Ausgabe 
(15.6.1942) Nr. 162
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,parteiamtliche Tageszeitung

^ Gas Amtsblatt des Negierenden Vilrgermeisters der Zreien Hansestadt vremen

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der Nationalsozialisten Vremens

flmtliches verkündungsblatt des Neichsstattstalters In Oldenburg und Vremen

Kslr. 1S2 / 12. Zastrgang

Montag, 15. Zuni 1942

kinzetpreis 15 Npf.

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PVsistvr« ki^olgs in, kestungs gslönels van 5evec»stap«rl

vas Fort Stalin genommen

ostwärts tstarkow eingeschlossene seindkräste vernichtet / Günstiger Kampsoerlauf in Nordasrika

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«us dem Führerhauptquartier, 14. Juni. das Oberkommando der Wehrmacht gibt bekannt: „Bor HU.issewastopol dringt der deutsche Angriff in erbitterten ^ stahkämpsen immer tiefer in das mit allen Mitteln der Matur und der Technik geschützte Festungsgelände ein. ,vas auf beherrschender Hohe gelegene, neuzeitliche und ^°sarke Fort Stalin wurde genommen. Gegen­angriffe der Sowjets scheiterten. Kampfflugzeuge ver- ""inkten ein in die Südbucht der Festung einlaufendes Transportschiff von 10 800 BRT. Im Schwarzen Meer 'Expedierte ein italienisches Schnellboot iy, der Nacht ^»m 13. Juni einen großen, stark gesicherten feindlichen ^«Kampfer. Die deutsche Lustwasse vernichtete in den Ge­wässern der Krim einen sowjetischen Fläkträger und be- chädigte einen feindlichen Zerstörer. Im Raum ostwärts Charkow wurde ein Teil der eingeschlossenen feind­lichen Kräfte vernichtet oder gesangengenom- "men. Der Kampf gegen die Reste des geschlagenen Fein- '^des ist noch im Gange. Bisher wurden über 20 000 Ve­rfangene eingebracht und 1K8 Panzer, 113 Geschütze so- ,r,wie zahlreiche andere Waffen und Kriegsgerät erbeutet oder vernichtet. Im mittleren und nördlichen Front­abschnitt nur örtliche Kampfhandlungen. An der Wol- chowfront wurden feindliche Angriffe abgeschlagen. Im hohen Norden bombardierten Kampfflugzeuge den Hafen "und das Stadtgebiet von Murmansk sowie den Bahnhof ist von Louhi. Hierbei wurden in Luftkämpfen ohne eigene H Verluste elf feindliche Flugzeuge abgeschossen. Bei einem »wirkungslosen Angriss von sieben Sowjetbombern aus HD» einen Flugplatz verlor der Feind durch Jagdabwehr sechs Flugzeuge. In Nordafrika nehmen die Operationen der deutschen und italienischen Truppen einen günstigen Verlauf. Bei einem Vorstost in die tiefe Flanke des Feindes wurden 54 britische Panzer abgeschossen und her 400 Gefangene eingebracht. Deutsche Jäger schössen >ohne eigene Perluste neun britische Flugzeuge ab. Im UM ittelmeer versenkten deutsche Kampfflugzeuge aus seinem britischen Eeleitzua nördlich Marsa Matruk ein ^Handelsschiff von 5000 VNT. Zwei weitere große Schiffe »«und ein Sicherungsfahrzeug wurden durch Bombentref­fer beschädigt. Deutsche Unterseeboote versenkten vor ' jSollum einen feindlichen Bewacher und an der syrischen ?Kuste ein Munitionskchifk von 500 BNT. — In Süd- ee n g l a n d erzielte ein Kampfflugzeug in kühnem Tief- ^langriff bei Tage Bombentreffer schweren Kalibers in st»»seinem Werk der Flugrüstunqsindustrie. Bei einem nächt- -lichen Angriff auf einen feindlichen Geleitzng im Aus­gang des Bristolkanals wurden fünf Handelsschiffe so­wie ein britischer Zerstörer durch Bomben getroffen und ^beschädigt.«

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. Wie das Oberkommando der Wehrmacht mitteilt, ^wurden am 13. Juni im Festungsgelände von Sewa­stopol von deutscher Infanterie und Pionieren in «warten Kämpfen, die bei großer Hitze und Dürre statt- 'psanden, weitere Festungsanlagen genommen. Artillerie unterstützte die Angriffe durch Bekämpfung der feind­lichen Batterien und durch Abschirmung und Niederhal­ten des Feuers feindlicher Befestigungswerke. Durch Volltreffer schwerer Kaliber wurden mehrere Kampf- nlagen des Feindes, der auch Sonnabend wieder schwerste Verluste an Menschen und Material erlitt. M»crnichtet. Durch zusammengefaßtes Feuer einer deut­schen Infanterie-Division wurde ein feindlicher Gegen- ingriff bereits in der Bereitstellung zerschlagen, wäh­lend andere Angriffsgruppen mit Unterstützung durch ^-Artillerie und Luftwaffe dem Feind einen wichtigen Höhenrücken entrissen.... . ......

,ß> Mit der im Wehrmachtsbericht gemeldeten Vernich- k-mng der feindlichen Kräftegruppen im Raum ostwärts «HÜHarkow ist nun auch der letzte noch übriggebliebene «Li^esterfolg der großen bolschewistischen Charkow offensive ^-«reinigt worden. Feindliche Kräfte, die sich im Schutz

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Neue Mtterkreu;kröger

^ Berlin, 14. Juni. Der Führer verlieh das Ritter- reuz des Eisernen Kreuzes an: Oberstleutnant Alfred reim, Bataillonskommandeur in einem Jnfanterie- egiment; Oberleutnant Helmut Kopp, Kompanie- „^threr in einem Jnfayterje-Regiment^

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dichter Wälder und von zahlreichen Panzerkampfwagen begleitet, zu Gegenangriffen zu sammeln versuchten, wurden in den Bereitstellungen durch die Bomben deut­scher Kampfflugzeuge zerschlagen. Zahlreiche Panzer- kampfwagen sowie gepanzerte Fahrzeuge wurden ver­nichtet und feindliche Flakbatterien in Tief- und Sturz­angriffen zum Schweigen gebracht. Deutsche Jäger schössen über dem südlichen Frontabschnitt bei freier Jagd und bei Begleitschutz deutscher Kampfflugzeuge 23 feindliche Flugzeuge ab.

Zu dem Angriff eines deutschen Kampfflugzeuges ge­gen ein Rüstungswerk an der Südküste Englands, teilt das Oberkommando der Wehrmacht mit: Gegen 13 Uhr des 13. Juni stieß das deutsche Kampfflugzeug vom Muster Do 217 überraschend aus einer Wolkendecke heraus und griff das wichtige Werk der britischen Flug­

zeugindustrie in Leamington an. Die aus niedrig­ster Höhe abgeworfenen Bomben trafen die Hallen des Werkes. Nach der Detonation der Bomben innerhalb ber Fabrikanlagen stiegen Rauchpilze bis zu einer Höhe von über 100 Meter empor. Mehrere ausbrechende Brände wurden beobachtet. Der Angriff des deutschen Kampfflugzeuges kam so unerwartet, daß die britische Flakartillerie das Flugzeug erst beim Abflug — jedoch erfolglos — beschoß.

Zu dem Angriff auf einen britischen Eeleitzug vor dem Bristol-Kanal gibt das Oberkommando der Wehr­macht noch bekannt, daß deutsche Kampfflugzeuge auch einen Zerstörer im Sturz angriffen, der den Eeleit­zug sicherte und besten Flakgeschütze ein dichtes Abwehr­feuer über die Handelsschiffe gelegt hatten. Das Kriegs­schiff erhielt einen Volltreffer mittschiffs.

Mslier über 12000 Oefangene in Nordasrika

soo panier, zao öeschiitze und Hunderte von Kraftwagen erbeutet oder vernichtet

Berlin, 14. Juni. Nach der beim Oberkommando der Wehrmacht über die Kämpfe in Nordafrika vorlie­genden Meldungen ist die Erstürmung der Wüstenfestung Bir Hacheim der Ansatzpunkt zu neuen erfolgreichen An­griffsbewegungen der Achsentruppen geworden. Die Kampfhandlungen der vergangenen Woche spielten sich bei heißem, trockenem Wetter ab, das von Landstürmen und einmal von einem Regenguß, der eine Änomalität um diese Jahreszeit darstellte, unterbrochen war. Nach den letzten Meldungen befinden fich die Panzerftreit- kräfte Rommels westlich von El Aden» im Kampf. Die­ser Wüstenort liegt rund 40 Kilometer nordostwärts von Bir Hacheim auf dem Wege nach dem durch frühere Kämpfe bekannten Sidi Rezeg. Die Eroberung von Bir Hacheim gab den deutsch-italienischen Streitkrästen die Möglichkeit, sofort zum weiteren Vorstoß nach Norden anzutreten.

Ein Rückblick auf die Kampfhandlungen in Afrika zeigt, daß das Gesetz des Handelns vom ersten Tag an in den Händen der Achsentruppen gelegen hat. Auch die gegnerischen Meldungen mußten diese Tatsache zugeben, so zum Beispiel der Bericht des Generals Auchinleck an das britische Kriegskabinett. den Churchill am 2. 'Juni im Unterhaus verlas. In diesem Bericht waren die Briten zu dem Eingeständnis gezwungen, daß sie immer neue Umgruppierungen vornehmen mußten, um durch die deutsch-italienischen Operationen Flankenbedrohun-

gen und Einkesselung zu entgehen. Die Kämpfe spielten sich in der letzten Woche schon im Rücken der von den Briten angelegten riesigen Minenfelder ab, die durch die Achsentruppen von Süden her umgangen wurden. Diese Operationen bedeuten nicht nur einen taktischen Erfolg, sondern sind auch eine hervorragende Leistung des Nachschubs.

Insgesamt wurden bei den Kämpfen in Nordasrika bisher über 12 000 Gefangene eingebracht, rund 600 Panzer- und Kampfwagen, über 300 Geschütze und Hunderte von Kraftwagen erbeutet oder vernichtet. Diese Ziffern gewinnen ihre erhöhte Bedeutung im Hinblick auf die besonderen Verhältnisse des afrikani­schen Kriegsschauplatzes, wo der Feind nicht mit Masten, die wie im Osten ohne Rücksicht auf Verluste in den Kampf getrieben werden, sondern nur mit einer ver­hältnismäßig geringen Anzahl hochwertiger Soldaten arbeiten kann, mit denen sehr haushälterisch umzugehen für ihn eine Lebensnotwendigkeit ist.

In mehreren Wellen griffen deutsche Kampfflugzeuge vom Muster HE 111 in der Nacht zum 14. Juni Stadt und Hafen von Marsa Matruk erfolgreich an. Bomben schweren Kalibers riefen besonders in den Lagerhallen am Hafen »und im inneren Stadtgebiet zahlreiche Brände hervor. Mehrere Scheinwerfer wurden durch Bombenvolltreffer zerstört.

Sekeimklausel Im Neklamevertrag

stalln setzte „flnspruch" aus NanSstaaten durch — «freie Vtirchfatzrt durch vosporus und Skagerrak"

Drahtbericht unserer Berliner Schriftleitung

d. Berlin, 14. Juni. Der Reklametrick des englisch- bolschewistischen Vertrages hat sich als Fehlschlag erwie­sen. England und Amerika ernten heute in den Rand­staaten der Sowjetunion sowie in zahlreichen anderen Staaten ein Echo, dqs in seiner Formulierung gerade entgegengesetzt der Wirkungsabsicht der Molotow-Reise liegt. Den englischen und amerikanischen Zeitungen sind einige peinliche Geständnisse durchgerutscht, die das Vor­handensein von Geheimklauseln unterstreichen und den ganzen Paktbluff als den verräterischen Versuch Eng­lands zeigen» die europäische Zivilisation um seines Vorteils willen zu opfern.

Das dänische Blatt „Fädrelandet" veröffentlicht unter der Schlagzeile „England gibt den Sowjets freies Spiel in Dänemark" ein Telegramm aus Genf, demzufolge es nach Informationen aus wohlunterrichteten Kreisen aus London zu einer Abgrenzung der englischen und sowjet- rustischen Interessensphären dahin gekommen sein soll, daß die Sowjetregierung als Entgelt für die Anerkennung englischer Ansprüche auf französische Flottenstützpunkte an der französischen Westküste und englischer Sonder- interessen kni Mittelmeer das Recht der freien Durch­

fahrt durch Bosporus, Kattegatt und Skagerrak im Zu­sammenhang mit Besetzung von Stützpunkten in Däne­mark und der Türkei gefordert haben soll. Angesichts der Erfahrungen anderer Länder mit sowjetrussischen Stützpunkten, so schreibt „Fädrelandet", könne nicht der geringste Zweifel darüber herrschen, daß die Kultur des Nordens und der Türkei unterliegen würde, wenn die Sowjets Gelegenheit bekämen, die „Rechte" in Europa zu nutzen, die die Engländer ihnen jetzt ein­geräumt haben. Die Okkupation- der Randstaaten und die Anlage sowjetrussischer Stützpunkte auf finnischem Gebiet sei nicht ausreichend gewesen, um der Sowjet­union die gewünschte Ausfalltür zu den Weltmeeren zu sichern. Das Verlangen nach Stützpunkten in Dänemark komme daher nicht überraschend. Mit diesen in der Hand und sowjetrussischen Soldaten auf finnischem Boden hätte die sowjetische Kneifzange die skandinavische Halbinsel zwischen ihten Fängen, und niemand könnte verhindern, daß sie zuschnappe und den Bissen einheimse, wann immer die sowjetischen Machthaber das wünschen. Um nun' die Sowjetrussen die gewünschte Garantie zu geben, müßten die sowjetrussischen Kanonen die Ostsee, den Sund und die Belte sowie die Einfahrt zum Katte- (Fortsetzung aus Seite 2)

Neue tntscheidungen reifen an allen fronten

New gork und London aber berauschen sich an karneoalistischen flgitarionsparaden

Drahtbericht unserer Berliner Schriftleitung - Berlin, 14. Juni. Das Kämpfen und Siegen ^ deutschen Soldaten vor Sewastopol, vor Charkow j And in Nordafrika hat die Hoffnungen der Alliierten, j pen Reklamepakt mit Molotow weiterhin Mittelpunkt dtz '»es Weltinteresses sein zu lassen, mit einem Schlage zernichtet. Der britische Nachrichtendienst meint im Zu­sammenhang mit dem Fall von Bir Hacheim: „Die '^alliierten können sich auch Ruhm erwerben, wenn sie l^Niederlagen^erleiden!" Die Alliierten müssen sehr be- cheiden geworden sein, Wir aber wollen ihnen den Nie- ^—'agenruhm gönnen. Die deutschen Truppen versuchen j Kräften, diesen „Ruhm" der englischen und ameri­kanischen Fahnen zu erhöhen. Der tiefe Stoß Rommels Hn die Flanke der Briten und die neuerliche Vernichtung von S4 englischen Panzern wird sicherlich bald Gelegen­heit geben, neue Ruhmesgesänge im englischen Nach­richtendienst anzustimmen. Auch die erbitterten Nah- ^kämpfe und das weitere Eindringen deutscher Truppen «n das Festungsgelände von Sewastopol sind sicherlich Upäter geeignet, den Niederlagenruhm der Alliierten zu «verstärke«. Die deutschen Angriffshandlungen ostwärts ßCharkow, von denen der OKW.-Bericht seit Tagen Vlpricht, habe« jetzt eise» gewisses Höhepunkt erreicht.

Nachdem der feindliche Brückenkopf am Donez genommen und nachdem auf dem Ostufer des Flusses eine sowje­tische Kräftegruppe zum Kamps gestellt und gefangen­genommen wurde, steht der Rest der von Timoschenko gegen Charkow angesetzten Zange vor seiner Vernich­tung.

Was hat die anglikanische Welt diesen weittragen­den Taten der deutschen Wehrmacht gegenüberzu- stellen? Der USA.-Präsident hat sich entschließen müssen, ein Kriegsinformationsamt zu schaffen, dessen Aufgabe die Koordinierung des Nachrichtendienstes sein soll. Diese Einrichtung wurde notwendig, da sich das Gemisch von rosigstem Optimismus und schwärzestem Pessimismus außerordentlich lähmend auf die Kriegs­begeisterung des USA.-Vürgers auswirkte. Um hier nachzuhelfen, wurde am Sonntag ein „Flaggentag der alliierten Nationen" gestartet, wobei Newyork in einen Karnevaltrubel getaucht wurde. In der fünften Avenue marschierten eilfeinhalb Stunden lang Sol­daten, Flüchtlinge und Feuerwehrleute unter Mitfüh- rung einer Anzahl allegorischer Figuren von riesigen Ausmaßen durch die Wolkenkratzerschluchten.

Der Züg wurde eingeleitet durch ein Skelett, das auf einem abgemagerte« Pferd saß. Es folgte» vorsintflut­

liche Tiere, deren Körper von Schuppen bedeckt waren, deren Nasenlöcher Dampf ausstießcn und die von Zeit zu Zeit einen furchtbaren Lärm von sich gaben. Einem dieser Ungetüme hatte man eine Pickelhaube ausgesetzt, in der ein Lautsprecher verborgen war. Man sah Admi­rale, Generale, Filmstars, Eskimos, Philippinos. In­dianer, Cowboys und viele andere Nationalitäten. Das größte Aufsehen rief König Georg von Griechenland hervor, der an der Spitze einer Abteilung ritt. Den Ab­schluß des Rummels, dxr mit seinem karneoalistischen Aufwand „die Größe, die Widerstandskraft und den Offensivgeist der amerikanischen Armee vor Augen füh­ren sollte, bildete ein Taschenlampenumzug. Mister Churchill wollte selbstverständlich dieser Idee seines Ri­valen in Washington nicht nachstehen, und so fand in London ebenfalls eine Parade mit öffentlichem Um­zug statt, wobei sich auch das Königspaar, umgeben von Emigrantenstätisten, zeigte. Natürlich fehlte hier Bern­hard Biesterseld nicht. Churchill selbst fiel als einziger unter den Ehrengästen init Gasmaske auf. Auch in Lon-> don fand das karnevalistische Treiben starken Beifall des Publikums, das froh war, diese Dinge feiern zu dürfen, da es ja keine Gelegenheit hat, militärische Siege M fei««.

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Zur Erneuerung der geistigen Grundlagen Europas

, k. bckil. Bremen, 15. Juni.

Immer wieder faßt sich der nachdenkliche Zeuge des gewaltigen Geschehens unserer Zeit an den Kopf, wenn er von den grotesken Anstrengungen der feind­lichen Agitation erfährt, die entscheidenden Großerfolge der Achsenmächte und ihrer ostasiatffchen Verbündeten in Niederlagen umzufälfchen. Den Höhepunkt dieser An­strengungen brachte der soeben in den Straßen Newyorks abgerollte Demonstrationsunfug sich als Sieger gebär­dender Maulhelden und Fluchtstrategen. Die sich zu­nächst anbietende Erklärung, die von den pluto-bolsche- wistischen Machthabern und ihren Trabanten betrogenen Völker dürften die Wahrheit wegen ihres niederschmet­ternden Eindrucks nicht erfahren, läßt das unfaßbar Irrsinnige der feindlichen Lügen insofern bestehen, als die Tatsache der militärischen Ersolgserien des Dreiermächteblocks sich in diesem oder jenem Land selbst bei raffiniertesten Vorkehrungen der Nachrichten- sälscher nur vorübergehend verschleiern läßt. Vielleicht kommen wir einen Schritt weiter, wenn wir den gesam­ten „geistigen" Hintergrund der jämmerlichen „Haltung" unserer politischen Gegner aufhellen: Es ist der totale Nihilismus, dieser „unheimlichste aller Gäste", der in den plutokratischen und bolschewistischen Nachrichten­zentralen seine letztmögliche pathologische Form erhält. Was bedeutet Nihilismus? — so fragte Friedrich Nietzsche vor genau 55 Jahren, um knapp und treffend selbst zu antworten: „Daß die obersten Werte sich entwerten." Der große deutsche Kulturphilo- sopb meinte zu seiner Zeit, die „Heraufkunft des euro­päischen Nihilismus" werde sich über zwei Jahrhunderte erstrecken. Es hat nur einen kleinen Bruchteil der vor« gemessenen Zeit gedauert, da klopfte der „unheimlichste aller Gäste", die Lehre der Verneinung sämtlicher Hoch­werte, in der Tat am Tor Europas. Dank der national­sozialistischen und faschistischen Bewegungen ist ihm das Gastrecht zunächst in Deutschland und Italien und dann in Festlandeuropa überhaupt verweigert worden. Im britrschen Jnselreich aber und. in Roösevelt-Amerika ist er mit offenen Armen aufgenommen worden, dort fin­det jetzt seine Forderung, „das Strahlende zu schwärzen und das Erhabene in den Staub zu ziehen", mit der Verneinung aller Leistungen der Achsenmächte ihre un­rühmliche Erfüllung! Hand in Hand mit den britisch­amerikanischen Versuchen, den militärischen Triumphen der Dreierpaktstaaten ein negatives Vorzeichen zu ge­ben, geht die Elorifizierung der eigenen Niederlagen, hie Vergötzung alliierter Fluchtgenerale, die Heraus­stellung von Rückzugskatastrophen als strategische Mei­sterleistungen der Evakuierten — diese „Erhebung des Nichts zum Wert" ist die andere Seite des Nihilismus!

Der frühere französische Kriegsminister Jean Fabry veröffentlichte kürzlich in der Zeitschrift „Eringoire" hochpolitische Erinnerungen aus seiner Amtszeit, die ein grelles Licht auf das planmäßige kriegstreiberische Vorgehen der Sowjets im Jahre 1035 (!) werfen. Fabry konnte nämlich aus zahlreichen offiziösen Unterredun­gen, die er im Juli 1035 mit dem damaligen Sowjet- botschaster in Paris, Potemkin, hatte, nach seinen per­sönlichen Schlußfolgerungen nur die „Gewißheit empfan­gen, daß die Bolschewisten den Krieg wünschten". Potem­kin habe ihm vor 7 Jahren wiederholt dargelegt, „daß Moskau, das französisch-sowjetische Bündnis durch eine Militärkonvention ergänzen wollte". Das damalige Ka­binett Lava! (1936 gestürzt) habe bereits bei der Formu­lierung der Vertrwasartikel alle Aufmerksamkeit darauf gerichtet, Frankreich militärisch nicht zu fest an die Macht im Osten zu binden und sei deshalb auch für die automatische Auslösung einer Militärkonvention nicht zu haben gewesen. Er, Fabry, habe dem immer wieder vorsprechenden sowjetrussischen Botschafter nur die Ver­sicherung geben können, daß man in Paris jedem Kriegsrisiko stärkstes Mißtrauen entgegensetze. Auf das gleichzeitig geäußerte Erstaunen über die so ganz andere Kriegspolitik der UdSSR. erklärte Potemkin bezeichnenderweise wörtlich: „Sowjetrußland ist aus

dem letzten Krieg hervorgegangen; Sowjeteuropa wird aus dein nächsten hervorgehen!" Sowjeteuropa — das bedeutete schon damals ein nihilistisches Europa, bedeutete die Ausmerzung aller Wertprinzipien, die bis dahin dem Leben unseres Erdteiles Antrieb und Rich­tung gegeben hatten. Wir verstehen es, daß sich auch ein Mann wie Fabry diesem Schicksal, so gut es von der Plattform seines Landes aus gehen mochte, entgegen- stemmte. Das voreilige diplomatische Eingeständnis Potemkins aber wollen wir für eine spätere Gesamt­bilanz der bolschewistischen Kriegspolitik nicht aus den Augen verlieren! War dieses Bekenntnis doch eine un­zweideutige Willenserklärung des Kreml, der heute in Reklameverträgen seine wahren verbrecherischen Absich­ten zu verschleiern bemüht ist.

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Das Europa der Zukunft wird getragen sein von der Waffenbrüderschaft seiner jungen Völker. Der Bolschewismus, dem die Zertrümmerung unseres Erd­teils als nächstes grauenvolles -Ziel vorschwebte, trug durch die Herausforderung aller Abwehrkräfte wider

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Im Festnngsgeliinde von Sewastopol nahmen unser Truppen das starke „Fort Stalin«.

Ostwärts Charkow wurden eingeschlossene Feind kräste vernichtet.

In Nordafrika nehmen die Operationen einen gün stigen Verlauf; bisher wurden 12 000 Gefangen eingebracht und u. a. Küll Panzer erbeutet ode vernichtet.

Die europäische Presse bringt sensationelle EuthA lungen über die Eeheimklausel des sowjetrussisch britischen Reklamevertrages.

Woltmershausen schied durch eine Niederlage gegei Biktoria-Hamburg aus dem Tschammerpokal-Wett bemerk aus.

Die Bremer Kampsspielwoche wurde gestern mi den Leichtathletik-Kreismeisterschaften eröffnet. Werder schlug Wilhelmshaven 05 mit 8:4.

Die Boxkämpfe in der Halle „Graf Spee« wurdet z» einem guten Erfolg.