Ausgabe 
(22.6.1942) Nr. 169
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parteiamtliche Tageszeitung

Das Amtsblatt des Negierenden Viirgermeisters der Zreien fjansestadt vremen

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der Nationalsozialisten Vremens

flmiliches verkündungsblott des veichsstattkolters in Oldenburg und vremen

^ 7lr. 1KS / 12. Jahrgang

Montag, 22. Juni 1942

Linzetpreis 15 Npf.

/ varvia genommen

Neuerdings 25 000 vesangene in Libgen / fluch vir el 0obi besetzt / Unübersetzbare Kriegsbeute / Die vresche in der Südsront von Sewastopol erweitert

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Sowjet-Schnellboot vor Jalta vernichtend getroffen

Aus dem Führerhau ptguartier, 21. Juni. Das Hauptquartier der Wehrmacht gibt bekannt: „Im Nordteil der Festung Sewastopol siel am gestrigen Tage auch das Befestigungswerk Lenin. Damit sind sämtliche Forts der Nordsront von Sewastopol mit Ausnahme des Kiistensorts in deutscher Hand. Darunter die starken Werke Stalin, Maxim Eorki, Bastion Molo- tow, zahlreiche alte Forts und mehrere Artisteriewerke. In das vom Feind noch zäh verteidigte Küstenfort sind deutsche Truppen eingedrungen und stehen im harten Rahkampf um die vom Gegner noch gehaltenen Bunker. Im Südteil der Festungsfront schlugen deutsche und rumänische Truppen mehrere Angriffe ab und brachen im Gegenangriff das feindliche Stellungssystem weiter auf. Die Luftwaffe unterstützte auch gestern mit starken Kräften die Kämpfe um die Befestigungen und bom­bardierte Versorgungsanlagen in der Stadt sowie feind­liche Schiffe im Hasen. Ein Sowjetschnellboot wurde bei einem Vorstoß gegen den Schwarzmeerhasen Jalta durch Küstenartillerie so schwer beschädigt, daß mit seinem Berlust zu rechnen ist. Nachtangriffe der Luftwaffe auf Rostow riefen in mehreren Stadtteilen größere Brände hervor. An der übrigen Ostfront nur örtliche Kampftätigkeit.

Wie durch Sondermeldung bekanntgegeben, er-? stürmten deutsche und italienische Truppen unter dein Befehl des Generalobersten N o mm e l gestern den größ­ten Teil der stark ausgebauten Festung Tobruk. Dar­aufhin hat heute früh ein englischer Parlamentär bei einem italienischen Korpsstab die Uebergabe der Fe­stung angeboten. Stadt und Hasen sind besetzt. Bisher wurden über 25 üvü Gefangene, darunter mehrere Gene­rale, eingebracht und unübersehbare Mengen von Waf­fen, Kriegsmaterial und Vorräten erbeutet. In scharfer Verfolgung der geschlagenen Briten nach Osten wurden Bardia und Bir el Gobi genommen. Bei Vor­stößen zur Kanalkiiste verlor die britische Luftwaffe am gestrigen Tage neun Flugzeuge im Luftkauipf. Ein wei­terer britischer Jäger wurde durch Boote einer Fluß­flottille abgeschossen. Britische Flugzeuge führten bei

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Tage wirkungslose Störangrisfe im nordwestdeutschen Küsten- und Grenzgebiet durch. Bei Nachtangriffen bri­tischer Bomber aus die Stadt Emden entstanden Brandschäden vorwiegend in Wohnvierteln. Nachtjäger, Flak- und Marine-Artillerie schosjen zehn der angreifen­den Bomber ab. — Vor Sewastopol haben sich der Kom­mandeur einer Radfahr-Abteilung, Major Backe, sein Schwadronsches, Oberleutnant Kupsch, und der Chef einer Pionicrkompanie, Oberleutnant Stier, durch besondere Tapferkeit ausgezeichnet. Oberleutnant zur

Lippe-Weißenfeld errang in der letzten Nacht drei Luftsiege, Hauptmann Lent erzielte seinen 35. Nachtjagdabschuß. In der See- und Luftschlacht im Mit­telmeer bei der Zerschlagung der britischen Eeleitzüge zeichnete sich ein Sturzlampsgeschwader unter Führung des Majors Sigel, die Jagdstaffel des Hauptmanns Belser sowie die Besatzungen von zwei Kampfflug­zeugen mit den Kommandanten Gruppenkommandeur Major Linke und Oberleutnant Schulte besonders aus."

lobruk als strategische kntscheidung

Kein Vorn mehr in der deutschen flanke — krösteverkSltnis so günstig wie noch nie

^ Drabtbericht unserer Berliner Schriftleitung ür. v. sctr. Berlin, 21. Juni. Im April 1941 waren, als unsere Afrikatruppen die Sollum-Halfaja-Front jen­seits der ägyptischen Grenze erreicht hatten, die strategi­schen Voraussetzungen für ein weiteres Ausgreifen der Offensive Rommels noch keineswegs, wie es zunächst an­genommen wurde, geschaffen. Die Rückeroberung der Eyrenaika war nicht vollkommen, solange die starke Festung Tobruk vom Gegner gehalten werden konnte, solange mit ihr ein stets schmerzhafter Dorn in der deutschen Flanke verblieb. Die Engländer haben da­mals in Erkenntnis der entscheidenden Bedeutung von Tobruk alles darangesetzt, um diese Hafenfestung in ihrem Besitz zu erhalten.- Trotzdem die Versorgungs­schiffe unaufhörlich im Bombenhagel der deutschen Stu­kas lagen, trotzdem allmählich der Hafen von Tobruk zu einem Schiffsfriedhof wurde, setzten sie in ihren Be­mühungen nicht aus, und es gelang ihnen in der Tat, viele Monate hindurch bis zum Beginn der poinpösen und bombastisch im voraus mit Eiegeslorbeeren um­kränzten Novemberoffenfive, Tobruk zu halten und schließlich sogar zu entsetzen.

Man muß sich diese Tatsachen wieder vergegenwärti­gen, um zu erkennen, welche ganz besondere und viel­leicht entscheidende Bedeutung die Engländer selbst bis­her der Festung Tobruk im Hinblick aus die weiteren Entfaltungsmöglichkeiten einer Achsenoffensive beige­messen haben, und uin entsprechende Schlußfolgerungen gegenüber den sich heute schon andeutenden Versuchen der gegnerischen Agitation zu ziehen, Tobruk als eine Angelegenheit von .untergeordneter Bedeutung abzu­tun. Es sei, so erklärte das britische Oberkommando in Kairo vorbereitend und in der zu spät gekommenen Er­kenntnis, daß die Widerstandskraft Tobruks nicht aus­reichen würde, den Briten nichts an einem Prestigesieg gelegen, der nur ungeheure Materialmengen verschlin­gen und vielen Soldaten unnötig das Leben kosten würde. Schon seit Tagen wurde in der englischen Presse die Frage ersrtert, ob Tobruk die Opfer an Kriegs^ schissen und 'Handelstonnage wert sei, die man nach Neu bitteren Erfahrungen des vergangenen Jahres brin­gen müsse, wenn man diese Flankcnbedrohung des Fein­des unter allen Umständen aufrechterhalten wolle. Auch

in diesen Betrachtungen wird das Eingeständnis sicht­bar, daß England die frühere Herrschastsstellung im Mittelmeer vollkommen verloren hat und daß man Tobruk auch dann nicht versorgen könnte, wenn man zu äußersten Opfern bereit wäre. Die letzten Geleitzug­katastrophen im Mittelmeer, deren Ausmaß und Wir­kung man sich heute auch in England nicht mehr ver­hehlt, haben die letzten Illusionen zerrissen.

Es wurde zwar von den Engländern in den letzten Tagen über Tobruk vereinzelt auch noch großsprecherisch gefaselt. Der Londoner Rundfunk wollte seine Hörer so trösten, daß sich starke Kräfte der Armee Ritchies nach Tobruk zurückgezogen hätten, um die Garnison za ver­stärken und außerdem seien viele schwere Tanks und schwere Artillerie nach Tobruk gebracht worden, so daß es der Feind jetzt noch weniger leicht als bei der ersten Belagerung haben werde. All diese Verstärkungen an Truppen und Material befinden sich heute in unserer Hand, und wenn die Engländer sich darüber freuen soll­ten, daß aus dem Einschlietzungsring von Eazala noch Teile der gefährdeten Verbände nach Tobruk hätten entkommen können, so ist auch dieser Trost jetzt dahin. Was in zweimaligen Durchstößen der Truppen Rommels über die Via Valbia aus Meer westlich und östlich von Tobruk von der Armee Ritchies abgespalten wurde, schaltet jetzt endgültig aus dein Kampjpotential des Feindes aus. Die Gefangenenzahl seit Beginn der Offensive Rommels nähert sich jetzt schon 5ÜÜÜÜ, wäh­rend die Zahl der erbeuteten oder vernichteten Pan- zerkrastwagen inzwischen das erste Tausend überstiegen haben dürste. Die Briten selbst haben in den letzten Tagen in immer steigendem Maße bittere ^lage über die furchtbaren Panzerverluste geführt, offenbar auch darum, weil die Oessentlichkeit auf Grund der Ereig­nisse nicht ganz unvorbereitet auf das Kominende blei­ben sollte. 5Ü lwg Gefangene und rund Ivüll Panzer, dazu die sicher sehr hohe Zahl der als tot oder ver­wundet ausgefallenen Empiresoldaten: das ist unter Berücksichtigung der Kräfteverhältnisse im afrikanischen Krieg ein Aderlaß, der unabsehbare strategische Folgen nach ssich ziehen kann, zumal die Erkgländer selbst sogen, daß sie nicht misten, wie sie in der notwendigen kurzen Zeit Verstärkungen nach Aegypten bringen könnten.

ves Mrers Wchied von Wem treuen Kämpfer -Wolf lMnlein

flls drittem Deutschen die oberste Sluse des Deutschen Vrdens verlieben — Neichsminister Dr. Doebbels stielt die lraueransprache

>7« -in-r mürdiaen Trauer- Nun betritt der Führer den Saal. um ssinsm genossen und Kameraden Adolf kllbnlein eines Gekiibl«

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Nun betritt der Führer den Saal, um seinem toie-n Kameraden und Mitkämpfer die letzt« Ehre zu erweisen^ Adolf Hitler tritt vor den Katafalk und ehrt seinem alten Weggenossen, dem bewährten Gestalter und Führer des Nutionalsozialüsrischen Kraftfahrkoops, be­grüßt schweigend die Gattin und die andern Angehöri­gen Adolf Hllhnleims. Weihevolle Klänge erfüllen die

Halle Die Tranermmsik aus der ..Götterdämmerung"

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München, 21. Juni. In einer würdigen Trauer frier im Armee-Museum zu München ehrten am Sonn­tagnachmittag die Nationalsozialistische Bewegung und Großdeut chländ den dahingeschiedenen Rerchsleiter der NSDAP.. Korpssiihrer des NSKK., Generalmaior

Adolf Hiihnlcin. ^

An dem feierlichen Staatsakt nahm neben den An­gehörigen der Führer teil. der dem Verstorbe nen oi° drittem Deutschen die höchste deutsche Auszerch- «ung, die oberste Stufe des Deutschem Ord^s verlieh. Reichsminister Dr. Goebbels hielt die Ge­denkrede Die führenden Männer der National,o- zialistischen Bewegung. Reichslelter. Gauleiter, darunter unser Gauleiter Paul Wegener, da»

Fiihrerlorps des NSKK., namhafte Bkrtreter voy.

Wehrmacht und Staat, -er Krastfahrtindustrie und des Motorsports wohnten dem Trauerakt bei.

llm die Mittagsstunde hatten Männer des NSKK. und -er Wehrmacht aus Krafträdern die Lafette mit der sterblichen Hülle des Korps- führers zum Armee-Museum geleitet. Ernst uns feierlich lohten vor der lordeergeschmückieu ctromi ' des wuchtigen Baues auf Feuevtllrmen die ellam men zum Himmel. Ehrenformationen des N-.- KK mit -Spielmanns- und Musikzug — darunte, der 2-Zug des NSKK. Berlin. Männer der Ga-uleitung und Offiziere der Wehrmacht er­warteten Leu Toten, den nun Angehörige des NSKK unter -dumpfem Trommelwirbel aus ihre Schultern hoben und im Kuppelsaal des Armee- j Museums aufbahrten. Adolf Hühnlein, st eis ^ seinem innersten Wesen nach Soldat, war zu­rückgekehrt zu jenen Fahnen, unter denen er im vis stsrblicks ttlllis «iso llorprtlllirsro 6s, ASllll., llsickr- Weltkrieq seine deutsche Heimat verteidigt hatte. Isitsr, /l6o11 ttüknlsin, v,sr im 8snstorsn,asl 6s, Srsuner, Alte Siegeszeichen der Nationalsozialistischen ttsurss ru bckllncksn sutgsbskrt. (8ct>srl)

Bewegung zogen auf: Standarten des NSKK., der SA., der ss, Kreis- und Bannsahnen. Zwei Führer des NSKK. rrugen den prachtvollen Kranz des Führers heran, der aus roter Schleife den Namen

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„Adolf Hitler" trägt. Lorbeer und weiße Nelken leuch­teten daraus dem Toten entgegen.

Rerchsminister Dr. Gcebbels hatte inzwischen die Witwe und die Töchter Adolf Hühnleins am Tor des Armee-Museums empfangen und geleitete sie zu ihren Ehrenplätzen.

von Richard Wagner, vorgetragen vom Orchester der Bayerischen Ttaatsoper.

Dann nimmt Reichsminister Dr. Goebbels das Wort zu seiner Gedächtnisrede.

Mein Führer!

Verehrte Familie Hühnlein!

Parteigenossen und Parteigenossinnen!

Es gibt in dieser bewegenden Stunde niemanden unter uns, der sich an der Bahr« unseres verstorbene» Partei­

genossen und Kameraden Adolf Hühnlein eines Gefühls trauervoller Wehmut erwehren könnte. Wir haben in den vergangenen Wochen und Monaten zu ost Abschied genommen von alten Freunden und Mitkämpfern, die unsere Reihen verließen, um zur Armee der ewigen Deutschlandstreiter zurückzutreten, als daß wir die tiefe und erschütternde Tragik, die in einem so schmerzvollen Sterben und Abschicdnehmen gerade in dieser Zeit liegt, übersehen könnten. Die nächste Reihe um den Führer, die der Ersten und Unentwegten, beginnt sich langsam zu lichten. Persönlichkeit um Persönlichkeit aus der politischen Fiihrungsgruppe des Reiches und der Partei,

, die es am ehesten mit verdient hätten, den Tag unseres großen Sieges noch zu erleben, geht dahin.

Es ist, als fordere -er Tod auch- von den. alten Mitkämpfern den ihm gebührenden Tribut. Mit welcher Traurigkeit Las unser« Herzen erfüllt, können nur -ie> gauz verstehen, die in diesem Kresse Lu Hause sind, die jetzt schon zwei Jahrzehnte und länger Mann neben Mann hinter der Fahne unserer Revolution marschieren, die die treneste Garde des Führers darstellen mit ihm von klein auf begannen, an ihn glaubten, als. er noch ein einsamer Rufer in der Wüste war. dann über alle Schwierigkeiten und sich auftürmenden Hindernisse hin­weg ihm folgten, als er seine Partei zum innerpoli- ttschen Sieg führte, mis ihm die Revolution gewannen, das Reich eroberten, seinen grandiosen Aufstieg mit­erlebten und mit gestalteten, in den weltbewegenden Ereignissen unserer Zeit nur die Bestätigung ihres Glaubens fanden, beim Ausbruch des uns aufgezwun- genen Krieges die große, Bewährungsprobe unseres Volkes mutig und unbeirrt auf sich nähmen und jetzt, da wir für unser nationales Leben und alles, was uns lieb und teuer ist, kämpfen, nur noch die eine Bitte an das Schicksal haben, mit dabei sein zu dürfen in jener großen Stunde, da sich das erfüllen soll, wofür wir als unbekannt Männer und Kämpfer des Reiches einmal angetreten sind. Nur die werden die Tiefe der Tragik verstehen, die darin liegt, jetzt scheiden zu müssen aus einer Welt, deren Furchen wir umwarfen, worin wir unsere Saat streuten, und von der wir die beglückende Ernte erwarten.

Es hat selten in der Geschichte unseres Volkes Ge­meinschaften gegeben, deren Leben und Wirken so der (Fortsetzung auf Seit« 2)

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Ein Jahr Krieg im Osten — zum 22. Juni

Von llauptmann V/srnsr Ltsptrsn

Als vor einem Jahre der Führer sich mit seinem großen Appell an das deutsche Volk wandte, um es zur Abwehr der schwersten Gefahr, die jemals dem Reiche gedroht hatte, auszurufen, legte er Zeugnis ab von dem Ernst der Stunde: „Von schweren Sorgen bedrückt, zu monatelangem Schweigen verurteilt", konnte er nun endlich vor der ganzen Welt die Lage aufzeigen, die sich durch die bolschewistischen Angrisssvorbereitungen ent­wickelt hatte. Heute, ein Jahr später, wissen wir genau, mit welcher ungeheuren Streitmacht die Sowjets an ihrer gesamten Westgrenze aufmarschiert waren: Nicht weniger als 138 Schützen- und Kavälleriedioisionen, dazu 4Ü Panzer- und motorisierte Brigaden standen be­reit, sich auf die europäischen Nachbarn, auf Finnland, Ungarn und Rumänien, vor allem aber auf Deutschland zu stürzen. Die Masse dieser bolschewistischen offensiven Str-sitkräste war in den Räumen um Bialystok und um Lemberg versammelt, Gegenden, die Moskau 1939 in Besitz genommen hatte, um von hier aus zum Oberlauf der Oder und zum Stromgebiet der Weichsel vorstoßen zu können. Schon die ersten überraschenden deutschen Schläge enthüllten, wie akut die Gefahr gewesen war. Nur der plötzlich, mit überwältigender Stoßkraft aus­geführte deutsche Gegenangriff vom 22. Juni vermochte es noch zu verhindern, daß bolschewistische Millionen- Armeen sich nach Mitteleuropa hineinwälzten und dort die Kultur des Abendlandes auslöschten.

Als die Soldaten der deutschen Wehrmacht jenseits von Bug und Sän mit den bolschewistischen Formationen zusammenstießen, stellte es sich sehr rasch heraus, daß der Krieg im Osten einen anderen Charakter tragen würde, als ihn die Feldzüge in Polen, in Norwegen, in Frankreich oder auf dem Balkan aufgezeigt hatten. Jetzt trafen zwei Gegner aufeinander, die beide die offensive Führung des Kampfes in langjähriger Schu­lung als das allein richtige militärische Prinzip aus­gebildet hatten. Moskau hatt«, so sorgfältig es auch die Stalin-Linie hinter Dnjepr und Dnjestr für alle Fälle ausgestattet hatte, niemals wie Paris einen „Ma- ginotkomplex" im seinen Soldaten großgezogen; es rech­nete vielmehr darauf, den Kampf mit stärkster Initiative osfensiv führen zu können. Zu diesem Zwecke hatte es auch den Panzern und der Luftwaffe sesne ganz beson­dere Aufmerksamkeit zugewandt. Die Ausstattung der bolschewistischen Armeen war aus diesen beiden Gebie­ten geradezu überwältigend. Unter diesen Umständen ist die Aufgabe, die der deutschen Wehrmacht gestellt war, sicher die schwerste gewesen, vor die jemals in der Kriegsgeschichte aller Zeiten Soldaten sich gestellt sahen.

Trotzdem hate sich vom ersten Tage des Feldzuges an die kämpferische Ueberlegenheit auf deutscher Seite in hellstem Lichte gezeigt. In immer erneuten Osfensio- stößen hat unsere Wehrmacht die Initiative an sich gerissen, um das Gesetz des Handelns nicht mehr aus der Hand zu geben. In sieben großen Kesselschlachten hat sie vo-n Bialystok bis nach Brjanek, von Minsk bis nach Mariupol die feindlichen Armeen stets aufs neue eingeschlossen, auf die Knie gezwungen und vernichtet. Sie hat den Gegner dabei von der ostpreußischen Grenze bis an den Ladoga-See, von der Memel bis an dre obere Wolga und von den Karpathen bis aus Asowiche Meer mehr als 1900 Kilometer weit zurückgeworfen. Sie hat zugleich die wehrwirtschaftlich wichtigsten Ge­biete der Sowjetunion zu besetzen vermocht, zwei Drittel des feindlichen Eisenbahnnetzes in ihre Hand bekommen und so die Möglichkeiten für den Wiederaufbau der schwer angeschlagenen sowjetischen Wehrmacht entschei­dend verhindert. Wenn sie diese ungeheuren Leistungen vollbrachte, so gibt dafür nicht allem die erwiesene Güte der deutschen Waffen und die fraglose Ueberlegen­heit der deutschen Führung eine Erklärung; das erste und oberste Verdienst gebührt vielmehr der Tapferkeit des deutschen Soldaten. Dabei gedenkt das deutsche Volk

Den deutsch-italienischen Streitkrästen in Libyen unter Befehl des Generalobersten Rommel ist Tobruk, Bir el Gobi und Bardia erlegen.

Im Kainpf um die Festung Sewastopol wurde das Fort Lenin erstürmt und die Bresche im südlichen Befestigungsring erweitert.

Ueber die jüngsten Erfolge der Achsenmächte herrscht im Lager der Feinde Ueberstiirzung. die sich in einem Teil der Londoner Presse in Wutansällen äußert. Bei dem feierlichen Staatsakt im Armee-Museum zu München nahm der Führer Abschied von Korps- führer Hühnlein und verlieh ihm als drittem Deutschen Deutschlands höchste Auszeichnung, die ' Oberste Stufe des Deutschen Ordens.

Schalke und Vienna sind durch ihre.klaren Siege über die Osfenbacher Kickers bzw. Blau-Weiß die Endspielpartner zur Deutschen Fußballmeisterschaft.

Die Kölnerin Steinheuer errang im Speerwerfen einen neuen Weltrekord.

Das Radrennen in der Kampfbahn bot bei gutem Besuch guten Sport.

Werder unterlag gegen WUHelmshaven 05 mit viel Ersah 5:3.

Der Berliner Hockey-Club wurde wieder Deutscher Meister.