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V arleiamtlrciie ^cLy esz ettung
vas flmksblatt des Negierenden vürgermeisters der Zielen ljanscstadk vremen
der Nationalsozialisten, vreinens
flmliiclies verkündungsblatt des Ncichsstatlhallers in Oldenburg und Nremen
Nr. 292 , 12. Zalirgang
Freitag, 2Z. Oktober 1942
kinzelpreis 15 Nps.
löten, nur töten war das Ziel!
wie die sadistischen Briten chre vanditenstreiche vollsüstren , Das sind keine Soldaten!
USk>.;ei,schritt plaudert aus der Schule
Berlin, 22. Oktober. In der Bekanntmachung.des Oberkommandos der Wehrmacht voin 7. Oktober, in der die erste Mitteilung über die schändliche Behandlung deutscher Kriegsgefangener durch die Engländer gemacht wurde, erklärte das OKW., daß es sich gezwungen sehe, unter anderem anzuordnen, daß „in Zukunft sämtliche Terror- und Sabotagetrupps der Briten und ihrer Helfershelfer, die sich nicht wie Soldaten, sondern wie Banditen benehmen, von den deutschen Truppen als solche behandelt und, wo sie auch auftreten, rücksichtslos im Kampf niedergemacht werden".
Kein Wort in dieser schweren Anklage, die hier gegen die englische Methode der Kriegführung erhoben wurde, war zu hart oder stellte auch nur die Vorgänge, die sich tatsächlich abgespielt hatten, übertrieben dar. Wie wenn es eines Beleges für die Notwendigkeit einer solchen Anordnung bedurft-hätte, bot die amerikanische Zeitschrift „Liberty" in ihrer Ausgabe vom t!>. September 1942, also vor Herausgabe der deutschen Anordnung, einen unüberbietbaren Beweis für das unglaubliche Banditentum, das planmäßig von der britischen Kriegführung gepflegt wird.
Ein schrecke,lerregendes Bild versuchte die Aufmerksamkeit des Lesers auf sich zu ziehen. Eine Faust umspannt den Kopf eines deutschen Soldaten und ein Messer ist bereit, die Kehle zu durchschneiden. Es wird von einem englischen Uniformierten geführt, dessen Kops hinter dem deutschen Soldaten auftaucht, mit grausigem, brutalem Gesicht.
Genau dies wurde in dem Bericht beschrieben, den ein Teilnehmer an einer der sogenannten „Kommando- Unternehmungen" erstattete, das in einer Januarnacht 1941 auf eine weit vorgeschobene Insel in den Lofoten nahe der Grenze des Polarkreises ausgeführt wurde. Diese Unternehmungen möchten die Engländer so gern als Heldentaten ausgeben, sie sind aber doch nur feige lleberfälle in dunkler Nacht. Der Mann berichtete: „Meine Aufgabe war, drei Mann zu töten, dann die Telefonzentrale zu übernehmen und später zu zerstören." Wie löste er diese Aufgabe? Den Wachtposten, den er „erledigen" sollte, hatte er gelernt so zu töten: „Von hinten an ihn herantreten, mit der linken Hand seinen Mund zuhalten und mit der rechten Hand seinen Hals mit einem Messer durchschneiden". Das war gelernt worden. Die Ausführung beschreibt der Mann entsprechend: Schweigend habe er sein Opfer einige Zeit beobachtet, schweigend habe er sich erhoben, der Boden fei fest gewesen, „das erleichterte die Sache". Dann wörtlich: „Ich hatte dieses .Töten an einem starken Miaun und mit einer imitierten „Fanny" (Name für das Messer) oft geübt. Ich war neugierig, ob es in Wirklichkeit auch so gut ginge. Und es ging so gut."
Neue NMerkreutztröger
Berlin, 22. Okt. Der Führer verlieh das Ritterkreuz des Eisernen Kreuzes an Oberstleutnant d. R. Maximilian Wenglcr, Kominandeur eines Infanterie-Regiments, Hauptmann der Schutzpolizei, jj-Haupt- sturmsührer Wilhelm Dietrich, Bataillonsführer in einem jj-Polizei-Schiitzen-Regimcnt, Hauptmann Varth, Staffelkapitän in einem Kampfgeschwader. Oberleutnant d. N. Reinhard Veyer, Kompaniechef in einem Infanterie-Regiment, Oberleutnant d. R. Karl Heinz Sparbier, Kompaniefiihrer in einem Infanterie- Regiment. Feldwebel Kemeth miiller, Flugzeugführer in einem Jagdgeschwader.
Die Brutalität und zynische Skrupellosigkeit der Tat mischt sich hier mit der grenzenlosen Schamlosigkeit der Darstellung, die aber offenbar keine Rücksicht auf Moral im Leserkreis zu nehmen brauchte. Es handelte sich nicht um ein individuelles Verbrechen, es handelte sich vielmehr um die Anwendung dessen, was höhere Stellen der englischen Kriegführung ersonnen und wohl durchdacht hatten. „Das Kommandotraining", so unterrichtete der Engländer die nun aufgepeitschten amerikanischen Leser, „lehrt einen, nach Sekunden zu arbeiten." Ganz genau war alles eingeübt, zeitlich und in jedem Handgriff, wie die ganze Ausrüstung auf solche Vanditenstreiche zugeschnitten war, die Gummisohlen, die geschwärzten Gesichter, die Kleidung, die Messer und anderes.
Bei einem Mord blieb es nicht. „Ich machte meinen Posten vor dem Rathaus ohne Schwierigkeiten ausfindig und meine „Fanny" fand wiederum gute Verwendung. Ich hatte diese Nacht innerhalb 15 Minuten zweimal getötet. Ich halte mich für leinen unliebenswür- digen Menschen, aber ich muß gestehe», daß ich keinerlei
Aus dem Führerhauptquartier, 22. Oktober. Das Oberkommando der Wehrmacht gibt bekannt: „Im Weitteil des K a u k a s u s durchbrachen deutsche Ee- birgstruppen trotz wolkenbruchartiger Regcnsälle feindliche Feldstellungen, nahmen in harten Häuserkämpfen zwei wichtige Ortschaften und vernichteten dabei ein Schützenregiment der Sowjets. Ueber 129» Gefangene wurden eingebracht, sieben Geschütze, 127 Maschinengewehre und zahlreiches sonstiges Kricgsgerät erbeutet. Südlich des Terek örtliche Kämpfe. Im Kampf um Stalingrad wurden in hartnäckigen Einzelangriffen zäh verteidigte Erdbunker und Barrikadenstellungen genommen. Das Schwergewicht der deutschen Luftangriffe lag auf den feindlichen Stützpunkten im Nordtcil der Stadt. Fortgesetzte Entlastungsangriffe gegen die Front nördlich der Stadt wurden mit Unterstützung deutscher und rumänischer Luftstreitkräfte restlos zerschlagen. Die Zerstörung der rückwärtigen Verbindungen der Sowjets ostwärts der Wolga wurde durch Kampfflugzeuge fortgesetzt. An der übrigen Ostfront fanden außer eigener Stößtrupptätigkeit und der Abwehr vereinzelter feindlicher Vorstöße keine wesentlichen Kampfhandlungen statt. Südlich Murmansk rief ein überraschender Angriff der Luftwaffe gegen einen sowjetischen Flugstützpunkt Zerstörungen und Brände hervor.
b. Berlin, 22. Oktober. Die deutschen Schnellboote haben seit Kriegsbeginn bis jetzt 39 feindliche Kriegsschiffe versenkt, darunter 15 Zerstörer, 3 U-Boote und 1 U-Voot-Jägcr. Beschädigt wurden 1 Kanonenschnell- boot, 2 Kreuzer und 2 Schnellboote. An Haildelsschifjs- raum versenkten die Schnellboote 134 Schisse mit 571959 BNT., unter denen sich 12 Tanker befanden. 12 Handelsschiffe wurden beschädigt. Diese erstmalige Zusammenfassung der Schnellbootersolgc erfaß - alle Versenkungen, die sowohl in der Nord- und Ostsee als auch im Schwarzen Meer und im Mittelmcer erzielt wurden.
Ueber die Kämpfe der Schnellboote sprach am Don-
Gewissensbisse empfand, als ich mich hinter diese beiden Hunnen schlich, wie ein Dieb in der Nacht und ihnen fast die Köpfe abschnitt." Dann mußte noch ein Offizier in der Telefonzentrale überwältigt werden. Er sei völlig überrascht gewesen und „blieb mit einem leeren Ausdruck im Gesicht sitzen, nicht einmal eine Bewegung machte er, um seine Pistole zu ergreifen oder an die Schalttafel zu gelangen". Dennoch wurde auch er getötet: „Ich packte ihn ganz einfach und gab ihm etwas von der Medizin. Unser deutschiprechcnder Mann übernahm die Telesonleitung. Ich rollte den Offizier in eine Ecke, setzte mich und rauchte eine Zigarette."
Kann ein Zynismus dieser Art überhaupt noch überboten werden? Sind Menschen dieses Typs noch als Soldaten zu bezeichnen? Es wäre eine Schändung dieses Begriffes, wollte man diese „Diebe in der Nacht" wie sie sich selber nennen, ehrenhaft kämpsenden Truppen zuzählen. Es sind Banditen, und sie verdienen nichts anderes als was ihnen angedroht wurde: wo sie auch auftreten, werden sie rücksichtslos im Kampf niedergemacht werden.
An der gestern gemeldeten Luftschlacht vom 2V. Oktober an der ägyptischen Front schössen italienische Jäger 44 und deutsche Jäger elf, Flakartillerie außerdem sechs feindliche Flugzeuge ab. Am 21. Oktober wurden durch Jäger und Flakartillerie zwölf weitere feindliche Flugzeuge abgeschossen. Zwölf Flugzeuge der verbündeten Luststreitkräfte gingen verloren. Angriffe der deutschen und italienischen Luftwaffe richteten sich auch gestern und in der vergangenen Nacht gegen Flugstützpunkte und sonstige Anlagen der Lnselfestung Malta. Durch den Angriff eines gemischten feindlichen Flieger- verbandes auf w e st f r n n z ö s i s ck> e s Gebiet hatte die französische Bevölkern»!, wiederum Verluste, während die Sachschäden gering waren. Jagdflieger schössen drei viermotorige Bomber ab. Außerdem verlor der Feind bei Tage westlich Brest und über den: Si-dteil des besetzten französischen Gebietes je ein Flugzeug. Leichte deutsche Kampfflugzeuge griffen gestern kriegswichtige Anlagen in S ii d w e st e n g l a n d mit Bomben schweren Kalibers sowie Ansammlungen britischer Landungsboote mit guter Wirkung an. In der vergangenen Nacht bombardierten Kampfflugzeuge militärische Ziele in Osten g l a n d."
nerstag vor den Berliner Vertretern großer Zeitungen im Reich der 28jährige Schnollbootkommandant, Kapi- tänleuinant Lausemann, der in der Nacht vom 6. zum 7. Oktober innerhalb einer Minute mit seiner Schnell- bootflottille 19 Treffer beim Kampf tnit einem englischen Eeleilzug im Kanal erzielen konnte. Kapitänleutnant Causemann betonte, daß die deutschen Schnellboote über ihre eigentliche Zweckbestimmung hinausgewachsen sind. Bestanden ihre ursprünglichen Aufgaben darin, im Küstenvorfeld Sicherungsdienste zu leisten, so haben sie sich jetzt zu einer Angriffswaffe entwickelt, die der Gegner zu fürchten lernte.
eiseitiSflugreugeüber-gWtei, abgeschossen
Bolschewistische Feldstellungen im Kaukasus trotz wolkenbruchartiger Negensülle durchbrochen
Schnellboote vernichteten 5?l SSS VM.
Sie velamt-verienkungs-krgebnisse unserer kleinsten Kriegsschiffe
Noosevelt telegraphiert an Stalin: Abwarten!
Moskau über die Londoner Smuts-Vorstellung enttäuscht — tkurchttl verordnet allgemeines Schweigen über Stalin-krklärung
Drabtbcrilbt unserer Berliner Schriftleituns
b. Berlin, 22. Oktober. Präsident Roosevclt richtete eine Ermuntermlgsbotschast an die Sowjets, in der die abwartende Tendenz der alliierten Hilfeleistungen durch die Erwartung unterstrichen wird, der sowjetische Widerstand möge den Bereinigten Stauten noch möglichst lange Zeit zur Herstellung von Kriegsmaterial geben, das dann „zu gegebener Zeit" in der beabsichtigten Weise eingesetzt werden könne. Dieses Telegramm Washingtons an Stalin, unterfertigt mit den Unterschriften Frantlin Delano und Eleanor Roosevelt, wurde Äach dem Empfang des USA.-Botschafters in Moskau, lAdmiral Standleq, im Weißen Haus abgeschickt. Wtandleys Konferenz mit Roosevelt, bei der der Botschafter die Hilsewünsche der Sowjetregierung überbrachte, wird von den politischen Beobachtern in Moskau als bemerkenswert langdauernd bezeichnet. Nach der Konferenz betonte Standleq gegenüber der Presse, daß die „Sowjetunion bis zum Ende" kämpfen werde und niemand in Moskau daran denke, den Kampf aufzugeben.
Die Moskauer Reaktion auf das Telegramm Roose- velis wird sich in den gleichen Bahnen bewegen, in denen man zur Rede des südafrikanischen Renegaten Smuts in London Stellung nahm. Diese großangekündigte Sensation Churchills hat sich inzwischen als eine vollkommen verpuffte Sensation herausgestellt. Die britische Presse, die zwar anweisungsgemüß in Leitartikeln das Ereignis feiert, kann jedoch nicht die Stimmung unterdrücken, die schwedische Korrespondenten in London in dem Satz einsangen: „Man hatte etwas mehr erwartet, neue zündende Gedanken an Stelle einer Rede, die den letzten Ausführungen Churchills und Roosevelts glich und gleichfalls nur leeres Gerede von einer Osfen- sive in ungewißer Zukunft war." Die sowjetische Agitation hält in ihren Berichten über die Londoner Veranstaltung lediglich diese Ofscnsivveriprechen „zu gegebener Zeit" für wesentlich und veriucht. die britische Regierung aus diese erneute Zusicherung festzulegen. Um die Notwendigkeit der Erfüllung des Osfensivverspre- chens zu unterstreichen, kabeln die Moskauer Vertreter der großen englischen und us.-amerikanischen Nachrichten
agenturen als typische sowjetische Auffassung, daß man zwar hoffe, den Widerstand in Stalingrad noch einige Zeit aufrechtzuerhalten, im übrigen jedoch feststellen müsse, daß die Sowjets beim Ausbleiben der erwarteten Kriegsmaterialsendungen an keiner Stelle der Front die Initiative ergreifen konnten.
Das „historische Ereignis der Smuts-Röde" vor den versammelten Mitgliedern des englischen Ober- und Unterhauses hat also keinesfalls den Erfolg gehabt, den Churchill sich davon versprochen hat, als er nach eigenem Eingeständnis sich „in Aegypten die größte Mühe gab, ihn (Smuts) zu einem Besuch Englands zu überreden. Ich hatte das Gefühl (sagte Churchill), daß Smuts Ankunft und Anwesenheit in einem Augenhlick. in dem der Krieg schwer auf uns lastet, für unsere Ratgeber und für unseren Geist eine gewaltige Slärkung darstellen würde." Diese Hoffnung auf Trost, den der Smuts- Vesuch bringen sollte, hatte auch der alte Lloyd George ausgesprochen, als er ausgesuchr worden war, die feierliche Sondersitzung der beiden Häuser des britischen Parlaments mit einer kurzen Rede einzuleiten. Lloyd George, dem nachgesagi wird, er habe den Krieg gewonnen und den Frieden verloren, unterstrich die Hofs- nungslosigkeil der britischen Lage: „Wir sind hier, um gure Ratschläge zu hören, die Smuts uns in der Notlage geben wird. der wir uns gegenllbersehen. Er wird zu uns über das Thema des entsetzlichen Krieges sprechen, eines Krieges, der verwirrender ist als irgendein Krieg, in den dieses Empire jemals verwickelt war. Aus den Worten, die von seinen Lippen kommen, werden wir einigen Trost, einige Hoffnung und einiges Vertrauen ziehen können. Wir werden etwas über die Erlösung aus uuseren augenblicklichen Schwierigkeiten hören. Ich fordere Feldmarschall Smuts auf, zu ihnen zu sprechen."
Smuts Bericht, von dem wir gestern bereits berichteten, verriet keinerlei neue Gedanken, sondern beschränkte sich auf die Verkiindung der alten Weisheit, daß „jede Hilfe, die die Alliierten der.Sowjetunion zuteil werden lassen können, in vollstem Maße und mit größter Beschleunigung gewährt werden muß, denn die Bollchewi- stcn tragen mehr als ihren Anteil an der gesamten
Last." Das war also die grotzangekündigte Botschaft am „Familientag des Empire", eine Wiederholung alter Formulierungen, die man in Moskau nach den bisher mit den Anstrengungen der „allnerten Nationen" gemachten Erfahrungen äußerst skeptisch aufnehmen wird und die auch dem amerikanischen Staatssekretär Hüll keinesfalls als notwendige Erklärung erschienen. Auf der Pressekonferenz um eine Aeußerung zu der Londoner Kundgebung gebeten, meinte Hüll, er habe keine Gelegenheit gehabt, diese Rede anders als nur flüchtig zu lesen. Das ist etwa die gleiche Stellungnahme, die Roosevelt zu den Willkie-Erklärungen hatte, als er sagte, sie wären nicht des Lesens wert. Man wartet also in der britischen Oeffentlichkeit weiterhin auf die Beantwortung der allein aktuellen Fragen: Nach der Möglichkeit des Durchhaltens gegen die deutschen Ü- Boote, nach der Möglichkeit des Durchhaltens der Vol- schewisten. nach den amerikanischen Absichten gegenüber England, nach der Verteilung der Kriegslasten, nach dem offensichtlichen Mißtrauen zwischen Moskau, London und Washington, nach der Zweiten Front, nach der Lage in Indien, nach der Bedrohung Aegyptens, nach dem Schutz des Vorderen Orients, nach dem Problem des gemeinsamen Oberbefehls.
Da alle diese Fragen unbeantwortet blieben nnd selbst Londoner Korrespondenten der anglophilen Schweiger Presse feststellen: „Der positive Inhalt der Smuts-Reds muß viele, die Smuts Beitrüge zur Diskussion weltpolitischer Grundprobleme in den vergangenen Jahrzehnten so hoch schätzen lernten, einigermaßen enttäusch! haben, denn es fehlten in der Rede eigene positive Vorschläge," versuchen die briuifchen Zeitungen jetzt durch Schilderung des äußeren Rahmens der Smuts-Kundge- bung die Substanzlosigkeit der Rede selbst zu überdecken. Man hört von den vergoldeten Stühlen, auf denen sich die Parlamentarier in „britischer Zwangslosigkeit" räkelten, erfährt, daß eine solche Zusammenkunft beider Häuser nur ganz selten vorkommt und zuletzt bei dem Staatsbesuch Lebruns im Jahre 1939 stattfand, uUd hört nebenbei durch den „New Statcsman and Nation", daß Churchill ein allgemeines Schweigen über die Stalin- Erklärung verordnet hat. Ob die Sowjetunion sich jedoch an dieses Redeverbot halten wird, ist mehr als fraglich.
Von Walter llstsrinsnn
Es ist schon längst nicht mehr so, daß am Golde alles hänge und zum Golde alles dränge. Seitdem säst alles Gold der Welt in den Kellern von Fort Knox versammelt ist, haben die glücklichen Besitzer, die modernen Midasse in der Wallstreet, allen Spaß daran verloren, wie der Spießer an der Dauerwurst, wenn es erst wieder welche gibt. Gold?-Ganz schön für hohle Zähne und für den Ringfinger lorschlußpanikbrbbernder alter Jung- fern, vielleicht auch zur Verlötung kalifornischer Birncn- tonserven. Aber Zinn, Mangan, Nickel und Chrom, das sind Edelmetalle, denn von ihnen weniger als ein Prozent der erfaßbaren Wsltoorräte im eigenen überreichen Boden zu haben, ist das Pech der USA in diesem Kriege.
Mit Nickel ist es nicht so arg: Das liegt reichlich vor der Haustür, nämlich in Kanada, und das ist ja jetzt nicht mehr viel mehr als das Psörtnerhäuschen vor der USA.-Villa. Zinn hat der bolivianische Trabant, und Mangan gab es bislang noch im Kaukasus. Aber mit dem Chromerz sieht es böse aus, seitdem die Philippinen von den Sternen und Streifen zur Aufgehenden Sonne übergewechselt sind. Mit dieser westpazisischen Enttäuschung beginnt die Chrom-Chronik der Alliierten 1942. Mit dem Verlust der kaukasischen Lagerstätten, die allerdings nur niedrigprozentiges Lhronierz enthalten, scheint sie zu enden.
Chrom — silberweiß und sehr hart — ist ein Metall, das man unbedingt braucht, wenn man in den Orlog ziehen will. Panzerplatten, die japanischen Lufttorpedos besser widerstehen sollen wie die von Pearl Harbour und der südchinesischen See, brauchen chromlcgierten Stahl, sollen sie hart, zäh und stark, überdies auch noch unempfindlich gegen Rost und die im Meerwasser enthaltenen organischen Säuren sein. Die Stahlspitze der Granaten, der Stahlmantel der Geschosse brauchen Chrom. Roosevelts Flugzeuge können nie den Himmel verdunkeln, wie sie es 1943, 1944, spätestens aber im Jahre 2090 sollen, wenn die zu ihrem Bau benötigten Stahlrohre des Chroms entbehren müssen. Aber nicht nur direkt und unmittelbar muß in den Waffen Chrom stecken, sondern zu ihrer Erzeugung braucht man erst einmal Werkzeugmaschinen und so fort. deren Schneiden und Wänden Chrom enthalten müssen. Kessel nnd Nöbren, Komische Instrumente und Gefäße, die besonders des Schutzes gegen Orvdation und Korrosion bedürfen, Moiorenteile und was sonst noch alles an der Rüstungsproduktion drum und dran hängt, bedarf des Chromes. Selbst wenn man wehmütig — wie sicher mancher Amerikaner — daran denken wird, wie sehr einst die glänzenden, spiegelnden verchromten Teile seines Autos (das nun, seiner Reifen entkleidet, auf dem "?..der Earaae steht) seinem Ich Ansehen, Kredit und Würde verliehen haben.
Auf den Pbilipvinen begann also das anglo-ameri- karmche chronische Chrom-Leiden. Vorher schon hat Juqo- iläwien doppelt enttäuscht: Denn ist es nicht zwiefach ärgerlich na-b dem mißglückten Putsch in Belgrad, der Prinz-Eugev-Fanfaren der Sandermeldung w klaollch verlockte, nicht mir iede Aussicht auf die IN den vorangehenden rund 50 000 Tonnen betragenden nyromerzberüqe aus Mazedonien entschwinden zu sehen, londern noch dazu alle sieben Vorkommen, darunter die boionders bonnunasreichen zvn>chen Skoplje und Cchar- Plarnna. in Feindbesitz zu wissen?
Besonders ärgerlich für England. Denn fast gleichzeitig mit diesem Verlust stürzte sich der amerikanische Helßhunger auf die Empire-Vorkommen. Da in dem transatlantischen Zwiegespann John-Janatban, der lctz- tere nicht nur den längeren Namen hat, sondern auch am längeren Hebel sitzt (vor üllem, weil er weiter vom Schug ist), ist es klar, daß der große Bruder in Amerika in Umkehrung ieiner ursprünglichen Beteuerungen auch die Lhromerzschätze des britischen Weltreiches ^pachtete und lieh" — wie so vieles andere auch. Statt an der „Zweiten Front" landen die Yankees ja geflissentlich dort, wo es für sie was zu holen gibt. So geht man wohl nicht fehl, wenn auch das Chrom eine Rolle spielt, wenn amerikanische Landungsboote im Ufersand von Südafrika und Indien und dem gaullistischen Neukale- donien knirschten. Allerdings gibt auch die „Times" zu, dag die Ehromausbeute gerade in den wichtigsten Fund- gebieten. näyclich in Slldrhodesien und Südafrika, in den letzten Jahren zurückgeganaen ist. so daß das Erbteil ichwlndet, das Smuts den Amerikanern südlich des Kongo geflioentlich in die Hände spielt. Dies obwohl man eine wahre Völkerwanderung von Kaffern von den Goldgruben des Witwatersrand weg nach Norden in die rhodestschen Kupfer-, Zinn- und Chromgruben organisiert hat, besser durchführen wollte, denn die schwärze Arbeitskraft folgte den Sklaventreibern nicht. An Menschen aber fehlte es vor allem an der berühmten Special- Grant-Mine im Bezirk Selukwe in Siidrhodesien, deren Erze auf den hohen Prozentsatz von 53 Prozent kommen.
...MINIMUM, nun»
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Im Kaukasus durchbrachen unsere Truppe» trotz wolkenbruchartiger Rcgenfällc bolschewistische Feldstellungen.
In Stalingrad fiele» weitere Erdbunker in unsere Hand.
Bei der Luftschlacht über Aegypten wurden nicht weniger als 81 Feindflugzeuge abgeschossen.
Eine amerikanische Zeitschrift schildert in schamloser Behäbigkeit Mordtaten sadistischer Briten an deutschen Soldaten.
Briten seucrten auf einen indischen Pilgerzug. Roosevelt telegraphierte an Stalin: Abwarten!
Als Gäste des Gauleiters Paul Wcgener verlebten Verwundete der Bremer Lazarette einen srohcn Nachmittag im „Worin".
Kreisleiter Blanke setzte Dr. Stallmann zum Krcisamtsleiter siir Bolkstumsfragen ein-