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Par^eiamrlicliir Layeszeilung
vas Amtsblatt des Negierenden VLrgermeistrrs der Zreien Hansestadt vremen
der Nationalsozialisten. Vvemens
flmtiiches verkundungsbiatt des Neichsstattstalters in Oldenburg und Nremen
Nr. 91 , 1Z. Mrgang
Donnerstag, 1. flpril 194Z
tinzelpreis 13 Npf.
Immer äsrsa Sellksn!
Aber auch immer danach handeln
Siebzehn schwerbeladen« feindliche Handels, schiffe, die mit zusammen über hundert- tallsend BNT. neuerdings auf dem Meeresgrund anlangten, beschließen die Serie der während des Monats März in acht Sonder- meldungen durch das OKW. dem deutschen Volke bekanntgegebenen Il-Boot-Großerfolge. Ermüdungserscheinungen bei unseren Gegnern im Osten und in der harten und erbitterten Abwehrschlacht in Tunesien, endlich erfreuliche Erfolge unserer Luftwaffe an der Front und in der Heimat, nicht zuletzt auch unserer heimatlichen Flak, der es gelang, in einer der letzten Nächte zusammen mit den Jägern dreiunddreißig feindliche britische Bomber abzuschießen, das find sehr ehrenvolle Zeugnisse des hingebungsvollen Kämpfertums unserer Soldaten, wo immer st« im Einsatz stehen,
Ob wir uns nun des jüngsten großen U- Voot-Erfolges erfreuen oder dessen gedenken, daß in einer Nacht die britischen uno amerikanischen , Mordbrenner um dreiunddreißig
zzeuge und um rund zweihundert, in zeit' rla er ,
wir uns die Verluste vorstellen, die unsere
raubenden Spezialaurbildungsgängen erzo gene Flieger ärmer geworden sind, oder ob uns die V '
Feinde an der Ostfront und in Tunesien offensichtlich schwer in ihrer Operationsfreiheit behindern: wir wollen dabei nicht vergessen, daß an all diesen offensiv wie defensiv hoch zu bewertenden Erfolgen unserer drei Wehrmachtsteile auch die Heimatfront, das ist die waffenschaffende Front, ihren gewaltigen Anteil hat.
Mit Genugtuung kann festgestellt werden, daß für die notwendigerweise in Waffen starrende Front in den erfolgreichen Abwehrschlachten die Waffen schaffende Front heute in einem Einsatz sich befindet, der aller Ehren wert ist. Daß dieser Einsatz keinen Augenblick nachlassen darf, daß er vielmehr bei Heranziehung noch weiterer und zuletzt der letzten der Heimat verfügbaren Arbeitskräfte sich noch verstärken und erfolgreicher gestalten muß, ist keine Frage, und daran sich zu beteiligen, dürfte Aufgabe und Ziel jedes schaffenden Mannes und jeder schaffenden Frau in der Heimat heute sein. 2n der vollen Erkenntnis dessen, daß. je mehr Waffen die Front hat, desto durchschlagender ihr Sieg sein kann, ja, daß im umgekehrten Verhältnis zu der vorhandenen Fülle an guten Waffen sich die Zahl der Opser bewegt, die für den Sieg gebracht werden müssen, kann niemand heute säumig werden wollen in Durchführung der ihm im totalen Krieg zugefallenen Pflichten. Immer daran denken, immer danach handeln, heißt nicht allein, der Front sich in jeder Hinsicht würdig zu erweisen, sondern die Niederlage der Feinde beschleunigen und den Frieden so rasch wie möglich zu gewinnen. T k. 0.
Ms Lnglsnä 8ölänsr virdt
Drahtbericht unseres Vertreters
vm. Ankara, 31. März. In der serbischen Emigrantenklique in der Türkei macht sich «ine zunehmende Spannung zu der serbischen Emigranten-„Botscha-ft" in Ankara bemerkbar. Die Einflußnahme Englands auf diese „diplomatische" Vertretung, die im übrigen seit langem durch die Engländer finanziert wird, wird in Kreisen der in der Türkei lebenden Serben immer stärker kritisiert. Besonders wird die Tatsache beanstandet, daß sich die Briten in die internen Angelegenheiten, vor allem in die Besitzfragen, einmischen und ohne Widerspruch dieser „Botschaft" entsprechende Befehle erteilen. In der letzten Zeit hat die serbische Emigranten- botschäft Anträge von Serben auf Ausstellung von Ausreisevisen nach dem Heimatland nicht weitergeleitet. Ausreisevisen nach dem Nahen Osten oder nach Aegypten, also zur Gestellung für die britische Nahostarmee, werden dagegen jederzeit erteilt.
LÄvverbelsäell rum ^eeresgnmä
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t'm Osten unc/ M Hs 5 /'sn
Aus dem Führerhauptquartier, 31. März. Das Oberkommando der Wehrmacht gibt bekannt: „Im Süd- und Mittelabschnitt der Ostfront verlief der Tag im allgemeinen ruhig. Am Kuban-Brückenkopf und südwestlich Wjasma wurden feindliche Vorstöße durch wirksames Artilleriefeuer und wuchtige Angriffe von Sturzkampfverbänden zerschlagen. Südlich des Jlmensees erreichte ein eigenes Angriffsunternehmen zur Verkürzung der Front trotz erheblicher GeläNdeschrvierigkeiten die gesteckten Ziele. Im Kampfraum südlich des Ladogasees dauerten die harten, aber erfolgreichen Abwehrkämpfe an. Zwei feindliche Bataillone wurden eingeschlossen unb vernichtet, eine Anzahl Panzer abgeschossen. Die Abwehrschlacht in Tunesien hält an. Während in einigen Abschnitten die feindliche Angriffstätigkeit unter dem Eindruck des erfolgreichen Widerstandes deutsch-italienischer Truppen vorübergehend etwas nachließ, setzte der Feind in anderen Frontabschnitten seine schweren Angriffe fort. Sämtliche Angriffe scheiterten auch gestern an der ent- ichlossenen Abwehr unserer Truppen» Die Luftwaffe griff am Tage und bei Nacht durch laufenden Einsatz ihrer Fliegerver- bände wirksam in die Erdkämpfe ein. 2m Mittelmeer versenkte ein deutsches Kampfflugzeug ein britisches Unterseeboot. Ein überraschender Angriff der Luftwaffe am gestrigen Tage gegen militärische Ziele an der Südkiiste Englands hatte Erfolg.
Wie durch Sondermeldung bekanntgegeben, haben unsere Unterseeboote den Feind auf verschiedenen Nachschublinien erneut schwer getroffen. Sie versenkten im Nordatlantik bei teilweise orkanartigem Wetter, im Mittelatlantik und im Mittelmeer, zum größten Teil aus Geleitzügen, 17 feindliche schwerbeladene Handelsschiffe mit zusammen 103 500 VRT. In der Biscaqa wurden fünf schwere Feindbomber beim Angriff auf Unterseeboote durch die Abwehrwaffen dieser Boot« abgeschossen."
*
In der 8. Sondermeldung des März, die am Mittwoch bekanntgegeben wurde, wird aus dem Kampf der Unterseeboote ein Ge
biet angesprochen, das neben den Versenkungserfolgen eine besondere Würdigung verdient. Es ist der aktive Kampf unserer Unterseeboote gegen die feindlichen Bombenflugzeuge, die als Luftsicherung bei Geleiten stehen, aber auch in der Bucht von Bis- kaya das Ein- und Auslaufen unserer Boote zu stören versuchen. Schwere viermotorige Kampfflugzeuge setzt der Feind hier ein, darunter Langstreckenbomber vom Typ „Halifax" und „Stirling". Mit Hilfe ihrer verhältnismäßig geringen Flakbewaffnung haben die Besatzungen unserer Unterseeboote nicht weniger als fünf von diesen großen Bombern abgeschossen. Die feindlichen Flugzeuge haben die Aufgabe, unsere Unterseeboote durch Abwurf von Wasserbomben unter Wasser zu drücken und sie dadurch am Vorsetzen vor Eeleitzüge zu hindern. Die Kampfhandlungen zeigen, daß unsere Boote aber auch in bestimmten Lagen den Kampf aufzunehmen verstehen. Wiederholt ist es dabei auch schon zum gegenseitigen Beschüß mit Bordwaffen gekommen. Der Abschuß von fünf feindlichen Boyibern zeigt, daß unsere U-Boot-Besatzungen mit ihren Flakwaffen ebenso gut zu schießen verstehen wie die Kommandanten mit den Torpedos. Es ist das erstemal, daß in diesem Umfang ein solcher Sondererfolg unserer Unterseeboote gemeldet wird.
Von den als versenkt gemeldeten 17 Schiffen entfallen diesmal sechs auf das Mittelmeer. Diese Schiffe waren durch See- und Luftstreitkräfte stark gesichert. Einige von ihnen hatten Ladungen von Munition und Wasserbomben an Bord und sanken unter heftigen Explosionen. Die übrigen Dampfer wurden aus Eelsitzügen im Atlantik herausgeschossen. Im Hauptkampfgebiet des Nord- atlantik herrschte in der letzten Märzwoche orkanartiges Wetter, so daß zeitweise e-in Waffeneinsatz nicht möglich war. Aber schon bei der ersten geringen Wetterbesserung wurden auch hier wieder Erfolge erzielt. Wieder hat der Feind 17 schwer beladene Schiffe mit 103 500 BRT. verloren.
Die Bedeutung des neuen deutschen U- Boot-Erfolges wird illustriert durch die Aeußerungen englischer Zeitungen und Schisf-
sahrtssachverständiger, die den Ernst der Lage nicht verhehlen können. Ueber das Ausmaß der U-Voot-Gefahr könne sich niemand in England einen rechten Begriff machen, da die Admiralität dazu zu wenig Material freigebe, stellt z. B. die Edinburger Zeitung „Sootsman" fest. Außerdem weiche das, was man von amtlicher Seite höre, stark voneinander ab. Die einen behaupteten, die U- Doot-Esfahr habe ein katastrophales Ausmaß angenommen, während andere hin und wieder von einer „leichten Besserung" sprächen. Woher diese den Optimismus hernähmen, sei unergründlich, denn die Nachrichten über Schiffsverluste — wenngleich sie auch recht vage abgefaßt seien — hätten seit Kriegsbe- ginn aufgehört. Die wirkliche Lage laste sich mit Hilfe einiger Ueberlegungen ungefähr ermitteln. In diesen Krisg seien die Ächsengeg- ner und insbesondere England mit weniger Schiffsraum eingetreten als in den Weltkrieg 1914/18. Außerdem habe man britischer- seits heutzutage fünf Millionen mehr Münder in England zu füttern als damals. Weiter müßten die Schiffe gegenüber dem ersten Weltkrieg längere Seereisen machen und mit bei weitem mehr Gefahren fertig werden. Die Kriegsflotte sei überlasteter denn je zuvor. Hätten'es nun im.Weltkrieg 1914/18 feindliche U-Boote vermocht, die britische Inselwelt beinahe auszuhungern, um wieviel katastrophaler sei die Versorgungslage Englands heute, da Hunderte von U-Booten ohne Unterlaß Monate hindurch alle Anfuhren aufhielten. Darüber hinaus seien die modernen U-Boote bei weitem schlagkräftiger und gefährlicher als die des damaligen Krieges.
Nach einem Londoner Funkbericht erklärte der parlamentarische Sekretär des englischen Landwirtschaftsministeriums, Tom Williams, das Anwachsen der landwirtschaftlichen Erzeugung in England sei zwar groß, aber „die Cchiffahrtslage ist Ende März schlechter, als sie jemals während des Krieges war". Gegen eine derartige Verschlechterung helfe die bisherige Produktionserhöhung nichts. Man müsse trotz allen Schwierigkeiten in diesem Jahr noch mehr Nahrungsmittel erzeugen als im vergangenen. Auch Lord Runciman, (Fortsetzung auf Seite 2)
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Drabtbericht unseres Vertreters
rä.
Tokio, 31. März. In Japan wurde jetzt der erste Frontbericht von den Kämpfen in Nordburma veröffentlicht. Der Bericht, der in der Zeitung „Mainichi" erschien, schildert den Vormarsch und die Besetzung des strategischen Punktes Sampraban, "etwa 209 Kilometer nördlich von Mytkyina, einer Station, die in Friedenszeiten Jägern und Reisenden Unterkunft gewährte. Dieser Ort. in dem zahlreiche Bungalows der britischindischen Verwaltung liegen, wurde zum Mittelpunkt der englischen Bemühungen, durch Nordburma hindurch eine neue Verbindung zwischen Indien und Tschungking zu schaffen. Mit der Einnahme dieses Ortes können die britischen Bemühungen qls gescheitert angesehen werden.
D-r japanische Vormarsch führte über 200 Kilometer durch wegeloses, feuchtheißes Dschungel, und es kann als eine hervor
ragende Leistung angesehen werden, daß die japanischen Truppen diese Strecke innerhalb von 8 Wochen, von feindlichen Fliegern stets belästigt, überwinden konnten. Besonders die japanischen Pioniere, die der Hauptmacht die Wege bahnten, leisteten Unerhörtes. Sägen konnten zum Baumfällen nicht benutzt werden, dazu war das Hnlz zu grün und saftig, und so erwiesen sich die burmesischen Aexte als sehr nützlich. Die Truppen litten unter der unerträglich heißen Feuchtigkeit, welche selbst in der sogenannten trockenen Jahreszeit den Boden immer sumpfig hält. Wenn eine Straße erreicht wurde, dann mußten zuerst sämtliche Minen entfernt werden. Die Pioniere ließen hölzerne von Ochsen gezogene Walzen über die Straßen rotten. Neben klimatischen Schwierigkeiten mußten die Truppen mancherlei andere Plagen ertragen. Blutsauger und anderes Ungeziefer machte stch bemerkbar. Hinzu kam, daß, nachdem der Vormarsch sich
vrilkclie Iiulienpoütik mit äoppeltem öoäen
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Drahtbericht unserer Berliner Schriftleltnna
goe. Berlin, 31. März. Auf dem Hintergründe der wieder aufflammenden Kämpfe im Pazifik gab es im britischen Unterhaus soeben eine Debatte über Indien, die mit den Reden der Minister Amery und Attlee den Niedergang der britischen Empirepolitik kraß beleuchtete. Zweierlei trat dabei zutage: Einmal die völlige Verknöcherung,
Ueberholtheit und innere Unwahrhaftigkeit der britischen Indien- und damit der gesamten Kolonialpolitik Englands, zweitens
aber die absolute Ohnmacht dieser sowohl gegenüber den vorwärtsdrängenden Ideen und Waffen Japans wie auch gegenüber den räuberischen Instinkten der USA.
Amery gab in seiner Rede zu, daß die Differenzen in Indien viel zu tief seien, als daß man „mit bloßen Gesten darüber hinweg" kommen könne. Wie wenig man jedoch in England daran denkt, dem indischen Volk etwas anderes als neue Gesten und Phrasen zuteil werden zu lasten, ging gerade aus Amerys eigenen Ausführungen hervor. Der Minister proklamierte nämlich zwar zunächst die Notwendigkeit einer neuen Methode zur Lösung des indischen Problems und meinte, man könne die indische Frage nicht anfassen, solange man die Vorstellung habe, daß es nur ein Muster der Demokratie gäbe. und zwar die demokratische Form. die in England entwickelt wurde. Der Gedanke, daß eine indische Regierung notwendig eine Regierungsform besitzen müsse, die' der englischen ähnlich fei, gehe fehl. Das indische Volk müsse sich nach einer „konstruktiven Lösung" umsehen, gleichgültig, woher sie genommen werde.
Bereits der nächste Satz enthüllte jedoch den Pferdefuß. Amery erklärte, daß man auf keinen Fall der indischen Bevölkerung die Verantwortung in einem Augenblick übertragen könne, in dem der Feind vor den Toren Indiens stehe. Die „konstruktive Lösung", die er Indien gegenüber für gegeben erachtet, besteht denn auch in einer nur noch weiter verstärkten Versklavung Indiens. Man wünscht eine ausschließlich aus gekauften Subjekten oder völlig englisch beeinflußten Männern gebildete indische Regierung, die die Grundlage für eine britische Diktatur über Indien bilden könnte. Mit dieser Patentlösung glaubt England einerseits die Inder weiter verdummen und auf der anderen Seite seine Macht über das indische Volk noch mehr verstärken zu können.
Der stellvertretende Ministerpräsident Attlee unterstützte diesen fein ausgeklügelten Plan Amerys, indem er gleichfalls betonte, daß eine Verfassung, die für England geeignet sei, für Indien unmöglich sein könne. Es ergibt sich dabei das interessante Moment, daß England bereit ist, die „geheiligte" Institution der Demokratie, für d-ren Bewahrung es angeblich in den Kampf zog, ohne weiteres preiszugeben, wenn es sich darum handelt, irgendwelchen Gewinn davonzutragen. Mit anderen Worten: Es soll alles beim Alten bleiben, höchstens soll die Unterdrückung Indiens durch England noch schroffer und noch brutaler werden.
Die weitere Debatte zeigte in bemerkenswerter Deutlichkeit die britische Furcht vor einem amerikanischen Uebergriff auf Indien als eines der Hauptmotive der ganzen Aus
einandersetzung. Einige Redner wiesen darauf hin, wie sehr sich die USA.-Oefsentlichkeit für Indien interessiere. Die Berechtigung dieser Hinweise ergibt sich aus einer Aeußerung des persönlichen Vertreters Roosevelts in Indien, William Philipps, der erklärte: „Die USA: haben ein großes Interesse an Indien". Er erläuterte ausdrücklich, daß dieses „Interesse" sich sowohl auf die wirtschaftliche, wie auch auf die sinanzielle und politische Zukunft Indiens erstrecke und betonte zum Uebersluß noch einmal, daß dies die Meinung sehr vieler Amerikaner sei.
Das zweite Motiv für die Indien-Debatte ergibt sich sowohl aus strategischen wie aus politischen Befürchtungen, die England gegenüber dem Vordringen Japans hegt. Eben erst wurde in den harten Kämpfen in Nordburma der britische Plan einer Verbindungslinie von Indien »ach Tschunking durch die Japaner vereitelt. Gleichzeitig gibt Japan jedoch mit seiner Haltung gegenüber China und Burma den ostasiatischen Völkern das Beispiel einer Politik, die ihnen nicht wie die englische nur Phrasen und leere Versprechungen, sondern eine wirkliche Freiheit und Selbständigkeit gewährt. Hier erweist sich in emem ganz besonderen Maße die Macht der Idee. Während Japan China die letzten Konzessionen und damit die volle Souveränität wieder zurückgibt, und während gleichzeitig als Frucht der aufbauenden japanischen Politik die Selbständigkeitserklärung Burmas bevorsteht, dreschen englische Minister im Parlament leere Phrasen über Indien, die nichts anderes bezwecken, als das starre Festhalten Englands an den Grundsätzen einer längst schiffbrüchigen Politik zu verdecken.
über ISO Kilometer von Mytkyina entfernt hatte, der Nachschub ausblieb, so daß die Truppe sich größtenteils von Dschungelfrüchten ernähren mußte. Nur ab und zu gab es eine höchst willkommene Abwechslung, wenn feindliche Flugzeuge, die ihre eigenen Truppen aus der Luft durch Abwerfen von Proviant verpflegen wollten, ihre Lasten am falschen Ort abwarfen und so zu einer Verbesserung der japanischen Verpflegung beitrugen.
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Rom, 31. März. Das Hauptquartier der italienischen Wehrmacht gibt bekannt: „Der Feind setzte auch gestern seinen Druck an der tunesischen Front fort und unternahm neue heftige Angriffe, denen die Truppen der Achsenmächte in emger Zusammenarbeit mit der Luftwaffe zähen Widerstand entgegensetzten. Ein Verband unserer Jäger unter dem Kommando von Fliegerhauptmann Giorgio T u - nioli aus Rom schoß im Kampf mit einer starken Gruppe feindlicher Jäger vier feindliche Flugzeuge ab. Weitere sechs feindliche Maschinen wurden von der Bodenabwehr und von deutsch-italienischen Jägern vernichtet. Amerikanische Flugzeuge warfen einige Bomben auf Lrotone (Catanzaro) ab und belegten die Ortschaft mit MG.-Feuer. Es sind ein Toter und fünf Verwundete zu beklagen."
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Die Grundlagen unserer Rüstungskraft
' Von Rsn, Rsrtel
Die Leistungsfähigkeit unserer Rüstungs« industrse hat bisher noch immer unsere Erwartungen und die schlimmsten Ahnungen unserer Feinde übertroffen. Es geht hier eine Entwicklung vor sich, die schon deshalb eine nähere Betrachtung verdient, weil in der sprunghaft wachsenden Produktion bester Waffen die Gewißheit künftiger Siege begründet liegt.
Die Steigerung der Rüstung hangt im wesentlichen von zwei Faktoren ab: Menschen und Material. Während die ersten Kriegsjahre eine so große Ausweitung der deutschen Rohstoffbasis ergaben, näherten wir uns mit gleicher Schnelligkeit dem Punkt, an dem die Ausnutzung dieser Rohstoffquellen von der Organisation zusätzlicher Arbeitskräfte abhängig wurde. Das Jahr 1942 und die gegenwärtigen Monate sind für die deutsche Rüstung durch die zahlenmäßige Lösung dieser Aufgabe gekennzeichnet. Den Bemühungen des Generalbevollmächtigten für den Arbeitseinsatz, Gauleiter Sauckel, ist es im Vorjahr gelungen, Mi- lionenmassen europäischer Arbeitskräfte der deutschen Rüstung zur Verfügung zu stellen, so daß im Augenblick eine in die Millionen gehende Zahl an Ausländern im Reichsgebiet arbeiten. Darunter befindet sich schon jetzt eine sehr große Zahl von Fachkräften, die durch Schulung und Anlernling ungelernter Arbeiter ständig wächst. Die totale Mobilmachung der Arbeitskraft der Heimat sichert den weiteren Bedarf für die gewaltigen Rüstungsaus- gaben.
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Entscheidend für die Leistungssteigerung wird -aber vor allem auch die innere Organisation der deutschen Rüstungsindustrie. Hier ist bestimmt worden, daß bei aller Planung nicht etwa bis ins einzelne, jeder Produktionsvorgang dekretiert wird. Er wurde an die Selbstverantwortung der deutschen Industrie appelliert, und der erzielte Ersolg bewies die Richtigkeit der Maßnahmen. In einer zentralen Planung werden der Industrie die Aufgaben gestellt, während die Durchführung unter Leitung der von Reichsminister Speer berufenen Haupt- ausschüssen und Ringe den verantwortlichen Wehrwirtschaftsführern üherlassen bleibt.
In der Durchführung der einzelnen Planungen sind nun Grundsätze angewandt worden, die auf dem Boden einer kapitalistischen liberalistischen Wirtschaft überhaupt nicht wachsen können. Für jeden deutschen Rüstungsbetrieb gilt heute das Gesetz, schnellstens in bester Qualität zu fertigen, die gemachten Erfahrungen mit den anderen Betrieben gleicher Art auszutauschen und dadurch zu erreichen, daß allmählich jeder Betrieb zu Leistungen nach dem jeweiligen Best- Arbeitsplan kommt.
Wenn zum Beispiel Flak-Kanonen des gleichen Typs in mehreren Fabriken hergestellt werden, so sind die Fertigungszeiten ursprünglich bei den einzelnen Betrieben sehr verschieden. Das eine Werk stellt den einen Teil schneller her, der Nachbar einen anderen, ein weiterer Betrieb schlägt den nächsten in der Schnelligkeit der Montage. Der Erfahrungsaustausch wird nun so ausgebaut, daß für jeden Eeschützteil die Bestzeit durch Uebertragung der Fabrikations- methoden vom. hierin besten Betrieb auf alle anderen übertragen wird. Die Erfahrung hat gelehrt, daß durch diese Methode nicht nur die langsamsten Fertigungen die bisher schnellste erreichten, sondern sogar die bisherige Bestzeit in fast allen Fällen überboten werden konnte, denn auch in der bisher kürzesten Gesamtzeit lagen fast immer noch Einzelfertigungen, die von anderen Be-
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