Ausgabe 
(19.10.1942) Nr. 288
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pcrrreramtticlie Layeszettung

Das flmtsblatt des Negierenden vürgermelsters der Zielen fjansestadt vremen

üev NarionaisoziaMirn- vremens

fimtliches verkündungsbiat» des Neichsstatttfalters in Oldenburg und Nremen

Nr. 2SS , 12. Ztchrgang

Montag, 19. Sktoder 1942

kmzelpreis 13 Npf.

beschwörende W rmrufe aus Moskau

lenseits derNoten varrikaden"

Nur noch wenige vollwerke Slaüngrads den bolschewistischen Verteidigern geblieben

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b. Berti», 18. Oltober. Die deutschen Soldaten stehen jenseits derRoten Barrikaden" der bolschewisti­schen Wolgafestung» die den Namen Stalins trägt. In kühnem Angriff wurde diese mittlere Bastion des nörd­lichen Festungsabschnittes Stalingrads bezwungen, wäh­rend gleichzeitig im Nordwesten der Stadt eine einge­schlossene bolschewistische Kräftegruppe vernichtet wurde, so daß den Bolschewisten nur noch einige Bollwerke in diesem heihumkämpften Trümmerfeld bleiben. Jetzt tobt «m die letzte Bastion der Kampf, der die Niesenschlacht z« einer Dramatik emporsteigen lässt, wie sie,in diesem Kriege kaum jemals zu beobachten war die deutschen Infanteristen, Panzerjägcr und Pioniere find unentwegt im Vordringen zwischen den Trümmern der ehemaligen Industriestadt, mit deren Fall Stalin seine bisher grösste Niederlage herannahen steht. Bunker um Bunker wird den Bolschewisten entrissen. In den Schluchten der Stadt stehen deutsche Batterien, um diesen Sturm aus die letz­ten Festungen zu unterstützen. So stark auch die letzten sowjetischen Verbände noch immer in den aus Trüm­mern errichteten Werken sich verteidigen mögen, der deutsche Soldat weih auch diesen Widerstand zu über­winden. In der jetzt gestürmten EeschntzfabrikRote Barrikade" hatten die Sowjets das Rückgrat ihrer Ver­teidigung ausgerichtet, hier wollten sie den deutschen An­sturm zum Erliegen bringen, dem Befehl Stalins fol­gend, dah seine Stadt niemals in deutschen Besitz kom­men dürse. Die deutschen Massen haben sich als stärker erwiesen.

Die sowjetische Presse versucht die letzten Verteidiger durch geradezu pathologische Artikel hochzureihen und ihnen einzufiltrieren, sich lieber totschlagen zu lassen, als auch nur einen Deut vom Platz zu weichen, Ausruf um Ausruf treibt sie. Die Stadt zu halten, sei das schönste Geschenk für Stalin zum kommenden 25. Jah­restag der bolschewistischen Revolütion, wird den Ver­teidigern zugerufen. Den Kommunisten wird der Eid abverlangt, die Vernichtung des Feindesbis zum letz­ten lebenden Menschen" zu schworen. Reuter berichtete aber im gleichen Augenblick aus Moskau:Stalingrads Lage ist jetzt gefährdeter denn je" und läßt damit die Stimmung in der britischen Hauptstadt wieder zum tief­sten Pessimismus umschlagen. Der Süden der Stadt befinde sich vollkommen in deutscher Hand, und im Nor­den seien die deutschen Truppen erheblich vorgedrungen, meldet Reuter weiterhin. Der Sender London erklärt, Hunderte von deutschen Panzern und Flugzeugen hätten die Sowjets gezwungen, einen Teil der Stadt zu räu­men. Paul Winierton spricht von grohen Reserven, die die Deutschen in die Schlacht würfen.Die Russen ziehen sich langsam zurück." Eine amerikanische Agentur mel­det die weitere Räumung größerer Fabrikanlagen im Norden der Stadt. Das Traktorenwerk habe als Eck­pfeiler der sowjetischen Verteidigung gegolten. Sein Ausfall sei auherordentlich schwerwiegend. Insgesamt stellen die britischen und amerikanischen Berichte eine Revision der lügnerischen Berichterstattung dar. die jetzt vorsichtig zurückgeschraubt wird und die für die Briten als kalte Dusche in ihrer Siegesstimmung wirken muh, die sie beim gegenwärtigen Besuch Smuts' empfindet, dessen bloßes Erscheinen schon als Meilenstein auf dem Wege zum Siege bezeichnet wurde.

Die Meldung einer amerikanischen Nachrichtenagen­tur, niemand in Moskau verhehle jetzt noch den Ernst der Lage, die erheblichen neuen Schwierigkeiten der Verteidiger seien auf die ungeheure Ileberlegenheit der deutschen Truppen im Kampf zurückzuführen, hat für den angelsächsischen Leser größere lleberzeuaungskraft als das Gerede über eine neue Offensive der Alliierten, deren Möglichkeit immer auf dem Aushalten der Bol- schewistcn in Stalingrad fußte. Unter diesem Eindruck schreibt die ..New Port Herald Tribune": ..Die militä­rische Ruhe auf den Schlachtfeldern der Welt hat in den letzten Tagen ein jähes Ende gefunden. Die Schatten eines gewaltigen Konflikts hängen über den Salomon- Inseln. In Stalingrad schweben die Nerteidiger wieder einmal in höchster Gefahr. Malta wird von neuem bom­bardiert. Am niederdrückendsten aber ist bei der Auf­nahme der Tätigkeit auf diesen verschiedenen Schau-

Ver riariorMche westrmachlbericht

Rom, 18. Oktober. Das Hauptquartier der italieni­schen Wehrmacht gibt bekannt:In Aegypten behinder­ten anhaltende Landstürme weiterhin die Kampftätig­keit zu Lande und in der Lust. Eine Gruppe feindlicher Panzerspähwagen wurde beim Versuch, in unsere rück­wärtigen Stellungen einzudringen, in die Flucht ge­schlagen, von unserer Luftwaffe verfolgt, mit ME.- Feuer beschossen und zersprengt. Die militärischen Ziele aus Malta wurden heftig bombardiert. Im Lustkamps schössen die Italiener eine Spitsire, deutsche Jäger elf Spitsires ab."

platzen des Krieges die Tatsache, daß bei jeder größe­ren Aktion die Initiative wieder in den Händen Deutsch­lands liegt. Deutschland beschleunigt wiederum das Kampftempo und sucht eine Entscheidung herbeizufüh­ren." Britische Zeitungen, wie dieDaily Mail", stellen plötzlich wieder fest, daß die bedrohliche Entwicklung in Stalingrad die Alliierten bewegen müßte, zu verhin­dern, daß den Deutschen noch weitere Gebiete im Osten in die Hände sielen, weil sie sonst alle Vorteile des öst­lichen Raumes besäßen. Sie könnten mit den Mitteln, die sie jetzt erworben hätten, die Wirkungen der Blockade und der Luftangriffe vollkommen ausgleichen. Aber wie helfen? DieDaily Mail" kommt Es das alte Thema zurück:Wir können den Krieg nicht mit irgendwelchen Erfolgsaussichtgn führen, wenn wir nicht die Meere beherrschen. Deutschland kann nicht besiegt werden, wenn wir nicht die Schlacht auf dem Ozean gewinnen. Wir können erst, wenn wir das Problem der Rettung oder der Erneuerung des Schiffsraumes gelöst haben, unsere Hilfsquellen für den Krieg verwerten." So schließt sich der Kreis britischer Befürchtungen, die durch die Ereig­nisse in Stalingrad plötzlich wieder so stark in den Vor­dergrund getreten sind.

kin solches Volk ist imbesiegbar!

Nejchsminlster Vr. Soebbels sprach auf einer Sroßkundgebung vor der Münchener selSlierrntiolle

kurzen Ansprache willkommen. Der Gauleiter wies darauf hin, daß hier wieder ein Bekenntnis zur großen Schicksalsgemeinschaft unseres Volkes, zu unserem

München, 18. Oktober. Kein Platz Münchens wäre würdiger gewesen als die Stätte vor der Feldherrn­halle für eine Kundgebung der Kampfbereitschaft «nd Treue der Heimat. Jene Kampfstimmung, die einst schon die alten und ältesten Gefolgsleute des Führers in sich trugen, erfüllt jetzt eine ganze Stadt, ein ganzes Volk. Und in dieser Stunde hätte kein Berufener als Reichsminister Dr. Goebbels zu den Massen sprechen können.

Tausende von Schaffenden waren aus dem fahneu geschmückten, großen Platz angetreten, als unter Marsch- klängen die Standarten und Banner der Bewegung in die Feldherrnhalle einzogen. Reichsschatzmeister Schwarz, Reichsleiter Amann, Reichsleiter Oberbürgermeister Karl Fiehler, der bayerische Ministerpräsident Ludwig Siebert, der Stellvertr. Kommandierende General und Befehlshaber im Wehrkreis 7 und der italienische Ge­neralkonsul Minister Petrucci hatten sich als Ehren­gäste vor der Feldherrnhalle versammelt. Unter stür­mischen Heilrufen aller Versammelten hieß Gauleiter Paul Eießler Reichsminister Dr. Goebbels in einer

Vorwärts zwischen Noworossijsk und ruapse

vekümplung lowjelischer rransporkbewegungon im mittleren und nördlichen froniabschnitt

Aus dem Führerhauptquartier. 18. Okto­ber. Das Oberkommando der Wehrmacht gibt bekannt: Im Frontabschnitt Noworossijs kT uapse schrei­tet der Angriff deutscher und verbündeter Truppen gegen die tiefgestaffelten Stellungen des Feindes weiter fort. Allein im Abschnitt einer Jägerdivision wurden gestern befestigte Kampsanlagen genommen. Bombenangriffe der Luftwaffe richteten sich gegen den Kolonnenverkehr der Sowjets auf den Gebirgs- und Küstenstratzen. Süd­lich des Terek warf ein eigener Gegenangriff den im Angriff auf unsere Stellungen befindlichen Feind unter hohen blutigen Verlusten über seine Ausgangsstellungen hinaus zurück. In Stalin grad brachen die Angrifss- truppen zähen feindlichen Widerstand, erstürmten sämt­liche Werke der EcschützfabrikRote Barrikade" und warfen nach, blutiger Abwehr heftiger Gegenangriffe den Feind aus dem angrenzenden Stadtteil. Schwere An­griffe starker Luftwaffenverbände unterstützten diesen Kampf und vernichteten auf dem Ostufer der Wolga zahlreiche Geschütze. Die nordwestlich des Stadtteils

Spartakowka eingeschlossenen bolschewistischen Kräfte wurden vernichtet. Im mittleren und nördlichen Front­abschnitt außer ersolgreicher eigener Stoßtrupptätigkeit und Abwehr örtlicher feindlicher Vorstöße keine Kampf­handlungen von Bedeutung. Kampsfliegerkräste setzten trotz der ungünstigen Wetterlage die Bekämpfung der sowjetischen Transportbervegung fort.

Bei Luftangriffen aus Flugstützpunkte und sonstige militärische Anlagen der Insel Malta durch deutsche und italienische Luftstreitkräfte wurden neue Zerstörun­gen erzielt. In heftigen Luftkämpsen wurden 12 britische Flugzeuge abgeschossen. Ein Tagesvorstoß der britischen Luftwaffe gegen den Südteil des besetzten französischen Gebietes verursachte Verluste unter der französischen Be­völkerung sowie geringe Sach- und Gebäudeschäden, vor allem in den Wohnvierteln der angegriffenen Orte. Ein Bomber wurde abgeschossen. Leichte deutsche Kampfflug­zeuge belegten gestern kriegswichtige Anlagen in Süd­ostengland im Tiesflug mit Bomben schweren Kalibers."

Wieder eine typisch britische vrausamkeit

Seuksches Sanikätsslugzeug von britischem Zerstörer beschossen

Berlin, 18. Oktober. Wieder einmal hat ein bri­tisches Flugzeug ein deutsches Sanitätsflugzeug, das mit Verwundeten besetzt war, in rücksichtsloser und grau­samster Weise beschossen und einen Teil der verwundeten Insassen durch seinen völkerrechtswidrigen Angriff getötet.

Das deutsche Sanitätsflugzeug, das in Nordafrika 'stationiert war, hatte den Auftrag, 16 meist Schwerver­wundete, darunter auch einen bei El Alamein abge­schossenen nordameritaniichen Piloten, nach Europa in ein Lazarett zu bringen. Etwa 166 Kilometer von der afrikanischen Küste entfernt wurde das deutlich mit dem Zeichen des Genfer Roten Kreuzes ausgestattete Flug­zeug von einem britischen Zerstörer angegriffen. Meh­rere Granaten durchschlugen die Kabine, verletzten einen Teil der Insassen erneut und entfachten einen Brand, den aber die leichter Verwundeten mit ihren Betten löschen konnten. Durch geschicktes Manövrieren gelang es dem Piloten, das Sanitätsflugzeug wieder auf Ge- genkurs zu bringen. Während die Sanitäts-Ju. SOS.- Hilferufe über den Aether sandte, rief der britische Zer­störer noch zwei britische Flugzeuge, einen Zerstörer und einen Jäger, herbei, die nun hintereinander die wehrlose Maschine unter Feuer nahmen. Das Rote Kreuz an der Außenwand traf bei diesem völkerrechts­widrigen Angriff eine Garbe der Leuchtspurmunition und verletzte einen erst vor einer Stunde amputierten Soldaten tödlich. Auch der nordamerikanische Flieger­oberleutnant wurde durch diesen Angriff erneut ver­wundet. Erst als der Strand der nordafrikanischen Küste in Sicht kam, ließen die Briten von dem Sanitätsflug­zeug ab. Dem deutschen Piloten gelang es, seine Ma­schine ohne Bruch auf den Strand zu sehen. Als der amerikanische Pilot ausgeladen wurde, erklärte er zu dieser Vegegnuna mit seinen Verbündeten wörtlich: ..Wenn ich eine Waffe gehabt hätte, hätte ich sie nieder­geschossen."

Auch dieser Fall reiht sichwürdig" an die Grausam­keiten an, von denen die am Freitag vom Oberkom­mando der Wehrmacht veröffentlichten Dokumente ein beredtes Zeugnis ablegen. Wenn es gilt, ein wehrloses Flugzeug mit Verwundeten zu überfallen, sind die Eng­länder rücksichtslos und grausam.

Vorzügliche unv sreundiiche VestanSlung"

Vuenos Aires, 18. Oktober. In der USA.-Zeitschrift Life" schildert der nordamerikanische Seemann Archie Eibbs seine Erlebnisse auf einem deutschen U-Boot. Gibbs, dessen SchiffBlank II" torpediert worden war. war von dem DampferBlank I" aufgenommen worden: Doch auch dieser wurde versenkt. Eibbs wurde von einem deutschen U-Boot gerettet, auf dem er vier Tage zubrachte. In seinem Bericht betont er, daß er vorzüg­lich behandelt wurde und die Besatzung sehr freundlich gewesen sei. Nach vier Tagen habe das U-Boot einen kleinen venezolanischen Frachter angehalten, auf den Eibbs hiniibersetzen konnte. Der deutsche U-Boot-Kom- mandant habe ihn noch angewiesen, vom Schiff aus Zeichen zu geben, ob er gut angekommen sei. Der venezolanische Frachter hätte ihn nach Luracao mit­genommen, von wo aus er nach Nordamerika zurück­gekehrt sei.

^Die MorgenzeitungNacion" in Buenos Aires ver­öffentlicht ein Spezialkabel aus London, in denen Aus­sagen zweier argentinischer Ueberlebender des kürzlich torpedierten britischen PassagierdsimpfersAndalusia Star" wiedergegeben werden. Die argentinischen Stu­denten Cordes und Dahl betonten vor allem die ritter­liche Haltung des deutschen U-Vootkommandaten. Dieser habe die Scheinwerfer des U-Bootes zur Rettung der Schiffbrüchigen eingesetzt, und auch Brot und Milch für Frauen und Kinder an die Rettungsboote verteilt.

Deutschland und sseinem herrlichen, tapferen Volk ab­gelegt werden soll.

Neichsminister Vr. Loebbels

führte dann in seiner Rede u. a. folgendes aus: Männer, Frauen und Jugend der Hauptstadt der Be­wegung! Es ist einige Jahre her, daß ich das letzte Mal vor der Bürgerschaft dieser schönen Stadt ge­sprochen habe. In diesen wenigen Jahren hat sich . das Gesicht der Welt vollkommen gewandelt. Großmächte sind zusammengebrochen, und Kontinente haben ein an­deres Aussehen erhalten.

Die Menschheit ist heute vor gänzlich andere Probleme gestellt. Es geht diesmal nicht um bloße Ideale, auch nicht um Thron und Altar, es geht um unser Lebens­recht, aber auch um unsere Lebensmöglichkeit. Der Raum, den wir als Volk besiedeln, ist zu eng. Wir können uns quf diesem Raum nicht ernähren, also muß er ausgeweitet werden.

Eine günstigere Gelegenheit dazu als die, die wir heute besitzen, werden wir nie bekommen. Dieser Krieg ist also nicht eine Sache der Preußen oder Bayern, der Sachsen oder Württemberger, sofern

unsere gemeinsame deutsche Sache

die uns alle angeht! (Stürmischer Beifall.) Wir wollen, daß durch den Krieg der Lebensstandard unseres Volkes geändert wird, daß sich das deutsche Volk endlich ein­mal an den Fettnapf der Welt setzen kann. Bisher kämpften wir national gesehen um Scheinziele, um

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Heute IS Ustr kundsunk-Uebertragung der Münchener Srohkundgebung

Berlin, IS. Oktober. Der deutsche Rundfunk überträgt heute um 18 Uhr die Münchener Groß­kundgebung der NSDAP. aus dem Odeonsplatz mit den Reden von Reichsminister Dr. Goebbels und Gauleiter Eießler über alle deutschen Sender.

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Preußen oder Habsburger, Sozialismus oder National­sozialismus, um die Frage Proletariat oder Bürgertum oder darum, ob man das Abendmahl in einfacher oder zweifacher Gestalt reichen solle. Diesmal geht es um wichtigere Dinge: um Kohle. Eisen. Oel und vor allem um Weizen, um das tägliche Brot auf dem Tuch unseres Volkes.

In diesem Sinne also müssen wir die militärischen und politischen Ereignisse dieser dramatischen beweqten ^ahre betrachten. In derselben Zeit, in der unsere Gegner behaupte»,es gehe mit den Deutschen nicht mehr vorwärts", haben wir im Osten soviel Land er­obert wie Deutschland, Frankreich und England zu­sammen an heimatlichem Territorium besitzen. (Stürme -es Beifalls antworten dem Redner.) Es hat auch im vergangenen Winter Kritiker gegeben, die sich die Ein­wendung unserer Gegner zu eigen machten, das Reich sei nrcht mehr zu einer Offensive fähig. In diesem Sommer haben wir

wiederum riesige Sebiete im Vsten gewonnen

Wir gewinnen aber nicht nur Land. um es zu be­sitzen, wir erobern es, um es für uns zu organisieren. Die Erfolge der Offensiven in den veroangenen Mo- ? bewiesen, über welche "Stoßkraft die

deutsche Wehrmacht verfügt, und zwar führen wir un­sere Offensiven nicht nach den Grundsätzen des Pre- nach denen der staatlichen und völki- lchen Notwendigkeit. Wir haben in diesen vergangenen Monaten den rechten Arm der bolschewistischen Wehr­macht abgeschnürt.

Wir besitzen heute die Kontrolle über Dnjepr, Don und wenn nach schweren Kämpfen Stalingrad vollends in unserem Besitz sein wird auch end­gültig über die Wolga. (Besonders stürmischer Bei­fall.)

Wenn einmal zu gegebener Zeit der Stoß in den Kau- ta>us zu Ende geführt ist, dann werden wir die reichsten Oelgebrete Europas in unserer Hand haben. Wer aber

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Wir müssen die deutschen flrbeitersamiüen ausrotten!"

Mordgeständnis des USst.-veseizlsstabers in kuropa das Ziel der anglo-amerikanistizen vombenangrifte

DrMbericht unserer Berliner Schriftleitnng b. Berlin, 18. Oktober. Der Oberbefehlshaber der amerikanischen Luststreitkräfte in Europa. General Jra Eaker, gesteht in einem Artikel für die vom nord- amerikanischen Informationsdienst herausgegebene Zeit­schrift zur Unterrichtung der USA.-Truppen in Nord­irland und England die Unfähigkeit der amerikanischen und britischen Lustwaffe, militärische Ziele in Deutsch­land mit Erfolg zu vernichten. Als Ausweg empfiehlt der USA.-Vesehlshaber getreu der Parole des bri­tischen Luftmarschalls Sir Harris, den zielbewußten Vombenmord an deutschen Arbeitern und- ihren Fa­milien.

Wörtlich heißt es in dem unter der Ueberschrist Ein Versprechen" erschienenen Artikel:Es ist mög­

lich, den Feind durch eine Lustaktion zu vernichten. Wenn man seine Flugzeugsabriten zerstört, kann man seine Luftwaffe zerstören. Durch die Zerstörung seiner Munitionsfabriken und Verlehrszentren kann man seine Armeen bewegungsunfähig machen. Durch Zerstörung seiner Marinewerften kann man den Gegner daran hindern, U-Boote zu bauen. Die einzigen Objekte aber, die wir nicht angreifen können, sind die unterirdischen Fabriken und die unterirdischen U-Boot-Bunker. Es ist aber möglich, dieses Problem anders zu regeln. Alles, was unter der Erde hergestellt wird, muß schließlich an die Oberfläche kommen, um verteilt zu werden. Die deutschen Arbeiter brauchen Häuser, in denen sie wohnen können und staatliche sowie öffent­liche Einrichtungen, um leben zu können. Diese sind besonders empfindlich für schwere Luftangriffe. Kein Mensch kann unter der Erde mit Ruhe und Vertrauen arbeiten, wenn er weiß, daß sein Haus zerstört und

seine Familie während seiner Abwesenheit ausgerottet werden kann."

Die Bevölkerung unseres Nordseegaues hat in den schweren Nächten des Terrors jene Absicht erkannt, die der amerikanische Oberbefehlshaber auf die kurze For­mel bringt und die angesichts der Ohnmacht, Deutsch­lands Wehrkraft zu schwächen, eine Beunruhigung des deutschen Arbeiters anstrebt, der während der Nacht­stunden voller Sorgen an seine Familie und an sein Be­sitztum denken soll. Dieses Bekenntnis zum Mord aber wird nicht vergessen werden, es wird ein Dokument bil­den. wenn die Kriegsverbrecher zur Verantwortung ge­zogen werden und die Vergeltung plötzlich ein Geschrei umHumanität" auf der englischen Insel wach werden läßt. Der IlSA.-Vefeblshaber will die Ausrottung der deutschen Arbeiterfamilien die deutschen Arbeiter werden dieses Bekenntnis richtig einschätzen!

In Stalingrad wurden sämtliche Werke der Ge- ichützfabrikRote Barrikade" gestürmt und die im Nordwesten eingeschlossenen sowjetischen Kräfte ver­nichtet.

Im Lager der Alliierten herrscht angesichts der ver­zweifelten Lage der Stadt Stalins höchste Alarm- stimmung.

Der Oberbeschlshaber der USA.-Luftwasfe in Eng­land forderte rücksichtslose Terrorangriffe auf die deutsche Zivilbevölkerung.

Die Briten machten sich wieder einer schweren Völ­kerrechtsverletzung schuldig.

Neichsminister Dr. Goebbels sprach auf einer Groß­kundgebung vor der Münchener Feldherrnhalle. Gauleiter Paul Wegener hielt gestern vor dem Gau- stab und den Amtsträgern des NSRL. in der Glocke eine richtungweisende Ansprache.

Deutschlands Fußball-Nationalels errang in Bern einen triumphalen 5:3-Sieg über die Schweiz.

Deutschlands Handballer schlugen die ungarische Elf in Budapest hoch.

Werder gewann seine Generalprobe für das Tscham- mcr-Pokalspiel eindrucksvoll mit 13:0.