Ausgabe 
(27.6.1942) Nr. 174
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parteiamtliche Tageszeitung

Das Amtsblatt des Negierenden Bürgermeisters der Zreien fjansestadl vremen

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der Nationalsozialisten Vremens

flmiliches verkündungsbiatt ües Neichsstattstaiters in Oldenburg und Vremen

Nr. 174 / 12. Jahrgang

Sonnabend, 27. Juni 1942

kinzelpreis 15 Npf.

52 bomber bei lerrorangriff abgeschossen

Sei der Vernichtung feindlicher Kräfte südöstlich tstarkow über 20 000 Sefangene

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Neue kjölfenftettungen bei Sewastopol genommen

Aus d.em F-ührerhauptquartier, 28. Juni. Das Oberkommando der Wehrmacht gibt bekannt:Im Ostteil des Festungsgebietes von Sewastopol nah­men deutsche und rumänische Truppen nach hartem Kamps in schwierigem Gelände mehrere stark aus­gebaute Höhenstellungen. Im Raum süd ostwärts Charkow sührte der umfassende Angriff deutscher und rumänischer Truppen, wirksam unterstützt durch Verbände der Luftwaffe, zur Einschließung und Ver­nichtung feindlicher Kräfte. Im Verlauf der für den Feind besonders verlustreichen Kämpfe wurden 21827 Gefangene eingebracht und über 1VV Panzer, 258 Ge­schütze und grotze Mengen an Infanteriewaffen, Kraft­fahrzeugen und Kriegsgeriit aller Art erbeutet oder vernichtet. Im rückwärtigen Gebiet des mittleren Frontabschnitts warfen Truppen einer Infanterie- Division den Feind bei örtlichen Kampfhandlungen aus Feldstellungen, nahmen dabei 118 Bunker und brachten zahlreiche Beute ein. Gegenangriffe des Feindes schei­terten. An der Wolchow-Front wurde die einge­schlossene feindliche Kräftegruppe durch erfolgreichen Angriff in einzelne Gruppen zersprengt. Ihre Ver­nichtung ist im Gange. Bei bewaffneter Aufklärung im Finnischen Meerbusen versenkte die Luftwaffe ein feind­liches Unterseeboot und beschädigte zwei kleinere Fracht­schiffe durch Bombenwurf. Nachtangriffe der Luftwaffe richteten sich gegen Rüstungswerke an der oberen und mittleren Wolga sowie Eisenbahnziele im Raum um Moskau. In der Zeit von, 14. bis 22. Juni verlor die Sowjet-Luftwaffe 488 Flugzeuge, davon wurden 375 in Luftkämpsen, 63 durch Flak-Artillerie und neun durch Verbände des Heeres vernichtet, die übrigen am Boden zerstört. Während der gleichen Zeit gingen an der Ost­front 42 eigene Flugzeuge verloren. In Nordasrita befinden sich die deutsch-italienischen Truppen im weiteren Angriff nach Osten.

In der vergangenen Nacht führte die britische Luft­waffe Angriffe auf mehrere Orte des nordwestdeutschen Küstengebietes, besonders auf die Stadt Vremen. Die Bevölkerung hatte Verluste. Brandbomben richteten vor allem in Wohnvierteln und öffentlichen Gebäuden Schaden an. Nachtjäger, Flak-Artillerie und Marine-

Neuer MlerkreurtrSger

Berlin, 26. Juli. Der Führer verlieh das Ritter­kreuz des Eisernen Kreuzes an Oberfeldwebel Stotz, Flugzeugführer in einem Jagdgeschwader.

Ritterkreuzträger gefallen. Im Osten fiel Major I. <8. Friedrich Beckh. der sich als Kommodore eines Lagdgeschwaders an der Ostfront das Ritterkreuz des Eisernen Kreuzes erworben hatte.

Artillerie schössen 52 der angreifenden Bomber ab. Oberleutnant Becker erzielte seinen 25. Nachtjagdsieg. Ein kroatischer Jagdverband unter Führung des Oberst­leutnants Dzal errang an der Ostfront seinen 58. Luft­steg. Ein Flak-Regiment erzielte während der Offensive in Nordafrika in der Zeit vom 26. Mai bis 18. Juni folgende Gesamterfolge: 285 feindliche Panzer, 18 Pan­zerspähwagen und 26 Flugzeuge wurden abgeschossen, 38 Geschütze, 33 Maschinengewehre, 21 Panzerabwehr- geschütze und 188 Kraftfahrzeuge wurden vernichtet, 8 Batterien zum Schweigen gebracht, zahlreiche Last­kraftwagen beschädigt sowie viele Bunker und Wider­standsnester außer Gefecht gesetzt."

Deutsche Kampfflugzeuge bombardierten in der Nacht vom 24. zum 25. Juni die Industrieanlagen von Bir­mingham. Trotz starker Abwehr durch britische Nacht­jäger und schwere Flakartillerie drangen die deutschen Kampfflugzeuge bis über das Rüstungszentrum in den Midlanbs vor. Pausenlos schlugen kurz nach Mitternacht eine Stunde lang Bomben schweren Kalibers in die Werke von Birmingham ein. Deutsche Aufklärer stellten fest, dah der heftige nächtliche Luftangriff wirksame Zer­störungen in zahlreichen militärischen Werkanlagen her­vorgerufen hat. Das britische Rüstungspotential wurde damit an einer seiner wichtigsten Produktionsstätten er­neut empfindlich getroffen.

kupjansk und Isjum In deutscher stand

Vor volle krfolg der flngrlffsunternelMungen siidoftwSrls llfarkow

Berlin, 25. Juni. Wie das Oberkommando der Wehrmacht mitteilt, brachte im Raume siidostwärts Charkow die zur Frontverkürzung angesetzte Angrisfs- unternehmung den deutschen und rumänischen Truppen einen vollen Erfolg. In den Morgenstunden des 28. Juni traten die verbündeten Truppen zu einem umfassenden Angriff gegen die feindlichen, besonders in der letzten Zeit stark ausgebauten Stellungen an. Schon am ersten Tage wurde der Donez an mehreren Stellen mit starken Kräften überschritten, »nd der überraschte Feind ge­worfen. An den folgenden Tagen brachen die Angriffs­truppen den sich vorübergehend versteifenden feindlichen Widerstand. Zahlreiche Drahthindernisse, Minenfelder und eingebaute Panzer muhten kämpfend überwunden werden, bis die Vruckenkämpse über den Donez durch vorwärtsstürmende Vorausabteilungen gebildet waren und die Pioniere trotz starken feindlichen Störnngsfeuers ihre Kriegsbriicken für die folgenden Angrisfstruppen gebaut hatten.

Der weitere Angriff war durch anhaltende Regen­güsse, die das Gelände und die Strahen tief aufgeweicht hatten, außerordentlich erschwert, aber dennoch wurden mehrere stark ausgebaute Stellungen sowie ein breiter Panzergraben überwunden. Die Stärke der feindlichen Befestigungen zeigt die Tatsache, dah die Pioniere einer Angriffsgruppe an einem einzigen Tage allein in ihrem Abschnitt 1 500 Minen und 15 eingebaute Flammenwerfer unschädlich machen muhten. Die Städte Kupjansk und Isjum fielen nach erbitterten Strahenkämpfen in die Hände der verbündeten Trup­pen. Bis zuletzt versuchte der Feind in zahlreichen von Artillerie, Panzern und Granatwerfern unterstützten Gegenangriffen die immer drohender werdende Gefahr der Umfassung abzuwehren. Als er schließlich die Zwecklosigkeit seiner Vorstöße erkannte, suchte er sich durch eiligen Rückzug nach Osten der Einkesselung zu entziehen und durch hartnäckige Nachhutgefechte das Fortschreiten des Angriffs aufzuhalten. Nur geringe

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Teile der Sowjets vermochten noch zu entkommen. Der Ring um die eingeschlossenen Kräftegruppen war end- gültig geschlossen.

In weiteren ^ Angriffen evurben die eivgelesfcitt-n Bolschowisten in mehrere Einizölgruppen aufgespalten. Der Wider-stand des Feindes wurde gebrochen und die bolschewistischen Truppen schließlich in erbitterten Wald­gefechten vernichtet oder gefangen Zu den im Bericht des Oberkommandos der Wehrmacht vom Freitag ge­nannten Gefangenen- und Bente-zahlen treten noch die sehr großen blutigen Verluste des Feindes hinzu, die ihm bei vergeblichen Gegenstößen und Ausbruchsver­suchen durch das zusammengefaßte Feuer aller Waffen -zugefügt wurden. In den fölgeuden Tagen wurde das gewonnene Gebiet mit seinen dichten Wäldern plan­mäßig nach Verborgenen und versprengten Truppen durchsucht und gesäubert, wobei wettere große Beute gemacht wurde.

England bpfer seiner eigenen Vummlieii

Sie »Man; mit dem Bolschewismus kine Warnung des portugiesischen Staatspräsidenten

Drahtbericht unserer Berliner Schriftlcitnng

Sr. soll. Berlin, 26. Juni. Nach der erwarteten Selbstverständlichkeit des jämmerlichen und durchsichtigen formalen Dementis, das London der Veröffentlichung des britisch-sowjetischen Eeheimvertrages entgegen­gestellt hat, ist man drüben wieder in Schweigen zurück­gefallen. Die Engländer machen überhaupt nicht den Versuch einer sachlichen Widerlegung, sie wissen kein ein­ziges echtes Argument in dem Sinne anzuführen, daß die Zustimmung zu den bekannten Plänen und Zielen des Sowjetimperialismus nicht auf der Linie der eige­nen grundsätzlichen Politik liegen könne. Es ist schon so, wie es eine neutrale Zeitung als ihre Erkenntnis nach den jüngsten Enthüllungen zum Ausdruck brachte, daß Englands Machtposition so gründlich geschwächt ist» dah es den Sowjets Europa auch mit Einschluh der Pyre- näenhalbinsel zugesagt haben würde, wenn Moskau jetzt dieses Verlangen gestellt hätte.

Kein Wunder, wenn amgesichts dieser klaren Sachlage die wachsende Beunruhigung sich auch in den Bereichen Unseres Erdteils bemerkbar macht, die sich gang bewußt und mit Cn-tfaliu-ng aller Energie auf der Linie einer strengen Nentraliiat aus dem Kampf der beiden Kriegs­parteien heraushalten wollen. Dieser Tage hat der por­tugiesische Ministerpräsident Dr. Salazar eine Rede gehalten, die aus allen Sendern des Landes und seiner Kolonien übertragen wurde. Demi hervorragenden por­tugiesischen Staatsmann werden die Engländer «m wenigsten, vorwerfen können, daß er nicht schon Opfer für die Aufrechterhaltung der Neutralität gebracht habe. Salazar selbst konnte darauf hinweisen, welche Schwie­rigkeiten die brutale und verständnislose britische Blockadepolitik für Portugal zur Folge gehabt hat. Von dem Zwischenfall auf Timor sprach er überhaupt nicht Aber selbst der Repräsentant einer unbedingten und ' strengsten Neutralitätspolitik sieht sich in dieser Stunde gezwungen, der ablehnenden gesamteuropäischen Reaktion auf die englische Bereitschaft zum Verrat des Abendlandes an den Bolschewismus sehr klar und ein­deutig Ausdruck zu geben. Salazar sprach van derun­weigerlichen V e r w'i r run g d e r Eeister, die durch die anglo-sowjetische Allianz hervorgerufen wurde", und verweist weiterauf die schmerzliche Beunruhigung, die sich allerorts, selbst im Schoße der sogenannten alliier­ten Nationen, angesichts der Solidarität der englischen und amerikanischen Demokratie mit der Sowjetregierung bemerkbar macht." Salazar nennt die Frage, die sich hier auftut, das vielleicht beängstigendste Problem un­serer Zeit.

Der Führer hat den Briten einmal die Warnung zu­gerufen, daß, wenn der Bolschewismus sich überhaupt in Europa ausbreiten könnte, auf keinem Fall Deutschland, sondern viel eher England ihm zum Opfer fallen würde. Jetzt müssen die Briten es aus dem Munde eines neu­tralen Staatsmannes vernehmen, daß sie eine gefährliche Vogel-Strauß-Politik betreiben, wenn sie sich als gefeit gegenüber der Ansteckungsgefahr des Bolschewismus be­trachten. Salazar sprach von deranmaßenden und höchst gefährlichen Überheblichkeit", in der das englische Volk vor der Unordnung und dem wirtschaftlichen und sozialen Kampf immun zu sein glaube, der mehr oder minder ganz Europa nach dem letzten Krieg bis zur spanischen Tra­gödie angesteckt habe. Gerade dieser Hinweis auf den spanischen Bürgerkrieg kennzeichnet die Leichtfertigkeit des britischen Spiels mit dem Feuer, das längst in allen Ecken des englischen Hauses glimmt, ohne daß die Be­wohner es merken wollen. Man hat es hinnehmen müssen, daß der Sowjetbotschafter Kurse für englische Lehrer eingerichtet hat, also heute die kommunistische Lehre in England mit amtlicher Zustimmung verbreitet. Ganz all­gemein ist der Widerstand gegen die kommunistische Agi­tation in der englischen Öffentlichkeit immer schwächer geworden, nachdem selbst der Erzbischof von Lanterbury den Bolschewismus als salonfähig bezeichnet hat. Ja nicht einmal englische Offiziere wagen es heute noch offen herauszusagen, daß kommunistische Schriften die Moral im britischen Heere untergraben. Ganz ähnlich

Slesler verlrikl Sauleiler Wagner

Berlin, 26. Juni. Die Reichs-Pressestelle der NS- DAP. gibt bekannt: Der bayerische Staatsminister und Gauleiter Adolf Wagner in München ist erkrankt. Da bis zu seiner Wiederherstellung voraussichtlich längere Zeit vergehen wird, hat der Führer den Gau­leiter des Gaues Westfalen-Süd, Paul Giesler, mit der Vertretungsweisen Führung der Geschäfte des Gau­leiters des Gaues München-Oberbayern sowie des baye­rischen Staatsministers des Innern und des bayerischen Staatsministers für Unterricht und Kultus beauftragt. Ferner hat Reichsmarschall Göring als Vorsitzender des Mintsterrates für die Reichsverteidigung Gauleiter Giesler mit der Führung der Geschäfte des Reichs- verteidrgungskommissars für die Wehrkreise VII und XIII beauftragt.

verläuft die Entwicklung in den Vereinigten Staaten, wo der Dies-Ausschütz seine frühere Tätigkeit gegen den Kommunismus völlig eingestellt hat.

Ganz klar erkennt heute das Europa der verjüng­ten und staatsrechtlich wie sozial erneuerten Völker auch das sprach Salazar deutlich aus, dah die innere Morschheit der Demokratien und ihrer Aus­schweifungen sie in besonderer Weise aufnahmefähig für den bolschewistischen Bazillus gemacht hat und dah die Völker, die in diesen innerlich erschöpften Staats­formen leben, es schon gar nicht mehr zu erkennen vermögen, wenn sie aus der schiefen Ebene abwärts gleiten.

. Jrgenwie wirkte es-noch naiv, als Cripps vor einigen Monaten wörtlich folgendes- schrieb:-Die "Sowjets wollen sich nicht in die inneren Angelegenheiten der anderen Länder einmischen, das hat Stalin mir persön­lich gesagt. Sie verlassen sich auf die Vorzüge ihres Systems und wollen in anderen nur den Wunsch erzeu­gen, seiner Segnungen teilhaftig zu werden." Cripps ist offenbar nicht bewußt gewesen, dah er mit der Ueber- mittlung dieser Worte des höchsten Repräsentanten des Bolschewismus sich zum Kronzeugen für dessen unver­änderten weltrevolutionären Willen machte. Wie die noch einigermaßen harmlos klingende Erklärung Sta­lins in die politische Praxis übersetzt wird, das weih die ganze Welt nach den Ereignissen in Finnland, in den baltischen Ländern usw. DerObserver" gab sogar einmal die Anregung, dasbekannte Talent der Bolsche­wiken zur Revolutionierung der Völker" in den von Deutschland besetzten Gebieten nutzbar zu machen, um diese zum Aufstand zu treiben. Die anmaßende Dumm­heit und Verzweiflung, die aus solchen Eedankengüngen spricht, wirken geradezu erschütternd, zumal sie von einem höchst gewissenlosen Opportunitätsgeist gegen die ursprüngliche basiere Einsicht bestimmt werden, «schließ­lich war es doch Churchill selbst, der vor mehr als einem Jahrzehnt sagte, dah er als Italiener selbstver­ständlich auch im Kampf gegen den Bolschewismus ge­standen haben würde.

Auch das weih heute ganz Europa und das wurde ebenfalls von dem portugiesischen Staatspräsidenten aus­gesprochen dah die Siegermächte von.1918 selbst die wirtschaftliche und soziale Unordnung geschaffen haben, die dem Kommunismus die Wege ebnen muhte. Europa kann nur wieder gesunden auf der Grundlage einer neuen national und sozial bestimmten natürlichen und gerechten Ordnung, , deren Vorkämpfer der National­sozialismus und der Faschismus find, .

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Brennende Wohnhäuser sind keine zweite Front

Vremen, 26. Juni. Die britischen Bomber, die in der vergangenen Nacht den Terror in das Land zwischen Weser und Ems und besonders nach Bremen trugen, und unsere Hansestadt mit Brand- und Spreng­bomben überschütteten und vor allem Wohnviertel in Schutt unb Asche legten, waren nicht nur Träger der verbrecherischen Begriffswelt Englands, sondern direkte Botschafter der Nieberlagenstim- mung an der Themse. Der Schrei nach Initiative, die Wut über die erlittenen Rückschläge und den unaufhalt­samen Vormarsch Rommels, die Beschämung über das Versagen englischer Heerführer all diese Symptome der Krisenstimmung sollten selbst mit dem Risiko hoher Flugzeugverluste durch den Terrorangriff der britischen Luftwaffe überschattet werden. Die Wirkun­gen der Spreng- und Brandbomben sind sicherlich nicht geringer durch diese Beweggründe geworden, die er­littenen Verlust gewih nicht leichter zu tragen. Denn jedes Haus, das rn Flammen aufgeht, stellt einen ver­lorenen Wert dar, und jeder Mann, jede Frau und je­des Kind, die durch Bomben getroffen und unter ein­stürzenden Häusern verschüttet werden, fehlen an un­serer Seite, mögen nun Willkür, verbrecherischer Wahn­sinn oder Verzweiflung die Triebfedern des Terrors sein. Erfolge haben die Engländer jedoch mit dieser Art Kriegführung nicht.

Es war natürlich und bestätigt nur die 'geheimen Beweggründe des britischen Angriffs, wenn die Lon­doner Kommentatoren heute die Aktivität der englischen Luftwaffe als dasSymbol der Initiative" erklären, die England immer noch nicht verloren und die sich jetzt wieder am nächtlichen Himmel über Deutschland gezeigt habe. Es sind Reaktionen, wie sie immer vorgebracht wurden, wenn Terrorangriffe die britische Stimmung beruhigen und eine für Churchill gefährliche Krise aus der Welt schaffen sollten. Wie der Angriff auf Köln ja seine direkte Ursache in den deutschen Frühjahrs- erfolgen auf Kertsch hatte, so hat die Niederlage Auchin- lecks und der Vorstoß des deutschen Afrika-Korps in ägyptisches Gebiet den Nerv britischer Empfindsamkeit derartig getroffen, dah nur dieErfolgsmeldung" über ein durchgeführtes Bombardement deutscher Städte den sprichwörtlichen Mann auf der Straße in London etwas besänftigen konnte.

Der Londoner Nachrichtendienst hat sich denn auch gleich veranlaßt gesehen, den Verlustder52Flug- zeuge zuzugeben und gleichzeitig darauf hinzu­weisen:Der Verlust von 52 Flugzeugen bei dem An­griff auf Bremen ist der schwerste Verlust, den die bri­tische Luftwaffe bei Operationen in einer einzigen Nacht erlitten hat. Der nächste schwerste Verlust trat bei dem Angriff auf Köln ein, wo 44 Maschinen nicht mehr zurückkehrten." Im Verein mit diesem Hinweis sollen Behauptungen von angeblich tausend eingesetzten Bom­benflugzeugen gegenüber der englischen und amerikani­schen Öffentlichkeit die Wirkung dieses echt Lhurchill- schenEegenschlages" noch verstärken. Schon heute weisen die Londoner Kommentare darauf hin, daß Churchill von Washington aus persönlich den Befehl zu diesem Luftangriff gegeben hat, daß er seine Bomber in den Tod fliegen ließ, weil die militärische und politische Situation gebieterisch einEntlastungsmanöver" for­derte.

Nach der Wiederaufnahme der Thnrchillschen Terror- Praxis haben ernsthafte englische Mtlitärbeobachter viel­fach zu dem Wert der englischen Luftangriffe Stellung genommen. Im Unterhaus, in derTimes" und im Londoner Rundfunk sind dabei Urteile gefällt worden, die zeigen, daß selbst in England kein militärisch auch nur wenig gebildeter Beobachter sich Illusionen darüber hingibt, durch Bombardements deutscher Städte könnten etwa der Widerstandsgeist der deutschen Bevölkerung, der Nachschub für die Ostfront oder die Kriegslwge in NSüdafrika auch nur im geringsten beeinflußt werden. Von Major Hastings und Liddle Hart angefangen bis zu dem unbekannten Sprecher im Londoner Nachrichten­dienst haben alle Militärkritiker in diesen Wochen die Wahrheit ausgesprochen, daß die Zerstörung deutscher Städte keinerlei Einfluß auf die entscheidenden Kriegs­ereignisse haben könne. Lord Beaverbrook, der eifrige Verfechter einer Invasion auf dem Kontinent, sagte noch in seiner letzten Rebe, es müsse als Unsinn bezeichnet »iii»imimiimi»ii»imi»iiimni»imim»ii»iinii»»mmimm»imnmmmima

Siidostwärts Charkow wurden bei der Vernichtung feindlicher Kräfte über 28 888 Gefangene einge­bracht, Kupjansk und Isjum genommen.

Bei Sewastopol konnten unsere Truppen neue Höhenstellungen nehmen.

In Aegypten ging der Angriff der deutsch-italieni­schen Truppen mit 28 Stundenkilometer-Eeschwin- digkeit vorwärts. .

Der portugiesische Ministerpräsident brachte in einer Rede die europäische Solidarität gegen den Bol­schewismus zum Ausdruck.

Die Briten verloren bei ihrem jüngsten Terror­angriff auf Vremen und Nordwestdeutschland 52 Bomber.

Für den erkrankten bayerischen Staatsminister und Gauleiter Adolf Wagner hat der Führer Gauleiter Giesler mit der Führung der Geschäfte beauftragt.

Der Lohnabzug für die Sozialversicherung wurde wesentlich vereinfacht.

Leitende NSV.-Mitarbeiter aus Danzig-West-

preuhen besichtigten NSV.-Einrichtungen im Gau Weser-Ems.