Ausgabe 
(1.10.1942) Nr. 270
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Erschein! ?mSl wSchrniNch

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Parlercuntliclie Lc^yeszettuny

Das flmtsblatt des ^legierenden Bürgermeisters der Lreien fjanscstadt vremrn

üer NationallbziaMen vremens

flmilicstes verkündungsblatt des Ncichsstattstallers in Llldcnburg und Vremen

Nr. 2?0 , 12. Jahrgang

Vonnerstag, 1. Oktober 1942

Linzelpreis 1S Npf.

fest wie die front stellt auch die Heima t

Her fülirer und siegreiche seldlierr berichtet über die krfolge des abgelaufenen Kriegsjabres, fertigt die Nullen unserer politischen Negner ab und appelliert zum neuen Winterbilsswerk an den bewichrten gpserwillen der Nation

lZeoße Stunde der Nation

Wogen der Begeisterung im Sportpalast

Drahtbeiicht unserer Berliner Schriftleitung

ckr. VI. seil. Berlin, 30. September, „Die Türen und die Fenster bleiben sämtlich auf!" so wurde vor der gewaltigen deutschen Kundgebung, die Mittwochabend im Berliner Sportpalast stattfand, angeordnet. Die milde Luft eines einzigartigen Spätsommerabends durchzog den gewaltigen traditionsgeweihten Raum, Hitleiwetter, wie schon so oft in den großen Stunden der Nation! Die Anordnung wirkt gleichzeitig symbolhaft. Die Worte, die in dieser Stunde hier gesprochen wurden, sollten wie durch die Fenster und Türen auf den Aetherwellen zum ganzen Volke und in alle Welt hinaus erklingen.

Das beglückende und erhebende Gefühl ist gar nicht in Worte zu fassen, wenn man zu den einigen Tausend Volksgenossen gehört, die in einer solchen Stunde den Führer von Angesicht zu Angesicht sehen können, wenn man nur wenige Meter von ihm entfernt ist und den glutvollen Atem der Weltgeschichte fühlt, der aus seinen Worten strömt. Man mag im Sportpalast oder in der Krolloper solches Erlebnis noch so manches Mal gehabt haben, man wird doch immer sofort wieder im Lebens- gefllhl als politischer Deutscher aufs höchste gesteigert, sobald sich der Wald von Standarten und Fahnen du«ch den Mittelgang in Bewegung setzt, wenn dann nachein­ander die führenden Männer des Staates, der Wehr macht und der Partei eintreffen und die Spannung immer gewaltiger wird, bis der Führer selbst' kommt und wenn er dann die ersten erlösenden Worte spricht.

Selten hat man wohl in einer der früheren Kund­gebungen gleicher Art das Erlebnis der Verbunden­heit von Front und Heimat so plastisch gestaltet emp funden wie dieses Mal. In den ersten Reihen saßen wieder verwundete Kämpfer dieses Krieges, Ihnen schlössen sich die Menschen aus den Fabriken und Kon­toren, auch die schaffenden Frauen der Heimat in bun­tem Durcheinander an. Die eintreffenden führenden Persönlichkeiten wurden nacheinander von der Riefen Versammlung freudig begrüßt. Der Beifallsgruß stei­gerte sich gewaltig, als der Feldmarschall Keitel erschien und nach allen Seiten strahlend mit dem Mar>challstab dankte. Der Begrützungssturm wuchs zum Orkan, als pünktlich um 6 'Uhr der Reichsminister Dr, Goebbels eintraf und zur großen Ueberraichunq und Freude der vielen Tausende den Feldmarschall Rommel nach vorn auf die Empore geleitete. Der Orkan des Beifalls wollte sich kaum beruhigend Der stellvertretende Gauleiter eröffnete die Kroß-, kundgebung und erteilte

Neichsnilnister pr. Koebbeis

das Wort, der, mit erneutem Jubel empfangen, den Rechenschafsbericht für das Kriegswinterhilfswerk 1941/42 mit einem kurzen Rückblick auf die Endphafe des Kampfes der nationalsozialistischen Bewegung um die Macht im Reich einleitete.

Die Feststellung, daß die fortlaufende Kette unserer Erfolge zwangsläufig am Ende auch zum großen End­sieg führen müßte, fand ebenso wie der Würdigung der gewaltigen Leistungen unserer Truppen stürmischen Bei­fall. Dem großen Einsatz der Front habe sich die Heimat würdig angeschlossen. Wie der deutsche Soldat an allen Fronten, so habe auch das deutsche Volk in der tzermat seine Pflicht getan und einzigartige Leistungen zuwege gebracht. Unter tosendem Beifall verkündete der Mini­ster das Gesamtergebnis des Dritten Kriegswinterhilfswerkes, das mit einer Milliarde, 208 Millionen RM. das gewaltige Ergebnis des Vorjahres noch um fast ZOO Millionen übertraf,

Reichsminister Dr. Goebbels gab zum Abschluß seines Rechenschaftsberichtes seiner Ueberzeugung Ausdruck, daß das deutsche Volk dem Appell des Führers, der auch diesmal wieder die Eröffnung des Kriegs-WHW. vor­nehme, mit dem gleichen Opferwillen folgen und sich der Heldentaten unserer kämpfenden Soldaten würdig erweisen werde.

per sütirer ist eingetrojfen

Der Beifall, mit dem die Teilnehmer dem Neichs- minister dankten, war eben verebbt, als der Musikzug den Badenweiler Marsch intonierte, die Saaltüren flogen auf und, begleitet von Reichsminister Dr. Eo'ebbew und dem Oberbefehlsleiter Hilgenfeldt, er­schien der Führer an der Kundgevuaqsstätte, von einem unbesibreiblichen Jubeliturm empfangen, wie ihn auch diese Traditionsstätte der Bewegung noch nicht erlebt haben dürste. Immer und immer wieder jubelten die Massen dem Führer zu, der aus dem Vndium General- feldmaricholl Rommel mit einem herrlichen Händedruck begrüßte. In der Begleitung des Führers befanden sich der Rcichsführer ü'und Chef der deutschen Polizei Himmler und Reichsleiter Martin Bormann.

öegrüßungsworte Ür. Loebbels an i>en siikrer

Als der Führer, jubelnd begrüßt, den Saal betreten hatte, eröffnete Reichsminister Gauleiter Dr. Goebbels die Massenkundgebung der NSDAP., Gau Berlin, mit den Worten: „Wir grüßen den Führer an unserer tra- ditionsreichen Kampfstätte, im Berliner Sportpalast, int dem alten Ruf: Adolf Hitler — Sieg Heil!' (Mi­nutenlang hallten die Heilrufe, bis Dr, Goebbels fort­fahren konnte.) „Mein Führer! Wir alle find voll von stcfer Freude, Sie heute nach so langer Zeit nieder lnd vor allem so gesund und frisch in unserer Mitte ju sehen (großer Beifall). Ich bin überzeugt, daß das ganze deutsche Volk, das jetzt durch die Aether- kvellen mit uns verbunden ist, an dieser Freude den

innigsten und herzlichsten Anteil nimmt. Vor allem die Millionen Helfer und Helferinnen des Winterhilfs- werkes, die diese größte Sozialeinrichtung aller Zeiten im vergangenen Winter wiederum zu einem beispiel­losen Erfolg geführt haben, sind stolz auf die Auszeich­nung, die ihnen dadurch zuteil wird, daß Sie, mein Führer, heute wiederum, wie in allen vorangegangenen wahren, zur Eröffnung des Winterhilfswerkes zu ihnen und zum deutschen Volke sprechen wollen.

Es ist nun schon zwölf Monate her, daß Sie zum letz­ten Male an dieser Stelle, und fünf Monate her, daß Sie zum letzten Male überhaupt zum deutschen Volke sprachen. Die größten geschichtlichen Ereignisse liegen in dieser Zeitspanne. Während die Staatsmänner der Feindmächte sich unterdes im wesentlichen nur damit beschäftigen, ihren Völkern Versprechungen zu machen, Reden zu halten und Lügen und Verleumdungen zu ver­breiten, haben Sie, mein Führer, geschwiegen und ge­arbeitet (hier brandete von neuem der Beifall auf), und vor allem wiederum größte und kriegsentscheidende Schlachten geschlagen und mit Ihren tapferen Solda­ten stolzeste geschichtliche Siege errungen.

Eine bessere Widerlegung der feindlichen Propaganda können wir uns nicht wünschen. Im Gegenteil, es ist nur eine Bestätigung für die Richtigkeit Ihres Weges, mein Führer, und für die, Durchschlagskraft Ihrer Er­folge und Siege, daß unseren Feinden nichts anderes mehr übrig bleibt, als sich in ohnmächtiger Wut gegen die unabwendbar näherrückende Vernichtung ihrer Welt aufzubäumen. Je mehr sie uns mit Lügen und. Verleum­dungen attackieren, um so fester sind wir davon über­zeugt, daß der Endsieg ims gewiß ist. Sie, mein Führer, wissen in diesen spannungsreichen und schweren Wochen

und Monaten, daß die Nation in unverbrüchlicher Treue (/bestätigt),

hinter Ihnen steht, wenn Sie mit Ihren Soldaten Ihre stolzen Schlachterfolge erringen, liniere Feinde scheinen zu ahnen, daß es ihnen auf die Dauer nichts nützen wird, sich gegen diesen Ansturm deutscher Waffen und deutscher Soldaten zur Wehr zu setzen. Je schwächer ihre Position wird, um so blutrünstiger werden ihr« Rache­phantasien, die sie nicht nur gegen das nationalsozia­listische Regime, sondern gegen das deutsche Volk über­haupt zum Ausdruck bringen. Bis zur Forderung der Deportation aller deutschen Kinder von zwei bis'sechs Jahren haben sich diese infernalischen alttestamentari­schen Wutausbrüche auf der Feindseite gesteigert.

Mit Stolz und Bewunderung schaut angesichts dieser gegnerischen Tobsuchtsansälle Ihr Volk, mein Führer, auf die ruhige Gelassenheit, mit der Sie den Krieg, den unsere Feinde uns aufgezwungen haben, erfolgreich fortsetzen. Unter Ihrer Führung steht die deutsche Wehr- macht an allen Fronten rühm- und siegumkränzt. Hin ter ihr steht das ganze deutsche Volk entschlossen und bereit, diesen Kampf um sein Leben unter Ihrer Füh­rung, mein Führer, bis zum endgültigen Siege fortzu­setzen.

Nie haben wir fester als heute an diesen Sieg ge­glaubt. Wir danken Ihnen, mein Führer, daß Sie in dieser Zeit, die die übermenschlichsten Belastungen für Sie mit sich bringt, doch noch die Möglichkeit gefundn haben, zu uns zu kommen und vom Berliner Sport palast aus zum deutschen Volke zu sprechen. Mit diesem Dank verbinden wir im Namen -es ganzen deutschen Volkes das Gelöbnis, treu und unverbrüchlich mit Ihnen zu kämpfen und zu arbeiten, bis der Sieg unser , ist." (Jeder dieser Sätze wurde vom Beifall der Massen

Her sichrer spricht zur Nation

In seiner großen Rede führte der Führer aus: „Meine deutschen Volksgenossen und -genossinnen! Es ist nun schon ein Jahr her, seit ich zum letzten Male von diesem Platze aus zu Ihnen und dem deutschen Volk sprechen konnte. Das ist in mancherlei Hinsicht bedauerlich: erstens, weil es mir selbst sehr leid tut, nicht öfter vor die Nation hintreten zu können, und zweitens, weil ich natürlich befürchte, daß meine Reden dadurch nicht besser, sondern schlechter werden, denn auch dazu gehört Uebung. (Heiterkeit und Beifall.) Meine Zeit ist eben leider viel begrenzter als die meiner Gegner. Wer natürlich wochenlang in der Welt herumreisen kann, mit weiß- seidenem Hemd, einem breiten Sombrero auf dem Kopf und anderswo wieder in einer anderen Kluft, der kann sich natürlich auch viel öfter mit Reden befassen. (Er­neute Heiterkeit.) Ich habe mich in dieser Zeit mehr mit Handeln und mit Taten beschäftigen müssen. (Leb­hafter Beifall.)

Außerdem kann ich natürlich auch sonst nicht jede Woche oder jeden Monat sprechen. Was heute ausge­sprochen werden muß, das wird ausgesprochen durch unsere Soldaten! (Erneuter, stürmischer Beifall.) Auch die Themen, über die ich reden könnte, sind natürlich sckiwieriger als die Gespräche meiner Gegner, die ihre Plaudereien — wenigstens früher — noch häufiger vom Kamin aus oder von anderen Plätzen über die Welt hinwegschickten.

Ich halte es z. V. nicht für richtig, mich jetzt schon mit der Gestaltung dessen zu beschäftigen, was einmal sein wird, sondern ich halte es für richtiger, daß wir

uns alle mit dem beschäftigen, was augenblicklich die Zeit von uns fordert.

kine „fltlanlic-l 1 ,arta" ;usammen;ubeauen, ist natürlich sehr einfach)

Dieser Blödsinn wird aber sehr bald, durch die Härte der Tatsachen berichtigt werden. Auch aus einem andern Grunde ist es für unsere Gegner heute etwas leichter zu reden: denn sie haben "stur nach langwierigem ver­geblichen Bemühen plötzlich unser Parteiprogramm ent­deckt (erneute Heiterkeit), und wir sehen mit Erstau­nen, daß sie der Welt ungefähr das gleiche für die Zukunft versprechen, was wir unserm deutschen Volk schon gegeben haben, und wofür wir von den andern ja letzten Endes mit Krieg überzogen worden sind.

Es ist . auch sehr geistreich, wenn beispielsweise ein Präsident sagt: „Wir wollen, daß in Zukunft jeder das Recht hat, keine Not mehr zu leiden." (Stürmische Hei terkeit.) Oder so ähnlich. Da kann man nur sagen: Es wäre wahrscheinlich viel einfacher gewesen, wenn dieser Präsident, statt in einen Krieg hineinzuspringen, die ganze Arbeitskraft seines Landes verwendet hätte, um nützliche Produktionen aufzubauen, und vor allem in seinem eigenen Volk dafür zu sorgen, daß nicht in einem Gebiet, das pro Quadratkilometer nur zehn Menschen zu beherbergen hat, Not und Elend herrschen, und 13 Millionen Menschen erwerbslos sein müssen.

Das hätten diese Herren ja alles tun können! Wenn Sie jetzt auftreten und sich plötzlich vor der Welt als (Fortsetzung auf Seite 2)

weitere krfolge im Nordteil Stalingrads

In -er Zeit oom IS. bis 2S. September verloren die Sowjets sso slllgjeuge

Aus dem Führerhauptquartier, 30. Sep­tember. Das Oberkommando der Wehrmacht gibt bekannt: „Im Nordwestteil des Kaukasus und süd­lich des Terek drangen deutsche und verbündete Trup­pen in harten Angrifsskiimpfen weiter vor. In Sta­lin grad wurden neue Abschnitte des nördlichen Stadtgebietes gestürmt. Bei vergeblichen Entlastungs­angriffen verlor der Feind 34 Panzer. An der Don- front wiesen deutsche und italienische Truppen mehrere llebersetzversuche der Sowjets ab. Ungarische Truppen warfen eine feindliche Kriiftegruppe im Gegenangriff zurück. Im Nordabschnitt führten eigene Angrisfsunter- nehmungen trotz zähem feindlichen Widerstand zu Er­folgen. Starke Verbände der deutschen Luftwasfe und kroatische Kampfflieger fügten hierbei den Sowjets hohe Verluste zu. Archangelsk wurde in der vergangenen Nacht erneut bombardiert. Ausgebreitete Brände ließen die gute Wirkung dieses Angriffs erkennen.

In der Zeit vom 15. bis 28. September wurden 816 Sowjetslugzcuge in Lustkämpfen, 131 durch Flakartil­lerie der Luftwaffe und 22 durch Verbände des Heeres abgeschossen, vier erbeutet, 17 weitere am Boden zer­stört, so daß die Eesamtoerluste 990 Flugzeuge betrugen. In der gleichen Zeit gingen an der Ostfront 77 eigene Flugzeuge verloren.

In der letzten Nacht flogen britische Bomber in gerin­ger Zahl in das Gebiet der Ostsee ein. Zwei Flugzeuge wurden abgeschossen. Deutsche Kampfflugzeuge führten bei Tage Tiefangriffe gegen militärische Ziele an ver- chiedenen Orten Süd- und Südostenglands mit Erfolg durch."

»

Im Laufe des Dienstag führten deutsche Kampfflug­zeuge nach Mitteilung des Oberkommandos der Wehr­

macht überraschende Tiefangriffe gegen kriegswichtige Ziele an der--englischen Süd- und Slldostkllste durch. In der Nähe der Stadt Frome, -südostwärts von Bri­stol, trafen die Bomben eines deutschen Kampfflug­zeuges ein Werk der Eisenindustrie, während zur gleichen Zeit mehrere Flugplätze nordwestlich von Salisbury in Tiefangriffen mit Bomben und Bordwaffen bekämpft wurden. Gegen 10.25 llhr stießen leichte deutsche Kampf­flugzeuge über den Kanal gegen eine Stadt nordost-. wärts Dover vor und bombardierten eine größere Fa­brikanlage. Bomben schweren Kalibers detonierten in dem Hauptgebäude. Kurz nach dem Angriff wurden hohe weiße Rauchwolken beobachtet, die darauf schließen lassen, daß die Kesselanlagen dieses Werkes getroffen wurden. In Ostengland bombardierten Kampfflugzeuge Kasernen und Truppenlager in der Nähe von Maidstone. Im Tiefflug abgeworfene Bomben trafen mehrere Ba­racken und Parkplätze für Lastkraftwagen. Von den erfolgreichen Tagesanariffen kehrten sämtliche einge­setzten Flugzeuge zurück.

Ver iraliemsche welzemachtsbericht

Rom, 30 September. Das Hauptquartier der ita­lienischen Wehrmacht qibt bekannt: „An der ägyptischen Front kein Ereignis von Bedeutung. In Lustkämpfen schössen deutsche Jäger sechs feindliche Flugzeuge ab. Ein weiteres wurde von der Bodenabwehr von Tobruk ver­nichtet. Ein feindlicher Lustangrifs aus Port Empe- docla (bei Agrigent, Sizilien) und benachbarte Ort­schaften hatte 18 Tote und 13 Verwundete unter der Bevölkerung und die Beschädigung einiger Wohnhäuser zur Folge. Britische Flugzeuge warfen Bomben aus La Canea und auf die Suda-Bucht (Kreta) ab. Schäden wurde« nicht gemeldet."

5me äiaöze Wa«s

Aus dem Hauptbuch neudeutscher Geschichte

). 8.0. Bremen, 1. Oktober.

Wiederum ist ein Kriegswinterhilfswerk zu einem überwältigenden nationalsozialistischen Bekenntnis des deutschen Volkes vor der Welt geworden, zu einem noch verstärkten Bekenntnis gegenüber dem, was in den vergangenen Kriegswinterhilfswerken zum Aus­druck gekommen war. Aus weit über eine Mil­liarde Reichsmark ist diesmal die Summe ge­stiegen, die Front und Heimat gemeinsam auf­gebracht haben.. Ueber 1200 Millionen Reichs­mark ist das staunenerregende Gesamtergebnis des Kriegswinterhilfswerkes 1941/42, und wohl erklär­lich durch die zutiefst im deutschen Volke wurzelnde Ueberzeugung, daß dieser Krieg, in den es durch seine Feinde verwickelt und gezwungen wurde, ausschließlich feine eigene Sache ist und nicht etwa, wie bei unseren Feinden, Sache einer dort führenden und ihre Völker verführenden verantwortungslosen Oberschicht.

„Eine stolze Bilanz aus dem Hauptbuch des Sozia­lismus der Tat" nannte Dr. Goebbels den denkwürdi­gen Rechenschaftsbericht, den er über die Ergebnisse des abgelaufenen Kriegswinterhilfswerkes dem Führer und dem deutschen Volke geben konnte. Zu einer stolzen Bi­lanz neudeutfcher Geschichte wurde die gewaltige Kund­gebung im Berliner Sportpalast durch die Anwesenheit des Führers und seine über das Kriegsgeschehen berich­tende und das deutsche Volk ausrichtende gewaltige Rede, n d-^r er mit ebenso sprühender Ironie den Fein­den die Wahrheit sagte, wie er mit tief zu Herzen gehenden und aus unerschütterlicher Siegeszuversicht geborenen Worten seinem Volke neue Kraft und neuen Ansporn zu weiterem Einsatz in diesem gewaltigen Ringen verlieh.

Den mit tierischem Ernst aber mit um so größerer Fadenfcheinigkeit am laufenden Band in die Welt ge­schleuderten Prahlereien unserer Gegner, im besonderen eines Churchills, Roosevelts, Edens usw. setzte der Führer seinen aus der haushohen Ueberlegenheit des Staatsmannes und Feldherrn fließenden Humor ent­gegen, eine Abrechnung haltend, die selbst bei den uns feindlichen Völkern durchaus nicht auf die leichte Schul­ter genommen werden kann, zumal aus der Abrechnung deutlich hervorgeht, wie am Ende s i e es sein werden, die die Rechnung zu bezahlen haben. Daß der Führer zudem noch darauf hinweisen konnte, wie die Staats­lenker unserer Feinde in den von ihnen heraufbeschwo­renen Kriegsnöten ihren Völkern gegenüber (um sie bei der Stange zu halten), Versprechungen machen müssen, die auf den Grundsätzen unseres nationalsoziali­stischen Parteiprogramms beruhen, gestaltete sich vollends zu einem Triumph des deutschen Standpunk­tes in diesem Kriege, den unsere Feinde ja nur darum entfacht haben, weil ihnen unser Parteiprogramm, und mehr noch als das Programm, seine fortschreitende Verwirklichung in Deutschland ein Dorn im Auge war. Die Frage des Führers, warum sie die Pro­grammgrundsätze, die sie nun als geistigen Diebstahl an Deutschland während des Krieges sich zu eigen machen, nicht vorher durchgeführt haben, wird zumindest bei den neutralen Völkern zum Nachdenken anregen.

Der Rechenschaftsbericht des Führers aber über die zwölf Monate Krieg, die vergingen, seitdem er zum letzten Male im Sportpalast zum deutschen Volke sprach, kann in seiner lapidaren Linienführung weder bei Freund noch Feind seine Wirkung verfehlen. Nach der schwersten ichicksalsmäßigen Prüfung, die uns in diesem Kriege beschieden sein konnte, der Prüfung im Winter 1941/42, sieht sich das Programm des laufenden Kriegs- zahres einfach an, obwohl so unendlich viel Mühe Arbeit, Opfer und wohl auch Schmerz dahinter steht. Wir haben den Gegner anrerfnen lassen, wo es uns genügte, die thront zu halten, und wir haben angegriffen wo uns der Angriff notwendig war. Mit den Siegen von Kertsch und Sewastopol haben wir unsere Stellung am schwarzen Meer gesichert, am Wolchow die dort vor- banbene Beule abgeschnürt, mit der Gegenoffensive von Charkow die Vorbereitung zum Durchbruch nach dem Don getroffen und endlich mit der Offensive über den Don bis zur Wolga die feindlichen Weizen- und Kohlen- genommen. Schließlich haben wir die größte und letzte Verkehrsader der Sowjets durchschnitten und somit die Feinde auch ihres Zugangs zu ihren Oel- quellen beraubt.

.Organisatorisch haben wir die gewonnenen Ricsen- raume für Deutschland und damit für Europa nutzbar gemacht, Und auf die Frage unserer hämischen Feinde m England und USA., warum inzwischen keine neue deutsche Offensive in Gang käme — eine Frage, die zu­weilen auch hoffnungslos verkalkte Spießer i'm eigenen Lande stellen, steht als Antwort: weil wir das Ge­wonnene sichern und erschließen wollen, bevor wir weltermarschieren! Der deutsche Soldat sowie die deutfche Heimat leben in unbändigem Vertrauen zu ihrem siegreichen Feldherrn und wissen, warum gehalten wird. Lebendig entrollte der Führer das Bild der wäh- rend der fcheinbaren Ruhezeit hinter den Fronten rastlos ortfchreiteiiden Arbeit, durch die die neueroberten Ge­biete dem^Eroßdeutschen Reich und seinen Verbündeten °uch durch die Erziehung und Heran- sÄ-N Bevölkerung jener Gebiete zur gedeihlichen —erst richtig zum Gewinn werden.

Mit Befriedigung hörte das deutsche Volk, so wie es die Feinde mit Unruhe vernommen haben dürften, von der Neuheit an Waffen, von den immer wieder neu zu erwartenden Leistungen unserer U-Boote und endlich auch von des Führers Erwähnung der Vergeltung des Bom­benterrors m Erinnerung an den Beginn der nächtlichen Bombenwürfe auf friedliche deutsche Städte im Mai 1940. Kein Wimeln und kein Jammern wird jenen helfen die diese Verbrechen auch heute wieder ungestraft verübe,,