Ausgabe 
(25.6.1942) Nr. 172
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der Nationalsozialisten Vremens

sämtliches verkündungsblatt des Neichsstatchalters in Oldenburg und Vremen

Nr. 1?2 , 12. Jahrgang

Donnerstag, 2S. Juni 1S42

Linzelpreis 15 Npf.

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kln Veitrag für die veratung thurchills mit Naasevelt: erneut 102000 VM. vernichtet

starte Kämpfe im Naum von Sewastopol

Aus dem Führerhauptquartier, 24. Juni. Das Oberkommando der Wehrmacht gibt bekannt:Im Nordteil der Festung Sewastopol wurden die auf der äußersten Landzunge nördlich der Sewernaja-Bucht noch Widerstand leistenden Teile des Feindes vernichtet. Im Osten der Festungsfront durchstiegen deutsche und rumänische Truppen in zerklüftetem und unwegsamem Wald- und Vuschgelände stark ausgebaute und zäh ver­teidigte feindliche Stellungen und nahmen weitere Be­festigungsanlagen. Die Luftwaffe führte zusammen­gefaßte Angriffe von Kampsfliegerkräften gegen Feld- «nd Artilleriestellungen durch. Die Verluste des Fein­des im Kamps um Sewastopol betragen in der Zeit vom 7. bis 22. Juni 11 ÜÜS Gefangene und 158 Geschütze. In harten Einzellämpfen wurden 2014 Erd- und Beton­bunker genommen und 65 254 Minen ausgebaut. Im mittleren Abschnitt der Ostfront wurden im rück­wärtigen Gebiet die Säuberungsaktionen gegen bolsche­wistische Banden erfolgreich fortgesetzt. An der Wol- chow-Fron t wurde der Ring um die eingeschlossene feindliche Kräftegruppe trotz schwierigster Geländever­hältnisse in zähen Kämpfen weiter verengt. Erneute Ent­setzungsversuche des Gegners scheiterten. Im Finni­schen Meerbusen versenkten leichte Kampfflugzeuge ein sowjetrussisches Schnellboot. Ueber Murmansk schössen deutsche Jäger elf feindliche Flugzeug« ab. In Nord­afrika ist die Zahl der in der Festung Tobruk ein­gebrachten Gefangenen auf 33 000 Mann gestiegen. An der ägyptischen Grenze örtliche Kämpfe. Aus Malta wurde die Bombardierung von Flugstützpunkten in der letzten Nacht mit guter Wirkung fortgesetzt. Wie durch Sondermeldung bekanntgegeben, versenkten deut­sche Unterseeboote aus geschützten Eeleitzügen im Atlan­tik und in den von der amerikanischen Marine stark ge­sicherten Küstengewässern Nord- und Mittelamerikas 20 feindliche Handelsschiffe mit 102 000 BRT. und einen Bewacher. Vier weitere Schiffe wurden durch Torpedo­treffer schwer beschädigt. An der Nordseeküste schoß ein Hafenschutzboot ein britisches Kampfflugzeug ab. Bei Borstößen britischer Bomber jn das französische und belgische Küstengebiet verlor der Feind am Tage und bei Nacht neun Flugzeuge. Oberleutnant Schö- nert errang über der Deutschen Bucht seinen 18. und 20. Nachtjagdsieg. Der Matrosengesreite Ludwig hat sich an Bord eines Minensuchbootes im Kampf gegen britische Kanonenschnellboote besonders ausgezeichnet."

Zu dem neuesten Erfolg der deutschen U-Boote drahtet urkjere Berliner Schriftleitung: Die Torpedos der

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deutschen U-Boote, abgefeuert gegen stark geschützte Ge­leitzüge im Atlantik und gegen Roosevelts Schiffe vor den nord- und südamerikanischen Küsten, haben mit ihrer neuesten Jagdstrecke von einundzwanzig alliierten Schiffen nicht nur den Schiffsraum Englands und Nord­amerikas um 102 000 BRT. zusammenschrumpfen, sie haben nicht nur die Juniversenkungskurve weiterhin in überragende Höhen hochschnellen lasten, sie zogen im Verein mit den japanischen und italienischen Aktionen nicht nur den Ring um die feindlichen Schiffahrtswege auf allen Weltmeeren enger, nein, sie haben auch die ersten optimistischen Knöspchen der alliierten Agitation auf den Trümmern der Tobruk-Niederlage rücksichtslos geknickt und dem warnenden Blick des englischen Publikums von Libyen nach Washington und dem Be- sprechungszimmer Churchills einen drohenderen Aus­druck gegeben.

Vie Schwerter kür stauplmam, Sollod

Berlin, 24. Juni. Der Führer hat Hauptmann Eoll ob, Kommodore eines Jagdgeschwaders, das Eichenlaub mit Schwertern zum Ritterkreuz des Eisernen Kreuzes verliehen und ihm folgendes Schreiben über­mittelt:Im Ansehen Ihres immer bewährten Helden­tums verleihe ich Jhnen anläßlich Ihres 101. Luftsieges als 13. Soldaten der Deutschen Wehrmacht das Eichen­laub mit Schwertern zum Ritterkreuz des Eisernen Kreuzes, gez. Adolf Hitler."

Der Oberbefehlshaber der Luftwaffe, Reichsmarschall Eöring, richtete an Hauptmann Gollob folgendes Schrei­ben:Lieber Gollob! Ihre hervorragenden Kämpfer« erfolge als Jagdflieger hat der Führer durch Verleihung der hohen Tapserkeitsauszeichnung gewürdigt. Ich be­glückwünsche Sie, meinen tapferen Kommodore, spreche Ihnen stolz und dankbar für Ihren stets vorbildlichen, heldenhaften Einsatz meine besondere Anerkennung aus. Soldaten und Flieger wie Sie find Wegbereiter des Endsieges unserer Waffen, gez. Eöring."

Hauptmann Kordon Gollob wurde am 16. Juni 1912 in Wien geboren. 1933 trat er in das damalige österreichische Bundesheer ein. Nach dem Anschluß der Ostmark wurde der Jagdflieger als Oberleutnant in die deutsche Luftwaffe übernommen. Während des Polen- Feldzuges kämpfte er in einem Zerstörergeschwader. Am 20. Juni 1940 übernahm Oberleutnant Gollob die Füh­rung einer Staffel und wurde im Januar 1941 zum Hauptmann befördert. Im Kampf gegen die Bolsche- wisten errang Hauptmann Gollob seine großen Erfolge. Am 18. September 1941 wurde-er. nach -seinem 34. Lust- steg mit dem Ritterkreuz des Eisernen Kreuzes ausge­zeichnet. Die Monate September und Oktober brachten

Reuter meldet «M« Erklärung des Sekretärs Roose- oslts, Stephan Early, der mit Nachdruck daraus him- weist, daß die Schiffsraumfrage bei der Bettelreise des britischen Premiers die hauptsächliche Desprechungs- arundlage bildet.Eine der wicht!asten Besprechungen", so sagte Early,findet noch statt. Roosevelt und Chur­chill werden mit den Admiralen King, Robinson, Sir Arthur Salier, Little. Darlings, Land, Vickers und Douglas sowie mit Beamten der Marinekommission be­raten. und zwar nicht nur während des heutigen Tages, sondern auch noch bis morgen in die frühen Stunden hinein." Die Besprechungen über die Schiffahrtsfrage sind nach Early so dringend und schwierig, daß Roosevelt sich nicht den Pressevertretern zu seinen üblichen Be­sprechungen stellte. Die neue deutsche Sondermeldung über die deutschen U-Boot-Erfolge aber werden den (Fortsetzung auf Seit« 2j

dem tapferen Jagdflieger fast täglich neue Luftsiege. In­nerhalb von 48 Stunden bezwäng er als Gruppenkom- mandeur am 18. und 19. Oktober vierzehn Gegner, da­mit hatte Hauptmann Gollob die stolze Zahl von 80 Abschüssen erreicht. Aus diesem Anlaß verlieh ihm der Führer am 26. Oktober 1941 das Eichenlaub zum Ritter­kreuz des Eisernen Kreuzes. Hauptmann Gollob, der den Männern seiner Gruppe stets ein Vorbild solda­tischer Pflichterfüllung war und ist, wurde wegen seiner Führereigenschaften, seiner großen fliegerischen und kämpferischen Erfahrung vor einiger Zeit Kommodore «ines Jagdgeschwaders. Nachdem er am 16. Mai seinen 83. und 85. Abschuß erzielt hatte, folgten im Laufe der nächsten vier Tage 14 weitere Luftsiege. Zwei Tage nach Vollendung seines 30. Lebensjahres konnte der hervorragende Offizier und Jagdflieger seinen 100. und 101. Luftsieg melden.

Neue klchenlaubteüger

Berlin, 24. Juni. Der Führer verlieh den Jagd­fliegern Oberleutnant Eeißhardt und Oberleutnant Setz als 101. und 102. Soldaten der Deutschen Wehr­macht das Eichenlaub zum Ritterkreuz des Eisernen Kreuzes mit folgendem Schreiben:In dankbarer Wür­digung Ihres heldenhaften Einsatzes im Kampf für die Zukunft unseres Volkes verleihe ich Jhnen das Eichen­laub zum Ritterkreuz des Eisernen Kreuzes.

gez. Adolf Hitler."

Der Führer verlieh das Ritterkreuz des Eisernen Kreuzes an Oberleutnant S ch r « p s^er:, Staffelkapi­tän irn einem Stürzkampfgefchwader und an Leutnant Otto Schulze, Kompanirführer in einem Infanterie- Regiment.

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Europa und der britisch-sowjetische Eeheimvertrag

är. v. seb. Berlin, 24. Juni. Ganz Europa hallt wider von einem einzigen lauten Aufschrei der maß­losen Empörung. Wenn man es auch weithin ahnte und bereits als Gewißheit empfand, daß England in der Katastrophenangst sich bereitgefunden hat. die ganze abendländische Kultur dem unersättlichen Bolschewis­mus in den Rachen zu werfen, so haben doch erst die nunmehr bekanntgewordenen Einzelheiten des Verrats das ganze Ausmaß der gespenstisch grauenvollen Dro­hung allen Völkern unseres Festlandes so plastisch zum Bewußtsein gebracht, daß überall das nachträglich schau­dernde Gefühl durchbricht, daß Europa so etwas wie einen Ritt über den vereisten Bodensee hinter sich hat. Der Erkenntnis kann sich jetzt niemand mehr entziehen, daß der ungeheuer schwere Entschluß eine unabweis­bare weltgeschichtliche Notwendigkeit war, den der ührer am 22. Juni des vergangenen Jcchres in die at umsetzte, daß die gewaltigen Schläge, die im vorigen Sommer und Herbst die geballte maßlose An­griffskraft des Bolschewismus zerschlugen und daß das unsagbare Heldentum der deutschen und verbündeten Truppen gegenüber den Gefahren des denkbar grau­samsten Winters eine europäische Katastrophe und darum schließlich eine Weltkatastrophe abgewendet haben, wie sie vor anderthalb Jahrtausenden auf den katalaunischen Feldern beschworen werden konnte.

Diese Katastrophendr-hung, diese tödliche Gefahr für die tragenden Kräfte und Völker der menschheittichen Entwicklung, für den ganzen europäischen Herd der abendländischen Kultur wollte daran muß aber mich für den lehren Europäer nach der Veröffentlichung des britisch-sowjetischen Geheimvertrages jeder Zweifel ge­schwunden sein England nicht nur in Kauf nehmen, es hat vielmehr selbst diesen Geist der Vernei­nung und Vernichtung gerufen, ohne sich die mögliche Katastrophe zu überlegen, die ein Gelingen des teuflischen Planes hätte zur Folge haben müssen, ohne in der Verblendung der Verzweiflung sich Rechen­schaft darüber abzulegen, daß in diesem Falls die Wellen der bolschewistischen Zerstörung nicht vor der Türe Englands haltgemacht haben würden.

Wenn wir heute mit so vollkommener Gelassenheit über die Tatsache des britisch-sowjetischen Geheimver­trages und des britischen Verrats sprechen können, so darum, weil wir wissen, daß das letzte Wort zu diesen Dingen die deutschen Waffen haben, daß sie bereits die Vorentscheidung fällen konnten. Für Deutschland be­deutet der Eeheimvertrag in keinem Punkte etwas Neues. Wir haben uns niemals einer Täuschung über das innerste Wesen des Bolschewismus hingegeben, mit dessen Existenz der Wille zur Weltrevolution zwangs­läufig verbunden sein muß, weil für ihn auf lange Sicht in der Beschränkung auf den eigenen Raum und auf das eigene Volk keine Zukunft denkbar ist.

Die Vermählung dieses weltreoolutionären Triebes mit dem alten moskowitischen Zarismus mußte zu jener Maßlosigkeit der Ansprüche führen, wie sie Molotow bei seinem Besuch in Berlin dem Führer vor­trug. Als Preis für einewirklich freundschaftliche Zu­sammenarbeit mit den Dreierpaktmächten", die selbstver­ständlich auch wieder , nur ein Betrugsmanöver zum Zweck des Zeitgewinns darstellen sollte, ließ Stalin durch seinen Abgesandten die deutsche Zustimmung zur Bolschewisierung des Nordens und des Südostens Euro­pas fordern. Er verlangte darüber hinaus schon damals ausdrücklich die freie Durchfahrt zur Nordsee und zum Mittelmeer und erklärte rundheraus, daß darauf be­zügliche deutsche Garantien nicht nur die Dardanellen, sondern auch das Kattegatt einschließen müßten, an dem sich die Sowjetunion nicht desinteressieren könne. Wenn Stalin damals uns gegenüber mit seinen Forderungen so geradezu verblüffend offenherzig und brutal auftrat, so war das offenbar in der irrtümlichen Auffassung be­gründet, daß Deutschland für eine trügerische Rucken- freiheit im Kampf zogen England jeden Preis zahlen würde. Er kam an die falsche Adresse, weil er das Kraft- bewußtsein, die Entschlußkraft und das gesamt­en r o p ä i's ch e V e rantwortungsbewußtsein desFührers völlig falsch eingeschätzt hatte.

So kam es zu der großen Wendung der Dinge.-dre- schließlich - dahin führte,.chast. Stalin-Herrn M'olotoV nach'London schickte, um von dieser Seite die Ga­rantien für die ungehinderte Bolschewisierung Europas

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Erneut schickten unsere U-Voote trotz verstärkten feindlichen Geleitschutzes 20 Schisse mit 102 000 BRT. aus den Meeresgrund; damit wurden im Juni bereits 641 000 BRT. versenkt.

Im Festungsbereich von Sewastopol sind harte Kämpfe im Gange; unsere Truppen konnten wei­tere stark ausgebaute Stellungen nehmen.

An der Wolchow-Front wurde der Ring um Feind- kräfte verengt.

Rommels Truppen find dem gehetzten Feind weiter auf den Fersen.

Hauptmann Gollob erhielt das Eichenlaub mit Schwertern zum Ritterkreuz.

In Weimar fand das erfolgreiche europäische Ju­gendtreffen seinen Abschluß.

Die italienischen Sprach- und Kulturkurse des Fascio in Bremen begingen die Feier des Schuljahr­schlusses 1841/42. ^ ^

Die am 7. Juni durchgeführte Haussammlung er­brachte ,m Vergleich zum Vorjahr wiederum ein wesentlich gesteigertes Ergebnis.

Kttomelerkoke Nauchwolken über Murmansk

Kar- und vakndoksanlagen in rrümmerdaufen verwandelt

Von Kriegsberichter tVilly ^.Itvater Bei einem Kampfgeschwader, 24. Juni spK.) Nach langen, regennaßen Tagen, an denen es durch die dich­testen Barackendecken tropfte, in denen unsere Besatzung immer wieder den von Bergen eingeengten Horizont nach einem Lichtschimmer absuchten, strahlte heute mor­gen wieder lachende Sonne über unserem Feld-Flug- Platz im hohen Norden.

Einsatz! Einsatz! . . .

So freuten sich die Besatzungen und sie wurden nicht enttäuscht. Kaum war der Befehl da und schon laufen die Kampfflieger in ihren Kombinationen zum Ee- fechtsstand, genau wurde alles besprochen, dann begann der Feindflug. Murmansk wird sich heute wundern. Und es hat sich gewundert. Die starke Flaksicherung kpnnt« den Ansturm unserer Ju 88, die mit einem Karlen Verband unter Jagdschutz angriffen, nicht aus­

halten. Sie wurde glatt durchbrochen. Genau nach dem Angriffsplan gingen die deutschen Flugzeuge in Wurf- position. Ein wahrer Regen von Bomben schweren Kalibers, eine Wolke von Brandbomben ergoß sich über die Stadt und vor allem ihrer kriegswichtigen An­lagen. Die Flak schoß Dazwischen, sie schoß gut. aber alte Murmansk-Flieger" wußten schon, wie sie ihr zu begegnen hatten. Haargenau lagen die Bomben im Ziel. Die Eiertrafen", was sie fanden: Kaianlagen, Bahnhof, Bahnanlagen, das bebaute Hafen- und Stadt­gebiet.

Jn das Wummern der Flakartillerie mischen sich nun die Detonationen der Bomben. Da bricht eine jähe Stichflamme? empor, dort lodert hell ein Brand auf. Das Krachen und Bersten der getroffenen Ziele flackert zu den angreifenden deutschen Flugzeugen empor. Be­sonders in den Kai- und Bahnhofsanlagen entstehen im Nu große Brände, die sich schnell ausbreiten. Au» Explo­

sionen wachsen Stichflammen und Rauchpilze empor. Ganze Häuserkomplexe verwandeln sich blitzschnell in einen riesigen Brandherd, dessen Rauchentwicklung halb Murmansk einhüllt. Ganze Stadtteile verschwinden un­ter den Wolken von Qualm. Und immer wieder schießen die Stichflammen daraus hervor, beleuchten grell die auf ein zwei Kilometer Höhe angewachsenen grauschwar­zen Rauchwolken. Als unsere Bomber längst wieder über finnischem Gebiet fliegen, sehen sie noch diesen dicken Schleier von Rauch und Qualm. Und neue Rauch­pilze stoßen immer und immer wieder darin hoch. Ein Beweis dafür, daß die Bombenwirkung außerordentlich nachhaltig gewesen ist. In den Vormittagsstunden des Dienstag hat die Kampfflugzeuggruppe wieder einen durchschlagenden Angriffserfolg erzielt. Murmansk wird diesen Dienstag vormittag nicht vergessen. Die Stadt erlebte einen der schwersten Angriffe, der je gegen das atlantische Tor der Sowjets geführt worden ist.

Nommel dem gesetzten seind auf den fersen

vie ersten flchsenfchiffe trafen im stofen von rodruk ein

Feuerkraft muß den Feind ni ederm eisen, der Entschluß­kraft ihrer Unterführer ist es zu verdanken, wenn in örtlichen Unternehmungen die Gesamt opevat tonen vor­wärts getrieben werden und sich das Bild zu einem großen Stege vollendet.

In Libyen haben motorisierte Pioniere, Artillerie und panzerbrechende Waffen bei ihrer Verfolgung des geschlagenen Feindes englische Kräftegruppen stellen und vernichten können. Das aber die Kämpfe bereits an der libysch-ägyptischen Grenze toben, «in Umstand, der in der englischen und amerikanischen Presse die Riederlagenstimmung um Tobruk noch um «in Viel­faches vermehrt, zeigt recht deutlich die Tiefenwirkung des von Rommel errungenen Erfolges. Die englischen militärischen Stellen sind in Kairo auf die Suche nach neuen Truppen gegangen. Nachdem sich ein handfester Krach zwischen den britischen und gaullistischen Streit­kräften entwickelt hat, sucht man vor allem die ägyptische Armee vor den lahmenden britischen Kriegskarren zu spannen. Der englische Botschafter und der Befehls­haber der englischen Truppen in Aegypten suchten beide gemeinsam den ägyptischen Ministerpräsidenten Nahas Pascha auf, um ihn um den aktiven Einsatz der ägypti­schen Truppen zu bitten. Weiter wurde der griechischen Emigrantenregierung befohlen, unverzüglich alle in Syrien, dem Lybanon und in Palästina lebenden grie­chischen Staatsbürgern bis zum 28. Lebensjahr sofort zum Wehrdienst auszuheben. Ob jedoch durch derartige Notmaßnahmen das drohende Unheil aufgehalten wer­den kann, muß mehr als fraglich erscheinen.

Drabtbcricht unserer Berliner Schriftleitung

b. Berlin, 24. Juni. Im Hafen von Tobruk sind die ersten Achsenschiffe eingelaufen, obwohl noch die Wracks zahlreicher versenkter englischer Schisse aus dem Hasen entfernt werden müssen. Rommels Truppen haben in breiter Front die Verfolgung des gehetzten Feindes an der libysch-ägyptischen Grenze fortgesetzt und den Kämpfen in Nordasrika den reinen Charakter einer Berfolgungsjchlacht gegeben. Die Nordfront Sewasto­pols vom sogenannten Nordkap bis zum Ende der Se­wernaja-Bucht ist feindfrei gefegt worden. Bom At­lantik aber kündeten unfere U-Boote einen neuen großen Erfolg. Sie haben bereits jetzt das Juni-Bersenlungs- ergebnis auf 641 000 BRT. herausgefchraubt. Das sind die militärischen Erfolge der deutschen Truppen in dieser Woche, die Churchills Washingtoner Gespräche zu einem alliierten Sieg führen sollten.

Wie im Atlantik und vor der Küste Nordamerikas liegt die Initiative überall auf Seiten der Dreierpakt­mächte. Im Kampf um Sewastopol haben die deutschen Truppen das gesamte Gebiet vor der Sewernajabucht vom Feinde freigelegt. Aber auch im Süden konnten die deutschen und rumänischen Verbände bei ihrem weiteren Vordringen weitere Befestigungsanlagen nehmen und dem Feind fühlbare Verluste zufügen. Der Kampf wird hier an Steilhängen, in unwegsamem Busch- und Wald- gelände geführt, wo die Natur einem Vorgehen in brei­ter Front hindernd im Wege steht. Die Hauptlast des Ganzen liegt auch hier wieder bei der Infanterie. Ihre