Anzetgen-Grundpreise:
MKülk
H" ^^«evk^sn, !°6snl
isuts 6ors er
5p^». hssff,i,g^'
>e 5psr!rs§5« in gf,^.
t Ivren 2»elxs,e„ell v»
umentHsl. l.°sum u nL"
-°«I° 27
^Mli/
äglirk grvi/
UUW-VllM
8 8esmpo,
Iris vsrsre, Osrckinsls comp, ^«rri, unck lonnl Ips VVi«ron,x^ Willi ksl«im,nn 0iss7monio-vu,
2 Isckvrsf vuo Nsx L6s Nie>„s, klein ksrinn kriseil Anritt 7ru6sl Uskltlis
^Volksbildung, M stättsn
ükvorstvllunz
Sonntag, S. bsovsmbs' - vbr, im Nlstropoltßsei«
«»MaöeM
(mit Isni kisfsvstsßsj
ittspieire: V.7S dir 2.— N > bis I.— IM). Vorveitzsl m ZI. oktoder in sei Xür.-üiMiE s, NoisetrsSe 4S III., rimmeiM !. November nur im «eiiiM. ter, LnsAnritorsirske 20
msr, 5is sink sinsn scie > 5srav6 von t^sukellü nvcksn. Kommen Lieb«!«!
!^üi- alls Platten
Kot L3S7S/77
,.flüv16
^VLIl(v.
-
/Viorlorsröllnung stz« kßorrlrt'. 11
devo^i'^eOus/^
»Kaffee-? ^ ki-LstL-' k^1 isc«Juny
^attsAesttrek.
Sur Abgeltung cis,
msrinssteuek
Icosisnioss
Darlehen
ru 6sn gsssirsicbsn gsciingungsn
gswsint cl!s
Ztssilieke
Kreöitsnstslt
IenbU7g-ösSine>'
v. I.. I^r. Kirckkot ^
ia -»
z nd-eoö-» ^v-r 5 i°b--°^
adio-Ui-»
Lit-r:
Erscheint 7mal wöchentlich
Monatsbezug 2.30 RM einfcht Zustellgebühr; Postbezugsprels monatlich 2.30 RM leinsthl. 80.1 Rpf PostzettuikgsgebÜhrl zvzügl <2 Rpf. Bestellgeld Bezugspreis ist im voraus zahl« bar. Postscheck: Hamburg 17 272. Eine Vr« Hinderung der Lieferung rechtfertigt keinen Anspruch auf Rückzahlung des Bezugspreises. Verlag: R§ »Dauoerlag Weser-Em» GmbH., Bremen. Teeren S/8. Fernruf 21S81. Rachtruf and sonntags 84763. Sprechzeiten: Derlagwerk- tSgl. 18—13 Uhr. Echriftleitg 12.80-13.30 Uhr.
vremerSMny
Lnzetgenpi.il. uns Lutnakmedevingvngen tont Pretsltfte Lufnadmet-imtn- ohn. Berbtnvllch- k«tt. tLe!tzS«I»S.I>en: Bremen: Leeren 9/S. Aus 2 19 21: NoSUrnI und lonntog» 2 47 SS: obernstratz« S«. Ru> 2 19 21: Snke: Müblen- onmni 2: Bremen-tzemeltngen: Bobnbofstr s. Es« Poststroße. Nut 494 SS: Bremen-Degelo^: Ho-rstraß« 24. Nut 4 n S: Bremen-Vlnnien. IL-l: «npt -D-Nm-nn^Str 41^42 Rnt SS u SS
Parroiavntliciie Layeszettung
Das flmksblatt des Negierenden vürgermeisicrs der 5reien Hansestadt vremen
der Natlonalsozialisten Bremens
Kmtlilties verkündunnsbtatt des Neictisstattlialters in Oldenburg und vremen
Nr. 2S5 , 12. Jahrgang
Montag. 26. Oktober 1942
kinzeipreis 15 Npf.
NeueUvoot-krfolge an weltwettenfronten
«WW»
IS Schiffe mit 1S40SS VM. und ein Zerstörer von unseren grauen Wölfen vernichtet
Vorort Stalingrads erstürmt
Schneidiges Unternehmen auf dem Ladogasee
Aus dem Führerhauptquartier, 25. Oktober. Das Oberkommando der Wehrmacht gibt bekannt: „Im Westkaukasus erstürmten deutsche und rumänische Truppen, wirksam von der Luftwaffe unterstützt, weitere Höhenrücken. Gegenangriffe des Feindes wurden unter blutigen Verlusten abgewiesen. Im Kamps um Stalingrad wurden in hartnäckigen Einzelkämpsen bis auf eine Halle alle restlichen Fabrikanlagen des Werkes „Kratznyj Oktjabr", ausgebaute Stellungen und Häuserblocks sowie der nördliche Vorort Spartakowka bis auf einzelne Häuser genommen. Das am Vortage gewonnene Stadt- und Werkgelände ist von Resten des Feindes gesäubert. Entlastungsangriffe brachen zusammen. Die schweren Luftangriffe auf die feindlichen Stützpunkte in Stalingrad und die sowjetischen Nachschubverbindungen ostwärts der Wolga gingen mit unverminderter Kraft weiter. An der Don-Front schlugen rumänische Truppen mehrere seindliche Angriffe ab. Rumänische Luststreit- kriiste richteten ihre Angriffe gegen feindliche Stellungen und Bahnbewegungen. Auf dem Ladogasee führte in der Nacht zum 22. Oktober ein Verband deutscher und italienischer Kriegsfahrzeuge unter Sicherung durch die deutsche und finnische Lustwasse ein örtliches Unternehmen gegen einen Teil der von den Sowjets besetzten Küste durch. Eine Landungsabteilung zerstörte einen Leuchtturm und brachte Gefangene ein. Aus der Rückfahrt wurden unter ständigen Gefechten gegen feindliche Kanonenboote heftige Lustangrisfe abgewehrt und durch Jäger und Flakartillerie 21 seindliche Flugzeuge abgeschossen.
In Aegypten trat der Feind in breiter Front nach heftiger Artillerievorbereitung mit starken Infanterie- und Panzerverbänden unter Einsatz zahlreicher Luftstreitkräfte zu dem erwarteten Erahnn griff an. Zur Zeit sind erbitterte Kämpfe im Gange. Der Feind verlor bisher zwanzig Flugzeuge und zahlreiche Panzer. Auf Malta erzielten leichte deutsche Kampfflugzeuge wiederum zahlreiche Bombentreffer in den Flugplatzanlagen von Lucca und Benezia. Bei Einslügen in die besetzten Westgediete sowie beim An- und Abflug gegen Oberitalien verlor die britische Luftwaffe durch die deutsche Abwehr elf Flugzeuge, hiervon mehr als die Hälfte viermotorige Bomber. In der Nacht zum 25. Oktober führte die deutsche Luftwaffe Bombenangriffe gegen kriegswichtige Anlagen einiger Städte in Ostengland. Alle Flugzeuge kehrten zu ihren Einsatzhiisen zurück.
Wie durch Sondermeldung bekanntgegeben, wurden von deutschen Unterseebooten, obwohl auch weiterhin schwere Herbststürme die Operationen beeinträchtigten, in harten Kämpfen aus stark gesicherten Geleitzügen und in zäher Einzeljagd im Nordatlantik, im Eismeer, vor der kanadischen Küste, bei Trinidad, vor der Kongo-Mündung und vor Kapstadt 18 Schiffe mit 1V4VVV BRT. sowie ein Zerstörer versenkt. Drei weitere Schiffe und
vritenbomber über unbesetztem Frankreich
Vichy, 25. Oktober. Das nn-bssetztie Geriet Fmmikreächs wurde am Sonnabend von britischen Flugzeugen überflogen, di« insbesondere di« Gegend von Dhat>eauronx, Montilucon, Vichy, Roann« und Ann-ecy beobachtet wurden. An verschiedenen Stellen kam «s zu ausgesprochenen AngriffShaNblungen. In MonÄucon, so wird gemeldet, «hätten mehrere Maschinen sich von ihrem Geschwader getrennt und Maichinewgewehrsalven abgefeuert. Zwei Eisenbahn«rbeiier seien verletzt worden. In Domerat im Departement Alliier seien ein Güterzug und ein Personen,zug mit Maschinengewehren beschossen und ein Lokomotivführer dabei verletzt worden. Auch der schweizerische Lustraum wurde wieder in schwerwiegender Weise von englischen Bombern verletzt.
Indiens Frcihcitskampf. In Cuttack in der indischen Provinz Orisja wurden einige Tausend indisch« Nationalisten von der Polizei anSeinandergetrieben. Die Polizei eröffnete das Feuer, wobei es Tote und Verwundete gab.
ein weiterer Zerstörer wurden durch Torpedotreffer beschädigt."
In Stalingrad brachen die deutschen Truppen am Sonnabend nach den beim Oberkommando der Wehrmacht vorliegenden Meldungen bei der Fortsetzung ihrer Angriffe in weitere schwer befestigte Einzelwerke des Hüttenwerkes „Krahnyj Oktjabr" ein. Die über das am Vortage gewonnene Werkgelände weiter vorstoßenden deutschen Truppen entrissen dem Feind bis auf eine einzige Halle sämtliche Stellungen und Gebäude des Hüttenwerkes. Zwischen Materialstapeln und Verladerampen hatten die Bolschewisten mit Eisenschienen verstärkte Bunker und Luftschutzkeller angelegt, die den Bombenangriffen und den Granaten bisher wider
standen hatten. Diese Kampfanlagen wurden von rückwärts durch unsere Pioniere angepackt, die sich an die Eingänge heranarbeiteten und die Bunker mit ihren Besatzungen sprengten oder mit Flammetzwerfern ausräucherten. Auch in die Trümmer der Brotfabrik Kart nordwärts des Hüttenwerkes mutzten noch die Widerstandsnester niedergekämpft werden. Hier waren geräumige Keller und Siloanlagen die Schwerpunkte der feindlichen Gegenwehr., Unsere Pioniere fanden jedoch zu diesen Gewölben und sprengten sie, während gleichzeitig Infanteristen, oft in den gleichen Häusern, die bolschewistischen Barrikaden in den oberen Stockwerken stürmten. Der wichtigste Erfolg unserer Truppen am Sonnabend war jedoch die Wegnahme des Vorortes Spartakowka.
ko!M äer llluslollsn /
In jedem Kvlege gibt es niur eine unumstößliche Gewißheit, nämlich dt» daß der Stärkere aus ihm als Sieger hervorgeht. Nun besteht kein Zweifel darüber, wer sich in diesem Kriege bisher als der Stärkere erwiesen hat. Deutschland und seine Verbündeten haben der demokratisch-bolschewistischen Allianz die schwersten Schläge versetzt, gewaltige Gebiete erobert und Kräfte entwickelt, von deren Ueberlegenheit die Schlachtfelder dreier Kontinente Zeugnis ablegen. Wenn man die Frage nach der weiteren Entwicklung stellt, dann kann die menschliche Vernunft Schlüsse auf die Zukunft nicht anders als aus den Erfahrungen der Vergangenheit ziehen. Unsere Gegner haben jedoch eine andere Art von Logik entwickelt Sie machen es umgekehrt.
Sie lassen sich nicht von Erkenntnissen belehren, sondern von Illusionen berauschen. Sie mißachten die Tatsachen der Gegenwart und ziehen unaufhörlich Wechsel auf die Zukunft. Nach Churchills klassischem Nezspt: „Jede englische Niederlage bereitet nur den Sieg vor" betrachten sie alle Schlachten, die sie verlieren^ als wertvolle Fingerzeige „für den zukünftigen Sieg . Ihre Rückzüge ersetzen sie durch einen Vormarsch imaginärer Zahlen. Obwohl sie ein« Niederlage nach der anderen hinnehmen müssen, erwarten sie doch den Triumph ihrer Waffen wie den Vollzug eines Naturgesetzes, wie die noch nicht ausgereift« Frucht eines Baumes, die sie früher oder später zu ernten gedenken. Die Ungunst der Gegenwart übergehen sie als einen peinlich zu tragenden Erdenrest, statt dessen sprechen sie über Wöltverbesssrung und Menschheitsbeglückung „nach dem Stege".
Man ist vielfach geneigt, diese seltsame Geistesverfassung den Eigenarten und Verschrobenheiten der englisch-amerikanischen Mentalität zuzuschreiben, der mit Arroganz zur Schau getragenen Selbstsicherheit ihrer Oberschicht der Oberflächlichkeit und Leichtgläubigkeit der Massen sowie ihrem Hang zur Phrase und Selbsttäuschung. Aber eine solche Erklärung beleuchtet nur die äußere Fassade. Sie kennzeichnet zwar die Auswirkung, deckt aber nicht die Ursache dieser sel-bsttrügerischen Haltung auf. In Wirklichkeit liegen die Dinge anders.
Wir wissen heute auf Grund untrüglicher Beweismittel über die Arbeitsweise unserer Gegner, daß der latente Zustand der dialektischen Selbsttäuschung, in der sich die angelsächsischen Völker befinden, das Ergebnis einer wohlberechneten Suggestivmethode ist, auf der Churchill und Roosevelt die gesamte Kriegspropaganda ihrer Länder aufgebaut haben.
Von jeher war der Bluff ein entscheidendes Merkmal jüdisch-demokratischer Lebensäußeiung. In diesem Kriege aber ist er zur alles beherrschenden Idee ihrer geistigen Kriegführung geworden. Der Glaube versetzt bekanntlich Berge. Warum sollte die Phantasie nicht auch Siege beschwören? So haben sie die Vernunft in einem Meer von Phrasen ertränkt und ihrem gedankenlosen Publikum allen Tatsachen zum Trotz den Mythus der Unbe- siegbarkeit, den Wahn des unvermeidlichen Triumphs suggeriert.
Ihr „Glaube an den Sieg" ist nicht begründet in dem Glauben an die eigene Kraft, sondern das Produkt, kalter Rechner. Je stärker die Tatsachen das Gegenteil beweisen — um so mehr wird dieser blinde Glaube in die Gehirne gehämmert. Er wird auf Flaschen gezogen oder tropfenweise zum Ausschank gebracht. Täg
lich und stündlich verkünden die amtlichen Leierkästen in England und USA. dasselbe Lied: „Wie lange der Krieg auch dauern mag, wir werden ihn gewinnen", „mögen wir geschlagen werden wo immer — der Endsieg ist uns gewiß!" „Wir werden den Sieg erringen, so sicher, wie die Sonne auftzeht." Es würde keine besondere Intelligenz dazu gehören, um ihnen mit mehr Anspruch auf Logik zu entgegnen: „Eure Niederlage ist ebenso sicher, wie der Mond untergeht."
Aber in den kriegführenden Demokratien ist heute das Denken verpönt und die Vernunft strafbar. In einem Anfall von Selbsterkenntnis erklärte kürzlich der stellvertretende Marineminister der USA., Vard: „Wir sagen immer, wir können den Krieg nicht verlieren. Wir können es ebensogut zugeben, daß jedesmal, wenn einer von uns dieses sagt, wir diesen Satz nur als reine Rhetorik betrachten, als eine Art der altbekannten Redensarten zur Aufpulverung der Gemüter." Aus diesen sich immer gleichbleibenden Redensarten, aus diesen ununterbrochenen „Injektionen zur Auffrischung der dahinschwindenden Glaubhaftigkeit", aus dieser „Dialektik des Betruges und der Irreführung" besteht in der Tat die gesamte geistige Kriegführung der Angelsachsen. Diese Primitivmethode — so sagen Churchill und Roosevelt — entspricht dem niedrigen Bildungsniveau der Rassen. Sie wird untermauert durch einen großangelegten, dimensionalen Bluff der Zahlen, der die eigenen Gemüter aufrichten, die Gegner erschrecken und die Neutralen einschüchtern soll.
Sie operieren mit astronomischen Ziffern, die zwar von ihrem staunenden Publikum nicht überprüft werden können, aber den Vorzug besitzen, daß man sie in jeder Situation vervielfältigen kann, um sie den jeweiligen Verhältnissen der Propaganda anzupassen. Der Mythus der Dimensionen, der Bluff der Zahlen und die falschen Produktionsrekorde ihrer Fabriken, das sind die Säulen, auf denen das Gebäude ihrer JNusions- und Schreckpropaganda beruht. Aber so schwach sie auch fundiert sind, so sehr sie seder sachlichen Begründung hohnspricht, Millionen erliegen ihr, und Millionen glauben an sie. Denn auf die Masse der Menschen, die in bestimmten- Fragen ein eigenes Urteil nicht haben können, wirkt eine zehnmal wiederholte Lüge stärker als eine einmal ausgesprochene Wahrheit.
Nun spricht Deutschland über sein Rüstungsprogramm wenig, denn gerade auf dem Gebiet der Rüstung spielt die Ueberraschung eine Rolle. Das Reich arbeitet mit ungeheurer Energie und schafft schweigend Gewaltiges, damit später die Waffen um so lauter zu sprechen vermögen. Unsere Gegner aber sind geschwätzig. Sie prahlen, und während wir schweigen, suchen sie durch Worte die Stunde zu nutzen Deshalb werden wir von Zeit zu Zeit an Hand unwiderleglicher Tatsachen die Hohlheit ihrer Argumente aufdecken, die Flügel ihrer Produktionsphantasien beschneiden und sie aus der Welt ihrer trügerischen Zahlenkunststücke wieder auf den Boden der harten Tatsachen und erbarmungslosen Wirklichkeit zurückführen. Wir werden sie mit ihren eigenen Worten schlagen und mit ihren eigenen Zahlen widerlegen. In dem Maße. in dem der Mythus „Amerika" verblaßt, wird der Glaube an Euröpa sich erheben. (Weiter« Artikel des Reichspressechefs folgen.)
„öeneral Schlechttvetler nicht melir brttentreu
Voutsche U-Voor-krsolge troff schwerer fferbststürme , fortschritte im Kamps um das verschlammte StaUngrad
Drabtbericht unserer Berliner SKriftleitung
b. Berlin, 25. Oktober. Die Erfolge der deutschen Truppen in der hart umkämpften Ruinenstadt Stalingrad am Wolgaknie und die neuerlichen außerordentlichen Erfolge der deutschen U-Voote im Kampf gegen stark gesicherte Eeleitzüge im Nordatlantik, im Eismeer, vor der kanadischen Küste, bei Trinidad, vor der Kongomündung und vor Kapstadt haben ein Gemeinsames: sie ließen die Hoffnungen der Alliierten auf eine Schwächung der deutschen Kampfkraft in der Schlechtwetterperiode des Herbstes zuschanden werden! Der durch die herbstlichen Regensiille aufgeweichte Boden in Stalingrad hat es nicht verhindern können, daß die deutschen Truppen im Angriff aus die von den Sowjets sehr zäh verteidigten letzten Widerstandspunkte ständige Fortschritte machen und neben dem nördlichen Vorort Spartakowka auch bis aus eine Halle die riesigen Fabrikanlagen des Werkes „Kraßnij Oktjabr" nahmen. Die schweren Herbststiirme über den Meeren konnten nicht verhindern, daß das deutsche Oberkommando an diesem letzten Oktobersonntag wieder in einer Sondermeldung die Versenkung von 18 Schiffen mit 184 888 BRT. in weitoerzweitzten Seegebieten melden konnte. Die seemännische Tüchtigkeit der jungen deutschen Kommandanten, ihr Einsatzwille und ihr Angriffsgeist komrten unter der Unbill der Natur nicht leiden, wie die deutsche Jn- santerie, die Pioniere und Panzerverbände in dem verschlammten Trümmerfeld der bolschewistischen Wolga- sestnng sich nicht hemmen ließen. Der deutsche Soldat
beweist an Land und auf See auch in dieser ungünstigen Jahreszeit seine kämpferische Ueberlegenheit.
Der „General Winter" hat den Alliierten die so oft als dringend notwendig empfundene Atempause nicht verschafft. Der deutsche U-Boot-Krieg mit seiner Gefährdung der alliierten Transportwege und damit des gesamten Kriegsprogramms Englands und Amerikas verliert nicht an Intensität, obgleich durch die Eröffnung neuer Kriegsschauplätze vor den Küsten Afrikas das Operationsgebiet eine außerordentliche Erweiterung erfuhr. Die deutschen Operationen an der Sowjetsront haben ebenfalls den Feinden keinerlei Atempause gelassen und lassen sie ihnen auch heut« nicht, so daß der frühere englische Kriegsminister Hore-Velisha wieder einmal das Wort von den englischen verpaßten Gelegenheiten vorkramte, als er in Devonport sprach und betonte, die Gelegenheit für gleichzeitige Operationen in Europa sei für 1942 vorbei. Die günstige Gelegenheit für das Aufziehen einer zweiten Front in Westeuropa könne schwerlich der Augenblick sein, in dem die aktiven Operationen im größten Teil der Sowjetunion ihrem Ende zuneigten. Diese britische Eclennir.is wird sehr stark durch einen Artikel des türkischen Generals Sabis unterstrichen: „Die Feinde der Achse sind in diesem Jahr nicht mehr imstande, den Kriegsverlauf zu ändern, betont der türkische Militärsachverständige, denn alles deute darauf hin, daß die Zweite Front in diesem Jahr nicht mehr an der französischen Küste g-schaffen werd-.» kann. Auch der Seekrieg verliefe nicht mehr zugunsten
der Angelsachsen, ohne daß hier eine Aenderung zu erwarten sei.
„Hunger hat die Widerstandskraft der Deutschen im letzten Kriege unterminiert", schreibt auch die Londoner Zeitung „Evening News" in einem bemerkenswert hellsichtigen Artikel. „Es liegen aber keine Anzeichen dafür vor, daß er uns auch diesmal wieder zu Hilfe kommt. Im Gegenteil, er dürfte die Sowjets bedrohen, die ihren reichsten Boden verloren haben, wenn ihnen nicht Lebensmittel aus den Speisekammern der übrigen alliierten Nationen geliefert werden. Manche unserer unverbesserlichen Ueber-Optimisten bemühen sich jetzt, die Erhöhung der deutschen Lebensmiktelrationen geringschätzig abzutun, die scheinen sich dabei des mysteriösen Arguments zu bedienen, daß die Deutschen, wenn sie einmal ihre größeren Rationen aufgegessen haben werden, erst recht verhungern würden. Die Tatsachen rechtfertigen aber diese Hoffnung nicht. Die Deutschen können sich der Ernten aller besetzten Länder bedienen. Darüber hinaus aber haben sie die ungeheure Kornkammer der Ukraine in Händen. Wahrheit ist also, daß die deutsche Speisekammer jetzt voller ist, als sie bisher seit Kriegsbeginn war."
Der „General Hunger" ist also selbst nach englischer Ansicht übergetreten, avch der „General Schlechtwetter" lchcint nicht alliiertentr-u zu sein. Die neuen deutschen Erfolge in der Sowjetunion und aus den Meeren beweisen es! Sie werden auch entscheidenden Einfluß auf neuerliche britische Unternehmen aus afrikanischem Boden haben."
st'
R
8« Lke«
Meilenstein einer Vorkriegsreise nach Rom
Anläßlich des Lk. Jabrcstaaes der faschistischen Revolution, den das mit Deutschland verbündete Italic« in dieser Woche begebt, rückt auch das von Mussolini geschaffene Parteiiustrument des Faschismus in dc« Mittelpunkt der Würdigungen.
, ll. bW. Die Sonne eines unvergeßlichen Frühlingstages endet ihre letzten Strahlen über die Dächer des alten lloms. Noch ist die Fülle der vorangegangenen Eindrücke und Erlebnisse, die uns Journalisten die Tiberstadt vermittelt«, nicht verklungen, da geht es auf eine neue „Erknndungsfahrt". Wie ist die Faschistische Partei organisatorisch aufgebaut. Wie arbeiten vor allem ihre untersten Instanzen? — so lauten die Fragen, deren Beantwortung uns nun aus der anschaulichen Wirklichkeit heraus zuteil werden soll. Magg. Carmelo Rapicavoli, 1938 Betreuer der ausländischen Journalisten im Palazzo Littoria, dem zentralen Parteigebäude der ?. d!. hat volles Verständnis für unseren Wissensdurst und begrüßt auf das lebhafteste unseren Wunsch, einmal mit „Politischen Leitern" des Faschismus auf ihren Dienststellen Fühlung zu nehmen.
Bald stehen wir inmitten der italienischen Hauptstadt vor dem Eingang zur „Oruppo llssctsts llscksrico Ou§- listwo kiorio" der Stadtteile Salario, Pinciano, Sallu- stiano und Ludovisi am Corsa d'Jtalia unweit des Fiume-Platzes. Ließe uns der lebhafte Strom des Publikums am Portal des Gebäudes nicht aufmerken, wir würden dem Aeußeren des Hauses kaum ansehen, daß sich in ihm eine der 31 untersten Verwaltungsstellen der Faschistischen Partei befindet. Der uns in feinem Arbeitsraum empfangende lltckucisrio, der Führer der „Qruppo llsscists", betont seine besondere Genugtuung darüber, mit Kameraden der nationalsozialistischen Partei — wie er "erklärt — einen Gedankenaustausch durchführen zu können. Bevor wir unmittelbaren Einblick in die Arbeit der hier vereinten „Ortsgruppen" erhalten, betreten wir eine neben dem Amtszimmer des käckuciaros gelegene, außerordentlich stimmungsvoll gestaltete Eedenkhalle, die den ermordeten und gefallenen Helden des Faschismus geweiht ist. Am steinernen Aufbau des Ehrenmals leuchten die Namen der (einst im Ortsbersich verwurzelten) Blutzeugen des faschistischen Revolutionsaeschehens; außerdem sind an der gleichen Stelle mehrere in Abessinien und Spanien gefallene Kämpfer geehrt. Die Erinnerung an den gleichgerichteten Opfergang der beiden schöpferischen Bewegungen europäischen Ausmaßes diesseits und jenseits der Alpen wird in uns wach. Nach erhebendem Gedenken dieser unsterblichen Kampfopfer treten wir mit den Consultoren, die in gewisser Beziehung den Ortsgruppen-Amtsleitern der NSDAP. vergleichbar sind, in Verbindung, um ihren Aufgabenbereich kennenzulernen. Je einem Consultor ist das politische Sekretariat, die militärische Organisation der „Ernppo" und ihre Üuftschutzorganisation übertragen. Wieder ein anderer „Ämtsleiter" überwacht u. a, die alljährlich fällige Neuausstellung der Mitgliedskarten der eingeschriebenen Faschisten. Ein gesteigertes Interesse erweckt auf unserer Seite der von der ?. di. ?. schon im Frieden bis ins einzelne vorbereitete Luftschutz, und es entspinnt sich sofort ein kleines Interview mit ihrem örtlichen Leiter. Dieser überzeugt uns an Hand graphischer Unterlagen davon, daß für den Ernstfall eines Lustüberfalls auf Rom auch alle mehr oder weniger zivilen Schutzmaßnahmen auf das gründlichste organisiert find (1938!).
Nun stoßen wir in den Sektor der alltäglichen Partei- Kleinarbeit vor: Nachdem uns eine Uebersichtskarte verraten hat, daß die „Oruppo 8alsrto" in 26 Unter- bezirke aufgeteilt ist, treten wir in das Sekretariat der Ospt Ssttori, der verantwortlichen Betreuer jener 26 Verwaltungszellen, wo wir Zeuge eines allabendlichen großen Betriebes werden. Das einprägsame Bild einer emsigen Gemeinschaftsarbeit bietet sich uns dar: An langen Tischen besprechen die Lspi Lsttori mit ihren Helfern all die aus der Parteigenossenschaft und dem Wirtschaftsleben auftauchenden Einzelfragen, dabei immer den Notwendigkeiten des nationalen Ganzen Rechnung tragend. Nicht zuletzt ist hierbei der Blick bewußt auf die vom Duce bestimmte einheitliche weltanschauliche Haltung der 6000 Faschisten dieser von uns besuchten „Ernppo" gerichtet. Fünf und mehr Stunden dauert oft an einem einzigen Abend die ehrenamtliche Tätigkeit der Lspi Ssttorio, während im großangelegten Schalterraum die Parteimitglieder ihre Beiträge einzahlen oder für die Erledigung bestimmter Aufgaben zur Verfügung stehen.
Zusammen mit 25 Parteigruppen des Vorfeldes der italienischen Hauptstadt und 118 Parteigruppen der Provinz Rom bilden die 31 Verwaltungseinheiten des
IMlNINN»M»IIMIMI»N»»N»„MIlNNNI,M„MNMI»INI»»„» ,»»»,»,IINIIII»
Vnssr
Trotz schwieriger Wetterlage versenkten unsere U- Boote erneut 18 Schiffe mit 104 999 BRT. und einen Zerstörer.
Spartakowka, der nördliche Vorort Stalingrads, wurde bis auf einzelne Häuser gestürmt.
2m Westkaukasus nahmen unsere Truppen weitere Höhenrücken.
Dr. Goebbels und Axmann hielten bei der Eröffnung der Jugendfilmstunden 1942/43 richtung- weisende Ansprachen.
Gauleiter Paul Wegener sprach am Wochenende in Wilhelmshaven und Emden.
Schalke 84 schaltete nach meisterhaftem Spiel unseren Meister „Werder" mit 2:8 Toren in Eelsenkirckcn aus dem Tschammerpokal aus.
München 1880 wurde mit 6:8 Toren über TUS Li- p,ne der andere Endspielpartner für den Tschammer- pokal.
Deutschlands Hockeyspieler verloren ihren Länder- kampf gegen Ungarn.