Ausgabe 
(13.10.1942) Nr. 282
Seite
1
 
Einzelbild herunterladen

SpieEus ^Me­er,te etwas

n_S°hr va LQ Geller

nburg

^wiL'Lcht7'L

IN halle

lu?ncübt, Der b»M»dlichxx

^ !chl°greichen un?L'-"«

des DouU»„„ ^°ncn ldenburg qx„° " Lugend- b°s°nderem ^nterM?^' konnte der der-

r werdenden ^ean^^

*'s.ssrZ

^L.?^.rsK

-^ückenrekord

!I zur Zeit der französisL

>ch«mS°L"'L,»A

mit dieser A- S<hkch (Deutschland,^ Minuten und auch d^°

»Hm«,?""" «->

Z.m?L'SLL«

l-ennen die in ihrenT te Contesta Pilade ihren

'' im toten Rennen. Das deremqetührte VerqleichS- Pwrdcn. der Bahein- e Beteiligung auch an» Neich-Hauptstadt entsandte ne gute Vorstellung, kam >ts mehrfach erfolgreichen n vor Lotse und Linder.

M im Tau Hamburg dr­ecken mußte, die er durch imachen versuchte. wurde Mona 93 besiegt, so-daß

ke

erarbeit regen Beifall zu ließen Turnerinnen des ersichtlich werden. Di, nen zeigte bei tänzerisch: nklingen. Als gute Mam- ren der Mädel des Hast chiel und Ueben der Klein­iger Freude. Turnerinnen > bei frohem Stilspringen ndercischem Zeitalter und ein verhaltener Tanz der rnd hohen Mut vereinten gen über das Pferd. auS- Sporkkreises, die mit stür- och verstärkt hallte d^ser ustcrriege ihre prachtvollen vorführte. Jede Uebung Schwierigkeit und Aufbau. , saubere Keulenschwingen das an Schwierigkeit und nen farbenfreudigen Aus- eranstaltung ein chorischer haven.

s)

I«

riiungsbsg inn:

ese Voc/ie

»s

o Quirle öremen

5ckil^erkobril<

Lrovisronstolt^W

Vsrsinsortik»!

Z;etrt:

,en, ^egerenüe

^t: 27;» r"L1S

,v»ln» »oo»"'

gsllcksnsn

eric« » s°n. c-

xapoo-nok« ^

Erscheint 7mal Wöchentlich

Monatsb-zng 2.38 RM «wicht. Zustellgebühr: Postbezugspreis monatlich 2.39 RM leinsthl. 39.i Rot Postz-Itungsg-iilhr) zuzügl. <2 Rps. Bestellgeld Bezugspreis lst im ooraus zahl­bar Postscheck: Hamburg 17 272. Ein« Be­hinderung d«r Lieferung rechtfertigt keinen Anspruch auf Rückzahlung des Bezugspreise», «erlag: NSek-Lvoerlag Weser-Em» GmbH., Bremen. Teeren 8/8. Fernruf 2t9St. Nachtruf and sonntags 24783. Eprechzeiten: Verlagwerk- tägl. 12—13 Uhr. Schriftleit» 12 39-13.39 Uhr.

vremerZMng

Nnfieikken'Grundpreisei

klnzetgenpretsr und Aufnahmebedingungen laut Preisliste. Sufnahinetermine ohn« Verbindlich­keit. Eelchüftsstellen: Bremen: Teeren 8/3. Ruf 219 31: Nachtruf und I-nntag» 2 47 83: Ob-rnstrahe 88. Ruf 2 19 31: 8,ke: Mühlen- dam« 2: Bremen-Hemelingen: Bahnhofstr. 8, Eck« Poststrabe. Ruf 43433: Bremen-Pegefa«: Rohrstrahe 24. Ruf 4 o. 3: Bremen-Blnmen« thal: Kapt -Dallmann-Str. 41/43. Ruf 88 - 8«.

parlerolrntl.iciie Layeszettung

Das flmtsdlatt des Negierenden vürgermeisters der Zielen fjansestadt vrernen

WWW

der NationcristzziaUfter!. Vremens

flrnlliches.vcrkündungsblatt des Ncichsstattifalters in Oldenburg und Nremen

Nr. 282 / 12. Zahcgang

Vienstag, 1Z. Oktober 1942

kinzelpreis 15 Npf.

Unaufhaltsam vorwärts im ^ ^

Bevorstehender Bustritt aus dem Bebirge / Bedrohung der Hafenstadt ruapfe

Berlin, 12. Oktober. Im Nordivestteil des Kauka­sus geht der Kamps der deutschen Truppen um den Aus­tritt aus dem Gebirge. Den Volschewisten ist die große Gefahr bewußt, die ihrer Hafenstadt Tuapse durch die von Norden her über das Gebirge vordringenden deutsche» Truppen droht. Sie unternehmen deshalb schwere, aber erfolglose Gegen- und Entlastungsangriffe, wobei sie im Küstengebiet'dazu gezwungen waren, alle nur verfügbaren Einheiten, darunter Versorgungstrup­pen, technische Bataillone und sogar Striislingskompa- nien in den Kampf zu werfen. Der eigene Angriff ent­wickelte sich jedoch planmäßig weiter. Die aus der Paß­straße von Norden her kommenden deutschen Truppen hatten nach dem Wehrmachtsbcricht vom 12. Oktober eindrucksvolle Erfolge, zu denen das Oberkommando der Wehrmacht noch folgende Ergänzungen mitteilt:

Nach schwierigsten Waldkämpfen konnten die deutschen Heeresverbände im Zuge umfassender Angriffe die Bol- schcwisten von mehreren vorgelagerten Bergrücken ver­treiben, wobei schon am 7. Oktober von zwei Kampf­gruppen allein 200 Bunker und feste Stellungen ge­nommen wurden. Vergeblich leistet« der Heind verzwei­felten Widerstand. Dabei boten die unübersichtlichen Dickichte des Felsgebirges den Volschewisten viele Vor­teile, die jedoch durch Mut und Tapferkeit uifferer Sol­daten immer wieder ausgeglichen wurden. Als es den Volschewisten zum Beispiel während, überraschender Ge­genstöße gelang, die Züge unserer Jäger einzuschließen, griff ein Stoßtrupp das bolschewistische Bataillon er­neut an, während gleichzeitig die eingeschlossenen Jäger losschlugen. 2n diesem Kampf wurde der feindliche Einschließungsring, völlig aufgebrochen, die bolschewi­stische Kampfgruppe vernkkhtet und damit zugleich das Angriffsziel erreicht.

Bei den weiteren Kämpfen, die schließlich zur Ein­schließung bolschewistischer Kräfte auf ihren Höhenstel- lungen hart an der Straße nach Tuapse führten, zeich­neten sich sudetendeutsche Jäger besonders aus. Um die beherrschenden Bunkerstellungen an der Paßstraße zu nehmen, mußten sie durch ein wild zerklüftetes mit dich­tem Niederwald bewachsenes Gelände vorstoßen. 2n diesem Gewirr von Felsen und Dickichten schien buch­stäblich jeder Block und jeder Baum Feuer zu speien. Dennoch riß der hier kommandierende Offizier die Jäger-Kompanien immer wieder, mit sich vorwärts und nahm ohne Unterstützung durch schwere Waffen 61 feind­liche Kampfanlagen, darunter Artillerie- und Pak- stellungen.

Nach diesen vorbereitenden Kämpfen gelang dann am V. Oktober der umfassende deutsche Angriff, der nach Vernichtung von weiteren 47 Kampfanlagen zur Ein­schließung der an der Straße nach Tuapse stehenden feindlichen Kräfte führte. Am 16. Oktober unternah­men die Volschewisten vergebliche Ausbruchsversuche, bei denen sie 500 Tote und zahlreiche Gefangene verloren. Am gleichen Tage wurde durch deutsche Vorstöße der Einschließungsring weiter verengt. Am 11. Oktober drängen dann die deutschen Truppen in den Kessel ein und räumten ihn bis auf vereinzelte Widerstandsnester auf. Damit wurden die Masse der 32. sowjetischen Eardeschützendivision und Teile der 47. sowjetischen Ge­birgsdivision aufgerieben. Mit diesem Erfolg, den die

Neue MterkreUztrüger

Berlin, 12. Oktober. Der Führer verlieh das Rit­terkreuz des Eisernen Kreuzes an: Generalleutnant Erwin Jänecke, Kommandeur einer Infanterie-Di­vision: Major Wilhelm Knetsch, Kommandeur eines Infanterie-Regimentes: Hauptmann Konrad Lyhme, Bataillonsführer in einem Infanterie-Regiment: Ober­leutnant Klaus Hilgemann, Ches der Jnsänteriegeschütz- Kompanie eines Infanterie-Regiments: Oberleutnant Stry, Flugzeugführer in einem Sturzkampsgeschwader: Leutnant Kutscha, Flugzcugsiihrer in einem Zer- störergcschwader; Oberfeldwebel Ernst Kruse, Zug­führer in einem Panzergrenadier-Regiment: Ober- gefreiter Fritz Faust in einem Infanterie-Regiment.

Luftwaffe durch rollende Angriffe mit herbeizuführen half. wurde die zäh« Ausdauer unserer Truppen belohnt, die durch ihre llnerschrockeyheit und Tapferkeit trotz Ur­wald und Felswänden über 400 Kampfanlagen ge­nommen und den Volschewisten schwere Verluste beige­bracht hatten.

Für den Feind gibt es aber keine Ruhe. Immer wie­der stoßen Kampf- und Sturzkampfflugzeuge in Richtung Tuapse vor, wobei sich die Lustangrisse am 11. Oktober vor allem gegen seindliche Flakstellungcn richten. Rah- aufklärer hatten festgestellt, daß sich auf einigen beherr­schenden Höhenziigen mehrere Batterien fanden, deren Feuer stark belegte Ortsunterkünste des Feindes schützen sollte. Unentwegt griffen die Sturzkampfflugzeuge in ge­

schlossenen Verbänden diese Stellungen an. Schon nach den ersten Bombentrefsern schwiegen die Flakbatterien. Trotzdem wurden sie aber noch so lange in ihren getarn­ten Felsenstellungen weiter bombardiert, bis auch das letzte Geschütz zerstört war. Den Bedienungsmannschaften der Geschütze gaben Zerstörerstasseln in Tiefangrissen mit Bomben und Feuer der Vordwassen den Rest. Ins­gesamt wurden bei diesen Angriffen 15 Flakgeschütze ver­nichtet und weitere Flakstellungen an Nachschubstraßen, wo außerdem noch Dutzende von Fahrzeugen zertrümmert wurden, durch schwere Beschädigungen außer Gefecht ge­setzt. Die erfolgreichen Kampfflugzeuge wurden von deutschen und kroatischen Jägern geschützt, die in Luft- kämpsen sieben seindliche Flugzeuge abschössen.

Sowjet-Begenangriffe am lerek gescheitert

In Stalingrad seindkräste ausgerieben — vombardierung der Flugplätze Maltas fortgesetzt

wurden durch Besatzungen von Kampfflugzeugen abge­schossen. Aus britischen Flugzeugverdänden, die gestern bei Tage in großen Höhen gegen die nordfranzösische und holländische Küste vorstießen, schössen deutsche Jä­ger ohne eigene Verluste fünf feindliche Flugzeuge her­aus. Bei Tägesstörslügen einzelner britischer Flugzeuge über nord- und nordwe st deutschem Gebiet hatte die Bevölkerung geringe Verluste. Ueber der Nord- und Ostsee wurden drei britische Flugzeuge bei Nacht abge­schossen. Deutsche Kampfslugzeuge grifsen in *>er letzten Nacht eine bedeutende Hafenstadt in Nordost- england mit guter Wirkung an.

Aus dem Führerhanptquartier, 12. Okto­ber. Das Oberkommando der Wehrmacht gibt bekannt: „Die an der Straße nach Tuapse- eingeschlossene seindliche Krästegrnppe wurde vernichtet. In harten Eebirgskämpscn sind damit die Masse einer sowjetischen Garde-Division sowie Teile einer Eebirgsschiitzen-Divi- sion zerschlagen, über vierhundert Kampfanlagen ge­nommen und zahlreiche Gefangene und Massen als Beute eingebracht worden. Die Säuberung des urwald- artigen Geländes von letzten Widerstandsnestern ist noch im Gange. Südlich des Terek scheiterten Gegen- angrisse des Feindes unter hohen Verlusten. In Sta- lingrad wurde eine seindliche Gruppe aufgerieben. Artillerie des Heeres versenkte ein größeres Wolga- schifs. Kampfsliegerkräste setzten die Zerstörungen wich­tiger Bahnstrecken ostwärts der Wolga sort. An der Don-Front wiesen die verbündeten Truppen meh­rere örtliche Angriffe und Uebersetzversuche der Sowjets ab. Im mittleren und nördlichen Frontab­schnitt wurden bei erfolgreichen Späh- und Stoß- truppunternehme» zahlreiche Kampfanlagen des Fein­des mit ihren Besatzungen vernichtet. Oestlich von Leningrad wurden die letzten Reste der über die Newa vorgedrungenen Sowjetkräfte über den Fluß zurückgeworfen.

Deutsche Kampsfliegerverbände setzten am gestrigen Tage die Bombardierung der britischen Flugstützpunkte aus der Jnselfestung Malta fort. Ausgedehnte Brände in Abstellplätzen und Flugzeuoboern wurden beobachtet. In Lustkämpfen über der Insel brachten deutsche Jäger drei britische Jagdflugzeuge zum Absturz, zwei weitere

In mehreren Wellen glissen am 11. Oktober deutsche Kampfverbände die britischen Flugstützpunkte auf Malta an. Im Schutze deutscher und italienischer Jä­ger durchbrachen die „Ju 98" das ihnen aus zahlreichen Batterien entgegenschlagende Abwehrfeuer und trafen die Abstellplätze und Betriebseinrichtungen des Flug­platzes Halfar mit schweren Bomben. Nach Angriffen gegen die Flugplätze Lucca und Eudia entstanden in den Platzanlagen größere Brände, die noch aus weiter Entfernung unseren Kampffliegern leuchteten. Zwischen deutschen und britischen Jagdflugzeugen kam es im Ver­laufe dieser Bombenangriffe wiederholt zu erbitterten Luftkämpfen. Messerschmitt-Jäger stellten nördlich von La Valetta in großer Höhe ein Dutzend Spitfires zum Kampf. Nach schwerem Feuerwechsel stürzten zwei bri­tische Jagdflugzeuge aus 3000 Meter Höhe über Marsa Scirocco ab und schlugen auf Land auf.

Bolschewistische tiigenmeldungen widerlegt

Vas deulsche 0KW. gibt die Nummern der am Ladogasee vernichteten sowjetischen Mvisionen bekannt

Berlin, 12. Oktober. In der Einkesfelungsschlacht süd­lich des Lädoga-Sees wurden nach Meldungen des Oberkommandos der Wehrmacht vom 3. und 6. Oktober sieben bolschewistische Divisionen vernichtet und darüber hinaus weitere Divisionen und Brigaden schwer ange­schlagen. Bei den vernichteten Divisionen handelte es sich im einzelnen um die 19. und 24. Gardedivision sowie die 191., 259., 265., 294. und 374. Schützendioision. Schwer angeschlagen wurden die 16.. 24., 98. und 122. Panzerbrigade, das 501. und 507. Panzerbataillon so­wie die 22., 23.. 33., 53.. 137. und 140. Schutzenbrigade. Bei diesen Kämpfen erlitten weiterhin die 11.. 327., 372. und 376. sowjetische Schützendivision schwerste Ver­luste. 4

An diesen vom Oberkommando der Wehrmacht ge­meldeten Tatsachen können bolschewistische Falschmel­dungen und Dementis ebensowenig ändern, wie das Verfahren der Kommissare, neu herangeführte Truppen mit den Nummern der vernichteten Einheiten zu ver­sehen, um so die Existenz der aufgeriebene» feindlichen Berbände zu beweisen. Die bevorstehende Verössent-

llchung weiterer deutscher Berichte und Kampfschilderun­gen vom Ladoga-See wird die wirklichen Tatsachen stärker untermauern, als sie die jüdisch-bolschewistischen Lügen zu verschleiern vermögen.

Auch stie sattsam bekannte Methode der Volschewisten. Siege auf dem Papier zu erfinden, hat neue Blüten ge­trieben. Seit längerer Zeit meldeten die Volschewisten von der Leningrad-Front Erfolge im Raume von Sin- jawino. einem Ort weit hinter den deutschen Stellun­gen. Da den Volschewisten ihre sogenannten Erfolge offenbar selbst unheimlich geworden sind, haben sie so­eben schleunigst eine deutsche Offensive erfunden, die aber den deutschen Truppen keine Erfolge gebracht habe. Immerhin gibt diese neue Lüge den Briten die Möglichkeit, von hohen deutschen Verlusten in diesem Abschnitt zu phantasieren.

An diesen ganzen Meldungen von bolschewistischen Erfolgen und abgewehrten deutschen Angriffen ist kein Wort wahr, so daß auch die behaupteten Verlustzahlen j der deutschen Truppen jeder Grundlage entbehren.

kngland zwischen den puffern

Brei peinliche fragen für ttiurchill — Sie USfl.-krbschleicher des kmpire am Werk

Drahtbericht unserer Berliner Schriftleitnnz

ckr. IV. soll. Berlin, 12. Oktober. Das kann man heute getrost als Tatsache feststellen: im Lager unserer Geg­ner, in ihren Beziehungen zueinander, herrscht dicke Luft. Sie sitzen, wie es eine amerikanische Zeitung die­ser Tage formulierte, zusammen in einem Boot, das Zeck geworden ist, und beobachten sich argwöhnisch dar­aufhin, ob einer auf den verzweifelten Gedanken kom­men könnte, über Bord zu springen und sich vielleicht durch seine eigene Schwimmkunst zu retten, mögen die hochgehenden Wellen ein solches Unterfangen auch so hoffnungslos wie überhaupt nur denkbar machen. Für England sieht die Lage so aus, daß es zwischen die ame­rikanischen und sowjetischen Puffer geraten ist. In der amerikanischen Zeitschrift „Life" ist den Briten als ein­mütige amerikanische Auffassung bestätigt worden, daß die Vereinigten Staaten unter gar keinen Umständen für die Erhaltung des britischen Empire kämpfen. Daß Stalin in diesem Sinne ein Bundesgenosse sein könnte, diese Illusion kann ebenfalls in England kein Mensch mehr- haben. Der Stalin-Brief an den Vertreter der Associated Preß dürfte darüber endgültig Klarheit ge­schaffen haben. In den Gründen für die Abweisung des 'sowjetischen Verlangens nach der Zweiten Front ist in der letzten Zeit immer wieder der Hinweis erschienen, daß die Sowjets nur um ihrer eigenen egoistischen Ziele willen, nicht aber für irgendwelche gemeinsamen Ideale der „Alliierten" kämpften und daß sie selbst rubia abwar­tend zwei Jahre lang Großbritannien in schlimmster Bedrängnis sich selbst überlassen hätten, also darum heute nicht verlangen könnten, daß sich England ohne genügende Vorbereitungen in ein verrücktes Abenteuer stürze.

Die politische und strategische Not, i» die sich Eng­land jetzt gedrängt sieht, konnte kaum deutlicher be­

leuchtet werden als durch die verlegene und aus­weichende Haltung, die Churchill gegenüber den an ihn gerichteten drei Fragen des Londoner Vertreters von Associated Preß eingenommen hat. Es waren drei Parallelsragen zu denen, auf die Stalin in so sensa­tioneller Form geantwortet hat, um sich über die Kopse der verbündeten Regierungen hinweg an deren Völker zu wenden. Die Fragen bezogen sich auf die Möglich­keit der Errichtung einer Zweiten Front, aus den eng­lischen Willen zur Erfüllung der verpfändeten Hilfs- verfprechungen und aus die Beurteilung der weiteren sowjetischen Widerstandskrast. Churchill hat nur Aus­flüchte gemacht. Er könne zu diese» Fragen nur auf das zurückverweisen, was er im Unterhaus gesagt habe. Dort hat er bekanntlich jede Stellungnahme abgelehnt. Ebenso wie die Fragen an Stalin sind diejenigen an Churchill mit größter Wahrscheinlichkeit aus die Ini­tiative eines Kreises in den Bereinigten Staaten zurückzuführen, in dem Litwinow eine besondere Rolle spielen dürste.

In England ist der Offene Brief aus Amerika, der sich gegen das britische Kriegsziel der Erhaltung und des Ausbaues des Empire richtet«, wie ein Schlag mit dem Holzhammer gegen den Kopf empfunden worden. Der „Daily Herald" schäumt vor Wut. wenn er von „hysterischen Verallgemeinerungen" spricht und den Offe­nen Brief als einen „geradezu beleidigenden Unsinn" bezeichnet. Wie Schuppen fällt es den Engländern jetzt von den Augen, daß die Vereinigten Staaten in den Krieg gezogen sind. um das britische Empire durch eine jüdisch-plutokratische Weltherrschaft mit der tatsäch­lichen Zentrale im Weißen Haus und in der Wallstreet abzulösen. Die Symptome im Sinne dieser Zielsetzung häufen sich und fallen den Engländern immer furcht­barer auf die Nerven. Die Besetzung der Bahrein-

Inseln im Persischen Golf liegt auf dieser Linie. Der Bahrein-Inseln haben sich die Briten im Jahre l86l als eines wichtigen strategischen Punktes, der später als Oelstation noch bedeutsamer wurde, versichert. Es wurden um diese Inseln seit Jahrzehnten hitzige Dis­kussionen geführt, da auch die Araber und aus der an­deren Seite der Schah von Persien auf sie Anspruch erhoben. Aber die Briten ließen ihr „Protektorat" nicht aus der Hartd. Jetzt müssen sie in ohnmächtiger Wut, und ohne wirksam protestieren zu können, zusehen, wie sich die Amerikaner hier häuslich mit der Begründung niederlassen, daß die Interessen der Vereinigten Staa­ten an dieser Stelle des Globus so gestiegen seien, daß man etwas zu ihrem Schutz unternehmen müsse. Wenn kürzlich in Washington damit renommiert wurde, daß bereits 600 000 USA.-Soldaten nach llebersee trans­portiert worden seien, so kommt aus England die bos­hafte Gegenfrage, wo diese sechshundorttaulenii Sol­daten denn eigentlich seien, da man von ihrem Kampf­einsatz nichts merke. Sie befinden sich in Island, in Irland und Schottland. Sie haben sich in Australien und in Neuseeland eingefunden und zwar in einer zahlenmäßigen Stärke, in der die britischen Soldaten selbst dort niemals in Erscheinung getreten sind.

Die Engländer müssen mit ohnmächtiger Bitterkeit erkennen, daß die Amerikaner eisrig dabei sind, sich Etappen im britischen Empire einzurichten. Sie fühlen sich ihrer Sache so sicher — der Ofsene Brief der „Life" kennzeichnet das —, daß sie jetzt brutal taktlos den Bri­ten den freiwilligen Verzicht aus ihr Weltreich nahe­legen, da sie es tatsächlich ja doch schon verloren hätten. Das ist wirklich ein groteskes Bild. England hat den Krieg entfesselt, um durch die Rückgewinnung'der poli­tischen Kontrolle in Europa die Grundlagen seines (Fortsetzung auf Seite 2)

Lee He- a« L«tto-«»ee

Entsetzung Leningrads mißlungen

ick. Berlin, 12. Oktober. Seit im Herbst des vergan­genen Jahres Schnee und Frost den Vormarsch der deut­schen Armeen zeitweilig unterbrachen, unternahmen die Volschewisten immer wieder unter Einsatz gewaltiger Truppen- und Materialmassen den Versuch, die deutsche Abwehrfront einzudrücken, um wenigstens an irgend­einer Stelle des Gesetz des Handelns an sich zu reißen. Bom Ladogasee bis an die obere Wolga tobten monate­lang schwere Schlachten, in denen die Sowjets trotz un­geheurer blutiger Verluste eine Armee nach der anderen in den Kampf warfen, ohne jedoch irgend­einen taktischen oder strategischen Gewinn zu erzielen.

2m Verlauf der Operationen nördlich und später auch am mittleren Abschnitt der Ostfront sind deutlich fünf verschiedene .Phasen zu unterscheiden. Nachdem die Volschewisten durch die Abwehr aller planlosen Angriffe zu der Erkenntnis gelangt waren, daß eine Durchstoßung der deutschen Hauptkampflinie nur dann im Bereich der Möglichkeit liegen konnte, wenn er mit massierten Kräften gefühlt wurde: richteten sich ihre Hauptoffen­siven gegen Rschew und den Raum um Orel in der Hoffnung, dadurch die Mittelfront an den beiden An­gelpunkten zum Einsturz zu bringen. Dieser Plan schei­terte jedoch an der heldenmütigen Haltung der deutschen Divisionen, an deren zähem Widerstand sich alle An­griffswellen brachen.

Noch während an diesen Frontabschnitten, erbittert um jeden Fußbreit Boden gerungen wurde, befahl Stalin den Ablauf seines zweiten Offensivplanes, der die deut­schen Stellungen am Wolchow sowohl im Frontalstoß durchbrechen, wie durch Flankenangriffe südlich des La­dogasees und südöstlich des Jlmensees umfassen sollte. Unter den schwierigsten Kampfbedingungen, in heim­tückischen Sümpfen und wegelosen Wäldern, mißlang der mit allen Mitteln unternommene Versuch, in den Rücken der Leningrad«! Front zu gelangen und die von der Ostsee bis Schlüsselburg am Ladogasee reichend« Zange der Belagerungsarmee abzukneifen.

Das dritte Projekt des sowjetischen Oberkommandos lief darauf hinaus, durch eine mit starken Kräften durch­geführte Offensive gegen Charkow und gleichzeitigen Angriff auf der Halbinsel Kertsch die deutsche Süd- sront aufzurollen. Er führte bekanntlich zu katastropha­len Niederlagen der bolschewistischen Angriffsarmeen, aus denen sich der sorgfältig vorbereitete deutsche Vor­marsch gegen Donez und Don und schließlich die ent­scheidende Offensive gegen Stalingrad und den Kaukasus entwickelte.

Erstaunlicherweise aber glaubten die Sowjets noch immer, an mittleren Abschnitt eine Schicksalswendung erzwingen zu können. Neben den Flankenangriffen bei Woronesch entfalteten sie einen neuen breitangeleg- ten Vorstoß im Raum von Rschew, dem jedoch ebenso der Erfolg versagt blieb. Zwar zogen sich die Kämpfe an diesem Frontabschnitt — zugleich mit den Angriffen auf die im Norden Stalingrads von deutschen Truppen errichtete Riegelstellung — noch wochenlang hin, aber die bolschewistische Angrisfskraft war doch offenbar ge­brochen.

Wiederum verlagerte sich der Schwerpunkt der bol­schewistischen Angriffe an die Nprd front, wo Sta­lins Eeneralstabschef Schapoichnikow die Entsetzung Leningrads versuchen sollt«. Sowohl südöstlich des Jlmensees wie am Wolchow und am SLdufer des Ladogasees stießen bolschewistische Armeen vor, während die Verteidiger Leningrads den llebergang über die Newa forcieren sollten. Am Wolchow beschränkte sich die deutsche Abwehr auf eine Verteidigung des Fluß- ufers und der vorhandenen Brückenköpfe. Drei sowje­tische Schützendivisionen und eins Schützenbrigade wur­den dabei fast vollständig zerschlagen. Slldostwärts des jlmensees trat jedoch eine deutsche Kampfgruppe ihrer­seits am 27. September ^um Gegenangriff an. Panzer­truppen und Infanterie kämpften sich an der Rollbahn entlang vorwärts, um wesentliche Teile des Feindes zu Lmden Drei Tage später folgte der rechte Flügel der Angriffsarmee in einem llmfassungsmanöver nach das völlig glückte, so daß schon am 2. Oktober die Einschlie­ßung der Hauptkräfte des Gegners beendet war. Fünf jowsetiche Schützendivisionen und zwei Schützenbrigaden konnten so vernichtet werden.

Zur selben Stunde war aber auch schon das Schicksal der bolschewistischen Korps besiegelt, die südlich des La­dogasees mit dem Verteidigern Leningrads die Ver-

MMNNNNNNINNIIIIIININNNN

Mit dem bevorstehenden Austritt der deutschen! Truppen aus dem Nordwestkaukasus ist die Hafers stadt Tuapse unmittelbar bedroht.

Südlich des Terek wurden verzweifelte Gegen­angriffe der Sowjets blutig zurückgeschlagen.

Das deutsche Oberkommando der Wehrmacht ent­larvt durch konkrete Angaben den Moskauer Schwin­del über einen Sieg der Sowjets im Süden des Ladoga-Soes.

Weitere deutsche Zeugenaussagen decken die Ver­logenheit der amtlichen britischen Erklärung über die Eefangenenfesselung auf.

Argentinien und Chile setzen sich gegen die plumpen RattensiingermePioden der USA. energisch zur

In seiner „Kolumbus-Rede" legt Mister Roosevelt erneut die alte Weltbeglücknngsplatte auf.

Die Ukraine wird zum ersten Male sriedensmäßia bestellt. ""

Der Bedarf von Vombengcschädigten an Ecbrauchs- gutern soll durch besondere Maßnahmen sichergestellt werden.

Am 15. Oktober beginnt im Kreise Bremen die Bcrsammlungsaktion „Für Freiheit, Recht und Brot".