Ausgabe 
(4.10.1942) Nr. 273
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vas flmtsblakt des Negierenden vürgermeistcrs der Zielen Hansestadt vremen

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der NationalldziaUften. vremens

fimtliches verkündungsbiatt des Neichsstattstalters in Oldenburg und Nremen

Nr. 2?Z , 12. Mrgang

Sonntag, 4. Oktober 1942

Linzelpreis 15 Npf.

Unser Uauleiler würdigt des tandvoikslat

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Von Onnlsitsr ?anl V/eZensr

Das Jahr 1942 ist denen, die im Gau Weser-Ems für das Brot sorgen mußten, nicht leicht gewor­den. Ein harter Winter brachte erhebliche Schä­den, viele Frucht mußte neu bestellt werden, bit­ter war oft die Sorge, alles rechtzeitig zu schaffen. Dann kamen viele Tage der Ungewißheit, zö­gernd nur begann das Korn sich zu entwickeln und zu reifen, langsam, uns allen viel zu lang­sam, doch es wurde dafür voll und schwer. Be­sonders dem frühen Gemüse war die Witterung wenig zuträglich, und die Hausfrau in der Stadt hat sehr viel Mühe gehabt, ihren Verpflichtungen nachzukommen. Spät war auch die Frühkarto'ffel reif, dafür lohnte sie reichlich, und der Winter unseres Mißvergnügens wich endlich vor dem strahlenden Erntewetter, das das Korn nun schnell ausreifen und gut bergen ließ.

Für den Landmann war es die Zeit des 16- Stunden-Tages, des Ausfalls jeglichen Sonn- und Feiertages. Er hat jedoch gerne das Seine ge­leistet; denn nichts freut einen Bauern mehr, als wenn er seine Ernte gut in die Scheuer bringen kann. Wir alle aber müssen ihm danken. Welche Arbeitslast dieses Jahr für ihn mit sich brachte, kann nur ermessen, der weih, was es heißt, im Frühjahr fast die doppelte Fläche ackern und ein­säen zu müssen, der weiß, was es heißt, Unkraut zu> bekämpfen, wenn die Rüben nicht vorwärts wollen, und der kennt, was auch ein Erntetag aus sich hat, wenn im Fach unter der lastenden Hitze der Ziegel die' schweren Garben hochgestakt und gepackt werden müssen. Brot ißt sich leichter weg, als daß es geschaffen wird. Das haben auch die Erntekräfte aus der Stadt erfahren, die erfreu­licherweise den Bauern geholfen und die mit dazu beigetragen haben, daß diese Ernte gut einge­kommen ist. Der Bauer ist diesen Helfern aus vollstem Herzen dankbar.

So ist denn die Ernte fast geborgen und für die Stadt hat sie Erleichterung gebracht. Ohne den zähen Willen unserer Bauernbevölkerung wäre nach den Rückschlägen des Winters nicht eine der­artig umfassende Neubestellung möglich gewesen, zgh-ne diese zweite. Bestellung hätte aber kein Sommerkorn, keine Oelfrucht wachsen können,

und wenn die Natur dem Wachstum noch so gün­stig gewesen wäre. Wäre der Bauer damals mut­los geworden, so hätten wir nicht unsere Ra­tionssätze jetzt erhöhen können; denn die Vor­ratskammer Europas ist wie bisher noch immer Deutschland. Was wäre aus Europa ge­worden ohne den deutschen Bauern, an dessen Stelle so oft die Bäuerin treten mutzte. Diesen Frauen gilt daher unser besonderer Dank.

Wir haben viel geleistet, wir hätten aber mehr leisten können, wenn wir nicht erst nach der Machtübernahme uns darauf besonnen hätten, daß in den schweren Zeiten eines Volkes die Kraft seiner Böden eine der wirkungsvollsten Waffen ist. Haben wir aber den deutschen Bauern in die Lage versetzt, den deutschen Boden mit allen Mit- (Fortjetzung auf Seite 2)

180. Bremen, 4. Oktober.

siius der Skala des Es ist immer ein Genuß, nach

kckos der4übrerrede einer Führerrede wachen Sinnes caios verzugrerrcoe ^ Widerhall bei Freund und

Feind nachzugehen und daraus, (ob er sich nun rein äußerlich beurteilt positiv oder negativ anhört), die gewaltige Wirkung festzustellen, die Adolf Hitlers Worte in aller Welt haben. Läuft doch durch die ganze Skala solchen Weltechos unverkennbar jene Spannung, die, ob sie sich nun in Worten freimütiger Bewunderung oder im Gewände kleinlicher und gehässiger Herab­setzungsversuche äußert, zeigt, daß niemand in der Welt sich dem Banne zu entziehen vermag, der von der un­erhörten Wucht und Eindruckskraft der Führer-Reden ausgeht und daß in allen Ländern und bei allen Völ­kern des Führers Ausführungen als das, was sie natür­lich auch sind, nämlich als schicksalsträchtig auf­gefaßt und beurteilt werden. Daran ändert nichts der da und dort in der feindlichen Presse unternommene Versuch, den Gehalt der jüngsten Führerrede durch sinn-

Schlacht des Ladoga-Sees beendet

Sieben Moisionen des seindes vernichtet über 12000 öHangene

Aus dem Führerhauptquartier, 3. Okt. Das Oberkommando der Wehrmacht teilt mit:Im

Kaukasus- Gebiet wurden die Angriffe gegen feind­liche Gebirgsftellungen in harten Kämpfen fortgeführt. Der Angriff gegen den Nordteil von Stalingrad hat überall die für gestern gesteckten Ziele erreicht. Südlich und nördlich der Stadt scheiterten starke Ent­lastungsangriffe nach schweren Kämpfen. Hierbei wur­den 41 Sowjctpanzer vernichtet. Deutsche und rumänische Luststreitkräfte bekämpften den feindlichen Nachschub- verkehr auf den Bahnstrecken am Kafpifchen Meer und im Gebiet der unteren Wolga. An der Don-Front wiesen italienische Truppen mehrere Uebersetz-Versuche des Gegners ab. Im Raum von Rfchew sind bei eigenen Angriffshandlungen und bei der Abwehr feind­licher Gegenangriffe mehrere hundert Gefangene ein­gebracht worden. LK Panzer, 44 Geschütze und zahlreiche schwere und leichte Waffen sind erbeutet oder vernichtet. Der Feind hatte hohe blutige Verluste. Luftangriffe mit vernichtender Wirkung wurden gegen Bahnlinien und Truppenausladungen der Sowjets slldostwärts des Jlmen-Sees durchgeführt.

Die Schlacht südlich des Ladoga-Sees endete mit einem vollen Erfolg. Truppen des Heeres haben in vorbildlichem Zusammenwirken mit Verbänden der Luftwaffe die nach harten Kämpfen eingeschlossenen Kräfte des Feindes in Stärke von sieben Divisionen

vernichtet, 12 37l> Gefangene eingebracht, 244 Panzer, 397 Geschütze, 491 Granatwerfer und 843 Maschinen­gewehre sowie zahlreiches sonstiges Kriegsmaterial er­beutet oder vernichtet. Die Verluste des Feindes an Toten betragen über 28 999. Die Zahl seiner Ver­wundeten ist nicht abzuschätzen.

Bei einem Vorstoß gegen die britische Kanalküste ver­senkten Schnellboote in der Nacht zum 2. Oktober trotz starker Zerstörerabwehr ein feindliches Handelsschiff von 2899 BRT. un5 einen Vewacher. Ein weiterer Dampfer, dessen Sinken nicht beobachtet werden konnte, wurde beschädigt. Auch in der Nacht zum 3. Oktober kam es vor der niederländischen Küste zu einem See­gefecht zwischen deutschen Sicherungsstreitkräften und britischen Schnellbooten, die durch wirksames Ar­tilleriefeuer vertrieben wurden.

Nach einzelnen wirkungslosen Tagesstörslügen griffen britische Bomber in der vergangenen Nacht westdeutsches Gebiet an. Die Bevölkerung hatte Verluste. In Wohn­vierteln mehrerer Städte, insbesondere in Krefeld, entstanden Sach- und Eebäudeschäden. Fünf der an­greifenden Flugzeuge wurden abgeschossen. Weitere sieben Flugzeuge verlor der Feind bei Tagesangriffen gegen die besetzten Westgebiete. Leichte deutsche Kamps- flugzeuge führten am gestrigen Tage Tiefangriffe gegen kriegswichtige Anlagen an der Südküste Englands.«

^ kommet über den flfrika-seldzug

Pressermpfang bei Neichsmrnisier Vr. SoebbelsSie yuaütitt unserer Iruppen verschafft uns den Sieg"

rck. Berlin, 3. Oktober. Erwartungsvolles Schweigen herrscht in dem Halbrund der deutschen und ausländi­schen Pressevertreter, die sich aus Anlaß der Anwesen­heit von Eeneralfeldmarschall Rommel in der Pri- vatwohnung des Reichsministers Dr. Goebbels ver­sammelt haben. Als der Reichsminister und der Mar­schall den Raum betreten, flammen die Blitzlichter der Bildberichterstatter auf, und die Arme erheben sich zum Deutschen Gruß. Straff und gesund, sportlich in Gang und Geste, augenscheinlich in strahlender Laune, erwi­dert der Marschall den Gruß. Reichsminister Dr. Goeb­bels spricht einige begrüßende Worte, in denen er der allgemeinen Freude Ausdruck gibt, den in der ganzen Welt bewunderten deutschen Heerführer mit der deut­schen und ausländischen Presse bekannt machen zu kön­nen. Dann spricht Rommel in einer ruhigen Art, die sofort gewinnen muß. Er führt u. a. aus:

Sie werden verstehen, daß ich nur über das zu Ihnen sprechen kann, was gewesen ist. Was sein wird, ist hier nicht zu erörtern. Der Kampf in Afrika ist Seite an Seite mit unseren italienischen Bundesgenossen unter sehr schwierigen Bedingungen geführt worden. Ich kann mit Stolz sagen, daß wir es verstanden haben, dem Engländer die Position wegzunehmen, die er im Mittelmeergebiet schon erobert hatte. Zweimal war es ihm bereits gelungen, nach der Eprenaika vorzustoßen, aber dank der Tapferkeit unserer Truppen sind wir in einem harten Ringen mit ihm fertig geworden, obwohl unsere militärische Kraft ihm zahlenmäßig oft unter­legen war.

Aber die Qualität unserer Truppen und der Führung hat uns den Sieg verschafft. Wenn später die Geschichte über diese Ereignisse berichten wird, so wird die Welt vielleickit erstaunt sein. mit welch gerinnen Kräften wir es fertigbrachten, den Enaländer zu schlagen und weit über die Grenzen Aeanptens zurückzutreiben. Heute stehen wir hundert Kilometer vor Alerandrien und Kairo und haben das Tor Aeayptens in der Hand und zwar mit der Absicht, auch hier zu handeln! Wir sind dort nicht hingegangen, um uns über kurz oder lang wieder zurückwerfen zu lassen. Man kann sich auch hier daraus verlassen: Was wir haben, halten wir fest!

Die Zusammenarbeit mit den italienischen Kameraden ist mustergültig, das gegenseitige Verhältnis ist ausge­zeichnet. Eine große Anzahl von italienischen Soldaten besitzt heute das Eiserne Kreuz 1. und 2. Klasse. Auch ein Ritterkreuz wurde einem italienischen Befehlshaber auf dem afrikanischen Kriegsschauplatz für seine beson­deren Leistungen und die hervorragende Führung ver­liehen. Auch in der gemeinsamen Arbeit der Kommandos versieben wir uns ausgezeichnet. Als ich vor kurzem dem Duce über die Lage in Nordafrika Bericht erstattete, konnte ich ihm zu meiner Freude berichten, daß das, Zu­sammengehen zwischen den deutschen und den italienischen Stellen in jeder Hinsicht mustergültig sei.

Der Kampf in Afrika ist von Monat zu Monat härter geworden. Aber auch unsere Truppen sind härter gewor­den in ihrer Art. Besonders die .limatischen Verhält­nisse sind schwierig, aber nicht so schwierig, daß wir Deutschen aus dem hohen Norden uns nicht an sie ge­wöhnen könnten.

Die Entfernungen, die wir zurückgelegt haben, sind sehr groß. Von Tripolis stehen wir heute 2300 Kilometer entfernt. Wenn man dies auf eine europäische Karte überträgt, so kommt einem di?se Entfernung unendlich vor. Ich habe schon von dem Leben in der Wüste ge­sprochen. Es ist hart für unseren deutschen Soldaten. Er sieht nur Sand, lebt stets in der freien Sonne und hat unter den -Fliegern zu leiden. Aber er kämpft zäh, verbissen und tapfer, wie wir es erwarteten."

Nach Liesen allgemeinen Ausführungen gab der Gene- ralfcldmarschall den versammelten Journalisten noch Gelegenheit, Fragen an ihn zu richten. Auf die Frage nach dem Wert des amerikanischen Kriegsmaterials in Nordafrika erwiderte Eeneralfeldmarschall Rommel: Wit haben das amerikanische Kriegsmaterial in grö­ßeren Mengen in 4er letzten Schlacht kennengelernt, darunter auch denPilot". Schon in den früheren Kämpfen waren wir afrikanischen Panzern begegnet, die aber ohne wesentliche Bedeutung waren. ' Sie waren schlecht gebaut und gepanzert, so daß von einer Bewährung nicht gesprochen werden kann. Die neuen amerikanischen Panzer, die wir antrafen, sind schon wesentlich bessere Kampfmittel. Aber sie liegen schon alle hinter unserer Front. (Heiterkeit.)' Auch der Pilot" ist unseren Panzergrenadieren, der Panzer­abwehr und der Flak zum Opfer gefallen! Ich glaube, daß wir seit Juli 2800 Panzer vernichtet haben. Sie liegen zum Teil weit in der Wüste verstreut und es lohnt sich bei diesen Entfernungen wirklich nicht, sie herauszuziehen und zu verschrotten."

Heute spricht der Neichsmarschall

Berlin, 3. Oktober. Der Führer hat in Anerken­nung der großen Verdienste für die Sicherung der Er­nährung des deutschen Volkes an besonders verdiente An­gehörige des deutschen Landvolkes zahlreiche Kriegs­verdienstauszeichnungen verliehen. In allen Gauen des Großdeutschen Reiches werden anläßlich des Erntedank­festes die Gauleiter im Auftrag des Führers im Rah­men von Sonder-Vcranstaltungen der NSDAP. diese Auszeichnungen überreichen.

Der Reichsmarschall des Großdeutschen Reiches, Her­mann Göring, wird in einer Großkundgebung der NSDAP. am Sonntag. 4. Oktober, 12 Uhr. besonders hohe Auszeichnungen an Angehörige des deutschen Land­volkes übergeben. Anschließend wird der Reichsmarschall zum deutschen Volk sprechen. Dir Veranstaltung wird aus all« drntsche» Sender übertrage«.

Auf die Frage nach den Erfahrungen mit den Eng­ländern als Wüstenkämpfer sagte Eeneralfeldmarschall Rommel:Die Engländer haben sich eingebildet, daß sie die einzigen guten Afrika-Kämpfer sind. Gewiß haben sie mehr Erfahrung gehabt als wir. Aber schon bei den ersten Zusammenstößen mit ihnen hat sich gezeigt, daß unsere Truppen ihnen nicht nachstehen, sondern den Kampf ohne weiteres und mit Erfolg aufnehmen können.

Den Engländern bieten sich dabei ganz besondere Möglichkeiten, da sie zahlreiche fremde Völker wie Maori, Kopfjäger usw. verwenden. Dies führt zu un­fairen Kampsmethoden. Dagegen müssen entsprechende Maßnahmen getroffen werden. Auch darüber sind sich unsere deutschen und italienischen Soldaten einig. Uns ist natürlich eine faire Methode der Kriegsführung lieber. Im Vergleich zu Liesest Eingeborenen ist der Engländer im allgemeinen als Soldat nicht ganz so unfair.

Aber erst kürzlich ist es geschehen, daß eine italienische Patrouille, die vor Kufra heraufstieß, in englische Hände fiel. Man gab den Soldaten Tee zu trinken und fragte sie aus. Aber weil man sie nicht mitnehmen konnte, hat man sie einfach erschossen. Dies sind Metho­den, die unter anständigen Kämpfern nicht üblich sind."

Reichsminister Dr. Goebbels warf die Frage ein:

Herr Eeneralfeldmarschall! Im deutschen Volke gibt es Besorgnisse, daß Sie Ihr Leben allzu sehr der Ge­fahr aussetzen und sich zu stark exponieren. Wie ver­hält es sich damit?" Der Eeneralfeldmarschall antwor­tete darauf:Ich kann Ihnen versichern, daß ich das nicht über das nötige Matz hinaus tue. Aber bisher war die Lage in Afrika so, daß eine Führung von rück­wärts aus nicht möglich war. Außerdem ist' zu beden­ken, daß auf dem Kampffelde auf jedem Platz Gefahr vorhanden ist. Ich war immer dafür, daß ich dort bin, wo etwas los ist. Nur so kann ich augenblicklich Ent­scheidungen treffen. Man muß unbedingt zur Stelle sein. Manchmal kommt es auf Sekunden an."

Dr. Goebbels:Sind Sie selbst schon mit Engländern in engere Berührung gekommen?"

Efm. Rommel:Ich habe einmal im Vorbeigehen ein englisches Lazarett besucht. (Heiterkeit.) Man braucht sich um meine Person wirklich keine Sorge machen. Ich passe schon auf."

Dr. Goebbels:Herr Eeneralfeldmarschall! Das feind­liche Ausland weiß über alle möglichen Erkrankungen zu berichten, die Ihnen zugeschrieben werden. Wie steht es damit?" Gsm. Rommel:Mir geht es ausgezeichnet. Ich kann versichern, daß ich stets aus meinem Posten bin. wenn es notwendig ist." Reichsminister Dr. Goebbels schloß das spannende und interessante Zusammentreffen, indem er dem Eeneralfeldmarschall aufrichtige und herz­liche Wünsche für die Zukunft aussprach.

widrige Deutungen und offensichtliche Entstellungen zu entwerten. Daran ändern auch nichts Auslassungen wie etwa die des Londoner Nachrichtendienstes: die Rede. sei nicht so einheitlich wie die früheren gewesen und habe vor allem die Bekanntgabe neuer Zielsetzun­gen für die nächsten Kriegsmonate vermissen lassen. Oder wie die zu der sich amerikanische Blätter versteigen, die Ausführungen des Führers hätten resigniert ge­klungen, Adolf Hitler habe sich auf die Defensive um­gestellt und eine Schwächung der dynamischen Kraft der Dreierpaktmächte zugestanden. Denn gerade solche ver­krampften Behauptungen, die in gleicher Weise wie die Behauptung eines anderen feindlichen Blattes, die Rede Addlf Hitlers habe fast zweieinhalb Stunden gedauert, den Stempel der Unwahrheit, ja, noch mehr, der Ver­legenheit, (sich unter allen Umständen zu der Rede des Führers negativ äußern zu müssen), an der Stirn tragen, lassen ersehen, wie sehr man sich im feindlichen Nach­richtenlager krümmt und windet, um den Eindruck der Führerrede im eigenen Lager abzuschwächen, weil, dieser und dafür liegen offensichtliche Beweise vor gerade auch dort von einer kaum zu überbietenden Tiefenwirkung war. Aus dem Umstand, daß diese Tiefen­wirkung auch bei den feindlichen Völkern auf keinen Fall verwischt werden kann, erklärt sich dann auch die Rückkehr wenigstens zur teilweisen Wahrheit bei Blättern, wie derDaily Mail",Yorkshire Post", dem immerhin sehr einflußreichenNewyork Herald Tribune", und sogar derTimes", deren Stimmen aus dem Gebelfer des übrigen anglo-amerikanischen Blatter- lärms, sich deutlich durch das Bemühen abheben, vor ihren etwas kritischeren Lesern sich nicht dadurch lächer­lich zu machen, daß sie Dinge auf den Kopf stellen, die richtig zu sehen jenen Lesern gar nicht schwer sein kann. Hitler hat bis jetzt, den Krieg gewonnen, und wenn wir nicht die Einstellung des Feindes verstehen lernen und auf uns übertragen, werden wir auch weiterhin den Krieg verlieren", schreibtNewyork Herald Tri­bune" und bekennt weiter:Wenn Hitler die ungeheuren Rohstoffmengen und industriellen Kraftquellen aufzählt, die er erobert hat, so beruft er sich dabei unglücklicher­weise auf nackte Tatsachen; und wenn er mit sarkastischem Spott von der Zweiten Front spricht, so stützt er sich dabei auf den Umstand, daß es eine Zweite Front Überhaupt nicht gibt". Das klingt dann allerdings ganz anders wie das Gekläffe der übrigen feindlichen Presse und wird bestimmt bei jenen nachdenklichen Menschen im feindlichen Lager Zustimmung finden, die sich ein eigenes Urteil bis jetzt noch bewahrt haben, ein Urteil, das auf der Erkenntnis beruht, daß es eine Allusion ge­wesen ist die man dem englischen und dem atnerikani- Volke vor Augen stellte, als man behauptete, die Kräfte der Achsenmächte müßten unter der Wirkung der britischen Blockade dahinschwinden, während gleichzeitig die Zeit langsam aber sicher ein überwältigendes Kriegspotential, vor allem der Vereinigten Staaten zur Wirkung bringen könne. Dieses überwältigende Kriegspotential ist nämlich, wie der Führer zur allqe- meinen Genugtuung in unserem und im Laqer unserer Verbündeten feststellen konnte, auf unserer Seite

ITllstungsfabriK E Westen und an allen andere . . ^ Fronten m Abwehr stechen, erfülle

wir eine der gewaltigsten Voraussetzungen für die O r gan lsati o n Europas im Kriege und für den Sieg so sprach der Führer in seiner Rede, nachdem er kui vorher die Ziele der großen Offensive dieses Sommer Äargetan hatte, die mit der Wegnachyre großer Weiser gebiete des Feindes, des letzten Restes seiner Köhler vorkommen und endlich mit der ALschneidunq seiner let ten und grotzten Verkehrsader, der Wolga und dam'i auch seiner Oelquellem schon erreicht sind.' Wie sehr da eine durch das andere bedingt wird. brauchen wir b< dem Verständnis des deutschen Volkes für die geschichi llchem Notwendigkeiten in diesem Kriege um so wenige "°Smwls Ur anzuführen. als es der Führer in unübei trefflicher Weife und mit einmaliger Deutlichkeit in sei ner Rede selbst getan hat. Wie sehr sich aber aus de Voraussetzungen für die Organisation Europas ir

nach den weltgeschichtliche Erfolgen der letzten Monate die Gewißheit des Siege hat, ja, zur unumstößliche Gewißheit wurde, das geht auch für solche die in Ma termlismus verhaftet. Instinkt und Glaube gering er achten, aus der Inventur unserer Siegeschancen her vor, wie sie wenige Tage vor der Führerrede der Reichs autzenm,nester vor aller Welt ausgemacht hast Gan Europa tst heute eine Rllstungsfabrik", sagte der Reichs W^Esslltor,und was die Rllstungskapazität Deutsch sE" Verbündeten anlangt, so sind wir un lerem Gegner zumindest qualitativ und im übrigen aul

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Südlich und nördlich von Stalingrad scheiterten erneut starke Entlastungsangriffe der Sowjets.

In der mit vollem Erfolg beendeten Schlacht süd­lich des Ladoga-Sees wurden 7 Divisionen des ysklndes vernichtet und über 12 999 Gefangene ge-

Eeneralfeldmarschall Rommel gewährte den in- und ausländischen Pressevertretern in Berlin einen Ein­blick in seine so erfolgreiche afrikanische Strategie. Staatssekretär Backe wendet sich in einem Ausruf an das schaffende Landvolk.

»es wemeics Nordsee Bremen die bisher im Kriegseinsatz ausgezeichni Jungen und Mädel des Gebietes vorgestellt. Der Neichsvcrkchrsrninister Hot Kahnraum für gerzwecke zur Verfügung gestellt.

In der Bremer Kampfbahn findet heute der gi Fußballkamps um die Endausfcheidung im Tsch merpokal zwischen Werder und dem LSV. Ste statt.