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parteiamtliche Tageszeitung
vas flnusblott des Negierenden Vürgermeisters der Sreien Hansestadt Vremen
Dallmann-Str. 41/43, Ruf: 88 u. 89
der Nationalsozialisten Vremens
flmtliches verkündungsblatt des Neichsstatchaliers in Oldenburg und vremen
Nr. 164 , 12. Jahrgang
Mittwoch, 17 . Juni 1942
Linzelpreis 15 Npf.
Noch em öelettzug zerschlagen
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deutsche See- und Luststrettkrüste versenkten im östlichen Mittelmeer vier Kreuzer und
Zerstörer sowie sechs Handelsschiffe mit 56 000 VM.
zz feindliche Zager abgeschossen
Aus dem Führerhauptquartier, 18. Juni. Das Oberkommando der Wehrmacht gibt bekannt: Im Mittelmeer haben Verbände der deutschen Luftwaffe und Einheiten der deutschen Kriegsmarine im Zusammenwirken mit italienischen Luft- und Seestreitkräften der britischen Flotte und der stündlichen Versorgungsschiffahrt schwere Schläge versetzt. Nutzer den bereits gemeldeten italienischen grotzen Erfolgen, gegen den vom Atlantik kommenden. Geleitzug wurde ein von Akexan- drien kommendes und von starken Flottenkräften gesichertes britisches Geleit zerschlagen.
In der Zeit vom 13. bis 15. Juni wurden hierbei durch deutsche Luft- und Seestreftkräste vier Kreuzer und Zerstörer, zwei Bewachungsfahrzeug« und sechs Handelsschiffe mit zusammen 56 VÜV VRT. versenkt.
Autzerdem wurden ein Zerstörer und acht Handelsschiffe durch Torpedos getroffen, in Brand geworfen oder so schwer beschädigt, datz mit ihrem Verlust zu rechnen ist. Weitere sechs Kriegsschiffe und sechs Handelsschiffe erhielten Bomben- oder Torpedotreffer. Bon den zur Sicherung des Geleitzuges eingesetzten feindlichen JL--
Ver gestrige Wehrmachtsbericht
Aus dem Führerhauptquartier, 16. Juni. Das Oberkommando der Wehrmacht gibt bekannt: „Im Besestigungsgelände vor Sewastopol fanden gestern nur Kämpfe geringeren Umfanges statt. Die Lustwaffe vernichtete im Hafen der Sudabucht einen feindlichen Zerstörer. Der ostwärts Charkow erkämpfte Brückenkopf über den Donez wurde nach Norden erweitert. Im übrigen scheiterten im mittleren und nördlichen Abschnitt der Ostfront örtliche Angriffe des Feindes. Starke Kampffliegerverbände bombardierten mit guter Wirkung einen feindlichen Flugplatz bei M u r m a n s k und erzielten an der Kandalakscha-Bucht Vombentrisser auf Strecken der Murman-Vahn. Hierbei verlor der Feind in Luftkämpfen zehn Flugzeuge. Nachtangriffe der Luftwaffe richteten sich gegen Flugplätze und Eisenbahnanlagen im Raume um'Moskau. Die Schlacht in der Marmarica westlich Tvbruk ist zugunsten der deutschen und italienischen Truppen entschieden. Nachdem die feindlichen Panzerlräfte bei Actoma zerschlagen waren und in der Verfolgung nach Norden die Via Balbia überschritten und die Küste erreicht wurde, sind die englischen und südafrikanischen Truppen in der Ea- zalä-Stellung von ihrer Verbindung mit Tobrnk abgeschnitten. Im Angriff von Westen haben italienische Divisionen diese Stellung durchbrochen.^ In den Abendstunden des gestrigen Tages wurden auch südlich Tobrnk' stark befestigte Wüstenforts gestürmt und weiter nach Osten Raum gewonnen. Das Ausmatz des Sieges läU sich noch nicht übersehen. Im Kanal wehrten leichte Seestreitkräfte bei der Sicherung eines Geleits drei Angrifft feindlicher Schnellbootgruppen ab und versenkten durch Artilftrietreffer auf kurze Entfernung zwei britischen Schnellboote. Weitere feindliche Boote wurden zum Teil unter Anwendung von Handgranaten schwer beschädigt. In Südwestengland wurden :n der vergangenen Nacht militärische Anlagen mit Bomben belegt. Einzelne britische Flugzeuge führten am gestrigen Tage unter dem Schutz von Wolken einen wirkungslosen Störangrifs auf westdeutsches Grenzgebiet durch."
gern wurden 33 im Luftkamps abgeschossen. Zehn deutsche Flugzeuge gingen verloren. Die Reste des Geleitzuges wurden zur Umkehr gezwungen. ,
An dem Erfolg ist das Unterseeboot des Kapitänleutnants Reschke durch die Versenkung eines britischen Kreuzers beteiligt.
dn. Stockholm, 16. Juni. Die schwere britische Niederlage in der Marmarica hat in der englischen Öffent
lichkeit bereits unangenehme Rückwirkungen gezeitigt. Am Dienstag zeigte sich ein erster Hinweis darauf im Unterhaus: der Abgeordnete Williams fragte die Regierung, ob Erklärungen abgegeben werden könnten über den Verlust von Bir Hacheim und die hierbei anscheinend ungenügende Luftwaffenunterstützung. Minister Attlee erwiderte, er könne keine Erklärung geben, da die Kämpfe noch im Gange seien. An der Londoner Börse hat der Verlust von Bir Hacheim eine heftige Baisse hervorgerufen.
Me große Schlacht lm Mittelmeer
veejweifetter britischer versuch, Maita ;u verstärken, mißlungen
Rom, 16. Juni. Das Hauptquartier der italienischen Wehrmacht gibt bekannt: „Nach der in der Sondermel- dung vom 15. Juni gemeldeten siegreichen Aktion in der Marmarica geht das Manöver der italienischen und deutschen Einheiten ersolgreich weiter. Die Stellungen von Ain el Gazala wurden erreicht und überschritten. Die Lustwasse der Achsenmächte, die widerstandslos den Luftraum der Schlacht beherrscht, unterstützt pausenlos die Vodenunternehmungen. Feindliche, auf dem Rückzug befindliche Kolonnen, wurden unter Maschincn- gewehrfeuer genommen und zersprengt, viele Hunderte Kraftfahrzeuge wurden zerstört oder unbrauchbar gemacht. Batterien zum Schweigen gebracht. In den Tagen des 14. und 15. Juni verlor die britische Luftwaffe insgesamt 2V Flugzeuge; fünf eigene sind nicht zurückgekehrt. An der grotzen Luft- und Seeschlacht, die gestern abend im Mittelmeer ihren Abschlutz fand, hat die Marine mit ihren Streitkrästcn stärksten Anteil. Seit ihrem Auslaufen wurden die beiden grotzen feindlichen Geleitzüge, die von Osten und Westen kamen, von zmseren U-Booten gemeldet und angegriffen, die zwei Einheiten des von Gibraltar auslaufenden Geschwaders torpe
dierten. Am Vormittag des 15. Juni hat die 7. Flot- tendivision, bestehend aus zwei Leichten Kreuzern und fünf Torpedobootszerstörern, den von Gibraltar nach Malta unterwegs befindlichen Geleitzug heftig angegriffen. Obwohl dieser überlegen war und aus zwei Kreuzern und mindestens 12 Torpedobootszerstörern bestand, zog er sich zurück, zerstreute sich und nebelte sich ein. In dem anschliehenden Gefecht aus nahe Entfernung explodierte ein Kreuzer und sank unter dem konzentrierten Feuer der „Eugenio di Savoya" und der „Montecuccoli". Zwei Torpedobootszerstörer wurden schweb beschädigt, ein Kreuzer und ein Torpedoböots- zcrstörer von unseren Torpedobootszerstörern torpediert. Unsere Einheiten setzten unter ständigen feindlichen Luftangriffen den ganzen Tag die Aktion gegen die feindlichen Einheiten fort und versenkten durch Slr- tilleriefeuer einen weiteren Torpcdobootszerstörer. Die Luftwaffe der Achsenmächte griff in den Kampf ein und dezimierte den Geleitzug. Vier Dampfer wurden in Brand gesteckt oder versenkt, ein Tanker wurde in Brand gesetzt. Der andere, von Alexandrien (Fortsetzung auf Seite 2)
eitere Sewastopol-Stellungen genommen
Vergeblicher bolschewistischer versuch Sen Vonek ;u überqueren
Berlin, 16. Juni. Wie das Oberkommando der Wehrmacht mitteilt, geht der Kampf im Festungsgelände von Sewastopol weiter. Nach Brechung zähen feindlichen Widerstandes wurden weitere feindliche Stellungen genommen und mehrere Widerstandsnester vernichtet. Im Morgengrauen geführte Gegenangriffe des Feindes wurden abgewiesen und dabei mehrere Panzer abgeschossen. Starke Festungswerke wurden im planmäßigen Zerstörungsschictzen von schwerer Artillerie unter Feuer genommen. Auch die Luftwaffe setzte ihre Angriffe gegen die Befestigungsanlagen sowie das Ha- scngebiet -von Sewastopol fort. Zahlreiche feindliche Panzerwerke sowie feindliche Schisse erbftlten schwere Bombentreffer. Kampf- und Sturzkampfflugzeuge griffen dicht vor den eigenen Linien Stellungen und Pan- zerbefestigungpn der Bolscheunsten mit vernichtender Wirkung an. Auch die Hafenanlagen von Sewastopol wurden wiederum bombardiert. Sturzkampfflugzeuge vernichteten einen in der Siidbucht des Hafens liegenden bolschewistischen Zerstörer durch Bolltreffer.
Die Bolscheunsten machten außer den drei bereits gemeldeten Landungsversuchen noch einen weiteren Versuch, in der Nacht zum 16. Juni an der Küste der Halbinsel Kertsch mit sechs Booten an Land zu kommen. Ehe die Bolscheunsten Futz fassen konnten, wurden fünf Boote durch das sofort einsetzende Feuer der Küstenbatterien zum Abdrehen gezwungen, während das sechste
mit seiner Besatzung versenkt wurde. Im Donez- gebiet versuchte eine feindliche Kräftegruppe, bei Tagesanbruch unter Ausnutzung des Bodennebels den Donez zu durchqueren. Die Bolscheunsten wurden jedoch teils schon beim Uebersetzen vernichtet, teils nach der Landung über den Flutz zurückgeworfen. Restliche Gruppen, die sich in den Schluchten des waldreichen Usergeländes festgesetzt hatten, wurden eingeschlossen und gehen der Vernichtung entgegen.
Deutsche Kampfflugzeuge führten in der Nacht zum 16. Juni überraschende Angriffe gegen bolschewistische Flugplätze südlich und südwestlich von Moskau hurch und warfen ihre Bomben trotz heftiger Flakabwehr über den befohlenen Zielen ab. Nach der Detonation der Bomben entstanden sofort größere Brände in Hallen und Unterkünften der Flugplätze. Zur gleichen Zeit bombardierten deutsche Kampfflugzeuge Vahnhofsanla- gen. und Eisenbahnstrecken südlich von Moskau. Drei Güterzüge, die gerade aus einem Bahnhof ausführen, erhielten durch Bomben schweren Kalibers starke Beschädigungen und blieben brennend liegen.
Leichte deutsche Kampfflugzeuge bombardierten in den frühen Morgenstunden des 16. Juni bei bewaffneter Aufklärung überraschend ein Elektrizitätswerk in der Nähe von Brighton ab der englischen Südkllste. Bombenvolltrcffer riefen in den Werkanlagen eine von hohen Stichflammen begleitete Explosion hervor.
Wfl. blasen zurück: Zwei sronl-lzoffnung geMrlich
V slürktttirgstelegramme als Irost kür militärische OHnmalkt — Molotom-Zubel schon miedet revidiert
nach kaum eintägiger Wirksamkeit wieder auf die" übliche Weise zurückgezogen. Diese^u'ndankbare Aufgabe erhielt die „New Park Times", öie ,sich bester Beziehungen zum Weißen Haus erfreut und deren Londoner Korrespondent vom Jnformationsministerium Churchills bevorzugt mit Informationen versehen wird.
DrahtSerlcht Änserer Berliner SKriftleitung ,
M b. Berlin, 16. Juni. Die zwischen pathologischen - Rauschzuständen und deprimierten Niederlagenerkennt- nissen schwankende Stimmung der alliierten Front hat jetzt durch drei Telegramme einen Auftrieb erhalten, der zwar lediglich blufsartigen Charakter trägt, aus Mangel an wirklichen Erfolgsberichten in der anglo- amerikanifchen Presse jedoch benutzt wird, anspornende Artikel zu inspirieren. Als Verfasser des ersten Telegramms zeichnet Rückzugs-General Wavell, der General Tschiangkaischek eine Botschaft folgenden Inhalts sandte: „Unsere Waffenbrüderschaft ist durch den bitteren Kamps in Burma zusammengeschweißt worden, und ich sehe dem Tag entgegen, an dem wir unsere ersten Niederlagen im Fernen Osten in das Gegenteil verwandeln und wieder Seite an Seite mit den Chinesen kämpfen werden bis zum siegreichen Ende."
Reuter nennt diesen Schriftwechsel „Botschaften gegenseitiger Ermunterung und Entschlossenheit" und führt dabei gleichzeitig die beiden anderen Telegrammver- sasser an: den geflohenen PHNippinen-Priisidenten Quezon und den Präsidenten Mexikos. Beide Herren danken in ihren Ergebenheitsbotschaften dem USA.- Präsidenten Roosevelt, daß er ihre Länder in die „Front der Alliierten" eingereiht und den Verfassern persönlich den Mut gegeben habe. auf eine bessere Zukunft hoffen zu dürfen.
Diese bessere Zukunft ist relativ. Sie richtet sich gegen die Kräfte der Ordnung. Es war symptomatisch, daß der britisch-bolschewistische Pakt dazu führte, daß in den Vorzimmern des Weißen Hauses sich die Minister der
Emigrackten-„RegieMngen" drängten, um dem USA.- Präsidenten zu danken, daß er jedenfalls versprochen habe, die Belange ihrer „Regierungen" zu wahren, während England in Geheimklauseln gerade deren Gebiete den Bolschewisten als Lohn für vermehrte Kriegsanstrengungen zusagte. Daß es nur um die persönliche Zukunft dieser Marionetten geht, beweist das Telegramm Quezons, das in dem Augenblick abgesandt wurde, da auf den Philippinen die Eingeborenen unter japanischer Führung bereitwilligst den für sie sehr viel vorteilhafteren Neuaufbau begonnen haben. Das beweist ferner die Antwort Tschiangkaischeks, der sich aus eigennützigen Interessen gegen die Neuordnung Ostasiens stemmt und sogar seine Truppen in Burma zum Kampf gegen die Errichtung der ostasiatischen Wohlstandssphäre einsetzt, wenn dieses Beginnen auch ergebnislos war.
Die Notwendigkeit, daß London und Washington die Ergebenheitstelegramme der abgehalfterten Marionet- ten-„Regierungen" als „gegenseitige Ermutigung" auffassen müssen, ist ein Dokument dafür, wie wenig wählerisch die Plutokraten in ihrem Bestreben wurden, die Niederlagenstimmung durch „Ermutigungen" für ihre Völker zu verbessern. Denn es stehen ja tatsächlich nur derartige illusorische Ermutigungen zur Debatte, da die Versprechungen auf militärische Offensiven zu oft widerlegt wurden, als daß sie sich noch länger als 24 Stunden in der alliierten Öffentlichkeit als'Mutpillen verabreichen ließen. Die im Zusammenhang des Molo- tow-Besuches wieder so rührend oft erwähnte „zweite Front", das Versprechen auf ein militärisches Vorgehen Amerikas noch in diesem Jahr gegen Europa, wurde
Dieses maßgebliche Blatt schreibt, jeder Mensch in den alliierten Staaten müsse sich dessen bewußt sein, daß die technischen Schwierigkeiten eines „Zweite Front"-Unter- nehmens nahezu unüberwindlich seien. Nach Ansicht von Militärsachverständigen seien für den Transport eines Expeditionskorps von nur hunderttausend Mann mehr als vierhundert Transporter von je zehntausend Tonnen erforderlich. Diese müßten dann wieder durch neunzig bis hundert Zerstörer und einen gewaltigen Schirm von Flugzeugen gesichert werden. Man täte also gut, sich keinem maßlosen Optimismus hinzugeben, dem gewöhnlich eine noch größere Enttäuschung folge, die lediglich der Feindseite nützen könne.
Das schreibt das angesehene amerikanische Blatt einen Tag, nachdem die ganze Öffentlichkeit mit Siegeshymnen aufgeputscht wurde, die auf Grund der britischen Zugeständnisse an die Sowjets von einer „Zweiten Front" noch in diesem Jahr faselten. Jetzt wittern Washington und London die Gefahren, die derartige Räusche von Optimismus in ihren Katzenjammer-Rückwirkungen unbedingt haben müssen und blasen eiligst zum Rückzug. Als Trost werden Telegramme von Rückzugsgencralen, Militärs auf hoffnungslosen Posten und Emigranten-Häuptlingen geboten — ein schwacher Trost!
Drahtbcricht unserer Berliner Schriftleitung
clr. rv. sck. Berlin» 16. Juni. Die großen Siege, dis die Streitkräfte der Achsenmächte in Afrika und im Mittelmeer errungen haben, schließen wieder einmal auch einen jähen Absturz von maßlosen Höhen des amtlichen britischen Illusionismus in den Abgrund schwerster Sorgen um mögliche katastrophale Folgewirkungen ein. Es ist kaum eine Woche her, daß Churchill dem Unterhaus versprach, er werde in Kürze wieder „gute Nachrichten aus Libyen" bekanntzugeben haben. Diejenigen Abgeordneten, die sich noch der Prahlereien Churchills im November des vergangenen Jahres erinnerten, dürften sich daroh ihre eigenen Gedanken gemacht haben. Damals sagte Churchill, daß man bei der begonnenen Offensive nicht nur auf die Besetzung einzelner Ortschaften, sondern auf die Zertrümmerung der gegnerischen Streitkräfte ziele. Er kündigte Schlachten von der Bedeutung von Waterloo an. Es kam dann alles ganz anders.' An der geschickten Ausweichtaktik Rommels lief sich die britische Offensive tot und wurde im kraftvollen Gegenstoß wieder weit zurückgeworfen. Gleichzeitig büßten die britischen Seestreitkräfte im Mittelmeer im Kampf um die Nachschubversorgung der Offensive so viele und so starke Einheiten «in, daß sich eine völlige Umkehrung der strategischen Verhältnisse ergab. Die englische Winteroffensive in Afrika, als deren Folge Churchill das große Wunder in Aussicht stellte, hat so in Wirklichkeit die Voraussetzungen für den Schlag geschaffen, zu dem die Achsenstreitkräft« in Libyen Ende Mai angetreten sind und der jetzt schon zck einer in seiner ganzen Bedeutung noch nicht zu überschauenden strategischen Zwischenentscheidung zu unseren .Gunsten geführt hat.
Auch diesmal wieder konnten sich die Jllusionsstrate» gen an der Themse in optimistischen Prophezeiungen und in der kühnen Vorwegnähme noch gar nicht errungener Siege nicht genüg überschlagen. Vor uns liegt eine Ausgabe des „Daily Telegraph" vom 1. Juni. Da: finden wir die dicken Balkenüberschriften „llvtirs -vkrlca- corps surrouncksck" und „llommsl kigktivg to brsslc out". Vor zwei Wochen also glaubte man in London schon, Rommel in einer Falle gefangen zu haben und stellte es so dar, als ob er verzweifelt um einen Ausbruch kämpfte. Daß die englischen Hoffnungen wieder einmal aufs höchste geschwellt waren, bestätigt Reuter in einer elegischen Betrachtung, mit der er die Darstellung der neuen Entwicklung einleitet: „Es gab gut unterrichtete Sachverständige, die der Meinung waren> daß die achte Armee Ritchies die Gelegenheit ausnützet würde, um einen mächtigen Gegenangriff zu starten und die Truppen Rommels aus der Cyrenaika gänzlich zu verdrängen. Aber dieser Krieg in Libyen brachte schock immer Ueberraschungen und auch diesmal Habeck wir keine Ausnahme von dieser Regel erlebt." Die neue Ueberraschung besteht darin, daß der deutsche Wehrmachtsbericht ausdrücklich einen Sieg von noch nicht übersehbarem Ausmaß feststellen kann. Die eingetretene Wandlung, die von den Achsentruppen erzwungene Vorentscheidung, ist so durchschlagend und eindeutig, daß man sich in England von einem Tage zum anderen des ganzen Ernstes der neuen Lage bewußt werden und ihck sich eingestchen mußte.
Zwar hinken sowohl die Verichie aus dem Hauptquartier in Kairo ebenso wie die englischen Presse- und Rundfunkkommentare zeitlich noch etwas hinter der tatsächlichen Entwicklung zurück. Während nach einem Bericht der achten britischen Armee am Montagabend dis Schlüsselstellungen von Acroma und Gazala sich noch ick britischen Händen befunden haben sollen, waren ick Wirklichkeit die englischen und die südafrikanischen Truppen in der Gazalastellung nach der Zerschlagung der britischen Panzerkräfte in Acroma und nach dein Durchbruch bis aus Meer bereits abgeschnitten. Italienisch« Divisionen hatten die Gazalastellung schon vom Westeck her durchbrochen und der Angriff der Achsenstreitkräfto war am Montagabend nach der Erstürmung stark befestigter Wüstenforts südlich Tobruk weiter nach Osteck vorgetragen worden. Die Ausrede der Londoner Presse vom Dienstag, daß man für die Behauptungen der!
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Deutsche See- und Luftstreitkräfte zerschlugen im Mittelmeer einen weiteren Geleitzug und versenkten hierbei vier Kreuzer und Zerstörer, zwei Vcwachungsfahrzeuge und sechs Handelsschiffe mit 56V0U BNT.
Vor Sewastopol wurden weitere Festungsanlagen genommen.
Der Brückenkopf ostwärts Charkow könnte nach Norden erweitert werden.
Die Schlacht in der Marmarica ist für die Achsen, mächte siegreich entschieden.
Die USA. blasen den von Molstow angekurbekteck Rummel um die Zweite Front bereits wieder ab. Auch in den kommenden Zuteilungsperioden werden Speisekartosfeln gegen Vezugsausweis verabfolgt.
Die Geltungsdauer der 2. Reichskleiderkarte wurde um ein Jahr verlängert; die Vezugsabschnitte t brs 2» der 3. Rcichskleiderkarte werden am 1. November 1942 fällig.
Der Stellvertretende Gauleiter Ministerpräsident Joel führte Gauamtsleiter Thiele als neuen Land, rat des Landkreises Oldenburg ein.
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