Ausgabe 
(30.10.1942) Nr. 299
Seite
1
 
Einzelbild herunterladen

-ng-n durch Lbci/,, 7»s ^ -r-ichrn. Das h-t^b. ^

>dr°n hat sich dj, V >m zAim

n°ti°n-Iwirtschafili^"b°^^^

dcr Ausweitung des a.?°s"h,s»! ? >--t»ng und dem »°r,M'uchiL>dt Zungen sind im Laust d '" 0,2 mummen worden i - diese Entwicklu'nu d" r unser Volk aus eteI.^,,A gungslose-, Fortfübrun»

r Eetreidcanbaufläche ^1-«^

°m gleichen Wege vollen ^

sgesellschasten

i AEE. Unter der 1:, mrde mit 2 Mill RM - ilx«. lsregistcr -inqetraä-n -chanischer und optilib,, f. du M

sind Dipl ing. Konrad Be,d

rann Josef tzuchs. sämttich"^^

> A-K, Stuttgart. Dur» . ^

K nur 1 (1,zg) Mix, ki,^ ill. RM berichtigt H-'U

Hütten-A-8, Berlin. » beschloß, das Erundkaoim?^ °>ul 120 (lv0) Mill. RM^>» Dividende von 4 Bit

tt. V. 5 P-?Lf°Z Z

s ist in Bukarest eine A-T tung des eochilfes im»?,

. AK 2« Mill. Lei

cn braucht neues 6 ^),,

-nzern, deren etwa M. i Familien des schwerindustrielle"

i in sich vereinst, cht-gt. dem VeilL7b

titsui-Ko ; von 11 r. der ntcreffcn

die dem Koni aft -des Hausl

>ern

. «Ite- «iv' rn den

^"lui ,u^5

lmer Veoisenkursl

lh Reichsvankd

e

r

ef

1942

ii

Italien

13

Japan

>92

Kanada

128

Kroatien

14

Neuseeland

32

Norwegen

2

Portugal

>53

Sckweden

Lckiweiü

1

Serbien

V -

Slowakei

Spanien

72

Südafrika

0

Türkei

I

Uruguay

lj

Ner. St. v. N,

A.ciH

Eeld

13.14

L

* 2M

4.«

" 7.M

58.78

lll.14

1)11.111

L

ö7.8g

4.M

A

L

8.581

23.58

* 8.88

1.188

1.

* 2.488

r für den deutschen V-rr-chnMg-vch

. Am 28. 10. wurden ha», lt. Lloyd stiegen von 125,Ä,,l ,, ngen zu verzeichnen waren ind Handels (157) aus Boit,,-!- ren Veränderungen. '

eröffneten die Aktienmärkte l,!e Schwankungen. Hrerhei bemjtii erlauf hielt die feste Stimm»,- rs Pzt. auf 144.25 an. Zum Ä Veränderungen. Ver. StiW n mit 174.

b: 83« Ferkel und IN Achor teten Ferkel. S« Wochen ali k 3 RM. 81« Wochen alt kt-M : Läuferschweine, über 3-S Nie! schweine bis 105 RM. Mitmtr

lleulAl«

E.« IM

lousfeciosn, ovs kvcb

kommt sr/iellts an. ^sbt keinen Mennig iük

unnütis Dings oui, rscisnkst lislrskkusk 5pc,kkorrsnkont<>>

ie Zpsrllsrre in kleine"

it Viren ?«stgsle>1°°

umentbal. l.esuw °

sowie 27 tiebensleb-"

t! 70 It 9

rsglick Zroke

IMMiWS'MSW

' ^ .^

,mp.

onn>

>uo

06 ooc!

iHtätsskre-

, Solang'

lDkklL^kkb

virfslili.

nimm

ciann kosivu

gul gsvilänll.

Erscheint 7 mäl wöchentlich

Monatsbezug 2.8« RM. einschl. Zustellgebühr; Postbczugspreis monatlich 2.3« RM. leinsthl. S«.l Rps. Postzeitungsgebührf zuziigl. <2 Rpf. Bestellgeld. Bezugspreis ist im «oraus zahl­bar. Postscheck: Hamburg 17 272. Ein« Be­hinderung der Lieferung rechtfertigt keine» Anspruch auf Rückzahlung des Bezugspreise». Verlag: NS.-Eauverlag Weser-Eins TmbH., Bremen, Teeren 8/8. Fernruf 21881, Nachtruf und sonntags 24785. Sprechzeiten: Verlagwerk- tägl. 1218 Uhr. Schriftleitg. 12.30-13.8« llhr.

vremeröeitung

Anüsigen-Grundpretsek

Anzetgenprets, und Aufnahmebedingungen laut Preisliste. Sufnahmetermtne ohne Verbindlich­keit. Telchlltsstellen: Bremen: Teeren 8/8, Ruf 2 19 81; Nachtruf und lonntag» 2 47 85: Ob-rnstr-he 88. Ru, 218 31: E,Ie: Mühlen- dämm 2: Bremen-Zemelingen: vahnhofstr. 6, Tcke Poststrahe. Nnf 43488; Vremen-Degesack: Rohrstrast« 24. Rnk 4 n. 8: Bremen-Blomen- th-I: Kapt.-Dallmann-Str. 41/43. Ruf 88 u. 88.

Parteiamtliche Tageszeitung

Das flmtsblatk des Negierenden vürgermeislers dcr Zielen fjansestadt Nremen

der Nationalldzialilten Vreinens

flmtlictfes vcikündungsbiait des Neictssstaklifalters in Oldenburg und Nremen

Nr. 299 , 12. Jahrgang

5reitag, Z0. Oktober 1942

kinzelpreis 15 lips.

NMM von deuM-rumcinjsltien Iruvoen ero bert

>>W>>>W8WWWWWWWgWWWNWW^WgNWWNW>>WW>WWWWMWWWWWWWWWW>>WWWPWWWW>>>>MM> W>M^MMNS!MMWWkWWNN ' .

In vier lagen mehrere Sowjetdivisionen geschlagen / fortschritte in Stalingrad

Schwerste feindliche stngriffe in flgMen zurückgewielen

Aus dem Führer Hauptquartier, 29. Ok­tober. Das Oberkommando der Wehrmacht gibt bekannt: Im Westkaukasus wiesen die deutschen Truppen seind- liche Gegenangriffe gegen die in den letzten Tagen ge­wonnenen Vcrgstcllungen ab, wobei sie von der Lust­waffe wirksam unterstützt wurden. Kroatische Jäger schössen sechs sowjetische Flugzeuge bei einem eigenen Verlust ab. Westlich des Terck stürmten rumänische Ee- birgstruppen im Verein mit deutschen Gebirgsjägern die vom Feind stark befestigte und zäh verteidigte Stadt Naltschik. Die nordöstlich Naltschik eingeschlossenen Kräfte wurden im Kampf aufgerieben oder gefangen­genommen. Damit wurden innerhalb von vier Tagen mehrere sowjetische Divisionen zerschlagen, bisher über 7ÜV9 Gefangene eingebracht und 86 Geschütze, 98 Panzer sowie zahlreiches sonstiges Kriegsmaterial erbeutet oder vernichtet. In Stalingrad stürmten unsere Truppen nach Abwehr mehrerer Eegenangrisfc, weitere Teile des Jirdustriegeliindes und Häuserblocks. Entlastungsangriffe starker, von Panzern unterstützter feindlicher Kräfte gegen die deutschen Stellungen südlich der Stadt brachen wie bisher noch immer unter sehr hohen Verlusten sür den Feind zusammen. Neben starkem Einsatz über der Stadt bombardierte die Lustwafse bei Tag und Nacht feindliche Flugplätze, Vatterrestellungen und Transport­bewegungen. Im Nordwestteil des Kaspischen Meeres wurden zwei Frachtschiffe mit zusammen 3999 BRT. versenkt, zwei Tanker und fünf andere Frachtschiffe in Brand geworfen bzw. schwer beschädigt. Der Feind ver­lor gestern 4t Flugzeuge. Zwei eigene Flugzeuge werden vermitzt. Das erbitterte Ringen in Acgypte n hat sich am fünften Tage der Abwehrschlacht noch gesteigert. Trotz schwerster Angriffe und ungewöhnlich hohen Mn- nitionseinsatzcs konnte der Feind infolge dcr tapferen Ab­wehr der deutsch-italienischen Truppen keine Erfolge er­ringen. Mehrere hundert Gefangene wurden eingebracht. Die Angriffe auf die Flugplätze von Malta wurden fortgesetzt. In S ll d o st e n g l a n d führten deutsche Kampfflugzeuge am gestrigen Tage Angriffe gegen In­dustrie-, Verkehrs- und Hafenanlagen."

Zu der Einnahme von Naltschik werden vom Ober­kommando der Wehrmacht noch folgende Ergänzungen mitgeteilt: Seit dem 24. 10. stehen die deuischen und rumänischen Truppen im Raum westlich des Terek im Angriff. Am Sonntag überschritten sie den Tschegen-Flusi und vernichteten hier bolschewistische Kräfte. Am folgen­den Morgen stiegen rumänische Gebirgsjäger nach Sü­den auf Naltschik vor. Während einige Hügel vor der Stadk noch erbittert umkämpft wurden, beschoß unsere Artillerie bereits die Stadt selbst. Deutsche Sturmge- schützc halfen den rumänischen Verbänden vorwärts, ^ie am Abend des 28. Oktober die feindlichen Sperrbunker unmittelbar vor der Stadt erreichten. Am frühen Mor­gen des folgenden Tages erledigten rumänische Jäger die von der Sturmartillerie zerschossenen Sperren. Nach heftigen Stragenkämpfen in den Augenbezirken for­mierte sich der Angriff von neuem. Die Sturmgeschütze, von rumänischen Einheiten begleitet, stiegen im Keil

_ - >

aus dem Bahnhofsgelände vor und brachen im Verein mit Flakartillerie und Panzerabwehrkanonen den zähen feindlichen Widerstand. Vom Bahnkörper in der linken Flanke gedeckt, drangen die Rumänen tief in die Stadt ein und stürmten, von den Geschützen und Granatwer­fern, gesichert, die Straßen mit ihren Barrikaden, Beton­bunkern und besonders stark befestigten Eckhäusern. Am Abend war der Nordostteil der Stadt fest in der Hand der rumänischen Truppen. Am 28. Oktober ging der Angriff weiter. Wieder lebt der Stragenkampf in aller Härte und Verbissenheit aus. Flak- und Wurfgranaten

schlugen dicht vor der Infanterie die Breschen in die feindlichen Widerstandsnester, deren Besatzungen im Nahkamps erledigt wurden. Einzelne Häusergruppen und Fabriken am Stadtrand mußten abgeriegelt wer­den. bis die Artillerie etngriff und sie" mitsamt den Bolschewisten zerschlug. Als der Abend sank, hatten es die Rumänen geschasst. Naltschik war trotz erbitterter Gegenwehr des Feindes gefallen. Zur Sicherung des gewonnenen Stadtgebietes wurde der Angriff noch am Mittwoch weiter nach Süden vorgetragen und die Ver­bindung mit deutschen Kräftegruppen hergestellt.

vrttenpanM in Minenfelder gedrückt

Neuseeländische Infanterie kam weder vorwärts noch rückwärts

Berlin, 29. Oktober. Seit fünf Tagen tobt nun­mehr in Afrika die Abwehrschlacht. Sie nahm nach den beim Oberkommando der Wehrmacht vorliegenden Mel­dungen am 28. 19. noch an Heftigkeit zu. An dcr uner­schütterlichen Abwehr der deutsch-italienischen Panzer­armee zerbrach jedoch bisher der britische Erotzangrifs, obwohl die Angreifer durch schwerstes Artilleriefeuer und starken Panzereinsatz unterstützt wurden.

Während der beiden letzten Tage hat sich der Haupt­stoß auf die Nordflanke konzentriert, Die tiefgestaffelten Minenfelder und Drahtverhaue bildeten jedoch schwer zu nehmende Hindernisse für den Feind. Wenn britische Panzer auf den Sturmgassen zwischen den Stützpunkten eindrangen, traf sie das zusammengefaßte Abwehrfeuer der Achsentruppen. Beim Kampf um eine Einbruch- stelle trennte schweres Flankenfeuer die britischen Pan­zerspitzen von der folgenden neuseeländischen Infante­rie. Vergeblich versuchten britische und amerikanische Bomber/das Feuer unserer Geschütze und schweren Waffen niederzuhalten, um den Neuseeländern das Vor­gehen zu erleichtern. Mit 8.8-Zentimeter-Flakgeschützen nahm sich inzwischen unsere Artillerie die Panzer vor. lieber 30 britische Panzer zerschlug der Wirbel der Ge­schosse. Die übrigen wandten sich rückwärts, wurden je­doch durch den Beschütz in die Minenfelder hineingedrückt,

wo sie weitere Verluste hatten. Gleichzeitig arbeitete sich deutsche und italienische Jnfa'nterie durch Qualm und Staub gegen die Neuseeländer vor, die in dem schweren Beschütz weder vorwärts noch rückwärts konnten. Als das Sperrfeuer vorwärtssprang, warfen unsere Infan­teristen sich auf die vom Feuer noch betäubten Briten. Zahlreiche Gefangene wurden allein bei diesem Kampf eingebracht. Weitere Angehörige britischer Hilfstruppen sielen der deuisch-italienischen Panzerarmee bei Gegen­stößen in die Hand.

Im Luftraum über dem zerwühlten Schlachtfeld mit seinen Staub- und Rauchwolken standen die Flugzeuge der Achse ebenfalls in schweren Kämpfen. Unentwegt griffen sie die feindlichen Bomber und Jäger an, durch­brachen die Flaksperren und drangen tief ins feindliche Hinterland ein. Trotz dcr zahlenmäßigen Ueberlegenheit .ihrer Flugzeuge konnten sich die Briten nicht davor schützen, daß deutsche Kampfflugzeuge mit ihren Bom­ben feindliche Batterien am Bahnhof von El Alamein zerschlugen, Benzindepots in Brand warfen und Pan­zeransammlungen zersprengten.

Der Erogkampf geht weiter. Aber trotz allen Aufwan­des an Truppen, Panzern, Geschützen und Flugzeugen konnten die Briten bisher keine Erfolge erringen.

Zckerl Lilckorckisnst sl-uas)

ver vuee empking. vie verlebtet, am Vorabend lies 28. Oktober die unter der kübrung des Relcksorgsnisa- tionsleiters vr. bez- siebende Abordnung der I8!80-Kk. Lei dieser Oelegenbeit iiderreicbte vr. bey dem vuee eine persöniicbe Lotscbait des llübrers. Unser Liidtelegrainin reigt Reicksorganisationsleiter vr. Key mit der deulscben ikdordnung iväbrend seiner ^Vnsprscke an den vuee (links) im kaiaero Veneria. llerner erkennt man (von links) lleicbsjugsndkükrer-kxmann, Reiebsstudenieniübrer Oauieiter vr. 8cbeel und Oauieiter Hanke.

km grausames erwachen für Sie stmerikaner

Erschütterter Srößenwalm üriegscat okne Optimismus Japans slottenüberlegenkeit zugestanden

Dratztbcricht unserer Berliner SLriftleitmig

ckr. v. seli. Berlin, 29. Oktober. Die Grundlagen des amerikanischen Größenwahns sind heute stark erschüt­tert. Unter furchtbaren Schmerzen mutz die amerikani­sche Öffentlichkeit den Weg aus dem Lande der astro­nomischen Wunfchträume auf den Boden dcr nüchternen Wirklichkeit zurückfinden. Wir sehen Zeichen des Auf­ruhrs, der sich gegen die verlogene Nachrichtenpolitik des Wcitzcn Hanfes, gegen das seit Monaten geübte System des Bolksbetruges wendet. Die verantwortlichen Männer in Washington würden gewiß gerne jede Ge­legenheit ergreifen, um dem drohenden moralischen Zu- sammenbruch nach der Katastrophe im Südpazisik ent­gegenzutreten. Wenn sie sich dazu jetzt außerstande sehen, so bezeugt das die ganze Schwere und die weittragende strategische Bedeutung der Niederlage.

Roosevelt hat gestern ganz überstürzt den Pazifischen Kricgsrat einberufen. Der neuseeländische Gesandte in Washington, Nash. der an der Besprechung teilnahm, sagte nach ihrem Abschluß, daß man in der Ratstagung mehr Gewicht auf Realitäten als auf die Schaffung einer optimistischen Stimmung gelegt hat". Hinter die­ser kurzen Redewendung verbirgt sich der völlige Zu- sammcnbruch eines aufgehäuften Berges von Illusionen.

Ganz Amerika", so muß auch Reuter aus Washing­ton berichten,verfolgt mit fieberhafter Spannung die Kämpfe auf den Salomon-Jnseln. Alle Angestellten und Stenotypistinnen in den Regierungsbüros, die Taxi- Chausseure und die ganze angeschwollene Bevölkerung der Hauptstadt erörtern nur noch leidenschaftlich die Frage nach dem Ausgang des Zusammenpralls dcr Kriegsschlfsc. Flugzeuge und Geschütze, deren Echo aus dem SLvwestpazifik herüberdringt. In militärischen Kreisen verfolgt man die Entwicklung mit höchster Spannung und es besteht hier keine Neigung mehr,

etwaige schlechte Nachrichten zu bestreiten." Das ist offenkundig nur eine stark abgeschwächte Darstellung der tatsächlichen Stimmung. Jedes Kind in den Vereinig­ten Staaten hat inzwischen gemerkt, daß die Verluste und die Niederlagen sehr viel schlimmer sein müssen, als bisher vom Weißen Haus zugestanden wurde. Alle Berichte der englischen Amerika-Korrespondenten spie­geln eine geradezu panikartige Erregung und Sorge. Nach dem Bericht desDaily Telegraph" aus Washing­ton ist das amerikanische Volk jetzt der Auffassung,daß man sich jetzt aus das allerschlimmste gesagt machen muß". Nach derDaily Mail" befürchtet die amerika­nische OefseniUchkeit.daß die letzten Seegefechte die USA.-Flotte so viele Kriegsschiffe gekostet habe. daß die Seeverbindung mit den auf den Salomonen rümpfen­den Truppen nicht mehr aufrechterhalten werden kann".

Das ist in der Tat ein furchtbares Erwachen der amerikanischen Oessentlichkeit, die sich in himmelschrei­ender Weise von ihren verantwortlichen Männern be­trogen sieht. Die Enttäuschung und die Wut darüber werden nicht mehr zurückgehalten.Herald Tribune" klagt empört, daß man der USA.-Oesfentlichkeit bisher ein durchaus falsches Bild über die Lage im Pazifik gegeben habe. Der militärische Mitarbeiter derNew- york Times" will jetzt die Begründung derGeheim­niskrämerei" nicht mehr gelten lassen, daß man nämlich dem Feind Informationen vorenthalten mUsfe. In Wirk­lichkeit fei' es so, daß die amtlichen Stellen die eigene Oessentlichkeit über wichtige, aber ungünstige militäri­sche Ereignisse im Dunkeln halten wollten.

Soeben wartete übrigens der britische Nach­richtendienst mit dcr tollkühnen Behauptung auf. daß die Japaner in der Zeit. in der die USA. 83 Kriegsschiffe eingebüßt hätten, selbst 139 Schiffe verloren dritten. Wie um Himmelswillen, so muß sich schließlich auch der arme

amerikanische Bürger fragen, ist dann die amtliche Wa­shingtoner Feststellung zu begreifen, nach der die Flotte der Vereinigten Staaten jetzt im Pazifikzahlenmäßig stark unterlegen" ist? Und wie kommt dann der Stabs­chef des Admiral King, Admiral Edwards, zu der Fest­stellung, daß die japanische Flotteinfolge der englischen Verluste" jetzt die zweitstärkste der Welt sei?

Die Briten fühlen sich durch diese Behauptung schmerz­haft auf die Füße getreten. Die britische Admiralität veröffentlicht schleunigst eine Liste dcr bisher erlittenen Kzsiegsschiffverluste, die immerhin nicht weniger als 423 Totalverluste, darunter fünf Schlacht'chisse, fünf Flugzeugträger, Kreuzer, 14 bewaffnete Handels­kreuzer, 89 Zerstörer und 41 U-Boote, sowie zahlreiche kleinere Eincheiten umfaßt, um dann zu behaupten, daß die erlittenen Verluste zum größten Teil durch Neu­bauten inzwischen wieder ausgeglichen worden seien. Natürlich hat London wie üblich nur jene Verluste zugegeben, die unter gar keinen Umständen totzuschweigen waren, und die Frage, wie weit die Versenkungen auf die>em oder jenem Gebiet ausgeglichen werden konnten, bleibt vor allen Dingen deshalb offen, weil die Aus­wirkung der schweren Beschädigungen auf die Schlagkraft der Flotte nicht mit in die Rechnung einbezogen wurde. Gegenüber den Vereinigten Staaten aber ist die eng­lische Auflehnung schon irgendwie begreiflich, denn die amerikanischen Kriegsschiffverluste auf dem Gebiet der Schlachtschiffe, der Flugzeugträger und der Kreuzer über­treffen diejenigen der britischen Flotte ganz erheblich.

Wenn also ein so komvetcntcr Beurteiler wie der USA.-Flottenstabschef heute zugibt, daß die japanische Flotte heute die zweitstärkste der Welt sei. so kann er diese Erkenntnis nur aus den eigenen furchtbaren Ver­lusten und aus dem gleichzeitigen Widerruf aller frechen Lügen über die Verluste der Japaner ableiten.

ver WIK 08 äer smeriksmLcken?roäuk1ion

Von

Reickspiesseckek vr. Otto vietrick III

Die Produktion wird den Krieg gewinnen", sagt die englische Propaganda.Durch unser Schwergewicht in der Rüstung werden wir die Entscheidung erzwingen", verkünden die amerikanischen Lautsprecher.Unsere ge­waltigen Anstrengungen in der Kriegsproduktion wer­den uns heute wie 1918 zum IZiege führen", erklärt tag­täglich Roosevelt, und Churchill wird nicht müde, immer wieder hinzuzufügen:Die unermeßlichen Hilfsquellen der Vereinigten Staaten ermöglichen uns die Aussicht auf einen vollständigen Sieg."

Neben der immer mehr sinkenden Hoffnung auf den Bolschewismus ist der Glaube an die amerikanischen Produktionsrekorde der einzige Punkt in der Strategie unserer Gegner, an dem sie noch ihre Stellungen halten. Man muß sich deshalb mit ihm beschäftigen.

Wir verkennen weder die bedeutenden Möglichkeiten noch die Fähigkeiten unserer Gegner auf dem Gebiet der industriellen Erzeugung, aber wir sehen auch klar ihre Begrenzung. Tatsache ist. daß das wirkliche Lei- stnngsniveau der Vereinigten Staaten in der Rüstungs­schlacht weit unter der schwindelnden Höhe ihrer Jllu- sionspropaganda liegt. Wir wissen, daß Roosevelt die große Parole ausgegeben hat, man solle Deutschland durch Angabe von Zahlen erschrecken. And der Glaube an den Mythos der amerikanischen Produktion hat tat­sächlich in großen Teilen der Weltöffentlichkeit die Vor­stellung begründet, daß der große industrielle Apparat der USA., demzufolge sie beispielsweise in Friedenszei­ten 46 Millionen Automobile pro Jahr erzeugen konn­ten, die Rooseveltschen Rüstungsphantasten mit Leich- 'tigkeit verwirklichen lasse. Aber die Härte der Tatsachen hat Roosevelts Bluffpolrtil entlarvt. Sie hat den Seil­tanz der Zahlen und das Spiel der Prozente aufgedeckt, das maU heute schon in Amerika zu glossieren beginnt: Man ist der Ansicht, daß, wenn zwei Tanks aus einer Fabrik herausröllen, die vorher nur einen hergestellt hat. die Produktion dann um 100 Prozent gestiegen ist."

Die Strategie der Superlative aus dem Gebiet der Rüstung, die der Führer in seiner letzten Rede so tref­fend gekennzeichnet und so 'schonungslos Lloßgestellt hat, wird begünstigt durch eine bewußt betriebene Verwir­rung und in der Publizistik stgrk um sich greifende Ver­wechslung wirtschaftlicher Begriffe. Die rüstungs- industriellen Standard-begriffe der Kapazität, des Effc'k- tivbestandss der Produktion und des Potentials werden je nach Bedarf unter der Hand einfach vertauscht und je­weils in dem Sinne gebraucht, den man einer Sache zu unterlegen wünscht.

Bekanntlich kann die Kapazität einer Industrie für den Fricdensbedarf nicht ohne weiteres mit ihrer Ka­pazität sür die Kriegserzsugung verglichen werden. 2m übrigen ist Kapazität noch keine Produktion. Am,eine vorhandene Kapazität auszunutzen, müssen die ent­sprechenden Rohstoffe sowie die geeigneten Arbeitskräfte in genügender Zahl zur Verfügung stehen. Die Pro­duktionszahlen an Waffen wiederum sagen noch nichts über die Größe des Rüstungspotentials, denn erstens müssen die fabrizierten Waffen zum mindesten die gleiche Qualität besitzen wie die ihres Gegners, und zweitens nützen auch die besten Waffen nichts, wenn sie nicht auf das Schlachtfeld und in die Hand der Soldaten gelangen, die sie zu führen und zu bedienen verstehen.

Der Besitz der Rohstoffe, di-e MobA-tsie-rung der Ar- bettskrafte. die KriegsorganisatMn der Wirtschaft, die Qualität der produzier-t-en Waffen unid ihre gesicherten y.raN'Sportmöglichkei1ien. all das sind «wkscheidende Fak­toren des modernen Krieges, die nicht nur von materiel­len Gegebenheiten, sondern auch von geistigeln.Jmpou- 'dera-bilim in höchstem Maße abhängig sind. Erst die Sc- lamtcheit dieser Werte ergibt das effektive Rüstunos- poiewiial eines Landes und macht es mit der Kraft anderer Nationen vergleichbar

Gehen wir kurz. um die Phantasie an der Wirklichkeit zu messen, auf diese Faktoren im einzelnen ein. Der Grundstoss aller industriellen Produktion ist die Kohle. Bor sem Kriege unterstanden der Kontrolle der Achsen­mächte 27 v. H. der Kohlenvorkommen der Welt. Heute sind es 53 v. H. Mit der Kohlenförderung Japans und »er Kapazität des von uns besetzten sowjetischen Raumes kommt heute die Kohleuproduktion der Dreimächtcpakt- staaten der gesamten Kohlenförderung ihrer Gegner zum mindesten gleich, wenn sie sie nicht übersteigt. Es ist da- bei von Bedeutung, zu wissen, daß die Produktion von Kohle als Grundlage und Ausgangspunkt der gesamtem industriellen Produktion zu ihr stets tu einem proportio­nalen Vechaltm-s steht.

Von den Eisenerzvorkommen der Welt beherrschen die Achsenmächte heute 40 v. H, gegen 6 v. H. vor dem Kriege. Belegte Zahlen über Amerikas Rohstaihlpro- dllktlon IM Kriege sind aus militärischen Gründen nicht bekannt geworden. Auch Deutschland und seine Verblln-

ami,i,»i,ini,mii,i»,n miiiimi,»

Deutsch-rumänische Truppen nahmen westlich des Terek den strategisch und wirtschaftlich wichtigen Ort Naltschik) in vier Tagen konnten mehrere Sowjct- Divi,ronen geschlagen und über 7900 Gefangene ein­gebracht werden.

In Aegqpten wurden schwerste feindliche Angriffe ab­gewiesen.

Nach dem neuen Seesreg der Japaner mußten die Amerikaner ihre Flottenunterlegenheit eingestehen. Der italienische Erziehungsministcr Bottai sprach anläßlich des 29. Jahrestages der faschistischen Revo­lution im italienischen Rundfunk.

Dcr Reichswirtfchaftsminister hat ein erweitertes Anfstchtsrecht gegenüber Kartellen erhalten.

Die 2. Briefzustellung wird in einigen Wohn- und Außenbezirken Bremens vorübergehend aufgehoben.