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parteiamtliche Tageszeitung
Has flmtsblott des Negierenden Vürgermeisters der Zreien fjansestodl Vremen Nr. 155/12. Jahrgang
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der Nationalsozialisten Vremens
flmlliches verkündungsbialt des NeichsstattlMers in Oldenburg und Vremen
Montag, S. Juni 1942
kinzelpreis 15 Npf.
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öroste Erfolge in Nordasrika
Seit beginn -er Marmarica-Schlacht 1S SSS Sefangene eingebracht, SSS Panzer, 200 Seschühe und einige hundert Kraftfahrzeuge erbeutet
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Ning um eingeschlossene Sowjetgruppen weiter verengt
Aus dem Führerhauptquartier, 7. Juni. Das Oberkommando der Wehrmacht gibt bekannt: „Im Südabschnitt der Ostfront wiesen deutsche Eebirgstrup- pen und ungarische Verbände vereinzelte Angriffe des Feindes ab. Im mittleren und nördlichen Frontabschnitt würde der Ring um die im rückwärtigen Frontgebiet eingeschlossenen Gruppen des Feindes durch konzentrischen Angriff weiter verengt. Feindliche Gegenangriffe wurden in harten Kämpfen blutig abgewiesen. An der Wolchow-Front wiederholte der Feind an mehreren Stellen seine heftigen Angriffe. Sie scheiterten an der wachsamen Abwehr, die durch Sturzkampfverbände unterstützt wurde, unter hohen Verlusten des Gegners, der weitere 18 Panzer verlor.
In Nordafrika brachte der Gegenangriff der deutschen Und italienischen Panzergruppen, unterstützt von starken Luststreitkräften, große Erfolge. Der Feind wurde geworfen und weiter eingeschlossen und vernichtet. Der Gegner verlor weitere 30 Panzer, zahlreiche Geschütze und Kraftfahrzeuge sowie über 4000 Gefangene. Damit betragen die Verluste der britischen Streitkräfte seit Beginn der Schlacht in der Marmarica am 26. Mai 10 000 Gefangene, 850 Panzerkampfwagen, 200 Geschütze und einige hundert Kraftfahrzeuge.
Im Kanalgebiet schössen deutsche Jäger am gestrigen Tage ohne eigene Verluste 13 britische Flugzeuge ab. Das Stadtgebiet von Canterburq wurde in der- Nacht zum 7. Juni abermals von Kampsfliegervrrbänden mit Spreng- und Brandbomben belegt. Britische Bomber griffen in der letzten Nacht die Stadt Emden an. Die Zivilbevölkerung hatte Verluste. Zahlreiche Ge
bäude, vor allem wieder in Wohnvierteln, wurden zerstört oder beschädigt. Sechs der angreifenden Flugzeuge wurden abgeschossen.
Hauptmann Philipp, Eruppenkommandeur in einem Jagdgeschwader, errang am gestrigen Tag an der Ostfront seinen 101. bis 103. Luftsieg. Oberleutnant Becker errang in der letzten Nacht seinen 20. bis 22. Nachtjagdsieg. Der Oberfeldwebel Teige in einem Kampfgeschwader schoß mit seinem Kampfflugzeug in wenigen Tagen elf feindliche Flugzeuge, darunter neun bei Nacht, ab."
Zu den Kämpfen in NordafrAa drahtet unsere Berliner Schriftleitung: Die Schlacht in der Marmariva stülpt Las Roosevelt-Lhurchill-Programm der Kriegführung geradezu um. -Bestand doch nach Aeußerungen Churchills und der nordamerikanischen Presse der Hauptplan darin, die Achsenmächte aus dem Mittelmeerraum herauszuwerfen, um dadurch erstens eine Angriffsmöglichkeit gegen Italien zu Lande zu erreichen und zweitens das Mittetmeer für englisch-amerikanische Transporte freizumachen, um dadurch Widder unendlich viel Schiffsraum durch den abgekürzten Weg in den Nahen und Mittleren Osten zu ersparen. Nach dem Scheitern der großen Offensive zur Jahreswende, die mit den Operationen Rommels bei Agedabia vom 20. bis 27. Januar ihren Abschluß gefunden hatte, war inzwischen eine Pause in den Wüstenkämpfen eingetreten. Seit dem 26. Mai ist nun Nominell zu einem neuen Gegenschlag angetreten, obwohl die englische Presse immer wieder betont hatte, daß Aktionen größeren Ausmaßes zu dieser Jahreszeit völlig ausgeschlossen wären. Nach der' Einnahme des festungsartig ausgebauten Stützpunktes Got ell Ualeb entwickelte sich im Raume von Gazala — Acroma — Tobruk und Bir Hachein — Bir ell Gobi — Eladem seit. zwölf Tagen eine hin- und herwogende
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Schlacht, die nunmehr nach dem . Bericht des Oberkommandos der Wehrmacht einen großen Teilerfolg gebracht hat^ZeHntLusend Gefangene.choch vernichtete, oder erbeutete Tanks, 200 Geschütze/ sowie einige hundert Kraftfahrzeuge sind als Ergebnis gerade in diesem Krieg als außerordentlich großer Erfolg zu werten. Man muß bedenken, daß besonders Tanks und Geschütze (Fortsetzung auf Seite 2)
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Staatsbegrübnis
für U-0bergruppenjül,rer ijevdrich
Berlin, 7. Juni. Der Führer hat für den stellvertretenden Reichsprotektor /(-Obergruppenführer und General der Polizei Reinhard Heydrich ein Staatsbegräbnis angeordnet, das in Berlin stattfindet.
Am Sonntag hatte die deutsche und die tschechische Bevölkerung Prags Gelegenheit, im Ehrenhof der Präger Burg an dem Sarg Reinhard Heydrichs vorbeizu- defiliereu, um dem toten -Obergruppenführer und General der Polizei die letzte Ehrenbezeigung zu erweisen. Tausend und aber Tausende Deutsche wie Tschechen, vor allem Angehörige der schaffenden Bevölkerung, passierten den Ehrenhof.
Am Sonntag fand um 18 Uhr im Ehrenhof der Präger Burg die Trauerfeier für den ermordeten stellvertretenden Reichsprotektor statt, an der neben den nächsten Familienangehörigen des Toten der Rcichs- führer-// Heinrich Himmler und Staatspräsident Dr. Hacha mit der Protektoratsregierung sowie eine große Zahl von führenden Persönlichkeiten aus Partei, Staat und Wehrmacht teilnahmen.
Am Sarge, der von einem Meer von Kranz- und Dlumenspenden umgeben war, sprach (/-Obersturmbannführer und Generaloberst der Polizei, Daluege, herzliche Worte des Gedenkens, in denen er die Verdienste des Verstorbenen für Volk und Reich würdigte. Während das Lied vom Guten Kameraden erklang, legte der Reichsführer-(( einen Kranz am Sarge nieder. Anschließend erfolgten Kranzniederlegungen durch ff- Oberst-Gruppenführer Daluege, Staatssekretär K. H. Frank, der außerdem einen Kranz für Reichsprolektor Freiherrn von Neurath niederlegte, und durch Etaats- päsident Dr. Hacha. Nach dem Verklingen der Lieder der Nation führte die Trauerparade durch die Straßen der Stadt zum Hauptbahnhof, von wo aus die sterbliche Hülle nach Berlin übergeführt wurde.
Japaner machten 542000 Oefangene
An Überblick über die japanischen erfolge seit kriegsbeglnn
Tokio, 7. Juni. In einer offiziellen Verlautbarung gibt das Kaiserlich-Japanische Hauptquartier am Sonntagnachmittag einen zusammenfassenden Ueberblick über die Ergebnisse der Operationen der japanischen Armee seit dem Kriegsausbruch am 8. Dezember bis zum 31. Mai. Danach beträgt die Gesamtzahl der Gefangenen 342 000. Darunter befinden sich 25 000 Amerikaner, 64 000 Engländer und 24 000 Holländer. Weitere rund 100 000 Indonesier wurden bereits freigelassen.
An den verschiedenen Fronten in China verlor, dem Bericht zufolge, Tschiangkaischek außerdem etwa 112 000 Tote. Den japanischen Truppen standen in den Süd- gebieten, also vor Hongkong, auf den Philippinen, in Malaya, Niederländisch-Jndien und Burma insgesamt 35l4 feindliche Divisionen gegenüber, deren Stärke auf 505 000 Mann beziffert wird. An Material fielen den Japanern 3763 Geschütze, 1440 Tanks, mehr als 31 000 Kraftfahrzeuge, 240 Flugzeuge, mehr als 11 000 MGs und große Mengen rollenden Materials in die Hände. 1636 feindliche Flugzeuge wurden abgeschossen. Versenkt wurden ein U-Boot, ein Torpedoboot sowie 41'andere Schiffe, während zahlreiche weitere beschädigt wurden.
Die japanischen Verluste werden mit 9174 Toten, rund 20 000 Verwundeten, 348 Flugzeugen und 31 Schiffen mit 160 000 Tonnen angegeben.
Vorstoü auk Hsnput
Wie aus Tschungk.ing gemeldet wird, sind japanische Truppen nach der Besetzung von Tschutschou bereits über die Stadt hinaus in südwestlicher Richtung bis Hanput vorgestoßen. Ferner wird behauptet, daß an der Tschutschoufront etwa acht japanische Divisionen
und neun Brigaden, zusammen 20 000 Mann, eingesetzt seien. Tschungking gesteht ferner, wenn auch mit erheblicher Verspätung nach diesem bedeutenden japanischen Erfolg, nunmehr den Verlust des wichtigen Flugplatzes Tuschen in der Provinz Tschekiang ein. Dieser wichtige Flugplatz wurde mit besonderer Erbitterung verteidigt, und seine Einnahme durch die Japaner war von London und Washington ebenso erbittert abgeleugnet worden, da er eine besondere Rolle spielen sollte für die Vorbereitungen neuer Luftangriffe gegen die Japaner.
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Wie der thailändische Heeresbericht bekanntgibt, hat die thailändische Armee auf ihrem weiteren schnellen Vormarsch in den Schan-Staaten die Stadt P u eingenommen, die bis zum Jahre 1883 die Hauptstadt der Schan-Staaten war. Pu liegt im Berggelände 174 Kilo- meter nordöstlich von Pong, das von der thailändischen Armee am 30.-Mai besetzt-wurdo.
Dritte kirisgsrone unter japanlscber Kontrolle
Domei meldet von der Tschekiang-Front: Mit der Einnahme des wichtigen strategischen Punktes Tschutschou in der Provinz Tschekiang befindet sich die tschungking-chinesische dritte Kriegszone praktisch unter japanischer Kontrolle und die Tschungking-Truppen, die in der Provinz Tschekiang stationiert sind, gerieten in äußerste Verwirrung. Der Verlust der dritten Kriegszone ist für Tschungking militärisch und wirtschaftlich ein äußerst heftiger Schlag angesichts der Wichtigkeit des Gebietes von Tschekiang für das Regime Tschiangkaischeks.
Härtester Menft unserer leichten Sicherungsstreitkräfte
Sroßa-miral Naeder: «Sie Seschichte dieses Krieges wir- dieser kleinsten einkeilen besonders gedenken!"
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Berlin, 7. Juni. „Wenn eines Tages die Geschichte dieses Krieges geschrieben wird, so soll und wird dieser kleinsten Einheiten unserer Kriegsmarine mit besonderer Achtung und Dankbarkeit gedacht werden. Wir sehen sie überall, ... sie sichern das Küstrnvorfeld und machen so die Wege frei für die großangelegten Operationen der Kampfkräfte." Mit diesen Worten kennzeichnete im vorigen Jahr Großadmiral Raeder in seiner Rede vor den Werftarbeitern den aufreibenden und entsagungsvollen Dienst der Besatzungen unserer Minensuch- und Räumverbände, unserer Vorpostenboote.
Die Öffentlichkeit macht sich kaum eine richtige Vorstellung von ihrem Dienst, und doch ist dieser nicht minder wichtig als die so oft mit glänzenden Leistungen erwähnte Tätigkeit der Unterseeboote, der Zerstörer und großen Schiffe. Die Aufgabe der Minensuch- und Räumboote ist das Freihalten der Hafenausfahrten für Unternehmungen der Seestreitkräfte, das ständige Kontrollieren der Seegebiete vor den deutschen und von uns besetzten Küsten und besorgt, wo Flottenoperationen angesetzt werden sollen, das Freihalten der Nachschubstraßen für die notwendigen Transporte und sehr oft den Eeleitdienst.
Bedenkt man, daß unsere See front jetzt vom Eismeer bis zur spanischen Grenze reicht, so kann man sich einen Begriff machen von der unendlich vielseitigen Tätigkeit der Minenfahrzcuge, die einem besonderen Führer unterstehen. Nach dem Norwegen- ßeldzug wurden Angaben aus dem Bericht des Chefs
einer Minensuch-Fl ottt lle bekannt, der sich über 123 Tage erstreckte. In dieser Zeit war die Flottille 94 Tage in See. Die knappen Hafentage waren ausgefüllt mit der Ergänzung von Brennstoff, Munition und Proviant, mit Kesselrerntgmng und anderen dringenden Arbeiten. Außer zwei Hasensonntagen war der Flottille ein Ruhetag vergönnt. 12 874 Sm., das sind mehr als 24 000 Kilometer, wurde zurückgelegt in einem durch Minen und Unterseeboote gefährdeten Gebiet. Außerdem wurden 57 Fahrten zür Freihaltuug der Seewege ausgeführt. Nicht weniger als 50 Dampfer wurden nach Norwegen. geleitet. Nur einer ging durch einen feindlichen Torpedo verloren. 2000 Soldaten wurden auf den Flottilleitbooten selbst nach Norwegen befördert. Sechs leindliche Unterseeboote wurden durch die Boote der Flottille Vernichtet. Feindliche Bombenflugzeuge wurden wiederholt durch Flakfouer vortrieben.
Andere M i n e n f a h rze u g f l otti I le n haben gleichfalls höchst rühmliche Ergebnisse auszuweisen. Der Krieg gegen Sowjetrußland hat besonders schwierige Aufgaben gebracht. Die Fahrzeuge der Minensuchflotttl- len sind seetüchtige Boote von etwa 600 Tonnen, die Bewaffnung besteht aus ein oder zwei 10,5-ow-Eeschützen und leichten Fla-Waffen. Die Räumboote sind flachgehende Motorboote von 50—60 To., die für das Wegräumen flachstehender Sperren, zur Verfolgung von U-Booten und ähnlichen Zwecken eingesetzt werden.
Die Besatzungen dieser Minenfahrzeuge sind größtenteils aus Offizieren und Mannschaften der Marine-
reserve zusammengesetzt, Männer aus den verschiedensten Berufszweigen, weit her aus dem Binnenlands stammend, die sich überraschend schnell in diesen stra- pazenreichen, gefahrvollen Dienst eingearbeitet haben. Mit wettergebräunten Gesichtern stehen sie heute ihren Mann im Sommer und im Winter, in Stürmen schwerster Art. Dasselbe gilt für die Besatzungen der Vorpostenboote, meist früherer Fischdampfer, denen man die notwendige Ausrüstung und Bewaffnung gegeben hat. Auch diese Männer können berichten von manchem Gefecht mit feindlichen Seestreitkräften und Flugzeugen. So wurden, um ein Beispiel herauszugreifen, im vorigen Herbst drei britische Schnellboote von zwei Küsten- booten vernichtet, also drei mit allen Mitteln des modernen Krieges ausgerüstete pfeilschnelle Fahrzeuge von zwei schwach armierten schwerfällig manöverieren- den Fischdampsern. — Wahrlich ein glänzendes Ergebnis für Führer und Besatzungen! — Erwähnt sei auch die ständige Wachsamkeit verlangende Tätigkeit der Hafenschutzflottillen.
Alle diese Einheiten, ob sie draußen im Niemands- gebiet des Ozeans, ob sie vor den minengesährdeten eigenen Küste» wirken, tun in einer Weise ihre Pflicht, daß den Feinden noch kein einziger erfolgreicher Angriff auf unsere Küsten geglückt ist. Manche ehrenvolle Auszeichnung ist ihren Besatzungen zugegangen und achtungsvoll und dankbar wird nach des Großadmirals Worten die Geschichte dieses Krieges ihrer Leistungen gedenke».
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d. Berlin, 7. Juni. Deutschland am Boden, die japanischen Inseln zerschmettert, Italien aus der Front der Dreiermächte geboxt — das waren die Hoffnungen des amerikanischen Präsidenten, die er vor kaum mehr als sechs Monaten durch seine Admirale, durch seine Staatssekretäre und Lautsprecher des Weißen Hauses verkünden ließ. AIs ihren Urheber bekannte er sich selbst in Proklamationen, Botschaften, Rundfunkansprachen und Käminplaudereien. An diesem Wochenende waren nun genau sechs Monate vergangen, seit die japanischen Streitkräfte durch ihren rechtzeitigen Gegenangriff die amerikanischen Konzepte wertlos machten, die USA.» Pazifikflotte im Perl-Hafen lahmschlugen und eine Entwicklung einleiteten, die dem einst so großmäuligen USA.-Präsidenten heute Veranlassung ist, dem USA.- Publikum klägliche Mutpillen zu verabreichen, die unter dem Motto stehen: „Wir haben die größten militärischen Schlachten verloren, aber wir sind im Begriff, die Produktionsschlacht zu gewinnen." Da nur erlogene Siege zur Verfügung stehen und nur verlorene Schlachten, bestehen diese Mutpillen nach alter Rooseveltscher Manier wieder aus Riesenzahlen, deren praktische Ver- wertbarkeit jedoch selbst von der USA.-Presse äußerst skeptisch beurteilt wird. Nach offiziellen Angaben des Weißen Hauses soll das Arbeitsheer in den USA. 53,5 Millionen umfassen, davon 10,8 in der Landwirtschaft, 10,5 in<k>er Rüstungsindustrie und der Rest in anderen Gewerben. Bis zum Jahresende soll sich die Zahl der Rüstungsarbeiter auf 17 Millionen erhöhen. Die Kriegskosten der USA. betragen wöchentlich 1500 Millionen Dollar. Außer Verlusten an Gegenständen — so umschreibt das Weiße Haus die verlorenigegaugenen strategischen Posten — sind an Menschenleben 4330 Tote, 2941 Verletzte, 4694 Vermißte und etwa 50 000 Gefangene zu beklagen.
Die Bilanz — hier verlorene Schlachten, dort einige Ziffern ohne große Bedeutung — hat jedoch selbst die ernsthafteren Militärbeobachter in der amerikanischen Presse zu recht düsteren Kommentaren veranlaßt, die die Mutpille Roosevelts praktisch wieder wertlos machen. „Wir unterlagen in den ersten Angriffen der Japaner im Pazifik, konnten uns aber auch für diese Verluste im Atlantik nicht schadlos halten", schreibt die „Newyork Times", „im Gegenteil, die deutschen U-Boote versenken gerade im erschreckenden Verhältnis Frachter. Seit Mitte Januar haben wir nicht nur etwa dreihundert Schiffe verloren, also viel mehr als wir kauen können, sondern damit deren wertvolle Ladung und einen großen Teil der Matrosen." Was nütze die Gewinnung der Produktionsschlacht, so meint das Blatt, wenn gleichzeitig offiziell zugegeben werden muffe, daß der Kampf gegen die deutschen U-Boote außerordentlich schwierig sei, da diese einen Stand der Vervollkommnung erreicht hätten, der ihnen eine Geschwindigkeit von 14 bis 22 Knoten bei Mitführung sehr guter Kanonen und 16 Torpedos gestattet.
Die Schiffahrt spiele in diesem Krieg beim Zusammenwirken-der USA. und Großbritannien eine überragende und fundamentale Rolle, betont auch der bekannte Militärkritiker der Columbia-Broadkasting-Cor- poration, Major Fielding Elliot, in einem Artikel für die amerikanische Zeitschrift „Look", der in der USA.- Oeffentlichkeit besonderes Aufsehen erregte, weil er erstmals zugegeben hat, daß Roosevelts Angaben vollkommen auf Bluff aufgebaut sind. Da die amerikanische Kriegsproduktion und die Ausbildung geschulter Soldaten noch nicht ihren geplanten Höhepunkt erreicht habe, betont Elliot, und da das Transportwesen insbesondere auf dem Gebiet der Schiffahrt, sehr im Argen liege, könne die Beteiligung der Vereinigten Staaten an den eigentlichen Kriegshandlungen nur ganz begrenzter Natur sein. Man dürfe ,sich nicht der Aussicht verschließen, Laß die.-Verbündeten im lausenden
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Seit Beginn der Schlacht in Nordafrika (26. Mai) wurden bisher 10 000 Gefangene eingebracht und 550 Panzer sowie 200 Geschütze erbeutet.
Der Ring nm eingeschlossene Sowjetverbände im Mittel- und Nordabschnitt der Ostsront wurde weiter verengt.
Das Kaiserlich-Japanische Hauptquartier gibt eine stolze Bilanz über den bisherigen Ostasienkrieg: 342 000 Gefangene wurden eingebracht.
Die angloamerikanische Presse ergeht sich am Halbjahrestag des Kriegseintritts der USA. in düsteren Betrachtungen über die katastrophale Schifssraum- not der Alliierten.
Der Führer hat sür -Obergruppenführer Heydrich ein Staatsbegräbnis angeordnet.
Reichspostminister Ohnesorge vollendet heute sein 70. Lebensjahr.
Der Bann 75 Vremen der Hitler-Jugend führte gestern seine Bannmeisterschasten durch.
Auf der Weser fand eine Kanu-Kurzstrcckenreqatta mit Rekordbeteiligung statt.
Werder schied nach unglücklicher 4:3-Niederlage gegen die Ossenbacher Kickers aus der Deutschen Fußballmeisterschaft äus.
Schalke, Vicnna und Blau-Weiß sind neben den
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