus einer sturen Arroganz heraus erklärt werden, die dem brutalen Terror noch den blutigen Hohn hinzuzufügen sucht. Was im übrigen die Erklärung Amerys betrifft, stellt man in indischen Kreisen mit Genugtuung fest, daß der britische Kolonialminister heute nicht mehr an der früheren Behauptung festhalten kann. daß die Kongreßpartei nur eine schlecht organisierte Bande von indischen Gesinde! sei. die keinen Anspruch erheben könne, die wahre Meinung des indischen Volkes zu vertreten.
Wenn schon von Diktatur die Rede ist, so wird sie mit der barbarischen Brutalität des Lahti einzig von den britischen Usurpatoren ausgeübt. Das^ müssen langsam auch diejenigen Kreise in Indien einsehen, die im Gegensatz zur Politik der Kongreßpartei eine Verständigung mit den Engländern für möglich gehalten haben und darauf hinarbeiteten. Da ist die sogenannte Non-Party-Eruppe, die jetzt den Wunsch ausgesprochen hatte, daß der britische Vizekönig Lord Linlithgow eine Abordnung ihrer Führer empfangen möchte, die ihm eine Denkschrift mit ihren Wünschen unterbreiten wollte. Der britische Vizekönig hatte sich bereit erklärt, die Denkschrift in Empfang zu nehmen und zu diesem Zweck
als prominentestes Mitglied Raja Eopa- lachari angehören sollte, zu empfangen. Die Inder hattey gleichzeitig den bescheidenen Wunsch geäußert, daß sie die einzelnen Punkte ihres Memorandums dem Vizekönig erläutern und begründen dürften, um sie anschließend gemeinsam zu besprechen. Mit der ganzen Anmaßung des brutalen Usurpators hatte Lord Linlithgow diesen Wunsch abgelehnt und sich nur zu einer stummen Entgegennahme der Denkschrift bereit erklärt. Das mußten selbst, diese auf Verständigung und Versöhnung zielenden Inder als eine knallende Ohrfeige empfinden, und sie zogen„ wie jetzt amtlich bekanntgegeben wird, ihr Audien'zgesuch zurück.
So wie die Dinge sich entwickelt haben, kann von einer Grundlage zu Verhandlungen und zur Versöhnung in Indien überhaupt nicht mehr gesprochen werden. In Indien regiert der Terror. Im Zusammenhang mit der Unterhausdebatte muß jetzt die „Times" zugeben, daß die Gefahr noch keineswegs zu Ende sei und daß darum die llnter- drückungsmaßnahmen in Kraft bleiben mußten, die sich gegen eine Bewegung gerichtet hätten, die in Wirklichkeit einen „Aufstand angesichts des Feindes" darstelle. Es kann nach alledem kein Zweifel mehr bestehen, daß die Stille in Indien, aufxdie sich die britische Agitation mitunter beruft, eine Grabesstille im Zeichen des, allgemeinen Ausnahmezustandes ist. Wenn die „Daily Mail" und der „Manchester Guardian" jetzt die Auffassung vertreten, daß die englische Politik in Indien an einem toten Punkte angelängt sei, so ist es offenkundig, das man in England in großer Sorge um die Möglichkeiten der Entwicklung lebt, die sich jenseits dieses toten Punktes ergeben könnten. Schließlich weiß man ja auch in England, daß der Dollarimperialismus sein Auge auf Indien geworfen hat und daß William Philipps als Vertreter des Weißen Hauses nach Indien gekommen ist, um rechtzeitig die erwartete Entwicklung im Sinne der amerikanischen Erbansprüche aufzufangen.
böhmisch-mährischen Raumes im Erotzdeut- schen Reichsgebiet ergaben für uns eine bedeutende Zunähme des Rohstoffes Kohle. Im Krieg selbst hat sich diese Lage noch bedeutend verbessert. Im Polenfeldzug befreiten unsere Truppen das ost-oberschlesische Kohlenrevier mit seinen großen Kohlevorkommen bester Qualität, der Westfeldzug brachte die Kohlenbecken von Belgien, Novdfrankreich und Lothringen in unsere Hand, und im Osten mußten uns die Bolschewisten so viel beste Kohlevorkommen überlassen, daß nunmehr 53 Prozent des Weltkohlevorkommens im Machtbereich der Dre-ierpaktmächte liegen.
Nun ist aber nicht das Kohlevorkommen allein entscheidend. Mindestens ebenso wichtig ist die Kohleförderung, denn erst, wenn die Kohle durch Bergmannshand über Tage liegt, können aus ihr Wärme und Energie gewonnen werden. Es gibt aber kaum ein Produktionsgebiet, auf dem durch das jeweilige Können der Kopf- und Handarbeiter so voneinander abweichende Erfolge erzielt werden, wie gerade beim Bergbau. Jeder Berg hat andere Gegebenheiten, durch die verschiedene Festigkeit des Gesteins und der Kohle, durch die Tiefe der Sohlen, die Mächtigkeit der Flöze, das Auftreten von Erundwasser und zahlreicher anderer Faktoren. In der Ueberwindung der natürlichen Schwierigkeiten im Bergbau haben nun der deutsche Bergingenieur und der deutsche Bergmann anerkannt die Höchstleistung in der Welt erreicht. Der genaue Einblick, den wir nun in zahlreiche fremde Bergwerke nehmen konnten und die Erfahrungen, die wir mit fremden Bergwerken gemacht haben, bestätigen diese Behauptung immer wieder aufs Neue. Der deutsche Bergmann erreicht pro Kopf die größte Förderleistung der Welt.
Aber auch im Bergbau ist unsere technische Entwicklung nicht stehengeblieben. Eine ganze Anzahl technischer Verbesserungen haben die Förderleistung gehoben, und wir haben auch in der Zukunft mit einem steten Zunehmen der Kohleförderung zu rechnen, so daß vor allem durch die Einführung eines neuen Kohlehobels mit bedeutend höherer Leistung als die der bisher verwendeten Maschinen zu erwarten ist.
Es ist also so, daß Deutschland und seine Verbündeten nicht allein hinsichtlich der
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Kohlevorkommen mehr als das Gleichgewicht erreicht haben, sondern aus ihrem Kohleanteil bedeutend mehr herausholen können als die Feindmächte. Dabei ist noch zu berücksichtigen, daß die europäischen Kohl-vorkommen bedeutend enger beieinanderlieqen als die in der ganzen Welt verstreuten der Feindmachte.
Unser Uebergewicht auf dem Kohlesektor ^stbrt natürlich auch bedeutend unsere Mogffchkeit-n zur synthetischen Herstellung von Brennstoff uud Gummi, ganz abgesehen davon, daß wir auch schon bedeutende Ölvorkommen im Osten und die Japaner solche in der ^n>ulinde erobert haben. Wenn man ferner berücksichtigt, daß die Dreierpakt- niachte nunmehr 91 Pzt. der Weltqummi- erzeuaung in ihrer Hand haben, so ergibt sich für unsere Feinde die Notwendigkeit nunmehr auch aus einem Teil ihrer Kohle synthetnchen Gummi herzustellen Dabei bleibt abzuwarten, welche Erfolge die Anqlo- Amerikaner auf diesem Gebiet erzielen wer-