Ausgabe 
(5.10.1942) Nr. 274
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Vm^eiamtticlie Layetzzettuny

Dos flmtsblan des Negierenden Bürgermeisters der Zielen Hansestavk vremen

der Nationalsoziatisten vremens

flmiliches verkünüungsbtat» des Neichsstatttzalrers in Oldenburg un,d Vremen

Nr. 2?4 , 12. Jahrgang

Montag, 5. Oktober 1942

kinieipreis 15 Nps.

kifrung und Nerpstichtung des deutschen Landvolks am Kriegs-krntedanktag 1942 / der Ileichs- marschall verleid» im Namen des sükrers iwei Sauern das Nitterkreur ;um kriegsverdienstkreu; Sroße Nede kermann Sörings im verliner Sportpalast / Vkne ganze vauernarbeit kein Sieg

viskldericlit unserer Lerlinsr Sckriitleituug

b. Berlin, 4. Oktober. Der Erntedanktag des deutschen Volkes im Jahre 1942 ist zu einem Tag der stolzen Freude, der unerschütterlichen Siegesgewitzheit und des starken Be­wußtseins geworden, datz die größten Schwierigkeiten dieses ungeheuren Kampfes um unser Dasein überwunden sind und jede Aenderung nur noch eine Besserung bedeuten kann! Nach dem politischen Ueberblick des Reichsautzenministers, nach dem sozialen Rechenschaftsbericht des Reichsministers Dr. Goebbels, nach der aufrüttelnden Führerrede und ihrer Umreitzung der militärischen Erfolge dieses Jahres, sprach an diesem Sonntag des Dankes für die über Erwarten gute Ernte auf jedem Gebiet der Marschall des Reiches, Hermann Göring, zum deutschen Volk, um in voller Offenheit die Lage im Innern des Reiches darzulegen, in dessen Erschütterung die Feinde Deutschlands ihre als letzte zu erhoffende Siegeschance erblicken. Datz diese Hoffnung trügerisch ist wie die auf einen militärischen Zusammenbruch Deutsch­lands, dafür war dieser Sonntag der Beweis. Es waren nicht nur die Worte des Reichs­marschalls, nicht nur die von ihm aufgeführten unantastbaren Tatsachen, es war die Stimme des deutschen Volkes, die im Berliner Sportpalast und darüber hinaus in allen deutschen Gauen, und hier vor allem in den luftgefährdeten Gebieten, jede feindliche Hoffnung auf einen inneren Zusammenbruch mit Hohnlachen beantwortete und ihr die Parole entgegen­setzte: Das deutsche Volk wird sich in seiner Gesamtheit stets den Ruhmestaten seiner Sol­daten würdig erweisen!

Der Sportpalast hatte zu dieser Feierstunde ein fest­liches Gewand angelegt. Von der Stirnseite des weiten hohen Raumes griigte ein goldener Adler, und aus einem riesigen Spruchband über der Mitte des Podi­ums prangten die Worte:

„Pflug unk Schwert verbürgen den Sieg!"

Davor und zu beiden Seiten leuchteten die Standarten und Fahnen im Scheinwerferlicht, und hohe Lorbeer­bäume rundeten das festliche Bild stimmungsvoll ab.

Kopf bei Kops sahen in den vordersten Reihen die Männer und Frauen des deutschen Landvolkes, von denen ein grober Teil am Nachmittag bei dem Staats­art im Mosaiks»«! der Neuen Reichskanzlei mit dem

Kriegsverdienstkreuz l. Klasse ausgezeichnet wurden, und im übrigen Parkett und aus den Rängen sah man Tausende von Volksgenossen, alle erfüllt von einer fest­lich frohen Stimmung und Erwartung.

Punkt zwölf Uhr erschien Reichsmarschall Hermann Göring mit seiner Begleitung, stürmisch von der tau- sendköpsigen Menge begrüht, und begab sich aus das Podium, wo auch die Reichsminister Dr. Goebbels, Dr. Frick und Rosenberg, die Staatssekretäre und die übrigen Ehrengäste Platz genommen hatte«: Als die Klänge des Nibelungen-Marsches von Richard Wag­ner, gespielt vom Musikzug der SA.-Eruppe Berlin- Brandenburg, unter Leitung von SA.-Obersührer Fuh- sel, in dem weiten Raum verhallt waren, eröffnete Staatssekretär Backe die feierliche Kundgebung:

Staatssekretär Sacke: „krnSkrmrg unseres Volkes gesichert!

„Herr Reichsmarschall! Parteigenossen! Volksgenossen! An dieser historischen Stelle hat der Führer vor weni­gen Tagen in seiner groben Rede zur Eröffnung des Kriegswinterhilsswerkes 1912 auch die Arbeit des deut­schen Landvolkes und der Landwirtschastsführer rm Osten als hervorragende Leistung in besonderem Matze ewürdigt. Das deutsche Landvolk hat diese Worte des sührers als Auftakt zum Crntedanktag besonders dank- ar empfunden.

Heute am Erntedanktag selbst werden Sie, Herr -teichsmarschall, zum deutschen Volke über den Sinn die­ses Tages sprechen. Das deutsche Landvolk ist glücklich, datz gerade Sie, Herr Reichsmarschall, an diesem Tage im Namen des Führers das Wort ergreifen werden, denn es weih, was es Ihnen zu danken hat.

Das deutsche Landvolk wird nie vergessen, daß Sie «ls der Beauftragte des Führers für den Vieriahres- plan immer wieder dann zur Sicherung der Ernährung persönlich eingrisfen, wenn die entscheidenden Matznah- wen notwendig waren. Ich darf daher Sie. Herr Rerchs- marschall, als den berufenen Sprecher des deutschen Volkes am K riegs -Ernt ed ank- tag 1942 besonders herzlich begrüßen. Diesen Will- kommensgruh bringe ich zum Ausdruck nicht nur rm Namen der hier versammelten Parteigenossen und Volks- genossen aus dem Gau Berlin und im Namen der hier bei uns weilenden, auf Grund besonderer Leistung für die Verleihung höchster Kriegsauszeichnungen vorge­schlagenen Bauern. Landarbeiter. Bäuerinnen und Land­arbeiterinnen, sondern auch im Namen des ganzen deut­schen Volkes und vor allem des Landvolkes, das drau­ßen im ganzen Reich und fenseits der Grenzen an den Lautsprechern versammelt ist.

Pas deutsche Landvolk Kot einlakrßürtesterpflicht- ersüllung, aber auch großer krfolge lflnter sich

Im letzten Frühjahr muhten wir feststellen, dah ein außergewöhnlich großer Teil der im Herbst bestellten Saaten durch den langen und harten Winter vernichtet worden war. Nur wer weiß. wie groß schon die nor­male Arbeitslast des Landvolkes jetzt im Kriege ist, kann ermessen, was es bedeutet, wenn eine solche Rie­senfläche ein zweites Mal bestellt werden muß. Es ist vor allem der vorbildlichen Haltung unseres Landvol­kes zu verdanken, daß es durch vollsten Einsatz und stärkste Willenskraft unter den Kriegsverhältnissen ge­lungen ist, neben der üblichen Frühjahrsbestellung auch noch die restlose Neubestellung der ausgewinterten Flächen zu erreichen. Das wäre schon im Frieden eine bewundernswerte Leistung gewesen. Ihr hat auch der Herrgott seinen Segen nicht versagt.

Die günstige Witterung der letzten Monate förderte das Wachstum und die Erntebergung auherordentlich. So ist in diesem Jahre wieder die Ernährung unseres deutschen Volkes gesichert und

die Hoffnung unserer feinde zerschlagen

uns durch den Hunger auf die Knie zwingen zu rönnen. An diesem Erfolg haben Millionen deutscher Bauern, Landfrauen und Landarbeiter mitgewirkt. Einen beson­deren Anteil daran haben die Bauern und Landwirte, die als Landwirtschastsführer in den besetzten Gebie­ten, vor allem im Osten, das Land bestelltem das unsere unvergleichliche Wehrmacht unter der genialen Führung Adolf Hitlers dem Feind entriß.

In Würdigung dieser Leistung des gesamten deutschen Landvolkes werden heute auf Anweisung des Führers im ganzen Reiche zahlreichen besonders verdienten Land­arbeitern, Bauern, Landarbeiterinnen und Bäuerinnen

und darüber hinaus verdienten Landwirtschaftsführern aus dem Osten Kriegsauszeichnungen überreicht.

Mit tiefer Dankbarkeit erfüllt es das deutsche Land­volk, dah zwei Männer aus seinen Reihen vom Führer für würdig befunden worden sind, das Ritterkreuz des Kriegsoerdienstkreuzes zu erhalten. Es sind dies

der LondtorrtschaftgsLkrer Kurt Leffler und der Lauer krnst Nittec

die beide hier unter uns weilen und die ich besonders herzlich begrüßen möchte.

Der Landwirtschastsführer Kurt Leffler hat im Osten unter schwierigsten Verhältnissen und wiederholtem Ein­

satz seines Lebens besonders Hervorragendes bei der Versorgung der Truppe und beim Wiederaufbau der Landwirtschaft in seinem Bezirk geleistet. Mit größter Umsicht befreite er durch persönliches energisches Ein­greifen sein Gebiet von Banden und befriedete es.

Der Bauer Ernst Ritter aus dem Breisgau hat nicht nur in seinem Heimatkreis und den zu Krieasbeginn geräumten Grenzgebieten, teilweise unter Feindeinwrr- kung, große Flächen brachliegenden Landes der deut­schen Ernährung in kürzester Zeit wieder nutzbar ge­macht. sondern darüber hinaus auch im besetzten Elsaß in der total verödeten und versteppten Zone vorbild­liche Aufbauarbeit in der Landwirtschaft geleistet.

Beide Ritterkreuze gelten aber nicht nur der persön­lichen Leistung dieser beiden Männer, sondern auch der unbekannten Leistung, die von Tausenden des Land­volkes im stillen vollbracht wurde. Mit Recht darf deshalb das gesamte deutsche Landvolk die Verleihung der beiden Ritterkreuze und der anderen Auszeichnungen als

eine kotze ktzre und flnerkenmmg seiner Leistung durch den sichrer

empfinden. Dies macht das deutsche Landvolk stolz und dankbar.

In diesem Gefühl bitte ich nunmehr Sie, Herr Reichs- marschall, den beiden genannten Männern das ihnen vom Führer verliehene Ritterkreuz des Kriegsverdienst­kreuzes zu überreichen und dann zu uns zu sprechen."

Ver Ne chsmarschall ehrt das Landvolk

Während sich dann alle von ihren Plätzen erhoben, begaben sich, geleitet von dem mit dem Ritterkreuz des Eisernen Kreuzes ausgezeichneten Oberwachtmeister des Heeres, Kirchner, die beiden Bauern Kurt Leffler, Landwirtschastsführer im besetzten Ostgebiet, und Ernst Ritter, aus dem Breisgau, zum Rednerpodium.

Augenblicke feierlicher Spannung waren es, als nun der Neichsmarschall ihnen gegenübertrat, Leffler das ihm vom Führer verliehene Ritterkreuz zum Kriegs­verdienstkreuz mit Schwertern und Ritter das Ritter­kreuz zum Kriegsverdienstkreuz ohne Schwertern über­reicht, und alle die Tausende, die Zeuge dieser einzig­artigen Ehrung waren, empfanden mit aller Eindring­lichkeit, dah hinter diesen beiden Männern in dieser Stunde die Hunderttausrnde des deutschen Landvolkes standen, die der Führer mit dieser Verleihung gleich­falls ehrte. Nachdem die mit dem Ritterkreuz Geschmück­ten aus dem Podium links vom Sitz des Reichsmarschalls Platz genommen hatten, ergriff Hermann Göring das Wort zu einer an das ganze deutsche Volk gerichteten, über eincinhalbstündigen Ansprache.

siermann IZöring Kai das Wort

Der Reichsmarschall begann mit einem Dank an alle Angehörigen des deutschen Landvolks, die dazu beigetra­gen haben, in harter und unermüdlicher Arbeit eine Ernte einzubringen, die weit besser war, als nach dem letzten Winter zu erwarten stand. In einem umfassenden Ueberblick entwarf er dann ein klares Bild von der Lage aus dem Ernährungsgebiet des deutschen Volkes, und unter dem tosenden Beifall der Tausende stellte er diesem Bericht die Feststellung voran, dah das Schreck- gespenst einer feindlichen Hungcrblok- kade im Gegensatz zum Weltkriege nicht mehr existiert. Schon rechtzeitig sei eine Vorratswirtschaft wie auf allen Gebieten so auch auf dem der Ernährung betrieben worden, und dieser Vorsorge sei es zu danken, dah alle auftauchenden Schwierigkeiten überwunden werden konnten.

Unter wahren Stürmen freudigen Beifalls nahmen die Männer und Frauen die Mitteilung auf, daß die gesamte deutsche Wehrmacht, an welchen Fronten sie auch stehe, heute aus den eroberten Gebie­ten allein verpflegt werden könne, so daß die heimatliche Ernte in vollem Umfange dem eigenen Volke zukomme. Ein besonders warmes Wort widmete der Reichsmarschall der deutschen Bauersfrau, die sich, auf sich allein gestellt, abrackern und abplagen muß,

während der Mann mit dem Schwert in der Faust an der Front das Vaterland verteidigt.

Nicht endenwollender Beifall erfüllte das Haus» als der Reichsmarschall verkündete, datz

in den luftbedr atzten gebieten die sleisttzrationen um weitere S9 Sramm ertzötzt

würden, darüber hinaus eifrig daran gearbeitet werde, dem deutschen Volke

zum weitznochtofest eine besondere Zulage

an Fleisch, Mehl und vermutlich noch anderen Din­gen zukommen zu lassen und daß von jetzt ab je - der deutsche Soldat, der auf Urlaub komme, an der Grenze

im flustrage des siitzrers ein Paket

mit Lebensmitteln erhalte.

Mit beihender Ironie und schärfstem Sarkasmus stellte er dann die lächerlichen Behauptungen unserer Gegner bloh, die da erklärten, man wolle dem deutschen Volke nur ein Pflaster geben, bevor der Winter komme. Unter jubelnder Zustimmung stellte er fest, dah es im Hinblick auf die weiten eroberten Gebiete im Osten in

tlechotowo unS werchntj kurp genommen

weitere befestigte Häuserblocks in Stalingrad erobert — Waldsiellungen im Kaukasus gestürmt

sowjetischer Nachschubverbindungen fort. Eine größere Anzahl feindlicher Transportziige wurde vernichtet, ein Motorschiff aus der Wolga versenkt. Nächtliche Bomben­angriffe richteten sich gegen Flugplätze und Artillerie­stellungen der Sowjets ostwärts der Wolga. Im mitt­leren Frontabschnitt wurden eigene erfolgreiche Stoh- truppunternehmungen durchgeführt. Südostwärts des Jlmensees machte ein eigenes Angrisfsunternehmen weitere Fortschritte. — An der Untergangsstelle der von deutschen Vorpostcnbooten im Nachtgefecht vom 1. Okto­ber an der niederländischen Küste versenkten britischen Schnellboote wurden durch Sicherungsfahrzeuge aus einem Trümmerfeld von Wrackstücken drei britische Offi­ziere und zwölf Mann als Gefangene eingebracht."

Aus dem Führerhauptquartier, 4. Oktober. Das Oberkommando der Wehrmacht gibt bekannt: „Im Nordwestteil des Kaukasus wurden mehrere Waldstellun­gen und Kampfanlagen gegen hartnäckigen feindlichen Widerstand genommen. Die Luftwaffe bekämpfte vor den eigenen Angriffsspitzen feindliche Kolonnen und Truppenbereitstellungen der Sowjets. Südlich des Terek wurden die festungsartig ausgebauten und zäh verteidig­ten Städte Clechotowo und Werchnij Kurp im Sturm genommen. Im nördlichen Stadtgebiet von Sta - lingrad wurde der Feind in harten Kämpfen aus weiteren befestigten Häuserblocks und ausgebauten Stel­lungen geworfen. Starke Nahkampfsliegerkräste der Luft­waffe unterstützten hierbei die Verbände des Heeres. Weitere Fliegerkampfkräfte setzten die Zerschlagung

der Ernährungslage unaufhaltsam weiter auswärts gehe und dah

mit weiteren vefferungen unbedingt gerechnet

werden könne.

Nach einem Hinweis auf die Notwendigkeit einer klugen Vorratswirtschaft auch auf dem Gebiet der Roh­stoffe, die Erschließung weiterer Kohlen- und Erzgebiete rm eroberten Osten, richtete der Reichsmarschall an das deutsche Volk den dringenden Appell, mit diesen Rohstoffen so sparsam wie möglich umzu­gehen, denn diese seien ja für unsere Rüstung von ausschlaggebender Bedeutung. In einer Zeit wie der heutigen müsse jeder einzelne auch gewisse Beschränkun­gen in mancher Hinsicht auf sich nehmen, zumal der deutsche Soldat Tag für Tag in schwerstem Kampf größte Opfer zu bringen habe und, wenn das Schicksal es erfordere, sogar sein Leben hingeben müsse.

Mit erhobener Stimme wandte sich dann der Reichsmarschall

gegen Sie seigen Luftangriffe unserer seinSe

auf deutsche Städte und Dörfer, und unter tosen­dem, minutenlang anhaltendem Beifall stellte er den Tag in Aussicht, an dem die deutsche Luftwaffe die entsprechende Antwort erteilen werde.

In längeren Ausführungen befaßte sich Hermann Göring dann mit den lächerlichen Hoffnungen, die un­sere Gegner für den Ausgang dieses Krieges hegten und welche albernen Märchen sie sowohl über ihn selbst als auch über die Führung des deutschen Volkes ver­breiteten. Unter begeisterten Kundgebungen der Ver­sammelten stellte er den Verbrechern Churchill, Roose- velt und Stalin unseren Führer gegenüber, sein genia­les Feldherrngenie und die Kraft, die von ihm aus­strahlt auf das ganze deutsche Volk.

Mit einem glühenden Appell, sich bedingungslos und freudig mehr denn je hinter unseren Führer Adolf Hit­ler zu stellen, ihm zu vertrauen und immerdar, komme was kommen mag, in der

Zuversicht in Sen endgültigen Sieg

stark zu bleiben, schloh der Reichsmarschall seine zün­dende und immer wieder von Stürmen des Beifalls begleitete Ansprache, die gerade an dieser historisch ge­wordenen Kampfesstätte der nationalsozialistischen Be­wegung einen besonders eindrucksvollen Rahmen fand.

Stürmischer Jubel brauste auf, als der Reichsmar­schall geendet hatte. Begeistert und bis ins tiefste er­griffen, stimmten die Männer und Frauen in das Sieg- Heil ein, das Staatssekretär Backe auf den Führer aus­brachte, und mit erhobenen Händen sangen sie die Na­tionalhymnen und die drei Strophen des Ostlandliedes „Wir standen im Osten . .

Durch den Mrttelgang begaben sich dann der Reichs­marschall und die beiden Ritterkreuzträger zum Vor- platz des Sportpalastes, und unter den Klängen des Präsentiermarsches schritten sie die Front der dort an­getretenen Ehrenkompanie, die sich aus Soldaten des Heeres, der Luftwaffe, der Kriegsmarine und der Waffen-ff zusammensetzte, ab.

Eine erhebende und bedeutungsvolle Feierstunde war verklungen, eine festlich gestimmte Kundgebung, die in der hohen Ehrung zweier Bauern den Dank und die Anerkennung des Fübrers und des ganzen deutschen Volkes für die großen Leiitunoen des Landvolkes in sei­ner Gesamtheit in sich schloß, darüber hinaus ober auch die schicksalhafte Verbundenheit der qanzen Nation nnd ihren nnbändiaen Sieaeswillen in dem maBtvollen Be­kenntnis der Welt aufs neue vor Augen führte.

Kurt Leffler und krnst Mtter

Sondcrfiihrer (Z) Kurt L-sfler. geb. zu Miihlberg bei Arnstadt am 9. Juni 1997, erhielt das Ritterkreuz zum Kriegs­verdienstkreuz mit Schwertern.

Sdf. (Z) Leffler ist seit Beginn des Ostfeldzuges als Kreis- landwirt im Bereich der Wirtfchaftsinfpektion Mitte einge­setzt und er hat den ganzen Vormarsch mitgemacht. Im Som­mer und Herbst 1941 hat er ohne wesentlichen militärischen Schutz in dem von Banden stark verseuchten Radon Ponisowie eine vorbildliche Kreislandwirtschast aufgebaut. Mit nur drei ihm beigegcbenen Landwirtschastsfiihrsrn hat er durch persön­liches energisches Eingreifen und mit größter Umsicht das Gebiet von Banden befreit und befriedet, das vorher dem Bandsnkrieg völlig preisgegeben und in größerem Umkreis kaum mit deutschen Einheiten beletzt war Durch Aufrufe an die Bevölkerung hat Lessler erreicht, daß die in ihrem Besitz befindlichen Waffen in groben Mengen abgeliefert wurden. Außerdem ist es L. gelungen, durch äußerst geschickte Organi­sation und durch unerschrockenes Vorgehen 759 versprengte sowietische Soldaten, Bandenmitglieder und bewaffnete Juden unter geringer Mithilfe der Feldgendarmerie dingfest zu machen Bei den sich dabei entwickelnden ffeuergefechten hat sich Leffler durch Mut und Entschlossenheit aufs beste bewährt. So hat Leffler die Voraussetzung und Grundlage für eine landwirtschaftliche Ausnutzung des Gebietes, die Erfassung aller landwirtschaftlichen Erzeugnisse und den Wiederaufbau der Landwirtschaft geschaffen.

Unter großer persönlicher Gefahr hat es L. verstanden durch äußerst umsichtiges Verhalten bei der Bevölkerung Anerkennung zu gewinnen, die Rayons zu befrieden und o-

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