Ausgabe 
(7.5.1942) Nr. 124
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der Nationalsozialisten Vremens

fimlliches verkündungsblatt des Neichsstatttsalters in Oldenburg und vremen

Nr. 124,12. Jahrgang

Donnerstag, ?. INai 1942

kinzelpreis 15 Npf.

llSst.Zwmgburg corregidor gefallen

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Letzte Stellung der ftlliierten im Südchinesischen Meer mußte kapitulieren / Nooseoelts „Mgttzoo";erbrochen

Philippinen restlos erobert

Starke japanische Kräfte werden frei

Drahtbericht unserer Berliner Schriftleitung b. Berlin, 6. Mai. Das Hauptquartier des Gene­rals Mac Arthur meldet die Kapitulation der Insel- festung Corregidor am Eingang der Manila-Bucht. Der letzte Widerstandspunkt der USA.-Truppen im Südchine- sischen Meer, dem Machtbereich Japans, muhte die Waf­fen strecken, als die Japaner dem schweren Artillerie­feuer und den pausenlosen Bombardements durch die Luftwaffe Landungstruppen folgen liehen, die in küh­nem Ansturm den mühsam aufgebauten „Mythos" der Feste Corregidor zusammenkrachen und die amerikanische Niederlage nach den Schlappen der USA.-Truppen in Nordburma sich vollenden liehen.

„Corregidor kann sich halten und muh gehalten wer­den. Wir werden diese Festung nicht übergeben. Bataan ist gefallen, aber wir werden uns halten!" rief pathetisch General Wainright in einem Tagesbefehl, als der Film­general Mac Arthur nächtlich mit Frau und Kind nach Australien geflüchtet war und die spärlichen, sich von

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Mit dem kiltzenlaub ausge;eichnel

Aus dem Führerhauptquartier, 6. Mai. Der Führer verlieh heute dem Generalmajor Sche­re», Kommandeur einer Kampfgruppe, das Eichenlaub zum Ritterkreuz des Eisernen Kreuzes und sandte ihm nachstehendes Telegramm: „In dankbarer Würdigung Ihres heldenhaften Einsatzes im Kampf für die Zu­kunft unseres Volkes verleihe ich Ihnen als 92. Solda­ten der deutschen Wehrmacht das Eichenlaub zum Rit­terkreuz des Eisernen Kreuzes. Adolf Hitler."

Bataan herübergeretteten Truppen ihrem Schicksal über­ließ, das „Gibraltar des Osten", die „uneinnnehmbare Festung" wurde mit all dem Abgesang umgeben, dessen die amerikanische Agitation fähig ist. Der Zusammen­brach zerstört die mühsam zusammengeklitterten Illusio­nen und läßt die Erinnerung an jenes Wort der ameri­kanischen Zeitschrift „Time" wach werden, nach dem die Japaner durch die Liquidierung des letzten philippini­schen Widerstandes zumindest 200 000 Mann Truppen freimachen und an anderen Kriegsschauplätzen einzusetzen vermöchten. Dah die Japaner nach dem Fall der unbeque­men Sperrung der Manila-Bucht nunmehr über einen ungestörten Hafen verfügen, der für Kriegs- und Han­delsschiffe in den Nachschubverkehr zu den weiter ent­legenen Kriegsschauplätzen wirksam eingesetzt werden kann, unterstreicht die Bedeutung des amerikanischen Verlustes.

Das ruhmsüchtige Geschwätz Mac Arthurs, zuletzt noch „Offcnsiv"-Töne kläglicher Lautstärke produzierend mündete in die resignierte Feststellung des Sprechers im USA.-Kriegsministerium, der zu dem Telegramm über die japanischen Landungen auf Corregidor er­klärte: „Ich fürchte, dies ist das Ende des Wider­standes". Ein heißer Empfang sollte nach Mac Arthurs Worten die Japaner bei einer etwaigen Landung er­warten. Sie würden sich eine Schlappe ungeahnten Ausmaßes holen, prophezeiten die amerikanischen Zei­

tungen und gefielen sich in einer weitschweifigen Kom- mentierung der Offensiv-Drohungen Washingtons. Man schilderte den modernen Ausbau der Jnselfestung, die vorgelagerten Fortsp^die unterirdischen Galerien mit gekühlten Lagerräumen, die in den Fels gehauenen Verbindungswege der einzelnen Stellungen und wählte die Ueberschrist: „Tks ivz-stsry kortress." Wasserschwie­rigkeiten könnten nicht auftreten, da die Insel über Quellen verfüge, Versorgungsschwierigkeiten seien nicht zu erwarten, da große Vorräte angehäuft seien. Der USA.-Präsident fußte auf diesen Feststellungen, als er seine letzte Botschaft an General Wainright sandte, in der, er betont«: „Das amerikanische Volk verlangt kein schöneres Bild von Zähigkeit, Einfallsreichtum und standhaftem Mut". Die Gloriole bekam Schatten, als die Japaner Anfang April mit dem Angriff gegen die Halbinsel Bataan begannen und acht Tage später die Kapitulation der Halbinsel melden konnten. 60 000 Mann kapitulierten, unzählige Philippinos verbluten aber .es fielen insgesamt elf amerikanische Soldaten. Das war der von Roosevelt gepriesene Widerstand bis zum letzten Mann! Und als jetzt dem japanischen Gra­naten- und Bombenhagel die Invasion folgte, da streck­ten die restlichen amerikanischen Truppen ebenfalls die Waffen. Roosevelt aber spricht von einem „leuchtenden Beispiel vaterländischer Standhaftigkeit und Opfer- bereitschaft".

kirtsehung eines Stützpunktes im Osten

Seit über einem vierteljakr überlegenen feindlichen Kräften standgekalten — Britische Zerstörer im

Kanal beschädigt — Luftangriff auf solkestone

Aus dem Fllhrerhauptquartier, 6. Mai. Das Oberkommando der Wehrmacht gibt bekannt: „Im Osten waren eigene Angrisssunternehmuygen erfolgreich. Mehrere örtliche Angriffe des Feindes wurden abge­wehrt. Im nördlichen Abschnitt der Ostfront stellten deutsche Truppen in kühnem, planmäßig vorbereitetem Angriff die Verbindung zu einem vom Feinde einge­schlossenen wichtigen Stützpunkt wieder her. Die unter dem Kommando des Generalmajors Scher er stehende Besatzung dieses Stützpunktes hat seit dem 21. Januar 1942 in hartem Abwehrkamps zahlreichen Angriffen überlegener feindlicher Kräfte mit hervorragender Tapferkeit standgehalten. In Leningrad entstanden bei der Beschießung von Rüstungswerken langanhaltende Brände. Im rückwärtigen Gebiet der Ostfront wurden an verschiedenen Stellen bewaffnete bolschewistische Ban­den vernichtet. Die Kämpfe in Lappland und an der Murmansk- Front nehmen ihren Fortgang. Nach Abwehr der feindlichen Angriffe sind unsere Truppen an vielen Stellen zum Gegenangriff angetreten. Kampf­flugzeuge bombardierten mit guter Wirkung militärische Anlagen in Sewastopol, auf der Halbinsel Kertsch und im kaukasischen Hinterland. — In Nord­afrika bei andauernden Sandstiirmen geringe beider­seitige Ausklärungstätigkeit. Die Angriffe auf La Va­letta und Flugplätze der Insel Malta wurden mit guter Wirkung fortgesetzt. — In der Nacht zum 5. Mai gerieten im Kanal operierende leichte Secstrcitkräste in Eesechtsborührung mit fünf britischen Zerstörern, von denen einige durch Artilleriefeuer beschädigt wurde». Leichte deutsche Kampfflugzeuge griffen am gestrigen Tage Eisenbahn- und Fabrikanlagen der englischen

Küstenstadt Folkestone erfolgreich an. Planlose Stör­flüge britischer Bomber führten in der Nacht zum K. Mai nach Süddeutschland. Einzelne Bombenabwürfe aus kleinere Städte und Landgemeinden verursachten geringen Sachschaden. Nachtjäger und Flakartillerie schössen drei der angreifenden Bomber ab. Leutnant Koeppen errang an der Ostfront seinen 85. Lustsieg."

In seiner letzten Reichstagsrede vom 26. April hat der Führer das Heldentum unserer Truppen an der Ostfront geschildert und es anerkannt mit der Feststel­lung, daß dort die zähesten, mutigsten und tapfersten deutschen Soldaten stehen, die die Geschichte unseres Volkes gekannt hat. Sie alle, die in dem sibirischen Winter die harte Aufgab« der Verteidigung der stütz- punktartig und regelmäßig gesicherten Gesamtfront ver­teidigen halfen, haben sich ausgezeichnet, diejenigen, die in einem abgeschnittenen Stützpunkt fochten und nicht nachließen, bis nach langen Wintermonaten die endgül­tige Besreiungsstunde schlug, haben sich mit ganz beson­derer Tapferkeit für ihr« Aufgabe eingesetzt. Seit dem 21. Januar 1942 hat Generalmajor Scherer mit der Besatzung des jetzt freigekämpften Stützpunktes sich im härtesten Abwehrkainos gehalten. Die Truppen hatten ihren, Abschnitt am Nordteil der Ostfront festungsartig ausgebaut, um hier, völlig abgeschnitten von jeder Erd­verbindung mit der übrigen Front, dem Feind auch das Letzte an Widerstand zu leisten, ihm aber zugleich damit das Letzte an Angriffen abzufordern, weil er glaubte, diesen eingeschlossenen deutschen Verband doch noch zer­mürben zu können. Pausenlosen Angriffeg waren un- (Fortsetzung auf Seite 2)

Vas feige Piratenstück von Madagaskar

flnglo-omerikanische Perfidie — kriegsdroHung der USst. im falle „Heftigen Widerstandes"

Drahtbericht unserer Berliner Schriftleitung

xb. Berlin. 6. Mai. Gleichzeitig mit der Eröff­nung des Piratenangrisfs auf den Nordhafen Mada­gaskar Diego Suarez forderten die Briten den fran­zösischen Eencralgouverneur ultimativ aus, jeden Wi­derstand zu unterlassen. Jede Verteidigung würde als „Angriff gegen England und die USA." gewertet wer­den, eine freche, widerwärtige Anmaßung, die auch in der bereits mitgeteilten Erklärung Roosevelts wieder­kehrt.

Mit dieser Operation gegen Madagaskar hat Eng­land die Reihe seiner Gangsterstücke dieses Krieges und die Eangsteraktionen im Laufe seiner imperialistischen Eroberungspolitik überhaupt fortgesetzt. Churchill Hai zusammen mit Roosevelt die Folge von verräterischen Hebelgriffen gegen den einstigen Bundesgenossen fort­geführt, die mit dem Verrat bei Dünkirchen einsetzte, über Mers el Kebir nach Dakar, Syrien und nun Ma­dagaskar führte. Die Begründungen waren immer gleich fadenscheinig und verlogen, sie glichen einander wie ein Ei dem anderen. Jetzt in Madagaskar muß die Behauptung von der „drohenden japanischen Invasion" herhalten; sie wird in den üblichen phantasievollen strategischen Wahngebilden fortgesetzt, die von einer „großen Zangenoperation der Dreierpaktmächie sprechen in denen der Kaukasus, der Suezkanal, der Indische Ozean mit Ceylon und Madagaskar eine Rolle spielen.

Hier liegt nicht nur der Versuch vor, durch Lüge und Dreistigkeit vor der Welt das Gangsterstück seiner schlimmsten Seiten zu entkleiden, das frivole Unterneh­men soll auch der Ablenkung von der Fülle der nicht abreißenden Kette von Niederlagen dienen, die Roose­velt, Churchill und Stalin seit dem vergangenen No­vember erlitten haben. Amerikanische Betrachter, voran „New Park Sun" und „New Park Times" suchen Mada­gaskar als Zeichen des „Offensivgeistes" zu deuten, auf den die „Alliierten" nun schon so lange gewartet haben und den sie nun in einem ersten praktischen „Erfolg" sich «entfalten jähen. Es ist auffällig, wie sehr die Briten sich

bemühen, ihre „Erfolge" immer an den Stellen zu er­zielen, von denen sie wissen, daß sie Stellen geringsten Widerstandes sind. So war es im Irak, dessen freiheits­liebende Regierung und Bevölkerung vor nunmehr etwa einem Jahr die Aegyptisierung des Landes nicht hin­nehmen wollte, so war es in Syrien, von dem die Briten wußten, daß es keine sehr starken Verteidigungsmöglich­keiten besaß. Den „Sieg" von Madagaskar aber hoffen die Engländer ebenso billig davontragen zu können mit ihrem starken Flottenverband unter Einschluß eines Flugzeugträgers und 20 000 Mann Landungstruppen, denen wohl noch nicht ein Drittel so starke französische Einheiten gegenüberstehen, die trotzdem Widerstand leisten.

In Mers öl Kebir war es die französische Flotte, die überfallen wurde mit der fadenscheinigen Behauptung, daß sie dort liege, um für die Deutschen bereitgestellt zu werden. In Dakar und in Syrien waren es Behaup­tungen über deutsche Truppen oder Spezialisten, die sich dort befänden, und die England mit seinen Angriffen auf die nicht im Krieg befindlichen Gebiete seines ehe­maligen Verbündeten vertreiben wollte. 2m Irak und später in Iran spielte die verlogene Behauptung über eine Fünfte Kolonne die Rolle des äußeren Anlasses. Nun soll es eine angeblich von Japan drohend« Jn- vasionsgefahr gewesen, sein, wobei immerhin festzustellen ist, daß Madagaskar 3000 Seemeilen von den eigent­lichen ostasiatischen Operationsgebieten entfernt liegt. Entscheidend jedenfalls war in jedem Fall die Möglich­keit eines Raubes an dem Verbündeten. Dieser Raub hat schon zu viele Vorgänger in der britischen Geschichte, als daß die Welt noch an die angloamevikanischz Zusage glaubte, daß Britannien „treuhänderisch" diese Kolonie Frankreichs übernehme. England hat noch nie eines seiner „in Obhut genommenen" Gebiete wieder heraus­gegeben! Gibraltar. Malta, das Kapland und Ceylon, in neuester Zeit Lnpern, sind Beispiele dafür, wie Eng­land zu verfahren pflegt.

Neben dem Raub steht die Absicht, „eine zweite Front" aufzurichten, möglichst weit entfernt von den

Zugriffsmöglichkeiten der Dreierpaktmächie und an einer Stelle, an der man billige Lorbeeren zu ernten in der Lage ist. Auch mit „Ofsensivgeist" hat der Raub Madagaskars nichts zu tun, weil es den Briten an Stützpunkten rund um den Indischen Ozean zur Ent­faltung einer Offensive gegen Japan nicht gefehlt haben würde... Es ist aber weniger verlustreich und weniger gefährlich für das so stark angeknackte Prestige der anglo-amerikanischen Seeherrschaft, die Assäre Mada­gaskar als großen Sieg zu feiern, wie es London und Newyork tun, als sich mit Seestreitkräften im Indischen Ozean zum Kamps zu stellen, wozu die Briten bei der großen japanischen Operation um Ceylon Gelegenheit gehabt hätten. Den Gipfelpunkt der Dreistigkeit stellt die Erklärung Washingtons dar, an das verlogene Ver­sprechen der künftigen Rückgabe Madagaskars Bedin­gungen zu knüpfen und zugleich Drohungen auszuspre- chen für den Fall, daß Frankreich ernsthaften Wider­stand auf Madagaskar leiste. Ob die USA.-Presse aus öiesem Grunde zunächst einen Wink aus Washington er­hielt, in ihren Berichten nur von „geringem Wider­stand" zu schreiben, läßt sich nicht klar ersehen, immerhin ist es möglich. Jedenfalls identifiziert sich Roosevelt in vollem Umfang mit den Churchillschen Gangstermetho­den, wie er ja überall die Hand im Spiele zu halten sucht, in Indien, in Iran und neuerdings auch im Irak, um zur rechten Zeit an der Erbschaft sich zu beteiligen.

Daß die Einmischung Roosevelts in alle englischen bisherigen Einflußgebiete überall erkannt wird, zeigt die neueste Botschaft des indischen Nationalistenführers Subhas Lhandra Böse. Er weist die Inder daraus hin, wie die Herren vom Weißen Haus als Diplo­maten, als Geschäftsleute und neuerdings mit Truppen in Indien eindrangen, um noch während des Krieges auch diesen Teil des britischen Weltreichs unter ihre Kontrolle zu bringen. Er mahnt die Inder, daran zu denken, daß sie sich auch gegen die Fortsetzung der Ausbeutung des Landes durch seinen Feind Britan­nien zu wehren hätten.

Die Arbeit im Reichskommissariat

„Wir müssen die deutsche Sprache so schnell wie mög­lich und so gut wie möglich erlernen. Die deutsche Sprache öffnet uns die weiten Gefilde der europäischen Kultur und führt uns in ein neues inhaltvolles Leben." Die lettische Zeitung „Daugavas Vestnesis", die diesen Satz vor kurzem geprägt hat, deutet damit symbolisch an, in welchem Umfang augenblicklich im Ostlawd die inneren Beziehungen zum deutschen Raum wieder auf­leben. Ja, mehr als das: In diesen kurzen Worten liegt fast der ganze programmatische Inhalt der neuen politischen Situation im Nordosten überhaupt, liegt die Rückkehr der baltischen Völker zu den tragenden Wer­ten einer größeren europäischen Vergangenheit und der betonte Hinweis auf den weitgesteckten Rahmen der kommenden Eestaltungsjahre.

Auf deutscher Seite schreitet die Führung des Ost­landes unter der gleichen verpflichtenden Doppelparole an die Arbeit. Reichskommissar Lohse und die Män­ner. die im vergangenen Sommer mit ihm den Marsch ins Valtenland angetreten haben, folgten den Spuren der Hanse und der Deutschritter — und zwar wicht unbewußt, sondern unter dem anspornenden Eindruck der ganzen Größe, die diese Tradition für Ostpioniers bedeutet. Das wahre Verständnis für diese Tradition schließt aber zugleich das starke Einfühlungsvermögen in die Seele der einheimischen Bevölkerung in sich und die zukunftweisende Crkenntnis, daß alles Leben orga­nisch wachsen muß, ganz besonders das kulturelle. Aeußerer und organisatorischer Ausdruck dieses wohl-. ordnenden Prinzips sind alle deutsche Anordnungen, die bisher im Ostland herausgekommen sind: Nirgends ist bisher in den Erneuerungsprozessen der Baltew- länber durch Reglementierungen eingegriffen worden, wo nicht Neues und Besseres an die Stelle des Alten treten konnte. Alle Maßnahmen, die angeordnet wur­den, galten zunächst der kurzfristischen Ablösung der bolschewistischen Aera und der Rücksührung des Nord­ostens nach Europa.

Die Mittel freilich, die diesem Ziele entgegenführen, sind in den einzelnen Generalbezirken verschieden: In dem ärmlichen Weißruthewien, das 25 Jahre lang unter sowjetischem Terror gelebt und niemals jene'l engen geschichtlichen Beziehungen zum Reich gehabt hat wie die Eeneralbezirke Litauen, Lettland oder Estlawd, müs­sen zunächst erst die allerprimitivsten Grundlagen für ein« Neuordnung geschaffen werden, während in den baltischen Ländern das neue Leben bereits viel diffe­renziertere Formen annimmt. Schon kurz nachdem der weite Ostseeraum von den Bolschewisten befreit worden war, wurden neugegründete deutsche Zeitungen zum Dolmetsch zwischen den richtungweisenden Parolen des Reiches und den bodenständigein Interessen der einzelnen Generalbezirke des neuen Reichskdmmissariats. Als sinn­volle Ergänzung zu den deutschen Führungsorganen ent­standen überall im ganzen Land erneut die einheimischen Zeitungen und Zeitschriften, die die Bevölkerung des Nordostens in ihren eigenen Landessprachen unmittel­bar ansprachen. Mit der vordersten Spitze der angrei­fenden Truppe sicherten Rundfunkberichter und Rund- funktechniker der Propagandakompanien die Rundfunk- anlagen vor dem sowjetischen Verwüstungswahn, so daß heute alle Ostlandsender fast hundertprozentig wieder ar­beiten können. Landauf und landab versorgt der Rund­funk mit seinem weiten Strahlungsvermögen die Landes- e-inwohner mit den aktuellsten Tagesnachrichten und stillt ihr Verlangen nach guter Musik,' nach guten Vortrügen und wach gutem Unrerhaltungsstoff.

Die Kampfbereitschaft der Männer, die die Führung im Ostland deutscherseits übernommen haben, erforderte eine nicht weniger energische Stellungnahme zu den Fragen der Schulen und der Ausbildung — und zwar gleich vom ersten Tage ihres neuen Wirkens an, weil gerade in diesen beiden Faktoren ein ganz besonders markanter Ansatzpunkt für eine positive oder negative Beeinflussung der Bevölkerung allgemein und der Ju­gend im besonderen liegt. In gemeinsamer Front mit den landeseigenen Vertrauensleuten hat die deutsche Verwaltung das bolschewistische System politisch­weltanschaulich gründlich liquidiert und, nachdem diese Säuberungsaktion vollendet war, den totalen Wieder-

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Im nördlichen Abschnitt der Ostfront wurde die Verbindung zu einem vom Feind seit Januar ein­geschlossenen wichtigen Stützpunkt wieder hergestellt. Bei einer nächtlichen Eesechtsberührung im Kanal wurden mehrere britische Zerstörer beschädigt. Deutsche Kampfflugzeuge griffen am Tage Eisen­bahn- und Fabrikanlagen der englischen Kllsten- stadt Folkestone an.

Die USA.-Zwingburg Corregidor hat sich den Ja­panern ergeben müssen; auch der Flugplatz Akyab siel in japanische Hand.

Die britischen Henkersknechte Stalins ließen in Bagdad führende irakische Freiheitskämpfer hin­richten.

Der britische lleberfall aus Madagaskar stellt sich als planmäßiges anglo-amerikanisches Piratenstück heraus.

Der Reichsminister für Bewaffnung und Munition sprach Ernennungen für den Rüstungsrat aus..

Für den Ehrendienst der Jugend zur Sicherung der Ernährung wurden Durchführungsbestimmungen be­kanntgegeben.

Die Luftwaffe führt in der kommenden Woche Werbeveranstaltungen in Bremen durch.