Ausgabe 
(23.5.1942) Nr. 140
Seite
1
 
Einzelbild herunterladen

rundpreise:

Anzeigen -

E<schrInk7maltvSchentNch

Monalsbezug 2,30 einschl. Zu­stellgebühr- PostbezugSpreiS monatl. 2,30 ML (einschl. 30,1 Post- zeitungsgebühr) zuzügl. 42 3^/ Be­stellgeld. Bezugspreis ist im voraus zahlbar. Postscheck: Hamburg 17272. Eine Behinderung der Lieferung rechtfertigt keinen Anspruch auf Rückzahlung des Bezugspreise«. Verlag: NS.-Tauverlag Weser- EmS GmbH., Bremen, Teeren KV. Fernsprecher 219 31, Nachtruf und sonntags 247 65. Sprechzeiten: Verlag: werktäglich 12 bis 13 Uhr; Schriftleitung: 12»/, bis 13)4 Uhr.

oikMl lelliW

parteiamtliche Tageszeitung

Das Amtsblatt des Negierenden vürgermeisters der Zreien Hansestadt vremen

W

Die I mw hohe und 22 ww breite Zeile tm Anzeigenteil 13 3A3. Die 78 mw breite und I rnw hohe Zelle lm Tertteil 75 Ermaß. Grundpr. (für Klein- u. Familienanzelg. u. a.) sowie sonstige Beding. Preisliste 9 Nachlaßskaffel 6. Geschäftsstellen: Bremen: Geeren 6/8, Nuf 2 19 31? Nachtruf und sonntags "47 65? Obernstr. 86. Nuf 219 31? Svke: Mühlendamm 2? Br.-Hemellngen: Bahnhofstr. 6. Ecke Poststr., Nuf 4 34 58? Br..Vegesack. Nohrstr. 24, Nuf 4 u. 8? Br.-Blumenthal: Kpk.- Oallmann-Str. 41/43, Nuf 88 u. 89

der Nationalsozialisten Vremens

flmtliches verkündungsblatt des Neichsstattlialkers in Oldenburg und vremen

Nr. 140/12. Jahrgang

Sonnabend, 2Z. Mai 1942

kinzelpreis 15 Npf.

keisrlicksr Vsrlaus «Iss 5lac>ts«I«1vs im ^vsaiksaal clsr k^suen NsickskonLlei

des fülirers slbschied von tarl Növer

Nosenbecg: der Salzn des Stedinger Landes gekört zur Seschichte der nationalsozialistischen Nevolution

Sie Männer -es Nordseegaues sichren ihren toten Sauleiter heim

(Drahtbericht unserer Berliner Schriftleitnng)

b. Berlin, 22. Mai. Die Fahnen der Bewegung sind halbstock gesetzt! Als die dritte Mittagsstunde des Freitag von den Türmen der Eaustadt Oldenburg der Hansestadt Ler Nordsee nnd von den Rathaus­glocken im Raume zwischen Weser und Ems gekündet wurde, weilten die Gedanken der Männer und Frauen des Nordfeegaues bei ihrem toten Gauleiter, an dessen Bahre in diesem Augenblick der Führer der Nation stand, um Abschied zu nehmen von einem seiner treuesten Mitkämpfer. Der Staatsakt im Mo­saiksaal der Neuen Reichskanzlei war der letzte Gruß Adolf Hitlers, ein Symbol der Treue und der Ver­bundenheit zwischen diesen beiden Männern, zwischen dem Führer Adolf Hitler nnd dem Gefolgsmann Carl Rover, dem Alfred Rosenberg in seiner Gedenk­rede zurief:Wenn in deinem Land Männer, Frauen und Kinder wieder im Sturmgebraus das Lied deiner Heimat in voller Freiheit singen können, dann ist dies dein Werk gewesen. Und wenn der Führer heute auf ein freies und stolzes Grogdeutsch­land blicken kann, dann hast du als einer seiner treuesten Gauleiter das deinige getan, eines der vielen Länder in dieses Erotzdeutschland zu führen. Wir alle grüßen dich in alter Freundschaft und wissen, daß das Werk eines Mannes, wie du, weiterleben wird, «in Vorbild sein muß den kommenden Ge­schlechtern, die einmal in ihrer Weise den Lebens­kampf für das große deutsche Reich zu führen haben, damit es für immer stark und blühend erhalten bleibt!"

Ganz Deutschland gedenkt dieses Mannes. Wir standen an der Bahre Carl Rovers als einer der vielen aus dem Gau Wefer-Ems, die an diesem Tage in Berlin weilten und in dieser Stunde voller Stolz fühlten, daß unser Wissen um die Größe unse­res toten Gauleiters nicht nur in unseren Herzen lebt. sondern im großen Deutschen Reich den Wider­hall gefunden hat. den die Arbeit Carl Rovers in der Nordwestecke Deutschlands finden mußte, die Arbeit und das Lebenswerk des Sohnes uitserer Heimat!

Berlin hat sein Trauergewand angelegt. Von den Gebäuden der Oberkommandos, von den Ministerien, den Dienststellen der Partei wehen dje Fahnen halbstock, halbstock wie an diesen zwei Tagen der zu Ende gehenden Woche der Gau Weser-Ems im Zeichen der umflorten Fahnen steht. Die sterbliche Hülle des Gauleiters ist in den Mittagsstunden von dem Haus der Auslandsorganisatioii der NS- DAP. am Fehrbelliner Platz in feierlichem Zuge zur Neuen Reichskanzlei übergeführt worden. Stumm grüßen Gauleiter Bohle, seine Mitarbeiter und die Volksgenossen auf dem weiten Platz den Sarg, der bei den Klängen des Präsentiermarfches auf die Lafette gesetzt wird, während die Ehrenkompanie der SA.-StandarteFeldherrnhalle" unter das Ge­wehr tr-ttt und den Trauerkondukt durch die Stra­ßen der Reichshauptstadt zum Mosaiksaal der Neuen Reichskanzlei führt.

Die Berliner grüßen am Hohenzollerndamm, in der Spichernstraße, der Budapester Straße, amTier-

MM

garten, auf dem Skagerrakplatz, der Hermann- Göring-, der Boß- und der Wilhelmstraße den toten Gauleiter, dessen Sarg vom stellvertretenden Gau­leiter Eörlitzer, dem Eaustalb Berlin und sämtlichen Kreisleitern der Reichshauptstadt geleitet und unter dumpfen Trommelwirbeln vorbei an einer Ehren­kompanie der LeibstandarteAdolf Hitler" über den Ehrenhof in den Mosaiksaal getragen wird'.

Im Mosaiksaal

Die Fa!hue der Bewegung umhüllt den von der Mütze des Gauleiters geschmückten Sarg. Die älteste Standarte des Nordsesgaues und die Standarte des NSKK. flankieren die Fahnenblocks, während das Flackern der Flammen auf den schwarzen, goldgeran- deten Pylonen Reflexe an die Wände des mächtigen Saales wirft. Es herrscht jene weihevolle Stille, die dem Gedächtnis des Toten gewidmet ist und jene Atmosphäre des Abschiednehmens schafft, in der sich Trauer mit Stolz paaren. Auf der grün eingefaßten Empore stehen im Hintergrund die Fahnen des Gaues, Fahnen von Ortsgruppen, mit denen sich der Gauleiter besonders verbunden fühlte, Fahnen der Gliederungen, Leren Ehrenführer er war, Fahnen seines Geburtsortes und Fahnen der Ortsgruppe, die sein stolzestes Werk, den Bookholzherg mit der nie­derdeutschen. GedenkstätteStedingsehre" beherbergt. Kränze der Oberbefehlshaber der Wehrmachtsteile, der einzelnen Reichsminister, der Reichsleiter und der Gauleiter decken die Fläche links und rechts der Bahre, während der riesige, aus weißem Flieder ge­

bundene Kranz der Männer aus dem Nordseegau vor der Bahre steht, der Kranz des Führers, mit wunderbaren weißen Gla­diolen geschmückt, wird von Männern der ss gehalten, vor denen ein politischer Leiter aus dem Nordseegau mit dem Ordenskissen Carl Rövers regungslos verharrt. Eauamtsleiter, Kreis­leiter, Ortsgruppenleiter, Führer der Gliederungen und des Neichsarbeitsdienstes halten die Toten­wache. Reichsmarschall Hermann Göring erscheint während der lautlosen Stille.

Ver?iit,rer kommt

Stumm grüßt ihn die Trauerversammlung, dar­unter die 340 Teilnehmer aus unserem Gau, die die ganze linke Seite des riesigen Saales besetzten, während rechts die Reichsmiaister und Reichsleiter Gauleiter, Staatssekretäre und Vertreter der Wehr­macht Platz genommen haben.

Im tiefen Ernst schreitet der Führer, von allen stehend begrüßt, durch den Mittelgang bis vor den Katafalk. Mit erhobenem Arm entbietet er seinem treuen Mitkämpfer Carl Röver den Gruß. Dann wendet er sich den Angehörigen zu und drückt ihnen teilnahmsvoll die Hand.

Die Wehmut dieser Stunde bringt nun die Trauer­musik aus Richard WagnersGötterdämmerung" zum Ausdruck. Diese Klänge, vorgetragen von der Staats­kapelle unter Leitung von Professor Heger, geben Kunde vom sieghaften Tode, vom mannhaften Ueber- winde».

Neicholeiier Neichsminister fllfred Nosenberg

ist neben den Sarg getreten. Verhalten klingt seine Stimme bei den ersten Worten, um dann klar und fest die Verdienste, das äußere Leben und den großen Erfolg Carl Rövers mit den Worten eines Kameraden zu umreißen:

Mein Führer! Verehrte Frau Röver! Kameraden!

Wieder müssen wir von einem unserer alten Mit­kämpfer Abschied nehmen: Unser Parteigenosse Carl Röver ist von einem unerbittlichen Schicksal aus unserer Mitte gerissen worden. Die ganze Bewegung steht voller Trauer, aber angesichts des Mannes, den wir verloren haben, auch voller Stolz im Ge­denken an den Kampf und sein Wesen.

Carl Röver wurde am 12. Februar 1889 in Lem- werder in Oldenburg geboren. Dort im Stedinger Land, daß seinem Herzen besonders teuer war und dessen Andenken, er später besonders ehrte, stand seine Wiege. Hier hörte er die ersten Ueberlieferun­gen und Erzählungen vom Kampf der Stedinger Frei-Vauern gegen Willkür und Geistesknechtung. Nach Beendigung der bürgerlichen Mittelschule in Oldenburg trat Carl Röver in eine Großhandelsge­sellschaft in Bremen ein. Ihn lockte nun ein altes deutsches Fernweh: Er zog als junger Kaufmann 1911 in die deutsche Kolonie Kamerun. Hier lernte er über den Kreis seiner engeren Heimat hinaus in weiteren Räumen denken, Art und Weise frem­der Völker kennen. Er betätigte sich in einem Fak­toreibetrieb, kehrte dann mit neuen Erfahrungen in die Heimat zurück, und als der Weltkrieg los­brach, wurde Carl Röver deutscher Soldat im Jn-

santerie-Regimenl 223. Im Felde wurde er mit dem E.'K. ausgezeichnet, zum Unteroffizier beför­dert und später wegen seiner vielfachen Kenntnisse in die Propaganda-Abteilung der Obersten Heeres­leitung berufen.

Als die Revolte von 1918 über Deutschland kam, sah Carl Röver alle seine Vorstellungen vom Deut­schen Reich zusammenbrechen. And wie taujende und aber taufende bemühte er sich, sich Rechenschaft über die tieferen Gründe des Zusammenbruchs abzugeben und die Schuldigen an diesem Verbrechen zu ermitteln. In diesen Tagen beginnt wie für so viele Nationalsozialisten die politische Tätigkeit des spä­teren Gauleiters und Reichsstatthalters. Er sieht im jüdisch-marxistischen Einfluß eine der Hauptursachen der deutschen Erniedrigung und sucht nach Gleich­denkenden in seinem Lande Oldenburg. Er findet hier schon am Anfang einige verwandtgesinnte Grup­pen. die jede auf ihre Weise sich bemüht, die Schande der November-Revolte zu erkennen, und an ihrer Tilgung zu arbeiten, Röver versucht, diese verschie­denen Gruppen zusammenzufassen und zu einer gemeinsamen Arbeit zu führen. In diesen ersten Jahren hört er von der nationalsozialistischen Be­wegung und ihren Bestrebungen. Er findet hier das deutlich ausgesprochene und alle Folgerungen geordnet, die er aus feinern Instinkt heraus für sich bereits gezogen hat. Er wird Nationalsozialist und als der erste Ansturm aus die Macht der No­vember-Revolte 1923 scheitert, fuhrt et die national­sozialistische Arbeit unbekümmert auch trotz des Ver­bots der Partei weiter. Als die NSDAP. von Adolf

Hitler 1925 wieder gegründet wird, da gründet auch Carl Röver die erste Ortsgruppe Oldenburg der NSDAP. Er selbst meldet sich in München mit dem Eintrittsdatum vom 13. Juli 1925 und erhält die Nummer 1V 545. Röver wird zunächst Ortsgruppen­leiter, dann Vezirksleiter der Bewegung und beginnt die Fahrten durch sein Heimatland.

Er trifft hier auf trotzige oldenburgische, vielfach konservative Bauern, die zwar einig sind in der Ab­lehnung marxistisch-jüdischer Gedanken, aber die sich weigern, über diese konservative Ablehnung hinaus revolutionäre Forderungen und besonders unter dem neuen Namen Nationalsozialismus, zu erheben. In einer Unzahl von Versammlungen und in Tausenden von Einzelgesprächen wirbt Carl Röver um die Seele seiner Stammesgenossen. Er tut es mit nim­mermüder Hingebung, gepaart mit einer unbeug­samen Eradheit. Diese ist es, die ihm dann nach und nach eine immer größere Gefolgschaft sichert.

1928 ernennt dev Führer Röver zum Gauleiter des neu gebildeten Gaues Weser-Ems/ Damit hatten Jahre unermüdlichen Kampfes ihre erste Anerken­nung erfahren, die ihm Ansporn für weitere Werbe­tätigkeit wurde. Im Oldenburger Landtag kämpft er gegen die parlamentarischen Vertreter der bekämpf­ten Parteien, seit September 1930 hat er einen Sitz im Reichstag und beginnt weit über den Rahmen seiner Heimat bekannt zu werden.

Am 29. Mai 1932 konnte Röver dem Führer einen besonderen Erfolg seiner Bewegung melden, da an diesem Tage zum erstenmal im Reich die national­sozialistische Bewegung in einem Lande die absolute Mehrheit im Wahlkampf errungen hat. Die Folge war, daß Carl Röver am 16. Juni 1932 Minister­präsident in Oldenburg wurde. Damit hatte ein un­ermüdlicher Kämpfer dem Führer eine der wichtig­sten Positionen erobert und den Beweis erbracht, daß mit Hilfe der unerhörten Energie einer Minder­heit durch die Eradlinigkeit einer Haltung auch die Mehrheit eines ganzen Volkes zu einer neuen Idee herangeführt wird.

Nach der Machtübernahme ernennt der Führer am 5. Mai 1933 Pg. Röver zum Reichsstatt­halter in Oldenburg und Vremen, dann wird Röver ernannt züm SA.-Gruppen- und SA.-Obergruppenführer. Die Tätigkeit seiner Ver­waltung geht vom ersten Tage an dahin, eine mög­lichst einfache und übersichtliche Ordnung in einem Lande zu erzielen. Hier zeigt sich sein gesunder bäuerlicher Instinkt, der schnell die Zweckmäßigkeit einer Maßnahme nicht nur sieht, sondern mit aller Zähigkeit an ihrer Durchführung arbeitet, und so wird unter seiner Führung das Land Oldenburg ein schönes Beispiel übersichtlicher, klarer und spar­samer Verwaltung.

Mit dem Tage des neuen großen Krieges, in dem wir heute stehen, ist das Land Oldenburg und besonders sein Kriegshafen Ziel feindlicher Bom­benangriffe, und auch hier setzt Rövers un­ermüdliche Tätigkeit ein, um die Leiden der be­troffenen Bevölkerung zu lindern, aber auch über­all Hand anzulegen, um die Leistungen seines Lan­des zu steigern und ein Beispiel nationalsozialisti­scher Volksführung zu geben. Mitten in diesem

^ - < - ^.7.

-SS»

/; -

's'i-

M

V.

' 1 '^ ^ ^

____ ^ '

Der 8t»»t«i»Iit in äer koiel.slianxlvi in ^.»vesonl.eit ües IMIx-el-s null äes keielisnmi-^lmlls Dvi- ll'iiu.vixus ,»it gen, 8ars »1 äei- Takelte in ,lei> N'ill.elinsti-allo ank äem >Ve°-e 2 , 1 m Telntor

, / " (Selierl 2)