Ausgabe 
(1.5.1942) Nr. 119
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parteiamtliche Tageszeitung

Das Amtsblatt des Negierenden Vürgermeisters der Freien Hansestadt vremen

M«W

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der Nationalsozialisten Vremens

flmiliches verkündungsblatt des Neichsstatttfalkers in Oldenburg und vremen

Nr. 119,12. Zalzrgang

Frelwg, 1. Mai 1942

Linzeipreis 15 Npf.

ki^ont" im cies unruseieclenen Unleekeiusvs

fllliierten-Zwist überstrategischen Plan"

Veaverbrooks »ffensivforderung unveranlworlttch^ / Me Vrolzung des neuen Viinkirchen

Drabtüericht unserer Berliner Schriftleitung

b. Berlin, 30. April. Die alten Schlagworte der AlliiertenLosschlagen um jeden Preis" undUn­bedingte Notwendigkeit zur Errichtung einer zweiten Front" riefen Rede und Gegenrede der englischen Unterhausabgeordneten in einer Debatte am Donners­tagnachmittag hervor, die äußerlich «in sehr bewegtes Bild bot, in ihrer Themenstellung aber die Ratlosigkeit der anglo-amerikanischen Mächte offenbarte. Beaver- brook, der sich in Amerika zum Vertreter der Stalinschen Forderungen nach einem sofortigen Eingreifen der Alliierten in das Kriegsgeschehen gemacht und damit alte Parolen der sowjetischen Botschafter Litwinow und Maisky vorgetragen hatte, wurde jetzt im Unterhaus als das schwarze Schaf hingestellt, dessen Worte mit den schärfsten Ausdrücken bedacht und alsunverant­wortlich" bezeichnet wurden. Die Spitzen gegen Veaver- Lrook häuften sich schließlich derartig, daß sich der stell­vertretende Ministerpräsident Attlee gezwungen sah, in einer gewundenen Erklärung im Namen der Regierung von jenen Forderungen Beaverbrooks abzurücken, die seither Tag für Tag auf ihr Für und Wider von der britische» und amerikanischen Presse untersucht worden waren.

Hat Churchill überhaupt die Rede gelesen, in der dafür eingetreten wird, daß wir kühn und rücksichtslos zuschlagen müßten, um eine zweite Front in Europa zu errichten? Und hat der Premier diese Aktion befürwortet?"Könnte der Minister nicht irgend etwas tarn, um Leute in einer Stellung wie Beaverbrook daran zu hindern, baß sie der Regierung die Hände zu bin­den versuchen, indem sie derartige Propaganda unter­nehmen, die unberechenbaren Schaden anrichten könnte?" Der konservative Abgeordnete Fregattenkapitän Bo - wer stellte diese Fragen, wobei er von dem Labour- ubgeovdneten Douglas heftig unterstützt wurde. Der unberechenbare Schaden", den Beaverbrook durch seine Forderung angerichtet habe, aber blieb der Hintergrund aller weiteren Fragen und Antworten, die sich mit der Kompetenz Beaverbrooks beschäftigten. Der konservative Lrrl Winterton forderte Attlee aus. sich ein wenig klarer zu äußern, da der Premier in einer der letzten Reden erklärt habe. daß Beaverbrook die britische Re­gierung vertrete, so daß seine aufsehenerregende Rede ja durchaus amtlichen Charakter getragen habe. Attlee fühlte sich sichtbar in die Enge gedrängr unv antwor­tete:Beaverbrook hat keinen endgültigen Polten inne.

Wahltag in lapan

Tokio, 30. April. In Japan fand am Donnerstag die Wahl zum Abgeordnetenhaus statt. Von den 466 Abge­ordnetensitzen werden die des Wahlkreises Tokio, wo nicht weniger als 99 Bewerber auftraten, am heißesten umstritten sein. Fest steht schon jetzt, daß das alte Parteiensystem im neuen Reichstag keine Wiederbelebung erfahren wird. Japans Staatsführung kann mit einem Reichstag rechnen, der entschlossen ist, den Krieg zum siegreichen Ende zu führen und am Neuaufbau Ost­asiens mit allen Kräften mitzuwirken.

Drahtbericht unserer Berliner Schriftleitung

rlr. v. scb. Berlin, 311. April. Nachdem die deut­schen Bergeltungsfchläge Herrn Churchill das vorläufig letzte Trugbild derzweiten Front" und derEnt- lastungsofsenfive" für die Sowjets zerschmettert haben, mit dem er dir eigene Oeffentlichkeit ebenso wie Herrn Stalin irreführen wollte, mutzte man bei ihm selbst­verständlich auf einen neuen Bluff gefaßt sein. Immer wenn Churchill durch Reuter oder auf anderen Wegen einen ganz besonders großen Schwindel in Szene setzte, dann ist das nach allen Erfahrungen in diesem Kriege ein untrügerischer Beweis dafür, daß das englische Volk in besonders tiefer Niedergeschlagenheit, um nicht zu sagen in Kataftrophenstimmung, sich befindet. In der Tat hat Churchill wieder einmal das Bedürfnis nach einem schwindelhaften Ablenkungsmanöver, größten Stils besonders dringend empfunden.

An der Themse weiß man, daß nach dem Zusammen- bruch der Burmafront von dort jeden Tag mit der großen Hiobspost eines japanischen Vernichiungssteges gerechnet' werden muß. Dazu kommen die schwierige Lage im Mittelmeer, die Tag und Nacht anhaltenden Luftangriffe auf Malta und die ansteigenden Erfolge unserer U-Boote im Kampf gegen die britische und amerikanische Versorgungsschiffahrt. Die Unruhe in der britischen Oeffentlichkeit hat sich unter dem Eindruck all dieser Dinge in einem Maße gesteigert, daß man wie­der einmal von einer Churchill-Krise spricht. Soeben hat das britische Oberhausmitglied Lord Strabolgi in einem äußerst scharfen Angriff gegen den Premier­minister erklärt, wobei er vor allem auf die optimisti­schen Aeußerungen Churchills vor einigen Monaten verwies, daß eseinfach erstaunlich ist, wie maßlos schlecht informiert dieser Mann war, der verantwortlich ist für die gesamte Strategie dieses Krieges." Im Daily Herold" jammert der militärische Mitarbeiter des Blattes, Major Sheppard:,Ein Führer wird ge­sucht, aber er ist nirgends zu finden."

Aus dieser Atmosphäre ist es zu erklären, wenn Chur­chill jetzt durch Reuter eine neue Lllgenofsensive starten ließ, deren Zweck es ofsensichtlich ist, dem britischen Volke die Fata Morgan« einer großen politischen Er- solgsmöglichkeit vorzugaukeln, nachdem auf dem mili- tärrschen Felde wirklich kern einziges Lorbeerblatt mehr

Er iMtermämmt eine Sonder,mission inoffizieller Art, und er befindet sich nicht in der gleichen Position wie irgend jemand, der direkt in Diensten der Regierung steht." Aufgeregt warf Winterton in die Debatte: Sollen wir darunter verstehen, daß Vertreter unserer Regierung in Amerika volle Freiheit haben, irgend­eine Meinung über die Kriegsanstrengwngen zu äußern, die ihnen gerade gefällt?"

Die Haltung der britischen Presse rin Augenblick der Debatte ist gespalten. Neben der direkten Forderung nach einemnoch so großem Risiko" steht die Einsicht, daß es Churchill kaum gelingen könne, außer Unter­nehmen von der Art der St.-Nazaire- und Boulogne- Episoden irgendetwas auf die Beine zn stellen, das in Stalins Augen nach einerzweiten Front" aussehe. Eine Front dürfe keinesfalls zu einem neuen Dün- kirchen führen" meint derDaily Herold" bei völliger Kehrtwendung seiner bisherigen Ansichten.Deshalb wollen wir nicht jenen Beifall klatschen, die nach einer neuen Front schreien, als ob dies gleichbedeutend mit einem Sesam-össne-dich wäre". Auch diese Zeitung kri­tisiert heftig die Beaverbrook-Rede und ermähnt die

zu ernten ist. Ausgerechnet die Hauptstadt eines so stand­haft neutralen Landes wie Argentinien, Vuenos Aires, hat man als Ausgangspunkt sür einen Riesen­schwindel gewählt. Er ist gegen Italien gerichtet, aber sowohl nach seinem Inhalt wie nach der Durch­führung so lächerlich naiv angelegt, daß selbst in den feindlichen Ländern mit diesem plumpen Trick kaum noch ein Hund hinter dem Ösen hervorgelockt werden kann. Am Mittwoch sind von dem in Buenos Aires tä­tigen Neuterkorrespondenten Nachrichten verbreitet wor­den, die dieser nach einer ersten Darstellungaus bestens informierten diplomatischen Kreisen" erhalten haben wollte. Nach diesenInformationen" sollten in Italien schwerwiegende innenpolitische Vorgänge zu einer völli­gen Kursänderung und zu einer Palastrevolution ge­führt haben, in deren Verlaus die höchsten Persönlich­keiten der faschistischen Partei, darunter auch Mussolini, abgesetzt worden seien. Der Reuterkorrespondent ist nach einer weiteren Meldung aus Buenos Aires natürlich wegen dieser Informationen zur Rede gestellt worden, und er sah sich dann zu dem Eingeständnis gezwungen, daß seineInformationen" in Wirklichkeit nur die Wiedergabe des bekannten Hetzjournalisten Ortiz Echagnc in der JudenzeitungLa Nacion" darstellen.

Die englischen und amerikanischen Zeitungen haben diesen grotesken Reuterschwindel mit gierigem Eifer aufgegriffen und verbreitet. Sie haben gar nicht über­legt, daß sie damit unserem italienischen Verbündeten nur eine Gelegenheit geben würden, die Bündnistreue und die' schicksalhafte Verbundenheit im Dreierpakt noch einmal besonders nachdrücklich vor der ganzen Welt­öffentlichkeit zu unterstreichen. Mit Recht wird der alberne Schwindel Churchills von der amtlichen italienischen Stefani-Agentur als «in ebenso frivoles wie dummes Ablenkungsmanöver bezeichnet. Wenn in den .von Buenos Aires verbreiteten Gerüchten von angeblichen italienischen Bemühungen um einen Separatfrieden die Rede ist, so meint Stefani, daß auf diese Weise die wahren Absichten Englands und Amerikas, unter allen Umständen zu einer derartigen Lösung zu gelangen, ver­schleiert werden sollten. Man weiß ja heute aus engli­scher Quelle selbst, daß Churchill beim Atlantiktreffen mit Rooseoelt diesen in Aussicht gestellt hatte, daß Italien durch die große Libycnoffcnsive. aus Afrika hin­ausgeworfen werden sollte, und dah dann anschließend

britische Regierung, sich nicht durch den Ruf nach dem Angriff in Versuchung führen zu lassen.

In Informationen aus Washington macht sich in dortigen politischen Kreisen ebenfalls eine stärkere Opposition gegen die Forderung nach Errichtung einer zweiten Front bemerkbar. Der Publizist Fletcher Pratt macht sich in der der Regierung nahestehendenWa­shington Post" zum Dolmetsch dieser Ansichten und er­klärt, es sei in erster Linie Englands Aufgabe, durchBeunruhigung der deutschen Westfront" zur Ent­lastung der Sowjetunion beizutragen. Die Vereinigten Staaten müßten die Notwendigkeit bedenken, gleichzeitig Truppen nach Burma, Australien und Afrika zu sen­den, sowie Waffen für England, die Sowjetunion und für die Vereinigten Staaten selbst zu erzeugen. Die Errichtung einer zweiten Front durch die Vereinigten Staaten würde ein schwerer Fehler sein. Die Vereinig­ten Staaten verfügten nicht über genügend Schiffs­raum, um die erforderlichen Truppenmassen nach Eu­ropa zu schaffen. Mit dem vorhandenen Schiffsraum könnte knapp ein Viertel der erforderlichen Truppen- macht nach Europa gebracht werden.

eine Landung in Italien ins Auge gefaßt war, um das Tor gegen Deutschland" auf dem Kontinent, von dem England gründlich und endgültig vertrieben wor­den ist, noch einmal zu öffnen. Noch heute träumt die englische Oeffentlichkeit von der Möglichkeit, auf dem Wege über die Zerstörung der inneritalienischen Front zu einem Erfolg zu gelangen, für den man auf den normalen Wegen der Kriegführung keine Möglichkeit steht.Die Zerstörung Italiens ist das A und O aller kriegerischen Weisheit. Man darf nicht mehr «ine Stunde damit zögern. Wir können nicht auf das Jahr 1943 warten, die Lage muß unverzüglich geändert wer­den", so konnte man vor kurzem imDaily Expreß" lesen. Diesen Wunschträumen wollte Churchill eine ge­wisse Befriedigung schaffen und gleichzeitig von all den anderen Dingen ablenken, die ihm so furchtbar pein­lich sind.

Für jeden politisch denkenden Menschen auch im geg­nerischen Lager mußte die amtliche italienische Feststel­lung beinahe überflüssig erscheinen, daß Italien, das in freiem Willensentschluß in den Krieg eingetreten ist, heute mehr denn je entschlossen ist, den Krieg bis zum vollständigen Sieg über die Koalition der Demokratien mit dem Judentum und dem Bolschewismus durchzu­führen". Die Mächte des Dreierpaktes sind nicht nur durch verwandte weltanschauliche Grundlagen ihres staatlichen und völkischen Seins, nicht nur durch die gleichen Zielsetzungen in der Richtung auf eine neue vernunstsgemäße und gerechte Raumordnung auf dieser Welt verbunden, sondern auch, wie sich dieser Krieg ent­wickelt hat, machtpolitisch in einer völlig unauflösbaren Schicksalsgemeinschaft geeint.

Es kann sich auch kein politisch einsichtiger Engländer oder Amerikaner mehr darüber täuschen, dah heute Deutschland, Italien und Japan von der gleichen Er­kenntnis durchdrungen sein müssen, daß es zwischen der Alternative des gemeinsamen Sieges oder der gemein­samen Katastrophe kein Entweichen gibt. Eben darum, weil alle mit uns verbündeten und gemeinsam kämp- fenden Völker das heute wissen, ist der gemeinsame Sieg sicher. Im Grunde muß darum der neue Churchill- Schwindel diese Tatsache in ein noch helleres Licht stel­len und mit einer neuen politischen und. moralischen Niederlage sei»«« Urheber« ende«.

ei« Easkis"

Drabtbericht unserer Berliner SchrMeitunq

s. d. Berlin, 30. April. Die Japaner stehen in Lashio. dem großen Umschlagplatz der Burmastraße, zu dem zwar schon seit Monaten keine Zufuhren mehr durch den Golf von Bengalen gelangen konnten, in dem aber erhebliche Mengen von Kriegsmaterial und Vor­räte»: für Tschungking lagerten, die nach nicht abtrans­portiert waren. Eine amerikanische Meldung über das Eindringen der Japaner spricht davon,daß eine japanische Speerspitze in die Vorstädte von Lashio, der östlichen Endstation der Mandalay-LaWo-Eisenbahn und dem Veysamndlungsplatz aller chinesischen Lastkraft- wagenfahrer der Burmastraße eingedrungen ist." Welche Bedeutung diesem Schlag' zukommt, spricht der gleiche ameManische Bericht in dem Satz aus:Die hierdurch bedingte, fast vollständige Abschniirung der berühmten Vurmastraße bedeutet eine derartige Gefahr für die Tschungking-Lhi-nesen, daß das chinesische Oberkommando sich verpflichtet fühlte, sofort der Welt zu versichern, es habe keinerlei Absicht, den Kampf aufzugeben."

Diese Entwicklung der Schlacht um die Vurmastraße, wie man in London den Kampf um Nordburma nennt, weckt in England schwerste Befürchtungen n in die auf 200 000 Mann geschätzten Tschung- king-Truppen in Burma, die durch den blitz­artigen Stoß der Japaner durch die Scha»i°Staaten von der Einkesselung bedroht seien. Die Eisenbahnlinie MandalayLashio wird von den Ja­panern auf halbem Wege bei Hsipau gefährdet. Mit welcher Blitz artigkett dieser strategisch kühne Stoß der japanischen Armee gegen die einzige NUckzugslinie der Tfchrugking-Truppen wie der Engländer geführ: wurde und gelang, beweist die Meldung, daß die Japaner nach am Mittwoch, nach Tschungking-Meldungem. in M-an- sam, 50 Meilen südlich von Lashio, gestanden hätten. Der Durchbruch durch die Berge sei bann mit unglaub­licher Geschwindigkeit erfolgt. Inzwischen seien die Japaner mit anderen Stoßtvuppen auf verschiedenen Wegen dabei, Mandalay zu Fall zu bringen.

Durch diesen Sieg der Japaner sind alle Pläne des amerikanischen Generals Stillwell völlig über den Hau­fen geworfen. Der letzte Versuch Stillwells, mit seinen Tschnngking-llntergeneralen das drohende Verhängnis für Lashio abzuwenden, soll nach britischen Quellen in einem Klankenstoß an den Umsassungstruppcn der ja­panischen Armee vorbei bestanden haben. Ihm sei aber kein Erfolg beschieden gewesen. Das blitzartige Ein­dringen in Lashio bestätigt diese schamhafte Umschrei­bung der Unfähigkeit der Führung der Tschungking- Truppen, sich der Umklammerung zu entziehen.' J'n Tschungking selbst sollen auch bereits Vorwürfe gegen General Siillwsll und seine strategische Planung er­hoben worden sein, in-besondere die mangelhafte Be­obachtung der Anmarschwege der gebirgigen Schan- staaten, von denen her nun das Verhängnis sür die Tschungking-Truppen gekommen sei. London halt es nunmehr nicht für ausgeschlossen, daß die Japaner eine beträchtliche Anzahl von Gefangenen machen würden. Was aber noch schwerer wiegt, sind die Ahnungen der Londoner Kreise für die Auswirkungen auf In­dien. Hatte schon Cripps in seiner Erklärung zugeben müssen, daß die japanischen Erfolge in Hinterindien und an der Grenze Indiens mit entscheidend für das Fiasko seiner Mission gewesen sind, so befürchtet man nun noch stärkere Fernwirkungen aus dem ganz offen­bar bevorstehenden, für England und die USA. so schmählichen Ende des Vurmakrieges, in dem den Alliierten" jetzt nur noch die Flucht über Dschungel­wege und Saumpfade übrig bleiben werden, sofern sich die umfaßten und fast eingekesselten Truppen über­haupt noch der Vernichtung oder Gefangennahme ent­ziehen können.

In Lashio, das seit mehreren Tagen bereits brennt, sind die dort lagernden großen Matexialvorräte sür Tschungking praktisch vernichtet. Allerdings haben die Amerikaner und Engländer über das Ausmaß dieser Vernichtung selbst kein klares Bild me.hr, denn sie spre­chen in ihren Meldungen nur die Hoffnung aus, daß diese Vorräte den Bränden zum Opfer gefallen sein möchten, sonst hätten die Japaner, die sowieso eine we­sentlich bessere Nachschublinie und Nachschubregelung besessen hätten und nur mit ihrer Hilfe in so über­raschender Weise mit motorisierten Truppen und leich­ten Panzern durch die Schau-Gebirge gedrungen seien, hier noch eine unerwartete Versorgungsmöglichkcit aus der feindlichen Beute hin,zuschalten.

Das Bild der Lage im Burma-Kampf wurde am klarsten von der amerikanischen Agenturmeldung um- . ritzen, die davon sprach,daß das chinesische Oberkom­mando sich verpflichtet gesuhlt hat, der Welt sofort zn versichern, es habe keinerlei Absicht, den Kampf aufzu­beben". Diese Feststellung betrifft nur den Willen der ^-ichungkingführung, die sich ganz ins Schlepptau von USA. und England begeben hat. Sie besagt nichts überdie gewaltige Gefahr", die für den Kampf T,chungkings,durch die Entscheidung in Burma heraus­geführt wird. eine Gefahr, die man in den USA. sür so groß hält, daß man sich schleunigst aus Tschungking

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Wieder versenkten deutsche tk-Voote 35 Süll VRT. vor der USA.-Küste.

In Fortsetzung der deutschen Vergeltungsangrisse gegen England wurde Norwich erneut mit stärkster Wirkung bombardiert.

Im Unterhaus wurde scharfe Kritik an der Lon­doner Politik derErrichtung einer zweiten Front" geübt.

Zur Ablenkung von den militärischen Niederlagen Englands erfand Churchill eineinnenpolitische Krise in Italien".

Mit der Einnahme von Lashio sind in Nordburma 200 069 Mann Tschungking-Truppen von der Ein­kesselung bedroht.

Preiskommissar Dr. Fischböck sprach über die Not­wendigkeit der Preisstabiltät im Kriege.

Gesandter Dr. Daitz sprach auf dem Appell der NSDAP. Kreis Bremen über den europäischen Sroßwirtschaftsraum.

Neuler machtUmsturz in Italien"

kin slllchlversucki aus derlkurkkillkrifis"Landungsmanöoer" in Italien vas Ende: Neue vlamage tliurchNls!

ZZ 000 VM. vor der USN.-Küste versenkt

Umfangreiche VrLnde und starke krplostonen beim zweiten vombardement von Norwich

Aus dem Führer Hauptquartier, 30. April. Das Oberkommando der Wehrmacht gibt bekannt:Im mittleren und nördlichen Abschnitt der Ostfront wur­den eigene Angriffs- und Stoßtruppunternehmungen mit Erfolg durchgeführt. Vereinzelte schwächere An­griffe des Feindes wurden abgeschlagen. Durch An­griffe der Luftwaffe auf Bahnanlagen und rückwärtige Verbindungen erlitten die Sowjets empfindliche Ver­luste an rollendem Material. An der Front tu Lapp- land und an der M u r m a n -Front scheiterten er­neute feindliche Angriffe unter hohen.blutigen Verlusten sür den Gegner. In Nordafrika infolge starker Sand- stürme nur rege beiderseitige Anfklärnngstätigkeit. Im östlichen Mittelmeer versenkte ein deutsches U-Boot einen Transportsegler des britischen Nachschubverkehrs. Flugplätze der Insel Malta wurden bei Tag und Nacht mit guter Wirkung bombardiert. Unterseeboote versenkten an der Ostküste von Nordamerika K feindliche Handelsschiffe mit zusammen 33 000 VRT. und beschädigten ein weiteres größeres Schiff durch Torpedotrcffer. Die Vergeltungsangrifse der deut­schen Luftwaffe gegen Großbritannien wurden fortge-

Ver iraNenllklie Weliemochlsbericht

Rom, 30. April. Das Hauptquartier der italienischen Wehrmacht gibt bekannt:An der Cyrenaikafront leb­hafte, durch den heftigen Ehibli erschwerte Tätigkeit unserer Spähtrupps. Unsere Flugzeuge griffen mit Er­folg den Hafen von Tobrnk an und belegten seindliche Kraftioagenansaininlungen westlich von Tobrnk mit ME.-Feuer. Eine Curtiß wurde von deutschen Jagd­flugzeugen abgeschossen. Starke Verbände der italieni-

setzt. In der Nacht zum 30. 4. griffen Kampsflieger­verbände bei guten Sichtverhältnissen die englische Stadt Norwich an. In der Stadtmitte und in In­dustrieanlagen wurden umfangreiche Brände und starke Explosionen beobachtet. Bei einem feindlichen Luft­angriff auf die Vorstädte von Paris entstanden größere Kebäudeschäden und Verluste unter der Zivil­bevölkerung. Einzelne britische Flugzeuge führten Stör­flüge an der norddeutschen Küste durch. Zwei britische Flugzeuge wurden abgeschossen."

*

Nach den bisher beim Oberkommando der Wehrmacht vorliegenden Meldungen erlitt die bolschewistische Luft­waffe am Mittwoch wiederum erhebliche Verluste. Allein über der Jlmenseesront wurden von deutschen Jägern ohne eigene Verluste 17 Feindflugzeuge in er­bitterten Luftkämpfen abgeschossen. Im Südabschnitt der Ostfront fielen zwölf weitere feindlich« Flugzeuge deutschen Jägern bei freier Jagd zum Opfer. Mit den tyi hohen Norden abgeschossenen sieben bolschewistischen Jägern verlor die bolschewistische Luftwaffe somit wiederum 36 Flugzeuge.

sehen und deutschen Luftwaffe bombardierten wiederholt Malta, wo ausgedehnte Zerstörungen sestgestevt wur­den. Ein zum Schutz eines Eeleitzuges eingesetztes Aufklärungsflugzeug der Kriegsmarine wehrte mit Er­folg den Angriff von drei Vristol-Vlenheim-Flugzeugen ab, von denen eines schwer getrossen wurde. Unser Flugzeug, das im Verlauf , des Luftkampfes beschädigt worden war, kehrte mit drei Verwundeten an Bord zu seinem Stützpunkt zurück."