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der Nationalsozialisten Vremens
pmiiiches verkündungsdlatt des Neichsstattstalters in Oldenburg und Vremen
Nr. 1SS /12. Zastrgang
Zreitag, 12. Juni 1S42
kinzelpreis 19 Npf.
britisches „Verdun" in tilMN erstürmt
ver flnsriff im sestungsgeliinde von Sewastopol wurde weiter vorgetragen
Ksttskssskres
Im Nordabschnitt -er bstsront zastlreiche brtschasten besetst
! Ans dem Führerhauptquartier, 11. Juni. ^ Da» Oberkommando der Wehrmacht gibt bekannt: „Im 7 Festungsgelände von Sewastopol wurde der Angriff in harten Kämpfen weiter vorgetragen. Ver- ^ zweifelte Gegenangriffe des Feindes blieben erfolglos.
Im Verlauf heftiger Luftangriffe aus das Gebiet k Sewastopol wurde im Hafeu der Festung ein Handels- P schiff von 3ÜÜÜ BRT. durch Bombentreffer versenkt.
Im Nord abschnitt der Ostfront gab der Feind ' unter dem Druck unserer vorgehenden Truppen zahlreich« Ortschaften aus. An der Wolchowsront i i, wurden starke feindliche Angriffe unter blutigen Verlusten für den Gegner abgeschlagen. Küstenartillerie des Heeres bekämpfte mit guter Wirkung feindlichen Schiffsverkehr in der Kronstädter Bucht. Ein aus Leningrad auslaufendes Unterseeboot und ein Begleit- boot wurde« in Brand geschossen. In Nordafrika wurde das Fort Bir Hacheim, der südliche Pfeiler des britischen Verteidigungssystems, in den heutigen Vormittagsstunden nach tagelangem erbitterten Wider- staad der dort eingeschlossenen starken feindlichen Kräfte erstürmt. Luftstreitkräfte griffen in die Erd- kämpfe ein und bombardierten britische Truppenan- sammlungen und Kolonnen. In Luftkämpfen verloren die Briten 21 Flugzeuge. Im östlichen Mittelmeer ,t griffen deutsche Unterseeboote einen stark gesicherten, ^ nach Tobruk bestimmten Geleitzug an. Sie versenkten r i« zähem Angriff zwei schwer beladene Tanker mit zu- sammen 12 999 BRT. Außerdem wurden vier Transporter durch Torpedotrefser beschädigt. Auf der Insel
iL der italienische welirmachtsbericht
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Rom, 11. Juni. Das Hauptquartier der italienischen Wehrmacht gibt bekannt: „Lebhafte Zusammenstöße von Panzereinheiten verliefen in der Marmarica zu unseren Gunsten. Es wurden 2V Panzerwagen vernichtet und etwa 199 Gefangene gemacht. Die Luftwaffe griff mit Erfolg feindliche, auf dem Marsch oder in Aufstellung befindliche Truppen und Materialkolonnen an, wobei 17 Kampfwagen und mehrere Dutzend Kraftwagen jeder Art getroffen und in Brand geschossen wurden. Die britische Luftwaffe verlor im Kampf 21 Flugzeuge, von denen 12 durch deutsche Jagdflugzeuge und neun durch unsere Jagdflugzeuge abgeschossen wurden, die über El Adem ohne eigene Verluste einen siegreichen Kampf gegen einen zahlenmäßig überlegenen seindlichen Verband bestanden. Eine von deutschen Flugzeugen getroffene Vristol-Blenheim stürzte bei der Insel Linosa ab. Weitere acht Flugzeuge wurden von italienischen und deutschen Jagdflugzeugen im Verlauf von Angriffen auf Malta abgeschossen. Die Ziele der Stützpunkte von Miccaba und La Venezia wurden wiederholt bombardiert, zwei unserer Flugzeuge sind nicht zurückgekehrt. Aus Tarent, das in der vergangenen Nacht erneut von englischen Flugzeugen angegriffen wurde, werden geringe Schäden ünd fünf Leichtverletzte unter der Zivilbevölkerung gemeldet. Im östlichen Mittelmeer griffen >! deutsche ll-Boote einen stark gesicherten in Richtung Tobruk fahrenden Geleitzug an. Zwei Dampfer mit ins- gesamt 12 999 BRT. wurden versenkt, weitere vier erhielten Torpedotreffer."
Rom, 11. Juni. Dem im Dezember 1941 an der Ostfront als Jnfantekiekommandeur der Division Torino gefallenen Generalmajor de Larolis wurde nachträg- - lich die Goldene Tapferkeitsmeldaille verliehen. Am ^Hien Tag eines sieben Tage währenden Kampfes wurde - ^ Generalmajor de Carolis, der sich — wie immer — in l'der ersten Linie befand, von einer MG.-Salve tödlich i getroffen.
Malta wurden britische Flugplätze bei Tag und Nacht mit Bomben belegt. Deutsche und italienische Jäger vernichteten hierbei acht britische Flugzeuge. Vor der englischen Südküste erzielten Kampfflugzeuge in der letzten Nacht Bombenvolltrefser schweren Kalibers auf drei Handelsschiffe mittlerer Größe. Oberleutnant Gnädig, Kompaniechef in einem Infanterieregiment, hat sich bei den Kämpfen vor Sewastopol durch besondere Tapferkeit ausgezeichnet."
Wie das Oberkommando der Wehrmacht weiter mitteilt, konnten die deutschen Truppen vor Sewastopol nach sehr harten Kämpfen in dem nach modernsten Grundsätzen ausgebauten feindlichen Befestigungssystem weiter Boden gewinnen. Der Feind, der wiederum schwere blutige Verluste hatte, versuchte vergeblich, durch zahlreiche verzweifelte Gegenangriffe den deutschen Angriff zum Stehen zu bringen. Der Kampf vor Sewastopol ist ein Ringen um die feindlichen Befestigungswerke, Artillerie- und Granatwerferstellungen, die
in tiefen Felsschluchten und Kasematten eingebaut und von Hindernissen aller Art gesichert sind. Wenn es den deutschen Truppen trotzdem gelang, unter schwerstem feindlichen Feuer weiteren Boden zu gewinnen, so ist dies ein Beweis für die hervorragende Zusammenarbeit aller Waffen sowie für die immer von neuem bewährte Tapferkeit des deutschen Soldaten. Als ein Beispiel für viele ist die Nennung von Oberleutnant Gnädig im Bericht des Oberkommandos der Wehrmacht vom Donnerstag aufzufassen, der nach Ausfall des Bataillonskommandeurs die Führung des Bataillons übernahm, an der Spitze seiner Truppe in zerklüftetem und unübersichtlichem Gelände ein tiefgestaffeltes, von zehn Betonbunkern gesichertes Stellungssystem durchstieß und eine für den weiteren Verlauf des Kampfes entscheidende Höhe nahm.
Die Artillerie: des Heeres und die Luftwaffe unterstützten in pausenlosem Einsatz die Infanteristen und Pioniere durch wirksame Beschießung und Bombardierung der feindlichen Festungswerke und Artilleriestellungen.
Me Ve-eutung von v-r Hacheim
kine folgenschwere Niederlage für knglond in Nordafeika
Drahtbericht unserer Berliner Schriftlcitung
ckr.rv. scb. Berlin, 11. Juni. Noch in, der Frühe des Donnerstag verbreitete Reuter die Auffassung, dag „eine unerlaguche Vorbedingung für die Errämpjung einer endgülngen Entscheidung an der Libyensronl in der Niederlämpfung des Eckpfeilers der britische» Verteidigung in Bir Hacheim zu erblicken wäre". Auch der deutsche Wehrmachtsbericht bezeichnet jetzt dieses Fort nach -er Erstürmung als den süduche« Pfeiler des britischen Berteiöigungssystems. Damit wird die Bedeutung -es deutslyen Ersolges sehr nachdrücklich unter- stricyen. Das Reuterbüro würde sich gehütet haben, seine Auslassung vor dem erfolgreichen deutschen Stur»» aus Bir Hacheim mit derjenigen des Oberkommandos der deutsa>en Wehrmacht in Einklang zu dringen, wenn es den siynellen Gang der Entwictiung hätte voraussehen können. Aber, so meinte man in Lono-n noch wenige Stunden vor dem deutschen Sieg am Südslüget der Libyenfront prahlerisch orakeln zu können, „eine solche Niederkämpfung des Eckpfeilers der britischen Verteidigung in Bir Hacheim ist völlig unwahrscheinlich, da die britische Panzerstärte der deurschen sicherlich zum mindesten ebenbürtig ist". Nun ist es doch anders gekommen. Kleinlaut muß Reuter kurz nach der Verossent- lichung des deutschen Wehrmachrsderichtes mitteilen: „Die Behauptung der Deutschen, Bir Hacheim genommen zu haben, wird m militärischen Kreisen als wahrscheinlich den Tatsachen entsprechend bezeichnet."
Daß die ganze Weltöffentlichkeit die Einnahme von Bir Hacheim durch die deutsch-italienischen Truppen als einen bedeutsamen Sieg werten muß, dafür hat der gegnerische Nachrichtendienst selbst gesorgt, als er in den letzten Tagen äynlich wie Reuter in der Meinung, daß der deutsche Angriff an dieser Stelle sich feftlaufen würde, die Bedeutung von Bir Hacheim als Schlüsselstellung an der afrikanischen Front immer wieder unterstrich. Allerdings meldeten sich auch schon besorgte Stimmen, die von einer eventuellen Kapitulation des Forts ausgehend gefährliche Weiterungen für die straregische Entwicklung befürchteten. Die befestigte Stellung von Bir Hacheim gruppiert sich um eine Wasserstelle.' Das arabische Wort „Bir" bedeutet Brunnen. Das Fort liegt etwa 80 irrn südwestlich von Tobruk.
Bir Hochheim stand bereits seit mehreren Tagen im Mittelpunkt der heftigen Kämpfe und wurde von den deutsch-italienischen Kräften immer enger eingeschlossen. Der Wehrmachtsbericht verzeichnet den äußerst erbitterten Widerstand des Gegners, der eben in der Erkennt-
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nis der Bedeutung dieses Platzes als Schlüsselstellung begründet war. In englischen Berichten wurde in epischer Breite dargestellt, wie großartig und sorgfältig die Befestigungen hier am linken Flügel der englischen Wüstenlinie angelegt seien, wie von dort aus Rommels ganzer Vormarsch an einem unüberwindlichen Hindernis dauernd gefährdet werde und wie man hier einen sicheren Ausgangspunkt für den beabsichtigten vernichtenden Gegenstoß in Händen habe. Nun hat der umfassende deutsch-italienische Druck auf Dir Hachheim, der schon unmittelbar nach dem ersten Angriff vom 27. Mai 1942 begann und im Verlauf der Entwicklung wechselte, zum Erfolg geführt. Das „Tobruk der Wüste", das „Verdun von Nordafrika", wie die Briten dieses Fort in der Wüste bezeichnet haben, ist gefallen. Die Bemühungen des englischen Nachrichtendienstes an dieser Stelle so etwas wie ein libysches „Verdun" zu konstruieren und der Feste Bir Hacheim zugleich eine politisch-symbolische Bedeutung zu geben, hat sich jetzt als Voreiligkeit gerächt. Auch an anderen Punkten muß die gegnerische Berichterstattung aus Afrika jetzt die Pflöcke zurückstecken. Während gestern noch die United Preß das angebliche Nachlassen des deutschen Angriffsschwunges mit schweren Verlusten der Luftwaffe Rommels erklären wollte, muß London heute bekennen, daß man dort an zuständiger Stelle „die Verluste der britischen Luftwaffe bei den bisherigen Kämpfen in Nord- afrika im Gegensatz zu denjenigen der Achsenstreitkräfte als schwer bezeichnet".
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Sie Auswirkungen -er japanischen paMkfiege
-Heulen jetzt OperaUonsbasis gegen flmerika / -wer Koosevelt schwindelt weiter
Drahtbericht unserer Berliner Schriftleituna st ckr. v. soll. Berlin, 11. Juni. So schnell kommen »Roosevelt und seine Leute nun nicht aus dem Sieges- ürummel heraus, den sie selbst inszeniert haben. In der >>E ganzen Welt muß man sich nach den japanischen Veröffentlichungen darüber klar sein,, daß die Vereinigten Staaten durch die letzte Entwicklung im Pazifik in eine c geradezu katastrophale Lage gedrängt worden sind. Aber im Umkreis des Weißen Hauses hält man noch krampfhaft an den selbstgezüchteten Illusionen fest. Nach einer Sitzung des Kriegsrates der Alliierten erklärte ein neuseeländischer Teilnehmer, daß der Bericht Roosevelts "über die Kämpfe im Stillen Ozean „durch und durch gute Nachrichten enthielt, so gut, wie wir sie je hatten, »vielleicht sogar die besten, die wir bis jetzt erhielten". Der holländische Emigrantenbotschaster London fügte hinzu: „Was wir über die Aleuten hörten, war ebenfalls ermutigend." Nach diesen Aeußerungen zu schlie- 8 ßen, hat Roosevelt es noch nicht gewagt, in der Sitzung °^des Kriegsrates im Weißen Hause die Wahrheit zu sagen. Er hat vielmehr auch in diesem engeren Kreise frech weitergeschwindelt. Die allgemeine Richtung dieser schwindelhaften Nachrichtenpolitik dürfte in der Aeußerung ausgezeichnet sein, die der Sprecher des Washingtoner Marineministeriums gemacht hat: „Wir haben keine Nachrichten erhalten, denen zufolge sich Japaner auf dem Boden Alaskas befinden. Die Rundfunk- . Meldungen, die behaupten, daß die Japaner die Aleutcn icH besetzt hätten, entsprechen nicht der Wahrheit. Keine unserer bewohnten oder unbewohnten Inseln, ja nicht einmal die kleinsten Felsen, sind von dem Fuße eines ungebetenen Gastes bis heute betreten worden. Diese
sture und dumme Politik des Schwindels ist nur so zu erklären, daß Roosevelt geradezu einen Zusammenbruch der Stimmung befürchten müßte, wenn die Öffentlichkeit von einem Tage zum anderen mitten aus dem Siegestaumel heraus vor die Tatsache gestellt würde, daß die Japaner bereits aus amerikanischem Boden im Nordpazifik gelandet sind.
Diesmal zeigt man sich auch in London nicht geneigt, die illusionistischen Parolen des Weißen Hauses ohne weiteres aufzugreifen und fortzuspinnen. Reuter wagte die japanische Darstellung nicht glattweg zu bestreiken, sondern suchte sich mit der Bemerkung herauszuwinden, daß die Meldungen aus Tokio vage und undurchsichtig seien. Man baut aber für den Fall vor, daß die japanischen Berichte ihre Bestätigung erfahren. „Sollte", so äußert sich ahnungsvoll die „Daily Mail", „die Tokioter Meldung der Wahrheit entsprechen, so würde es sich um eine sensationelle Aktion handeln. Wenn Japan die Errichtung von Unterseebootbasen aus den Aleuten gelänge, dann wäre die Ostküste Amerikas und Kanadas bedroht." Auch das Reuterbllro wagt es nicht, für den Eventualfall die Bedeutung der neuen japanischen Operationen zu bagatellisieren. „Sollte", so sagt der Marinemitarbeiter des englischen Büros, „die japanische Behauptung über ihre Landung auf den Aleuten auf Wahrheit beruhen, so hätten sie ihre erste Landung auf USA.-Boden in Nordamerika durchgeführt, denn die meisten der Aleuteninseln gehören zum Gebiet von Alaska. Dutch Harbour wird als der Schlüssel des Verteidigungssystems von Alaska bezeichnet. Die Arbeiten zur Verstärkung dieses Verteidigungssystems der ganzen JnselgrWpe sind scholl seit 1S3S im SW-x."
So wird also vorbeugend von englischer Seite selbst bestätigt und unterstrichen, was die Japaner heute, nachdem sie lange Tage schweigen mußten, über die Folgen der letzten bedeutsamen Siege feststellen. Diese Folgen werden von führenden japanischen Militärs so gekennzeichnet, daß mit -er Landung auf den Aleuten die drohende Gefahr von Norden her beseitigt werden konnte, daß sich die Vereinigten Staaten jetzt vor der Unmöglichkeit sehen, Japan von den Stützpunkten aus den Aleuten aus anzugreifen, während umgekehrt Japan die gewonnenen Stützpunkte in Zukunft für Angriffe auf das amerikanische Festland verwenden kann. Die Verteidigungszone des japanischen Mutterlandes wurde so, wie der Vizeadmiral Hamada erklärt» außerordentlich erweitert, während gleichzeitig die japanische Flotte eine größere Bewegungsfreiheit für die Operationen im Sudpazifik erlangt. Die USA.-Presse mag sich heute noch in den letzten Zuckungen des künstlich erzeugten Siegestaumels überschlagen. Der Katzenjammer muß unweigerlich bald folgen, wenn man den wirklichen Tatschen ins Gesicht schauen wird. Die britischen militärischen Kommentatoren bereiten darauf ihre Leute bereits vor. q-
Jn Washington wurde inzwischen erneut offiziell ver- lautbart, daß die Tokioter Behauptung, japanische Streitkräfte seien auf den Aleuten gelandet, eine „glatte Erfindung" darstelle. Der Newyorker Nachrichtendienst dagegen verstieg sich zu folgender geradezu klassischen Formulierung: „Die Aleuten sind zum Teil unbewohnt und die amerikanische Marine kann es sich nicht zur Aufgabe machen, tagtäglich diese Wüsteninseln abzu-
Zum wirtschaftlichen Aufbau im Osten
Hansische Renaissance — das ist ein neuer Begriff, der in diesen Tagen neuen Inhalt und neues Leben gewinnt. Als Reichskommissar Lohse und die Männer, die ihn begleiteten, aus dem deutschen Nordosten nach dem Ostland aufbrachen, da folgten sie dem traditionellen Spuren der hansischen Kaufleute. Bald nachdem sie in Riga als dem Mittelpunkt ihres politischen und wirtschaftlichen Schaffens ihre ersten aufbauenden Maßnahmen durchgeführt hatten, gründeten sie als sichtbares Zeichen ihres zukünftigen Wollens die „Große Gilde" und erneuerten damit den alten kaufmännischen Geist, der vor Jahrhunderten einmal Norden, Mitte und Nordosten Europas in stärkster Ausstrahlung beherrscht hatte.
Hansegeist aber bedeutet Tatengeist. Der Krieg, der heute um die Neuordnung des Kontinents geführt wird, verlangt gerade auf wirtschaftlichem Gebiet nüchterne Denker und wirklichkeitsnahe Kämpfer, denen die Vergangenheit nicht Schema, sondern stets lebendiges Erbe ist, und so rangiert im Augenblick überall in den besetzten Ostgebieten vor allen anderen Problemen des Handels und des Verkehrs die Frage nach der schnellen und siegreichen Beendigung des Krieges: Der volle Sieg allein garantiert die restlose Vernichtung der bolschewistischen Nioellierunqsmethoden in Perwaltung, Wirtschaft und persönlichem Eigenleben der befreiten Völker; allein der volle Lieg macht auch erst die Wege für eine wirtschaftliche Neugestaltung des baltischen Raumes frei!
Und nun die Praxis! Das sowjetische Regime, das in den früheren baltischen Staaten zum Glück nur ein Jahr dauerte, hat während dieser kurzen Zeit nicht eine völlige Kollektivierung alles wirtschaftlichen Lebens verwirklichen können. Weite Gebiete der gewerblichen Wirtschaft nicht weniger als der Landwirtschaft waren nach dem Einmarsch der deutschen.Truppen noch in einem ausgesprochenen Uebergangsstadium. Diese Entwicklung machte sich die deutsche Führung sofort zunutze und führte, sobald und soweit es möglich war, bereits in einer sehr frühen Umgestaltungsperiode die verstaatlichten Trusts und das kollektivierte Eigentum in die individuelle Handhabe zurück.
Sichtbarer Ausdruck dieser ersten prinzipiellen Umkehr sind die Neuordnung des Handwerks und der. Kleinindustrie, die Proklamation der wirtschaftlichen Selbstverwaltung und die Rückführung der bereits entstandenen Kolchosen in die Eigenbewirtschaftung der einheimischen Bauern geworden. Auf der geraden Linie dieser systematischen Entwicklung liegt deutscherseits die volle Anerkennung der Privatinitiative und des Leistungsprinzips als entscheidende Faktoren einer Wirtschaft, die auf der einen Seite den Forderungen des gegenwärtigen Krieges gerecht wird und auf der anderen Seite der gesamteuropäischen Zukunft Rechnung trägt. Und dieses Zukunftsprogramm heißt: Intensivierung der landwirtschaftlichen Erzeugung bei gleichzeitiger Neuausrichtung des gesamtwirtschaftlichen Lebens in den Generalbezirken des Reichskommissariats Ostland.
Während so in dem größten Teil des Ostlandes bereits eine planmäßige Erzeugungssteigerung in Angriff genommen wird und die baltische Wirtschaft allgemein dem europäischen Gesamtorganismus wieder dienstbar gemacht werden kann, ist die deutsche Verwaltung im Reichskommissariat Ukraine noch eifrig darum bemüht, überall erst einmal die notwendigsten Schritte zu tun, um die ungeheuren Schäden zu beseitigen, die dem-- empfindlichen Wirtschaftskörper durch die Bolschewisten und durch die Kriegseinflüsse zugefügt worden sind. 25 Jahre lang hat in den ukrainischen Gebieten und Rayons die Moskauer Regierung systematisch und brutal alle Zeichen einer eigenen Wirtschaftsinitiative beseitigt und den Menschen fast jede persönliche Freiheit des Handelns genommen. Ueberdies hat der Krieg in der Ukraine wirtschaftlich nicht unwesentliche Spuren hinterlassen, und auch heute noch sind die weiten Felder des Schwarzerdegebiets der militärisch entscheidende Glacis, von dem aus nachschubmäßig die kühnen Operationen um Charkow und Kertsch in diesen Tagen geführt worden sind.
Daß diese gravierenden Tatsachen dem wirtschaftlichen Gesicht des Reichskommissariats Ukraine zur Zeit
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In Nordafrika wurde Bir Hacheim, ein Eckpfeiler des britischen Verteidigungssystems, erstürmt.
Im Festungsgelände von Sewastopol konnte der deutsche Angriff weiter vorgetragen werden.
Im Nordabschnitt der Ostfront besetzten unsere Truppen zahlreiche Ortschaften.
Trotz der Auswirkungen des neuen japanischen Pazifiksieges hält Roosevelt an seiner Schwindel- taktik fest.
Nach einem Vortrag des Staatssekretärs vom Reichsvertehrsministerium sind noch besondere Maßnahmen zur Beschleunigung der Verkehrsabwicklung notwendig.
Der verdienstvolle Geschäftsführer des Reichsverbandes der deutschen Zeitungsverleger, Carl Anders, ist aus tragische Weise ums Leben gekommen. Ehrenamtliche Helfer der Partei unterstützen die Spinnstosssammlung morgen und übermorgen durch Haussammlungen.
Im abgelaufenen Kriegswinterhilfswerk des Gaues Weser-Ems brachten die Wunschkonzerte besonders reiche Spenden.