Ausgabe 
(6.6.1942) Nr. 153
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parteiamtliche lageszeitung

Das flmisbiott des Negierenden Bürgermeisters der Zreien Hansestadt Bremen

Nr. 15Z ,12. Jafirgang

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Anzeigenpreise und Auf­nahmebedingungen laut Preisliste. Ausnahmetermine ohne Verbindlich­keit. Geschäftsstellen: Bre­men: Geercn 6/8, Ruf: 219 31; Nachtruf und sonntags 247 65; Obernstraße 86, Ruf: 219 31; Syke: Mühlendamm 2; Bremen- Hemelingen: Bahnhofstraße 6, Ecke Poststraße, Ruf: 4 34 58; Bremen- Vegesack, Nohrstraße 24, Ruf 4 u. 8; Bremen-Blumenthal: Kapt.- Dallmann-Str: 41/43; Ruf: 88 u. 89

der Nationalsozialisten Vremens

flmliiches verkündungsblatt des Beichsstattifalters In Oldenburg und Bremen

Sonnabend, S. Juni 1942

kinzelpreis 1S Npf.

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krsolge Japans an den Spillen eines Niesendreiecks / Sie Stoßkraft unseres verbündeten

Mungkings stngft

Drabtbericht unserer Berliner Schriftlcitung ckr. v. soll. Berlin, 5. Juni. Gewaltig in seinen Dimensionen ist das sphärrsche Riesen-Dreieck im Raume des Pazifischen und Stillen Ozeans, von dessen Spitzen Alaska, Sydney und Madagaskar, jetzt gleichzeitig groß­artige und überraschende Ersolge unserer japanischen Verbündeten gemeldet werden. Dieses ungefähr recht­winklige sphärische Dreieck erstreckt sich von Alaska im äußersten Norden über die Midway-Jnseln bis zum rechten Winkel bei Sydney und von dort bis zu dem Kriegshafen Diego Suarez an der Nordspitze von Ma­dagaskar.

Im einzelnen liegen aus diesem Raum folgende Mel­dungen vor:

1. Das japanische Hauptquartier gab am Freitag um 17.10 Uhr bekannt, daß eine Spezial-U-Boot-Flot- tille am 1. Juni um 3.10 Uhr mit Erfolg in den Hasen von Sydney eingedrungen ist und ein feind­liches Kriegsschiff versenkt hat. Von den Spezial- U-Booten, die an dem Angriff teilnahmen, sind drei bisher zu ihren Stützpunkten nicht zurückgekehrt.

2. Um 18 Uhr wurde bekanntgegeben, daß Sonder­einheiten der U-Voot-Waffe der japanischen Marine im Morgengrauen des 31. Mai bei einem Ueber- raschungsangriff auf Diego Suarez (Madagaskar) ein britisches Schlachtschiff der „Queen-Elizabeth"-Klassc (3V Süll Tonnen) und einen Leichten Kreuzer der „Arethus"-Klasse (S22Ü Tonnen) spedierten und schwer beschädigten.

3. Das USA.-Marine-Departement gab nach einem Reuter-Bericht aus Washington bekannt, daß japa­nische Flugzeuge am Donnerstag die Midway-Jnseln angegriffen haben.

4. Japanische Streitkräfte, die in China längs des Fu-Flusfes vorstoßen, drangen am frühen Morgen des 5. Juni in einen Teil von Foutschau (Kiangsi) ein. Nach Vernichtung der Resttruppen des Feindes befetzien sie die Zitadelle. (Foutschau liegt etwa 100 Kilometer südostwärts von Nantschang, der Hauptstadt der Provinz Kiangsi, und ist nicht zu ver­wechseln mit der gleichnamigen Hauptstadt der Pro­vinz Fukien.) Ferner wurde Tutschang, in der Mitte des Ostufers des Pojangsees, besetzt. Bei Jaotschin, einem wichtigen strategischen Punkt am Norduser des Sees, landete eine stärkere japanische Einheit.

Ueber die wiederholten Luftangriffe auf Dutch Har- bour, die in den Vereinigten Staaten und bis nach Panama hinab wilde Panikstimmung ausgelöst haben, liegt von amtlicher japanischer Seite noch kein Bericht vor. Die Japaner haben es nicht eilig und auch nicht nötig, ihre Siegesnachrichten zu überstürzen. Sie war­ten in Ruhe die Meldungen der beteiligten Komman­danten ab, um die höchste Zuverlässigkeit der Bericht-

wieder 14 britische slugieuge abgeschossen

Berlin, 5. Juni. Wie das Oberkommando der Wehrmacht mitteilt, kam es in den Nachmittagsstunden des Freitag zu einem Luftkampf über der belgischen Küste, wo einige britische Bombenflugzeuge in Be­gleitung zahlreicher Spitfire angeflogen waren. 2n kur­zer Zeit wurden 5 britische Flugzeuge abgeschossen. Fast zur gleichen Zeit wurden über der Seinebucht acht bri­tische Flugzeuge von Focke-Wulf- und Messerschmitt- Jägern abgeschossen. Gegen 15 Uhr stellten deutsche Jagdflieger einen anderen britischen Flugzeugverband an der westfranzösischen Küste und schössen eine Spitfire ab. Damit haben die Briten ihre heutigen Unterneh­mungen, die durch vereinzelte Bombenabwürfe nur un­wesentliche Schäden verursachten, mit dem Verlust von 14 Flugzeugen bezahlen müssen.

erstattung zu verbürgen. Erfolge ^vor Madagaskar und im Hafen von Sydney, die jetzt gemeldet werden, liegen schon fünf bis sechs Tage zurück. Daß man von englischer Seite über die Torpedierung eines Schlacht­schiffes und eines Kreuzers vor Madagaskar noch nichts gehört hat, liegt auf der Linie der nachrichtlichen Tak­tik, die Churchill im Hinblick auf Versenkungen und Beschädigungen von Kriegsschiffen angeordnet hat. Man braucht nur auf das Beispiel des Schlachtschiffes „Bar- ham" zu verweisen, dessen Versenkung erst nach Mo­naten zugegeben wurde. Wenn Churchill heute bei der Bekanntgabe von Flugzeugverlusten nach Luftangriffen gegen die deutsche Zivilbevölkerung so erstaunlich offen­ist, so hat das seinen besonderen Grund in der Absicht, die Illusion von „Mammutangrisfen" aufrechtzuerhalten und den Bolschewiken Sand in die Augen zu streuen.

Dutch Harbour, Midway, Sydney und Madagaskar als Schauplätze gleichzeitiger großer japanischer Waf- fenerfolge in. dem gewaltigen Raum mit glohalen Ent­fernungen: Das ist eine überwältigende japanische De­monstration der Tatsache, daß die Macht, die der Prahl­hans Knox in spätestens neunzig Tagen so nebenbei erledigen wollte, heute so gut wie unangefochten die Bereiche des Pazifischen und des Indischen Ozeans be­herrscht und nach allen Richtungen, Angriffe unter­nehmen kann, ohne daß die Feinde dagegen etwas wirksames zu unternehmen vermöchten.

Besonders schwer betroffen dürften sich die Engländer auf dem Flottenstützpunkt in Madagaskar fühlen, den sie erst kürzlich dem früheren französischen Bundes­genossen gestohlen haben. Japanische Spezial-U-Boote auf dem Verbindungswege nach Indien und nach dem Persischen Golf — darauf dürften die Herrschaften in der britischen Admiralität wahrscheinlich mit einer Gänsehaut des Gruseln? reagiert haben.

Mit der Einnahme der Stadt Foutschau in der Provinz Kiangsi haben sich die Japaner eine Riegelstellung für ihren weiteren Vormarsch gesichert, die gleichzeitig die Gefahr der vollkommenen Abschnürung der aus Lsche- kiang flüchtenden geschlagenen Tschungking-Truppen ein­schließt. Auch Tschungking selbst muß japanische Erfolge aus den verschiedensten Frontabschnitten zugeben. So wird berichtet, daß die japanischen Truppen bei ihrem Vormarsch nördlich von Kanton Puan-tan Gyn erreicht und neue Erfolge in der Provinz Tschekiang und von Burma aus zu verzeichnen haben. Die wachsenden Sor­gen Tschungkings werden in einer Erklärung des Tschun- king-Außenministers Sung gespiegelt. Sung sagte, daß Nachrichten über „massenhafte japanische Truppenkonzen- trierungen" bei Hankau vorlägen und daß alle An­zeichen darauf schließen ließen, daß die Japaner einen noch größeren Sturm gegen Tschungking-China für die kommenden Wochen vorbereiteten. In London begriin- (Fortsetzung auf Seite 2)

Britischer Schandbefeht gefunden

deutsche degenmaßnaftmen gegen desangenenmißkandlung in Libgen

Aus dem Führerhauptquartier, 5. Juni. Das Oberkommando der Wehrmacht gibt bekannt: „Im Süd teil der Ostfront wurden geringfügige Angriffe des Feindes abgewehrt und im Gegenstoß Gelände gewon­nen und Gefangene eingebracht. Im mittleren und nördlichen Abschnitt wurde bei eigenen Angriffen zäher feindlicher Widerstand gebrochen und das gewon­nene Gelände vom Feinde gesäubert. Küstenartillerie des Heeres bekämpfte mit guter Wirkung Schiffsverkehr in der Bucht von Kronstadt. Die Luftwaffe bekämpfte bei Tag und Nacht Flugplätze und Eisenbahnverbindungen der Sowjets.' — In Nordafrika wurden britische Gegenangriffe unter Verlusten für den Feind abge­schlagen. Die deutsche und italienische Luftwaffe grif­fen mit guter Wirkung in die Kämpfe ein. In Luft- kämpfen verloren die Briten 2K Flugzeuge. Vor Tobruk griff ein deutsches Unterseeboot einen durch Flugzeuge und Sicherungsfährzeuge stark gesicherten Geleitzug von drei Transportern an und erzielte zwei Torpedotresser. — An der Ostküste Englands wurden in der letzten Nacht Hafen- und Werftanlagen von Sunderland mit Spreng- und Brandbomben be­legt. An der Kanal küste verlor die britische Luft­waffe am gestrigen Tage in Lustkümpfe» und durch Flakabwehr zehn Flugzeuge.

Bei den Kämpfen in Nordafrika wurde ein Befehl der 4. englische» Panzerbrigade erbeutet, in dem es heißt, daß Gefangenen weder Nahrung, Schlaf, Wasser, Entgegenkommen noch Bequemlichkeiten irgendwelcher Art gewährt werden dürfen, solange das Verhör durch die zuständigen Stellen nicht durchgeführt worden ist. Das deutsche Oberkommando der Wehrmacht hat daher befohlen, daß vom 6. K., 12 Uhr mittags an, die in der jetzigen Schlacht in Afrika gefangengenommenen und in deutscher Hand befindlichen Offiziere und Mann­schaften so lange weder zu essen noch zu trinken be­kommen, bis dieser schändliche, jeder Menschlichkeit hohn­sprechende Befehl aufgehoben und dies durch eine amt­liche englische Erklärung dem deutschen Oberkommando der Wehrmacht zur Kenntnis gebracht worden ist."

b. Der britische Schandbefehl in Nordafrika hat dem Begriff „Fairneß" ein neues Attribut englischer Men­talität hinzugefügt. Das Niveau der GPU., das Eng­land schon in vielen Fällen sorgsam zu wahren suchte, hat in der Behandlung der Gefangenen in Nordasrika einen Tiefstand erreicht, wie er bisher nur noch von den sadistischsten Henkern Stalins gehalten wurde. Die Leiden der Gefangenen zu schildern, die auf Grund des britischen Befehls in der sommerlichen Glut der Wüste nach der Erschöpfung des Kampfes weder Wasser noch Nahrung bekommen sollen, die seelische Verfassung die­ser Soldaten zu beschreiben, die neben der Depression der Gefangenschaft noch die sadistische Methode des Nichtschlafenlassens über sich ergehen lassen sollen — dies alles können wir uns ersparen. Die Schau dieser Leiden ist jedoch notwendig, um die Notwendigkeit der deutschen Vergeltung ganz klar werden zu lassen. So wie das Reich es nicht hinnehmen konnte, daß britische Bomber nachts deutsche Wohnviertel mit un­ersetzlichen Kulturgütern vernichten, ohne daß die Ver­geltung in das Land Churchills getragen würde, so gab es keine andere Möglichkeit, den Briten die Ver­werflichkeit ihres Befehls vor Augen zu führen, als Gegenmaßnahmen anzuordnen, daß die englischen Ge­fangenen die gleichen Erfahrungen machen werden, wie sie deutschen Gefangenen zugemutet werden.

Zu dem Angriff deutscher Kampfflugzeuge gegen Sunderland an der Ostkllstc Englands teilt das Ober­kommando der Wehrmacht weiter mit: Als die deutschen Kampfflugzeuge kurz nach Mitternacht bei wolkenlosem Himmel über dem Zielgebiet erschienen, versuchten bri­tische Flakbatterien aller Kaliber durch dichtes Sperr­feuer die Angriffe der deutschen Flugzeuge abzuwehren. Trotzdem gelangten die deutschen Kampfflugzeuge bis über das Innere der Stadt. Zahlreiche Sprengbomben fielen in das Stadt- und Hafengebiet, während Zehn­tausende von Brandbomben ausgedehnte Brände vor allem im Nordwesttteil von Sunderland hervorriefen. — In Sunderland befinden sich zahlreiche Werften, die dem Bau von Handelsschiffen dienen. Außerdem besitzt Sunderland einen der bedeutendsten Kohlenhäfen Eng­lands.

Sie deutsch-finnische sreundschaft und wafsenkameeadschoft eine fier;ensanselegentieit

Herzliche freude siimlands über den Vesuch des sichrere

Drahtbericht unserer Berliner Schriftleitung

b. Berlin, 5. Juni. Die Gedanken des deutschen Volkes weilten an dem Tag, an dem der Führer dem ehrwürdigen Marschall Mannerheim persönlich die Glückwünsche der deutschen Nation ausdrückte, mit be­sonderer Herzlichkeit bei den finnischen Waffenbrudern. „Wenn Adolf Hitler sich von seiner gewaltigen Arbeit für kurze Augenblicke losgerissen und Zeit gesunden hat, die Reise nach Finnland zu machen, so ist das mehr als eine bloße Geste", schreibt heute die finnische Zeitung „Uusi Suomi", und drückt damit Gefühle aus, die im deutschen Volk mit gleicher Intensität zum Aus­druck kommen. Es war keine Geste, denn hinter dem Vesuch steht die Bewunderung des deutschen Feldherrn und des hinter ihm stehenden Volkes für die vom Mar­schall Finnlands, Freiherr» Mannerheim, geführten Kameraden und für die gesamte finnische Nation, die ihre Kräfte bis zum äußersten angespannt hat, um diesen Krieg siegreich zu beenden.

Die Kameradschaft zwischen den deutschen und finni­schen Soldaten, die in den Tagen heißen Vorwärtsstür- mens geboren und in den harten Monaten des barbari­schen Winters in der Einöde der Tundra gefestigt wurde, bekam ihre Krönung durch den Händedruck der beiden Feldherren. Der Führer hat in seiner Glllck- wunschansprache der Bedeutung dieses Händedrucks als Dolmetsch des gesamten deutschen Volkes Ausdruck ge­geben: Der Kampf der beiden Nationen und das Mar­schieren der Söhne beider Völker Schulter an Schulter jür eine neue Zukunft wird die deutsch-finnische Freund­

schaft für alle Zeiten unzerbrechlich werden lasten. Das ganze deutsche Polk denke in diesem Augenblick so, wie er spreche, fügte der Führer hinzu und stellte damit fest, daß die deutsch-finpische Freundschaft und Waffenbrüder­schaft eine Herzensangelegenheit unseres ganzen Vol­kes ist.

Die Gefühle des deutschen Volkes für die finnische Nation sind sehr unterschiedlich von den Sentiments der sogenannten Demokratien, die positive Worte zur Ver­fügung hatten, als der sowjetische Koloß das kleine Finnland im Winter 1939 überfiel und schier zu er­drücken schien, die aber mit auffallender Schnelligkeit das Vorzeichen dieser Worte wechselten, als das finnische Volk trotz allen erlittenen Ungemachs und trotz aller im Winterfeldzug erlittenen Schwächung wie ein Mann bereitstand, an der Seite Deutschlands den Sieg gegen den großen Feind Europas im Osten zu erringem Als Finnland allein gegen den sowjetischen Bären im Kampf stand, als Deutschland mit wehen Gefühlen den finni­schen Verteidigungskampf, geführt auf einsamem Posten, ansehen mußte, kamen Sympathiebotschaften aus Lon­don und Washington in Helsinki an. In dem gleichen Augenblick jedoch, als Finnland die europäische Mission des Kampfes gegen die Sowjetunion mit zu tragen be­gann, erklärten England und Amerika dem tapferen finnischen Volk ihre Feindschaft, die bis zur englischen Kriegserklärung führte. Die Note Londons war prak­tisch bedeutungslos, dem finnischen Volk aber hat sie die Bedeutung des Kampfes, der hier vor allem der Siche­rung des Nordens gilt. mit aller Drastik vor Augen geführt.

- 2 >e < 5 ,anen waren von oem «e>uly Aoois Hitle überrascht. „Die Nachricht, daß der deutsche Reichskanzl und Oberbefehlshaber der deutschen Wehrmacht die Fah in unser Land unternommen hat, um Mannerhej seine Wertschätzung und Hochachtung zu bezeigen, durc fuhr uns wie ein elektrischer Schlag", schreibt „Husvu stadsbladet". Doch kaum zwei Stunden wäre seit d Verbreitung der Nachricht vergangen, da brachten d finnischen Zeitungen in ihren Leitartikeln Gefühle zu Ausdruck, die in ihrer Formulierung dem deutschen Vo zeigen, daß seine freundschaftlichen Gefühle für die si Nische Nation durchaus auf Gegenseitigkeit beruhen. ,F die Freude über die Aufmerksamkeit, die unser groß Bundesgenosse uns erwies", so schreibt"..Hufvudstad bladet" weiter, „mischte sich ein Gefühl des Stolzes üb die Bedeutung, die unserem Land und seiner Armee i Kampf gegen den Bolschewismus zugemessen wird D beiden Gestalten, die — jede für sich — in ihren Lä dern den Willen ihrer Völker vertreten und vom Vo satz beseelt sind, den Kamps gegen den gemeinsam, Feind zu einem glücklichen Ende zu führen, trafen si auf finnischer Erde. Dieses Zusammentreffen schließt fi uns die Gewißheit ein, daß die Waffenbrüderschaft zu schen unseren Völkern immer erhalten wird, sie ve spricht uns eine lichtere Zukunft". Die Zeitung „U> Suomi" betont: „Wir Zweifeln nicht einen Aügenbl än den endgültigen Ergebnissen dieses Krieges. E neues Glück wird für Europa entstehen, und so wert, wir das gestrige Ereignis als eine geschichtliche Tatsack der das finnische Volk gebührende Bedeutung beimi und die unzweifelhaft in der ganzen Welt größte Ar merksamkeii finden wird."

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Von Helmut Lüncksrmsnn,

Ltabslsitsr des llsicbsprsssscksks

Die Härte des Winters liegt nun schon seit Wochen hinter uns. Aber noch sind die Gespräche nicht ver­stummt und die Berichte nicht beendet, die von manchem Schweren erzählen, das unter den besonderen Unbilden der Monate gerade des letzten Winters überwunden werden mußte. Die Erinnerung, die das Einzelgeschehen in einer größeren Schau zusammenfaßt, läßt die wahre kämpferische Leistung dieser Monate des Ausharrens in einer widrigen Natur in ihrer vollen Bedeutung erkennen. Von einer wahren heldischen Größe sprechen die Berichte über die harten Einzelkämpfe der Front im Osten, bei denen der Eesamterfolg des Haltens der großen Verteidigungslinie von dem unerbittlichen Ein­satz jedes einzelnen so entscheidend bestimmt wurde, daß die Heimat daran ein Vorbild für alle Zukunft gewin­nen wird.

Nur die Gläubigen hatten in den Härten dieses Winters eine Hoffnung, zu bestehen, weil sie über die Schwere des Tages hinübersahen auf eine fernere Zu­kunft. Nur die Entschlossenen hatten eine Chance, all der Schwierigkeiten Herr zu werden, weil das höhere „es muß" in ihnen ihre Kraft verstärkte, nur die Tapferen Könnten auch das Schwerste überwin­den, weil der Weg zum Durchholten durch alle Prü­fungen des Mutes führte. Weit es diese Millionenzahl der Gläubigen, der Entschlossenen und Tapferen im deutschen Soldatentum gab — deshalb hat die Front nicht nur gehalten, sondern trotz all des Schwierigen mit der aufsteigenden Sonne des Sommers wieder den alten Angriffsgeist u-nü die gleiche Stoßkraft bewahrt, der den Marsch der deutschen Wehrmacht so unbezwing­bar macht Welche Opfer aber wären gefordert worden, wenn etwa feige Flucht, schwächliches Zaudern oder auch nur mutloses Nachgeben unsere Front im Osten ge­schwächt hätten? Weil unser Soldatentum der Härte trotzte, das Schwierige meisterte und dem Feind ent­schlossener denn je entgegentrat, ist yus dem Angriff der Sowjets ein Sieg unserer Welt geworden!

Das ist die Lehre, die die Heimat aus dem Vorbild ihrer Soldaten immer wieder ziehen mag: Feigheit und Schwäche sind die Stufen in das dunkle Reich des Todes und des Chaos. Im Kampf um Sein oder Nichtsein hilft nicht allein das bessere Recht, es muß verbunden sein mit dem Mute, auch Schwerem zu begegnen und mit der fanatischen Entschlossenheit, den Weg zum Siege zu erzwingen.

Unsere Soldaten haben uns in diesem Winter gezeigt, welche Schwierigkeiten der Tapfere zu meistern vermag. Sie haben recht behalten mit ihrer Entschlossenheit, dem Feind auch unter den härtesten Bedingungen rücksichts-

Neue MNerkreu;lröger

Berlin, 5. Juni. Der Führer verlieh das Ritter­kreuz des Eisernen Kreuzes an Oberst Heinrich Frei­herr von Lüttwitz, Kommandant eines Schützen- Regiments; an Oberleutnant Joachim Voß, Kom­panieführer in einem Schützen-Regiment.

los zu trotzen, und sie haben bereits mit zwei gewalti­gen Vernichtungsschlägen der Welt bewiesen, daß der Tapfere durch Härte nicht schwächer, son- dern stärker wird.

Diese geschichtliche Beweisführung über eine Haltung, die jeder der Heimat in anderen Formen, aber mit dem gleichen charakterlichen Inhalt bewähren kann, mag manchen derer zu denken geben, die den Forderungen des Krieges bisher mehr passiv als aktiv, mehr duldend als handelnd gegenüberstanden. Alle die Schwachen, die seufzten, statt zu rufen, können an dem Beispiel, unterer Winterkämpfer, das sich in den ersten großen Siegen dieses Jahres so wunderbar vollendete, lernen, was es heißt. Deutscher und Nationalsozialist zu sein. Die vie­len, vielen Starken in unserem Volke aber. die wie ein festes stählernes Gerüst unsere Ration durchziehen, mögen sich in einer stillen Stunde sagen, daß ihr tapfe­res Herz ihnen den rechten Weg gewiesen hat und daß sie seiner Stimme frohen Mutes weiter folgen dürfen.

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Im mittleren und nördlichen Abschnitt der Ostfront wurde zäher feindlicher Widerstand gebrochen.

Vor Tobruk wurden Torpedotresser auf einen feindlichen Eeleitzug exzielt.

In Libyen wurde ein unfaßbarer britischer Befehl zur Gesangenenmißhandlung gefunden, der schärfste deutsche Gegenmaßnahmen ausgelöst hat.

Unsere Luftwaffe belegte Hafen- und Werftanlagen von Sunderland mit Bomben.

Die USA. haben an Rumänien. Bulgarien und Ungarn eine ans Lächerliche grenzende Kriegs­erklärung gesandt.

Die Lage Tschungkings wird in Auswirkung der japanischen Offensive immer hoffnungsloser.

Die Namen Madagaskar, Sydney und Dutch Har­bour sind als neue japanische Erfolge in die Kriegsgeschichte eingegangen.

se,eruch erstaufgeführt.

Gauleiter LÜegener reiste zur Abwicklung Dienstgeschaften für einige Tage nach Norwegk Stabschef Lutze zeichnete einen Bremer SA.-M zu dessen 75. Geburtstag besonders aus.

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