Ausgabe 
(31.8.1941) Nr. 241
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parteiamtliche Tageszeitung

Das flmtsblatt des Negierenden vürgermeisters der Zreien kiansestadt vremen

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Die 1 nun hohe und 22 miii breite Zeile im Anzeigenteil 13 -H/. Die 78 mw breite und 1 mm hohe Zeile lm Te-ctteil 75 3A/. Ermaß. Grundpr. (für Klein- u. Familienanz. u. a.) sowie sonstige Beding. Preisliste 9 Nachlaßstaffel 6. Geschäftsstellen: Bremen: Geeren 6/8. Ruf 5 41 21; Nachtruf und sonntags 51115; Obernstr. 86, Ruf 5 4121; Shke: Mühlendamm 2; Br.-Hemelingen: Bahnhosstr. 8, Ecke Poststr., Ruf 4 34 58; Br.-Degesack: Nohrstr. 24, Ruf 4 u. 8; Br.-Blumenthal: Kpt.- Dallmann-Str. 41/43, Ruf 88 u. 89

der Nationalsozialisten Vremens

flmiliches verkündungsblalt des Neichsskaltliallers in Oldenburg und vremen

Nr. 241 / 11. Jahrgang

Sonntag, Z1. flugust 1941

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fluf dem Wege zum neuen kuropa

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Berlin, 39. August. Helmut Sündermann, der Stabsleiter des Reichspressechess, schreibt über das Führertreffen an der Ostfront:

Als besonders markantes und hervorragendes Er­eignis wird den Völkern das in diesen Tagen abge­schlossene erste Treffen Adolf Hitlers und Benito Musso­linis nach Ausbruch des europäischen Kampses gegen den Bolschewismus in Erinnerung bleiben. Fern vom Jubel der Massendemonstrationen, ohne die Feierlich­keit offizieller Empfänge und unbelastet von der Ver­anstaltungsfülle amtlicher Staatsbesuche stand diese Zu­sammenkunft allein im Zeichen des großen Ringens, das heute alle europäischen Völker eint. Der kleine Bahnhof einer Nebenbahn war Zeuge dieses Wiedersehens des Duce mit dem Führer nach dem Ausbruch des großen Kampfes im Osten, und die nüchterne Atmosphäre des Hauptquartiers wär der äußere Rahmen der Be­sprechungen, über die das amtliche Kommunique so be­deutsame Mitteilungen macht.

Das Programm des Besuches war ganz darauf abge­stellt, ein völlig zwangsloses, vertrautes Beisammensein des Führers mit dem Duce ebenso wie der führenden Persönlichkeiten der beiderseitigen militärischen und po­litischen Begleitung herbeizuführen. Das kriegsmäßige Quartier, das mehrmalige gemeinsame Feldküchenessen und ähnliche besondere Umstände.dieser Zusammenkunft Grachten von der ersten Stunde an den engsten persön­lichen Kontakt mit sich, der eine besondere Erinnerung /gerade an diese Tage des Zusammenseins geworden ist. Auch die Romantik kam zu Worte, als sich am Abend (des ersten Tages zu einem kameradschaftlichen Zusam­mensein der italienischen Gäste mit den Angehörigen des Führerhauptquartiers im Biwak auf einer Wald- wiese Gelegenheit fand.

Seine besondere Note erhielt der Besuch des Duce durch die großen Frontfahrten, die ihm einen unmittel­baren Eindruck von dem Kamps im Osten vermittelten. Die Weite der Räume, die hier von unseren Truppen erobert wurden, wird deutlich, wenn man bedenkt, daß es etwa 3999 Kilometer waren, die der Führer und der Duce bei diesen Fahrten mit Eisenbahn, Flugzeug und Kraftwagen zurückgelegt haben.

Der erste der Flüge führte zur Stätte eines entschei­denden Einzelkampfes, in dessen Verlauf eine wichtige Festung bezwungen wurde. Ein weiterer Frontflug führte'tief hinein in altsowjetisches Gebiet und ver­mittelte dem Duce einen erschütternden Einblick in das namenlose Massenelend, das der Bolschewismus auch über die Bevölkerung reichster und fruchtbarster Land­strichs gebracht hat. Mit ganz besonderer Aufmerksam- ' keit nahm der Duce diese Eindrücke eines Landes auf,' dessen verbrecherisches Regime er seit mehr als zwei Jahrzehnten klar durchschaut und unerbittlich bekämpft hat. Äls erster europäischer Staatsmann-hat der Duce bekanntlich schon im Jahre 1922 in Italien die Giftsaat der boschewistischen Völkeroerhehung rücksichtslos aus­getreten. Die Erinnerung daran macht dieien Duce- besuch, im Lande des Bolschewismus besonders ein­drucksvoll.

Gerade in Gedanken an diesen seinen Kampf mag für den Duce die Stunde besonders unvergeßlich ge­wesen sein, als er tief im Herzen der Ukraine eine der italienischen Divisionen, die hier fern der Heimat geqen den gemeinsamen bolschewistischen Feindin den Kämpf ziehen, begrüßen konnte. Es war freilich eine auch für die schweren geländegängigen Krastwagen abenteuerliche Fahrt über grundlose Sowjet„stratzen bis zu der Stelle, an der die italienische Division aus ihrem Vormarsch kurz angehalten wurde, um den Be­such des Duce zu erwarten. Die Freude und Begeiste­rung war ebenso groß wie die Ueber rasch» n g,al s hier mitten in Feindesland an den aufgestellten Einheiten die beiden Männer langsam vorüberfuhren, dre für sich in Anspruch nehmen können, der Menschheit die Augen qeöffnet zu haben über e,n System, das sich letzt in seiner ganzen Verworfenheit und Brutalität vor den Augen der Soldaten Europas ausbreitet. -

Wie eindrucksvoll waren auch die stundenlangen Flüge, die über die Schlachtfelder der letzten zwei Mo­nate führten und die Größe der Entscheidungen deutlich machten, die hier für Europa gefallen sind. Manche Spuren harter Kämpfe, manche zerschossene Sowietpan- 'zer und zusammengekrachten Sowjetjager konnten vom Flugzeug aus beobachtet werden. Und dre Ruinen nie­dergebrannter Städte und Dörfer erinnerten an das Schicksal, das die Länder Europas getroffen haben

0er Vuce an den führer

Rom 39. August. Der Duce hat dem Führer folgen­des Telegramm' übermittelt: Führer! Die ereignis­reichen Tage, die wir zusammen in Ihrem Hauptquar­tier verbracht haben, und die Besuche bei unseren >m Kampfe gegen den Bolschewismus stehenden Truppen werden, wie ich Ihnen saqte. in meinem C-isie eine un­auslöschliche Erinnerung bleiben. Was dre Sow,etunron anbelangt, so habe ich festgestellt, daß sich immer un- widerleglicher die geschichtliche Tragwene cknserer Revo­lutionen offenbart, die die europäische Zivil,,at»on vor der tödlichen bolschewistischen Gefahr gerettet haben. Ich kehre nach Italien zurück mit dem unauslo,chlichen Ein­druck von dem unternommenen grogen Werk und mit der mehr denn je absoluten Gewißheit seiner siegreichen

Nehmen ^Sie meinen lebhaftesten Dank für die mir von Ihnen inmitten der tapferen, unermüdlichen deut­schen Streitkräfte gebotene herzliche Gastfreundichast ent­gegen, und empfangen Sie meine herzlichen kamerad­schaftlichen Grüße. Mussolini.-

würde, wären unsere Soldaten nicht dem sowjetischen Ueberfall zuvorgekommen, hätten sie nicht die zum An- ;riff angetretenen Armeen zusammengeschlqsen und in die Ferne des Ostens gejagt. Vortrüge hoher deutscher Generale erläuterten auf den Zwischenstationen der Flüge diese großen Operationen des Feldzuges, Schilde­rungen tapferer Offiziere ließen an Ort und Stelle kühne Einzeltaten lebendig werden, auf allem Fahrten aber begleiteten uns die begeisterten Kundgebungen der (Fortsetzung auf Seite 2)

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3LV. Bremen, 31. August.

Hleilensteine Reval und Baltisch-Port in

unseres Sieaeszuaes deutschen Händen. Die Bahn- un,eres Siegeszuges Moskau—Petersburg ab­

geschnitten. Die 22. Sowjetarmee bei Welikije-Luki ver­nichtet. Die Lovat überschritten. Bei Calla zwei wei­tere sowjetische Divisionen aufgerieben. Wiborg von den Finnen erobert. Der Brückenkopf von Dnjepropetrowsk ,m Sturm genommen und damit der letzte sowjetische Stützpunkt auf dem Westufer des Tnjepr unterhalb

Massengrab sowjetischer Schisse

flußer einem Kreuzer und vier Zerstörern 4; tronsporter mit insgesamt 122 280 vnr. versenkt

Aus dem Fllhrerhauptquartier, 39. August

Das Oberkommando der Wehrmacht gibt bekannt: „Wie lduna bekanntgegeben, hat die deutsche Kriegsmarine und Luftwaffe den sowjetischen

bereits durch Sondermelduna

Seestreitkräften und Transportflotten im Finnischen Meerbusen schwerste Verluste zugefügt. Bei Versuchen, aus Reval auszubrechen und andere Häfen zu er­reichen, sind durch Minenoperationen der Kriegsmarine zwei Zerstörer, neun Minensuchboote und drei Bor­postenboote der Sowjetmarine gesunken. Zwei weitere Zerstörer und ein Minensuchboot wurden durch Minen- trefser schwer beschädigt. Kampfflugzeuge versenkten in hartnäckigen Angriffen einen sowjetischen Kreuzer sowie zwei Zerstörer und beschädigten durch Bombentreffer drei weitere Zerstörer sowie einen Hilfskreuzer. Die Transportslotten^ die der Feind für den Abtransport von Truppen und Kriegsgerät aus Reval eingesetzt hatte, gerieten unter dem Geleit von Kriegsschiffen mitten in die deutschen Minensperren. Bisher sind 21 Transportschiffe mit zusammen 48 299 BRT. ge­sunken, acht Transporter wurden durch Minentresfer

schwer beschädigt. Kampfflugzeuge vernichteten 22 Han­delsschiffe, vorwiegend Truppentransporter, mit zu­sammen 74 999 VRT. und trafen 39 Schiffe so schwer, daß mit dem Verlust eines großen Teils auch dieser Schiffe gerechnet werden kann.

Im Seegebiet um England erzielte die Luftwaffe bei Tage Volltreffer auf einem Tanker südlich Irland und beschädigte ein großes Handelsschiff bei den Faröer- Jnseln. In der vergangenen Nacht erhielt ein Frachter ostwärts Tynemouth einen Bombentreffer schweren Ka­libers. Kampfflugzeuge bombardierten militärische An­lagen an der britischen Ostkiiste und griffen verschiedene englische Flugplätze erfolgreich an. An der Kanalküste verlor die britische Luftwaffe am gestrigen Tage 17 Flugzeuge, davon 13 in Luftkämpsen. zwei durch Flak­artillerie und zwei durch Minensuchboote und Marine­artillerie. Britische Flugzeug griffen in der letzten Nacht mit geringer Wirkung das Rhein-Main-Eebiet an. Flak­artillerie schoß drei feindliche Bomber ab."

« (Siehe auch Seite 2)

wiborg von den sinnen zurückerobert

der Zükrer an seiömarschail Mannersteim- träger des Miierkreuzes

Aus dem Führerhauptquartier, 39. Aug. Das Oberkommando der Wehrmacht gibt bekannt: „Der heldenmütige Befreiungskampf des finnischen Volkes gegen seine bolschewistischen Unterdrücker hat zu einem stolzen Ergebnis geführt. Nach schweren, mit bewun­dernswürdiger Tapferkeit geführte» Kämpfen hat die finnische Wehrmacht unter dem Oberbefehl des Feld- marschalls Mannerheim die sowjetischen Kräfte im Raum um Viipuri (Wiborg) geschlagen und die alt- ehrwürdige Hauptstadt Kareliens zurückerobert."

Aus diesem Anlaß hat der Führer und Oberste Be­fehlshaber der Wehrmacht an den Oberbefehlshaber der sinnischen Wehrmacht, Feldmarschall Mannerheim, folgendes Telegramm gerichtet: „An den Oberbesehls- haher der finnische» Wehrmacht, Herrn Feldmarschall Mannerheim. Der Befreiungskampf Finnlands hat heute in der Einnahme von Viipuri (Wiborg) eine Krönung gesunden. Mit mir nimmt das deutsche Volk, inshesondere die deutsche Wehrmacht, voller Bewunde­rung sür die Tapferkeit Ihrer Soldaten an der stolzen Freude des finnischen Volkes teil. Als äußerliches Zei, chen für die Verhundenheit der deutschen und finnischen Wehrmacht im gemeinsamen Schicksalskampf und in Würdigung Ihrer und Ihrer Truppen Tapferkeit ver­leihe ich Ihnen namens des deutschen Volkes mit den Spangen zum EK. I und ll von 1914 das Ritterkreuz des Eisernen Kreuzes. Adolf Hitler."

Gleichzeitig hat der Führer an den Präsidenten der Republik Finnland, Risto Ryti, folgendes Tele­gramm gerichtet: „Euerer Exzellenz spreche ih rur Ein­nahme der Stadt Viipuri (Wiborg) durch die finnischen Truppen meine und des ganzen deutschen Volkes herz­lichste Glückwünsche aus. Dieser große Erfolg ist ein be­deutender Markstein auf dem Wege zur vollständige»

Befreiung Finnlands vom Feind und zum endgültigen Sieg über den völkervernichtenden Bolschewismus. Adolf Hitler."

Das nach dem finnisch-sowjetischen Winterkrieg an die Bolschewisten gefallene Wiborg (finnisch Viipuri) ver­dankte seinen beträchtlichen Aufschwung nach dem Welt­kriege nicht zuletzt seiner günstigen geographischen Lage am Meer. Durch Wiborg ging so ein großer Teil der Einfuhr nach Ostfinnland und eine bedeutende Ausfuhr von finnischen Holzwaren. Vor allem aber konnte sich der Hafenplatz aus eine alte Tradition stützen, die auf die Tage der Hanse zurückgeht. Bis zum Jahre 1299 sind deutsch-finnische Beziehungen nachzuweisen und, zu verfolgen. Piele deutsche Kaufleute und Handwerker fanden.in Wiborg eine neue Heimat und verstanden es ,auch später, sich dank ihrer Tüchtigkeit eins geachtete Stellung zu erwerben. Zu diesen gehörten namentlich die aus Bremen emgewanderten Mitglieder und Nachkommen der Familie Hackmavn, denen es gelang, den deutsch-finnischen Handelsverkehr über Wiborg in jeder Hinsicht zu heben, während nach dem Weltkrieg die Roland-Linie und die Argo-Linie regelmäßige Dienste von Vremen und Antwerpen-Rotterdam nach Wiborg einrichteten und immer mehr ausbauten.

Wiborg war, ehe es der Begehrlichkeit der Sowjets überlassen werden mußte, eine Stadt von über 69 999 Einwohnern, die sich durch Aufgeschlossenheit für indu­strielle Betätigung, Fleiß und Regsamkeit auszeichne­ten; der Verlust dieser „Heiligen Bürg" an die Sowjets mußte in Finnland deshalb besonders schmerzlich emp­funden werden. Um so mehr verstehen wir die Freude, die in Finnland jetzt über die Rückgewinnung dieses Ortes herrscht, der das harte Schicksal' einer Grenzstadt erfahren hat.

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vor Knbrer mit cksm vuco im btilu'si-üa.llptqULvtier.

^ukualuvs: krsssö-Loümama.

Kiews gefallen! Dazu zu Anfang der Woche ein briti­scher Eeleitzug von 159 999 BRT., zu Ende der Woche ein sowjetischer von 129 999 BRT. versenkt und eine große Anzahl sowjetischer Kriegsschiffe, darunter ein Kxeuzer, in die Luft geflogen, zudem ständig steigende Gefangenen- und Beute-Ziffern — das sind die stolzen Meilensteine der erfolgreichen deutschen Kriegführung in der zehnten Woche de? Feldzuges im Osten. Zielsicher geht der deutsche Vormarsch ins Herz der Sowjetunion weiter. Wie im Süden durch die Erobe­rung der Westukraine sich der linke Flügel der sowjeti­schen Verteidigungsfront bereits in größten Schwierig­keiten befindet, so im Norden der rechte, wo die ehe­malige Zarenstadt Petersburg unter der Knute Woro- schilows zu einem verzweifelten Widerstand sich an­schickt und sich dabei selbst mehr als den näher rückenden deutschen Truppen schadet. Ob Woroschilow dabei gar nicht des Schicksals der Armeegruppe Budjennys ge­denkt? Acht Armeen zu je drei Armeekorps mit rund sechs Panzerbrigaden und mindestens einhundertvierzig Batterien schwerer Artillerie war der stolze Bestand der Budjenny-Armeegruppe. Sechs davon haben aufgehört zu bestehen. Das Grab einer Armee und mindestens zweier Panzerbrigaden bildet Schitomir. Das zweier anderer Armeen und einem zusätzlichen Armee­korps Uman, während drei weitere Armeen in der Bukowina und Bessarabien, vor allem bei Balta, ihren Untergang fanden. Was Vudjenny noch über den Dnjepr zu retten vermochte, sind nur noch Trümmer der einst so stolzen Armeegruppe und ihr Eefechtswert, vor allem ihre Ausrüstung, ist nach den ungeheuerlichen Erschütterungen, die die Budjennyschen Verbände er­litten haben, auf jeden Fall stark herabgemindert. Es hat der „kühne" Reitergeneral zu lange gezögert, die Folgerungen aus seinen ersten Niederlagen zu ziehen, und es kann uns Deutschen nur recht sein, wenn auch Woroschilow im Norden den gleichen Fehler begeht.

Unerbittliches Petersburg ist von seinem Hinterland Ochilksal ^ 9 ut wie abgeschnitten und auch von See her nach dem Verlust von Reval und Baltisch-Port von jeglichen Zufuhrmöglichkeiten ausgeschlossen. Mit Recht nennt „Stockholms Tid- - nrngen" die „sowjetische Gefahr für Finnland vom Sü- den her aus der Welt geschafft", und wenn „Swenska Dagbladet" geltend macht, daß „nach dem Fall von Re- val und Baltisch-Port die sowjetische Flotte die letzte Möglichkeit für ein Entkommen verpaßt habe", so liegt djes —zumal nun auch Wiborg den Sowjets veiloren- ging — jedem Einsichtigen offen und klar. Denn zwischen Reval und Helsinki sind es kaum hundert Kilometer, dre nicht allein von deutschen Seestreitkräften, sondern auch von deutschen Luftstreitkräften unter wirksamste Kontrolle gestellt sind. Die Sowjetflotte sitzt, soweit sie nicht auf deutsche Minenfelder gelaufen, in die Lust flog oder von deutschen Kampfflugzeugen versenkt im östlichen Teil des Finnischen Meerbusens .st und hat die Wahl, hier vor Petersburg von deutschen Flugzeugen bis zur letzten Einheit vernichtet zu werden oder rm Vorfeld der ehemaligen Zarenhauptstadt in einem Verzweiflungsakt sich selbst zu versenken. Ihre Aufgabe ist völlig ausgespielt, nachdem nun mit den letzten Stützpunkten an der Ostsee die Sowjetmacht in diesem Meere völlig ausgeschaltet ist. Nicht lange wird es dauern, bis auch die Inseln Dagö und Oesek sich er­geben müssen, nachdem jetzt auch noch Wiborg. die Haupt­stadt Kareliens, dem Ansturm der tapferen Finnen er- lay. So sind die Sowjets im Norden genau wie im ständigen Rückzug, und nichts' wird ihr un- ^ „j . iches Schicksal noch zu ändern vermögen. Ueber- waltigend wie die Erfolge der vergangenen Wochen ist das. was in siebzig kurzen Tagen dieses Feld­zuges im Osten von unseren Soldaten insgesamt ge­leistet wurde, und kein. Zweifel bleibt mehr möglich, daß der Verwirklichung des großen Sieges im Osten kein noch so zäher Widerstand der Sowjets Abbruch tut.

Unaufhaltsam Es ist kein Kraut gewachsen gegen geht es vorwärts ^ sich fortgesetzt, d. h. täg- kL ^ ^ mehrenden Erfolge der deut­

schen Wehrmacht. Weder die Lügen der bolschewistisch- k.tokratii chen Propaganda in Moskau und London, »och slumwurdige Gewalttaten, wie wir soeben eine wieder ber dem Attentat auf Laval erlebten, noch schamlose Völ­kerrechtsbruche, wie sie der Ueberfall auf das kleine Volk durch das britische und sowjetische Imperium darstellt vermögen das aufzuhalten, was mir mathema- tlscher Sicherheit am Ende dieser großen geschichtlichen Epoche steht: der hundertprozentige deutsche Sieg über die verruchten Gewalten vlutokratisch-bolschewi'stischer Despotie. So schamlos das Gebaren der britischen und Mw,etlichen Presse bei ihrer so offensichilich gezeigten Befriedigung über das Attentat auf Laval ist so scham-

.......

vnssr

Die Finnen eroberten Wiborg zurück.

Im Finnischen Meerbusen erlitten die sowjetischen

Seestreitkrafte schwerste Verluste. 43 Transport­schiffe mit zusammen lL2 299 BRT. wurden außer einem Kreuzer, vier Zerstörern und sonstigen Ein­heiten versenkt.

Am Freitag schoß unsere Luftwaffe 117 Sowjetfluq- zeuge ab.

Das Treffen Führer — Duce hat in der qanzcn Welt ein starkes Echo hervorgerufen.

Die Leipziger Herbstmesse wird heute eröffnet.

Im Kreise Bremen werden sieben Volksbildunqs- statten gegründet, die ihre Arbeit am 1. Oktober aufnehmen.