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pavteianrtlrclie Tayeszettung
Das pmisbiatt des legierenden vürgermcisters der Zreien sijanseftadt lremen
üev NationrüldziaUften vremens
flmlttches verk'ündungsdiatt des leict>sstattt>llllers in Oldenburg und vremen
Nr. , 12. Jahrgang
Sonnabend. 10. Sktober 1942
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fünf sowjetische Divisionen vemichtet
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Mehrtägige erfolgreiche Nngriffskämpfe südöstlich des Ilmensees
flntwort auf die faulen britischen flussliichre
Für einen Deutschen werden drei Engländer gefesselt.
Aus dem Führerhauptquartier, 9. Oktober. Das Oberkommando der Wehrmacht gibt bekannt: „Im Kaukasus-Gebiet kämpften sich die Angriffstruppen vor und nahmen in erbitterten Watdkämpsen weitere Höhenziige. An der Donsront wiesen rumänische und italienische Truppen Vorstöße des Feindes ab. Im mittleren Frontabschnitt wurden bei erfolgreichen Stoßtruppunternehmunzen zahlreiche Bunker und Kampfstände mit ihren Besatzungen vernichtet und eine Anzahl Gefangener eingebracht. Südostwärts des Ilmensees haben Truppen des Heeres, der Waffen- ij und Luftwaffenseldeinheiten, hervorragend unterstützt durch fliegende Verbände der Luftwaffe, in mehrtägigen harten Angrisfskämpfen einen wichtigen Gelände- abschnitt gewonnen und hierbei sünf sowjetische Divisionen und zwei Schützenbrigaden zerschlagen bzw. vernichtet. Seit dem 27. September wurden 3288 Gefangene eingebracht, 13 Panzer, 198 Geschütze, 199 Maschinengewehre, 123 Granatwerfer und zahlreiche sonstige Infanteriewaffen erbeutet oder vernichtet. Unberücksichtigt der sonstigen hohen Verluste betragen allein die gezählten Toten der Sowjets mehr als das Dreifache der Gefangenenzahl. — Nach einem wirkungslosen Tagesstör- angriss eines britischen Flugzeuges auf saarpfälzi- sches Gebiet flogen in der vergangenen Nacht einzelne feindliche Flugzeuge in die Deutsche Bucht ein. Eines von ihnen wurde abgeschossen. Ein weiterer Bomber wurde bei einem Vorstoß gegen die westfran- zösische Küste zum Absturz gebracht. In den Morgenstunden des heutigen Tages überflogen einige feindliche Flugzeuge westdeutsches Gebiet. In geringer Anzahl abgeworfene Sprengbomben verursachten keine Schäden.
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Auf die Bekanntmachung des Oberkommandos der Wehrmacht vom 7. Oktober 1912, in der Gegenmaßnahmen gegen die Fesselung deutscher Kriegsgefangener am Strande von Dieppe und auf der Insel Serco angekündigt waren, hat die britische Regierung nur Ausflüchte gebraucht, sich aus die Aussagen deutscher Kriegsgefangener berufen, die nicht gefesselt waren, und erklärt, daß sie die Fesselung von Kriegsgefangenen, die auf dem Schlachtfeld« gemacht wurden, nicht gutheißt und nicht gutheißen wird. Aus die Tatsache, daß trotz
Major Sraf vom siitirer geehrt
Aus dem Führerhauptquartier, 9. Oktober. Der Führer hat dem Staffelkapitän in einem Jagdgeschwader, Major Hermann Graf, die ihm als fünftem deutschen Soldaten verliehene höchste deutsche Tapserkeitsauszeichnung, das Eichenlaub mit Schwertern und Brillanten zum Ritterkreuz des Eisernen Kreuzes, persönlich überreicht.
0er siihrer an wang-lhing-wei
Aus dem Führerhauptquartier, 9. Oktober. Der Führer hat dem Präsidenten der chinesischen Nationalregierung, Wang-Ching-Wei, zum chinesischen Nationaltag am 19. Oktober mit einem in herzlichen Worten gehaltenen Telegramm seine Glückwünsche übermittelt.
der früheren und der jetzigen scheinheiligen Erklärung des britischen Kriegsministeriums deutsche Kriegsgefangene in roher Weise gefesselt wurden, ist die britische Regierung nicht eingegangen. Daher wurden am 8. Oktober 12 Uhr 197 britische Offiziere und 1289 britische Unteroffiziere und Mannschaften, die bei Dieppe gefangengenommen wurden, nach Bekanntgabe des Grundes in Fesseln gelegt. Nicht gefesselt wurden Feldgeistliche, Sanitätspersonal, Verwundete und Kranke. Am 8. Oktober abends hat das britische Kriegsministerium verkündet, daß ab 19. Oktober mittags die gleiche Ay- zahl deutscher Kriegsgefangener in Handschellen und Ketten gelegt wird. Wenn das geschieht, wird das Oberkommando der Wehrmacht vom 1V. Oktober mittags an die dreifache Zahl britischer Kriegsgefangener in Fesseln legen lasten."
Zu dem Luftangriff auf nordfranzösifches und belgisches Küstengebiet teilt das OKW. noch ergänzend mit: Im Laufe des Freitagvormittag unternochm die britische Luftwaffe mit zahlreichen viermotorigen Kampfflugzeugen, die 'vom einem sehr starken Aufgebot von Jägern begleitet waren, Angriffe auf nordfranzösisches und belgisches Küstengebiet. — In großer Höhe drangen die feindlichen Bomber, darunter Flugzeuge amerikanischen Musters, unter Ausnutzung starker Bewölkung von Westen her'über die Küste vor. Schlagartig setzte die deutsche Abwehr durch Flakbatteriem der Luftwaffe und Marineflak ein und drängte die feindlichen Bomber
strich Italien wehrt sich
seiger britischer Überfall
Rom, 9. Okt. Das Hauptquartier der ital. Wehrmacht gibt bekannt: „An der Front von El Alamein geringe Kampstätigkeit. Am gestrigen Tage wurde eine Hurrikane durch das Feuer der automatischen Waffen von Infanteristen der Division Folgore abgeschossen. Der südafrikanische Flugzeugführer wurde gefangengenommen. Ein anderes Flugzeug wurde von Schützen desselben Verbandes getroffen und stürzte in der Umgegend von Himat ab. Am Nachmittag des 7. Oktober nahmen britische Flugzeuge im Tiefflug trotz der sichtbaren Erkennungszeichen Sanitätsabteilungen der Division Folgore unter MG.-Feuer, was drei Tote und 12 Verletzte unter den Patienten verursachte."
In Ergänzung hierzu wird amtlich bekanntgegeben: Am 7. Oktober um 13.18 Uhr nahmen vier britische Jagdflugzeuge aus weniger als 2V Meter Höhe ohne jedes Risiko — da die Sanitätseinheiten als solche keinen Schutz durch Luftabwehr hatten — die Sanitätseinheiten der Division Folgore mit Explosivgeschossen unter Feuer. Die zahlreichen, den Regeln des Völkerrechts entsprechenden Kennzeichen und die offene Aufstellung dieser Abteilungen auf einer Bodenerhebung verhinderte nicht diesen verbrecherischen Akt, der drei Tote und zwölf Verletzte unter den Patienten znr Folge hatte. Man kann heute nicht mehr an ungewollte Irrtümer glauben, wenn man diese neue traurige Episode mit anderen im Zusammenhang bringt, die sich bei dem kürzlichen englischen Angriff auf Tobruk ereigneten.
Die streng untersuchten und einwandfrei belegten Tatsachen lasten sich wie folgt zusammenfassen: Am
13. September drangen ein Offizier und sechs Flieger von einem unserer vorgeschobenen Magazine einige zehn Kilometer mit einem Lastkraftwagen in die Wüste vor, um einige Materialien wieder einzubringen. Als sie einen Motordefekt beheben wollten, wurden sie von sechs
durch zusammsngefatzt.es Fsuer von kriegswichtigen Anlagen ab. Sofort zur Abwehr gestartete deutsche Jäger durchbrachen in kühnen Angriffen die britischen Jagd- oevbände, die sich ständig in Nähe der viermotorigen Kampfflugzeuge hielten. Nach bisher beim Oberkommando der Wehrmacht vorliegenden Meldungen wurde in erbitterten Luftgefechten eine Anzahl viermotoriger Bomber abgeschossen, die auf das Land aufschlugen. Von diesen allein durch Jäger abgeschossenen Bombern waren einige vom Muster „Fliegende Festung". In Hinblick auf das Erotzaufgsbok der britischen Luftwaffe stehen die durch Bombenwürfe angerichteten Schäden in kleinem Verhältnis zu den feindlichen Verlusten. Da die meisten Bomben Wohngebäude in kleineren Ortschaften trafen, hatte die belgische und französische Zivilbevölkerung Tote und Verletzte zu beklagen.
In den Abendstunden des Donnerstag flogen leichte deutsche Kampfflugzeuge die westliche Lyme-Bucht an der britischen Südküste an und warfen aus wenigen Metern Höhe Bomben auf die in der Dart-MLn- dung ankernden Landungsboote. Heftiges Abwehrfeuer britischer Flakgeschütze und Maschinengewehre konnte die Tiefangriffe unserer Kampfflieger nicht verhindern. Nach den Bombenabwürfen drehten die Kampfflugzeuge erneut,in Steilkurven bei und beschossen die bereits schwer getroffenen Boote mit ihren Bordwaffen. Daraufhin kehrten die Kampfflieger unbehelligt von der britischen Abwehr zu ihren Startplätzen zurück.
gegen britische NoHeit
auf tazarett in Nordafrika
englischen von Süden herkommenden Kraftfahrzeugen umzingelt. Angesichts der zahlenmäßigen Ueberlegenheit und der gegebenen Umstände — es sprangen sofort etwa 10 Australier aus den Wagen mit ihren automatischen Waffen, mit denen sie freies Schußfeld hatten, zu Boden — war jeder Widerstand unmöglich gemacht. Unter den Australiern befanden sich ein englischer Offizier, der die Kolonne befehligte, und ein Franzose. Nach kurzer Zeit erösfneten die Australier auf die Gefangenen kaltblütig das Feuer auf kürzeste Entfernung, überzeugten sich, daß ><> unsern tot oder tödlich verwundet waren und setzten ihre Fahrt nordwärts fort. Ei'y Flieger, der unverwundet geblieben und durch seine Ohnmacht für tot gehalten worden war, konnte später mit einem schwerverwundeien Kameraden einen unserer vorgeschobenen Posten erreichen And Meldung erstatten.
In einem Operationsbefehl für den Angriff auf Tobruk, der in unsere Hände fiel, heißt es hinsichtlich des beabsichtigten und nicht verwirklichten Vormarsches im Landungsgebiet: „Der zehnte Zug kommandiert eine Abteilung ab, um die Unterkunft B 1082 anzugreifen und alle dort Befindlichen zu töten." Es handelt sich also um einen Pefehl, vollkommen und unterschiedlos den Gegner niederzumachen. Dieses Verhalten, zu dem die vorangegangenen Angriffe auf Lazarettschiffe und Seenotflugzeuge hinzukommen, kann man dem Verhalten unserer Kommandos gegenüberstellen, als sie, wie bereits bekanntgegegeben wurde, eine Hilsskolonne ausrüsteten, um mitten aus der Wüste feindliche von ihren eigenen Abteilungen verlassene Verwundete einzuholen, oder die ihnen unterstellten Truppen in der Bucht von Tobruk noch während des Kampfes mit der Rettung zahlreicher feindlicher Schiffbrüchiger beauftragten. — Unsere mehr als berechtigte Repressalie — schließt die amtliche Ergänzung — wird nicht ausbleiben.
Kontinental-europäische Großraumwirtschaft ohne „Weltmarkt"
Bor nunmehr bald zehn Jahren begann Deutschland sich durch Steigerung der landwirtschaftlichen Eigenerzeugung hinsichtlich der Ernährung planmäßig vom Ausland soweit als möglich unabhängig zu machen. 2n dem stark bevölkerten und deshalb zu engen Lebensraum des Reiches konnte diese Aufgabe freilich nur zum Teil, allerdings schon zu einem sehr erheblichen Teil, gelöst werden. Günstiger lagen die Verhältnisse, wenn man an eine gesamteuropäische Nahrungsautarkie dachte. Mit Hilfe zwischenstaatlicher Verträge wurde in dieser Hinsicht denn auch bereits mancherlei erreicht. Eine wirklich genügende Selbstversorgung Kontinentaleuropas ist aber erst durch die Einbeziehung der weiten, fruchtbaren Gebiete des Ostens möglich geworden.
Beim Brotgetreide war Europas Selbstversorgung schon vor Beginn dieses Krieges zu 98 Prozent gesichert, beim Futtergetreide aber erst zu 88 Prozent. Roggen, Hafer und Gerste brauchten kaum noch von llebersee eingeführt zu werden. Europas Kartoffelerzeugung deckte den Normalbedarf reichlich. Beim Zucker steht man auf etwa 91 Prozent. Die Eigenoer- sorgung mit Rind- und Schweinefleisch kann unter normalen Vevhälmsten als vollgesichert gelten. Nehmlich günstig liegen die Dinge bei Käse und Butter. Die sogenannte Fettlücke ist allerdings noch nicht geschlossen. Dazu soll nun der Osten entscheidend beitragen.
Die Schließung der Fettlücke kann nicht allein durch weitere Steigerung der Vutterproduttion erreicht werden. Hier werden vor allem die Sonnenblume und der Raps des Ostens mitzuhelfen haben. Die ebenfalls erstrebte Zunahme der Flerscherzeugung wird darüber hinaus auch mehr tierisches Fett liefern, so daß Europa in absehbarer Zeit auch auf dem Fettgebiet eine ausgeglichene Versorgungsbilanz haben wird.
Schlacht- und Sesechtsbereichnungen inNordasrika
Berlin, g. Oktober. Das Oberkommando des Heeres gibt jetzt weitere amtliche Schlacht- und Eefechtsbezeich- nungen bekannt, die die Kämpfe in Nordafrika vom Februar bis Juli 1912 betreffen. Diese Bezeichnungen werden auch in die Wehrpässe der beteiligten Soldaten eingetragen. Für die in Nordafrika eingesetzten Stäbe und Verbände der fechtenden Truppe sind hiernach folgende Schlacht- und Eefechtsbezeichnungen bestimmt worden: 1. Verteidigung des Südost-Randes der Cyre- naika vom 7. Februar bis 25. Mai 1912; 2. Schlacht um die Ain-el-Eazala-Stellung vom 26. Mai bis 19. Juni 1912; 3. Eroberung der Festung Tobruk vom 20. bis 21 < 2uni 1912,- i. Verfolgungskämpfe in der Marmarica und Westägypten vom 22. bis 30. Juni 1912: 5. Eroberung der Festung Marsa Matruk am 29. Juni 1912; 6. Kämpfe um die Alamein-Stellung vom 30. JunH, bis
Während in England der Grad der Selbstversorgung in den letzten 60 Jahren vor Beginn dieses Krieges von 75 Prozent auf etwa 25 Prozent zurückging, sank Deutschlands Selbstversorgung von 96 Prozent im Jahre 1880 auf 67 Prozent im Jahre 1927, stieg dann aber wieder, und zwar bis auf 83 Prozent kurz vor dem Kriege. Besonders in den letzten zehn Jahren war die Steigerung der landwirtschaftlichen Erzeugung in Deutschland außerordentlich stetig. Sie erhöhte sich, in Geldwert ausgedrückt, von 8570 Millionen RM. im Jahre 1932 ^33 auf 11015 Millionen RM. im Jahre 1938/39, wobei jeweils erheblich mehr als die Hälfte auf tierische Produkte entfiel.
Der starke anormale Mehrverbrauch jetzt im Kriege brachte naturgemäß Spannungen auf verschiedenen Nah- rungsmittelgebieten mit sich, die besonders in den Städten fühlbar wurden. Fachleute der Landwirtschaft sind aber davon überzeugt, daß die Basis der europäischen Ernährungswirtschaft nunmehr breit genug ist, um eine fortschreitende größere Erzeugung und damit bessere Versorgung zu sichern. Als Aufgabe und Ziel schwebt der deutschen Ernährungswirtschast ein Eroßmartt-Kon- tinenialeuropa, eine europäische Großraumwirtschaft vor, die auf den „Weltmarkt" nicht mehr angewiesen ist. Das Europa hinsichtlich Kaffee, Tee, Kakao und einigen anderen Eenußmitteln einfuhrabhängig bleibt, ist nicht als schwerwiegend zu betrachten. tvin.
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Als Antwort aus die faulen Ausflüchte der britischen Regierung wurden 107 englische Offiziere, 1269 Unteroffiziere und Mannschaften in Fesseln gelegt.
Das italienische Hauptquartier kündigt den Engländern Repressalien für völkerrechtswidrige Ueber- grifse an.
Die Unterhausdebatte hat die Spannung zwischen England und den indischen Parteien verschärft. Südostwärts des Ilmensees zerschlug unsere Wehrmacht 5 sowjetische Divisionen und 2 Schützenbrigaden.
Im Kaukasus nahmen unsere Truppen weitere Höhenzüge.
Gauleiter Wegener sprach vor dem erweiterten Gau- stab der NS.-Frauenschast Weser-Ems.
Deutsche Wehrmacht überall m erfolgreichem -»„griff
Vor neue schwere Schlag am Ilmensee
Drahtbericht unserer Berliner Schriftleitung är. v. sei,. Berlin, 9. Oktober. In der verzweifelten Sorge um die Entwicklung des Kampfes an den entscheidenden Vrennpuntten der Ostfront, in Stalingrad und am Kaulasus, hat der gegnerische Nachrichtendienst in der letzten Zeit immer wieder versucht, es so darzustellen, als ob die Sowjets an allen übrigen Frontabschnitten die Initiative in der Hand hätten und die deutschen Truppen aus das schwerste bedrängten. Tatsächlich ist es längst umgetehrt. Aus den Wehrmacht- ierichtem und aus den ergänzenden Mitteilungen des Oberkommandos wissen wir, daß unsere Truppen nicht nur im westlichen Kaukasus, südlich des Teret und zwischen Don und Wolga in schweren Angrifsskämpfen stehen, daß es ihnen vielmehr darüber hinaus in den letzten Wochen auch gelungen ist, dem Gegner im mittleren und nördlichen Abschnitt der Front schwere und zum Teil ganz furchtbare Schläge zuzufügen.
Anfang Oktober erfuhren wir von erfolgreichen Angriffshandlungen bei Rschew, wo der Gegner bei geringen Verlusten auf unserer Seite über tausend Tote und erheblich über tausend Gefangene sowie zahlreiche schwere und leichte Waffen verlor. Dann kam zwei Tage später der Abschlußbericht über die Schlacht südlich des Ladoga-Sees, in der sieben sowjetische Divisionen vernichtet wurden. 12 370 Gefangene und über 28 000 tote Bolschewiken, dazu 211 Panzer. 307 Geschütze, 181 Granatwerfer und 831 Maschinengewehre als erbeutetes oder vernichtetes Kriegsmaterial waren das zahlenmäßige Ergebnis dieses gewaltigen Vernichtungsschla- ges. Donnerstag wurde über den erfolgreichen Vorstoß unserer Sturmtruppen westlich von Kaluga berichtet, und .jetzt erfahren wir aus dem Wehrmachtbericht, daß südostwärts des Ilmensees wiederum mehrtägige hartnäckige Angriffskämpfe siegreich abgeschlossen werden konnten. Die Tatsache, daß die gezählten Toten der Sowjets das Dreifache der Eefangenenzahl von 3288 betragen, deutet die unerhörte Härte der Kämpfe an, die hier durchgeführt wurden. Aber die Bolschewiken mögen noch so sehr stur Widerstand leisten und sich schließlich einzeln in ihren Schützenlöchern totschlagen lassen, sie vermögen es nicht zu hindern, daß wir überlast im nördlichen, und mittleren Frontabschnitt, südlich
— Sei fialikar und Haare velilha dämmer
des Ladogasees, südostwärts des Ilmensees, bei Rschew und bei Kaluga unsere Angriffsoperationen erfolgreich durchführen, die Kampfkraft des Gegners entscheidend schwächen und gleichzeitig uns wesentliche taktische Vorteile für den Verlauf der Hauptkampflinie im Hinblick auf die vorgeschrittene Jahreszeit sichern.
Allmählich scheint man auch im Feindlager dahinterzukommen, daß es recht töricht ist, sich daran zu berauschen, daß die Sowjets in einzelnen Teilen der Stadt Stälingrad noch verzweifelten Widerstand leisten. Damit vermögen die Sowjets weiß Gott den entscheidenden strategischen Erfolg unserer Sommeroffensive nicht mehr rückgängig zu machen, der darin besteht, daß unsere Hauptkampflinie in diesem Herbst in einem nur ganz flachen Bogen, beinahe schon gradlinig, vom Ladogasee bis zum Wolga-Knie und dann nach Süden bis zu den Oelgebieien im Kaukasus verläuft, daß wir alle wichtigen Eisenbahnlinien von Norden nach Süden in Besitz genommen haben und den Verkehr auf der Wolga bis.vor das Mündungsfeuer unserer Artillerie bringen konnten; Churchill hat einmal gesagt, daß er es im Weltkrieg nicht habe verstehen können, warum die deutsche Heeresleitung so gewaltige Kräfte gegen Berdun geworfen habe, statt sie zu benutzen, um die ganzen Reichtümer Südrußlands zu erobern und zu organisieren. Heute ist es so, daß wir um Verdun längst nicht mehr zu kämpfen brauchen daß das strategische Ziel der Weltkriegskämpfe im Westen längst überholt ist, daß wir am Atlantik stehen, gleichzeitig uns die größten Reichtümer Europas im Osten erschlossen haben und in einer unangreifbaren riesigen Festung stehen, gegen -die die Blockade jeden Sinn verloren hat. Lord Halifax hat dieser Tage die für die Gegner beängstigende Verschiebung der Rohstoffquellen und des Rüstungspotentials zahlenmäßig dargelegt. Auch Hoare Velisha schlug in einem Aufsatz in der argentinischen Zeitung „Razon" in die gleiche Kerbe, indem er darauf verwies, daß die besetzten Gebiets der Sowjetunion der Gesamtfläche von Deutschland, Italien, Frankreich und den Niederlanden gleichkämen, daß es sich hier um die fruchtbarsten Länder Europas handle, daß Deutschland die Wolga und das Schwarze Meer kontrolliere und eine Eroßoffensive mit Pflug und Sense durchführen könne, während gleich
es — Sorge um die vergeudete Zeit
zeitig die Sowjetunion nach dem Verlust wichtiger Landesteile zu verkümmern und jede Offensivkraft zu verlieren drohe. Das ist die andere Seite des deutschen Erfolges, die einen Korrespondenten der „Daily Mail" zu der Feststellung veranlaßt, man könne wohl ohne Uebertreibung sagen, daß dem Sowjejtvolke der schlimmste Winter seiner gamen Geschichte bevorstehe, nachdem bereits im vorigen Winter die älteren Leute in Massen an Hunger gestorben seien. Von dieser Kata- strophenangst leitete sich der verzweifelte Hilferuf Stalins ab, dem die Alliierten nicht folgen können und nicht folgen wollen.
Die englische und amerikanische Presse muß sich weiterhin bemühen, davzutun, was die „Alliierten" bis heute Ichon zur Entlastung der Sowjets geleistet haben wollen. Die „New York T»mes" bringt es wirklich fertig, zu behaupten, daß die Sowjets nicht sagen könnten, daß sie im Pazifik kein« Hilfe fänden, wo die Amerikaner angriffen. Bis jetzt hat man nur gesehen, daß die Amerikaner nach verhältnismäßig schwachem Widerstand vor dem japanischen Angriff von allen militärischen Positionen, bei den Philippinen angefangen und schließlich bis über die Linie von den Alanten über Wake bis zu den Salomon-Jnseln, zurückgewichen sind. Dann so behauptet das NeWyvrker Blatt, bedeute es für Stalin eine riesige Hilfe, daß die Deutschen im Mittleren Osten durch die zusammengefaßten alliierten Streitkräft« aufgehalten und durch die Bombenangriffe auf deutsche Städte geschädigt würden. Daß das alles nur jämmerliche Ausflüchte sind. dessen sind sich die Agitatoren im Feindlager im Grunde selbst bewußt. Sie sehen auch den Zeitpunkt kommen, an dem den Sowjets
der Atem ausgegangen sein wird.Die Zeit ist
nache", so steigt es der „New York Times" als düstere Ahnung auf, „daß andere das Schwergewicht der Kämpfe übernehmen müssen und wo die Hauptschlachten des Krieges an anderen Fronten ausgekämpft werden."
Es sehlt nicht an Anzeichen dafür, daß man sich im Kreml eigene Gedanken zu machen beginnt, daß man sich daran erinnert, wie Eburchill und Roosevelt sich früher gegenüber dem Bolschewismus geäußert haben und daß man sich vor allem allmählich vergegenwär- (Fortsetzung auf Seite 2)