Ausgabe 
(17.10.1942) Nr. 286
Seite
1
 
Einzelbild herunterladen

Anzsigen-Erundpreiser

Tage

AM hatte sich Marias dacht. Es enthielt all e man einem Fr«„/ i°k!lich kam Dctlff U Eisernen auf der Broü rraus ieder Verwand :ete. Man wollte on seinen Abenteuern

:m Bahnhof, und M. -ungebranntes Eeiick. das Ordensband Ä' stigen und ach. so us. Erst als sich L el ihr Detlefs Schwell kann neben sich in i,, ife wahr. Obwohl n, h nicht der alte Detlef

-wann ihm ein feine,

: wie mit Glanz Dinge im Raum, s„z. vorsichtiger Hand s und suche seine alte i Detlef mitten in dei h nicht zu Hause, onntage für dich stß inderbar ausgedacht" ins Ohr.

helt er leise zurück, r gehen wir zu den und Tante Lene. Und tieschen. Alle Vettern Bekannte", schwärmt«

ragte Detlef erstaunt, noch schon alle so ge- rlebnisse", antwortet«

erwiderte Detlef und n Dingen im Zimmer.

! ruhen. „Wollen wir lein in unserer Woh- >eitem Blick, cianne erschrocken. Er on alle bestellt. M lsen", widerspricht sie ate in unseren Bun- n." Detlefs Gesicht ist Sie kann ihm nichl orgen. Detlef, über- da werden die Eltern

dritten Tage alle zu

> hinaus", bittet irr da treffen wir sitz:

Schilf so dicht ist und ct wor wir uns zum teigt du noch?" „Am vorsichtig. „Da muh misfrauen ausrichten." öesicht zeigt Sorg«, wollen wir doch aus d draußen im Herbst­ist?!" fragte er mit «schaute Marianne die Einen Tag, wie den r will mit ihr nicht rfoln präsidieren. Still sein — mit Marianne u, die seine Welt sich. i Detlef einen anderen : sie gang.erschöpft - einen Tag zu retten, icklichen Blick an den t ihm ein Buch. „Ein rus ihm wie die Ei­nes. Mit der rechten Marianne und die ieüergewonnenen Be- umd heiß in sich am­en. Die ganze Kennet in seiner Haiä> ner- e Detlef, jubelt M- Sonntägl scher Nach n wie ein Sonnt«?, ganzes Festprogramm Lippen, um es jenem spruch auf dies« M

ld merken kann

n Stil gewisser Au- >er von Beiwörtern

nachen könnte," sagte Feind des Eubstan- n gut entsprechen!'

Am morgigen Sonn- „S i e g sr i e d" von ierung von Ph>h^ >en Leitung von Ein

lplan ausgenommen, inige llmbesetzungen.

' den Siegfried una nommen. Die ParNe >er von der Berliner lien bleiben wie Af' , Margarethe Schw' Rieth und - 2m

kommenden Sonntoi enderung des ms neue musikalE relstür" von Ratpb elhaus erwarb soeben aer Brokat" von he Bühne übertragen . zur Erstaufführung

nten und die Größe Suchern weiter am >t an das deiE

daß jede E,nh°'

en kann. Dazu stn° )ie am 17. Oktober

allen Gliederungen >, wendet sich "eh m einzelnen Volks >a der Buchhande gleicher Weile enr-

a Jahren..Es

zens fern. D wordenen Buch ^

trag gegenüber ve

ne Heimat bmngt- ,ter bei der. MÜ- stung M d-e Mg lmmenfand, ^ verk der ge-st-S' e wird das um i Wochen versorgen gi"- 'len Winiermonam

Erscheint 7ntal wöchenklkH

Monatsbezug L.M RM einscht Zustellgebühr; Postbezugsprel» monatlich 2.M AM. lelnsthl. S0.I Rbt B°stzet«ungsgebühi> zuzügl, « Rgs. Bestellgeld vezng-pret, «st tm «raus zahl­bar Postscheck: Hamburg 17 rast Ein» Be- hlndrrung der Lieferung rechtfertigt keinen «„spruch auf Rückzahlung de» Bezugspreis«,. Verlag: NS.-lba»Verlag Weser-Em» <8mbA., Bremen, «Seeren SB. Kernrnf Ü1S81, Nachtiuf und lonntag, 2470». ^irechzeiten: verlagwerk- t-gl. ir-1S Uhr. Schrtftlettg. IS S0-1S.M Uhr-

Vreineräettuna

ilnzetgenpretle und autnadmededtngungen -out Preisliste Lnfnahmetermtne ohn« Verbindlich- fett. Selchiistsstellen: Bremen: K-eren SB. R-» S19S1: Rachtrut und lonntag, r«7»bf Obernstraste SS. R-« 9I9S1; Kote: Mühl«»- damm k: Vremen-Hemelingen: Bahnhofstr I, «kcke Poststraste. Rn» 4S4KS: «remen-Degela«: Rohrstraste St. Rüf 4 ». S: Vrem-n-Blnmen- thal: Kant -Dallm-nn-Str. 41«4S. Ruf SS ». SS-

yLvteiamtlicke Layeszettuny

Vos flmtsdlals des Negierenden Nürgermeisters der Freien Hansestadt Nremen

M

üev Nationalsozialisten Vremens

flmtUlffeg verkündungsbiatt des Neichsstaktlfalters in Oldenburg und Vremen

Nr. 286 , 12. Mrgang

Sonnabend, 1?. Sktober 1942

kinzelpreis 15 Npf.

StalingrallsNordbastionlierausgebrochen

Traktorenwerk Vskerskinskij erobert

Her sture Sowjet-Widerstand wird sinnlos

Neue lMenstellungen in Nichkung tuapse genommen

ven Veiten dämmert die vedeutung des deutschen Sieges on der Wolga

die Ruinen der klotzigen Hochhäuser, Hallen und Hoch­öfen mit dem Netz der Starkstromleitungen und Trans­portanlagen die flächeren Trümmerfelder der um sie herumliegenden Wohnviertel.

Obwohl die Bolschewisten den deutschen Angriff er­warteten und ihm durch Massenaufgebote an Waffen und Truppen die Kraft zu nehmen versuchten, drang der wuchtige deutsche Stoß in den Raum zwischen dem am weitesten nördlich gelegenen Traktorenwerk und der südlich davon liegenden Maschinenfabrik „Rote Barrikade" ein. Die Bolschewisten entfesselten zur Ab­wehr das ganze Toben der Materialschlacht, aber un­sere Infanterie und Panzer erreichten dennoch nach erbitterten Strahenkämpfen das Wolgaufer und stürm­ten die dort liegende Ziegelei. Nördlich davon dran­gen weitere Angriffskeile in die weitläufigen Anlagen des Traktorenwerkes ein und erreichten auch dort im weiteren Vorstoß mit ihren Spitzen die Wolga.

Um unseren Truppen ihren Erfolg streitig zu machen, zogen die Bolschewisten am Ostufer der Wolga ihre Reserven zum Gegenstoß' zusammen. Bei dem Versuch, den Strom zu überqueren, wurden diese Kolonnen vom Feuer der deutschen Geschütze erfaßt und zusammenge­schlagen. Nochmals versuchten die Bolschewisten, den Bertsidigern dos Traktorenwerkes Hilfe zu bringen, da griff unsere Luftwaffe ein. Sturzkampfflieger legten mit ihren ununterbrochen einschlagenden Bomben einen undurchdringlichen Ring um das Werk, so daß kein Fahrzeug, keine Waffe und kein Mann in die Werkgebaude gelangen konnten. Unsere Schlachtgeschwa­der zersprengten die Reste der Entsetzungstruppen. Sie erstickten, wenige Meter über den Hügeln der Nord- stadt fliegend, jeden Entlastungsvorstoß im Keime. Noch am Vormittag wurde der Widerstand im Traktorenwerk gebrochen, wo sich die Bolschewisten in den Trümmern mehrgeschossiger Häuser und Hallen, in unterirdischen Werkanlagen sowie zwischen zerschlagenen Eisenkonstruk­tionen verzweifelt zur Wehr setzten. Gegen mittag bau­ten die deutschen Truppen ihren Erfolg im Traktoren­werk durch Erstürmung der westlich davon liegenden Häuserblocks weiter aus. Den Nachmittag über wurde das gewonnene Kampfgelände noch von versprengten Widerstandsnestern gesäubert, so daß am Abend des 18. Oktober diese wichtige Novdbastion aus der Festung Stalingrad herausgebrochen war.

Sefangenenmißkandlung erwiesen

Stellungnahme des Skw. ;u den britischen Ausflüchten

Aus dem Führerhauptquartier, 1K. Ok­tober. Das Oberkommando der Wehrmacht gibt be­kannt: „Die Kampfhandlungen südöstlich von Nowo- r o s fi j s k führte« abermals zur Einschließung und Ver­nichtung feindlicher Kräfte. In Richtung aus Tuap s e stürmten deutsche Truppe» neue Höhenstellungen, die für die Fortführung des Angriffes von besonderer Be­deutung sind. In Stalingrad stieß eine Panzer­division in kühne« nächtlichen Angriff bis an die Wolga durch, nahm dann zusammen mit Jnfanterieverbänden in hartnäckigen Häuser- und Straßenkämpfen den Nord­teil der Fabrikvorstadt mit dem großen Traktorenwerk Dshershinskij. Starke Luftstreitkräfte führten Zermiir- bungsschläge gegen den verbissen kämpfenden Feind, während Jagdverbände jede Gegenwirkung der feind­lichen Luftwaffe verhinderten. An der Don-Front ver­eitelten ungarische Truppen alle feindlichen llebersetz- versuche. Im mittleren und nördlichen Frontabschnitt bekämpfte die Luftwaffe die rückwärtigen Verbindungen der Sowjets. An der Murmanfront wiesen Gevirgs- truppen Mehrere feindliche Angriff«, zum Teil im Ge­genstoß, blutig ab. Der Gegner zog sich unter Zuriick- lassung zahlreicher Gefallener «us seine Ausgangsstel­lungen zurück. — Die Flugplätze aus Malta wurden bei Tag und Nacht durch deutsche und italienische Lust­streitkräfte angegriffen. Acht feindliche Flugzeuge wur­den abgeschossen, davon zwei im Kampf mst deutschen Kampfflugzeugen. — Die britische Luftwaffe führte in der vergangenen Nacht Störangrisfe auf rheinisches Gebiet durch. Die Bevölkerung hatte Verluste. An meh­reren Orten entstanden Brände und Gebäudeschäden. Nachtjäger und Flakartillerie schössen 22 feindliche Bom­ber ab. Darüber hinaus wurde» am Tage bei Angrisfs- versuchen aus norddeutsches und französisches Küsten­gebiet drei britisch« Flugzeuge vernichtet."

Zu dem neuen Erfolg unserer Infanterie- und Pan­zerdivision in Stalingrad teilt das Oberkommando der Wehrmacht noch folgende Ergänzung mit': Die

deutschen Truppen traten in der Nacht zum 15. Oktober zu ihrem Angriff gegen den Nordteil der Stadt an. Die hier nebeneinanderliegenden drei großen Rüstungs­werke, das Traktoren- und Panzerwagenwerk „Dsher- shinfkij", die Maschinenfabrik „Rote Barrikade" und die Hütte „Roter Oktober" sind nach ihrem Ausbau zu Vertsidigungswerken die wichtigsten Bastionen der Festung Stalingrad geworden. Immer noch überragen

ZWkiMll

Berlin, 18. Oktober. Zu der Fülle der Erklärungen, die in den letzten Tagen durch den britischen Premier­minister oder durch die britische Regierung abgegeben wurden, gibt das Oberkommando der Wehrmacht be­kannt:

I.

Bei dem Lwndungsvevsuch der Engländer am 19. 8. 1942 bei Dieppe ist der deutschen Wehrmacht auch der englische Operationsbefehl für dieses sogenannte „Un­ternehmen Jubilee" in die Hände gefallen. Im Anhang I^Abschnitt 4, Ziffer 8 2 und die Ziffer 2 heißt es: „Wo immer es möglich ist, wevden den Gefangenen die Hände gebunden, .damit sie ihre Papiere nicht vernich­ten können." 2n der durch Reuter verbreiteten Erklä­rung der englischen Regierung vom 10. 10. 1942 wird die Existenz dieses Befehls nicht bestritten, jedoch gesagt, daß er „ohne Befugnis herausgegeben" worden sei. Eine ebenso dumm« wie unglaubliche Auslegung, da Nicht an­zunehmen ist, daß die Befehle eines Unternehmens, von dem die britische Regierung selbst verkünden ließ, daß zehn Monate lang die Vorbereitungen dafür getroffen worden wären, dem britischen Kriegs-miNisterinm und damit der' britischen Regierung nicht bekannt gewesen sein sollen. Auf diesen Beutebefehl hin hatte das Ober­kommando der Wehrmacht am 2. 9. 1942 folgendes be­kanntgegeben: „In dem bei Dieppe erbeuteten englischen Befehl Anhang I-, Abschnitt 4, Ziffer b 2 heißt es: Wo immer es möglich ist, werden den Gefangenen die Hände gebunden, damit sie ihre Papiere nicht vernichten können. In der amtlichen Darstellung des OKW. vom 30. 8. 1942 wurde unter anderem dieser Ausschnitt des englischen Operationsbefehls veröffentlicht.

Die englische Regierung hat hierzu nicht Stellung genommen. Das Oberkommando der Wehrmacht hat deshalb angeordnet, daß ylle bei Dieppe gefangenge­nommenen britischen Offiziere und Soldaten ab 3. 9. 1942, 14.00 Uhr, in Fesseln gelegt werden. Der Grund für diese Behandlung wurde den Gefangenen bekannt­gegeben. Diese Maßnahme wird erst aüfgehMen wer­den, sobald die britische Regierung die in oben bezeich­netem Befehl verfügte Anordnung über Fesselung deut­scher Gefangener in amtlicher Bekanntmachung zurück­nimmt. Das Oberkommando der Wehrmacht erklärt wei­terhin, daß alle zukünftigen Wildwestmethoden dieser Art, die eine Schändung und Mißachtung tapferer Sol­daten darstellen, sofort mit schärfsten Repressalien be­antwortet werden. Die deutsche Truppe hat bisher — zahlreiche photographische Aufnahmen von Dieppe be­weisen es — die gefangenen Briten wie einen anstän­digen Gegner behandelt und versorgt. Es bleibt der britischen Regierung überlassen, zu beurteilen, ob diese von ihr veranlaßt« Aenderung in der Gefangenenoe- handlung nach den Erfahrungen von Dieppe mehr deut­sche oder britische Gefangene treffen würde.

-Das britische Kriegsministerium hat sich damals be­eilt, auf diese Androhung einzugehen, denn schon am 3. 9. 1942 abends wurde durch Reuter folgende Er­klärung des britischen Kriegsministeriums verbreitet: „Der deutsche Wehrmachtsbericht hat festgestellt, daß von den Engländern beim Unternehmen von Dieppe Befehle herausgegeben worden sind, daß den Gefangenen die Hände gebunden werden sollten, um zu verhüten, daß sie ihre Papiere vernichten. Es wurden Unter­suchungen angestellt, ob in der Tat ein derartiger Be­fehl herausgegeben wurde. Es wird mit Nachdruck in Abrede gestellt, daß irgendeinem deutschen Gefangenen die Hände gebunden worden sind. Jeder derartige Be­fehl wird, falls es herausgegeben sein sollte, wider­rufen werden." 2m Vertrauen auf die Aufrichtigkeit

Drabtbericht unserer Berliner Schriftleitung

Sr. r«. soll. Berlin, 18. Oktober. Die Einnahme des Nordteils der Fabrikvorstadt von Stalingrad mit dem gewaltigen Traktorenwerk Dshershinskij bedeutet einen entscheidenden Schlag aus dem Wege, der zur endgültigen Abrundung und Sicherung des großen stra­tegischen Erfolges «nserer Sommerossenstve führen soll. Der Führer hat in seiner letzten Sportpalastrede verkün­det, daß auch die Stunde von Stalingrad schlagen werde. Daß an dieser Feststellung alles dumme Geschwätz der gegnerischen Agitatoren wie Wellenschanm an einem granitenen Felsen zerstäuben muß, das unterstreicht der Erfolgsbericht aus dem Führerhauptquartier noch ein­mal besonders nachdrücklich.

Da blöde Gestammel der armseligen Schreibtischstrate- gen in den englischen und amerikanischen Redaktions­stuben und um Rundfunk vevsucht in den letzten Wochen krampfhaft die Tatsachen zu vernebeln. Die Leute taten so, als ob um die Stadt StaMugvad als ganzes noch gekämpft würde. Tatsächlich wissen wir aus den Wehr­machtberichten und aus den vielen ergänzenden Dar­stellungen unserer Kriegsberichter, daß Ler Südteil von Stalingrad mit den beiden Bahnhöfen Stalingrad Süd und Hauptbahnhof seit längerem fest in unserer Hand ist. Dieser Südteil der Stadt ist erheblich größer als es auf unserer heutigen Karte erscheint, er reicht näm­lich weit über die untere Abgrenzung der Karte wach Süden. Hier stehen unsere Truppen auch an der Wolga und können hier den Längsverkehr auf dem Fluß ebenso unterbinden wie im Norden auf der rechten Flanke un­serer Riegelstellung und im Süden der Stadt, nunmehr ist die Wolga dank dem kühnen und erfolgreichen Durch­stoß einer Panzerdivision auch südlich des Traktoren­werkes Dshershinskij erreicht. Von dieser Durchbruchs­stelle aus konnte der Nordteil der Fabrikvorstadt mit dem gewaltigen Rüstungswerk genommen werden. Die Sowjets verteidigen nunmehr noch den Teil der Nord­stadt, in dem die Gefchützfabrik „Rote Barrikade" und die Maschinenfabrik „Roter Oktober" liegen. Sie müssen in diesem Stadtteil, der dem Zugriff unserer Truppen jetzt ofrenliegt. sich gleichzeitig nach allen Seiten ver­zweifelt zur Wehr setzen. Ferner werden die Verbin­dungen zum Ostufer der Wolga, über die der Gegner von einem eng begrenzten Teil des Wolganfers aus

dieser Erklärung hatte das Oberkommando der Wehr­macht die am 2. 9. 42 mittags angekündigten Maß­nahmen gegen die britischen Kriegsgefangenen noch vor ihrer Durchführung aufgehoben. Erläuternd bemerkt jetzt die bereits erwähnte britische Regierungserklärung vom 10. 10. 42, daß jene Veröffentlichung vom 2. 9. 42 abends noch bevor irgendwelche Zeit zum Nachforschen gewesen wäre, herausgegeben worden sei. Die Regie­rung war nämlich der Ansicht, daß man aus einer solchen Anordnung herauslesen könnte, daß, ohne Rück­sicht auf die jeweiligen Umstände, die Hände von Kriegsgefangenen gebunden werden sollten. Die eng­lische Regierung fügte in ihrer Erklärung vom 10. 10. 42 hinzu:. „Nach erfolgter Untersuchung wurde kein Beleg dafür gefunden, daß irgendeinem Gefangenen, die von Dieppe zurückgebracht wurden, die Hände ge­bunden waren. Jedoch kam die Existenz der betreffenden Anordnung aus Tageslicht, und sie wurde zurückge­nommen". Noch weiter geht die Erklärung des briti­schen, Kriegsministeriums vom 7. 10. 42, 21 Uhr, die besagt: „Alle deutschen Kriegsgefangenen, die zu dem Vereinigten Königreich gebracht wurden, würden ver­hört und haben einstimmig erklärt, daß ihnen die Hände nicht gefesselt und daß sie menschlich behandelt wor­den sind. Der Beweis, den der Feind angeführt hat, berubt auf seinen nicht nachgewiesenen Behauptungen.

Beide Erklärungen, sowohl die des britischen Kriegs­ministeriums wie die der britischen Regierung, stellen

eine bewußte sSIschung

der unterdes erwiesenen Tatsachen dar: Das Oberkom­mando der Wehrmacht hat in seiner Bekanntmachung vom 7. 1V. 42 nur festgestellt, daß vorübergehend am Strand von Dieppe von den Briten gefangen genommene deutsche Soldaten und Männer der Organisation Todt, die später befreit wurden, gefesselt worden sind, und daß es die Beweise dafür besitzt. Was mit den nach England verbrachten deutschen Gefangenen geschehen war, entzog sich der Kenntnis des Oberkommandos der Wehrmacht und bleibt auf dem Wege über die Schutz­macht nachzuprüfen. Auf die Erklärung des britischen Kriegsministeriums vom 2. September 1942, in der dieses mit Nachdruck in Abrede stellte, daß irgendeinem deutschen Gefangenen die Hände gebunden worden sind, ließ sich das Oberkommando der Wehrmacht dazu herbei, die als Vergeltungsmaßnahme angedrohte Fesselung britischer Gefangener nicht durchzuführen. Diese Erklä­rung des britischen Kriegsministeriums vom 2. Sep­tember 1942 aber war eine Lüg«. Das Oberkommando der Wehrmacht hat inzwischen über die vielen Fesselun­gen. die bei Dieppe vorgekommen sind, nicht nur er­schütternde Photographien des noch gefesselt tot aufge­fundenen Schneiders Starke der Organisation Todt er­halten, sondern auch zahlreiche ordnungsmäßig vor einem Kriegsgerichtsrat gemachte eidliche Aussagen von Soldaten und Arbeitssoldaten der Organisation Todt, die zwischen 19 Minuten und anderthalb Stunden ge­fesselt waren. Nur einige dieser Aussagen seien in fol­gendem wiedergegeben, sie zeigen zugleich, in welcher z. T. unglaublich rohen Art die Fesselungen durchge­führt worden waren.

1. Der damalige Obergefreite, jetzt Unteroffizier Kurt Hu - ber hat erklärt: „Ich geriet aus dem Stand beim Kasino in englische Gefangenschaft. Es mochte etwa schätznnsweise eine halb« Stunde vergangen sein, da begannen die Engländer uns zu fesseln. Mir wurden die Hände auf dem Rücken zusammen­gebunden in der Weise, daß die Handgelenke kreuzweise auf­einandergelegt wurden. Unteroffizier Müller wurde auch ge­segelt, obwohl er an dem einen Arm «ine leichte Verletzung

(Fortsetzung auf Seite 2)

noch verfügt unter der Einwirkung unserer Artillerie immer unsicherer.

Der „Rote Stern" teilt mit: „Der Rückzug der Sowjets aus mehreren Straßen in einer Jndustrteniederlassung in Stalingräd — das Dshershinskij-Werk wagt man na­mentlich doch noch nicht zu nennen — „erfolgte auf Grund des Druckes von zwei frisch herangebrachten deut­schen Divisionen und hundert Panzern." Daß in der Re­gel einer Niederlage der Druck des Feindes vorangeht, dürfte kein großes militärisches Geheimnis sein.

Neben den Feld-, Wald- und Wiesen-Agitatoren im gegnerischen Lager gibt es natürlich auch einige nach­denkliche Leute, die den Jllusionsrummel nicht mit­mache» wollen, weil sie richtig erkennen, daß es heute nicht mehr um die Stadt Stalingrad und ihre Jn- dustriewerke als solche geht — die letzteren sind ja

Neue IMterkreuztrüger

Berlin, 18. Oktober. Der Führer verlieh das Ritterkreuz des Eisernen Kreuzes an: ff-Oberführer Herbert Gille, Kommandeur eines tt-Artillerie-Regi- ments; Oberstleutnant Gustav-Albrecht Schmidt- Ott, Führer eines Panzer-Regiments; Hauptmann Vennemann, Ernppenkommandeur in einem Jagd­geschwader und Oberleutnant d. A. Heinz Kirsche, Kompaniesührer in einem Pionier-Bataillon.

Der Ritterkreuzträger Major Ortbofer, Kommodore eines Stnrzkampsgeschmaders. erlag in einem Kriegslazarett einer schwere» Verwnndnns, die er an der Ostfront erlitte» batte.

Am 15. Oktober 1942 erlag der Breslauer Ritterkreuzträger Hauptmann d. A. Karl Greve seiner schweren, im Kampf gegen den Bolschewismus erlittenen Verwundung.

längst nur noch rauchende Trümmerstätten — daß es sich vielmehr bei den deutschen Anstrengungen um die Abrundung des großen Offensiverfolges, um die Siche­rung einer möglichst breiten und ununterbrochenen Ab- wehrsront an der Wolga handelt, die in geschlossenen Zusammenhang mit der Riegelstellung im Norden ein unangreifbares Bollwerk werden soll. Der stur ver­zweifelte Widerstand der Sowjets in dem ihnen noch verbliebenen kleineren Teil des nördlichen Stalingrad kann die Erreichung dieses Zieles höchstens noch hin­auszögern, auf keinen Fall aber mehr verhindern. Das von uns gezeichnete Bild der Lage in Stalingrad läßt daran leinen Zweifel mehr. Diejenigen Kommentatoren rn England und in den Vereinigten Staaten, die vor dieser Tatsache die Augen nicht mehr verschließen, stellen denn auch bereits ihre Fragen im Hinblick aus die Auswirkungen dieses deutschen Erfolges, an dem auch sie mcht mehr zweifeln.

Der Reichsaußenminister hat in seiner Rede gesagt, daß der Kampf um Stalingrad symbolhaft für den Ansgang des Krreges sein werde. Selbst die Gegner erkennen heute die Gefahr, die darin liegt, daß sich Deutschland nach Ueberwindung des letzten Widerstandes in Stalingrad hier endgültig und unangreifbar an der Wolga festsetzen konnte, um aus dem dann gesicherten europäischen Ver­sorgungsraum mit souveräner Ueberlegenheit jeweils nach den Umständen entscheiden zu können, wo und wie der Gegner angegriffen und geschlagen werden kann.

verbanden erstürmte Traktoren- und Panzerkampfwagen- wsrk „Dsherfhinftij liegt am äußersten Nordrand von Stalingrad. Auf mehreren Quadratkilometer Grundfläche war hier ein sogenanntes bolschewistisches Musterwerk aufgebaut, das mit modernsten technischen Anlagen.

eigenen Verladebahnhof, eigener Wasser- und Elektrizitätsversorgung versehen war und an dritter Stelle der sowjetischen Traktorenwerke stand. Hier wurden rm Frieden von mehr als 20 090 Arbeitern 27 Prozent der gesamten bolschewistischen Traktorenproduktion her­vorgebracht. Schon lange vor dem Kriege hatte jedoch im Zuge der gewaltsamen Aufrüstung eine weitgehende Um­stellung auf den Bau von Panzerkampfwagen stattaefun- den. Die Belegjchaft war später durch Zwangsarbeiter und Evakuierte aus den von der deutschen Wehrmacht besetzten Gebieten erheblich verstärkt worden. Während m A>en eigenen Schmieden, Schlosserwerkstätten, Anker- wickelelen, Drehereien und Schweißereien alle Einzelteils für den Bau von Motoren, Achsen, Kugellagern und Ka­rosserien hergestellt wurden, lieferte die benachbarte Ma­schinenfabrik „Rote Barrikade" die für den Kampfwagen- bau erforderlichen Panzerplatten, Geschütze und Muni- Zöllen glasgedeckten Hallen wurden hier bolsche­wistische Panzer aller Größen montiert, auf einem eiae- "on Versuchsgelande ausprobiert und von der bolsche­wistischen Wehrmacht abgenommen.

Wenn Moskauer Berichten zufolge die Arbeiter des Rüstungswerkes Dshershinskij" bis in die jüngste Zeit chrem Tagewerk nachgingen und so vor der Welt der Eindruck erweckt werden sollte, als wenn die Wirkung der deutschen schweren Waffen nur belanglose Zerstörung angerichtet hatte, so bot sich den deutschen Stoßtrupps ein anderes Bild. Bomben unserer Sturzkampfflieger hatten riesige Krater in das Werkgelände gerissen, und

Produktion übriggeblieben ist

MMUIIIIIIIIII»,II,»u„„,NI»I»»»IN»»»»,M,MUMMNM M,NINN,

Unsere Truppen nahmen im Nordteil Stalingrads das große Traktorenwerk Dshershinskij.

Südöstlich von Noworossijsk wurden weitere sowje­tische Kräfte vernichtet.

In Richtung Tuapse konnten neue Höhenstellungen erobert werden.

Das OKW. weist auf Grund durchschlagender Dokn-, mente die britischen Ausflüchte zur Frage der Miß­handlung deutscher Gefangener zurück. '

Unter Vorsitz des Obersinanzpräsidenten Spindler wurde eine Arbeitstagung beim Oberfinanz­präsidium durchgeführt.