Ausgabe 
(26.10.1942) Nr. 295
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Parroiavntliciie Layeszettung

Das flmksblatt des Negierenden vürgermeisicrs der 5reien Hansestadt vremen

der Natlonalsozialisten Bremens

Kmtlilties verkündunnsbtatt des Neictisstattlialters in Oldenburg und vremen

Nr. 2S5 , 12. Jahrgang

Montag. 26. Oktober 1942

kinzeipreis 15 Npf.

NeueUvoot-krfolge an weltwettenfronten

«WW»

IS Schiffe mit 1S40SS VM. und ein Zerstörer von unseren grauen Wölfen vernichtet

Vorort Stalingrads erstürmt

Schneidiges Unternehmen auf dem Ladogasee

Aus dem Führerhauptquartier, 25. Ok­tober. Das Oberkommando der Wehrmacht gibt bekannt: Im Westkaukasus erstürmten deutsche und rumänische Truppen, wirksam von der Luftwaffe unterstützt, weitere Höhenrücken. Gegenangriffe des Feindes wurden unter blutigen Verlusten abgewiesen. Im Kamps um Sta­lingrad wurden in hartnäckigen Einzelkämpsen bis auf eine Halle alle restlichen Fabrikanlagen des Werkes Kratznyj Oktjabr", ausgebaute Stellungen und Häuser­blocks sowie der nördliche Vorort Spartakowka bis auf einzelne Häuser genommen. Das am Vortage gewonnene Stadt- und Werkgelände ist von Resten des Feindes gesäubert. Entlastungsangriffe brachen zusammen. Die schweren Luftangriffe auf die feindlichen Stützpunkte in Stalingrad und die sowjetischen Nachschubverbindungen ostwärts der Wolga gingen mit unverminderter Kraft weiter. An der Don-Front schlugen rumänische Truppen mehrere seindliche Angriffe ab. Rumänische Luststreit- kriiste richteten ihre Angriffe gegen feindliche Stellungen und Bahnbewegungen. Auf dem Ladogasee führte in der Nacht zum 22. Oktober ein Verband deutscher und italienischer Kriegsfahrzeuge unter Sicherung durch die deutsche und finnische Lustwasse ein örtliches Unter­nehmen gegen einen Teil der von den Sowjets besetzten Küste durch. Eine Landungsabteilung zerstörte einen Leuchtturm und brachte Gefangene ein. Aus der Rückfahrt wurden unter ständigen Gefechten gegen feindliche Ka­nonenboote heftige Lustangrisfe abgewehrt und durch Jäger und Flakartillerie 21 seindliche Flugzeuge abge­schossen.

In Aegypten trat der Feind in breiter Front nach heftiger Artillerievorbereitung mit starken Infan­terie- und Panzerverbänden unter Einsatz zahlreicher Luftstreitkräfte zu dem erwarteten Erah­nn griff an. Zur Zeit sind erbitterte Kämpfe im Gange. Der Feind verlor bisher zwanzig Flugzeuge und zahlreiche Panzer. Auf Malta erzielten leichte deutsche Kampfflugzeuge wiederum zahlreiche Bombentreffer in den Flugplatzanlagen von Lucca und Benezia. Bei Ein­slügen in die besetzten Westgediete sowie beim An- und Abflug gegen Oberitalien verlor die britische Luftwaffe durch die deutsche Abwehr elf Flugzeuge, hiervon mehr als die Hälfte viermotorige Bomber. In der Nacht zum 25. Oktober führte die deutsche Luftwaffe Bombenangriffe gegen kriegswichtige Anlagen einiger Städte in Ost­england. Alle Flugzeuge kehrten zu ihren Einsatzhiisen zurück.

Wie durch Sondermeldung bekanntgegeben, wurden von deutschen Unterseebooten, obwohl auch weiterhin schwere Herbststürme die Operationen beeinträchtigten, in harten Kämpfen aus stark ge­sicherten Geleitzügen und in zäher Einzeljagd im Nordatlantik, im Eismeer, vor der kanadischen Küste, bei Trinidad, vor der Kongo-Mündung und vor Kapstadt 18 Schiffe mit 1V4VVV BRT. sowie ein Zerstörer versenkt. Drei weitere Schiffe und

vritenbomber über unbesetztem Frankreich

Vichy, 25. Oktober. Das nn-bssetztie Geriet Fmmikreächs wurde am Sonnabend von britischen Flugzeugen über­flogen, di« insbesondere di« Gegend von Dhat>eauronx, Montilucon, Vichy, Roann« und Ann-ecy beobachtet wur­den. An verschiedenen Stellen kam «s zu ausgesprochenen AngriffShaNblungen. In MonÄucon, so wird gemeldet, «hätten mehrere Maschinen sich von ihrem Geschwader ge­trennt und Maichinewgewehrsalven abgefeuert. Zwei Eisenbahn«rbeiier seien verletzt worden. In Domerat im Departement Alliier seien ein Güterzug und ein Per­sonen,zug mit Maschinengewehren beschossen und ein Lo­komotivführer dabei verletzt worden. Auch der schwei­zerische Lustraum wurde wieder in schwerwiegender Weise von englischen Bombern verletzt.

Indiens Frcihcitskampf. In Cuttack in der indischen Pro­vinz Orisja wurden einige Tausend indisch« Nationalisten von der Polizei anSeinandergetrieben. Die Polizei eröffnete das Feuer, wobei es Tote und Verwundete gab.

ein weiterer Zerstörer wurden durch Torpedotref­fer beschädigt."

In Stalingrad brachen die deutschen Truppen am Sonnabend nach den beim Oberkommando der Wehr­macht vorliegenden Meldungen bei der Fortsetzung ihrer Angriffe in weitere schwer befestigte Einzelwerke des HüttenwerkesKrahnyj Oktjabr" ein. Die über das am Vortage gewonnene Werkgelände weiter vor­stoßenden deutschen Truppen entrissen dem Feind bis auf eine einzige Halle sämtliche Stellungen und Ge­bäude des Hüttenwerkes. Zwischen Materialstapeln und Verladerampen hatten die Bolschewisten mit Eisenschie­nen verstärkte Bunker und Luftschutzkeller angelegt, die den Bombenangriffen und den Granaten bisher wider­

standen hatten. Diese Kampfanlagen wurden von rück­wärts durch unsere Pioniere angepackt, die sich an die Eingänge heranarbeiteten und die Bunker mit ihren Besatzungen sprengten oder mit Flammetzwerfern aus­räucherten. Auch in die Trümmer der Brotfabrik Kart nordwärts des Hüttenwerkes mutzten noch die Wider­standsnester niedergekämpft werden. Hier waren ge­räumige Keller und Siloanlagen die Schwerpunkte der feindlichen Gegenwehr., Unsere Pioniere fanden jedoch zu diesen Gewölben und sprengten sie, während gleich­zeitig Infanteristen, oft in den gleichen Häusern, die bolschewistischen Barrikaden in den oberen Stockwerken stürmten. Der wichtigste Erfolg unserer Truppen am Sonnabend war jedoch die Wegnahme des Vorortes Spartakowka.

ko!M äer llluslollsn /

In jedem Kvlege gibt es niur eine unumstößliche Ge­wißheit, nämlich dt» daß der Stärkere aus ihm als Sieger hervorgeht. Nun besteht kein Zweifel darüber, wer sich in diesem Kriege bisher als der Stärkere er­wiesen hat. Deutschland und seine Verbündeten haben der demokratisch-bolschewistischen Allianz die schwersten Schläge versetzt, gewaltige Gebiete erobert und Kräfte entwickelt, von deren Ueberlegenheit die Schlachtfelder dreier Kontinente Zeugnis ablegen. Wenn man die Frage nach der weiteren Entwicklung stellt, dann kann die menschliche Vernunft Schlüsse auf die Zukunft nicht anders als aus den Erfahrungen der Vergangenheit ziehen. Unsere Gegner haben jedoch eine andere Art von Logik entwickelt Sie machen es umgekehrt.

Sie lassen sich nicht von Erkenntnissen belehren, sondern von Illusionen berauschen. Sie mißachten die Tatsachen der Gegenwart und ziehen unaufhörlich Wechsel auf die Zukunft. Nach Churchills klassischem Nezspt:Jede eng­lische Niederlage bereitet nur den Sieg vor" betrachten sie alle Schlachten, die sie verlieren^ als wertvolle Fin­gerzeigefür den zukünftigen Sieg . Ihre Rückzüge er­setzen sie durch einen Vormarsch imaginärer Zahlen. Ob­wohl sie ein« Niederlage nach der anderen hinnehmen müssen, erwarten sie doch den Triumph ihrer Waffen wie den Vollzug eines Naturgesetzes, wie die noch nicht ausgereift« Frucht eines Baumes, die sie früher oder später zu ernten gedenken. Die Ungunst der Gegenwart übergehen sie als einen peinlich zu tragenden Erdenrest, statt dessen sprechen sie über Wöltverbesssrung und Menschheitsbeglückungnach dem Stege".

Man ist vielfach geneigt, diese seltsame Geistesver­fassung den Eigenarten und Verschrobenheiten der eng­lisch-amerikanischen Mentalität zuzuschreiben, der mit Arroganz zur Schau getragenen Selbstsicherheit ihrer Oberschicht der Oberflächlichkeit und Leichtgläubigkeit der Massen sowie ihrem Hang zur Phrase und Selbst­täuschung. Aber eine solche Erklärung beleuchtet nur die äußere Fassade. Sie kennzeichnet zwar die Auswir­kung, deckt aber nicht die Ursache dieser sel-bsttrügerischen Haltung auf. In Wirklichkeit liegen die Dinge anders.

Wir wissen heute auf Grund untrüglicher Beweis­mittel über die Arbeitsweise unserer Gegner, daß der latente Zustand der dialektischen Selbsttäuschung, in der sich die angelsächsischen Völker befinden, das Ergebnis einer wohlberechneten Suggestivmethode ist, auf der Churchill und Roosevelt die gesamte Kriegspropaganda ihrer Länder aufgebaut haben.

Von jeher war der Bluff ein entscheidendes Merkmal jüdisch-demokratischer Lebensäußeiung. In diesem Kriege aber ist er zur alles beherrschenden Idee ihrer geistigen Kriegführung geworden. Der Glaube versetzt bekannt­lich Berge. Warum sollte die Phantasie nicht auch Siege beschwören? So haben sie die Vernunft in einem Meer von Phrasen ertränkt und ihrem gedankenlosen Publi­kum allen Tatsachen zum Trotz den Mythus der Unbe- siegbarkeit, den Wahn des unvermeidlichen Triumphs suggeriert.

IhrGlaube an den Sieg" ist nicht begründet in dem Glauben an die eigene Kraft, sondern das Produkt, kalter Rechner. Je stärker die Tatsachen das Gegenteil beweisen um so mehr wird dieser blinde Glaube in die Gehirne gehämmert. Er wird auf Flaschen ge­zogen oder tropfenweise zum Ausschank gebracht. Täg­

lich und stündlich verkünden die amtlichen Leierkästen in England und USA. dasselbe Lied:Wie lange der Krieg auch dauern mag, wir werden ihn gewinnen", mögen wir geschlagen werden wo immer der End­sieg ist uns gewiß!"Wir werden den Sieg erringen, so sicher, wie die Sonne auftzeht." Es würde keine be­sondere Intelligenz dazu gehören, um ihnen mit mehr Anspruch auf Logik zu entgegnen:Eure Niederlage ist ebenso sicher, wie der Mond untergeht."

Aber in den kriegführenden Demokratien ist heute das Denken verpönt und die Vernunft strafbar. In einem Anfall von Selbsterkenntnis erklärte kürzlich der stellvertretende Marineminister der USA., Vard:Wir sagen immer, wir können den Krieg nicht verlieren. Wir können es ebensogut zugeben, daß jedesmal, wenn einer von uns dieses sagt, wir diesen Satz nur als reine Rhetorik betrachten, als eine Art der altbekann­ten Redensarten zur Aufpulverung der Gemüter." Aus diesen sich immer gleichbleibenden Redensarten, aus diesen ununterbrochenenInjektionen zur Auffrischung der dahinschwindenden Glaubhaftigkeit", aus dieser Dialektik des Betruges und der Irreführung" besteht in der Tat die gesamte geistige Kriegführung der Angel­sachsen. Diese Primitivmethode so sagen Churchill und Roosevelt entspricht dem niedrigen Bildungs­niveau der Rassen. Sie wird untermauert durch einen großangelegten, dimensionalen Bluff der Zahlen, der die eigenen Gemüter aufrichten, die Gegner erschrecken und die Neutralen einschüchtern soll.

Sie operieren mit astronomischen Ziffern, die zwar von ihrem staunenden Publikum nicht überprüft wer­den können, aber den Vorzug besitzen, daß man sie in jeder Situation vervielfältigen kann, um sie den je­weiligen Verhältnissen der Propaganda anzupassen. Der Mythus der Dimensionen, der Bluff der Zahlen und die falschen Produktionsrekorde ihrer Fabriken, das sind die Säulen, auf denen das Gebäude ihrer JNusions- und Schreckpropaganda beruht. Aber so schwach sie auch fundiert sind, so sehr sie seder sachlichen Begründung hohnspricht, Millionen erliegen ihr, und Millionen glauben an sie. Denn auf die Masse der Menschen, die in bestimmten- Fragen ein eigenes Urteil nicht haben können, wirkt eine zehnmal wiederholte Lüge stärker als eine einmal ausgesprochene Wahrheit.

Nun spricht Deutschland über sein Rüstungsprogramm wenig, denn gerade auf dem Gebiet der Rüstung spielt die Ueberraschung eine Rolle. Das Reich arbeitet mit ungeheurer Energie und schafft schweigend Gewaltiges, damit später die Waffen um so lauter zu sprechen ver­mögen. Unsere Gegner aber sind geschwätzig. Sie prahlen, und während wir schweigen, suchen sie durch Worte die Stunde zu nutzen Deshalb werden wir von Zeit zu Zeit an Hand unwiderleglicher Tatsachen die Hohlheit ihrer Argumente aufdecken, die Flügel ihrer Produktionsphantasien beschneiden und sie aus der Welt ihrer trügerischen Zahlenkunststücke wieder auf den Bo­den der harten Tatsachen und erbarmungslosen Wirk­lichkeit zurückführen. Wir werden sie mit ihren eigenen Worten schlagen und mit ihren eigenen Zahlen wider­legen. In dem Maße. in dem der MythusAmerika" verblaßt, wird der Glaube an Euröpa sich erheben. (Weiter« Artikel des Reichspressechefs folgen.)

öeneral Schlechttvetler nicht melir brttentreu

Voutsche U-Voor-krsolge troff schwerer fferbststürme , fortschritte im Kamps um das verschlammte StaUngrad

Drabtbericht unserer Berliner SKriftleitung

b. Berlin, 25. Oktober. Die Erfolge der deutschen Truppen in der hart umkämpften Ruinenstadt Stalin­grad am Wolgaknie und die neuerlichen außerordent­lichen Erfolge der deutschen U-Voote im Kampf gegen stark gesicherte Eeleitzüge im Nordatlantik, im Eismeer, vor der kanadischen Küste, bei Trinidad, vor der Kongo­mündung und vor Kapstadt haben ein Gemeinsames: sie ließen die Hoffnungen der Alliierten auf eine Schwä­chung der deutschen Kampfkraft in der Schlechtwetter­periode des Herbstes zuschanden werden! Der durch die herbstlichen Regensiille aufgeweichte Boden in Stalin­grad hat es nicht verhindern können, daß die deutschen Truppen im Angriff aus die von den Sowjets sehr zäh verteidigten letzten Widerstandspunkte ständige Fort­schritte machen und neben dem nördlichen Vorort Spar­takowka auch bis aus eine Halle die riesigen Fabrik­anlagen des WerkesKraßnij Oktjabr" nahmen. Die schweren Herbststiirme über den Meeren konnten nicht verhindern, daß das deutsche Oberkommando an diesem letzten Oktobersonntag wieder in einer Sondermeldung die Versenkung von 18 Schiffen mit 184 888 BRT. in weitoerzweitzten Seegebieten melden konnte. Die see­männische Tüchtigkeit der jungen deutschen Kommandan­ten, ihr Einsatzwille und ihr Angriffsgeist komrten unter der Unbill der Natur nicht leiden, wie die deutsche Jn- santerie, die Pioniere und Panzerverbände in dem ver­schlammten Trümmerfeld der bolschewistischen Wolga- sestnng sich nicht hemmen ließen. Der deutsche Soldat

beweist an Land und auf See auch in dieser ungünstigen Jahreszeit seine kämpferische Ueberlegenheit.

DerGeneral Winter" hat den Alliierten die so oft als dringend notwendig empfundene Atempause nicht verschafft. Der deutsche U-Boot-Krieg mit seiner Ge­fährdung der alliierten Transportwege und damit des gesamten Kriegsprogramms Englands und Amerikas verliert nicht an Intensität, obgleich durch die Eröffnung neuer Kriegsschauplätze vor den Küsten Afrikas das Operationsgebiet eine außerordentliche Erweiterung er­fuhr. Die deutschen Operationen an der Sowjetsront haben ebenfalls den Feinden keinerlei Atempause ge­lassen und lassen sie ihnen auch heut« nicht, so daß der frühere englische Kriegsminister Hore-Velisha wieder einmal das Wort von den englischen verpaßten Gele­genheiten vorkramte, als er in Devonport sprach und betonte, die Gelegenheit für gleichzeitige Operationen in Europa sei für 1942 vorbei. Die günstige Gelegenheit für das Aufziehen einer zweiten Front in Westeuropa könne schwerlich der Augenblick sein, in dem die aktiven Operationen im größten Teil der Sowjetunion ihrem Ende zuneigten. Diese britische Eclennir.is wird sehr stark durch einen Artikel des türkischen Generals Sabis unterstrichen:Die Feinde der Achse sind in diesem Jahr nicht mehr imstande, den Kriegsverlauf zu ändern, be­tont der türkische Militärsachverständige, denn alles deute darauf hin, daß die Zweite Front in diesem Jahr nicht mehr an der französischen Küste g-schaffen werd-.» kann. Auch der Seekrieg verliefe nicht mehr zugunsten

der Angelsachsen, ohne daß hier eine Aenderung zu er­warten sei.

Hunger hat die Widerstandskraft der Deutschen im letzten Kriege unterminiert", schreibt auch die Londoner ZeitungEvening News" in einem bemerkenswert hell­sichtigen Artikel.Es liegen aber keine Anzeichen dafür vor, daß er uns auch diesmal wieder zu Hilfe kommt. Im Gegenteil, er dürfte die Sowjets bedrohen, die ihren reichsten Boden verloren haben, wenn ihnen nicht Le­bensmittel aus den Speisekammern der übrigen alli­ierten Nationen geliefert werden. Manche unserer un­verbesserlichen Ueber-Optimisten bemühen sich jetzt, die Erhöhung der deutschen Lebensmiktelrationen gering­schätzig abzutun, die scheinen sich dabei des mysteriösen Arguments zu bedienen, daß die Deutschen, wenn sie einmal ihre größeren Rationen aufgegessen haben wer­den, erst recht verhungern würden. Die Tatsachen recht­fertigen aber diese Hoffnung nicht. Die Deutschen können sich der Ernten aller besetzten Länder bedienen. Darüber hinaus aber haben sie die ungeheure Kornkammer der Ukraine in Händen. Wahrheit ist also, daß die deutsche Speisekammer jetzt voller ist, als sie bisher seit Kriegs­beginn war."

DerGeneral Hunger" ist also selbst nach englischer Ansicht übergetreten, avch derGeneral Schlechtwetter" lchcint nicht alliiertentr-u zu sein. Die neuen deutschen Erfolge in der Sowjetunion und aus den Meeren be­weisen es! Sie werden auch entscheidenden Einfluß auf neuerliche britische Unternehmen aus afrikanischem Bo­den haben."

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Meilenstein einer Vorkriegsreise nach Rom

Anläßlich des Lk. Jabrcstaaes der faschistischen Re­volution, den das mit Deutschland verbündete Italic« in dieser Woche begebt, rückt auch das von Mussolini geschaffene Parteiiustrument des Faschismus in dc« Mittelpunkt der Würdigungen.

, ll. bW. Die Sonne eines unvergeßlichen Frühlingstages endet ihre letzten Strahlen über die Dächer des alten lloms. Noch ist die Fülle der vorangegangenen Ein­drücke und Erlebnisse, die uns Journalisten die Tiber­stadt vermittelt«, nicht verklungen, da geht es auf eine neueErknndungsfahrt". Wie ist die Faschistische Par­tei organisatorisch aufgebaut. Wie arbeiten vor allem ihre untersten Instanzen? so lauten die Fragen, deren Beantwortung uns nun aus der anschaulichen Wirklichkeit heraus zuteil werden soll. Magg. Carmelo Rapicavoli, 1938 Betreuer der ausländischen Journa­listen im Palazzo Littoria, dem zentralen Parteigebäude der ?. d!. hat volles Verständnis für unseren Wissensdurst und begrüßt auf das lebhafteste unse­ren Wunsch, einmal mitPolitischen Leitern" des Fa­schismus auf ihren Dienststellen Fühlung zu nehmen.

Bald stehen wir inmitten der italienischen Hauptstadt vor dem Eingang zurOruppo llssctsts llscksrico Ou§- listwo kiorio" der Stadtteile Salario, Pinciano, Sallu- stiano und Ludovisi am Corsa d'Jtalia unweit des Fiume-Platzes. Ließe uns der lebhafte Strom des Publikums am Portal des Gebäudes nicht aufmerken, wir würden dem Aeußeren des Hauses kaum ansehen, daß sich in ihm eine der 31 untersten Verwaltungs­stellen der Faschistischen Partei befindet. Der uns in feinem Arbeitsraum empfangende lltckucisrio, der Führer derQruppo llsscists", betont seine besondere Genug­tuung darüber, mit Kameraden der nationalsozialisti­schen Partei wie er "erklärt einen Gedankenaus­tausch durchführen zu können. Bevor wir unmittelbaren Einblick in die Arbeit der hier vereintenOrtsgruppen" erhalten, betreten wir eine neben dem Amtszimmer des käckuciaros gelegene, außerordentlich stimmungsvoll ge­staltete Eedenkhalle, die den ermordeten und gefallenen Helden des Faschismus geweiht ist. Am steinernen Auf­bau des Ehrenmals leuchten die Namen der (einst im Ortsbersich verwurzelten) Blutzeugen des fa­schistischen Revolutionsaeschehens; außer­dem sind an der gleichen Stelle mehrere in Abessinien und Spanien gefallene Kämpfer geehrt. Die Erinnerung an den gleichgerichteten Opfergang der beiden schöpferischen Bewegungen europäischen Ausmaßes diesseits und jen­seits der Alpen wird in uns wach. Nach erhebendem Gedenken dieser unsterblichen Kampfopfer treten wir mit den Consultoren, die in gewisser Beziehung den Ortsgruppen-Amtsleitern der NSDAP. vergleichbar sind, in Verbindung, um ihren Aufgabenbereich kennen­zulernen. Je einem Consultor ist das politische Sekre­tariat, die militärische Organisation derErnppo" und ihre Üuftschutzorganisation übertragen. Wieder ein an­dererÄmtsleiter" überwacht u. a, die alljährlich fäl­lige Neuausstellung der Mitgliedskarten der eingeschrie­benen Faschisten. Ein gesteigertes Interesse erweckt auf unserer Seite der von der ?. di. ?. schon im Frieden bis ins einzelne vorbereitete Luftschutz, und es entspinnt sich sofort ein kleines Interview mit ihrem örtlichen Leiter. Dieser überzeugt uns an Hand graphischer Unterlagen davon, daß für den Ernstfall eines Lustüberfalls auf Rom auch alle mehr oder weniger zivilen Schutzmaßnahmen auf das gründlichste organisiert find (1938!).

Nun stoßen wir in den Sektor der alltäglichen Partei- Kleinarbeit vor: Nachdem uns eine Uebersichtskarte verraten hat, daß dieOruppo 8alsrto" in 26 Unter- bezirke aufgeteilt ist, treten wir in das Sekretariat der Ospt Ssttori, der verantwortlichen Betreuer jener 26 Verwaltungszellen, wo wir Zeuge eines allabendlichen großen Betriebes werden. Das einprägsame Bild einer emsigen Gemeinschaftsarbeit bie­tet sich uns dar: An langen Tischen besprechen die Lspi Lsttori mit ihren Helfern all die aus der Partei­genossenschaft und dem Wirtschaftsleben auftauchenden Einzelfragen, dabei immer den Notwendigkeiten des nationalen Ganzen Rechnung tragend. Nicht zuletzt ist hierbei der Blick bewußt auf die vom Duce bestimmte einheitliche weltanschauliche Haltung der 6000 Faschisten dieser von uns besuchtenErnppo" gerichtet. Fünf und mehr Stunden dauert oft an einem einzigen Abend die ehrenamtliche Tätigkeit der Lspi Ssttorio, während im großangelegten Schalterraum die Parteimitglieder ihre Beiträge einzahlen oder für die Erledigung bestimmter Aufgaben zur Verfügung stehen.

Zusammen mit 25 Parteigruppen des Vorfeldes der italienischen Hauptstadt und 118 Parteigruppen der Provinz Rom bilden die 31 Verwaltungseinheiten des

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Trotz schwieriger Wetterlage versenkten unsere U- Boote erneut 18 Schiffe mit 104 999 BRT. und einen Zerstörer.

Spartakowka, der nördliche Vorort Stalingrads, wurde bis auf einzelne Häuser gestürmt.

2m Westkaukasus nahmen unsere Truppen weitere Höhenrücken.

Dr. Goebbels und Axmann hielten bei der Eröff­nung der Jugendfilmstunden 1942/43 richtung- weisende Ansprachen.

Gauleiter Paul Wegener sprach am Wochenende in Wilhelmshaven und Emden.

Schalke 84 schaltete nach meisterhaftem Spiel unseren MeisterWerder" mit 2:8 Toren in Eelsenkirckcn aus dem Tschammerpokal aus.

München 1880 wurde mit 6:8 Toren über TUS Li- p,ne der andere Endspielpartner für den Tschammer- pokal.

Deutschlands Hockeyspieler verloren ihren Länder- kampf gegen Ungarn.