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Parreianrtlrclie Layeszettung
Das flmtsblarr des Negierenden vürgermeistrrs der Zielen ssanscstadt Dremen
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D n Z « k g e n - Grundpreti e : Lnz-tg-nprits« an« «utnahm-d-dtagunaen >ao> Preisliste «lufnahmelermine ohne B-rbtndl'ch- keit, SelchSttsstellen: Bremen: S-eren 6 8, Ruf 219 31: Nachtru» und ionntag, 2 47 66; Obernstratze 38, Slut 2 19 31: S,k-t Müstl-n- dämm 2: Bremen-Hemelingen: Bahnstosstr 6, Elke P-ststraß-, Ruf 43463: Bremen-Degelasl: Nostrstraste 24, Rus 4 a 8: Bremen-Blumen« that: Kapt -Dallmann-SIi 41/43, Ras 88 89,
der Nationalsozialisten Vreinens
flmliiriies vcrkündungsdiatt des Ncichsstattstallers in LUdenburg und Dremen
Nr. 2?S , 12. Jalirgang
Freitag. 9. llktober 1942
Linzelpreis 15 Npf.
krfolg unserer Schnellboote vor der englischen Küste
>188» München - Tu,
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hten Spieltage um 6, m auch nachweine M angesetzter! Endspiel? u: Mannschaften. Der Kam amburg bereitstehen ^vn L De r A^tragun^ > noch be,timmt werdew
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Lktobe E ReichArmm versammcl
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Smg, Kupfer, Doja rrg, Walter, Willimowst
lag, 11. Oktober, in de gegen die Stuttgart« noe Elf einsetzen: Iahn stmann; Lehner. Walte: sang wird in der erste iskameraden spielen un: >en Platz mit Doigtman
> erst recht"
- Bremen im NSRL, am aal der Glocke, die unter erst recht" steht, hat svl, chmnastik, ausgeführt vo» er Keule, ABTV„ Bodem »TB. und TB. Doventor, e Erauerholz. Ein Laus- hrend der Hastedter MTB.
> zeigt. Ein Tummeln der wringe am Pferd, Schwin- :ranstaltung das Gepräge, ü Tänze, ausgeführt von cßen die Veranstaltung.
eutschlanLIialle
dienstagnachmittag in der >age der Reichskuiturkam- Irbeitsgemeinschwst ausge- ltet. Ergebnisse: Niegen- (Niederrhein) unentschies B.), besiegt nach Punkten:
.) in der zweiten Runde,
> in der zweiten Runde; l.) noch Punkten; Wetter: i.) nach Punkten; Mttel:
:ch Punkten, Kubiak (B.) Halbschwer: Kleinwächter : der ersten Runde.
rort-programm
trhrung genehmigten An- mstaltnngsn für die näch- rden. Unsere erfolgrachc» zen die Schweiz in Zürich r dritten DreiländerkoOs >om 4. bis 8. Dezemkr i« iber auf deutschem B4W > afsel empfangen. ZugkH - :n der. FrauenstädtekaM i der für den 24.—Lö. Ll- ävt angesetzt wurde. Dar ene Kegelländerkamps auf >d und Ungarn wird nun
am Sonntag, ndhallc wiedrr e Steher dn» orn, HoffmaM
vier standelsschiffe mit IISVV SNI. versenkt / Nordwestlich Stalingcad sowjetische krästegruppe vernichtet
flm Ladogasee Volschewisten aus Valdskellungen geworfen
Aus dem F ii h r e r h a u p t q ii a r t i c r, 8. Okt. Das Oberkommando der Wehrmacht gibt bekannt: „Im Kaukasusgebiet wurden feindliche Angriffe abgewiesen und die eigenen Angrissskeilc gegen verbissenen Widerstand weiter vorgetrieben. Auch in Stalingrad muhte der Feind iii schwerem Kampf weiteres Gelände aufgeben. Nordwestlich der Stadt wurden die eingeschlossenen, in zwei Teile ansgespaltenen feindlichen Kräfte nunmehr vernichtet. Starke deutsche Luftstreitkräfte und rumänische Kampfflugzeuge sowie Flakartillerie der Luftwaffe griffen mit guter Wirkung in die Kämpfe des Heeres ein. Andere Kampssliegerverbände bombardierten wiederum bei Tag und Nacht wichtige Verkehrsknotenpunkte und Nachschubverkehr an der unteren Wolga und am Kaspischen Meer. Im Abschnitt westlich Kaluga nahmen deutsche Truppen in überraschendem Angriff eine Höhenftellung der Sowjets »nd richteten sich dort zur Verteidigung ein. Bei örtlichen Unternehmungen wurden zahlreiche Kampfan- lagcn zerstört. Südlich des Ladoga-Sees wurde der Feind aus gut ausgebauten Waldstellnngen geworfen. Gegenangriffe gegen die neu gewonnene «Stellung scheiterten. Uebeifetzverfuche des Feindes über die Newa wurde durch wirksames Artillerieseuer vereitelt und die Luftangriffe aus wichtige sowjetische Bahnstrecken im nördlichen Frontabschnitt mit guter Wirkung fortgesetzt. Westlich der Kandalakscha-Vucht und an der Lappland- Front wurden bei Angriffsunternehmnngcn mehrere starke Stützpunkte des Feindes im Nahkampf genommen. — In der Nacht zum 7. Oktober stiegen Schnellboote gegen die britische Küste vor, griffen an mehreren Punkten den scindlichen Eeleitvcrkehr an, versenkten vier Handelsschiffe von zusammen 11 »0» BRT. sowie einen Vewacher und beschädigten durch Torpedotresscr zwei weitere Dampfer, deren Untergang wegen starker Abwehr nicht mehr beobachtet werden konnte. An der Südküste Englands bekämpften leichte Kampfflugzeuge bei Tage militärische Ziele und kriegswichtige Anlagen."
Deutsche Schnellboote haben im Kanal vor der englischen Küste wieder einen feindlichen Geleitzug gepackt. iSie versenkten vier Dampfer mit 11 osiO BRT. und beschädigten fünf weitere. Dieser neue Schnellbootserfolg im Kanal trifft wiederum nachhaltig den englischen Kllstenverkehr, der zwar mit kleineren Schiffen arbeitet, aber deshalb nicht weniger wichtig ist. Dieser Verkehr wird ständig von der deutschen Kriegsmarine und Luftwaffe erfolgreich bekämpft. Erst vor drei Tagen versenkten Schnellboote bei einem nächtlichen Vorstoß gegen die britische Kanalküste ein feindliches Handelsschiff von 2ö00 BRT. und trafen ein zweites Schiff schwor, dessen Sinken wegen der Abwehr nicht beobachtet werden konnte/ Auch ein feindlicher Vewacher wurde dabei versenkt.
Die deutschen Schnellboote erringen ihre Erfolge, wie man sieht, trotz heftiger feindlicher Gegenwehr und sind
Vrikische leeror-vomber brachten Stalin keine stilfe
Genf, 8. Oktober. Nach einer Reutermeldung aus Ncwyork meint die „Newyork Times": Der Augenblick nahe heran, wo andere die Hauptlast des Kampfes übernehmen mühten. Man könne nicht sagen, daß die Sowjetunion durch die Bombenangriffe auf die deutschen Produktionszentren wirkungsvolle Hilfe bekomme. Der Zeitpunkt müsse daher konimen, wo die Hauptschlachten des Krieges anderweitig stattfinden werden. Mit anderen Worten, die Zweite Front müsse die erste Front werden.
deshalb um so höher zu werten. Die Engländer ihrerseits machen lebhafte Bemühungen, diesen Angriffen dadurch entgegenzutreten, dah sie den deutschen Geleit- verkehr und die deutschen Sicherungssahrzeuge mit ihren Schnellbooten angreifen. Dabei verwenden die Engländer sowohl Torpedoschnellboote wie auch Ka- nonenschnellboote, denen die leichten deutschen Seestreitkräfte jedoch energisch entgegentreten. Harte Kämpfe werden also ständig im Kanal geführt. In der letzten Zeit hat der Wehrmachtsbericht säst täglich davon berichtet. So wurden kürzlich in einer Nacht vier britische Schnellboote versenkt, die ein deutsches Geleit vor der niederländischen Küste angriffen, und zwei weitere so schwer beschädigt, dah ihr Untergang wahrscheinlich ist. In diesem Kampf sank ein deutsches Vorpostenboot. Die Engländer gaben ihre Verluste nicht zu. aber deutsche Sicherungssahrzeuge hatten drei Offiziere und 12 Mann im Trümmerfeld vorgefunden und als Gefangene' eingebracht. Dies war ein besonders hervortretendes Gefecht der Sicherungsstreitkräste der deutschen Kriegsmarine vor der Küste der besetzten Westgebiete. Sonst wird meist nur mit wenigen Zeilen über das ständige Ringen berichtet, das sich dort auf See abspielt und seinen Lohn in der sicheren Durchführung des deutschen Geleitverkehrs ebenso findet, wie in den Angriffserfolgen der deutschen Schnellboote gegen die feindliche Küste.
Aber wenn die Heimat auch nur in knappen Sätzen oder kurzen Berichten von den Kämpfen im Vorfeld der Küste im Westen hört. dann darf sie nie vergessen, welches hohe Mäh von ständiger Einsatzbereitschaft und
schweigender Pflichterfüllung in jenen Leistungen unserer Seeleute steckt, die in den Kanalgesechten zum Ausdruck kommen. Oft genug wird aus diesem Seegebiet von Nahkämpfen berichtet, bei denen die Handgranate oder wie in alten Zeiten der Rammstoß gegen feindliche .Fahrzeuge eine Rolle spielen. Die Männer der deutschen Kriegsmarine wissen, welche große Aufgabe sie als Besatzungen her Sicherungsstreitkräste haben und wie wichtig ihre- Tätigkeit auf den Minensuchbooten und Räumbooten, auf den Borpostenboolen, U-Bootsjägern, Sperrbrechern, Hafenschutzbooten usw. ist. Sie tun ihren schweren Dienst ohne viel Aufhebens. Sie kämpfen gegen die feindlichen Schnellboote, beseitigen feindliche Minen und haben auch so manches feindliche Flugzeug schon heruntergeholt.
Als Churchill bei Dieppe den Versuch machte, einen Brückenkopf für die vielberedete Zweite Front zu schaffen, da stießen die englischen Landunasfahrzeuge und Transporter bereits auf dem Anmarsch in der Nacht auf deutsche Sichsrungsfahrzcuge. Die Briten wurden sofort gemeldet und. wie später das kanadische Kriegsministerium offiziell zugab, „während einer entscheidenden halben Stunde'' durch die deutschen Sicherungsboote aufgehalten. Ein deutscher U-Bootsjäger ging dabei kämpfend unter, doch die Seeleute aus den leichten Sicherungsstreitkräften .der deutschen Kriegsmarine konnten stolz darauf sein, dah sie fm Zusammenwirken mit Heer und Luftwaffe dazu beigetragen hatten, um Churchill die Katastrophe von Dieppe zu bereiten.
L. S.
Peinliche Londoner Ausflüchte
Vas britische Kriegsministerium;u den Vergeltungsmaßnastmen des 0KW.
Dralstbericht unserer Berliner Schriftlcitung
b. Berlin, 8. Oktober. Die deutsche Ankündigung von Repressalien gegen die das Völkerrecht verhöhnenden englischen Methoden der Ecfangenenbehandlung und die Forderung an das britische Kriegsministern,»!, nachzuweisen, „dah es in Zukunft wahre Erklärungen über die Fesselung deutscher Kriegsgefangener abgibt, oder dah es sich die Autorität verschafft, seine Befehle bei der Truppe auch durchzusetzen", werden von amtlichen Londoner Stellen mit den üblichen Ausflüchten beantwortet. Das britische Kriegsministerium versucht, dem erwiesenen Tatbestand und den bis ins einzelne gehenden Feststellungen des deutschen Oberkommandos eine Erklärung entgegenzustellen, die sich in allgemeinen Phrasen über die „humane Behandlung von Gefangenen" ergeht, ohne die Ereignisse auf der Kanalinsel überhaupt zu erwähne». Die nach Dieppe eingeleiteten „Nachsorschungen" hätten keine» Fall einer Fesselung deutscher Kriegsgefangener ergeben; auch der vorn Hauptquartier der sogenannten Komuiandotrupsien herausgegebene Bericht lässt die deutschen Feststellungen im Kern unberührt, gibt aber zu, dah die gefangenen deutschen Soldaten niedergemacht worden seien. Lediglich eine» deutschen Soldaten hätte man als Gefangenen von diesem Unternehmen mit nach England heimgebracht. Als Zweck des Unternehmens wird angegeben, man habe „Informationen erhalten" wollen.
Weder.das britische Kriegsministerium ppch »LLr.d Louis Mountbatten als Chef der Kommandotruppen scheinen sich des britischen Fesselungsbefehls erinnern zu wollen, der sich in deutschen Händen befindet. Eine besondere Pointe aber bekommen die amtlichen britischen Ausflüchte und Vertuschungsversnche gegenüber den klaren deutschen Beweisen durch eine Veröffentlichung des „Daily Expreß", die sich in variierter Form in verschie
denen englischen Zeitungen wiederfindet und betont: Die Deutschen beklagen sich, dah ein internationales Abkommen durch die Briten verletzt worden sei, darüber könnten vielleicht die Militärgerichte diskutieren, Deutschland aber habe ja schon viele internationale Abkommen gebrochen.
Dieser Entschuld!gungsversuch enthält ein Eingeständnis des britischen Rechtsbruches, wie auch die Erklärung des Hauptquartiers der Kommandotruppen als Eingeständnis zu werten ist. Wenn die Zeitung „Daily Expreß" es für nötig hält, Entschuldigungen in der Form von Gegenanklagen vorzubringen, so wird die durch die Veröffentlichung des Feiselungsbcfehls informierte Oef- sentlichkeit der zivilisierten Welt gerade diese Form von einem Land äußerst geschmacklos finden, dessen Flieger ausdrücklichen Befehl haben, Wohnviertel zu bombardieren, dessen Heldentaten in der Beschießung von Seenotflugzeugen bestehen und das auf den Bruch der Kon- terbaitdenbestimmungen außerordentlich sto.lz ist. Die deutschen Angaben sind klar und unantastbar bewiesen, die britischem Vertuschungsversuche können lediglich die Abscheu vertiefen, die in der zivilisierten Menschheit über die Kampsmethoden und Gesai.igenenbehandlung Großbritanniens herrschen muß.
Isolationisten siegen in vorwaklen
sp. Stockholm, 8. Oktober. Die Borwahlen für die im nächsten Monat stattfindenden nordamerikanischen Kon- "greßwahlen. endeten mit einem Sieg der Isolationisten, die trotz aller verzweifelten Machenschaften des Weißen Hauses mit nur zwei Ausnahmen überall, wo sie aufgestellt worden waren, sür die Wiederwahl nominiert wurden. Auch der Republikaner und Gegner des Präsidenten. Hamilton Fish, wurde in Roosevelts eigenem Wahlkreis für die Wiederwahl nominiert.
«erst Schiffe zahlen - Sann über Zweite sronl sprechen"
öowjetregierung weist auf flen Ustrieiger — ötanlets überbringt Noofevell ötalins sorberungen
Drabtbcricht unserer Berliner SKriftlcitung
b. Berlin, 8. Oktober. Der überraschende Borstoh deutscher Schnellboote gegen die besonders geschützten Stellen an der britischen Küste und ihr Jagdergebnis von vier Handelsschiffen, die aus dem feindlichen Ec- leitvcrkehr versenkt wurden, sind Zeuge» einer Aktivität deutscherseits, die in einem sür England peinlichen Kontrast zu der von Stalin gegeißelten Jnaktivität der britischen Kriegsmaschine stehen. Während die deutschen Truppen in Stalingrad methodisch weiterftohen, im Kaukasusgebiet ihre eigene» Angrifsskeile tiefer in die verbissen verteidigten sowjetischen Linien vortreiben, und während bei Orlowska die letzte außerhalb Stalingrads befindliche Krästegruppe nunmehr vollkommen vernichtet wurde, gibt sich die britische Agitation Mühe, der bittersten Sowjetkritik gegenüber Verständnis für die ausbleibende Entlastung zu erwecken, ein Versuch, der die sowjetischen Kritiker keinesfalls zufriedenstellen kann.
Stalins Klagen über die mangelnde Hilfe der Alliierten werden trotz der' angloamerikanischen Ablenkuiigs- vcrluche weiterhin kräftig unterstrichen, wobei die Polemik gegen England und'llSA. immer heftigere Formen annimmt, so daß in neutralen Kreisen der Eindruck entsteht, die mit Stalins Anklagen eingeleitete öffentliche Auseinandersetzung unter den Verbündeten stehe erst im Ansang. In der Moskauer ..Prawda" erschien eine Karikatur, die mit der Unterschrift „Militärische Sachverständige beraten" eine Gruppe bejahrter, kahlköpfiger Generale darstellt, die ihre Schnauzbärte zwirbeln und Namen tragen wie: „Immer langsam voran", „Nur die Ruhe macht'?". „Nicht drängeln". Eine Uhr an der Wand zeigt auf halb zwölf und ein Kalender auf März-Oktober 1912. Stalin fand an dieser Karikatur dos Zeichners Morris Essimu derartigen Gefallen, dah er Anweisung gab. dieses Bild mit der Unterschrist „Die Frage der Zweiten Front" in allen sowjetischen Zeitungen zu bringen. Die gesamte sowjetische Presse veröffentlicht gleichzeitig an besonderer Stelle den Rcu- tcrbericht über die Unlerhausdcbattc. in der das Stalin- Interview in verschiedenen Interpellationen behandelt wurde. In dem Kommentar zu diesem britischen Be
richt erklären sowjetische Zeitungen übereinstimmend, zwischen Großbritannien und der Sowjetunion sei nicht alles ins re'ine gebracht worden.
Die sowjetische Agitation kann kaum deutlicher werden, um auch dem ahnungslosesten Beobachter der Beziehungen zwischen Moskau und den westlichen Alliierten jenen Bruch zu verdeutlichen, den die englische Presse heute überbrücken will. So schreibt der „Daily Telegraph" in einem Leitartikel: „Ehe mir uns auf eine Zweite Front einlassen, müssen wir erst- einmal unsere Schiffe zählen. Ein Plan für irgendeine Zweite Front in Europa oder sür eine neue Front auf irgendeinem anderen Kriegsschauplatz hat nur dann Beziehung zur Wirklichkeit, wenn man bei ihrer Planung davon ausgeht, daß eine starke und überlegene Flotte die Voraussetzung des Erfolges ist." Die Zeitung weist darauf hin, daß die Entwicklung der Versenkungszifsern auf dem Atlantik in den letzten Monaten eine günstige Prognose „noch nicht" ermögliche. Zugleich gesteht ein „Times"-Vericht aus Moskau, daß England und Amerika doch alles versucht hätten, der Sowjetunion Material zu schicken, wenn auch die Verluste auf der Nordstrecke sehr schwer gewesen seien. Man höre aber in Moskau kritische Bemerkungen, daß das amerikanische wie das britische Material in seiner Menge und Güte den Erwartungen nicht entspräche und in manchen Fällen sogar hinter den Versprechungen zurückbleibe. Tenor aller Darstellungen ist: England und Amerika tun, was sie können, mehr zu verlangen, ist im Augenblick unfair. Neben diesen Versuchen, Verständnis bei Stalin zu erwecken. stehen Stimmen ausgesprochener Empörung über den unbequemen Hilferuf ves in Not geratenen sowjetischen Diktators. So schreibt Vernon Vartlett: „Wenn Stalin von der Hilfe spricht, die die Sowjets den Verbündeten leisten, indem sie die Hauptstrcitkräite der Gegner auf sich aezogen hätten, dann fange ich an zu protestieren. Einige Amerikaner haben scheinbar eine schlechte Meinung von einigen Engländern. Deshalb will ich sie daran erinnern, daß kein Land mehr dazu beigetragen hat. die Hauptstreitträste des Gegners auf sich zu ziehen als Engtand. Es war Großbritannien, das gegen Deutschland in den Krieg zog, es war Groß
britannien, das Streitkräfte nach Norwegen, Belgien, Holland, Frankreich und Griechenland schickte. Die Tatsache, daß uns damals kein Land zu Hilfe kam, verringert nichts an der Tatsache, daß diese Länder gewartet haben, bis sie selbst vorbereitet waren, um anzugreifen. Aber wir in Großbritannien behaupten, daß, weil wir handelten, als die anderen warteten, wir jetzt an der Reihe sind, zu warten, bis unsere Vorbereitungen so weit fortgeschritten sind, daß wir die Hoffnung haben können, wirkungsvoll zuzuschlagen."
Durch die eilige Reise des USA.-Bobschafters Stanley in Moskau nach Washington, um „die neuesten Informationen über die jetzige Stärke der Vereinigten Staaten" einzuholen, ist in der amerikanischen Oeffentlichkeit der Eindruck erweckt worden, als wenn sich das Gewicht des sowjetischen Hilferufs aus die amerikanisch^ Seite verlagert habe. Vor allen die Erklärungen Willkies in Moskau dürfen diese Entwicklung ges.övdert haben. „Will- lie selbst hat jetzt Tschungking verlassen, nachdem er dort die Chinesen; die so viel Wert auf gut« Sitten legen, durch sein legeres Beneihmen brüskierte. Der chinesische Attachö, der ihm beigegeben war. entsetzte sich über sein Benehmen, denn Willkie zog bei der Abgabe einer Erklärung vor der Presse Schuhe, Strümpfe und das Hemd aus. weil er die Hitze nichr ertragen konnte. Er selbst ist jetzt durch Rooseveli kaltgestellt worden, und Stanley soll die Falten ausbügeln, die durch Willkies vorlaute Erklärungen in dem sowjetisch-amerikanischen Freundschaftsverband entstanden. Stalin verfehlte jedoch nicht. Stanley vor seiner Abreise noch einmal zu empfangen, wobei er ihm nicht nur seine Erwartungen bezüglich der Zweiten Front und der Materiallieferungen auseinandergesetzt. sondern auch ein« Forderung nach Schaf- sung eines „Obersten alliierten Kriegsrates" vorgebracht haben soll. Nach Londoner und Washingtoner Informationen neutraler Kreise scheint man dort über den Plan Stalins, der der Sowjetregierung stärkeren Einfluß bei der Verteilung der Transportschiffe sowShl wie der Lcbcnsmittel sichern soll, wenig erfreut gewesen zu sein. so daß nach Ansicht schwedischer Kreise sich hier eine weitere Gelegenheit zur Vertiefung der Gegensätze zwischen der Sowjetunion und den Westmächten ergeben kann.
De« He-ckeÄeeke
Geborstene Militär-Säulen der Kreml-Machthaber
k. kckü. Bremen, 9. Oktober.
Roosevelt hat neue Sorgen. Für die „Errichtung" der zweiten, dritten, vierten und fünften Front, an der er sich lediglich in seinem Projektions- und Kaminzimmer berauscht, sehten ihm nicht nur die Schiffe für den Truppentransport, sondern auch die „zusätzlichen Generale mit praktischen Erfahrungen". Aus den Wink seines Kriegsministers hin trägt er sich, wenn auch unter Beklemmungen, mit dem Gedanken, rechtzeitig einige sowjetische Befehlshaber in seine Dienste zu nehmen. Man sollte ruhig, so hat Stimson dem geisteskranken Präsidenten geraten, die zu besetzenden Posten öffentlich ausschreiben und die dann einlaufenden Bewerbungen prüfen. Wir wissen nicht, ob der Obernarr des Weißen Hauses auf diesem Wege bereits, „weitergekommen" ist. Sehr wohl möglich aber ist es, daß sich unter den Roosevelt zugegangenen Bewerbungsschreiben auch die folgenden befinden:
„Semjon Timoschenko,
dieser mein Eeburtsname, den ich im Gegensatz zu meinem Protektor Stalin nie mit einem Pseudonym verdeckte, war schon während des bolschewistischen Umsturzes 1917/18 im Schwarzm.eer-gebiet gefürchtet. Nachdem ich 191S als 20jähriger Vauernsohn in einer Spezialschule für Maschinengewehrschützen meine militärische Ausbildung erfahren und in der damaligen russischen Slldfront gegen die deutschen Truppen gekämp.ft hatte, schwang ich mich bei Ausbruch der bolschewistischen Revolution an die Spitze einer Räuberbande, die besonders an den Ufern von Dnjestr und Dnjepr den Ton angab. Durch ihre verwegenen Streifzüge auf mich aufmerksam geworden, sandten mich die Kommandeure der anti- zaristischen Streitkräfte nach Zarizyn, wo der spätere Namensgeber dieser Stadt, Stalin, gerade seinen (unter uns gesagt) sehr zweifelhaften „Feldherrnruhm" begründete. Ich rückte schnell vom Schwadronführer zum Regimentskommandeur auf. Dem Polenkrisg des Jahres 1920 verdanke ich den Ruf eines erfolgreichen „Organisators der sowjetischen Reiterei". Mit dem günstigen Ausgang der Operationen, die ich als Kommandeur mehrerer Kavallerieeinheiten bei Schitamir leitete, hangt es auch wohl zusammen, daß ich 1923 auf Moskauer Initiative hin Bcfeblshaber eines Kavalle- riekorvs und aleichzeitiq Politischer Kommissar wurde. Ein längerer Aufenthalt im Auslande entzog mich den Wirkungen zahlreicher Kremt-Palast-Revolutionen. so daß ich als nnverbrancküer Militärfachmann 1989 das Kommando über den Militärbezirk Kiew übernehmen konnte. Ein Jahr später kam ich, die Brust mit dem Lenin-Orden geschmückt, im Verlauf der sowjetischen Gewaltaktionen gegen Finnland, zu dem Titel „Held der Sowjetunion", um Anfang Mai 1940 zum Nachfolger des Kriegskommissars Woroschilow aufzurücken. Als solcher war meine erste Amtshandlung die Wiedereinführung militärischer Rangbezeichnungen. Was mir zu Beginn des Ringens der Millionenheere im Osten gar nicht in den Kopf wollte, war, daß mir Stalin nur den Oberbefehl über das Heer übertrug, den er später, nach der Vernichtung meiner besten Truppen durch die deutschen Offensivschläge, noch auf den mittleren Frontabschnitt beschränkte. Doch weder die furchtbare Doppelschlacht von Brjansk—Wjasma im Herbst 1941 noch die katastrophale Einkesselung meiner Stoßarmeen südöstlich Charkow im Frühjahr 1942 vermochten meinen Kredit im Kreml zu erschöpfen, was auch von meinen vergeblichen Anstrengungen zur Verteidigung Stalingrads gilt. Alles in allem: Wo es gilt. Niederlagen und Massen- verluste an Menschen und Material einzustecken, wäre ich nach dem kommenden Totalverlust meiner Sowjettruppen auch für amerikanische Auftraggeber der richtige General . . ."
„Erigorij Schukow
— dieser mein Name war im Rätebund zum ersten Male 1989 in aller Munde, als ich bei den alarmierenden mongolisch-mandschurischen Grenzzwischenfällen plötzlich Panzer auf Panzer in einer bis dahin noch nicht erprobten Massierung anrollen ließ! Man hat mein starkes Interesse für die Panzerwaffe darauf zurückgeführt. daß ich vor meinem Eintritt in die russische' Armee des ersten Weltkrieges Metallarbeiter war. Daran ist sicher etwas Wahres. Auf jeden Fall war der Umstand, daß die bewaffneten Bolschewisten 1917 und 1918 bei der Niederkämpfung der Gegenrevolution Bedarf an Männern hatten, die mit Eiien umzugehen verstehen, sür meine militärische Laufbahn von entscheidender Bedeutung. Zu den bolschewistischen Truvpen- verbänden übergelaufen, kletterte ich sehr schnell die Stufenleiter vom Fähnrich zum Regimentskommandeur empor. Den Auseinandersetzungen in der kommunisti- sthen Partei wußte ich mich dadurch fernzuhalten, daß ich mich nach weiteren Beförderungen dem Sowjetdikta-
INI»»I»II»lIIIIIIIIIIII»IIII»IIIl»III»I»»,»I»I»II»I»I»»IIIIN»IINII»I»»IIIN»III
Vnsor
Vor stark gesicherten Abschnitten der englischen Küste versenkten deutsche Schnellboote 4 Handelsschisse mit 11 300 BRT.
Nordwestlich Stalingrad wurde eine eingeschlossene Krästegruppe der Sowjets vernichtet.
Im Abschnitt Kaluga nahmen unsere Truppen in überraschendem Angriff eine Höhenftellung.
Am Ladogasee wurden die Bolschewisten aus gut ausgebauten Waldstellungen geworfen.
Die Erklärungen des OKW. 3Ur Fesselung deutscher Gefangener seitens der Briten wurde von London lediglich mit fadenscheinigen Ausflüchten beantwortet.
Für die Päckchenverschickung an die Front zum Weih- nachtssest 1942 ergehen Anweisungen des Oberkommandos der Wehrmacht.
Für das Landvolk im Gau Weser-Eins werde» in diesen Wochen vom Amt für das Landvolk der NS.- DAP. Landoolktage abgehalten.