Ausgabe 
(11.5.1942) Nr. 128
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vremer Zeitung

parteiamtliche Lageszeitung

Das Amtsblatt des Negierenden Bürgermeisters der Zrcien Hansestadt Bremen

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der Nationalsozialisten Bremens

sinnliches verkündungsblatt des Beichsstatchaiters in Oldenburg und Bremen

7lr. 128,12. ZaHrgang

Montag, 11. Mai 1942

Linzelpreis 13 Bpf.

Nun auch IM Soll von Mexiko...

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wieder versenkten unsere U-Voote in amerikanischen Bewässern 2l Handelsschiffe

Iisooo onr.

Aus dem Führerhanptquartier, 19. Mai. Das Oberkommando der Wehrmacht gibt bekannt: Im weiteren Verlaus des Kampfes gegen die feindliche Versorgungsschiffahrt versenkten deutsche Unterseeboote in amerikanischen Gewässern. in der Karibischen See und im Golf von Mexiko 21 Schiffe mit insgesamt 118 900 VRT.

g.b. Die deutschen U-Voote haben der amerikanischen Flotte innerhalb weniger Tage einen neuen schweren Schlag zugefügt. Jede neue Versenkung amerikanischen Handelsschiffsraums erhellt von neuem vor aller Welt, daß Roosevelts Kriegsmarine nicht in der Lage ist, die Schlacht auf den sieben Weltmeeren zu bewälti­gen, wie dieser Kriegshetzer vor Kriegsbeginn immer wieder großmäulig verkündet hatte. Die Erfolgsziffer unserer U-Boote wiegt um so schwerer, als die Versen­kung der 118 000 BRT. drei Tage nach der letzten großen Erfolgsmeldung am Donnerstag bekanntgegeben werden konnte. Damit stellen sich diese beiden großen Erfolgsmeldungen unserer U-Boote im ersten Drittel des Monats Mai auf zusammen 284 000 BRT., über­steigen also eine Viertelmillion. Sie sind errungen außer an der Atlantikküste und im Karibischen Meer auch im Golf von Mexiko, in den unsere U-Boote jetzt vorstießen und dort den Versorgnngsverkehr der ameri­kanischen Ostkllste störten, soweit er von dem wichtigen Umschlagplatz der Binnenschiffahrt auf dem Mississippi,

Nationaler seiertag in Numanien

Bukarest, 10. Mai. Rumänien beging Sonntag seinen nationalen Feiertag mit der traditionellen Parade der Armee vor dem König und Marschall Antonescu. Der Führer hatte zu diesem Ehrentage der verbündeten rumänischen Nation und ihrer Armee Generalfeldmar­schall List entsandt. Die Parade wurde eingeleitet mit der Beförderung des letzten Jahrganges der Kriegs­schule zu Leutnanten. Marschall Antonscu ging in einer Rede von dem 10. Mai des vergangenen Jahres aus, als das Land noch von Schmerz erfüllt und die Ehre der Armee noch von den Ereignissen des Jahres 1940 beschattet war. Nur wenige Wochen später sei diese Armee dann aber zum Vefreiunskampf im Osten ange­treten und habe seither die rumänischen Farben mit Ruhm und Ehre zum Siege geführt. Das rumänische Volk solle sich nicht damit begnügen, seiner Armee die ihm in einer Zeit schwerster Erschütterungen Stütze und Halt gewesen fei, Dank und Anerkennung zu zollen; es müsse vielmehr bestrebt sein, sich dieses Heeres würdig zu zeigen. In dieser Stunde neige er sich auch vor dem Andenken der gefallenen deutschen Helden, die Seite an Seite mit dey rumänischen Soldaten kämpften und die das rumänische Volk für immer in sein Herz geschlossen habe. Das rumänische Volk glaube fest an den Sieg des neuen Europa. Entweder bildeten die Völker Europas eine auf Gerechtigkeit und Ehre aufgebaute Gemein­schaft, oder Europa werde nicht mehr sein.

Ver sichrer an den König von Numanien

Berlin, 10. Mai. Der Führer hat aus Anlaß des rumänischen Nationalfeiertages dem König von Rumä­nien und dem Staatsführer Marschall Antonescu in herzlichen Worten gehaltene Glückwunschtelegramme übersandt. Aus dein gleichen Anlaß übermittelte der Reichsminister des Auswärtigen von Ribbentrop dem rumänischen Staatsführer und dem Vizeministerpräsi- denten Mihai Antonescu telegraphisch die Glückwünsche der Reichsregierung.

New Orleans, seinen Ausgang nimmt, neben der Ver­bindung mit Mexico selbst. Dabei streiten sich ganz offenbar die „Alliierten" darüber, welches nun eigent­lich der gefährlichste und aufregendste Seeweg der sieben Weltmeere sei. Ein englischer Seemann hat nach der Rückkehr von einer Konvoyfahrt nach Murmansk zum Ausdruck gebracht, daß die Atlantikschlacht in mancher Hinsicht wie ein Kinderspiel wirke im Vergleich zu den fürchterlichen kombinierten Angriffen der deutschen U-Boote, Ueberwasserstreitkräfte, Torpedoflugzeuge und Sturzkampfbomber gegen die angloamerikanischen Ge­leite durch das Eismeer. Diese Stimme bestätigt von neuem die weltweite Ausdehnung der er­folgreichen Arbeit unserer U-Boote im Kampf gegen die feindliche Schiffahrt und die zu ihrem Schutz eingesetzten Flotteneinheiten. Wie schwer die Verluste sind, die die Schiffahrt der Gegner im Lause dieses Krieges erlitten hat — die Versenkungen sind

mit dem neuesten U-Voot-Erfolg auf insgesamt über 17,1 Millionen BRT. angewachsen — beweist mehr als alles andere die Tatsache, daß in der immer noch nicht ganz abgeklungenen Debatte der Briten und Amerikaner um die „zweite Front" die Frage des fehlenden Schiffs­raums eine entscheidende Rolle spielt.

Washington bestätigt neue 6efahren;one

rck. Stockholm, 19. Mai. Das Washingtoner Ma- rineministerium ist so verblüfft über den deutschen Vor­stoß in den Golf von Mexiko, daß es vor lauter Stau­nen den Angriff der U-Boote wenigstens teilweise zu­gibt. Ein mittelgroßes Handelssahrzeug sowie ein klei­neres Frachtschiff seien versenkt. Die Besatzungen dieser Schiffe sollen gerettet sein. Die USA. bestätigen durch diese Meldung, Laß sie nicht einmal in der Lage sind, den durch Florida, die Vahama-Jnseln und Kuba ge­schützten Golf von Mexiko für ihre Küstenschiffahrt zu sichern.

Deutsche tuftkampf-krfolge

25 Vriten bei nur drei eigenen Verlusten abgeschossen — 22 sowjetische slugjeuge heruntergeholt

Aus dem Führerhauptquartier, 19. Mai. Das Oberkommando der Wehrmacht gibt bekannt: „Im Donezgebiet und im nördlichen Abschnitt der Ostfront blieben erneute örtliche Angriffe des Feindes erfolglos. Bei mehreren eigenen Angriffsunternehmungen wurden dem Gegner hohe blutige Verluste zugefügt. In Lapp - land scheiterten weitere feindliche Angriffe. Die Luft­waffe seht die Zerschlagung des bolschewistischen Nach­schubs mit Erfolg fort. Allein im Norden der Ostfront wurden am gestrigen Tage 22 feindliche Flugzeuge, dar­unter drei Hurricanes, abgeschossen. In Nordafrika Artillerie- und Spähtrupptätigkeit. In Luftkämpfen über

Malta waren deutsche und italienische Jäger beson­ders erfolgreich. Sie schössen bei nur einem eigenen Ver­lust 14 britische Jagdflugzeuge ab. Kampsverbände bom­bardierten nachhaltig Flugplätze der Insel und griffen in der vergangenen Nacht militärische Ziele des Hafens Alexandria an. In Südengland belegten leichte Kampfflugzeuge am Tage Hafen- und Fabrikanlagen mit Bomben. Bei militärisch wirkungslosen Angriffen ge­mischter Verbände der britischen Luftwaffe gegen das belgisch-französische Küstengebiet verlor der Feind durch Jagd- und Flakabwehr elf Flugzeuge. Zwei eigene Flug­zeuge werden vermißt."

Her italienische wekrmachtsbericht

Nom, 19. Mai. Das Hauptquartier der italienischen Wehrmacht gibt bekannt: „Lebhafte Fliegertätigkeit in der Cyrenaika, wo zahlreiche Punkte des feindlichen Hinterlandes sowie der Hafen von Tobruk angegriffen wurden. Bei Sidi Varani schössen zwei deutsche Jäger im Luftkampf mit fünf feindlichen Flugzeugen zwei Gegner ab. Bei einem Einflug auf Vengasi wurde ein englisches Flugzeug von der Flak von Bengasi getroffen und stürzte brennend ab. Kampf- und Sturzkampfslug- zeugverbände haben aus Malta militärische und kriegs­wichtige Anlagen, besonders den Hafen von La Valetta und den Flugplatz von La Venezia, stark angegriffen. Trotz der heftigen Abwehr wurden die Ziele zu wie­derholten Malen getroffen. In Luftkämpsen über der Insel waren neue Erfolge zu verzeichnen. Die englische Luftwaffe verlor 14 Flugzeuge. Vier wurden von un­sere» Jägern, zehn von deutschen Jägern abgeschossen, die zahlreiche abgestellte feindliche Flugzeuge mit ME.- Feuer belegten und zerstörten. Im Mittelmeer erzielte eines unserer Flugzeuge, das von zwei Spitfircs ange­griffen wurde, schwere Treffer bei dem einen Flugzeug und setzte das andere in Brand. Beide feindliche Flug­zeuge stürzten ins Meer. Das eigene Flugzeug kehrte nach Durchführung seiner Aufgabe an seinen Stutzpunkt zurück.

Von 45 wurden 1S abgeschossen

Berlin, 10. Mai. Zu dem schweren Verlust von 19 Bombenflugzeugen, mit denen die Vriten in der Nacht zum 9. Mai ihren Angriff auf Wohnviertel der Städte Rostock und Warnemünde bezahlen mußten, berichtet das Oberkommando der Wehrmacht noch fol­gende Einzelheiten: Unter den 19 von deutscher Flak­artillerie und deutschen Nachtjägern abgeschossenen Flug­

zeugen, die auch der britische Rundfunk bereits bestätigte, befanden sich nach bisherigen Feststellungen mehrere vier­motorige Bomber vom Muster Halyfax sowie Bomben­flugzeuge des Typs Hampden und Vickers-Wellington. Allein 16 der zerschellten Flugzeuge lagen im näheren Umkreis von Rostock und -Warnemünde. Ein Boinber wurde nördlich von Warnemünde im seichten Küstrn- wasser gefunden. Eine Vickers-Wellington stürzte in Häusertrümmer der Rostocker Innenstadt und verbrannte. Ein anderer Halyfax-Bomber fiel in die Nähe der Ro­stocker Schießstände und ging ebenfalls in Flammen auf. Alle zum Absturz gebrachten Britenbomber wurden völlig zerstört, nur wenige Mann ihrer Besatzungen konnten sich durch Fallschirmabsprung retten.

Die deutsche Flakartillerie ist erheblich an den Ab­schüssen beteiligt. Die nur wenigen durch den Sperr­gürtel von Rostock durchgebrochenen Britenbomber wur­den von den deutschen Scheinwerfern gestellt, so daß auch diese Flugzeuge innerhalb kürzester Zeit Opfer des zusam­mengefaßten Flakfeuers wurden. Nach den deutschen'Fest­stellungen sind es nur etwa 48 britische Flugzeuge ge­wesen, die gegen Rostock und Warnemünde geflogen waren.

Vas Nitterkreu; für heldenmütigen Kampf

Berlin, 19. Mai. Der Führer verlieh das Ritter­kreuz des Eisernen Kreuzes an: ff-Hauptsturinsührer Max Seela, Kompanicches in einem Pionierbataillon einer ^(-Division. — Oberleutnant Heinz Crusius, Kompaniechef in einem Jnf.-Negt., Träger des Eisernen Kreuzes beider Klassen und des Jnf.-Sturmabzeichens, wurde vom Führer für seinen heldenhaften Einsatz mit dem Ritterkreuz des Eisernen Kreuzes ausgezeichnet. Am 31. März 1842 ist Oberleutnant Crusius seiner an der Spitze seiner Infanteristen erlittenen Verwundung erlegen.

Wallstreet erlebte rapide Kursstürze

plukokratische Agitation nach der Schlacht im korallenmeer — furcht um das Schicksal Australiens

Draytbericht unserer Berliner Schriftleitung xb. Berlin, 10. Mai. Die eiste Reaktion auf die Schlacht im Kovallenimeer war ein Sisgesgeschrei sonder­gleichen in Washington wie in Londom Dann kamen die ersten Stimmen der Skepsis, vor allem unter dem Eindruck der Auslassung des australischen Ministerpräsi­denten. der erkannt hatte, daß mit Phrasengswäsch das Schicksal seines Landes nicht aufgehalten werden kann, wenn die realen Unterlagen in der Bereitstellung einer kampfkräftigen Flotte fehlen. Er befürchtete, daß durch die Schlacht im Korallenmeer die „Alliierten" die Grundlage für die Gewährung eines Flottenschutzes für die australische Küste wahrscheinlich wufabseHbar« Zeit verloren haben. Der ehemalige australische Minister­präsident Hughes kam sogar zu dem Ergebnis, daß von dem Ausgang der schicksalhaften Schlachkdie Zukunft Australiens abhänge, und daß ein Sieg der Japaner weitgehende Folgen haste und die Gefahr des ALge- fchnittemiwerdens für Australien sehr groß weiden lasse. Die im indischen Ozean befindlichen starken japanischen Streitkräfte hätten bereits die Verbindungen Australiens mit England und dem Mittelosten schwierig gestalter. Jetzt entstehe die Gefahr, daß Australien und Neusee­land im Pazifik allein übrig blieben. Diese niederge­schlagen« Stimmung in Australien ist anscheinend der Grund dafür, daß Washington erneut den Versuch der Umfrisierung des Ergebnisses der Seeschlacht im Ko­rallenmeer in einen anglo-amerikanischen Sieg unter­nimmt. Die Tatsache aber, daß, wie schwedische Berichte bestätigen, die Stimmung in Amerika selbst in der Be­völkerung voller Unruhe, Nervosität und Niedergeschla­

genheit ist und daß es zu einer überraschenden wichti­gen Beratung zwischen Cuviin und Mac Arthur über die Lage Australiens gekommen ist, zeigen die Ver­logenheit der offiziösen Agitation in London und Wa­shington und lassen erkennen, daß Roosevelt und Chur­chill praktisch jeden Kredit mit ihrer Nachrichtenpolitik verloren haben.

Behauptungen wie: „Es bestehe kein Zweifel, daß die ^apaner eine empfindliche Niederlage erlitten hät- >,"en einer Pressestimme gegenüber, daß die „Alliierten nicht behaupteten, einen ganz großen Sieg errungen zu haben, sie seien zufrieden, den (von ihnen unterstellten) „japanischen Jnvasionsversuch" zurückge­schlagen zu haben. Eine dritte Meldung des Londoner Funks widerlegte auch diese Unterstellung, indem sie zum ^Ausdruck brachte, „daß es noch nicht klar sei, ob me Japaner zu einem Angriff auf Australien unter­wegs waren". Das Marinedepartement in Washington führt ebenfalls einen solchen Eiertanz in einem 5 Punkte umfassenden Kommunique auf. Zunächst behauptet es kategorisch, daß die japanischen Berlustmeldungen nicht zuträfen. Dann wird gesagt, daß die eingelaufenen Meldungen den Verlust von Schlachtschiffen und Flug­zeugträgern nicht bestätigt hätten, und dann wird offi­ziell auch diese Behauptung zur Halste wieder aufge­hoben »nd erklärt, „die Meldungen über die den U2Ä.- Streitkräften zugefügten Verluste seien unvollständig, sie würden erst bekanntgegeben, wenn die Information für den Feind keinen Nutzen mehr habe".

Bci einer solchen Berichterstattung ist und bleibt es verständlich, daß in der amerikanischen Oeffentlichkeit

Unruhe und Verwirrung bestehen und diese Unruhe und Verwirrung sind nur ein Veuzeis dafür, daß die Bevöl­kerung sich einen sichereren Instinkt für ben Lügencharakter der Meldungen Roosevelts bewahrt hat, der immerhin am Wochenende unter dem Schock der sich überstürzenden Meldungen alle Pressekonferenzen abgesagt hat. Den Versuchen der angloamerikanischen Lllgenagitation stehen die ruhigen, sachlichen Feststellungen der japanischen Führung und japanischen Presse gegenüber. Sie unter­streichen, daß der ganz offenbar versuchte Gegenangriff der Engländer und Amerikaner im Pazifik gescheitert ist, und daß die Pläne des Feindes über den Haufen geworfen sind. Diese Tatsache hindert natürlich die jü­dischen Börsianer in Newyork nicht, nach beiden Rich­tungen hin an den Agitationsmeldungen und ihren Dementis zu verdienen. Eine spanische Meldung spricht davon, daß die Vörsenereignisse an der Wallstreet am Sonnabend an die Geschichte Londons während der Schlacht bei Trafalgar erinnert hätten. Die Speku­lanten benutzten die Nachrichten und Dementis, um die Aktien nach Belieben auf wahnsinnige Höhe an­steigen oder rapide stürzen zu lassen. Bei Börsenschluß, so fährt die spanische Meldung fort. war deutlich auf den Gesichtern abzulesen, wer bei den Transaktionen gewonnen oder verloren hatte. Die Eier nach dem Gold lasse jene Elemente, zum größten Teil Juden, ver­gessen, daß sich das Schicksal eines ganzen Volkes ent­scheide. Was kümmere es sie, wenn Tausende von USA.- Soldaten verreckten, wenn sie nur selbst dem Gölte Gold fröhnen könnten.

„clis 2cilrl" gsgsc, unsers k'sincls!

ir. kckii. „Ja, aber die Millionenmassen der Bevöl­kerung des angloamerikanisch-sowjetischen Mächtebiocks sind unerschöpflich und stellen in diesem Kriege einen Faktor dar, der für die Dreierpaktstaaten un­günstig ins Gewicht fällt" — so gab uns kürzlich ein überschlauer Stratege aus dem ebenso seltsamen wie kleinen Häuflein der angeblich kühl abwägenden politi­schen Grübler zu verstehen. Wohlan, wir wollen einmal das Kräfteverhältnis der beiden kriegführenden Mächte­gruppen, soweit es auf den menschlichen Wehr- und Arbeitsreserven beruht, einer kühl abwägenden Prüfung unterwerfen— ohne dabei allerdings in den Fehler zu verfallen, bereits der Zahl an sich eine im gegen­wärtigen Völkerringen irgendwie entscheidende Rolle zu­zusprechen.

.Werfen wir zunächst einen Blick auf die Eesamt- bevölkerung der im Block des Dreierpaktes und der im Feindlager kämpfenden Staaten bzw. der von ihnen überwachten Länder! Die kontinentaleuropäische Gruppe der Kriegführenden umfaßt oder kontrolliert insgesamt, also einschließlich der Bevölkerung aller bisher besetzten Gebiete unseres Erdteils, rund 3.30 Millionen Menschen, und zwar leben im Deutschen Reich 117 Millionen, in Italien 46,2, in Rumänien, Ungarn, Bulgarien, Finnland, Kroatien und der Slowakei zu­sammen 83 Millionen sowie in den besetzten Territorien 132,3 Millionen. Hierzu stoßen nach den Erfolgen Japans auf den Philippinen, der Malayen-Halbinsel und den Sunda-Jnfcln mindestens 300 Millionen Men­schen (ohne Nanking-China), davon in Eroßjapan lebend 103,2 Millionen, in Mandschukuo 43,2 und in Thai­land 14,5. Das ergibt für die Dreierpaktmächte und ihre bereits überwachten Räume eine Bevölkerungsziffer von rund 650 Millionen. Demgegenüber beträgt die Einwohnerzahl Großbritanniens und seiner Dominien 78 Millionen, die der Vereinigten Staaten 180 Millio­nen und die des unbesetzten Teiles Sowjetrußlands 100 Millionen, zusammen also erst 308 Millionen. Zäh­len wir zu dieser feindlichen Kerngruppe die rund 450 Millionen Menschen der britischen Kolonialgebiete, die 20 Millionen der von den USA. beherrschten mittel- amerikanischen Staaten und die 230 Millionen Men­schen Tschungking-Chinas, so ergeben sich zwar rechnerisch rund 1000 Millionen, doch lediglich auf dem Papier, denn es müssen hiervon sofort wieder mindestens 380 Millionen Inder abgesetzt werden, wie überhaupt die in britischer Knechtschaft lebenden Kolonialvölker für einen Kräftevergleich mit den von Deutschland, Italien und Japan betreuten fremdstämmigen Bevölkerungs­gruppen zum weitaus überwiegenden Teil zuungunsten der Plutokraten ausfallen.

Um ein wirklichckeits näheres Bild des Kräfteverhältnisses der einander gegenüberstehenden Koalitionen zu gewinnen, müssen schon, wozu unser erster Ueberblick lediglich den Anlaß geben sollte, die entspre­chenden nationalstämmigen Kampfgruppen zu­einander in Beziehung gesetzt werden. Für Eroßdeutsch- land, Italien, die europäischen Paktpartner, Groß- japan und Thailand kommen wir bei dieser neuen Addition auf rund 300 Millionen Men­schen, während auf der Feindseite 40 bis 50 Mil­lionen Nationalstämmige weniger eingesetzt werden müssen. Von den 30 Millionen Menschen der britischen Dominien nämlich scheidet für unseren Vergleich die gute Hälfte als fremdstämmig aus, und auch die 16,4 Mil­lionen Farbigen der USA. sowie 20 Millionen ameri­kanische Staatsangehörige deutscher, italienischer, kroati­scher und irischer Abstammung dürfen nunmehr nicht mitgerechnet werden. Die nationalftämmige Feindgruppe setzt sich damit zusammen aus 60 Millionen Briten des Mutterlandes und der Dominien, 95 Millionen Ameri­kanern und (zur Zeit noch!) rund 100 Millionen Bol- schewisten. Dieses für die Dreierpaktmächte an sich schon günstige Kräfteverhältnis von 6 zu 5 erfährt sowohl an der Ostfront wie in Ostasien ständig eine Aenderung zum weiteren Nachteil unserer Feinde; daß besonders die kommende unabwendbare Vernichtung des Bol­schewismus die von London, Moskau und Washing­ton „aufgestellte" Menschenfront entscheidend schwächen wird, bedarf hier keiner näheren Darlegung!

Der Vorsprung, den die eüropäisch-ostasiatischen Pakt­partner hinsichtlich der menschlichen Wehrkraft gegen­über der angloamerikanisch-sowjetischen Allianz schon

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Unsere Luftwaffe erzielte an allen Fronten hohe Abschußzissern.

Heftige Angriffe der Achsenlnftwafse richteten sich wiederum mit stärkster Wirkung gegen Malta.

In USA.-Eewässern, in der Karibischen See und im Golf von Mexiko versenkten unsere U-Voote er­neut 21 Schiffe mit insgesamt 118 900 VRT.

London und Washington stehen nach dem japanischen Sieg in der Korallen-See trotz ihrer Liigenagitation im Zeichen des Katzenjammers.

Den Japanern gelang in Burma eine weitere Ein­kesselung des Feindes.

In der ersten Vorrunde um die Deutsche Fußball­meisterschaft trennten sich Werder und Hamborn 07 nach Verlängerung 1:1. Das Spiel wird am Sonn­tag in der Kampfbahn wiederholt.

Die Bremer Sportfreunde starteten ihr Eröffnn sportfest in der Kampfbahn.

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