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partLiamlliche Tageszeitung
Das Amtsblatt des Negierenden vürgermeislers der Zrcien kionlestadt Vremcn
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der Nationalsozialisten Vremens
flmiliches verliündungsblatt des Neichsstattifalters in Oldenburg und vremen
Nr. 1?7 / 12. Jahrgang
Dienstag. Z0. Juni 1942
kinzetpreis 15 Npf.
Jenseits -es letzten örabens / weitere Verfolgung -es sein-es nach asten / britische ängste um äsvpten
bolltt befangene
Aus dem Führerhauptquartier, den 29. Juni. Das Oberkommando der Wehrmacht gibt bekannt: „In Nordafrika wurde in den heutigen Vormittagsstunden die durch tiefe Verteidigungsanlagen und zahlreiche Minenfelder verstärkte Festung Marsa Matruk gegen zähen feindlichen Widerstand gestürmt. Ueber KOVÜ Briten wurden gefangengenommen, 36 Panzer abgeschossen und zahlreiche Batterien vernichtet. Umfangreiches Kriegsmaterial siel in die Hand der deutschen und italienischen Truppen. Bei dem Sturm aus Marsa Matruk hat sich die deutsche 9V. leichte Division besonders ausgezeichnet."
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Am 20. Juni, vor wenig mehr als einer Woche, posaunte Reuter mit vollen Wangen: „Wenn Tobruk jetzt wieder angegriffen wird, ist seine Stärke größer denn je." Am Abend des gleichen Tages war Tobruk von den Truppen der Achsenmächte gestürmt. Ueber 30 000 Gefangene und eine gewaltige Beute waren in unsere Hand gefallen. Es dauerte weitere vier Tage bis die neue Illusion der Briten zusammenbrach, daß die Reste der Armee Ritchies die Sollum-Halfaya-Linie bestimmt halten -und so den Einbruch Rommels in Aegypten verhindern würden. Am vergangenen Donnerstag standen bereits die deutschen und italienischen Verbände weit jenseits der ägyptischen Grenzstellungen bei Sidi el Barani, hundert Kilometer tief in Aegypten. Jetzt ist auch die sogenannte Wavell - Linie durchbrochen, die sich von Marsa Matruk nach Süden zog. In der britischen Presse war diese Linie als der letzte Graben der englischen Verteidigung vor dem Herzen Aegyptens bezeichnet worden. Unsere Truppen stehen jetzt nach der Erstürmung Marsa Matruks schon erheblich weiter östlich dieses Punktes in andauernder Verfolgung des Feindes.
Zwischen Tobruk und der Spitze unserer verfolgenden Truppen liegen heute erst acht Tage nach der Kapitulation von Tobruk, nahezu 40» Kilometer. Das ist eine Leistung der dein Marschall Rommel unterstellten Truppen, die kühnste Hoffnungen übersteigt, aus Wunderbare grenzt, und die Churchills Erklärung in Washington, daß die Phase des Blitzkrieges überwunden sei, zu einer Lächerlichkeit stempelt!
Die Bedeutung von Marsa Matruk und der Durchbruch durch die Wavell-Linie in einer Entfernung von 250 Kilometer von Alexandrien kann von uns überhaupt nicht übertrieben werden. Wir brauchen uns, um sie darzustellen, nur auf englische Zeugnisse zu stützen, die den letzten entscheidenden Ereignissen nur uni eigen einzigen Tag vorausliegen. Die am Sonnabend begonnenen Kämpfe wurden in der englischen Presse selbst als die „Schlacht um Aegypten" bezeichnet. Die „Limes" erklärte sorgenvoll: „Alle Chancen Englands und der Alliierten sind in dieser grimmigen Schlacht in eine Waagschale geworfen." Der Sender London gab zu, daß die Schlacht in Aegnpten kritisch und entscheidend sein könne. Der Rundfunkstratege Hoal teilte mit. daß man in England nie auf den Ausgang eines Katnpfes gespannter gewesen
sei als heute. Zur Beruhigung der englischen Oeifcnt- lichkeit wurde die Stärke der "Befestigungsanlagen von Marsa Matruk geschildert. Das Sumpfgelände südlich der Stadt, so hieß es, bilde wichtige natürliche Befestigungswerke, deren Ausnutzung die Verteidiger nicht versäumt hätten. ,Die wenigen durch das schachte Gelände laufenden Wege seien sorgfältig miniert worden und die Landstürme hinderten die Angreifer daran, überraschende Blitzvorstöße zu unternehmen. Auch Reuter prahlte noch am Sonntag: „Wenn der Feind kommt, dürfte er einige unangenehme Ueberraschungen erleben."
Nun, die Deutschen und die Italiener sind gekommen! Die Sondermeldung des Oberkommandos der Wehrmacht bestätigt zudem die britischen Feststellungen, daß die Festung Marsa Matruk durch tiefe Verteidigungsanlagen und zahlreich^ Minenfelder verstärkt war. Auch die Ankündigungen des britischen Rundfunks, daß die britischen Soldaten mit dem Rücken zum Suezkanal bis zum letzten Blutstropfen kämpfen würden, hat das Schicksal nicht zu wenden vermocht, wenn auch tatsächlich der Widerstand äußerst zäh war. Die ungeheure Spannung in England muß erst recht tiefer Niedergeschlagenheit
wettere krfolge
Übergang über Sas Ischernajatal erzwungen
Aus dem Führerhauptquartier, 29. Juni. Das Oberkommando der Wehrmacht gibt bekannt: „Im Festungsgebiet von Sewastopol erzwängen deutsche und rumänische Truppen, durch starke Luststreitkräfte unterstützt, in kühnem Angriff den Uebergang über das tief eingeschnittene Tschernajatal und brachen in stark ausgebaute Stellungen der beherrschenden Sapun-Höhe ein. In den bisherigen Kämpfe» um die Festung wurden in der Zeit vom 7. bis 28. Juni 15 687 Gefangene eingebracht, 221 Geschütze, 462 Granatwerfer erbeutet oder vernichtet, 2579 Bunker genommen und 112 644 Minen ausgebaut. Ostwärts des Donez wurden bei der Abwehr mehrerer örtlicher Panzervorstöße 15 feindliche Panzerkampswagen abgeschossen. Bei nächtlichen Luftangriffen auf wichtige Nachschubbahnhöfe der Sowjets im Gebiet des oberen Don wurden 14 Transportzüge durch Bomben vernichtet. Im mittleren Frontabschnitt verlor der Feind bei erfolgreichen eigenen .Stoßtruppunternehmen 332 Gefangene und 996 Tote. Eine Flakbatterie sowie 216 Bunker und Unterstände wurden zerstört.
Wie durch Sondermeldung bekanntgegeben, war es der 2 .. sowjetrussischen Stoßarmee sowie Teilen der 52. und 59. sowjetrussischen Armee im Februar dieses Jahres gelungen, über den gefrorenen Wolchow nördlich des Jlmensees vorstoßend, eine tiefe Einbuchtung in die deutsche Abwehrfront zu erzielen. Unter Führung des Generals der Kavallerie Linde mann haben Truppen des Heeres und der Waffen-^, dabei auch spanische, niederländische und flämische Freiwilligenvcrbände, hervorragend unterstützt durch die Luftflotte des Generalobersten Keller irach mouatelastgcn erbitterten Kämpfen unter schwierigsten Wetter- und Geländeverhältnissen diese feindlichen Armeen zunächst von ihren rückwärtigen Verbindungen abgeriegelt, dann immer mehr zusammengedrängt und heute endgültig vernichtet. Damit ist die großangelegte Durchbrnchsoffensive des Feindes über den Wolchow mit dem Ziel der Entsetzung Lenin-
weichen, nachdem sich inzwischen der britische Nachrichtendienst gezwungen sah, die deutsche Siegesmeldung zu bestätigen. Die Deutung, daß man sich jetzt veranlaßt gesehen habe, „die Verteidigung in der Tiefe zu organisieren", kann schließlich niemanden beeindrucken. So vergeßlich kann schließlich auch die britische Öffentlichkeit, die allerhand gewohnt ist, nicht sein, um sich nicht ihrer Presse zu erinnern, die wie der „Daily Expreß" die ernste Lage so zusammenfaßte: „Gewinnt Rommel die Schlacht um Marsa Matruk, so ist ein britischer Rückzug nach Alexandrien unvermeidlich." Wi- selbst sind nicht so töricht, aus Aeußerungen der britischen Panikstimmung Schlußfolgerungen auf die tatsächlichen strategischen Ziele Rommels zu ziehen, die von verschiedenen Faktoren des Nachschubs, des Wetters und von den gegnerischen Möglichkeiten, Verstärkungen aus Syrien und Iran Herbeizuholen, beeinflußt werden können. Uns genügen die Tatsachen, daß die Truppen Rommels jenseits von Marsa Matruk den Feind verfolgen, und daß die umfangreiche Beute an Kriegsmaterial, die in Marsa Matruk in ihre Hände fiel, das Nachschubproblem erneut erleichtert hat. cir. vv. scst.
bei Sewastopol
- In Sie Sapun-stöhenstellungen eingebrochen
grads gescheitert und zu einer schweren Niederlage des Gegners geworden. Die größte Last dieser harten Kämpfe haben Infanterie und Pioniere getragen. Der Feind verlor nach den bisherigen Feststellungen 32 759 Gefangene, 649 Geschütze, 171 Panzerkampfwagen, ^964 Maschinengewehre. Granatwerfer und Maschinenpistolen sowie zahlreiches sonstiges Kriegsgerät. Die blutigen Verluste des Feindes übersteigen die Gefangenenzahl «m ein Vielfaches. Schwere Artillerie des Heeres nahm Jndustriewerke von Leningrad und den Schiffsverkehr in der Kronstädtcr Bucht unter wirksames Feuer. Im Gebiet von Murmansk warfen Kamps- und Sturzkampsverbände Bahnanlagen und Lagerhallen in Brand. Begleitende Jäger schössen 12 feindliche Flugzeuge ohne eigene Verluste ab.
In Nordasrika wurden britische Kräfte im Raum südlich Marsa Matruk erneut geschlagen und zum weiteren Rückzug nach Osten gezwungen. Dabei hatte der Feind schwere Verluste an Panzern. Das stark befestigte Maria Matruk wurde eingeschlossen, die Verfolgung des Feindes fortgesetzt. Verbände der deutschen und italienischen Luftwaffe führten wirksame Angriffe auf britische Verteidigungsstellungen und bombardierten feindliche Kolonnen auf dem Rückzug. Jagdsliegeroerbände schützten den Kampsraum über der Panzerarmee und schössen ohne eigene Verluste zehn feindliche Flugzeuge ab. Im Nachschubdienst nach nordafrikanischcn Häfen schössen Bordflakkommaudos der deutschen Kriegsmarine am 27. Juni sechs britische Bomber ab. Im Mittelmeer versenkte ein deutsches Unterseeboot vor Haifa einen Tanker und einen Frachter mit zusammen 5966 VRT. Auf Malta wuxdc in^ der letzten Nacht der Flugplatz Hätfar bombardiert. An der Südwestküste Englands warfen in der letzten Nacht stärkere Kampssliegerkräste zum Teil aus geringer Höhe eine große Zahl von Bomben schweren Kalibers und Tausende von Brandbomben auf kriegswichtige Anlagen."
lettischen schlagen tliurchill auf den Mund
Das erdrückende Zeugnis eines halben Jahres — Nommel-Siege erschlagen thurchills Prahlereien
Drahtbericht unserer Berliner Schriftleitnnz
ckr v scl>. Berlin, 29. Juni. Kein Staatsmann möchte wohl heute in der Haut Churchills stecken. Er ist jetzt, wie aus London berichtet wird, mit der Vorbereitung seiner Rede in der kommenden zweitägigen Unterhaussitzung beschäftigt, bei der er zum erstenmal seit der Regierungsbildung im Mai 1946 einem Mißtrauensantrag gegenüberstehen wird. Zwar wird dieser Mißtrauensantrag bisher nur von 18 Abgeordneten aller Parteien unterstützt, unter denen sich allerdings so gcfürchtete Debattenredner wie der ehemalige Kriegsminister Höre Belisha und Admiral Sir Roger Keyes befinden, aber sowohl zahlreiche Wochenendreden in England wie die nervösen und zornigen Betrachtungen im größten Teil der englischen Presse lassen doch ganz deutlich erkennen, daß die Unruhe und die Unzufriedenheit sehr viel weiter verbreitet ist, als es in der zahlenmäßig geringfügigen offene» Opposition des britischen Unterhauses zum Ausdruck kommt. Kein Zweifel, daß auch diesmal wieder die Parlamentsdebatte mit einer „überwältigenden Vertrauenskundgebung" für Cliurchill enden wird, wenn auch dahinter kein tatsächliches Vertrauen steht; denn wenn auch schließlich das Empire für England verloren gehen wird, so soll ihm doch offenbar Churchill unter allen Umständen bis zuletzt erhalten bleiben.
Dennoch ist, wie gesagt, Churchills Aufgabe im Augenblick alles andere eher als beneidenswert. In der gemeinsamen Kundgebung, die Roosevelt und Churchill nach Abschluß ihrer Washingtoner Besprechungen veröffentlicht haben, heißt es, daß heute das Gesamtbild für den Sieg günstiger sei als im August oder rm Dezember des vergangenen Jahres. Das nimmt auch in England und in den Vereinigten Staaten kein Mensch ernit wenn die beiden Sinaismünner ausdi'ün- lich Lügen strafen wollte, stellt die amerikanische Wochenzeitschrift „Time", allerdings in einer schon zurückliegenden Nummer, ausdrücklich fest, daß die alliierten Nationen heute militärisch viel schwächer seien als vor Vearl Harbour. Die Katastrophe von Pcarl Harbour fiel gerade in den Monat Dezember. Damals, so sagt
die „Time" weiter, habe Großbritannien vielleicht noch in begrenztem Umfang von einer Blockade Europas sprechen können. Heute hätten die Alliierten die Herrschaft über das Mittelmeer, den östlichen Teil des Indischen Ozeans und den Teil des Pazifik verloren, aus dem man bis dahin den für die Kriegführung äußerst wichtigen Eummibedarf habe decken können. Jetzt sei man so weit von den Meeren verdrängt worden, daß feindliche U-Boote an der Atlantikküste Amerikas operierten und in stets wachsendem Maße alliierten Schiffsraum versenkten. Von einer Blockade Europas sei nicht mehr viel zu spüren, sondern es scheine so, als würden heute die Alliierten in allen Teilen der Welt von den Achsenmächten blockiert. Soweit die.amerikanische Zeitschrift; aber Roosevelt und Churchill sagen: „Es geht uns jeden Tag besser und besser."
Und Afrika? Ueber dieses Thema hat das gemeinsame Kommunique der beiden verbrecherischen Bante- rotteure sich niit keinem Wort vernehmen lassen. Wir möchten aber doch der Wendung der Dinge vom Dezember vorigen Jahres bis heute etwas nachgehen. Im Dezember sprach Churchill prahlerisch vor dem amerikanischen Kongreß über die Offensive in Libyen. „Zum erstenmal können wir", so wollte er frohlocken, „dank dem amerikanischen Material den Feind mit gleichen Warfen schlagen. Wir lassen die Gegner die Macht der Waffen fühlen, mit denen sie Europa versklavt haben. General Auchinleck macht sich daran, sie vollständig zu vernichten. Ich habe allen Grund zur Sknnahme, daß er sein Ziel vollständig erreichen wird. Es ist mir ein großes Vergnügen, Ihnen den Beweis zu liefern, daß wir. wenn wir Waffen und eine geeignete Organisation besitzen, die Nationalsozialisten vollständig schlagen können." Und heute? Was. ist von diesem Beweis übriggeblieben? Heute, jammert der „Evening Standard", daß die Engländer in Afrika in keinem Augenblick dem Gegner die Offensive hätten entreißen können, daß Rom- mcl nicht nur verstehe. Siege zu erringen, sondern sie auch auszunutzen, daß jetzt erst der wirkliche Feldzug in Nordäfrika beginne, ebenso wie er an der Ostfront zu erwarten sei, sobald Sewastopol fallen sollte. Man zittert um Aegypten und macht sich wenig
Hoffnungen. Wenn man gleichzeitig zugibt, daß die Engländer in Afrika den größten Teil ihrer Panzerverbände verloren hätten, und daß es sehr schwer sei, mit Hilfe der noch vorhandenen Flugzeuge flüchtige Truppen zu schützen: aber Churchill bleibt dabei, daß die Lage für die Alliierten besser sei als im Dezember vergangenen Jahres.
Wenn das die Engländer selbst glauben würden, hätte der britische Arbeitsminister Bcvin, der- sich bei Churchill einen Stein im Brett erobern möchte.' sicher nicht die dringende Notwendigkeit empfunden, gegen die „elenden, schmutzigen Machenschaften" zu wettern, „bei denen versucht wird, die nationale Einigkeit zu zerstören, indem der Ministerpräsident gegen seine Mitarbeiter ausgespielt wird." In seiner Wut ging Bevin soweit, diese Machenschaften als „einfach iataniicki" zu bezeichnen. Wie sehen diese Machenschaften aus? Selbst der parlamentarische Sekretär des Ersten Lords der Admiralität, Lord Winster, sah sich in einer Rede zu der Forderung veranlaßt, daß Churchill wenigstens sein Amt als Verteidigungsminister aufgeben solle. Auch der „Daily Herold" haut in dieselbe Kerbe mit der Feststellung, daß die doppelte Bürde für Churchill als Premierminister und als Verteidigungsminister sinnlos sei; kein Zweifel also, daß sich die britische Oeigentlich- keit über das vollkommene Versagen Churchill- auf allen entscheidenden Gebieten der Kriegführunz weitgehend im klaren ist. daß sein blutiges La>en- t i> m als Stratege allgemein durchschaut wurde und daß niemand mehr seinen schwindelhasten Phrasen Glauben schenkt; aber man weiß auch. daß es einem öffentlichen Zugeständnis des Bgnkrotts schon iebr nahe käme. wenn man Churchill onfern wollte.
So bleibt man denn in steigender Verzweiflung aus den Weae» des sturen Amoklastles ,,nd meist stch keinen anderen Trost gts den, den der kkudienminister Amern gefunden bot. indem er den erbosten Sieg als S>n<>- Nnben sn-'strg"s,irrte: ,.D->r Sie" kann wie ein Dieb nr>er V-YY kommen " dem Mann der militärischen lSp»ioni>!e i» ieSsiennn i» es mnbl doch mnstricheinltcher l-gst er am lmllen Ton» im G'snr der ily^is-ntaten der Dreierpaktmächte in Erscheinung treten wird!
Die von Briten und Juden immer wieder entfachte Flüsterhetze hat sich oft genug mit den Städten besaßt, die unter den britischen Terrorangriffen zu leiden haben. Ueber die norddeutschen Städte , B r e m e n , Emden, Hamburg, Kiel, Lübeck, Rostock usw. sind durch die britische Agitation die unsinnigsten Gerüchte aufgebracht worden, denn eine derartige Lügenagitation hat nur das zum Ziel, was die jedem Völkerrecht hohnsprechenden Nachtangriffe aus die Zivilbevölkerung niemals erreichen werden: den Kampfwillen des deutschen Volkes zu untergraben.
Zynisch hat Churchill im britischen Unterhaus erklärt, die deutsche Zivilbevölkerung solle doch aus die Landstraßen vor die Städte gehen und zusehen, wie ihre Wohnungen verbrennen. Dann gebe es schon weniger Opfer. Er hat sich getäuscht! Er hat eins nicht in Rechnung gestellt: den eindeutigen Abwehrwillen und den opferbereiten Einsatz deutscher Menschen. Wenn die Wirtschaft unseres Gebietes und besonders die Wehrwirtschaft nicht oder nur geringfügig getroffen worden ist, wenn nach wie vor auch aus diesem Gebiet die Waffen an die Front gelangen, so ist das ein besonderes Verdienst der Bevölkerung, die trotz aller Terrorangriffe sich tatkräftig eingesetzt hat, bei jedem Angriff unerschrocken abwehren, retten und aufbauen hilft und nach dem Angriff wieder ruhig und entschlossen ihrer kriegswichtigen Arbeit nachgeht. Unzählig sind die Beweise. die das belegen und von einem vorbildlichen Geist der Bevölkerung sprechen. Diese Haltung ist nicht zuletzt bedingt durch das Vertrauen der Bevölkerung zur politischen Führung.
Daß bei all den britischen Terrorangriffen Opfer nicht ausbleiben, ist selbstverständlich. Daß die Zahlen dieser Opfer verhältnismäßig gering sind, macht sie für die Angehörigen dieser Opfer nicht leichter. Tragische Schicksale sind zu verzeichnen. Sie müssen getragen werden und werden es auch. Der persönliche Einsatz wird dadurch nicht gebrochen. Im Gegenteil: Alle sind härter geworden, und nicht Mutlosigkeit, sondern eine ungeheure Erbitterung gegen die britischen Terroristen beherrscht die Gemüter. Echter Frontgeist ist vieltausendfältig bewiesen worden, wenn Frauen, auch ältere, immer wieder im Bombenhagel gegen entstandene Brände vorgingen und diese mit ablöschen halfen. Noch eindrucksvoller sind Beispiele der tatkräftigen Hilfe für die Geschädigten. Jeder hat geholfen und zugegriffen, wo er nur konnte. Bei allen hieß es immer nur wieder: Das ist doch selbstverständlich ! Unsere Jungen an der Front haben es ja noch schwerer!
Die Bevölkerung unseres Gaues hat die Härte des Krieges zu spüren bekommen. Troßdem hat die Produktion kaum gelitten, obwohl Arbeiter und Angestellte selbst bombengeschädigt waren und leicht Gründe für ihr Fernbleiben von der Arbeit hätten finden können.
Bei Men-Angriffen auf Wohnvi.rtel deutscher Städte ' hat sich gezeigt - daß die Abwehrbereitschaft der Bevölkerung ausschlaggebend ist. Es ist bezeichnend^ daß zahllose Männer und Frauen nicht in die neuerrichteten -Luftschutzbauten gegangen sind, sondern in ihren Kellern blieben, um sofort löschen zu können, wenn Brandbomben fielen. Bei dieser Arbeit haben sich aber auch manche praktische Anwendungen ergeben. Restlose Luftschutzdisziplin ist unerläßlich! Verdunkelungsfehler können unabsehbare Schäden hervorrufen. Ebenso wichtig ist die Befolgung der sonstigen Anordnungen des Luftschutzes; es genügt beispielsweise nicht, wenn die Dachböden freigemacht werden. Auch die Höfe müssen entrümpelt werden. Hier sind oft die Ursachen für größere Brände zu suchen. Die Zahl der Brandwachen in den Büros und Kaufhäusern ist ebenfalls von Bedeutung. Keinesfalls dürfen, nur um den Vorschriften zu genügen, einzelne Personen als Brandwache gestellt werden. Es müßen schon einsatzbereite, unerschrockene Kräfte sein. Wichtig ist ferner die Bereitstellung von Sand und Wasser. Sand, Sand, immer wieder Sand ist die größte Erfordernis. Für jedes Zimmer sollten vier bis fünf große Tüten Sand bereitgestellt werden. Ebenso ist es mit Wasser. Wenn die Wasserleitung versagen sollte, muß auf die bereitgestellten Wasserstellen, Eimer, Wannen, Löschbrunnen, zurückgegriffen werden.
Die Unterbringung der Obdachlosen aus beschädigten und zerstörten Wohnungen hat sich meist leichter geregelt, als zunächst angenommen werden konnte. Die Nachbarschaftshilfe hat sich vorzüglich bewährt. Sofort nach jedem Bombcnsall waren auch Politische Leiter zur Stelle; die die Betroffenen zu den Auffangstcllen geleiteten, wo sie betreut wurden. Von hier aus kamen sie
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Deutsch-italienische Truppen habe» Marsa Matruk erstürmt.
Im östlichen Mittelmeer versenkte ein deutsches Unterseeboot feindliche Tanker und Frachter.
Vor Sewastopol sind wichtige Höhenstellunaen genommen worden.
Britische Fliegcrverbände erlitten beim Anfing an der nordfranzösischcn Küste starke Verluste.
Die finnische Presse würdigte den Empfang des Feldmarschalls Mannerhcim durch den Führer Ministerpräsident Sicbcrt sprach über die Aufgaben der Deutschen Akademie.
Arbeitsminister Seldte wurde gestern 66 Jahre alt. Der Ncichsgcsundheitssiihrcr gibt eine weitere Vereinheitlichung der Krebsbekämpfung bekannt.
Präses Karl Büllmcyer wurde in den Aussichtsrat der Hamburg-Süd wiedergewählt.