Ausgabe 
(21.10.1942) Nr. 290
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wir zum Epen in r,^ l am, Tisch neben der >, ein kleiner Junas- die Kinderfrau,, sojas " der Hauptsache alte iedenheit und Stille Lebensabend veibrin aschlos an ihre Platz' etcn, wenn auch n Ankömmling Der ,berührt, auch konnte nicht ahnen, daß ter, doch drum nicht irüber war,wie sich n maßvoll geregelten

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parlirramtkclie Layeszettuny

Dos pmtsdlatt des legierenden Bürgermeisters der Zielen Hansestadt Dremen

der NationalsoziaMeri. vremens

stmillches verkündungsblat» des leichsstatttialters in Oldenburg und Dremen

Nr. 290 , 12. Jahrgang

Mittwoch, 21. Oktober 1942

kimelpreis 15 Nps.

Sowjet-bastionNoter Hktober" ein flammenmeer

Säuberungsaktlonen in den trümmerfeldern der eroberten Nüstungswerke in StaNngrad

Kämpfe um Häuserblocks

Erfolge in strömendem Regen

Berlin, 28. Oktober. 2« Stalingrad haben am 19. Oktober starke Regengüsse die zum großen Teil nicht gepflasterten Straßen der Stadt tief aufgeweicht. Durch knietiefen Morast wühlten sich die Trosse und Fahr- lolonnen zu den Kampfabschnitten im Nordteil der Stadt vor und versorgten die Front mit Munition, Verpfle­gung, Treibstoff und sonstigen Nachschubgütern. In den Trümmerfeldern der eroberten Rüstungswerke flackerte vereinzelt Widerstand von neuem auf. Nach Meldungen des Oberkommandos der Wehrmacht wurden daher am 19. Oktober die Säuberungsaktionen gegen die feind­lichen Reste fortgesetzt. In Abzugsgräben, Kanalisa­tionen, Gruben und ähnlichen Verstecken halten sich kleine feindliche Trupps versteckt. Mit diesen Versprengten kam es in den unübersichtlichen, ihnen aber wohlbe­kannten Trümmerfeldern im Werkgelände der Geschütz­fabrikRote Barrikade" zu hartnäckigen Kämpfen. Die sich vereinzelt wehrenden Bolschewisten hatten nur die Wahl, im Feuer der deutschen Infanteristen und Pan­zergrenadiere oder unter den Kugeln der sie vorwärts- treibenden Kommissare zu fallen. Sie wurden von un­seren Soldaten gesagt und erledigt.

Größeren Umfang nahmen örtliche Kämpfe um Häuserblocks in der nördlichen Vorstadt an. Die in diesen Häusergruppen sitzenden Bolschewisten waren Reste je­ner Verbände, die bei dem Stoß der deutschen Truppen aus dem Werkgelände der Traktoren- und Panzerfabrik Dshershinskij" nach Norden westlich dieses Keiles ab­geschnitten waren. Kanoniere, Infanteristen und Pioniere mußten hier im strömenden Regen noch ein-

seindUcher widerstand im kaukasus-öeiiinde gebrochen

Der gestrige Wehrmachtsbericht

Aus dem Führe »-Hauptquartier, 2ll. Ok­tober. Das Oberkommando der Wehrmacht Mt bekannt: In dem dichtbewaldeten Gelände des Westkankasischen Gebirges wurde trotz ungünstiger Wetterverhältnifse harter feindlicher Widerstand in Bunkerstellungen ge­brochen. An der Paßstraße nach Tuapse wurde die Verbindung der beiden Angrisfsgruppen, die sich nörd­lich und südlich der Straße vorgekämpft hatten, an der Straße selbst hergestellt. Am T e r e k - Abschnitt scheiter­ten feindliche Gegenangriffe. In Luftkämpfen wurden zehn Sowjetflngzeuge abgeschossen. Im nördlichen Vor­ort von Stalingrad entrissen die deutschen Truppen den Sowjets eine weitere Häujergruppe. Die Kämpfe zur Säuberung des Werkgeländes der Geschützfabrik Rote Barrikade" dauern noch an. Nahkampsflieger bombardierten hauptsächlich die stark ausgebauten Stütz­punkte des WerkesRoter Oktober". Kampssliegeroer- bände vernichteten im Bereich der unteren Wolga meh­rere Transportzüge, einen Schleppdampfer und sechs ab­gestellte Flugzeuge. An der Don-Front wiesen rumänische Truppen feindliche Angriffe ab. An der El-Alamein- Front griffen leichte deutsche und italienische Kampf­flugzeuge britische Panzer- und Kraftfahrzeugansamm­lungen an. Begleitende Jäger und Zerstörer schössen vier britische Flugzeuge ab. Die Bekämpfung britischer Flug­plätze auf Malta wurde durch deutsche und italienische Luftstreitkräste fortgesetzt. In Ostengland führte die deutsche Luftwaffe am gestrigen Tage ausgedehnte An­griffe gegen militärische Ziele und kriegswichtige An­lagen."

mal ihre ganze, in zahllosen Straßen- und Häuser­kämpfen gewonnen« Kampferfahrung einsetzen, bis diese Ruine genommen und die feindlichen Kräfte vernich­tet waren.

Die Säuberungskämpfe konnten von der Luftwaffe wegen der Verschachtelung der Fronten kaum unter­stützt werden, so datz die Sturzkampfgeschwader ihre An­griffe im Stadtgebiet vor allem gegen, die Industrie­anlagen des WerkesRoter Oktober" richteten. Die den ganzen Tag über anfliegenden In 87 legten mit ihren Bomben Werkhallen und Verwaltungsgebäude, die von den Bolschewisten durch Einbau von Infanterie­geschützen und Maschinengewehren in Festungswerke um­gewandelt waren, in Trümmer, Die Wirkung der Stuka­angriffe war so stark, datz einige Gebäude bis auf die Grundmauern zerschlagen wurden und im Zusammen­brechen ihre gesamte Besatzung unter sich begruben.

Trotz der tiefliegenden Wolkendecke erschienen die Schlachtflugzeuge, wo die Bolschewisten ihre in Ver­wirrung geratenen Verbände neu zu ordnen versuchten

und versprengten sie durch Splitterbomben und Beschütz mit Bordwaffen. Als am Abend die letzten Wellen der Sturzkampfflugzeuge zu ihren Feldflugplätzen zu­rückkehrten, bildeten große Teile des WerkesRoter Oktober" ein Flammenmeer. Der Schwerpunkt der deut­schen Luftwaffe lag auf den Bahnstrecken am Unterlauf der Wolga, wo Aufklärer mehrere Güterzüge festgestellt hatten. Kampfflugzeuge zerstörten zunächst mit ihren Bombenwürfen die Bahndämme und Schienenstränge, dann griffen st« die aufgestauten Ellterzüge an und warfen einige eingeschobene Kesselwagen in Brand. Das ausfließende Oel breitete sich schnell aus und erfaßte die Wagen von vier Materialzügen, die vollkommen ausbrannten. Ein anderes deutsches Kampfflugzeug vernichtete mit einer einzigen Bombenreihe 25 hinter­einander stehende, mit Geschützen und Material bela- dene Waggons. Am Nachmittag griffen unsere Kampf­flugzeuge einen bolschewistischen Feldflugplatz mit schweren Bomben an und vernichteten sechs vor einem Wald aufgestellte feindliche Flugzeuge.

flngriffe der Luftwaffe gegen Ziele in kngland

^mexikanisches Urteil: «Deutschland stat die besseren flug;euge!"

hi. Stockholm, 2». Oktober. fDrahtbericht unseres Vertreters). Ganz Ostengland war nach britischen Mit­teilungen am Montag stundenlang durch deutsche Flug­zeuge beunruhigt und alarmiert. Nicht weniger als 18 verschiedene englische Städte sind dabei nach offiziellem englischen Eingeständnis angegriffen worden, darunter auch London, das nacheinander drei Fliegeralarme von kürzerer Dauer hatte. Insgesamt habe sich das Opera­tionsgebiet der deutschen Kampfflugzeuge über 18 briti­sche Distrikte erstreckt. Die ersten englischen Stimmen, die von London ausdrücklich als unabgeschlossene Teilberichte bezeichnet werden, umfassen u. a. schwere Schäden an Ge­bäuden aller Art, zahlreiche Todesopfer und wirkungs­volle Angriffe gegen Züge und Transportmittel.

Bei der Bekämpfung von Seezielen in der Meeres­bucht The Wash wurde ein Vorpostenboot durch Bord- waffenbeschuß schwer beschädigt. Sämtliche deutschen Flug­zeuge kehrten von ihren ausgedehnten Angriffsflügen wohlbehalten zurück.

Das USA.-Kriegsministerium veröffentlicht am Diens­tag einen überraschend kleinlauten Rapport Über die Qualität und Leistung der amerikanischen Kriegsflug- >

zeuge. Darin wird nicht nur zugegeben, daß die deut­schen Jagdflugzeuge den entsprechenden USA.-Typen tlar überlegen seien, sondern auch die höhere Leistungs­fähigkeit des deutschen Flugmotorenbaues fast ohne Ein­schränkung anerkannt. Der Rapport behauptet, die flie­genden Festungen undLiberator"-Flugzeuge besäßen angeblicheine bemerkenswerte lleberlegenheit in der Frage der Bewaffnung", aber die amerikanischen Jagd­maschinen vom MusterAiracobra" undTomahawk" würden,was die Wirksamkeit in größerer Höhe be­treffe". sowohl vonMefserschmitt 109",Focke - Wulf 18 0" als auch derSpitfire" übertroffen. Auch die modernen JagdtypenLightning" undThunderbolt" stellten keine vollständige Lösung des Jagdflugzeug­problems dar und seien längst nicht hinreichend im Kriegseinsatz erprobt worden, obwohl ihre Höhenleistun- gen als befriedigend bezeichnet werden müsse. Zu der Frage der Flugzeugmotoren erklärt der amerikanische Bericht, der Allison-Motor als der einzige wasser­gekühlte amerikanische Motor stehe nicht auf gleicher Höhe mit dem deutschen Daimler-Benz-Motor und 8em englischenRolls-Royce"-Motor.

fllerander gibt britische Verluste zur See zu

s. p. Stockholm, 20. Oktober. Der erste Lord der bri­tischen Admiralität. Alexander, machte in einer Unter- hausröde am Dienstag drei grundlegende Veränderungen in der Seekriegsührung gegenüber dem Weltkrieg für die schweren englischen'Verluste zur See verantwortlich. Alexander verwies auf den bedeutend erweiterten Aktionsradius der Luftwaffe, die ,,ungeheuer erweiterte Operationskraft und Einsatzmöglichkeit der Untersee­boote". sowie dasAusmaß und die Verschiedenheit der deutschen Minenoperationen". Er sprach davon, daß die Minengeradezu aus der Luft gesät würden". Eng­lands Anstrengungen mutzten im erster Linie daraus gerichst sein, unsere Verbindungen zur See intakt zu halten", erklärte Alexander,doch dabei haben wir die meisten Verlust« erlitten. Diese Verluste sind unglück­licherweise groß." In den Wein der nordamerikanischen Schiffsnsubauphantasien goß Alexander schließlich «inen tüchtigen Schuß Wasser, indem er seinen Kriegskumpanen jenseits des Atlantik zurief:Wir bauen noch immer

mehr Schiffstonnen pro Mann als sie (die Amerikaner) mit allen ihren modernen Arbeitsmethoden".

«Lroplen in einem großen Meer"

Stockholm, 20. Oktober. Ein« südschwedische Zeitung veröffentlicht am Dienstag «inen Artikel des Sowjet­juden Jlja Ehrenburg, der in dem Hilferuf ausklingt, die Alliierten müßten der Sowjetunion sofort militärisch helfen. In dem Aufsatz wird hervorgehoben, daß die Lieferungen der Engländer und Nordamerikaner an die Sowjetunion nur einen Tropfen in einem grüßen Meer darstellten. Vor kurzem habe Ehrenburg die Front bei Rschew besucht. Er sei dabei die ganze Zeit vergeblich bemüht gewesen, Spuren amerikanischer Hilfssendungen zu finden. Weiter erklärt Ehrenburg, daß die Sowjetsoldaten nach ei.nem Jahr Krieg müde und erbittert seien. In den sowjetischen Rüstungsfabri­ken, so stellt Ehrenburg noch fest, arbeiteten jetzt auch halbwüchsige Kinder.

femdMufion an deutscher Siegeskraft zerschellt

linker dem Schmiedeliammer -gg siilirers Veiten gegen amtliche Schönfärberei Sie reden wieder vom Wunder

DrahtberiKt unserer Berliner SKriftleitung

är. v. 8cb. Berlin, 20. Oktober. Die Wirkungen, die von großen politischen Kundgebungen in Deutschland, von deutschen Taisachenfeststellungen und von den Ereignissen auf allen Kriegsschauplätzen in der gegnerischen Öffent­lichkeit ausgelöst werden, lassen sich kaum jemals nach der ersten überstürzten und nervösen Reaktion beurtei­len. Sie treten erst nach einiger Zeit nach außen hin erkennbar in Erscheinung. Erinnern wir uns des Echos, das die letzte Führerrede zunächst im feindlichen Ausland gefunden hat. Da wollten die beauftragten Agitatoren Churchills und Roosevel-ts ihrem Publikum weismachen, daß diese Rede auf einen weinerlichen Ton gestimmt gewesen sei und von der gebrochenen dsutschen Offensiokra-ft zeug«. Wie die Worte des Führers drüben in Wirklichkeit ge­wirkt haben, das erkennen wir jetzt sehr viel besser an Hand eines längeren Kommentars in einer führenden amerikanischen Wochenzeitschrift.

Da lesen wir wörtlich:Man kann nicht leugnen, datz der Führer der größte Kriegsberichter der Welt ist. Er hat den gewaltigen Schmiedehammer seines Sarkasmus auf die Optimisten im Lager der Alliierten hernieder- saujen lasten, die sich weigerten, die bisherigen Nieder­lagen der verbündeten Nationen anzuerkennen". In der Tat, wenn der geniale Feldherr der weitaus gewaltigsten Siege der Weltgeschichte vor die Oefsentlichkeit tritt und in einmaliger Ueberlegenheit eine bezwingende Schau über die von ihm gelenkten.Ereignisse vermittelt, dann muß er uns und auch den Gegnern als ein Kriegsberich­ter von so riesenhaft überlegenem Format erscheinen, daß an seinen granitenen Feststellungen alle Versuche der Gegenrede als hilfloses Gestammel lächerlicher Zwerge scheitern. Diese Erkenntnis spiegelt sich deutlich in den zitierten Sätzen der amerikanischen Zeitschrift, die es darnm auch als eine Notwendigkeit empfindet, ihren Le­sern wesentliche Stellen der Führerrede wörtlich zur Kenntnis zu bringen, die die Mehrzahl der englischen und amerikanischen Blätter ihrem Publikum einfach aus der Angst vorenthalten haben, daß ihre Ueberzengungskraft durchschlagen werde. Darum zitiert dieTimes" jetzt diejenigen Stellen, die sich aus die großen Siege der deut­schen Armeen im Osten beziehen und in die ironischen

Feststellungen münden, daß demgegenüber die Alliierten das Fiasko von Dieppe als einen Erfolg feiern.

Es mehren sich auch sonst die Zeichen dafür, daß wei­teren Kreisen in England und in den Vereinigten Staaten die Schönfärberei allmählich zum Halse her­aushängt, deren sich die amtliche Agitation befleißigt. So wendet sich jetzt derDaily He'rald" mit scharfer Ironie gegen den llnterstaatssekretär im Foreign Office, Richard Law, von dem das Blatt sagt, daß er sich alsneuer Prophet und Sterndeuter" dem Minister Lyttelton an die Seite stellen wolle, der bekanntlich vor einiger Zeit im Verlauf von achtzig Tagen die große Wende des Krieges angekündigt hatte und den man jetzt vergebens frägt, wo denn diese Wende geblieben sei. Law hat kürzlich gesagt, er wisse nicht wann, wohl aber wie dieser Krieg ausgehen würde: Die Organisation der Achsenmächte werde nämlich eines Tages urplötzlich zusammenbrechen. Derartige Prophe­zeiungen, so bemerkt derDaily Hsrald" hierzu, beein­druckten die britische Öffentlichkeit nicht im geringsten, denn man sei in Großbritannien bereits zu oft auf solche Voraussagen hereingefallen. Man müsse im In­teresse Englands bitten, in Zukunft jeden Versuch zu unterlassen, der Oefsentlichkeit Honig um' den Bart zu schmiertn.

Nachdem nun aber im bisherigen Verlauf des Krkeges den Churchills und Rofevelts alle Grundlagen einer reellen Erfolgschance entzogen worden sind, bleibt ihnen ja gar nichts anderes übrig, als im Fehlerkreise auf den längst als falsch erkannten Ausgangspunkt ihrer Spekulation zurückzukehren und ihren Völkern den Sieg als Folge eines kommenden inneren Zusammenbruchs der Achsenmächte zu prophezeien. Doch die absolute Be­weiskraft der deutschen Argumente, nach denen die Blockade gegenüber dem weiträumigen, reichen und absolut gesicherten Europa jeden Sinn verloren hat, ist inzwischen in der ganzen Weltöffentlichkeit anerkannt worden. Die Spekulation, mit der man jetzt operiert, kann sich kaum noch auf mehr als auf die angekündigte Wirkung von Terrorangrisfen aus der Luftstützen". In dieser Richtung bewegten sich viele agitatorische Aeußerungen in England in der letzten Zeit, aber wie man aus der empör-sn Ablehnung desDaily Herald" ersieht, glaubt der Mmm auf der Straße in England

auch an diese letzte Parole nicht mehr, die vom inneren Zusammenbrach Deutschlands träumt.

Aber was will denn die britische Agitation noch bie­ten? Will sie wirklich ihre Hoffnungen an der Tatsache aufhängen, daß die Sowjets aus den letzten paar Qua­dratkilometern in Stalingrad. in dem Werk,Roter Ok­tober". noch aussichtslos Widerstand leisten? Der Kor­respondent vonDagens Nyheter" meldet seinem Blatt als die allgemeine Auffassung in London, daß nur noch ein Wunder Stalingrwd retten könn«. Auch aus anderen Berichten geht hervor, daß das englische Hoffnungs- barometer tn bezug auf Stalingrwd einen Rekordtief­stand erreicht hat, und daß sich die englische Presse be­reits durch resigniert« Berichte den Weg für alle Mög­lichkeiten offenhält.

Als beunruhigendes Vorzeichen für eine Verschlimme­rung in der Situation der Stadt sieht man dabei in England ganz allgemein die selbst von Moskau einge­standene starke deutsche Luftüberlegenheit an. DieTi­mes" läßt sich aus Moskau mitteilen, datz der Kamps um die Jndustriebezirke der Stadt durchden gewaltig­sten Luftangriff des ganzen bisherigen Krieges" ein­geleitet worden fei. In den letzten sechs Tagen, so heißt es weiter, seien niemals weniger als 500 deutsche Bom- benslugzeuge über verschiedenen Sektoren der Ruinen- und Varrikadenstadt gewesen, und an jedem einzelnen Tage seien mindestens tausend schwere Bomben aus Sta­lingrad niedergeregnet.

Die Tatsache, daß in einem offiziösen Bericht am Montag von Lebensmittelnot in den letzten sowjetischen Stellungen der Stadt und von Ermüdungserscheinungen bei den Verteidigern gesprochen wurde, ist in London mit Beklemmung registriert worden. Schließlich hat man sich ja auch in London inzwischen von der absolu­ten Zuverlässigkeit der deutschen Wehrmachtsberichte überzeugen müssen und weiß darum, daß es für uns nur noch gilt, das letzte Bollwerk in Stalingrad, näm­lich das WerkRoter Oktober" und die dazugehörigen Häuserblocks zu stürmen. Daß diesem letzten Sturm die vollkommene Säuberung des bereits eroberten Ge­ländes vorausgehen muß. um die Sicherheit des Er­folges zu verbürgen, ist eine militärische Selbstverständ­lichkeit. Aber daß der Tag des letzten Angriffs kommen wird. das wissen wir. und daran zweifeln auch die Bri­ten nicht mehr.

E ^iee ZH.

Im Dienst der Neubildung deutschen Bauerntums

Von

L/V.-Llruppsvkükrsr lliicb Hasse. Obersts 3^..-?übruag

Zum dritten Male in diesem Kriege sind in den deut­schen Landen die wogenden Getreidefelder den kahlen Stoppelflächen gewichen, die von einer heimgebrachten Ernte künden. Ein trockener, sonnenreicher Spätsommer bat alle Sorgen zerstreut, die der Bauer nach den Frost­schäden des vergangenen strengen Winters hegte. Reich ist der Segen der Erde geworden, der unserm Volke durch den Fleiß vieler tausend Vauernhände zuteil wurde. Soviel deutsche Bauern mit ihren Söhnen jetzt auch am Feinde stehen, dennoch haben alle Daheim- gebliebenen oft waren es nur Frauen und Kinder durch verdoppelte Arbeit im Kampf ums täg­liche Brot den Sieg neu gesichert.

Unter Führung der Partei haben sich auch in diesem Jahre Volksgenossen aller Berufsstände aus Stadt und Land zur Erntehilfe zusammengefunden, oft im ge­schlossenen Einsatz ganzer Ortsgruppen mit den Glie­derungen. Auf eine Anregung des Reichsnährstandes wurden außerdem zahlreiche städtische Stürme der SA. in der Form von Dorfpatenschaften nach den Plänen der Kreisbauernführer eingesetzt. Allein bei der Körner­fruchternte sind so in rund 900 Dorfpatenschaf­ten 34000 SA.-Männer zusätzlich zu tatkräftigen Helfern des Bauern geworden ein Erntedank der Tat, dessen Lohn das Bewußtsein ist, im selbstlosen Dienst für die Volksgemeinschaft zu stehen.

Eingedenk der Lehren des Führers hat es die SA. bei diesem Einsatz in der Erntehilfe nicht bewenden lassen. Aus der Erkenntnis, daß die Quellen unserer Kraft allein im deutschen Blut und in der deulschcn Erde liegen, hat sich die Sturmabteilung der NSDAP. in den Dienst der Neubildung deutschen Bau­erntums gestellt. Gemäß einer Vereinbarung zwischen dem Stabschef der SA. und dem Reichsbauernführer hat die SA. die Erziehung ihrer Hierfür geeigneten Männer zum Erwerb des Neubauernschems. die Bereitstellung von Lehrbauern aus den eigenen Reihen und die Nach­wuchsgewinnung aus der Jugend als besondere Auf­gabe übernommen. Als größte Vvsitengliederung der Partei zählt die SA. mehr als 50000 nicht erb­berechtigte Vauernsöhne, bewährte Land- arbeiter und landwirtschaftliche Angestellte in ihren Reihen. Vielfach stammen sie aus solchen Gebieten des Reiches, in denen die eigene Scholle zu klein wurde, um

Neue MNerkreujtröger

Berlin, 29. Oktober. Der Führer verlieh das Ritterkreuz des Eisernen Kreuzes an: Oberstleutnant Gustav-Adolf Vruns, Kommandeur eines Panzer- ' Grenadier-Regiments; Major Alpers. Kommandeur einer Fernaufklärungsgruppe: Hauptmann Wolsgang vanKranenbrock, Bataillonskommandeur in einem Infanterie-Regiment; Haüptmann Vreu, Gruppen- kommandeur in einem Kampfgeschwader; Hauptmann Schmidt, Staffelkapitän in einem Kampfgeschwader; Oberleutnant Nemecek, Beobachter in einer Fern- ausklärer-Staffel; Leutnant Hemmer, Flugzeugführer in einer Fernaufklärer-Staffel; Leutnant Roehrig, Flugzeugführer in einem Jagdgeschwader; Leutnant z. S. d. R. Hermann Borge!; Oberfeldwebel Füll- grabe, Flugzeugführer in einem Jagdgeschwader; Oberfeldwebel Emil Kaminsky, Zugführer in einem Infanterie-Regiment.

jedem einen eigenen Hof zu geben, so daß früher mancher von ihnen den Weg in städtische Berufe nahm und so dem Landvolk für immer verlorenging.

Hier hat die SA. mitten im Kriege mit Erfolg be­gonnen. durch Aufklärung und Erziehung zum bodenständigen Denken alle siedlungsbereiten Männer zu erfassen und für die Mehrung und Festigung des deutschen Bauerntums, vor allem für die Aufgaben im neuen deutschen Osten, bereitzustellen. Wie schon der Weltkrieg mit seinen Nahrungsnöten. so hat uns auch der gegenwärtige erkennen lassen, daß die Wehr- gemeinichaft unseres Volkes ohne gleichzeitige Vrot- gemeinschaft nicht erhalten werden kann. Das tägliche Brot ist uns auch in Zukunft nur dann gesichert wenn es durch deutscher Hände Arbeit Jahr um Jahr aus der deutschen Erde erzeugt wird.

Ueber diese Brotfrgge hinaus aber wissen wir daß der Blutstrom unseres Volkes seinen Ursprung beim Bauerntum nimmt, und darum hat sich die SA..' getreu ihrer Ueberlieferung aus der Kampfzeit, an die Seite des Bauerntums gestellt. Der Entschluß, Bauer zu wer­den. setzt einen zähen Willen. Tatkraft und Pflichttreue

Vnssr

Im nördlichen Vorort von Stalingrad eroberten unsere Truppen weitere Häuserblocks. Im Werk- gelände der EeschützfabrilRote Barrikade" sind Säuberungskämpfe im Gange.

Im dicht bewaldeten Gelände des Westlaukasus wurde harter feindlicher Widerstand gebrochen. Unsere Luftwaffe griff erfolgreich militärische Ziele in 18 englischen Städten an.

In England wächst die Angst der verantwortlichen Kriegsverbrecher vor der amerikanischen Landgier. Zu ihrem bevorstehenden Englandbesuch setzt sich Mrs. Roosevelt wieder einmal gebührend in Pose. Das Ordnungsstrafrecht der Organisationen der ge­werblichen Wirtschaft ist erweitert worden.

Der 2. Opsersonntag für das Kriegs-WHW. er­brachte im Kau Weser-Ems 68 750 RM. mehr als die gleiche Sammlung 1941.

Innerhalb der Wittheit wurde dieRechts- und Stoatswissenschaftliche Vereinigung zu Bremen" gegründet.