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Meiner Nuno
parteiamtliche Tageszeitung
Das Amtsblatt des Negierenden Bürgermeisters der Zrcien Hansestadt Bremen
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der Nationalsozialisten Bremens
flmiliches Verkündungsblatt des Beichsstatttfalters in Oldenburg und Bremen
Nr. 122,12. Jahrgang
Dienstag, 5. INai 1942
Linzelpreis 15 Bps.
Deutscher Seesieg im Nor-meer
vrMscher wolwro.-Kreuzer und IS000 VM. kandelsschiffsraum versenkt, mekrere Zerstörer beschädigt
Kühne flngriffe bei schwerem Seegang
Berlin, 4. Mai. Wie das Oberkommando der Wehrmacht zu den im OKW.-Bericht vom Montag gemeldeten Erfolgen der deutschen Kriegsmarine und Luftwaffe im Nördlichen Eismeer mitteilt, versuchte der Feind in den letzten Tagen unter Ausnutzung besonders schlechten Wetters einen Geleitzug nach Murmansk zu bringen und einen anderen von dort abzuholen. Die steigende Bedrohung der Murmansk-Route hatte die britische Admiralität veranlagt, die Sicherung erheblich zu verstärken. Eine britische Kampsgrnpe, bestehend aus zwei Schlachtschiffen, einem Flugzeugträger, drei Kreuzern und mehreren Zerstörern, hatte, wie durch Luftaufklärung festgestellt worden war, eine Ausnahmestellung im Nördlichen Eismeer bezogen. Die örtliche Sicherung der beiden Geleitzüge ersolgte durch Kreuzer, mehrere Zerstörerslottillen und eine große Zahl von Korvetten.
Nachdem deutsche Unterlsoeboote Fühlung mit einem der Geleitzüge aufgenommen hatten, führte das Boot des Kapitänteutna-nts Teichert einen außerordentlich kühnen Angriff auf den größten Geleitkveuzer von 10 000 Tonnen Wasserverdrängung durch. Es herrschte schwerer Seegang und Sturm, der die Windstärke neun erreüchte. Schlechte Sicht und Regen erschwerten in der Nähe der Eisgrenze die Angriffsinöglichketten. Trotzdem gelang -es dem Boo-t, aus kurzer Entfernung zwei Torpedotreffer zu -erzielen. Der Kreuzer wurde schwer beschädigt. geriet tn Brand und zeigte sofort starke Schlagseite. Vier britische, Zerstörer, darunter zwei von der Tribal- und Jervis-Klasse, eilten zur Hilfeleistung herbei. (Der britische Kreuzer ist inzwischen, wie der OKW.- Bericht vom Montag mitteilt, gesunken). Andere Unterseeboote schössen aus dem Geleitzug einen Münitions- dampfer von 6500 BRT. heraus und beschädigten einen weiteren durch Torpedo-treffer. Auch dieses Schiff dürfte
15 englische Jäger abgeschossen
Neue schwere Niederlage der Briten am Kanal
Berlin, 4. Mai. Wie das Oberlopnnando der Wehrmacht mitteilt, erlitt die britische Luftwaffe auch am Montag wieder eine schwere Niederlage am Kanal. Als kurz nach 10 Uhr britische Bombenflugzeuge in Begleitung von über 50 Spitfire über der französischen Küste einzufliegen versuchten, wurden sie am wolkenlosen Himmel bei klarer Sicht von deutschen Jägern gestellt. Innerhalb von fünf Minuten sielen dem Angriss unserer Jagdflieger siebe» Spitsire zum Opser. Die meisten stürzten vor Le Havre in den Kanal. Flakgeschütze der Küstenbatterien brachten eine weitere Spitfire nördlich Cherburg zum Absturz.
Am Nachmittag unternahmen britische Jäger einen Vorstoß, den über 50 Spitfire ausführten. Ueber dem Kanal stellten unsere Jäger die Spitfire noch vor Erreichen der Küste. Es kam zu einer erbitterten Luftschlacht, Dabei wurden abermals innerhalb von fünf Minuten sieben Spitfire abgeschossen. Nach dieser schweren Niederlage drehten die britischen Jäger wieder zur englischen Küste ab. — In fünf Stunden haben die Briten am Montag also 15 Flugzeuge verloren, ohne mit ihrem Angriff zu irgendwelchen Erfolgen gekommen zu sein. Nur zwei deutsche Jäger kehrten aus diesem Kamps nicht zurück.
bei dem hohen Seegang seinem Schicksal nicht entgang-en sein.
Am nächsten Tage gewannen deutsche Zerstörer Ee- fechtsfiihlung mit vier britischen Zerstörern, die einen in der Nähe der Eisgrenze steuernden Geleitzug vergeblich zu sichern suchten. Die deutschen Zerstörer stießen durch und versenkten im Artillerie- und Torpedoeinsatz zwei Transportschiffe mit zusammen 12 000 BRT.
In zäher Fortsetzung der Verfolgung trotz weiter verschlechterter Wetterlage stieße» die deutschen Zerstörer am dritten Tage auf vier britische Zerstörer, die den Schutz des schwer beschädigten Kreuzers übernommen hatten und gingen gegen diese Feindgruppe zum Torpedoangriff vor. In einem heftigen Artilleriegesecht brachten sie zwei feindlichen Zerstörern schwere Beschädigungen bei. Ein eigener Zerstörer wurde schwer getroffen. Der Pulverqualm des Kampfes und die Sprengwolken unserer Treffer mischten sich mit der
künstlichen Nebelwand, mit der die feindlichen Zerstörer den Kreuzer zu schütze» juchten.
Innerhalb kurzer Zeit trafen die deutschen Kampfflugzeuge trotz heftigsten Abwehrfeuers der Flakgeschütze vier große Frachter. Nach wenigen Minuten waren drei Handelsschiffe von 8000 BRT., 6000 BRT. und 5000 BRT. mit ihrer wertvollen Fracht im Nordmeer versunken. Ein weiteres Frachtschiff von 8000 BRT. wurde schwer beschädigt. Dem schneidigen Angriff der deutschen Kampfflugzeuge waren somit nach bisherigen Meldungen trotz starker Abwehr 19 000 BRT. Schiffsraum zum Opfer gefallen.
Dieser Erfolg beweist aufs neue die Schlagkraft der deutschen Kriegsmarine und Luftwaffe, die vom hohen Norden bis zum Mittelmeer alle Seewege des Feindes überwachen und dem Feinde immer wieder schwere Verluste zufügen.
Unsere krfolge im nördlichen kismeer
vergettungsanarUff auf die Hafenstadt kreier
Aus dem Führerhanptquartier, 4. Mai. Das Oberkommando der Wehrmacht gibt bekannt: „Im mittleren Abschnitt der Ostfront wurde ein eigenes örtliches Angrisssunternehmen erfolgreich durchgeführt. In Lappland und an der Murmansront wurden erneute Angriffe des Gegners abgewiesen. Im nördlichen Eisme-er haben Unter- und Ueberwasserstreitkräste der Kriegsmarine im Zusammenwirken mit Verbänden der Luftwaffe feindliche Eeleitzüge, die durch starke Kampsgruppen gesichert waren, in tagelangen Angriffen bei Sturm, hohem Seegang und Vereisung bekämpft. Dabei hat ein Unterseeboot unter Führung des Kapitänleutnants Teichert zwei Torpedotreffer auf- einen britischen 10 000-Tonnen-Kreuzer erzielt, der bewegungslos liegen blieb und später gesunken ist. Eine deutsch« Zerstörerflottille nahm den Kampf gegen die überlegene feindliche Zerstörerficherung auf und beschädigte hierbei mehrere feindliche Zerstörer schwer. Ein deutscher Zerstörer trug größere Beschädigungen davon. Aus einem der feindlichen Geleitzüge wurden zwei Dampfer von zusammen 12 000 BRT. durch Zerstörer torpediert. Mit dem Untergang der beiden Dampfer ist bei dem schweren Seegang zu rechnen. Unterseeboote versenkten einen Mu- nitionsbampfer von 6500 BRT. und torpedierten einen weiteren Dampfer. Kampfflugzeuge versenkten drei Handelsschisse mit zusammen 19 000 BRT. und beschädigten einen größeren Frachter schwer.
In Nordafri-ka Artillerie- und Spähtrupptätigkeit. Militärische Ziele auf Malta wurden am Tage, der Hafen Alexandria bei Nacht durch die deutsche Luftwaffe angegrissen. Im Kamps gegen Großbritannien erzielten leichte deutsche Kampfflugzeuge am Tage Vom- benvolltreffer in kriegswichtigen Anlagen der Kiiften- stadt Hastings. Als Vergeltung für die Terror- angriffe britischer Bomber auf deutsche Städte belegten in der Nacht zum Montag starke Verbände von Kampfflugzeugen abermals die Hafenstadt Exet er mit Spreng- und Brandbomben. Versuche der britischen Luftwaffe, unter starkem Jagdschutz am gestrigen Tage gegen die Kanalkiiste vorzustoßen, wurden unter erheblichen Verlusten sllr den Feind abgeschlagen. Deutsche Jäger und Flakartillerie brachten hierbei 10 feindliche Flugzeuge zum Absturz. Die britische Luftwaffe griff in
der vergangenen Nacht Wohnviertel in Hamburg, vorwiegend mit Brandbomben, an. Nachtjäger und Flakartillerie schössen 5 der angreifenden Bomber ab."
Zu dem neuen deutschen Vergeltungsangriff gegen die englische Stadt Erster teilt das Oberkommando der Wehrmacht noch folgende Einzelheiten mit: Die Angriffe der deutschen Kampfflugzeuge begannen etwa zwei Stunden nach Mitternacht. Die deutschen Kampfflieger lösten Tausende von Spreng- und Brandbomben über dem inneren Stadtgebiet von Exeter. das als Verkehrsknotenpunkt große Bedeutung für das südwest- englische Küstengebiet hat, aus. Ueberall im inneren Stadtgebiet, besonders aber in der ummauerten Altstadt, konnten zahlreich« Brände beobachtet werden, die sich rasch ausdehnten und weithin sichtbar waren. Der wirksame Angriff, der in mehreren Wellen durchgeführt wurde, dauerte ungefähr eine Stunde.
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Die Leistungen unserer U-Boot-Männer und der Zerstörerflottille, die in tagelangen Angriffen am Feind blieben, sind um so höher zu bewerten, als unsere Streit- kräfte sich bei diesem ungünstigen Wetter gegenüber einer überlegenen Sicherung der feindlichen Eeleitzüge durchsetzen mußten. Der Erfolg der deutschen Seestreitkräfte und Luftwaffenverbände stellt eine empfindliche Schädigung der feindlichen Marine dar, denn der Verlust eines 10 OOO-To.-Kreuzers und die Beschädigung mehrerer Zerstörer neben der Versenkung mehrerer Transporter bedeuten eine Schwächung gerade derjenigen Schiffskategorien der feindlichen Flotten, die durch die starke Beanspruchung im Geleitschutz ohnehin überall zu schwach besetzt sind. Welcher Seesieg im Nord- meer von uns davongetragen wurde, beweist eine New- yorker Meldung, wonach „der Stapellauf von vier Zerstörern einem glänzenden Seesieg gleichkomme"!
Die britische Kriegsmarine hat nunmehr im Verlaufe dieses Krieges bereits 19 Kreuzer eingebüßt. Bisher hat nämlich die britische Admiraliiät den Verlust der nachstehenden Kreuzer zugegeben: Effig- ham, Curlefv, Calypso, Southampton, Benooenture, Elouchester, Fiji, Park, Ealcutta, Dunedin, Sydney, Neptuns, Ealather, Perth, Exeter, Naiad, Dosctshire -und Cornwall.
Von der „zweiten" zur sechsten front tlzurchMs
kroßmaul tripps jammert über Indien — „Höhere kinlichten" in London
Drabtvcricht.unserer Berliner Schriftlcitung
8. si. Berlin, 4. Mai. „Nichtunterrichtete Kritiker der britischen Kriegsanstrengung in England und in den USA. vergessen, daß das britische Empire schon weit mehr als an einer Front kämpft". Mit dieser wehleidigen Feststellung erörtert die „Sunday Times" unter der Ueberichrift „die fünfte Front" den allen Briten so peinlichen Ruf nach der zweiten Front. Im einzelnen nennt der Leitartikler die Front in Ostasien, die ja den Briten wahrlich keine Freude macht, wenn man an die Niederlagen in Burma, im besonderen an den Fall der Stadt Mandalay, erinnert.
Die weiteren englischen Fronten sind nach der „Sunday Times" der mittlere Osten, die Meeresslächen der Atlantik-Schlacht, und neuerdings „die britische Lustosfen- sive gegen Deutschland". Diese vierte Front der Terror- angrisse habe nun unmittelbar sogar zur fünften Front geführt, nämlich zu den deutschen Gegenschlägcn, von denen auch die neueste Aktion gegen Exeter in der Nacht zum Montag nach den britischen Meldungen recht empfindlich gewirkt hat. Churchill, der im Mai 1940 den Luftkrieg mit dem Terrorangrifs gegen Freiburg eröffnen ließ und der dann zeterte, als die deutschen Gegen- schläge kamen, die in den Großangriffen gegen London gipfelten, läßt heute wieder die gleiche Methode anwenden: zunächst unverantwortliche Angriffe gegen die Zivilbevölkerung zu starten und dann von barbarischen Schlägen der deutschen Luftwaffe schreiben zu lassen. Die Zielsetzung ist klar und »„verhüllt, sie liegt in der Bortäuschung der „zweiten Front" durch die gegen deutsche Städte gerichteten Angriffe. „Sunday Times" erklärt: „Die englische fünfte Front (gemeint sind die Vergeltungsschläge der deutschen Lustwafse gegen englische Städte) trägt ihren Anteil teutonischer Wut. Das misten die bolschew istischen Alliierten nur zu gut. Daher gibt es keine zweite Front-Frage; wenn es eine andere Front gäbe, so würde es die sechste sein." Mit dem Eingeständnis britischer Schwache ist hier verbunden der Versuch der Uebertölpclung der Weltöffentlichkeit und auch des eigenen Alliierten.
Dqß die Erörterungen der „Sunday Times" über die fünfte und sechste Front nicht eine von vielen Pressestimmen darstellt, sondern offenbar einem Leitsatz der englischen Agitation folgt, geht aus einem Londoner Bericht von „Sveuska Dagbladet" hervor, der besonders betont, „daß in der englischen Agitation die Prokla- mierung der zweiten Front aus höherer Einsicht abzuklingen scheine." Nach den Feststellungen der „Times" über den„strategisch«n Fehler der Winteioffensive der Sowjets" und über „die blutigsten Verluste der Sowjets im vergangenen Winter" folgt nun der Ab- sprung von.der zweiten Front. Allerdings ist der Marinebeauftragte Roosevelts, Admiral Stark, von dieser „höheren Einsicht Londons" noch nicht ins Bild gesetzt worden. Er hat in einem Interview auf eine Frage, ob er „für «ine zweite Front in diesem Jahr sei" geantwortet: „Ich bin für eine zweite oder dritte Front- offensive". Bei Roosevelt und Churchill geht es also noch ein wenig durcheinander.
Nun, London hat nicht sehr lange auf diese sechste Front zu warten brauchen. Die „Sunday Times" hat die Erwähnung des Nordmeeres vergessen, obwohl in amerikanischen Betrachtungen die Murmansk-Route neben der des Atlantik und der Verbindung durch den indischen Ozean steht. An keiner der sechs Fronten kommt England zur Ruhe. Je prekärer jedoch die strategische Lage, um so größer die Mauloffensivtytigkeit >n London und Newyork, und nicht zu vergessen in Delhi, wo jetzt der Fluchtgeneral Wavell Mae Arthur Konkurrenz macht. Er hat in einer Rundsunkansprache ichwadro- niert: „Der Kampf geht an allen Fronten vorwärts. Seit seinem ersten glorreichen Rückzug durch die lybische Wüste von El Agheila nach Tobruk scheinen sich bei Wavell endgültig die Begriffe „vorwärts" mnd „rückwärts verwirrt zu haben. Wenn Wavell „Vormärsche nach hinten" feiert, läßt ts Eripps nicht ruhen. Er verkündet großmäulig über den Funk, daß „der Augenblick des Zuschlagen? herannahe". Wie Eripps diese Anmaßung mit seinen weiteren Darlegungen in Einklang bringen wollte, ist sein Rätsel. Aber es gehört schon die britische Unverfrorenheit dazu, solche Ankündigungen mit einer
ebenso verlogen getarnten Darlegung seiner eigenen politischen Niederlage in Indien zu verbinden. Selbstverständlich gehört es zum System Eripps, daß die Inder „an allem schuld sind", und daß Britannien nur das Beste mit Indien vorhabe. Mit einer verschnörtelten Wendung ließ Eripps die Katze aus dem Sack, daß es den Engländern weder ernst war mit ihren Angeboten an Indien, noch daß Eripps selbst an die Möglichkeit einer ernsthaften und ehrlichen Einigung geglaubt hat, 'sondern allein den Versuch einer Dllpierung unternahm: „Es hätte in der augenblicklichen Lage keinerlei Hweck gehabt, mit der Neugestaltung der indischen Versaffung zu beginnen, denn es würde viele Monate dauern, wenn wir es versuchten, vorausgesetzt, daß wir überhaupt eine Uebereinstimmung erzielen könnten."
Cripps fühlt sich allein als der Vertreter Stalins in London, als der Einpeitscher des bolschewistischen Krieges, und er seht seine Erwartungen auf Erhaltung, ja Verstärkung seiner politischen Machtstellung, um mindestens der Kerenski Englands z» werden. Darum predigt er in seinen Scharfmachepäußerungen die Beseitigung der „Ungleichheiten, wobei er sich aus dem Gebiet der imperialistischen Oberherrschaft über die Völker des Empire bewegt. Daß er aber „daheim" die bolschewistischen Eleichheitsmethoden anzuwenden gewillt ist, wenn er erst einmal dazu in der Lage wäre, hat er mehr als einmal durch seine Strohmänner in der letzten Zeit hervorheben lassen.
Wie stark die Mißstimmung ist über die Mißerfolge Churchills, beweist die gerade eben erfolgte Bildung einer „unabhängigen Partei" in London, die sich für einen verschärften erfolgreichen Kriegskurs einsetzt.
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Mit Rücksicht auf die Enttäuschung der Briten sowohl im eigenen Lande wie bei den Sowjets sah sich Arbeitsminister Vevin jetzt gezwungen, ein Fünkchen von Hoffnungen aufrechtzuerhalten, indem er ankündigte, daß die britische Militärsiihrung mit der Ausarbeitung einer „Aktion im richtigen Augenblick" beschäftigt sei. Wir muffen dafür sorgen, daß eine Expedition auf dem Kontinent nicht mit einem neuen Dünkirchen endet".
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k. d4il. Als der englische König vor einiger Zeit den zurückgetretenen Erzbischof von Lanterbury, Dr. Cordon Lang, zum Lord ernannte und ihm das Schloß Kew Ereen als ständigen Wohnsitz zur Verfügung stellte, folgte er offensichtlich der Parole seines Herzens: „Es soll der Priesterbolschewist mit dem Plutokraten-König gehn — im Geiste wohnen beide auf des Kremls Höh'n!" Jener oberste Würdenträger im Reich der-Puritaner hatte sich die Sowjetsporen nämlich schon in den Jahren des spanischen Bürgerkrieges verdient, der ihm willkommene Gelegenheit gab — allerdings aus dem falschen Pferd sitzend — mit Moskau zu liebäugeln. Im März 1939 glaubte dieser famose Seelsorger sodann, die Briten auf die kommende Verbrüderung zwischen der anglikanischen Hochkirche und dem Bolschewismus mit folgendem Bekenntnis vorbereiten zu können: „Ich gebe zu, daß es viele gibt, denen die Zusammenarbeit mit Sowjerrußland schwierig erscheint. Aber wenn entscheidende Dinge auf dem Spiel stehen (frißt der Teufel Fliegen — nein, so drückte sich der Erzbischof nicht aus, sondern:) müssen wir bereit sein, Hilfe, von welcher Seite auch immer, anzunehmen!" Daß der neue Erzbischof Seiner Majestät, Dr. Temple, in den Fußtapfen seines Vorgängers wandelt und kaum einen anderen Gedanken kennt, als Stalins Beifall zu finden, hat er bei seiner „Antrittspredigt" unter Beweis gestellt.
Wie es möglich war, daß der Sowjetstern inzwischen ohne jede Hemmung zum anglikanischen Kirchenkreuz fand? Die Antwort hierauf ist schnell gegeben: Weil es schon seit Jahrzehnten eine breite Plattform ggb, auf der sich die scheinheiligen Politiker im Talar mit den Heuchlern im blutbespritzten Kommunistenkittet treffen und Pläne schmieden konnten: die gemeinsame Plattform der Freimaurerei! Es hatte seinen guten Grund, daß einerseits ein Logenblatt vor 22 Jahren Lenin den konsequentesten Vertreter aller politischen Ideale der internationalen Maurerei im neuen Rußland nannte und andererseits die Eroßloge von England ebenso wie andere mit ihr verbundene Logen innerhalb ihrer Institutionen besondere Priesterämter schuf. Die so geschlagenen Brücken wurden dann auch von beiden Ufern aus beschriften, indem die sreimaurerischen Phrasen der „Humanität", der „Menschenrechte" und der „internationalen Brüderlichkeit" von den Beauftragten Moskaus bei ihrer Agitation mit lebhaftem Eifer ausgewalzt wurden, während auf der Insel jenseits des Kanals die Zahl der sich zu den kommunistischen Grundlagen^ der Logen bekennenden priesterlichen Freimaurer auffallend in die Höhe schnellte. Ein Blick in das Jahrbuch der Vereinigten Eroßloge von England überzeugt davon, daß es nur wenig« anglikanische Bischöfe und Kirchenbcamte gibt, die sich nicht der volkszersetzenden Freimaurerei verschrieben haben, und man versteht angesichts der langen Reihe puritanischer Hochgrad-Brüder, weshalb vom Altar des englischen Freimaurertempels die ständig aufgeschlagene Bibel nicht wegzudenken ist. Man begreift ferner den letzten Sinn der bereits 1939 abgegebenen Erklärung des Bischofs von Birmingham, die anglikanische Kirche verdamme die Zugehörigkeit ihrer Mitglieder zur Freimaurerei keineswegs; er übertreibe nicht, wenn er betone, daß „zwischen Kirche und Freimaurerei von jeher ein recht herzliches Verhältnis" herrsche. Einer seiner Amtsbrllder, der Bischof von Durham, stellte sogar verzückt die Wesen s g l e i ch h e i t von Freimaurerei und Brite ntum überhaupt fest und gab unumwunden zu, das Logenwesen bilde heute einen wichtigen Faktor innerhalb des englischen Volkes. In Parenthese: Welche Entwicklung die freimaurerischen Organisationen auf deutschem Boden in kirchenpolitischer Hinsicht genommen hätten, wären sie nicht vom Nationalsozialismus zerschlagen und mit allen ihren Restbeständen beseitigt worden, ließ 1926 die sogenannte Aachener Konferenz zwischen dem Jesuiten Hermann Gruber und den Logenbrüdern Ossian Lang, Eugen Lennhoss und Dr. Reich! erkennen. Die Zusammenkunft endete seinerzeit bezeichnenderweise mit einem freundschaftlichen Ilebereinkommen, sich in Zukunft nur noch auf der „höheren Ebene kritisch-wissenschaftlichen Eeisteskampfes" zu begegnen.
Was das Mutterland der Freimaurerei, Britannien, betrifft, 'so wurden dort jener (nunmehr bis zum völli-
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Im Nördlichen Eismeer versenkten unsere Seestreitkräfte im Zusammenwirken mit Luftwafsenverbän- den einen britischen 10 OOO-Tonnen-Kreuzer und mehrere feindliche Handelsschiffe mit zusammen 19 000 VNT. und beschädigten feindliche Zerstörer schwer. Unsere Luftwasse unternahm einen erfolgreichen Vergeltungsangriff gegen Exeter.
Ueber das schreckliche Fluchtchaos in Burma werden dramatische Einzelheiten berichtet.
Aus der Philippinen-Jnsel Mindanao sind 30 000 Mann USA.-Truppen von japanischen Verbänden eingeschlossen.
Insgesamt wurden am Nationalen Feiertag des deutschen Volkes 19 Kriegsmusterbetriebe und 76 NS.-Musterbetriebe ausgezeichnet. Reichsfinanzminister Gras Schwerin von Krosigk wird am 12. Mai den Obersinanzpräsidentcn Spind- ler in sein Amt in Bremen einführen.
Die Norddeutsche Binnenschifsahrls-Berussrenoffen- schast wurde mit der Westdeutschen vereinigt.
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