Anzeigen-Grundvrrise:
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,öne Abendstunde v°r
er lag bei den Pst,.
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„es Pferdefußes oder
chlaf finden, erhob » Stalltüre. lehnt« d^ d sah hinauf nach d««, große Hofhünd. s^ , Kopf aufs Kni« u»d e Hand für «in Weil- u Tobias auf. und sie !nn die Hand sich
hen herunter. Viele» weil er ihren Pi^ n. Einen liebte er b» ils die anderen, wo Maßen schön. Himmel, dann waren ! den Hof zogen, ho« lte Länder, still-über
>er Weg.
-tall hinein und legt« « den fremden Stiin- > einschlief.
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Feiertagsanzug nom llnder nach. Doch nach k. langsam, als wäre ie nicht auf die fröh- ng in den Stall und
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schwere Arbeit, und isch, sah vor sich hin r, die der Bauer und ar das Mahl beendet, gte nach seinem Kum- igkeit auf dem Hause, r auf das abendliche illtüre blieb zu M
mr wie sonst still.M gangen — hoben sie wunderschön wie nie. i Fenster — und ein
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. die weit offen stand, auf der großen Kisi'e en svielie.
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Monatsbezu» 2,3» RM «iigchi ZusteLgebLhr; Postiezng«»ret» monatlich 2,3» RM selnfthl. 3».l Rpt Post,«Itang«g-brhr> ,uzü»l. 42 Rpf. Bestellgeld. Bezugspreis ist Im voraus zahlbar Postscheck: Hamburg 17 272. Ein« Behinderung der Lieserung rechtfertigt leine« Lnspruch auf Rückzahlung des Bezugspreise,. D-rlag: Nk.-Kauuerlag Weser-Em» Tmbtz., Bremen, Teeren 6/8. gernruf «1981. Rachtruf und sonntags 247S». Epiechzetten: Derlagwerk- tslgl. 12—13 Uhr. Schriftleitg. 12.3»—13 30 Uhr.
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yaoteiarntticlie Layeszettnny
Nos flmtsblatl des Negierenden vürgermeisiers der Zielen lgansestodk vrrmen
üev Narionalsüzia>.ifderi. Vremens
flmtlickies vcrkündungsbiatt des Ncichsstattlzallers in Oldenburg und Vremen
Nr. 287 , 12. Jahrgang
Sonntag, 18. Oktober 1842
kinzelpreis 15 Npf.
oeWtzfabrik „Note öarrikade" erstürmt
Abgeschnittene seindkeSste nordwestlich Slalingrads geben der Vernichtung entgegen
Va« 4veökf«Mi-e^5t!
Lolsoksvistisioko Lulmarsokbsvoyunysn im Ldsoknitl La linin-^oropsL äurok äis I.uktvatt« sriolyrsivl» kokämptt
SsIdslläusolKuny okns aui ssitsn unssrsr Osynsr
Ktaiinyraä als L^mboi iür üsn Lusyany riiosos Lrisyss
Aus dem Führerhauptquartier, 17. Oktober. Das Oberkommando der Wehrmacht gibt bekannt: „Im Westkaukasus erzielte gestern der Angriss deutscher und slowakischer Truppen trotz hestigen seindlichcn Widerstandes abermals bedeutenden Raumgewinn. Kamps- nnd Zerstörerslugzeuge griffen wirksam in die Erdkümpse ein. Westlich des Terek warfen rumänische Truppen den Feind aus mehreren Vergstellungen und brachten zahlreiche Gefangene ein. In Stalingrad setzten Jnsantcrie- und Panzerverbände in engem Zusammenwirken mit pausenlos angreifenden Fliegerkräften und der Flakartillerie der Lustwasse ihren schwungvollen Angriff trotz erbitterter feindlicher Gegenwehr fort. überrannten zahlreiche Stützpunkte und eingegrabene Panzer und drangen in die Eeschützsabrik „Rote Barrikade" ein. Durch Vorstoß nach Norden sind feindliche Kräfte nordwestlich der Stadt von ihren Verbindungen abgeschnitten und gehen ihrer Vernichtung entgegen. Schwerste Angriffe der Luftwaffe richteten sich außerdem gegen Batteriestellungen ostwärts der Wolga. Eigene Jagdverbände schalteten die sowjetische Lustwasse bei Tage vollkommen aus und schössen 18 feindliche Flugzeuge ohne eigene Verluste ab. Im übrigen Verlaus der Ostfront fanden nur Kampfhandlungen von örtlicher Bedeutung statt.
Eine feit etwa vierzehn Tagen erkannte Aufmarsch- bewegnng der Sowjets auf allen Bahnen und Straßen im Abschnitt Kalinin—Toropez wurde durch die Luftwaffe lausend und mit großem Erfolg bekämpft. Die für die Vahnbewegungen wichtigen Bahnhöfe Bolegoje, Ostaschkoiv, Toropez, Selisharcwo und Soblago wurden mehrfach mit stärkster Wirkung angegriffen, die Bahnlinien selbst häufig unterbrochen und zahlreiche Züge mit Truppen und Material vernichtet. Durch diesen trotz schwieriger Wetterlage fortlaufend geführten Einsatz der Luftwaffe ist es gelungen, den Aufmarsch der Sowjets nicht nur zu stören, sondern ihn teilweise zu unterbinden oder erheblich zu verzögern.
Die Bombardierung militärischer Anlagen auf der Jnselfestung Malta wurde bei Tag und Nacht durch deutsche und italienische Fliegervcrbände fortgesetzt. In Luftkämpfen verlor der Feind durch die verbündeten Jagdflieger fünfzehn Flugzeuge. Zwei deutsche Flug-
Ol« ksnrer-6roLksdrik Dskersliinskij in Stalingisck. llvssis l.uktsiiknsbws. öis bereits vor längerer Teil von unseren ^.ukklärsrn geweckt würbe, reigt einen llebsrblicle über bis gewaltige Anlege, bis von unseren Truppen erobert würbe. ?K-l.uktwskks (Leb)
zeuge find nicht zurückgekehrt. In Südengland bekämpften leichte deutsche Kampfflugzeuge bei Tage militärische Anlagen «nd Ansammlungen von Landungsbooten an der britischen Südliiste. Sechs Landungsboote wurden versenkt, eine Anzahl beschädigt. In der ver
gangenen Nacht glissen Kampsslugzeuge Hasen- und Dockanlagen in Nordostengland an. Ueber dem Seegcbiet westlich Brest wurden bei Tage zwei britische Bomber durch deutsche Kampsslugzeuge abgeschossen. Außerdem brachte Flak-Artillerie der Lustwasse und der Kriegsmarine vier britische Bomber bei nächtlichen Vorstößen in die Deutsche Bucht und gegen westfranzösisches Küstengebiet zum Absturz."
*
Die Eeschützsabrik „Rote Barrikade", in die deutsche Truppen eingedrungen sind, bildet eine Arbeitsgemeinschaft mit dem weiter südlich gelegenen Hüttenwerk „Roter Oktober", wo die eingeschlossenen Bolschewisten ebenfalls eine starke Kräftegruppe eingesetzt haben. Der Ausfall dieser beiden Rüstungsbetriebe wiegt besonders schwer, da es den Bolschewisten in absehbarer Zeit nicht gelingen dürfte, die moderne Stahlgießerei zu ersetzen, die wenigstens 13 Martinöfen und drei Elektroöfen besaß und mehr als 12 000 Arbsiikr beschäftigte. Das Herstellungsprogramm umfaßte neben der Erzeugung von Panzcrstahl, Geschützen aller Art und Einzelteilen sür den Bau von Autos, Traktoren, Kampfwagen und Eisenbahnen, vor allem auch die Herstellung von Artilleriemunition, deren Anteil an der Gesamtproduktion der Sowjetunion sieben Prozent betrug.
100. Bremen. 18. Oktober 1942.
verfrühter Jubel Sie haben wieder einmal zu unserer Zeinde früh gejubelt, unsere Feinde, als
^ sie vor kurzem in alle Welt hin-
ausschrieen, es habe die Offensivkrast der deutschen Armeen bei Stalingrad ihren Kulminationspunkt überschritten und es werde voraussichtlich dieser gigantische Kampf um die gewaltige Naturfestung an der Wolga unentschieden oder vielmehr nach ihrer Darlegung mit einer deutschen Niederlage enden. Auch jene sogenannte neutrale Presse in den vom Krieg verschont gebliebenen, Deutschland benachbarten Ländern hat ihrer gegen Deutschland stets gehässig gewesenen Einstellung gemäß bereits voreilige „strategische Folgerungen" aus dem Kampf um Stalingrad ziehen wollen und im Sinne der anglo-amerikaniichen Agenienarbeit ihre Leser glauben zu machen versucht, daß mit der vermeintlich „unentschiedenen" Partie um Stalingrad ein Wendepunkt im deutsch-sowjctrussischen Kriege eingetreten sei. Da meldete vorgestern plötzlich unser OKW., daß ganz entgegen solchen Erwartungen, bei denen der Wunsch der Vater des Gedankens war, die Kämpfe um und in Stalingrad nicht nur nach wie vor andauern, sondern neuerdings zu einem ganz großen Erfolg unserer Truppen geführt haben, denen es in kühnem nächtlichen Angriss gelang, an einer neuen Stelle bis an die Wolga durchzustoßen und das große, sechs Kilometer lange und zwei Kilometer breite Fabrikgelände im Nordteil der Fabrikvarstadt Stalin- grad mit dem riesigen Traktorenwerk Dshershinskij zu
öroftes panMsterben der Sowjets
planmößige fluswdiluns des deutschen stngristes im Nordleil von Slaiingrad
Berlin, 17. Oktober. Der deutsche Angriff im Nordteil von Stalingrad dehnte sich nach den beim Oberkommando der Wehrmacht vorliegenden Meldungen am 1K. Oktober weiter nach Norden und Süden aus. Die aus dem Bereich des erstürmten Traktoren- und Panzerwerkes „Dshershinskij" nach Norden in Richtung Or- lowka vordringenden deutschen Truppen schnitten die nordwestlich der Stadt noch kämpsenden Bolschewisten von ihren Verbindungen ab und begannen durch konzentrische Vorstöße die feindlichen Kräfte weiter in das Innere des gebildeten Kessels zurückzuwerfen. Gleichzeitig brach ein deutscher Angriffskeil aus der am Vortage geschlagenen Lücke nach Süden vor und zerschlug den feindlichen Widerstand in den von Artillerie und Fliegerbomben sturmreif gemachten Schutz- stellungen vor der Eeschützsabrik „Rote Barrikade".
Dieses Werk mit seinen mächtigen Montagehallen bildet die mittlere Bastion des nördlichen Festungsab- schnities von Stalingrad. Im Vorgelände der Geschütz- fabrik hatten die Bolschewisten zahlreiche Panzer als Rückgrat der Verteidigung in das Trümmerfeld eingebaut. Mit Sprenggranären brachen unsere Panzer und Sturmgeschütze diesen Sperr-Riegel auf und vernichteten dabei 16 bolschewistische Panzerkampfwagen. Durch die Zertrümmerung von Verteidigungsstellungen stießen unser« Infanteristen, Pioniere und Panzerverbände tief in das Werkgelänide hinein, wo die Bolschewisten in den zu Forts ausgebauten Gebäuden ebenso verzweifelten wie aussichtslosen Widerstand leisten.
Die Luftwaffe half den Heeresverbänden beim Eindringen in die bolschewistischen Verteidigungsstellungen. Neben den Kampfflugzeugen waren es Schlochtflieger, die in kühnen Tiefangriffen feindliche Widerstandsnester und Reserven unter Feuer nahmen. Der Schutz für die Kampf- und Schlachtflieger lag wieder bei den Jägern, die unablässig Sperre fliegend, nicht ein einziges feindliches Flugzeug über Stalingrad gelangen liehen. Wo immer sich bolschewistische Flugzeuge der Front zu nähern versuchten, wurden sie angegriffen. Es kam dabei über der Wolga, wo Kampfflugzeuge einen Raddampfer versenkten und ein hochbeladenes Frachtschiff schwer beschädigten, zu heftigen Luftkämpfen. bei denen 18 feindliche Flugzeuge im Feuer der deutschen Jäger abstürzten.
Der Schwerpunkt der Luftangriffe lag jedoch auf den feindlichen Artilleriestellungen an der Wolga. Kaum daß die bolschewistischen Geschütze im Morgengrauen ihre ersten Salven verschossen, hagelten auch schon die Bomben der Sturzkampfflugzeuge auf sie herab. Drei Batterien wurden vernichtet und weitere neun kampf
unfähig gemacht. Es gelang dem Feinde nicht, diese Ausfälle zu ersetzen. Die in unterirdischen Bereitstellungen auf ihren Einsatz wartenden Reserven wurden in direktem Beschüß durch Flakartillerie der Luftwaffe zersprengt. Diese in der Schlacht um Stalingrad gegen Erdziel« eingesetzten Flakgeschütze haben sich bereits wiederholt und ganz besonders im Kampf gegen bolschewistische Panzerkampfwagen bewährt.
Aus der großen Zahl der Einzelleistungen hebt sich die Tat des am 17. Oktober mit dem Ritterkreuz des Eisernen Kreuzes ausgezeichnete« Wachtmeisters Gern L n d e n ab, der kürzlich als Führer eines Flakkampstrupps der Luftwaffe zusammen mit der Bedienung eines 8,8-Zentimeter-Eejchiitzes 24 bolschewistische Panzer vernichtete. Diese Panzer waren »om Feinde zum Einbruch in die nördliche Riegelstellung angesetzt. Pausenlos feuernd, rollten die Kolosse über Gräben und Eranattrichter vor. Als der erste Panzer seine Nase über eine kleine Anhöhe erhob, gab Eemünden den Feuerbefehl.
Don diesem Augenblick an jagten die Männer des Flakkampftrupps Sprenggranate um Sprenggranate zwischen den bolschewistischen Panzerverband. Das grell aufblitzende Mündungsfeuer des gut gedeckt stehenden Geschützes wurde von der feindlichen Artillerie erkannt, die mit einem Hagel schwerer Granaten das Flakgeschütz außer Gefecht zu setzen versuchte. Spreng- stücke, Erdbrocken, Vaumfetzen prasselten auf die Feuerstellung, während die Panzer gleichzeitig mit Kanonen und Maschinengewehren die Flakkanoniere niederzukämpfen versuchten.
Schon waren zehn, fünfzehn Panzer vernichtet, die brennend mit zerborstenen Gleisketten oder zerschossenen Panzertiirmen im Gelände lagen, als drei Mann der Geschützbedienung im Feuerhagel der feindlichen Artillerie sielen und weitere Kanoniere schwer verwundet wurden. Als einziger stand nur noch der Geschützführer, der Wachtmeister Eemünden. Er richtet, lädt, schießt. Nochmals versuchten drei Panzer mit dem Mut der Verzweiflung, wenn schon nicht die deutschen Stellungen zu durchbrechen, so doch zumindest das Geschütz, das ihnen Tod und Verderben brachte, zu vernichten. Da wurde auch Eemünden verwundet. Aber der Schmerzen nicht ackitend, feuerte er weiter und auch die letzten drei rollenden Festungen blieben, nur Meter von dem deutschen Flakgeschütz entfernt, vernichtet liegen.
24 Panzer griffen an — 24 Panzer zerbarsten an dem Heldenmut eines einzigen Flakkampftrupps, an Wachtmeister Eemünden und seinen Männern.
Me varbarei der von „Humanität" triefenden vriten
Hilfloses Destammel der englischen Völkerrechtsbrecher nach der Publikation des VKW.
nehmen. Nun meldet der jüngste Wehrmachtsbericht auch schon die Erweiterung unserer Erfolge im Süden der Stadt, wo die Eeschützsabrik „Rote Barrikade" in die Hände unserer Truppen siel, so daß man erkennen kann, wie die von den Sowjets noch verteidigten Teile von Stalingrad geradezu zusammenschmelzen. Schon lassen sich einzelne feindliche Pressestimmen verne-h^—', die angesichts der für sie überraschenden Wendung der Kämpfe um Stalingrad ihre Leser auf eine neue
Niederlage vorbereiten, indem sie von einem unerhört gewaltsamen Artillerie- und Granatwerferbombardement gegen die sowjetischen Stellungen sprechen und davor warnen, anzunehmen, daß in Stalingrad eine deutsche Niederlage zu erwarten sei. Ja, sie jammern sogar über ein angebliches deutsches Täuschungsmanöver, dem man aufgesessen wäre, indem man annahm, daß „wegen Ermüdungserscheinungen der Angreifer" fortan der Kampf um Stalingrad nur mit Bombardements aus der Luft und mit Artillerie geführt werden solle. Derweil, so klagen sie, überträfe doch jetzt die Wucht der deutschen Angriffe, „die offenbar das Schicksal Stalin- grads besiegeln sollen", alle vorangegangenen Aktionen, so daß Stalingrad heute ein glühendes Inferno sei, in dem den Sowjets nichts anderes übrigbleibe, als sich zur Wolga zurückzuziehen und dem Gegner den Weg durch die Stadt zu öffnen. Gründlich wurde unseren Feinden wieder einmal das optimistische Konzept verdorben, worin Stalingrad auf der Aktivseite der Jahresbilanz der Operationen im Osten erscheinen sollte. And wieder einmal haben sich auch unsere „guten Freunde" als die wir gewisse „Neutrale" bezeichnen dürfen, zu leicht über die Worte des Führers hinweggesetzt, die er in seiner jüngsten Rede prägte, als er verkündete: „Die Inbesitznahme von Stalingrad wird abgeschlossen, kein Mensch wird uns mehr von dieser Stelle wegbringen." Unseren Feinden und den uns „freundlichen" Nachbarn wäre es freilich lieber gewesen, wenn es zugetroffen wäre, daß man auf deutscher Seite fortan von weiteren Sturmangriffen in Stalingrad Abstand genommen und die inzwischen völlig zerstörte Stadt ihrem Schicksal überlassen hätte. Die Rechnung war wieder einmal ohne die deutsche Wehrmacht gemacht.
Von einem Irrtum Schon der heutige Stand der in den anderen Dinge in Stalingrad läßt die übereilt gefaßten Hoffnungen unserer Gegner als Illusion erscheinen, so wie übrigens auch noch eine weitere, stark gehegte Erwartung unserer Feinde und ihrer angeblich „neutralen" Anhängsel auf europäischem Boden gegenstandslos ist, nämlich die, daß ein „neuer fürchterlicher Winter in Rußland" die deutschen Armeen entmutigen und zermürben werde, während sich die Soldaten der Wcstmächte darauf vorbereiten könnten, an einem vielleicht nicht mehr fernen Tage" wiederum den Boden Europas zu betreten. Da zu ihrem eigenen Schaden die Nachrichtengebung unserer Feinde immer wieder den ebenso geistlosen wie widerlich opalisierenden Ausführungen Churchills und Roosevelts Resonanz gibt und auch jene oben mehrfach apostrophierten Neutralen dieser Nachrichtengebung lieber glauben, als den durch feste Tatsachen untermauerten unumstößlichen Feststellungen des Führers, können sie natürlich auch gar nicht anders, als immer wieder von nsnem aus einem Irrtum in den anderen fallen. So übergehen sie vollkommen bei ihrer Betrachtung der allgemeinen Kricgslage die von Rcichsaußenminister von Ribbentrop unwiderlegliche Beweisführung, wonach die Zeit nunmehr endgültig zum Verbündeten Deutschlands geworden ist, und plappern geistlos die daraufhin in USA. erschollene Erwiderung nach: „Die Zeit ist mit den starken Armeen und wir werden hier, d. h. auf amerikanischem Boden, eine Armee von zehn Millionen Mann aufstellen, die der deutschen Armee, die in drei Jahren durch ganz Europa marschiert ist, und der nun vor Stalingrad der Atem ausgeht, einfach schon darum überlegen sein muß. weil sie in friedlichen Ländern und auf ungestörten Exerzierplätzen ausgebildet, mit guter Nahrung und den besten Äaffen versehen, früch itz den Kampf zieht." Wir haben es nicht nötig, selber dieser echt amerikanischen Prahlerei zu erwidern. Das beiorgt schon „Manchester Guardian", die große Händlerzeitung Englands, die in tiefer Besorgnis darauf hinweist, daß man immer und immer wieder in London und Washington die Dinge zu leicht nimmt und darum unvermeidlich immer wieder neuen, schweren Katastrophen entgegengeht. Es warnt das Blatt ernstlich vor übergroßer Selbstgefälligkeit und erinnert an die „furchtbaren Schwächen", die sich sowohl materiell als auch moralisch bisher in der gemeinsamen angloamerikanischen Kriegführung gezeigt habe«. Was das Blatt bei diesem Stoßseufzer gegenüber der anglo-
Vnsor
DrahtLericht unserer Berliner Schrittlcitu'.'.i är. w. srb, Berlin, 17. Oktober. Unter der erdrückenden Wucht der deutschen Anklagen gegen die barbarische britische Kriegführung und gegen die.widerliche Heuchelei der Londoner Regierung duckt sich diese jetzt wie ein gcpriigeltez: Hund. Die erste Reaktion ist ein hilfloses Gestammel, eine völlig unzureichende, knappe Meldung über die deutschen Dokumente ohne den geringsten Versuch einer Rechtfertigung. Man spürt ganz deutlich, daß Churchill nun Angst hat, seinem eigenen Volke zu offenbaren, in welche unheilvolle Lage sowohl in moralischer wie auch in materieller Hinsicht es durch das verbrecherische Handeln seiner Führung gedrängt worden ist. Man weiß, daß es auch in der englischen Oeffentlichkeit zum Teil geradezu Bestürzung hervorgerufen hat, als Churchill sich wegen des zwingenden deutschen Druckes dazu bereitfinden mußte, Teilgeständ
nisse über seine Sünden zu machen. Jin neutralen Aus- land haben schon in einem früheren Stadium der Auseinandersetzung auch solche Zeirungen, die sonst gern den Engländern alles mögliche zugute halten wollen, diesmal ihrer Empörung Ausdruck verliehen und festgestellt, daß die Briten einen Schandfleck aus ihrer militärischen Ehre verursacht hätte». Den Beweise» und Einzeldarstellungen, die jetzt i« den Dokumenten des OKW. veröffentlicht wurden, kann sich nunmehr in der ganzen Welt kein Mensch mehr entziehen, dem rechtliche und moralische Empfindungen nicht völlig verlorengegangen sind.
Dabei ist festzustellen, daß die Schandtaten von Dieppe und Serco nicht allein das deutsche Oberkommando zu seinen Gegenmaßnahmen veranlaßt haben, daß es sich hier vielmehr um Rechtsbrüch« und Barbareien handelte, die ein schon nahezu gefülltes Faß zum Ueber-
laufen bringen mußten. In der Veröffentlichung des OKW. sind vielfach Fälle grausamsten britischen Rechtsbruches auf allen Kriegsschauplätzen aktenmäßig belegt worden, die vor Dieppe und Serco sich ereignet haben. Bei dem Volk, in dem die „Varalong"- und „Cossak"-Mörder gefeiert und demonstrativ auf höhere Posten befördert wurden, darf man sich auch über den ungeheuerlichsten Fall dieser Art, bei der Versenkung des Motorseglers „Osia Parafkevi" nicht wundern. Bei den Leuten, die das „rigstt or wmng ra^ contiz-" bewußt in grausamstes Verbrechertum überspitzen, ist es nicht erstaunlich, wenn ein Secret-Service-Mann damit prahlt, daß er das Völkerrecht gebrochen habe, als er den zügellosen Bandenkrieg auf Kreta vorbereitete und entfesselte und die Voraussetzungen dafür schuf, daß sich auch die britischen und australischen Truppen wie die (Fortsetzung aus Seit« S)
Nordwestlich Stalingrad wurden Feindkraste abgeschnitten; in der Stadt selbst siel die Geschütz- fabrik „Rote Barrikade" in deutsche Hand.
Im Westkaukasus erzielten unsere Truppen bedeutenden Raumgewinn.
Im Abschnitt Kalinin—Toropez störte unsere Lust, waffe erfolgreich bolschewistische Aufmarschbewegungen.
Die britischen Völkerrechtsbrecher haben als Antwort auf die Dokumenten-Publikation des OKW. nur hilfloses Gestammel.
Aus eine 60jährige Tätigkeit in staatlichen Diensten blickt morgen Präsident Grunow zurück.
Der Leiter des Landeswirtschaftsamtes, Oberregie» rnngsrat Wöhrl. wurde zum Negicrungsdirektor ernannt.