Ausgabe 
(24.10.1942) Nr. 293
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> die Tauben

Welt des kleinen er sich Eedankesi mochte. Mit dem sS' ichte bis an die LaM°' .»r Schirm rings A'Z rkwanden der wilde ^ dann der Hof. der ;r das war noch niäil ^ i Felder, die Kirche spielte. Nicht zu ihrer waren nicht nie? ? enau Bescheid. Ni^?? Kranz des Wald?"" der Welt. darinnen'?" ücht aufgingen und" ^

r und Mend kam ohne.:, - er nahm es, wie"?'' e gab es. die sein Lebens seltsam aufschD gras lag und den ren Schlag umkreisten? an'-n Himmel silbern 2 nter der lungen >en Traume vom

-rsingen ließ: und das? r Dämmerung, da er ?

: saß, deren Erzähl,? hn aufbauten, bis erL' >hne Last und Sorge?

>er Tage verwirrend, iehen würden in einem. :regt von den vielen U r wußten, das trug ei? rnd Unbegreifliches, da» licht verlassen wollte. W rn sprachen, ihm unerllä,, nd wieder zu seiner W,, Blätter spielte mit sein« mühte, Bilder von wW m. Aber inmitten all ? . immer' wieder die klein.

s kommen und die Mu« tvölkerte sich: ein Nachin, meckernde Ziege fort; eh n die ängstlich' flatternde, hlich sich dabei ein kleine, h auch sehr neu und seh,

mit zwei Männern zm erde Hinzpeter sehr W, haute mit großen Arge, Dach hinauf. Danach al, er die gefangenen Tiere, äugten.. Und er sah. dns :r verspreizten Schwingel ^ ein Schleier vor Hin;,

i alle Tauben waren, die . einsam hoch droben«, ner, die es eilig hatten^ müsse. Es war danch »er trug ein blankes Te­ils jenes anders, das aus liegen hatte. Der Wer 8lick plötzlich den Jungen h ihm übers Haar ni! !u gehen, um einen

> war eine tiefe Best» n Spaten in den Hand« ah zu der Taube empor, atte keinen Namen, m> vas nun geschehen mild«, rllsse er dem Tier Knick r zuckte er zusammen» »er Hieb von vielen Peit- ien sehr erschrocken; dm

> wollte sie sich vornDch ie glitt, mit den wei'M hiefern Kalt suchend, üer> nd vor Hinzpeters FA ttern in den Flügeln des »ie grünen Halme ML le lag.

aten. Seine Hände woll- r war eine dunkle Heu tem, das ihn furchtsam chr, daß der Täter ge> fortführte.

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l/n'de Aand m um diese md er Me, er begegnet »enn es auch Frage. Und ward müde ch ins Zaus. re schweigen- rzen nehmen ssen hinü»^ dlt inmiiten n unter der - zum Manne ^ Scbseler

» Sonnabend,

Ein toller oon Marc sie- mq von SM- Heinrich «A lotte As-n« einrichs, M henbach. 0" Otto Rol°^> ieorg Schm»

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parliricmittkciie Layeszettung

Das flmksblatt des Negierenden Vürgermeisters der Zielen kiansestadk Nremen

der Narionalldzial-isten Vremens

fimkliches verkünvlingsbtatt des Ncichsstaktssalkers in vldendurg und Meinen

Nr. 29Z , 12. Jahrgang

Sonnabend, 24. Oktober 1S42

krn^eipreis 15 Npf.

Kriegsminister Stimson lügt und winselt

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Segen Völkerrechtsoerbrecher hilft nur eiserner Zwang / Moralische Wicht ;ur Vergeltung

flngloamerikamsche öangstermetlzoden am Pranger

Drahtbericht unserer Berliner SAriftleitung

Sr. rv seb. Berlin, 23. Oktober. Die japanische An­kündigung strengster Maßnahmen gegen amerikanische Gangster-Piloten hat ihren Eindruck in den Vereinigten Staaten nicht verfehlt. Dem USA.-Kriegsminister Stim­son äst der Schrecken mächtig in die Glieder gefahren. Aus einer Pressekonferenz hat er eiligst die Behauptung ausgestellt, daß die amerikanischen Flieger den ausdrück­lichen Befehl gehabt hätten, nur militärische Ziele zu bombardieren. Weiter erklärte Stimson,daß dieser Auftrag mit bemerkenswerter Sicherheit ausgesührt worden ist." Durch diese Erklärung macht Stimson die Sache nur noch schlimmer. Der Beweis liegt vor, daß er mit frecher Stirn gelogen hat.

Zunächst wurde von den Amerikanern mit größter Entschiedenheit bestritten, daß überhaupt ein Besätzungs- mitglied der am Angriff auf Tokio im April dieses Jahres beteiligten Flugzeuge den Japanern in di« Hände gefallen sei, Inzwischen haben die Japaner die Namen von vieren dieser Flieger im Zusammenhang mit ihren Aussagen bekanntgegeben. Nun kommt Stim­son kleinlaut und gibt zu, daß die genannten Namen wohl mit denjenigen von vier Fliegern übereinstimmen könnten, die an jenem Angriff teilgenommen hätten. Es bestehe also die Möglichkeit, daß amerikanische Flie­ger, die an dem Luftangriff gegen Japan teilgenommen hätten, in Gefangenschaft geraten seien. Stimson erweist sich als ein schlechter Anwalt seiner gefangenen Lands­leute, wenn er sagt, daß diese sich auf den Angriff von militärischen Zielen hätten beschränken sollen. Dann hätten nämlich die Eangsterpiloten erst recht die strengste Strafe verdient, weil sie entgegen dem Befehl ihre Waffen gegen Zivilisten gerichtet hätten, um, wie der eine der gefangenen USA.-Flieger zynisch sagte,den japanischen Kindern einen Vorgeschmack von dem zu geben, was Kugeln bedeuten."

Aber es ist ja alles purer Schwindel, was aus dem Munde des Mr. Stimson kommt. Heute versteigt er sich in der Angst um die Vergeltung zu der Versiche­rung:Wir werben der Genfer Konvention treu blei­bend Durch diese Konvention wird die Kriegführung be­stimmt, und wir erwarten, daß unsere Feinde sich eben­falls an die Konvention halten." Man mutz uns schon das Recht zugestehen, solche Erklärungen aus dem Münde eines amerikanischen Staatsmannes im Rooseoelt-Ka- djnett wie einen wertlosen Fetzen Papier einfach in den Papierkorv abzuschieben. Das ganze System Noose- velts ist auf infamster Lüge und auf schamlosen Betrug, vor allem auch des amerikanischen Volkes selbst aufge­baut, dem der Präsident vor seiner letzten Wahl mit tausend Schwüren versicherte, daß er keinen Sohn einer amerikanischen Mutter in den Krieg außerhalb des Landes führen werde. Und was die soldatische Haltung und die Treue zum internationalen Recht der Krieg­führung betrifft, so hat man in den Vereinigten Staa­ten längst das Recht verwirkt, diese Dinge für sich in Anspruch zu nehmen und überhaupt noch darüber zu sprechen.

In der deutschen Presse wurde aussührlich die Veröffent­lichung der amerikanischen ZeitschriftLiberty" vom 1». September wiedergegeben, in der Verbrechen und Morde in einer Weise verherrlicht werden, die jedem menschlichen Anstandsgefllhl ins Gesicht schlagen. Aus Berichten über die Ausbildung der amerikanischen Sol­daten wissen wir, daß die Verherrlichung der Verbrechen in den amerikanischen Zeitschriften und Magazinen durchaus den Methoden der Ausbildung in den USA.- Kasernen und Truppenplätzen entspricht. Auf der Linie

Vr. Loebbels spricht zur deutschen Jugend und ktternschast

Berlin, 23. Oktober. Am kommenden Sonntag findet die Eröffnung der Jugendfilmstunden der HJ. 1llt2/Z3 im Ufa-Palast am Zoo statt, auf der Neichs- minister Dr. Goebbels zur deutschen Jugend und zur Elternschaft sprechen wird. Der Rundfunk überträgt die Kundgebung in der Zeit von 10.18 bis 11 Uhr über alle deutschen Sender und die Sender des General­gouvernements.

dieser Einstellung liegt «. a. auch ein Bildbericht in der USA.-Zeitschrist,;Sea" mit der lleberschrift:Bri­tische Tommies zäh und kampfbereit", der besonders der sportlichen Kampfausbildung gewidmet ist. Ein Bild zeigt einen englischen Soldaten mit drei Winkeln am Aermel, der einen auf dem Bauch liegenden Kameraden mit einem über die Schulter des Opfers gezogenen Strick die Hände am Rücken fesselt und mit dessen zu- rückgebogenen Füßen verbindet. Zehn lernende Solda­ten im gleichen Rang mit Stahlhelmen als Zuschauer stehen rings herum. Die lleberschrift des Bildes lautet: Obgleich es sich um ein unglückliches und gegenwärtig wahrscheinlich bewußtloses Opfer handelt, mutz es sicher verschnürt und geknebelt werden, bevor es als Gefan­gener nach hinten verschickt wird. Gefangene zum Sprechen überredet, sind wichtige militärische Jnfor- mationsguellen, und die Gefangennahme ist oft der ein­zige Zweck des Angriffs" Das ist amerikanische Huma­nität im Kriege.

Dr« Amerikaner huben ja auch bereits in Kor Praxis bswissem, daß ihnen jedes soldatische Empfinden fremd ist, wie wir es verstehen, und daß sie sich kalilächelNd über die selbstverständlichen Attstandspflichtdn und über die internationalen Vdvschriftsn für die Kriegführung jederzeit hinwegsetzen. Selbst kanadischen Offizieren ist die Schamröte ins Gesicht gestiegen, als ihnen deutsche Fliegsrheldon, die aus der Gefangenschaft in die an­geblich noch neutralen Vereinigten Staaten hatten fliehen können, mit Handfesseln wieder abgeliefert wur­den, die ihnen die gleichen Pankses angelegt hatten, die heute von Treue zur Genfer Konvention sprechen und sich mit weinerlichen Aufrufen an die Gefühle der Menschlichkeit wenden. Nach der Hanger Landkriegsord- nnng von 1907, Artikel 13, die auch von den Vereinigten Staaten ratifiziert worden ist, muß entflohenen Kriegs­gefangenen ein Asyl gewährt werden. Es ist zudem in allen Knlturstaatsn üblich, daß man solchen Soldaten, die alles aufs Spiel setzen, um sich der Kriegsgefangen­schaft zu entziehen, mit Achtung begegnet.

Mit ihren heuchlerischen und verlogenen Erklärungen kommen sie erst jetzt heraus, wo sie sehen, daß Japan entschlössen ist, den Gangstermethoden mit den allein noch wirksamen Mitteln der strengsten Vergeltung ent­gegenzutreten. So liefert im Grunde Stimson selbst den Beweis dafür, daß die Amerikaner ebenso wie ihre Alli­ierten nicht aus eigenem Anstandsgefühl zur Erfüllung

der selbstverständlichen Pflichten gelangen können, daß man ihnen vielmehr mit äußerster Härte auf die Finger schlagen muß, damit sie von ihrem verbrecherischen Hand­werk lassen. Daß auch Deutschland unerbittlich ent­schlossen ist und über die entsprechenden Möglichkeiten verfügt, um die Gegner durch allerempfindlichsten Zwang nach dieser Richtung zu erziehen, darüber kann heute niemand mehr im Zweifel sein. Die Reihe der brutalen Völkerrechtsverletzungen von Seiten Englands ist in diesem Zusammenhang in den letzten Tagen von uns mehrfach aufgezeichnet worden, eine schändliche Reihe, die für alle Zeiten die britische Waffenehre nnab- waschbar beschmutzt hat und uns vor der ganzen Welt­öffentlichkeit unabstrsitbar das sittliche Recht und die Pflicht gibt, als strafender Richter und Erzieher mit eisernen Maßnahmen durchzugreifen.

llcber die skandalöse Behandlung der deutschen und anderen Internierten durch die amerikanischen und eng­lischen Gangster werden noch folgende Einzelheiten be­kannt: Bereits 24 Stunden nach den ersten japanischen Kriegshandlungen gegen USA. erklärte Roosevelt die Angehörigen aller Achsenmächte zu Feinden des amerika­nischen Staates; es setzte sofort eine Verhaftungswelle gegen die Angehörigen der Achsenstaaten ein. Allein in der Nacht zum 9. September vorigen Jahres verhaftete die amerikanische Vundespolizei Tausende von Deutschen, Italienern, Ungarn und Rumänen, während die in den USA. lebenden Japaner schon vorher der Freiheit beraubt worden waren.

Schließlich sei noch die Beteiligung amerikanischer Bomber an Terrorangrisfen aus nordfranzösische Gebiete und auf Westdeutschland, besonders auf die Stadt Köln, angeprangert. Mit zynischer Unverfrorenheit brüstet« sich der USA.-Sender Schenectady der Piratenakte gegen die Zivilbevölkerung der Stadt Köln am 3V. Mai 1912 und gegen Arbeiterwohnoiertel der französischen Stadt Rouen am 17. August 1942. In beiden Fällen wurden, wie seinerzeit berichtet, Hunderte von unschuldigen Frauen und Kindern Opfer der Nordamerikanischen Humanität".

Nach der Verhaftung wurden die Betreffenden ivs Haupt­quartier der FBI. eingeliefert, um nach kurzem Verhör für das Verbrecheralbum (!) photographiert zu werden. Der Finger- abdruck mußte dieses Bild sodann noch vervollständigen. Wie

(Fortsetzung auf Seite 2)

Sowjetische kntlastungsangrisse abgewiesen

tiefgestaffelte Widerstandsnester

Aus dem Führerhauptquartier, 23. Okto­ber. Das Oberkommando der Wehrmacht gibt bekannt: Im Raum nordostwärts Tuapse warfen Ge- birgs- und Jägerdioisionen den Feind aus tiefgestaffel­ten Widerstandsnestern. Sie wurden hierbei trotz un­günstiger Wetterlage laufend von Luftwafsenverbänden unterstützt. Vor der Kankasusküste wurde ein sowjetisches Handelsschiff durch Bomben schwer getroffen und von der Besatzung auf Strand gesetzt. In Stalingrad wurde ein feindlicher Gegenangriff abgewiesen. Zwischen Wolga und Don führten die Sowjets gestern zusammenhanglose Entlastungsangrisfe, die blutig abgewiesen wurden. An der Don-Front vernichteten ungarische Truppen bei einem örtlichen Unternehmen eine feindliche Kräftegruppe. Im mittleren . und nördlichen Frontabschnitt beiderseitige Stotztrupptätigkeit. Die Luftwaffe setzte die Bekämpfung der Bahnbewegungen des Feindes fort. An der iigyptischenFront belegten leichte deutsche Kampf­flugzeuge britische Stellungen sowie Panzer- und Kraft­fahrzeugansammlungen mit Bomben schweren Kalibers. Begleitende deutsche Jäger brachten in heftigen Luft- kämpsen zehn feindliche Flugzeuge bei drei eigenen Ver­lusten zum Absturz. Weitere drei wurden bei einem An- grisssversuch aus einen eigenen Feldflugplatz durch Flak­artillerie der Luftwaffe abgeschossen. 2m Roten Meer versenkten deutsche Kampfflugzeuge in der Nacht zum 22. Oktober ein Handelsschiff von 5999 VRT. Flugplätze und Hafenankagen der Insel Malta wurden erneut bombardiert. Nordwestdeutschland wurde am Nachmittag des 22. Oktober oon einigen feindlichen Flug­zeugen im Schutze tiefliegender Wolken überflogen. Ver- I einzelte Bombenabwürfe richteten unwesentliche Ee-

nordostwffrls suapse genommen

bände- und Flurschäden an. Die Verluste der Bevölkerung waren gering. Leichte deutsche Kampfflugzeuge bekämpf­ten am Tage Ziele an der Südost- und Sudwestkiiste Englands."

»

Britische Bomberverbände, die im Morgengrauen des 22. Oktober im Schutze zahlreicher Jagdflieger die Ala- mein-Stellung überflogen, stießen auf die schlagartig einsetzende deutsche und italienische Abwehr. In kühnem Ansturm sprengten die Jagdstaffeln die feindlichen Ver­bände und drängten die britischen Boinber in das Sperr­feuer der Flakgeschütze der deutschen Luftwaffe. Wahllos und meist im Notwurf ausgelöste Bomben fielen in das Gelände der Wüste, ohne irgendwelchen Schaden anzu­richten. Drei Vritenbomber wurden von unserer Flak über den vorderen Linien abgeschossen. Den deutschen Jägern gelang es, die britischen Jagdflugzeuge ausein­ander M treiben und zehn britische Flugzeuge abzu­schießen, darunter auch einenVoston-Vomber", der die Sperrkette der deutschen Jäger zu durchbrechen versuchte. Die völlig fehlgeschlagsne britische Aktion kostete dem Feind nach bisher vorliegenden Meldungen allein durch die deutsche Abwehr 13 Flugzeuge. Nachdem der Angriff der Briten gescheitert war, griffen leichte deutsche Kampfflugzeuge überraschend britische Kräftegruppen und Bcrkehrskolonnen an der südlichen Alamein-Stel- lung an. Motorisierte britische Kolonnen in der Nähe des Hügels Quaret el Somara, die im Schutze von Pan­zerkampfwagen sich zur Bereitstellung formierten, wur­den so wirkungsvoll angegriffen, daß mehrere Kraft­fahrzeuge verbrannten, drei Panzerkraftwagen schwer beschädigt wurden.

kalinin und die verzweifelte krnalzrung der Sowjets

wir müssen ganz allein kämpsen!" vorwürse sür Sie westlichen Alliierten flngriffe gegen die USfl.

Drahtbericht unserer Berliner Schriftleitung

b. Berlin, 23. Oktober. Der Vorsitzende des Prä­sidiums des Obersten Rates der Sowjets, Kalinin, wandte sich zur Hebung der Stimmung im eigenen Land in einer Ansprache im Moskauer Kreml an die sowje­tische Jugend, um entgegen der sonstigen Manier sowjetischer Regierungsstellen, lediglich die Verluste des Gegners zu betrachten in auffallender Form die so­wjetischen Verluste zu beleuchten. Seine Rede basiert aus den beiden Erundfeststellungen:Wir müssen ganz allein gegen eine Anzahl europäischer Staaten kämpfen" undwir haben außerordentlich schwerwiegende terri­toriale Verluste erlitten". Sowohl der versteckte Vor- wurs gegen die westlichen Alliierten wie die Unterstrei­chung der verzweifelten Ernährungslage der Sowjet­union aber genügen zur Kennzeichnung der sowjetischen Situation nach den deutschen Siegen in, der Sommer­offensive 1942.

Der Krieg, den unser Staat führt, ist ein sehr schwerer und blutiger", erklärte Kalinin.Auf feiten der Deut­schen kämpfen ganze Armeen einer Reihe oon Staaten. Wir aber sind gezwungen, allein zu kämpfen. Die Deut­schen haben von uns ein großes Territorium erobert und dichtbesiedelte Gebiete besetzt. Es ist auch Tatsache, daß die Deutschen in den besetzten Gebieten eine große An­zahl der zivilen Bevölkerung in ihre Hand bekommen haben." Dieser Einführung die mit einigen optimistischen Hinweisen auf die Entwicklung der sowjetischen Industrie

durchsetzt ist, folgte der Hauptsatz der Rdde:Die schwie­rigste Aufgäbe liegt auf dem Gebiet der Landwirtschaft. Die Deutschen haben die Ukraine und das Kubangebiet besetzt. Diese Gebiete haben die größten Mengen an Exportgetreide geliefert. Die ganze Schwere des Kampfes um das Brot ist jetzt auf den Osten abgewälzt. Dies« Ost- gebiete müssen ihren äußersten Ertrag an Brot hergeben. Jeder einzelne dort muß jeden Muskel bis zur Erenzeder menschlichen Leistungsfähigkeit anspannen". Wenn Ka­linin durch den Verlust der Ukraine und des Kuban-Ge­bietes lediglich das Erportgetreide verloren haben will, dann wäre die sowjetische Ernährungslage noch nicht so katastrophal, wie sie Kalinin weiter in seiner Rede schil­dert. Hier muß er eingestehen, daß die deutschen Truppen den größten Prozentsatz des Gebietes besetzten, das die Ernährung für die Sowjets lieferte.

Der Tonfall der Kalinin-Rede stempelt sie zu einem Verzweiflungsruf, wie er aus dem Mund maßgebender sowjetischer Politiker bisher nicht zu hören war, der aber die Ausführungen der englischen und amerikani­schen Korrespondenten in Moskau bestätigt, nach denen große Teile der Sowjetunion unmittelbar von einer Hungersnot bedroht sein sollen. Frauen und Kinder müßten jetzt die Landwirtschaft besorgen, sagte Kalinin, um dann resigniert auszurufen:Der Ausgang des Krieges hängt von unserem weiteren Widerstand ab". Gleich danach heißt es noch einmal:Wir stehen ganz allein".

Im gleichen Augenblick der Verbreitung der Kalinin- Rede funkt der Londoner Nachrichtendienst nach New- york:Die sowjetische Regierung forderte die britische Regierung auf, sofortige Schritte zur Errichtung einer Zweiten Front zu unternehmen. Auf diese Weise sollen die britischen Führer ihre Verbundenheit mit der So­wjetunion beweisen." Heute kam nun eine neue und direktere Forderung aus der Sowjetunion. Ein sowje­tischer Sprecher erklärte dreist:England und Amerika haben mit Absicht die Zweite Front zurückgehalten, um territoriale Interessen im Pazifik und in Afrika zu schützen." Der englische Nachrichtendienst fügt hinzu: Diese Erklärungen in Moskau rufen Besorgnis in dem Mann auf der Straße hervor." Zugleich startet« das Moskauer Informationsbüro äußerst massive Angriffe gegen di» amerikanischen Kreise, die eine Errichtung der Zweiten Front nach sowjetischer Ansicht hintertrie­ben. In seiner Zwangslage ließ der amtliche sowjetische Sprecher jede sonst noch geübte Rücksichtnahme im Ver­kehr mit den Verbündeten fallen und scheute sich nicht, sich in die amerikanische Innenpolitik einzumischen. Ziel­scheibe der sowjetischen Angriffe bildete vor allem der amerikanische Zeitungskörrig Hsarst, der Chefredakteur derChicago Tribune" und Pater Caughlin, die als Münchener Clique" bezeichnet wurden. Eine gleiche Clique befinde sich in England und müsse schärfstens bekämpft werden.

Zum Thema: Was uns von unsern Gegnern trennt ir. kckii. Bremen, 23. Oktober.

Die amerikanische ZeitschriftLife", Sprachrohr Roose- velts in besonders heiklen Situationen, brachte kürzlich eine umfangreiche Bildreportage über eine Jnsorma- tionstour des USA.-Präsidentenquer durch die Rü­stungsbetriebe" der Vereinigten Staaten. Mehr als zwanzig Aufnahmen zeigten den geistesgestörten Chef des Weißen Hauses auf empfangsmäßig zugerichteten Fabrikhöfen, in großen Maschinenhallen, in Werkbüros und an sonstigen Arbeitsstätten. Beachtenswert waren auf den Bildseiten der vielgelesenen Zeitschrift nun aber weder die präsentierten Anlagen der Rüstungsbe­triebe noch die mit Schnappschüssen festgehaltenen blasier­ten Posen des größenwahnsinnigen Oberdemokraten, we­der die besorgt um sich schauenden Männer der Leib­wache des Präsidenten noch die ihn führenden General­direktoren und Aufsichtsräte aufschlußreich waren jene Fotos allein durch das, was nicht auf ihnen zu sehen war: vergebens suchte das forschende Auge Ar­beitergruppen oder gar Arbeitermasten in der wei­teren Umgebung des judenhörigen Roosevelt. Den Werk­tätigen der Faust gegenüber hat der Kriegsverbrecher, wie sich das für einen Erzplutokraten gehört, beton­ten Abstand gewahrt! Der Rüstungskriegsgewinnler und die Maschine, sie allein gaben den Hintergrund ab, auf dem sich die Etappen der Reise des Washingtoner Präsidenten abhoben. Der Gegensatz dieser offensichtlich antisozialen Haltung zur unverwüstlichen Volksverbun­denheit des Führers und seiner Mitarbeiter drängt sich dem nachdenklichen Betrachter derLife"-Bilder ge­radezu auf. Wir erleben in diesem Zusammenhang im Geist noch einmal die zahlreichen Kundgebungen an deutschen Eroßstätten der Arbeit, in deren Mittelpunkt Adolf Hitler stand, umringt von einem begeisterten Heer ihm zujubelnder Werkmänner. Hier, im ger­manischen Reich, das engste Miteinander, ja, Ver­wachsensein zwischen Führer und schaffender Gefolg­schaft; dort imdemokratischen Musterland", das für Roosevelt typische angstvoll« Sich-vom-Leibe-halten der Rüstungsarbeiter. Man sieht: mit dem Diebstahl am Gedankengut des Nationalsozialismus allein ist es eben nicht getan!

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Jmmer wieder wird in der Presse unserer Feinde das Schicksal der restlosen Vernichtung, das der internatio­nale Jude in sich überschlagendem Sadismus dem deut­schen Volk zugedacht hat, in den grellsten Farben aus­gemalt, und jedesmal wird dabei stillschweigend voraus­gesetzt, ,chaß die Organisation der Achse eines Tages ur­plötzlich zusammenbrechen werde", wie es der Unter- staatssekretär im britischen Außenamt Richard Law kürz­lich voraussagen zu können meinte. Von der genauen Beschreibung derungefährlichen deutschen Papptanks" zu Beginn dieses Krieges über die Ankündigungun­mittelbar bevorstehender Hungerrevolten in Berlin" bis zur Prophezeiung desSich-zu-Tode-Verblutens" der Dreierpaktmächte hat die Einschätzung unserer Kampf­kraft seitens der Alliierten alle nur denkbaren Schat­tierungen erfahren. Uns konnte und kann diese Unter- bewertung des Kriegspotentials der verbündeten jungen Völker nur recht sein, denn je hemmungsloser die Selbsttäuschung unserer Feinde, um s,o verheerender die Wirkung der siegreichen Achsenschläge auf die irregelei­tete Oeffentlichkeit der Plutokratien! Wie bisher wor­den wir uns auch in Zukunft hüten, in den Fehler einer Bagatellisierung der gegnerischen Anstrengungen zu ver­fallen. Denn zu einem Teil beruht dasGeheimnis" der gewaltigen Erfolge unserer Wehrmacht darauf, daß ihre realistisch planende Führung sich stets auf ein noch bedeutenderes Kampfvermögen des jeweiligen Gegen­spielers einstellte, als es ihm an sich zuzubilligen war, um dann bei der Niederringung und Verfolgung des Feindes ganze Arbeit leisten und die Früchte der Lon­doner Jllusionspolitik restlos ernten zu können. Hier zeichnet sich die vielleicht folgenschwerste Auswirkung der unterschiedlichen Einkalkulierung aller bestimmenden Momente des Kriegsgeschehens diesseits und jenseits des Kanals ab!

2n der Stadt Somerset im nordamerikanifchen Staate Ksntucky spielte sich dieser Tage ein nicht alltäglicher Vorgang ab: Bürgermeister und Stadtrat bereitet^ an der Spitze von zehntausend Einwohnern dem gefeierten Nattonwlhelden" und Ehrendberst von Kentucky dem Fliegochwuptmann Kiser, einen rnmmelartigen Empfang. Auch aus der Umgebung des Ortes waren die Menschen in Scharen herbeigeströmt, um Lei dem Triumphzug des angeblich so erfolgreichen Fliegschauptmanns durch seine Eeburtsstadt als Statisten mitznwirken. Niemand wollte sich die großartige Gelegenheit entgehen lassen, aus dem Munde desEhrenobersten" Einzelheiten über seine Heldentaten zu erfahren. Doch den amtlich geförderten Sieges-tauimel der LwNdsleute desNationalheroen"

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Der amerikanische Kriegsminister Stimson legt sich nach den japanischen Selbsthilfemaßnahmen in der Frage der Genfer Konvention aufs Winseln und Lügen.

Der englische Journalist Bartlett gab zu, daß Eng­land den Krieg begonnen habe. ohne anacgrissen zu sein.

Der Oberbolschewist Kalinin stieß den Verzweif- lungsschrel aus: Die Sowjets müssen hungern! Zusammenhanglose Entlastungsangriffe der Volsche- wrsten zwischen Wolga und Don brachen unter blu­tigen Feindverlusten zusammen.

Nordostwärts Tuapse nahmen unsere Truppen tief­gestaffelte Widerstandsnester.

' ""bildliche Haltung im Einsatz empfingen Leiter des Kreises Bremen aus der Hand des Kreisleiters das Kriegsverdienstkreuz.