Erscheint 7mal wöchentlich
Monatsbszug 2,39 RM, «tnschi Zustellgebühr; Pestbeiugsprel» monatlich 2,AI RM selnlchl. 39.1 R?f vostzettungsgebührl ,u,Lgl 12 Ruf. Bestellgeld 8,zug«»rei» tst tm voran, zahl» bar Vostlche«: Hamburg 17 272. Ein« Behinderung der Lieferung rechtfertigt keine« Anspruch auf Rükzahlung de, Bezugspreise». Berlag: Nk.-lSauoerlag Weser-Emg EmbH., Bremen. Teeren 6/8. kfsrnrus 21981, Rochtruf and sonntags 2«766. Sprechzeiten: Derlagwerk» tLgl. 12—13 Lhr, Schriftleitg. 12 39—18.86 Uhr.
vremerMluna
A n z « i g e n . Grundpret!e:
Anzeigenpreis« und Aufnahmebedingungen laut Preisliste Aufnahmetermtn« ohn« Beriindlich- keit. G«Ich»stsstell«n: Bremen: Teeren 6/3. Ruf 2 19 81: Nachtrat und sonntags 217 66; Obernstrast- 86. Ruf 2 19 81: Spke: Mühlen, dämm 2: Bremen-Hemelingen: Bahnhofstr 6. Ecke Poststraste. Ruf 13168: Bremen-Pegesa»: Rohrstraste 21. Ruf 1 n 8: Bremen-Blumen- thal: Kapt -Dallmann-Str. 11/13. Ruf 88 a 39
Pai^teiarntlrctie Tayeszettung
vas flmtsblakt des Negierenden vürgermeistcrs der Zielen Hansestadt vremen
W
der NationalldziaUften. vremens
fimtliches verkündungsbiatt des Neichsstattstalters in Oldenburg und Nremen
Nr. 2?Z , 12. Mrgang
Sonntag, 4. Oktober 1942
Linzelpreis 15 Npf.
Unser Uauleiler würdigt des tandvoikslat
Le«ieia-
värs ausr Luropa ssvoräon okns äsn äsutsoksn 2«usrn"
Inventur äsr Lisyssokanosn tür äts Loksisninäskts
Ä'sssssicksr ins ntzus ^irlts/crür
Von Onnlsitsr ?anl V/eZensr
Das Jahr 1942 ist denen, die im Gau Weser-Ems für das Brot sorgen mußten, nicht leicht geworden. Ein harter Winter brachte erhebliche Schäden, viele Frucht mußte neu bestellt werden, bitter war oft die Sorge, alles rechtzeitig zu schaffen. Dann kamen viele Tage der Ungewißheit, zögernd nur begann das Korn sich zu entwickeln und zu reifen, langsam, uns allen viel zu langsam, doch es wurde dafür voll und schwer. Besonders dem frühen Gemüse war die Witterung wenig zuträglich, und die Hausfrau in der Stadt hat sehr viel Mühe gehabt, ihren Verpflichtungen nachzukommen. Spät war auch die Frühkarto'ffel reif, dafür lohnte sie reichlich, und der Winter unseres Mißvergnügens wich endlich vor dem strahlenden Erntewetter, das das Korn nun schnell ausreifen und gut bergen ließ.
Für den Landmann war es die Zeit des 16- Stunden-Tages, des Ausfalls jeglichen Sonn- und Feiertages. Er hat jedoch gerne das Seine geleistet; denn nichts freut einen Bauern mehr, als wenn er seine Ernte gut in die Scheuer bringen kann. Wir alle aber müssen ihm danken. Welche Arbeitslast dieses Jahr für ihn mit sich brachte, kann nur ermessen, der weih, was es heißt, im Frühjahr fast die doppelte Fläche ackern und einsäen zu müssen, der weiß, was es heißt, Unkraut zu> bekämpfen, wenn die Rüben nicht vorwärts wollen, und der kennt, was auch ein Erntetag aus sich hat, wenn im Fach unter der lastenden Hitze der Ziegel die' schweren Garben hochgestakt und gepackt werden müssen. Brot ißt sich leichter weg, als daß es geschaffen wird. Das haben auch die Erntekräfte aus der Stadt erfahren, die erfreulicherweise den Bauern geholfen und die mit dazu beigetragen haben, daß diese Ernte gut eingekommen ist. Der Bauer ist diesen Helfern aus vollstem Herzen dankbar.
So ist denn die Ernte fast geborgen und für die Stadt hat sie Erleichterung gebracht. Ohne den zähen Willen unserer Bauernbevölkerung wäre nach den Rückschlägen des Winters nicht eine derartig umfassende Neubestellung möglich gewesen, zgh-ne diese zweite. Bestellung hätte aber kein Sommerkorn, keine Oelfrucht wachsen können,
und wenn die Natur dem Wachstum noch so günstig gewesen wäre. Wäre der Bauer damals mutlos geworden, so hätten wir nicht unsere Rationssätze jetzt erhöhen können; denn die Vorratskammer Europas ist wie bisher noch immer Deutschland. Was wäre aus Europa geworden ohne den deutschen Bauern, an dessen Stelle so oft die Bäuerin treten mutzte. Diesen Frauen gilt daher unser besonderer Dank.
Wir haben viel geleistet, wir hätten aber mehr leisten können, wenn wir nicht erst nach der Machtübernahme uns darauf besonnen hätten, daß in den schweren Zeiten eines Volkes die Kraft seiner Böden eine der wirkungsvollsten Waffen ist. Haben wir aber den deutschen Bauern in die Lage versetzt, den deutschen Boden mit allen Mit- (Fortjetzung auf Seite 2)
180. Bremen, 4. Oktober.
siius der Skala des Es ist immer ein Genuß, nach
kckos der4übrerrede einer Führerrede wachen Sinnes caios verzugrerrcoe ^ Widerhall bei Freund und
Feind nachzugehen und daraus, (ob er sich nun rein äußerlich beurteilt positiv oder negativ anhört), die gewaltige Wirkung festzustellen, die Adolf Hitlers Worte in aller Welt haben. Läuft doch durch die ganze Skala solchen Weltechos unverkennbar jene Spannung, die, ob sie sich nun in Worten freimütiger Bewunderung oder im Gewände kleinlicher und gehässiger Herabsetzungsversuche äußert, zeigt, daß niemand in der Welt sich dem Banne zu entziehen vermag, der von der unerhörten Wucht und Eindruckskraft der Führer-Reden ausgeht und daß in allen Ländern und bei allen Völkern des Führers Ausführungen als das, was sie natürlich auch sind, nämlich als schicksalsträchtig aufgefaßt und beurteilt werden. Daran ändert nichts der da und dort in der feindlichen Presse unternommene Versuch, den Gehalt der jüngsten Führerrede durch sinn-
Schlacht des Ladoga-Sees beendet
Sieben Moisionen des seindes vernichtet — über 12000 öHangene
Aus dem Führerhauptquartier, 3. Okt. Das Oberkommando der Wehrmacht teilt mit: „Im
Kaukasus- Gebiet wurden die Angriffe gegen feindliche Gebirgsftellungen in harten Kämpfen fortgeführt. Der Angriff gegen den Nordteil von Stalingrad hat überall die für gestern gesteckten Ziele erreicht. Südlich und nördlich der Stadt scheiterten starke Entlastungsangriffe nach schweren Kämpfen. Hierbei wurden 41 Sowjctpanzer vernichtet. Deutsche und rumänische Luststreitkräfte bekämpften den feindlichen Nachschub- verkehr auf den Bahnstrecken am Kafpifchen Meer und im Gebiet der unteren Wolga. An der Don-Front wiesen italienische Truppen mehrere Uebersetz-Versuche des Gegners ab. Im Raum von Rfchew sind bei eigenen Angriffshandlungen und bei der Abwehr feindlicher Gegenangriffe mehrere hundert Gefangene eingebracht worden. LK Panzer, 44 Geschütze und zahlreiche schwere und leichte Waffen sind erbeutet oder vernichtet. Der Feind hatte hohe blutige Verluste. Luftangriffe mit vernichtender Wirkung wurden gegen Bahnlinien und Truppenausladungen der Sowjets slldostwärts des Jlmen-Sees durchgeführt.
Die Schlacht südlich des Ladoga-Sees endete mit einem vollen Erfolg. Truppen des Heeres haben in vorbildlichem Zusammenwirken mit Verbänden der Luftwaffe die nach harten Kämpfen eingeschlossenen Kräfte des Feindes in Stärke von sieben Divisionen
vernichtet, 12 37l> Gefangene eingebracht, 244 Panzer, 397 Geschütze, 491 Granatwerfer und 843 Maschinengewehre sowie zahlreiches sonstiges Kriegsmaterial erbeutet oder vernichtet. Die Verluste des Feindes an Toten betragen über 28 999. Die Zahl seiner Verwundeten ist nicht abzuschätzen.
Bei einem Vorstoß gegen die britische Kanalküste versenkten Schnellboote in der Nacht zum 2. Oktober trotz starker Zerstörerabwehr ein feindliches Handelsschiff von 2899 BRT. un5 einen Vewacher. Ein weiterer Dampfer, dessen Sinken nicht beobachtet werden konnte, wurde beschädigt. Auch in der Nacht zum 3. Oktober kam es vor der niederländischen Küste zu einem Seegefecht zwischen deutschen Sicherungsstreitkräften und britischen Schnellbooten, die durch wirksames Artilleriefeuer vertrieben wurden.
Nach einzelnen wirkungslosen Tagesstörslügen griffen britische Bomber in der vergangenen Nacht westdeutsches Gebiet an. Die Bevölkerung hatte Verluste. In Wohnvierteln mehrerer Städte, insbesondere in Krefeld, entstanden Sach- und Eebäudeschäden. Fünf der angreifenden Flugzeuge wurden abgeschossen. Weitere sieben Flugzeuge verlor der Feind bei Tagesangriffen gegen die besetzten Westgebiete. Leichte deutsche Kamps- flugzeuge führten am gestrigen Tage Tiefangriffe gegen kriegswichtige Anlagen an der Südküste Englands.«
^ kommet über den flfrika-seldzug
Pressermpfang bei Neichsmrnisier Vr. Soebbels — „Sie yuaütitt unserer Iruppen verschafft uns den Sieg"
rck. Berlin, 3. Oktober. Erwartungsvolles Schweigen herrscht in dem Halbrund der deutschen und ausländischen Pressevertreter, die sich aus Anlaß der Anwesenheit von Eeneralfeldmarschall Rommel in der Pri- vatwohnung des Reichsministers Dr. Goebbels versammelt haben. Als der Reichsminister und der Marschall den Raum betreten, flammen die Blitzlichter der Bildberichterstatter auf, und die Arme erheben sich zum Deutschen Gruß. Straff und gesund, sportlich in Gang und Geste, augenscheinlich in strahlender Laune, erwidert der Marschall den Gruß. Reichsminister Dr. Goebbels spricht einige begrüßende Worte, in denen er der allgemeinen Freude Ausdruck gibt, den in der ganzen Welt bewunderten deutschen Heerführer mit der deutschen und ausländischen Presse bekannt machen zu können. Dann spricht Rommel in einer ruhigen Art, die sofort gewinnen muß. Er führt u. a. aus:
„Sie werden verstehen, daß ich nur über das zu Ihnen sprechen kann, was gewesen ist. Was sein wird, ist hier nicht zu erörtern. Der Kampf in Afrika ist Seite an Seite mit unseren italienischen Bundesgenossen unter sehr schwierigen Bedingungen geführt worden. Ich kann mit Stolz sagen, daß wir es verstanden haben, dem Engländer die Position wegzunehmen, die er im Mittelmeergebiet schon erobert hatte. Zweimal war es ihm bereits gelungen, nach der Eprenaika vorzustoßen, aber dank der Tapferkeit unserer Truppen sind wir in einem harten Ringen mit ihm fertig geworden, obwohl unsere militärische Kraft ihm zahlenmäßig oft unterlegen war.
Aber die Qualität unserer Truppen und der Führung hat uns den Sieg verschafft. Wenn später die Geschichte über diese Ereignisse berichten wird, so wird die Welt vielleickit erstaunt sein. mit welch gerinnen Kräften wir es fertigbrachten, den Enaländer zu schlagen und weit über die Grenzen Aeanptens zurückzutreiben. Heute stehen wir hundert Kilometer vor Alerandrien und Kairo und haben das Tor Aeayptens in der Hand — und zwar mit der Absicht, auch hier zu handeln! Wir sind dort nicht hingegangen, um uns über kurz oder lang wieder zurückwerfen zu lassen. Man kann sich auch hier daraus verlassen: Was wir haben, halten wir fest!
Die Zusammenarbeit mit den italienischen Kameraden ist mustergültig, das gegenseitige Verhältnis ist ausgezeichnet. Eine große Anzahl von italienischen Soldaten besitzt heute das Eiserne Kreuz 1. und 2. Klasse. Auch ein Ritterkreuz wurde einem italienischen Befehlshaber auf dem afrikanischen Kriegsschauplatz für seine besonderen Leistungen und die hervorragende Führung verliehen. Auch in der gemeinsamen Arbeit der Kommandos versieben wir uns ausgezeichnet. Als ich vor kurzem dem Duce über die Lage in Nordafrika Bericht erstattete, konnte ich ihm zu meiner Freude berichten, daß das, Zusammengehen zwischen den deutschen und den italienischen Stellen in jeder Hinsicht mustergültig sei.
Der Kampf in Afrika ist von Monat zu Monat härter geworden. Aber auch unsere Truppen sind härter geworden in ihrer Art. Besonders die .limatischen Verhältnisse sind schwierig, aber nicht so schwierig, daß wir Deutschen aus dem hohen Norden uns nicht an sie gewöhnen könnten.
Die Entfernungen, die wir zurückgelegt haben, sind sehr groß. Von Tripolis stehen wir heute 2300 Kilometer entfernt. Wenn man dies auf eine europäische Karte überträgt, so kommt einem di?se Entfernung unendlich vor. Ich habe schon von dem Leben in der Wüste gesprochen. Es ist hart für unseren deutschen Soldaten. Er sieht nur Sand, lebt stets in der freien Sonne und hat unter den -Fliegern zu leiden. Aber er kämpft zäh, verbissen und tapfer, wie wir es erwarteten."
Nach Liesen allgemeinen Ausführungen gab der Gene- ralfcldmarschall den versammelten Journalisten noch Gelegenheit, Fragen an ihn zu richten. Auf die Frage nach dem Wert des amerikanischen Kriegsmaterials in Nordafrika erwiderte Eeneralfeldmarschall Rommel: „Wit haben das amerikanische Kriegsmaterial in größeren Mengen in 4er letzten Schlacht kennengelernt, darunter auch den „Pilot". Schon in den früheren Kämpfen waren wir afrikanischen Panzern begegnet, die aber ohne wesentliche Bedeutung waren. ' Sie waren schlecht gebaut und gepanzert, so daß von einer Bewährung nicht gesprochen werden kann. Die neuen amerikanischen Panzer, die wir antrafen, sind schon wesentlich bessere Kampfmittel. Aber sie liegen schon alle hinter unserer Front. (Heiterkeit.)' Auch der „Pilot" ist unseren Panzergrenadieren, der Panzerabwehr und der Flak zum Opfer gefallen! Ich glaube, daß wir seit Juli 2800 Panzer vernichtet haben. Sie liegen zum Teil weit in der Wüste verstreut und es lohnt sich bei diesen Entfernungen wirklich nicht, sie herauszuziehen und zu verschrotten."
Heute spricht der Neichsmarschall
Berlin, 3. Oktober. Der Führer hat in Anerkennung der großen Verdienste für die Sicherung der Ernährung des deutschen Volkes an besonders verdiente Angehörige des deutschen Landvolkes zahlreiche Kriegsverdienstauszeichnungen verliehen. In allen Gauen des Großdeutschen Reiches werden anläßlich des Erntedankfestes die Gauleiter im Auftrag des Führers im Rahmen von Sonder-Vcranstaltungen der NSDAP. diese Auszeichnungen überreichen.
Der Reichsmarschall des Großdeutschen Reiches, Hermann Göring, wird in einer Großkundgebung der NSDAP. am Sonntag. 4. Oktober, 12 Uhr. besonders hohe Auszeichnungen an Angehörige des deutschen Landvolkes übergeben. Anschließend wird der Reichsmarschall zum deutschen Volk sprechen. Dir Veranstaltung wird aus all« drntsche» Sender übertrage«.
Auf die Frage nach den Erfahrungen mit den Engländern als Wüstenkämpfer sagte Eeneralfeldmarschall Rommel: „Die Engländer haben sich eingebildet, daß sie die einzigen guten Afrika-Kämpfer sind. Gewiß haben sie mehr Erfahrung gehabt als wir. Aber schon bei den ersten Zusammenstößen mit ihnen hat sich gezeigt, daß unsere Truppen ihnen nicht nachstehen, sondern den Kampf ohne weiteres und mit Erfolg aufnehmen können.
Den Engländern bieten sich dabei ganz besondere Möglichkeiten, da sie zahlreiche fremde Völker wie Maori, Kopfjäger usw. verwenden. Dies führt zu unfairen Kampsmethoden. Dagegen müssen entsprechende Maßnahmen getroffen werden. Auch darüber sind sich unsere deutschen und italienischen Soldaten einig. Uns ist natürlich eine faire Methode der Kriegsführung lieber. Im Vergleich zu Liesest Eingeborenen ist der Engländer im allgemeinen als Soldat nicht ganz so unfair.
Aber erst kürzlich ist es geschehen, daß eine italienische Patrouille, die vor Kufra heraufstieß, in englische Hände fiel. Man gab den Soldaten Tee zu trinken und fragte sie aus. Aber weil man sie nicht mitnehmen konnte, hat man sie einfach erschossen. Dies sind Methoden, die unter anständigen Kämpfern nicht üblich sind."
Reichsminister Dr. Goebbels warf die Frage ein:
„Herr Eeneralfeldmarschall! Im deutschen Volke gibt es Besorgnisse, daß Sie Ihr Leben allzu sehr der Gefahr aussetzen und sich zu stark exponieren. Wie verhält es sich damit?" Der Eeneralfeldmarschall antwortete darauf: „Ich kann Ihnen versichern, daß ich das nicht über das nötige Matz hinaus tue. Aber bisher war die Lage in Afrika so, daß eine Führung von rückwärts aus nicht möglich war. Außerdem ist' zu bedenken, daß auf dem Kampffelde auf jedem Platz Gefahr vorhanden ist. Ich war immer dafür, daß ich dort bin, wo etwas los ist. Nur so kann ich augenblicklich Entscheidungen treffen. Man muß unbedingt zur Stelle sein. Manchmal kommt es auf Sekunden an."
Dr. Goebbels: „Sind Sie selbst schon mit Engländern in engere Berührung gekommen?"
Efm. Rommel: „Ich habe einmal im Vorbeigehen ein englisches Lazarett besucht. (Heiterkeit.) Man braucht sich um meine Person wirklich keine Sorge machen. Ich passe schon auf."
Dr. Goebbels: „Herr Eeneralfeldmarschall! Das feindliche Ausland weiß über alle möglichen Erkrankungen zu berichten, die Ihnen zugeschrieben werden. Wie steht es damit?" Gsm. Rommel: „Mir geht es ausgezeichnet. Ich kann versichern, daß ich stets aus meinem Posten bin. wenn es notwendig ist." Reichsminister Dr. Goebbels schloß das spannende und interessante Zusammentreffen, indem er dem Eeneralfeldmarschall aufrichtige und herzliche Wünsche für die Zukunft aussprach.
widrige Deutungen und offensichtliche Entstellungen zu entwerten. Daran ändern auch nichts Auslassungen wie etwa die des Londoner Nachrichtendienstes: die Rede. sei nicht so einheitlich wie die früheren gewesen und habe vor allem die Bekanntgabe neuer Zielsetzungen für die nächsten Kriegsmonate vermissen lassen. Oder wie die zu der sich amerikanische Blätter versteigen, die Ausführungen des Führers hätten resigniert geklungen, Adolf Hitler habe sich auf die Defensive umgestellt und eine Schwächung der dynamischen Kraft der Dreierpaktmächte zugestanden. Denn gerade solche verkrampften Behauptungen, die in gleicher Weise wie die Behauptung eines anderen feindlichen Blattes, die Rede Addlf Hitlers habe fast zweieinhalb Stunden gedauert, den Stempel der Unwahrheit, ja, noch mehr, der Verlegenheit, (sich unter allen Umständen zu der Rede des Führers negativ äußern zu müssen), an der Stirn tragen, lassen ersehen, wie sehr man sich im feindlichen Nachrichtenlager krümmt und windet, um den Eindruck der Führerrede im eigenen Lager abzuschwächen, weil, dieser — und dafür liegen offensichtliche Beweise vor — gerade auch dort von einer kaum zu überbietenden Tiefenwirkung war. Aus dem Umstand, daß diese Tiefenwirkung auch bei den feindlichen Völkern auf keinen Fall verwischt werden kann, erklärt sich dann auch die Rückkehr wenigstens zur teilweisen Wahrheit bei Blättern, wie der „Daily Mail", „Yorkshire Post", dem immerhin sehr einflußreichen „Newyork Herald Tribune", und sogar der „Times", deren Stimmen aus dem Gebelfer des übrigen anglo-amerikanischen Blatter- lärms, sich deutlich durch das Bemühen abheben, vor ihren etwas kritischeren Lesern sich nicht dadurch lächerlich zu machen, daß sie Dinge auf den Kopf stellen, die richtig zu sehen jenen Lesern gar nicht schwer sein kann. „Hitler hat bis jetzt, den Krieg gewonnen, und wenn wir nicht die Einstellung des Feindes verstehen lernen und auf uns übertragen, werden wir auch weiterhin den Krieg verlieren", schreibt „Newyork Herald Tribune" und bekennt weiter: „Wenn Hitler die ungeheuren Rohstoffmengen und industriellen Kraftquellen aufzählt, die er erobert hat, so beruft er sich dabei unglücklicherweise auf nackte Tatsachen; und wenn er mit sarkastischem Spott von der Zweiten Front spricht, so stützt er sich dabei auf den Umstand, daß es eine Zweite Front Überhaupt nicht gibt". Das klingt dann allerdings ganz anders wie das Gekläffe der übrigen feindlichen Presse und wird bestimmt bei jenen nachdenklichen Menschen im feindlichen Lager Zustimmung finden, die sich ein eigenes Urteil bis jetzt noch bewahrt haben, ein Urteil, das auf der Erkenntnis beruht, daß es eine Allusion gewesen ist die man dem englischen und dem atnerikani- Volke vor Augen stellte, als man behauptete, die Kräfte der Achsenmächte müßten unter der Wirkung der britischen Blockade dahinschwinden, während gleichzeitig die Zeit langsam aber sicher ein überwältigendes Kriegspotential, vor allem der Vereinigten Staaten zur Wirkung bringen könne. Dieses überwältigende Kriegspotential ist nämlich, wie der Führer zur allqe- meinen Genugtuung in unserem und im Laqer unserer Verbündeten feststellen konnte, auf unserer Seite
ITllstungsfabriK E Westen und an allen andere . . ^ Fronten m Abwehr stechen, erfülle
wir eine der gewaltigsten Voraussetzungen für die O r gan lsati o n Europas im Kriege und für den Sieg so sprach der Führer in seiner Rede, nachdem er kui vorher die Ziele der großen Offensive dieses Sommer Äargetan hatte, die mit der Wegnachyre großer Weiser gebiete des Feindes, des letzten Restes seiner Köhler vorkommen und endlich mit der ALschneidunq seiner let ten und grotzten Verkehrsader, der Wolga und dam'i auch seiner Oelquellem schon erreicht sind.' Wie sehr da eine durch das andere bedingt wird. brauchen wir b< dem Verständnis des deutschen Volkes für die geschichi llchem Notwendigkeiten in diesem Kriege um so wenige "°Smwls Ur anzuführen. als es der Führer in unübei trefflicher Weife und mit einmaliger Deutlichkeit in sei ner Rede selbst getan hat. Wie sehr sich aber aus de Voraussetzungen für die Organisation Europas ir
nach den weltgeschichtliche Erfolgen der letzten Monate die Gewißheit des Siege hat, ja, zur unumstößliche Gewißheit wurde, das geht auch für solche die in Ma termlismus verhaftet. Instinkt und Glaube gering er achten, aus der Inventur unserer Siegeschancen her vor, wie sie wenige Tage vor der Führerrede der Reichs autzenm,nester vor aller Welt ausgemacht hast Gan Europa tst heute eine Rllstungsfabrik", sagte der Reichs W^Esslltor, „und was die Rllstungskapazität Deutsch sE" Verbündeten anlangt, so sind wir un lerem Gegner zumindest qualitativ und im übrigen aul
MNMiliNNNIIIIMNIMMI,,,„INI»,„IMNIIMI,,,,,,,,„NMIIINM UMMI«
Vnssr layssspKVyisI
Südlich und nördlich von Stalingrad scheiterten erneut starke Entlastungsangriffe der Sowjets.
In der mit vollem Erfolg beendeten Schlacht südlich des Ladoga-Sees wurden 7 Divisionen des ysklndes vernichtet und über 12 999 Gefangene ge-
Eeneralfeldmarschall Rommel gewährte den in- und ausländischen Pressevertretern in Berlin einen Einblick in seine so erfolgreiche afrikanische Strategie. Staatssekretär Backe wendet sich in einem Ausruf an das schaffende Landvolk.
»es wemeics Nordsee Bremen die bisher im Kriegseinsatz ausgezeichni Jungen und Mädel des Gebietes vorgestellt. Der Neichsvcrkchrsrninister Hot Kahnraum für gerzwecke zur Verfügung gestellt.
In der Bremer Kampfbahn findet heute der gi Fußballkamps um die Endausfcheidung im Tsch merpokal zwischen Werder und dem LSV. Ste statt.