Ausgabe 
(20.5.1942) Nr. 137
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»reiner Zeitung

parteiamtliche Tageszeitung

Das flmisblott des Negierenden vürgermeisters der Zreien Hansestadt Vremen

«nzilsr» » Srvndprelsr'k

Die 1 maa hohe und 22 ww breite Zeile im Anzeigenteil 13 Die 78 nam breite und I mw hohe Zeile im Te-ttteil 75 Ermaß. Grundpr. (für Klein- u. FamMenanzeig. u. a.) sowie lonstiae Beding. Preisliste d Nachlaßstasfel 6. Geschäftsstellen: Bremen: Geeren 6/8, Nuf 219 31/ Nachtruf und sonntags " 47 65/ Obernstr. 86, Nuf 219 31/ Syke: Mühlendamm 2/ Vr.-Hemelingen: Bahnbofstr. 6. Ecke Poststr., Nuf 4 34 58/ Br.-Vegesack, Nohrstr. 24, Ruf 4 u. 8/ Br.-Blumenthal: Kpt.- Dallmann-Str. 4V43, Nuf 88 u. 89

der Nationalsozialisten Vremens

flmtliches verktindungsblatt des tteichsstatlHalters in Oldenburg und Vremen

Nr. 1Z? /12. Zalzrgang

Mittwoch, 20. Mai 1942

tinzelpreis 15 Npf.

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150000 Oefangenr aus Kertsch!

drei Sowjetarmeen vernichtet / Letzte vrückenköpfe gestürmt / Meerenge erreicht

Hervorragender fluten der Luftwaffe

Aus dem Führerhauptquartier, 19. Mai. Das Oberkommando der Wehrmacht gibt bekannt: Aus der Krim haben deutsche und rumänische Truppen unter dem Oberbefehl des Generalobersten von Manstein in der Verfolgung des geschlagenen Feindes die Meerenge von Kertsch in ganzer Breite erreicht. Die letzten stark befestigten Brückenköpfe beiderseits der Stadt Kertsch wurden im Lause des heutigen Tages nach erbittertem '' Widerstand gestürmt.

Die damit abgeschlossene Angriffs- und Berfolgungs- schlacht hat zur Vernichtung von drei sowjetischen Armeen mit 17 Schützendivisionen, drei Schützenbriga­den, zwei Kavalleriedivisionen und vier Panzerbrigaden geführt. Neben hohen blutigen Verlusten lieg der Geg­ner 149 25K Gefangene, 1133 Geschütze, 372 Granatwer­fer, 258 Panzerkampfwagen, 3814 Kraftfahrzeuge, mehrere tausend Pferde sowie unübersehbare Mengen an leichten Waffen und Gerät in unserer Hand. Nur Trümmer des Feindes konnten die Küste jenseits der » Meerenge erreichen.

An diesem gewaltigen Erfolg haben starke Lustwassen- !« verbände unter Führung der Generalobersten Loehr und Freiherr» von Richthosen hervorkagenden Anteil. In unermüdlichem Einsatz haben sie den Kampf der Erd­truppen unterstützt, dem fliehenden Feind Abbruch ge­tan und die feindliche Luftwaffe bekämpft. In Luft- kämpfen verlor der Gegner 323 Flugzeuge. In den Ge­st wässern der Halbinsel wurden sechzehn Schiffe mit zu­sammen 13 Küü BNT., ein Minensuchboot und 21 kleine ! Küstenfahrzeuge versenkt. Zehn weitere Schiffe mittlerer

Größe wurden Hurch Bombentreffer schwer beschädigt. Der über die Enge von Kertsch übersetzende Gegner er- u litt hierdurch weitere schwere Verluste.

"" ' Somit fand auf der Halbinsel Kertsch die Nieder- ^ kämpfung der sich verzweifelt wehrenden Reste der Bol­schewisten durch die deutschen und rumänischen Truppen V ihren Abschluß. Dem Feinde mutzte jeder Fußbreit Bo- den in schweren Kämpfen abgerungen werden. Beson- " ^ ders zäh wurde noch um die letzten Stellungsreste und ^ um das mehrfach erwähnte Hüttenwerk gekümpft. Die verbündeten Truppen erreichten im fortschreitenden An- griff die Küste. Auch die Vernichtung der in einem M alten Festungswerk eingeschlossenen feindlichen Kräfte

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Holze fluszeichnungen für bewährtes Heldentum

Berlin, 19. Mai. Der Führer hat Leutnant Her­mann Graf, Staffelkapitän in einem Jagdgeschwader, f« das Eichenlaub mit Schwertern zum Ritterkreuz des E Eisernen Kreuzes verliehen und ihm folgendes Schrei-

x ben zukommen lassen: „Im Ansehen Ihres immer be-

W währten Heldentums verleihe ich Ihnen anläßlich Ihres ^ 104. Luftsieges als 11. Offizier der deutschen Wehrmacht

das Eichenlaub mit Schwertern zum Ritterkreuz des ^ Eisernen Kreuzes. Adolf Hitler."

Ferner hat der Führer dem Leutnant Adolf Dick- feld in einem Jagdgeschwader das Eichenlaub zum Ritterkreuz des Eisernen Kreuzes verliehen und ihm ^ folgendes Schreiben übermitteln lassen: „In dank-

, barer Würdigung Ihres heldenhaften Einsatzes im ^ Kampf um die Zukunft unseres Volkes verleihe ich Ihnen als 94. Soldaten der deutschen Wehrmacht das A Eichenlaub zum Ritterkreuz des Eisernen Kreuzes.

A Adolf Hitler."

A Der Führer verlieh das Ritterkreuz des Eisernen

z, Kreuzes an: Major Albert Gras von der Goltz,

« Bataillonsführer in einem Jnf.-Regt.; Oberleutnant

Friedrich Carl, Batteriefiihrer in einem Art.-Regt.; A Feldwebel Schleef, Flugzeugführer in einem Jagd- geschwader.

in Stärke von etwa 2000 Mann ging ihrem Ende ent­gegen. Im Raum von Charkow hielten die Kämpfe in unverminderter Heftigkeit an, wobei der Feind wie­derum Massen von Menschen und Material einsetzte. Der feindliche Angriff wurde trotz vorübergehender ört­licher Einbrüche in äußerst heftigen wechselvollen Kämp­fen abgeschlagen. Deutsche Eegenvorstöße warfen die Bolschewisten wieder aus den Einbruchsstellungen hin­aus,'so daß die Hauptkämpfstellungen mit Ablauf des Kampftages wieder fest in deutscher Hand waren. Das besondere Kennzeichen der Kämpfe im Raum von Char­kow ist der für den Feind so überaus verlustreiche Ein­satz seiner Panzer. Neueste Meldungen lassen darauf schließen, daß die feindlichen Panzerverluste noch weiter im Steigen sind.

Die Bolschewisten hatten nicht nur aus der Halbinsel Kertsch und im Raum von Charkow sehr hohe blutige Verluste, sondern auch bei einem örtlichen Vor­stoß an der südostvtärts Orel verlaufenden Front. Als hier der Feind nach starker Artillerievorbereitung an­zugreifen versuchte, wurde er von den deutschen Truppen im Gegenstoß über die Ausgangsstellungen hinaus zu­rückgeworfen. Im Verlauf dieses Kampfes wurden meh­rere feindliche Bataillone aufgerieben und den Bolsche­wisten eine wichtige Höhenstellung entrissen. Während

die deutsche Luftwaffe am Montag im südlichen Ab­schnitt der Ostfront die deutschen Heeresverbände bei ihren Abwehrkämpfen und Gegenangriffen unterstützte, bekämpften deutsche Kampf- und Sturzkampfflugzeuge im mittleren und nördlichen Abschnitt die feind­liche Rachschuborganisation im rückwärtigen Feindgebiet. Im mittleren Frontabschnitt erhielten sechs beladene Gllterzüge vernichtende Treffer. In Tiefangriffen wur­den Fahrzeugansammlungen und Ortsunterkiinfte er­folgreich angegriffen, daß ein Munitionslager explo­dierte und ein Venzinlager in Flammen aufging. Im nördlichen Abschnitt zerschlugen deutsche Kampfflieger­verbände feindliche Nachschubkolonnen, vernichteten da­bei 300 Fahrzeuge aller Art und zerstörten ein aus 19 Gebäuden bestehendes großes Nachschublager der Bolschewisten. Lohnende Ziele waren für die deutschen Bomben auch feindliche Lastkraftwagenkolonnen, die sich im Morast uüd Schlamm festgefahren hatten./Vergeb­lich versuchte der Feind diese Fahrzeugansammlungen durch Tarnnetze der Sicht zu entziehen. Die Fahrzeuge wurden erkannt und wirksam mit Bomben belegt. Süd- ostwärts des Jlmensees wurde eine Brücke zerstört und nordostwärts des Jlmensees lagen im Verlauf eines erfolgreiche Tiefangriffs auf einen Feldflugplatz zahl­reiche Treffer zwischen den abgestellten Flugzeugen.

Sei tlzarkow 447 Sowjetpanzer zerstört

soo saHrzeuge durch die Luftwaffe außer öefecht gesetzt

Aus dem Führerhauptquartier, 19. Mai. Das Oberkommando der Wehrmacht gibt bekannt: „Die Vernichtung der letzten Reste des Feindes auf der Halb­insel Ke ^tsch steht vor dem Abschluß. Im Raum von Charkow wurden weitere, mit massierten Kräften geführte Angriffe des Feindes abgeschlagen. Hierbei wurden am gestrigen Tage wieder 80 feindliche Panzer abgeschossen. Weitere 31 Panzer und über 509 Fahr­zeuge aller Art wurden durch die Luftwaffe außer Ge­fecht gesetzt Damit hat sich die Zahl der feindlichen Panzerverluste seit Beginn dieser Kämpfe auf 447 er­höht. Im mittleren und nördlichen Abschnitt der Ost­front waren eigene örtliche Angriffe erfolgreich. Im rückwärtigen Gebiet des mittleren Front­abschnittes wurde eine starke bolschewistische Bande auf­gerieben. In Läpp land erzielten die deutschen Truppen in erbitterten Waldkämpfen gute Fortschritte. Feindliche Gegenangriffe wurden abgewiesen. In den Gewässern der Halbinsel Kola wurde ein großes Frachtschiff durch Bombenvolltreffer so schwer beschädigt, daß mit seinem Verlust gerechnet werden kann. Luft­angriffe aus Murmansk richteten erhebliche Zer­störungen im Hasengebiet an. Die Sowjets verloren in Luftkämpfen 45 Flugzeuge, darunter 13 Hurricane. In Nordafrika griffen deutsche Kampsfliegerkräfte Zelt- und Barackenlager der Briten, im Raume von Tobruk sowie die Wüstenbahn bei Capuzzo er­folgreich an. Ueber Malta schössen deutsche und italienische Jäger in Luftkämpfen fünf britische Flug­zeuge ab. An der Siidkiiste Englands belegten leichte Kampfflugzeuge am Tage kriegswichtige Ziele dex Hafenstädte Vrighton und Deal wirksam mit Bomben. Hierbei wurden Treffer in Bahn und Fabrik­anlagen beobachtet."

Wie das Oberkommando der Wehrmacht zu dem An­griff deutscher Sturzkampfflugzeuge am Montag auf den Hafen von Murmansk weiter mitteilt, erschienen die „Ju 87" in den frühen Nachmittagsstunden über dem Hafengebiet und belegten trotz heftiger Flakabwehr die Schiffsreparaturwerkstatt mit Bomben schwerer Kaliber. Gleisanlagen und Güterschuppen des Bahngeländes wurden ebenfalls getroffen. Das in einem Häfen der

Kola-Bucht von deutschen Sturzkampfflugzeugen ange­griffene Handelsschiff von 4000 BRT. erhielt einen Volltreffer mittschiffs und weiter Bombentreffer' un­mittelbar neben den Bordwänden, so daß mit der Ver­nichtung dieses schwerbeschädigten Frachters gerechnet werden kann. Andere deutsche Sturzkampfflugzeuge waren im Laufe des Montags an der Front im Hohen Norden gegen feindliche Bewegungen wirkungsvoll ein­gesetzt. Sie erzielten Volltreffer in den Fahrzeug­kolonnen auf den bolschewistischen Nachschubstraßen und zerstörten an mehreren Stellen einen vom Feind an­gelegten Knüppeldamm. l

Im hohen Norden kam es zwischen deutschen Jagd­fliegern, die deutsche Kampfflugzeuge begleiteten, und bolschewistischen Jägern zu erbitterten Luftkämpfen. Die deutschen Jäger stellten über der Eismeerküste einen feindlichen Verband von ungefähr 50 Hurricanes. Die feindlichen Jäger hatten sich im Luftraum über Mur­mansk in verschiedenen Höhen versammelt um den deutschen Sturzkampfflugzeugen nach ihrem wirkungs­vollen Bombenangriff auf den Hafen von Murmansk den Rückflug abzuschneiden Die deutschen Jäger griffen unverzüglich den feindlichen Verband an. In großen Höhen kam es zu einem hartnäckigen Luftgefecht; dabei wurden innerhalb einen Viertelstunde 12 Hurricanes ohne eigene Verluste von deutschen Messerschmitt- Jägern abgeschossen. Eine 13. Spitfire wurde einige Zeit später von einem deutschen Jagdflugzeug zum Ab­sturz gebracht.

Zu dem Vorstoß leichter deutscher Kampfflugzeuge gegen die englische Südküste teilt das Oberkommando der Wehrmacht weiter mit: Kurz nach 20 Uhr stießen am Montag leichte deutsche Kampfflugzeuge über den Kanal vor und trafen im Tiefangriff den Bahnhof von B r i g h t o n. Die Bahnhofshalle, ln der vier unter Dampf stehende Züge beobachtet wurden, erhielt meh­rere Bombentreffer. In einer Fabrik am Rand von Brighton detonierten die Bombe» in den Melkanlagen Drei Schornsteine stürzten ein. Nach diesem nur wellige Minuten dauernden Angriff kehrten die leichten deut­schen Kampfflugzeuge wohlbehalten zu ihrem Einsatz­hafen zurück.

tliurchMs Fiasko an allen fronten

Unruhe in flustralien — Smuts als Ittusionsredner — Phantasten über kertsch begraben

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i Drahtbericht unserer Berliner Schriftleituna

j xb. Berlin, 19. Mai. Bei Churchills Manier, si Fluchtgenerale mit Weihrauch umgeben zu lassen, um

^ sie dann in neue Positionen zu verschieben, weiß man

nicht genau, ob das Verschwinden des letzten „C", des Admirals Cunningham, aus dem Oberbefehl der Mittel- § meerflotte auf einen Posten im Stäbe Roosevelts eine

> Absägung oder aber eine Beförderung bedeutet, von

der man sogar in London annimmt, baß sie als eine Vorstufe zur Uebernahme der Stellung des britischen V Flottenchefs anzusehen sei. Einwandfrei ablesbar aber ist die ständige Nervosität in London und in den Do- ,, minions über das völlige Versagen der Churchillschen ^ Strategie. Nur aus dieser Stimmung heraus ergibt sich auch der vielfältige Widerspruch der offiziellen bri­tischen Aeußerungen zu den verschiedensten Problemen, f Der abtretende Cunningham eröffnete den Reigen mit der Feststellung: „Wir haben weitaus nicht so starke : ^ Streitkräfte, wie wir gerne möchten, um den Krieg an § die feindlichen Fronten zu tragen." Gleichzeitig gab Cunningham zu verstehen, daß der englischen Mittel- , meerflotte die Kontrolle über die Wasserwege des Mit- / telmeers genommen worden ist. Er verstand sich immer­hin — trotz aller Phrasen über seine Hoffnungen, „daß ! die Mittelmcerflotte einmal die See wieder reinfegen i und die Kontrolle wiederherstellen möge" — zu diesen

/ nicht abweisbaren Rückschlägen der britischen Seekriegs-

/ führung. Demgegenüber tat der Vielredner Smuts bei seiner Reise durch die Wüste so, als ob Schwierigkeiten überhaupt nicht vorhanden seien, und daß alles durch

die Phantasiezisfern Rooseveltscher Rüstungen wieder ins Lot gebracht würde. Ganz wohl ist selbst dem Groß­maul Smuts bei seinen Phrasen nicht, denn er bangt um die Entscheidung des Jahres 1942, „in dem die Ent­scheidung dieses Krieges fallen werde", auch wenn es noch nicht gelänge, ihn zu beenden.

Wenn man den Wust agitatorischer Meldungen über die Smutsreise durch die Wüste an der ägyptischen Grenze auf seinen Kern untersucht, so ergibt sich die Notwendigkeit der Briten, einen Ersatz für die ausge­schiedenen und abtransportierten australischen und neu­seeländischen Kontingente zu finden, den Mr. Smuts aus Südafrika zu stellen hat. Um nun den opponieren­den Südafrikanern diese bittere Nuß etwas zu ver­süßen, wurde die amerikanische Hilfe auch auf dem Gebiet der Truppengestellung herangezogen, denn die Pankees Hütten durch ihre Landung in Irland die Be­reitstellung britischer Truppen in Nordafrika ermöglicht.

Australien ist — das spricht auch aus diesen Betrach­tungen über die Bedeutung der Zurückziehung austra­lischer Truppen aus Afrikck und dem Mittleren Osten — alles andere als beruhigt durch die Lügenmelle über den Ausgang her Schlacht im Korallenmeer. Es hält viel­mehr eine beschleunigte Abwehrsteigerung nach wie vor für erforderlich. Zum Dank für die ZurllckseNdung australischer Einheiten hat Lurtin offenbar Churchill versprechen müssen, ein wenig die Verbundenheit Australiens mit dem Empire zu erwähnen. Curtin hat wunschgemäß von „laufenden Unterstützungen der Alli­ierten" gesprochen und der Hoffnung, sie noch weiter zu erhalten. Wenn Australien sich «in wenig mehr anf

die USA.-Hilfe verlassen habe, so sei der Grund im wejentlichen geographisch zu erklären.

Nun, mit diesem Kratzfuß wird Curtin die Schwäche des Empire nicht zerreden und beseitigen. Er hat sich aber damit immerhin eine Attlce-Erklärung aus dem britischen Unterhaus ergattert, die im ersten Teil die Unfähigkeit zu einer sicheren Hilfe bestätigt, um im zweiten Teil dafür ein um so großmäuligeres Hilfs- versprechen zu geben. Er erklärte nämlich vor dem Unterhaus, daß es „England ganz offensichtlich nicht möglich sei, an jeder Stelle in Ostasien ausreichende Streitkräfte zu beschaffen". Das hinderte ihn aber nicht, auf die Tatsache hinzuweisen, „daß die USA. die Ver­antwortung für die Verstärkung Australiens übernom­men hätten, England aber bereit sei, falls die Not­wendigkeit an uns herantrete, jedes Risiko in anderen Gebieten für die Verteidigung Australiens auf sich zu nehmen". Attlee kann die drohende akute Gefahr für Australien nicht leugnen nnd hat nnr die zweifelhafte Hoffnung, daß es noch nicht klar sei, ob Japan Indien oder Australien angreifen wolle.

Gleichzeitig muß Attlee dem Unterhaus verkünden, daß Churchill zunächst sich um eine Erklärung über Burma drücken will: Es liege bisher noch kein Bericht des Generals vor; eine Begründung, die Churchill auch im Falle Singapur solange anwandte, bis sich die Kritik in der Öffentlichkeit weniostens etwas geleqt hatte.

Wie der durch seine Offenherzigkeit bekannte austra­lische Zeitungsmagnät Sir Keith Murdoch die Lage (Fortsetzung auf Seite 2)

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Unter dieser Ueberschrist zeichnet der „VB." tempera­mentvoll ein besonders einprägsames Bild des wahn­witzigen Narren-Präsidenten Roosevelt, das wir unseren Lesern nicht vorenthalte^ wollen.

In Franklin Dclawo Roosevelt hat die Natur ein ko­misches' Exemplar menschlicher Entartung hervorgebrachr. Es ist schwer, sein Wesen eindeutig zu charakterisieren. Roosevelt ist ein Zwitter, er ist halb Verbrecher — halb Narr. ein Mensch, in dem eine Unsumme von Verlogen­heit und Niedertracht konzentriert ist — nicht so sehr die Niedertracht eines berechnenden überlegenen Wesens, sondern eines Narren; eine Mischung von Bosheit, Minderwertigkeitskomplexen und Größenwahn. Diese Karikatur im 20. Jahrhundert an der Spitze der Ver­einigten Staaten zu sehen, ist wirklich ein Treppenwitz der Weltgeschichte.

Unter der Präsidentschaft Roosevelts des Wahnsinni­gen sind die Vereinigten Staaten in einen geradezu vor­sintflutlichen Zustand von Geistesverwirrung und poli­tischer Verblödung hineingeraten. Ein Hexensabbat von grotesker Unwissenheit und hysterischen Wahnvorstellun­gen beherrscht heute die öffentliche Meinung dieses Lan­des. Was zurzeit in den Gehirnen dieser Menschen zwi­schen dem Stillen und Atlantischen Ozean vorgeht, welch unglaublichen Schwindel man ihnen bieten kann und welch unvorstellbarem Bluff sie erliegen, davon legt fast jede Aeußerung ihrer in Washington akkreditierten Strohköpfe nnd aufgeblasenen Nullen erschütterndes Zeugnis ab. So viel Dummheit auf einmal ist sonst im Jahrhunderten nicht produziert und auf die Menschheit losgelassen worden.

Was tagtäglich in Form von Meldungen und Nach-- richten an politisch-geographischer Unwissenheit und Hane­büchenem militärischem Unsinn in unbekümmerter Drei­stigkeit in diesem Lande der unbegrenzten Möglichkeiten in die Welt hinausgeht, ist geradezu toll. Der Narr im Weißen Hause hat offenbar den Ehrgeiz, ganz Amerika zu einem einzigen Narrenhaus zu machen.

Mit jüdischer Frechheit machen er und seine Phrasen­drescher mit einem einzigen Wort aus fliehenden Ge­neralen strahlende Helden, aus beschämenden Nieder­lagen glänzende Siege und aus vernichtenden Rückschlä­gen ermutigende Silberstreifen. Sie verachten die Ge­genwart und leben nur der Zukunft. Was andere Na­tionen und normale Menschen nur in vielen Jahren schwerster und härtester Arbeit zu schaffen vermögen, zaubern diese Zahlenakrobaten mit einer einzigen Hand- bewegung aus dem Nichts hervor. Wo Lieferungswege ihnen mit Waffengewalt versperrt werden schaffen sie in Sekundenschnelle mit dem Blitz ihres Geistes Straßen durch die Luft. Sie nehmen Siege auf Vorschuß, aber siege, die bei ihnen nicht mit Waffen, sondern in Pro­duktionsprogrammen auf dem Papier erfochten werden und die dann vor der harten Wirklichkeit in ein Nichts zerrinnen. Wo eine Illusion zerbricht, tun sie so, als ob sie nie davon gesprochen hätten und errichten im gleichen Augenblick zehn neue. Wenn eine ihrer aufgeblasenen Nullen zerplatzt, halten sie schon eine neue aufgepumpt bereit. Immer und überall schmettern sie ihre Feinde von denen sie unaufhörlich Prügel beziehen, mit einem Schwall von Phrasen nieder. Es ist ein richtiggehendes .Affentheater, das sie der Welt vorspielen. Die Bühne ist die tägliche Pressekonferenz im Weißen Haus Ein typisches Narrenstück der letzten Tage ist das folgende:

^edes Kind weiß. daß die Rumänen und Ungarn seit Jahren als Verbündete der Achsenmächte auf den Schlachtfeldern der Sowjetunion kämpfen und auch den UsA. seit Monaten den Krieg erklärt haben. Der Narr Roosevelt aber läßt durch seine geistig ebenso minder­bemittelten Staatssekretäre Hüll und Welles der Welt immer aufs neue kundtun. Laß, falls sich herausstellen sollte, daß diese Staaten tatsächlich an Kämpfen gegen die Sowjetunion teilnehmen, die USA. diesen Ländern den Krieg erklären würde. Auf die Frage ob die bis­her federmann bekannte Teilnahme dieser Länder am Kampf gegen die Sowjetunion als eine Kriegsbetäti- gung betrachtet werde, erwidern diese Trottel die es offenbarfür unter ihrer Narrenwürde halten, von den europäischen Wehrmachtberichten Kenntnis zu nehmen daß die USA.-Regierung bis jetzt keine amtlichen Nach- richten darüber erhalten habe.

Man saßt sich an den Kopf und fragt sich, welches Maß von Verblödung dieser kindische Idiot im Weißen Haus noch erreichen muß, um von seinem Publikum als das

^ NIMNIIIINIIIIIIIINNIIIIINIIIIIIIIIIIIIIIMIINIMIIINIMIIIIINNMNNIIIIIIMII IIMIII,

Auf Kertsch ist die Vernichtung der letzten Feind- reste vollzogen.

Im Raum von Charkow wurden bisher 447 Sowjet­panzer zerstört.

Deutsche Tagesluftangrisfe richteten sich gegen kriegswichtige Ziele der südenglischen Hafenstädte Vrighton und Deal.

Die Japaner setzen ihre Vernichtungsaktionen gegen die Tschungkingtruppen in der Provinz Äuennan erfolgreich fort.

Der australische Zeitungsmagnat Murdoch hat Churchill wegen seiner laienhasten Strategie heftig angegriffen.

Roosevelt besetzte die Kanalzone von Panama.

Der Führer verlieh Leutnant Graf das Eichen­laub mit Schwertern zum Ritterkreuz.

Das Ergebnis der ersten Hausfammlunq für das Deutsche Rote Kreuz im Gau Weser-Ems war um 19,4 Prozent höher gegenüber der gleichen Samm, lung,m Vorjahr.