Ausgabe 
(11.10.1942) Nr. 280
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Anz-tgenpreis- and llulaanmed-dingung-n laut Preisliste Suinabmeleimiae ohne Verbindlich­keit, Leschältsst eilen: Bremen: E-eren S"S. Rus 2>llSi: Nachlru» und ionntag» 2 «7 SS: Ob-rnstrusi» SS Nut 2l0Sl: Spke: Mühlen- dumm 2: Bremen-Henielingen: Bahnhosstr s, Eck- Postüiahe, Nut 4S4SS: Bremen-Vegela«: Nohrstrnsie 24 Rus 4 u S: Bremen-Blumen­thal: Kapt-Dallniann-Str, 41/43 Nut SS» SS

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Dos flmtsblatk des Negierenden VLrgermcistcrs der Zrclcn fjonscstadt vremen

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Der Nationalfozial.isten. vremens

flmllickes DcrkünbungsblaU des Ncichsstakitfaliers in Llldenburg und Drcmen

Nr. 280 , 12. Jahrgang

Sonntag, 11. Oktober 1642

kinzelpreis 15 Nps.

U-Vooterfolge in neuen lagdgri inden

22 Schiffe mit 141000 SM. gingen wieder der feindlichen Schiffahrt verloren

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Aus dem Führer Hauptquartier, 10. Okt. Das Oberkommando der Wehrmacht gibt bekannt: „Im Kaukasusgebiet wurde an der Pafjstrag« nach Tuapse eine stärkere Kampfgruppe des Feindes eingeschlossen und dabei 17 Kampfanlagen genommen. Im Kamps um Stalingrad versenkte Artillerie des Heeres zwei feindliche Kanonenboote auf der Wolga und beschädigte ein weiteres schwer. Stohtrupps sprengten im Stadt­gebiet ein Hochhaus. Sturzkampfverbände sehten die Zermürbungsangriffe aus feindliche Widerstandsnester und befestigte Häuserblocks, Kampfflieger-Kräfte die Zerschlagung der Nachschubstrecken und Hasenanlagen im Bereich der unteren Wolga fort. Entlastungsangrisse der Sowjets gegen die nördliche Aüriegelungssront blie­ben erfolglos. Im mittleren und nördlichen Front­abschnitt wurden erfolgreiche eigene Stogtruppunterneh- mungen durchgeführt. Im hohen Norden bekämpsten deutsche Kampfflugzeuge in der vergangenen Nacht feind­liche Flugplätze an der Kolabucht.

In Nordasrika griff die Lnstwasse motorisierte Ver­bände, Batteriestellungcn und Zeltlager der Briten an der mittleren Alamein-Front sowie die Hasen- und Dock­anlagen von Alexandrien mit guter Trcfferwirkung an. Zum Beglcitschutz eingesetzte deutsche Jäger schössen in Lustkämpsen sechs britische Flugzeuge ohne eigene Ver­luste ab. Bei Angriffen eines starken gemischten Flie­gerverbandes aus eigene Feldflugplätze verloren die Briten durch die zusaminengefagt« Abwehr deutscher und italienischer Jäger sowie durch Flakartillerie 18 Bomben- und Jagdflugzeuge. In diesen Lustkämpsen ging nur ein eigenes Jagdflugzeug verloren, wobei sich der Jagdflieger durch Fallichirmabsprung retten konnte.

Bei Tagcsangriffen gemischter feindlicher Fliegcrver- bände aus nordsranzösisches und belgisches Gebiet ent­wickelten sich heftige Luftkämpfe, in deren Verlauf eine gröhere Anzahl mehrmotoriger Bomber, darunter solche amerikanischer Herkunft, bei nur einem eigenen Verlust abgeschossen wurden. Die französische Zivilbevölkerung erlitt Verluste an Toten und Verletzten. Die durch Spreng­bomben heroorgerusenen Sachschäden waren gering. An der Südlüstc Englands versenkten leichte deutsche Kampfflugzeuge bei Tagesangriffen sechs britische Lan­dungsboote und beschädigten zwei weitere schwer.

Wie durch Sondermeldnng bekanntgegeben, haben deutsche Unterseeboote den britisch-amerikanischen Schiffs­verkehr vor Südafrika schwer getroffen. Sie versenkten unmittelbar vor dem Hafen von Kapstadt in schlag-

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artigen lleberraschungsangrisfen zwölf Handelsschiffe mit zusammen 71000 VRT. Andere Unterseeboote versenkten an der Westküste Afrikas vor dem britisch-amerikanischen Flottenstützpunlt Freetown, vor der südamerikanischcn Küste, im St. Lorenz-Golf und bei schwerem Sturm im Nordatlantik zehn Schisse mit 07 000 VRT. Darunter befand sich das 15 000 VRT. grohc britische Kühlschiff „Andalucia Star", das mit einer Ladung von hoch­wertigen Lebcnsmittcln, vor allem Gefrierfleisch, nach England bestimmt war. Damit haben unsere Untersee­boote abermals aus weitverzweigten Kriegsschauplätzen 22 Schisse mit 111 000 VRT. versenkt."

ISO. Vremen, 11. Oktober.

Hie Entdeckung Als vor 150 Jahren, am 12. Oktober venoi-ikn« 1492, Christoph Kolumbus auf seiner flmerikas die ihn von Westen

her nach Indien führen sollte, mit seinen Kavavellen die Bahama-Jnscl Guanahani erreicht hatte, war er, ohne es vorerst zu wissen, auf einen unbekannten Erd­teil gestoßen, der heute unter dem Namen Amerika die Machtsphäre der westlichen Erdkugel bildet. In diesem 12, Oktober 1192 sehen die Geschichtsforscher den Tag bps Ne'iibeainns eine? weltwestckiichtlichen Abschnitts. Wir

vom NordallanM bis Kapstadt

kin neuer Kriegsschauplatz für unsere erfolgreichen U-Voole

Dralitberickit unserer Berliner Schristlcitnna är, rr, seb, Berlin, 10, Oktober. Den einzigen Trost,

den die Agitatoren Roosevelts angesichts der immer katastrophaler werdenden Schiffsraumnot ihrem Publi­kum glaubten geben zu können, war die Behauptung, daß die Versenkungserfolge der deutschen Unterseeboote an der amerikanischen Küste zurückgegangen seien. Wenn man Neubauten und Versenkungen in einen Vergleich stellte, so tat man so, als ob man nur die Schiffe auf der Verlustseite der Bilanz zu verzeichnen brauche, die sozusagen vor den Augen oder vor den Fernrohren der Vereinigten Staaten selbst auf den Grund des Meeres gingen. Nur wenige vorsichtige Mahner wiesen darauf hin, daß die deutschen Unterseeboote, nachdem sie den Verkehr vor der USA.-Kllste weitgehend lahmgelegt hätten, nunmehr wieder an anderen Stellen aus den Weltmeeren reichere Beutefelder gefunden hätten. Die Sondermeldnng vom Sonnabend unterstreicht die Be­rechtigung dieser düsteren Ahnung wieder in besonders eindrucksvoller Weise:

Die Kriegsmarine hat mit dem ersten Austreten deutscher Unterseeboote an der Südspitze Afrikas einen neuen Kriegsschauplatz eröffnet, dessen Entfernung von unseren Stützpunkten für die Leistungsfähigkeit der deutschen Vootstqpen spricht.

Dem Gegner wird keine Atempause gegönnt. Der Rhythmus der Versenkungen, der sich in der regelmäßi­gen Wiederkehr der Sondermeldungen kundgibt, bleibt bestehen.

Der besonders große Erfolg des schlagartig durchge­führten Ueberraschungsangriffs an der Südspitze Afrikas zeigt, daß unsere Unterseeboote jetzt ciuch am Eingangs­tor zum Indischen Ozeipr operieren-und dort nach dem Ausfall des Mittelmeeres als eines britischen Ver­bindungsweges die letzte dem Gegner verbliebene Schiffahrtsrimte nach Indien und Aegypten bedrohen. Dieser Tatsache kommt nach dem Auftreten japanischer

Marinestrcitkräfte im Atlantik eine ganz besondere Be­deutung zu: Bei der Zusammenarbeit der japanischen und der deutschen Seestreitkräfte in enger Verbindung handelte es sich nicht, wie die gegnerischen Agitatoren sich und ihre Leute trösten wollten, um eine einmalige Demonstration, vielmehr um eine bleibende und fort­laufende Wirklichkeit von überragender strategischer Bedeutung. Wie wichtig den Gegnern heute die Schiff- fahrtsw;ge im südlichen Atlantik erscheinen, das offen­barte sich darin, daß die Vereinigten Staaten sogar ein Schlachtschiff bis vor die afrikanische Küste entsandten, wo es allerdings dann den Torpedos eines italienischen Unterseebootes zum Opfer fiel. Auch die Mitteilung des südafrikanischen Ministers für das Eisen- und Hasen­wesen Sturrock, daß sich die Südafrikanische Union zurzeit bemühe, die Anlagen der südafrikanischen Häfen, besonders die von East-London, für Reparaturmöglich­keiten auszubauen, erscheint als ein Himweis darauf, daß die Gegner sich bereits auf verstärkte Gefahren im Südatlantik und im westlichen Indischen Ozean einge­stellt haben. Damit haben sie allerdings wohl noch nicht gerechnet, daß unsere U-Boote unmittelbar vor Kapstadt selbst so erfolgreich zum Schlagen ausholen könnten, wie das jetzt geschehen ist.

Die in der Sondermeldnng gemeldete „Andalusia Star" (14 913 VRT.) gehörte der britischen Blue Star Line, die in Friedenszeiten eine ganze Flotte von Kühl­schiffen besaß. Die „Andalusia Star" hatte mindestens .7590 Tonnen hochwertiger Lebensrnittel, vor allem Ge­frierfleisch, an Bord. Als vor etwa vier Wochen das Kühlschiff „Tuscan Star" von 11149 ART. auf der Fahrt von Buenos Aires über "Freetown nach Man­chester versenkt wurde, hatte es nach Aussagen von Be- satzungsangehörigcn 10 980 Tonneir Gefrierfleisch ge­laden. Ein anderes großes Schiff wurde aus dem Wege von Amerika nach einem afrikanischen Hafen versenkt. Es war der neue britische Dampfer „John Carterrose", der sich auf seiner Jungfernfahrt befand. Das Schiff hatte Flugzeuge, Bomben und Benzin geladen.

stlle Macht den Politruks

Stalin übergibt Sie militärische sützrung der Sowjetarmee den Politischen Kommissaren

Berlin, 10. Oktober. Das Präpdium des Obersten Sowjets hat, wie aus dem Moskauer Nachrichtendienst zu entnehmen ist, durch eine Verordnung in der Sowjet­armee eine „einheitliche und persönliche Führung" ein­geführt und die gesamte militärische und politische Macht den politischen Kommissaren übertragen.

Der Beschluß der Sowjets deutet darauf hin, daß Stalin und seine politischen Ratgeber zu der Erkenntnis gekommen sind, daß die furchtbaren Folgen einer langen Kette von schwersten Niederlagen nicht mehr abgewendet werden können. Gleichzeitig mit den Kommissaren bei den größeren Verbänden, den höheren Stäben und in den Militärschulen sollen auch die Politruks in den kleineren Einheiten nach außen hin verschwinden und je nach ihren militärischen Fähigkeiten rangmäßig in das Offizierskorps eingereiht werden. Der Sinn dieser

Anordnung ist nicht anders zu verstehen, als daß Sta­lin und die kommunistischen Funktionäre die Schuld von sich auf die Militärs abwälzen wollen, um diese dann belangen zu können. Selbstverständlich ist es nicht so, wie Moskau gleichzeitig die Welt glauben machen möchte, daß die Machtbefugnisse und der Einfluß der kommunistischen Funktionäre in der Armee eingedämmt werden sollen. Vielmehr geht es Stalin offensichtlich darum, unzuverlässige oder als unfähig erwiesene Ele­mente in den Reihen der Offiziere durch einwandfreie Leute im Sinne der kommunistischen Partei gerade da­durch auszuschalten und zu verdrängen, daß den Kom­missaren nunmehr auch durch die Ernennung zu Offi­zieren ausgesprochene Machtbefugnisse übertragen wer­den, Wenn man pjx Beweggründe so erkennt, so spiegelt sich auch in dieser Machtvorschiebung innerhalb der sowjetischen Armee die Katastrophenangst. <tr. scb.

kirgland stirbt an seinen eigenen Methoden

flmerika gegen die krtzalkung des kmpire — Sie Sowjets wollen Stalingrad „bekreien"

Drahtberi/bt unserer Berliner SKristlcituna 6r. w, sei,. Berlin, 10. Oktober, Die Zeit liegt noch nicht weit zurück, wo auch in England und in.den Ver­einigten Staaten übereinstimmend die Auffassung ver­treten wurde, daß der Krieg in seiner Gesamtheit von den Gegnern der Dreierpaktmächte nicht mehr gewon­nen werden könne, wenn die Deutschen im Osten ihre strategischen Ziele erreichen würden. Langsam hat man begonnen, sich agitatorisch umzustellen, seitdem man nämlich erkennen mußte, daß wir trotz des verzweifelten Widerstandes der Sowjets in Stalingrad in der Stadt selbst unsere Stellung ständig ausweiten können und daß alle Versuche der Bolschewiken, uns den Erfolg durch letzte Zu>ammenballung der Kräfte im Gegenangriff zu entreißen, hosfnungslos zum Scheitern veurteilt sind. Schon stimmt man in Moskau im Hinblick auf Stalin­grad die Betrachtungen auf einen neuen Ton. Da ist nicht mehr davon die Rede, daß die Stadt gehalten wer­den mü,se: im letzten Appell des „Roten Stern" an die Sowjetsoldaten-Heißt es vielnnyr, daß die Anstrengun­gen verdoppelt werden müßten, „Stalingrad zu be­freien". Womit zugestanden ist, daß die Sowjets die strategisch entscheidende Position am Wolga-Knie ver­

loren haben. Es ist schon so, wie es die amtliche Zei­tung „Ulus" beurteilt: „Wenn den Sowjets all das geraubt bleibt, was sie bisher verloren haben, werden sie zu einer zweitrangigen Macht Herabsinken,"

Wenn es nicht auch den Briten schon als Gewißheit aufdämmerte, daß der Zeitpunkt kommen wird, wo sie mit den Sowjets als einem Osfensivfaktor in einem Zweifrontenkrieg nicht mehr rechnen können, so würden sie nicht so kaltschnäuzig und geradezu schon hohnvoll die verzweifelten Hilferufe Stalins behandeln. Das geht ja noch an, wenn man sich darauf beruft, daß man weder genügend Schiffe noch eine ausreichende Anzahl Tanks zur Verfügung habe, um sich in ein Unternehmen wie die Zweite Front hineinzustürzen. Die Briten und die Amerikaner, so formuliert es die englische Wochen­zeitschrift „Time and Tide", sollten Geld im Geschäft eines Freundes investieren, ohne dieses Geld in ge­nügender Menge zu besitzen. Aber dann kommt es schließlich knüppeldick. Jetzt fragt die erwähnte Zeit­schrift vorwurfsvoll, wo denn die Sowjets 1939 und 1910 geblieben seien, als die Deutschen Großbritannien so hart bedrängt hätten? Sie seien klug genug gewesen, sich genügend Zeit für ihre Kriegsvorbereitungen zu

lassen, ohne Rücksicht auf das Schicksal zu nehmen, das unterdessen andere ereilt habe. Man läßt jetzt also auch, wo man die Sowjets abzuschreiben beginnt, alle falsche Scham fallen und gibt offen zu, daß die Sowjets den- Angriff, auf Deutschland vorbereitet haben, während man bisher scheinheilig die armen Bolschewiken als un­schuldige Opfer eines heimtückischen Nazi-Ueberfalls hinstellen wollte. Im übrigen aber wird jetzt mit zynischer Brutalität wie gegenüber allen früheren Ver­bündeten, über die die Räder des Schicksalswagens in­zwischen Hinweggefahren sind, der „heilige Egoismus" für Großbritannien und das Empfte proklamiert. Allerdings müssen die Briten nun umgekehrt mit Bitterkeit feststellen, daß die Amerikaner dieses Prinzip nicht anerkennen wollen. Die USA.-Aeitschrift „For­tune" veröffentlicht einen „Offenen Brief' an das britische Volk, dem durch die Verbreitung durch ftnited Preß noch ein besonderes Gewicht gegeben wird. In diesem Brief wird mit überraschender Eindeutigkeit die Uebereinstimmung aller Amerikaner in dem Sinne festgestellt, daß die Vereinigten Staaten nicht für den Zusammenhalt stes britischen Empire kämpften. Der (Fortsetzung auf Seite 2)

aber erkennen darin heute den Beginn einer neuen deutschen Eeschichtsentwicklung, die rückblickend eine für Deutschland nicht günstige war. Was der neu entdeckte Erdteil neben vielen gewisienlosen und gewinnsüchtigen Abenteurern, (die nur die Sucht nach dem Golde trieb, und die zumeist aus Ländern kamen, denen alles andere, nur nicht der Führungsanspruch in der Welt zusteht), an vielen tüchtigen Männern aus deutschen Gebieten an sich zog, braucht, wo es allgemein bekannt ist, kaum mehr besonders aufgezählt zu werden. Daß aber mit jenen tüchtigen Männern dem deutschen Volke, das bis dahin unbestritten den Führungsanspruch des Abend­landes innehatte, im Laufe der folgenden Jahrhunderte ein Großteil jenes wertvollen Volkstums verlorenging, das, wenn es keine Gelegenheit gehabt hätte, lediglich als Kulturdllnger jenseits des Ozeans den an­dern eine neue Welt zu bauen, innerhalb der eigenen deutschen Jnteressenräumo große, ja, unvergängliche ge­schichtliche Aufgaben hätte lösen können, das ist die Tragik der Entdeckung Amerikas für das deutsche Volk - und damit auch für Europa schlechtweg. Dies sich zu vergegenwärtigen ist notwendig gerade in der heutigen Zeit, wo wir wieder am Beginn eines neuen Eeichichts- abschnittes stehen, der diesmal aber die Umkehr von den falschen Idealen und von den Irrwegen, die deut­sches Volkstum so lange gegangen ist, bedeutet.

Deutscher Einsah Es ist noch nicht lange her, daß in falscher Dichtung ^ zumindest das Eros unseres , , , . ^ Volkes gar nichts anderes denken

konnte, als daß „die deutsche Zukunft auf dem Wasser", das heißt: auf seinen Ausstrahlungen und Verbindungen westwärts beruhe, so daß es dabei fast niemanden: ein­fiel, einmal darüber nachzudenken, was Deutschland mit «einem einseitigen Streben nach Westen hin durch die Abkehr vom Osten aufgegeben hat. Man denke an die Machtstellung der Hanfe und ihre übrigens nie ganz verlorengegangene Kolonisiernngsarbeit im Osten einer Arbeit, die sich zuletzt noch im Baltikum in un­vergänglichen Werten erhielt. Ma, denke aber auch an die übrigen glücklichen Ansätze des alten Reiches, im Osten weiteren Lebensraum und neue Entfaltungsmög­lichkeiten für das wachsende deutsche Volkstum zu ge­winnen, und man wird ohne weiteres erkennen, welch ein Rückschlag es für den Fortschritt auf diesem dem deuhchen Volke vom Schicksal und der Geschichte um­gezeichneten Wege war, als nach der Entdeckung Ame­rikas mehr und mehr das Schwergewickit deutscher Kolo- niyerungsarbeit - der besten in der Welt — sich vom Osten nach dem Westen verlagerte und unter den hier ge­gebenen Verhältnißen — zumindest rein geschichtlich ge­sehen — nicht nur fruchtlos für das Mutterland ver­sickerte, sondern sogar zum großen Teil leider gegen dieses sich wandte. Es ist ein Jammer fest­stellen zu müssen, daß deutsches Volkstum in USA — natürlich und gottlob bei weitem nicht ausnahmslos — als Renegatentum schon im Weltkriege gegen Deutschland stand und erst recht heute gegen Deutschland ausgerichtet ist, wo solches nach vielen Millionen zählende Vnlks- tum einen Mann wie Roosevelt stützt, der als Juden- stämmling im Dienste des Judentums das ganze Volt von USA. gegen Deutschland aufgestachelt hat, den Krieg schürte und selbst in den Krieg eintrat, nachdem 7 sich in überheblicher Weise angemaßt hatte, das alte Kulturland Europa zu schulmeistern. Wir empfinden diese Tragik um so schmerzlicher, als Hand in Hand mit dem Verlust wertvollen Volkstums in den ver­gangenen Jahrhunderten der Verlust der abendländischen Vormachtstellung Deutschlands einherging, nicht zuletzt mitverursacht durch die Hinwendung starker nationaler Kräfte zur Schiffahrt- über den Atlantik in der gleichen Zeit, wo ein uns heute bereits unfaßbar ge­wordener schwerer Konflikt der Konfessionen innerhalb des Reiches den deutschen Erenznachbarn Frankreich und England willkommene Gelegenheit bot, aus dem in ver­derblichstem Zwiespalt zuckenden und noch durch ständige Abgabe besten Blutes nach llebcrsee stark geschwächten deutschen Volkskörper ein Stück nach dem anderen zu reißen. .

Efsristopl) Kolumbus' lat Nun wäre es falsch, aus bleibt ungeschmälert mit der Entdeckung

^ . und Erschließung des neuen

Kontinen s für das deutsche Volk und die abendländische Vormachtstellung des Reiches sich einstellenden verhäng­nisvollen Umständen etwa die Verneinung des Wertes

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Deutsche Unterseeboote versenkten erneut insgesamt 22 Schiffe mit 111 000 VRT.

In Nordafrika und am Kanal erzielte unsere Luft­waffe hohe Abschußzifsern.

In Stalingrad nehmen die deutschen Zcrmürbungs- aiigriffe erfolgreich ihren Fortgang.

Im Kaukasusgebiet wurde eine starke feindliche Kampfgruppe an der Tuapse-Paßstraße eingeschlossen. Stalin übergab die militärische Führung der Sowjetarmee den politischen Kommissaren. '

Nach einer neuen Verfügung kann jeder Deutsche ohne Ansehen der Schulbildung die Offizierslaus­bahn einschlagen.

Reichsleiter Roscnberg rüst zur Buchspende für die Wehrmacht auf.

Unser Gauleiter eröffnete in Osnabrück das Krieqs- winterhilsswcrk 1912/13 für den Gau Wcser-Ems.

Im Seeverkehr der italienischen Häfen nahm Bre­men eine führende Stellung ein.

In Heidelberg fand eine zweite Tabak-Einschreibung -