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vremr ZeitM
patteiamlttche Tageszeitung
Das Amtsblatt des Negierenden vürgermeisters der Zreien stansestadt vremen
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der Nationalsozialisten Vremens
flmtliches verkündungsblatt des Neichsstatttfallers in Oldenburg und Vremen
Donnerstag, 28. flugust 1S41
kinzelvreis 15 Nps.
wieder eine Sowjetarmee vernichtet
Über 56 666 befangene und 466 beschütze bei VelWje-Luki... — Erfolgreiche bperationen vor Neoal — kifenbatznnetz westlich Moskau und um Petersburg zerstört — ficht Sowjet-Iransporter
versenkt oder beschödigt — Seiten verloren 25 Flugzeuge
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Aus dem Führer Hauptquartier, 27. Aug. Das Oberkommando der Wehrmacht gibt bekannt: „Wie bereits durch Sondermeldung bekanntgegeben, haben Verbände der Panzerarmee des Generalobersten von Kleist am 25. August nach schwerem Kamps den Brückenkopf von Dnjepropetrowsk und die Stadt selbst im Sturm genommen. Auch nahe der Dnjepr- Miindung und südlich Kiew wurden die letzten noch aus dem westlichen Dnjepr-Ufer Widerstand leistenden Kräfte des Feindes zum Teil iin Nahkamps überwältigt. Ostwärts Welikije-Luki wurde die Masse der 22. Sowjetarmee nach mehrtägigen hartnäckigen -Kämpfen eingeschlossen und vernichtet. Ueber 301100 Gefangene und 400 Geschütze sielen in unsere Hand. Die ungewöhnlich hohen Verluste des Feindes sind mit mehr als 40 000 Toten festgestellt. Zwischen Jlmcnsee und Finnischem Meerbusen sowie vor Rcval und an der finnischen Front verlausen die Operationen weiterhin erfolgreich. Die Lustwasse führte schwere Schläge gegen Truppenansammlungen ostwärts Kiew und zerstörte mit nachhaltiger Wirkung das Eisenbahnnetz westlich Moskau und im Raume um Leningrad. Im Finnischen Meerbusen versenkten Kampffliegerverbände vier Sowjettransporter mit zusammen 8000 BRT., beschädigten vier weitere Truppentransporter schwer und erzielten Bombentreffer auf einem Zerstörer und einem Flottillenführer. Zwei weitere Zerstörer wurden ostwärts der FischerhalSinsel schwer getroffen.
Im Kampf gegen Großbritannien bombardierte die Lustwasse in der vergangenen Nacht Hafenanlagen an der englischen Ostküste und Flugplätze auf-er Insel. Bei Versuchen, am gestrigen Tage die Deutsche Bucht und die Kanalküste anzugreifen, verlor die britische-Luftwaffe 23 Flugzeuge, von denen elf in Luftkämpfen, vier durch Vorpostenboote, je drei durch Flak und Minensuchboote und zwei durch Marineartillerie abgeschossen wurden. Bei einem Angriff deutscher Kampfflugzeuge in der Nacht zum 28. August auf den Flottenstützpunkt Alexandria richteten Bombentreffer in Hafen- und Bahnanlagen große Zerstörungen an. Britische Flugzeuge warfen in der letzten Nacht an einigen Orten- West- und Südwcstdeutschlands und u. a. auf Wohnviertel inKöln Spreng- und Brandbomben. Flakartillerie brachte zwei der angreifenden Bomber zum Absturz."
är. b. Vichy, 27. August. (BZ.-Eigenbericht.) Die Einnahme von Dnjepropretowsk, dem letzten sowjetischen
Den 8eli-ii> von Ii.i», cksssen l.oiiil von klickten nnck Lolsellvivisten iiberkallen nurüe. (Zelisrl)
Brückenkopf auf dem westlichen Dnjeprufer, wird von der Presse des unbesetzten Frankreichs mit großer Aufmachung bekanntgegeben. „Paris Soir" unterstreicht, daß die deutschen Armeen durch die Einnahme dieses wichtigen Brückenkopfes und Industriezentrums die Riesen-Elektrizitätswerke von Dnjeprostroj unmittelbar bedrohe. Dnjeprostroj solle selbst über eine gigantische
Talsperre verfügen und sei der Niagara der Sowjetunion. Die Anlage von Dnjeprostroj, die 1934 vollendet wurde, soll die erste rein sowjetische Schöpfung ausschließlich mit sowjetischem Geld, sowjetischen Ingenieuren und nach sowjetischen Plänen hergestellt worden sein. 200 009 Arbeiter haben an diesem Werk gebaut, das der Stolz der Sowjetunion sei.
verislaw von Infanterie genommen
Munitions;ug flog in die tust — Schwerste Verluste des seindes
Berlin, 27. August. Während der Kämpfe um Dnjepropetrowsk hat ein deutsches Infanterie-Regiment im harten Kamps die von den Sowjets noch verteidigte Stadt Verislaw an der Mündung des Dnjepr genommen. Durch die dichten Minensperren von Verislaw drangen die deutschen Infanteristen ohne Unterstützung durch Panzerkampfwagen oder Sturmgeschütze in den Ort ein. In schwierigem Häuser- und Nahkamps brachen die deutschen Soldaten den vereinzelt äußerst zähen Widerstand der Bolschcwisten. Mit Handgranaten, Maschinenpistolen und ausgepflanztem Seitengewehr mußte Haus für Haus und Straße um Straße genommen und gesäubert werden. Hierbei zeigte sich wiederum die Uebcrlegenheit der Ausbildung und Kampfweise des deutschen Soldaten und sein unbezwingbarer Angriffsgeist. Im Verlaufe dieses Kampfes vernichtete das deutsche Infanterie-Regiment fünf sowjetische Bataillone, die durch Pioniere und Artillerie verstärkt waren. 1500 Sowjetsoldaten wurden gefangengenommen, außerdem bedeckten ungezählte gefallene Bolschewisten die Straßen der Stadt. Die Stadt Welikije-Luki wurde nach heißem Kampf genommen.
Di« deutsche Luftwaffe verfolgte ain 28. August die im Raum nordostwärts Dnjepropetrowsk zurückweichenden Bolschewisten und fügte den Sawjetverbänden durch Bomben aller Kaliber und Feuer aus Bordwaffen schwerste blutig« Verluste zu. Im Raum von Czer- nikow waren Truppenansammlungen, Feldstellungen, Lager und Lastkraftwagenkolonnen das Ziel fortgesetzter deutscher Angriffe, lleberall konnte die außerordentlich durchschlagende Wirkung der deutschen Waffen beobachtet werden. Auf dem Dnjepr wurden zahlreiche Frachter
und Transporter durch Bombentreffer versenkt oder schwer beschädigt. Deutsche Artillerie bekämpfte am Unterlauf des Dnjepr mit gutem Erfolg sowjetische Stellungen auf dem Ostufer des Flusses. Durch Volltreffer wurden ein Panzerzug und ein sowjetisches Eisenbahngeschütz vernichtet. Eine Lage deutscher Granaten schlug in einen Munitionszug, der mit gewaltiger Explosion in die Luft flog. Sprengstücke, Teile der Waggons, zerrissen« Schienen und Schwellen und der Schotter des Unterbaus der Bahnlinie wurden Hunderte von Metern weit geschleudert. Die Rest des Munitionszuges brannten unter fortwährenden Detonationen vollständig aus
In dem Abschnitt einer deutschen Division kam es am 26. August zu einem heftigen Duell zwischen deutscher und sowjetischer Artillerie. Die Bolschewisten hatten ihre Artillerie gut getarnt und gedeckt in Stellung gebrächt. Deutsche Batterien gingen jedoch sofort in Feuerstellung und belegten die .Sowjetartillerie mit einem Hagel schwerer Granaten. Schon nach wenigen Lagen iwaren die deutschen Geschütze eingeschossen. Eine Sowjetbatterie nach der anderen wurde zum Schweigen gebracht. Insgesamt wurden an dieser Stelle fünf sowjetische Batterien vernichtet.
Zur Unterstützung der Kämpfe im Raume südlich des Jlmensees hat die sowjetische Luftwaffe zahlreiche Verbände von anderen Frontabschnitten herangezogen. Es gelang den Sowjets jedoch nicht, den Vormarsch der deutschen Infanterie zu behindern. Bei Angriffen sowjetischer Flugzeuge auf deutsche Infanteriestellungen und -kolonnen wurden allein von Heerestruppen sieben sowjetische Flugzeuge abgeschossen.
Siebenmächtepakt gegen Japan
lelegramm der „Vailv Mail" — Protest Japans gegen Lieferungen über Wladiwostok
r<k. Stockholm, 27. August. (VZ.-Cigeubericht.l Die Lage im Fernen Osten ist gegenwärtig durch ein neues Anwachsen der Spannung gekennzeichnet. Die japanische Regierung hat sowohl in der Sowjetunion ivie in den Vereinigten Staaten Protest gegen die amerikanischen Benzin- und Oellieferungen über Wladiwostok eingelegt. Die Sowjetregierung hat daraufhin ihren Botschafter in Tokio beauftragt, Japan davon zu unterrichten, daß sie jeden Versuch, den „Handel" zwischen den Vereinigten Staaten und der Sowjetunion über Fernosthäsen zu verhindern, als eine gegen sie gerichtete unfreundliche Handlung ansehen werde.
In einer japanischen Kabinsttssitzung wurde, wie „United Preß" aus Tokio meldet, die gesamte internationale Lage und besonders die drohende Haltung der Vereinigten Staaten und Englans behandelt. In diesem Zusammenhang widmet die japanische Presse den Besprechungen zwischen dem japanischen Botschafter in Washington, Nomura, mit Außenminister Hüll große Aufmerksamkeit. Ein Sprecher der japanischen Regierung wandte
sich gegen die englische Aktion wider Iran und erklärte: Die amerikanische Nation müßte eigentlich von dem un- provozierten englischen Angriff auf Iran tief schockiert sein. England könne mit den gleichen Argumenten jedes andere Land angreifen. Er betonte ferner, daß die Aufnahme von Verhandlungen zur Schaffung eines besseren Verhältnisses zwischen den Vereinigten Staaten und Japan in Tokio willkoinmen wäre, wenn di« legitimen Interessen Japans berücksichtigt würden.
Gegen diese Möglichkeit spricht allerdings ein Washingtoner Telegramm der „Daily Mail", nach dem von den USA., England, Australien, Neuseeland, der Sowjetunion, Tschungking-China und Niedcrl.-Jndien ein sogenannter Siebenmächtepakt zur „Vernichtung Japans" ausgearbeitet worden ist, „falls Japan zuschlagen sollte, sei es iin Norden oder im Süden". Dieser Plan sei offensichtlich von Churchill und Roosevelt während des At- lantiktrcsfens „sanktioniert" worden. Die hierin liegende Tendenz werde durch die Entsendung einer amerikanischen Militärmission nach China bekräftigt.
Das moralische Feigenblatt um Iran fallt
Überfall von langer stand vorbereitet — USfl.-kapital marschiert in den Kaukasus — Flugblätter über testeran
r. Berlin, 27. August. (VZ.-Eigenbericht.l Es stellt sich jetzt heraus, daß Herr Roosevelt dem englischbolschewistischen Unternehmen in Iran schon auf Lein Konfercnzschiff im Atlantik seinen plutokratisch-priester- lichcn Segen erteilt hat. Allerdings mußte Churchill dafür eine Gebühr zahlen. Diese besteht nach englischen Meldungen darin, daß nordamcrikanisches Kapital bei der Ausbcutug der Naturschätze im Kaukasus und aus den Oelfeldern Irans eine ausgiebige Betätigungsmog- lichkeit zugesagt erhielt. Goldene Weihrauchkörner fielen bei diesen Ozeangeschästchen .in reicher Menge für die Rüstungsindustriellen ab. Lord B-averbrook selbst ist es, der heute zugibt, daß Krieosmatcrialschiffe bereits seit Tagen aus dem Weg nach Basra sind, um den englisch- bolschewistischen Räubern die nötige Unterstützung zu bringen. ^ ^ ,
Das USA.-Kapital wird also ,n den Kampfgebieten schon zur Stelle sein, ehe noch die Toten dieses Kampfes begraben sind. Roosevelt muß aber vor seiner Bevöl- keruna diesen Schritt irgendwie rechtfertigen. Das fällt ihm wie so manches andere nicht schwer, er erteilt einfach Iran eine Predigt, warum sich das Rad so hatte drehen müßen. 2ran hätte vom Begriff der Neutralität anscheinend keine Ahnung. Die Neutralität Irans wäre eine „blinde" gewesen, denn es hatte nicht gesehen, daß sich auf seinem Boden die deutsche fünfte Kolonne aufhielte. Abgesehen davon, daß ja gerade Roosevelt der berufene Fachmann in der Auslegung des Begriffes „Neutralität" ist. scheint der Draht der Propaganda von London nach Washington gestört zu sein, sonst hatte man
erfahren müssen, daß die englische Presse das moralische Feigenblatt der Jrakaktion bereits abgeworfen hat. „News Chronicle" schreibt wörtlich: „Wir haben bisher die Verbindung -mit Sowjetrußland nur ganz oben im Norden aufnehmen können. Dies bedeutet im Winter eine gefährliche Verbindung und ist außerdem allzu entfernt vom Kampfplatz. Eine andere Verbindung gäbe es über Wladiwostok, das noch weiter entfernt liegt und sich in Reichweite eiyer jeden Augenblick möglichen japanischen Intervention befindet. Iran gibt uns dagegen einen ununterbrochenen Weg vom Persischen Golf zur Sowjetunion das ganze Jahr hindurch." Auch andere Blätter schreiben im selben Sinne und betonen darüber hinaus die Vorzüge einer direkten Landverbindung nach Indien. Der englische Propagandadraht scheint aber ebenso zu den eigenen Truppen in Iran nicht recht zu funktionieren, sonst hätten sich englische Flieger ersparen können, über Teheran Flugblätter abzuwerfen, in denen als Vorwand des englisch-sowjeti- fchen Einmarsches die deutsche füirfte Kolonne angegeben und so getan wird, als kämen die Räuber nur deshalb, um die'„gefährlichen Deutschen" zu vertreiben. Gleichzeitig aber scheint man über die Wirkung dieser Flugblätter doch Zweifel zu hegen, denk man sagt, „andernfalls müßten die iranischen Städte erneut bombardiert werden". Auch der Luftfahrtkorrespondent Reuters schreibt ganz offen: „Das Bombardement militärischer Ziele hinter den iranischen Frontlinicn wird von dem Grad des Widerstandes abhängen, den die übelberatenen iranischen Militärs leisten werden." Wer also mit den
als
„christlichen Soldaten" nicht marschiert, erhält „Segen von oben" plutokratische Bomben.
Schwingt man also in Iran augenblicklich nicht mehr zu stark das froinme Weihrauchfaß, so ist es jetzt in Aegypten um so nötiger. Dort wird der fünfte Jahrestag der Unterzeichnung des englisch-ägyptischen Vertrages im Zeichen größter Hungersnot und stärkster Erregung über den „christlichen Marsch" gegen Iran gefeiert. Die englischen - Vertreter in Kairo schwingen salbungsvolle Reden, in denen sie versuchen, den ganzen Segen der englischen Freundschaft aus den ägypiischen Himmel zu zaubern. Die Aegypter selbst aber wollen an diesem Himmel lediglich das Symbol ihrer nationalen Freiheit und Unabhängigkeit sehen. Dieselbe Meinung, wie sie die Aegypter von den als christliche Soldaten'gelarnten Börsianer haben, hat der König von Afghanistan, der an die zahlreichen Kämpfe erinnert, die sein Land sichren mußte, um die Börsianerchristen fern zu hatten.
Churchill und Rooievelt haben aber nun einmal an den frommen Gesängen Gefallen gefunden und wollen weiter singen. Soeben haben sie in London und Washington ei>ne große Organisation ins Leben gerufen, die nicht nur Stimmbänder, sondern sogar Schwerter hat. Diese Organisationen, die den Titel „Schwert des Glaubens" führen, haben in ihren christlichen Statuten als vor- wiegendsten Zweck die Propaganda gegen den G-ist der Achsenmächte verankert. Als Bundeslied dieser famoser Brüdcr einpfehlen wir den „Marsch der Börsianer".
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Es hat sich sowohl aus den natürlichen Verhältnissen der verschiedenen Landschaften wie aus der Stärke des eigenen Einsatzes und der feindlichen Gegenwirkung ergeben, daß im Verlause der großen deutschen Ost-Offensive die Front nicht gleichmäßig schnell vorrückte. Wenn am Ende des zweiten Kriegsmonates im allgemeinen eine Linie erreicht war, die in nord—südlicher Richtung von Narwa am Finnischen Meerbusen nach Chsrson am Schwarzen Meer verlief, so weist dieser Frontabschnitt zahlreiche Ausbuchtungen aus. Es war z. V. selbstver- ständlich, daß im Raume der Pripetsiimpfe Operationen großen Stils unmöglich waren und der Vormarsch dort infolgedessen niemals in dem Tempo vor sich gehen konnte, wie das weiter nördlich und weiter südlich zu verzeichnen war. So blieb die tiefe westliche Einbuchtung bei dem Eisenbahnknotenpunkt Korosten verhältnismäßig lange bestehen, als sowohl in Weißruthenien wie in der Ukraine die deutsche Offensive bereits weit vorgeschritten war. Seit der Eroberung der ganzen gewaltigen Dnjepr-Schleife durch die deutschen Truppen wurde die Lage für die Bolschewisten hier jedoch immer bedrohlicher. Der Keil, den die Heeresgruppe des Eene- ralfeldmarschalls von Rundstedt nach Osten vorgetrieben hatte, machte die Lage der Sowjet-Verbände, die sich noch südlich des Pripet befanden, immer problematischer. Als nun weiter nördlich durch den Sieg bei Eomel gleichfalls der Dnjepr-Uebergang gewonnen war, erwies sich die Stellung der Bolschewisten-Armec nordwestlich von Kiew schließlich als unhaltbar. Sie wurde über den Dnjepr zurückgeworfen.
Aber auch nach den Erfolgen von Korosten und Eomel ist die deutsche Front im Nordteil des Bereichs der Heeresgruppe Rundstedt nicht annähernd so weit ostwärts vorgedrungen wie im Südabschnitt, was sich sowohl aus den geographischen Gegebenheiten wie aus den strategischen Auswirkungen des Sieges von Uman ergibt. Durch die Einnahme der letzten sowjetischen Brückenköpfe am Unterlauf des Dnjepr hat sich diese Tatsache nunmehr noch verstärkt abgezeichnet. Der deutsche Vormarsch ist durch die Erstürmung von Dnjepropetrowsk schon in den Mittelpunkt des alten Kosakengebietes vorgedrungen und hat in der Gegend von Lherson bis in die alte Tatarenprovinz Taurien hinein Raum gewonnen, die von den Zaren erst nach langen Kämpfen in den großrussischen Vielvölkerstaat hatte einbezogen werden können. Ueber die große Bedeutung, die dieses Land im Zuge der Industrialisierung wirtschaftlich gewonnen hat, ist bereits viel geschrieben worden. Daß die deutschen Truppen mit der Stadt Dnjepropetrowsk nunmehr den Mittelpunkt der ukrainischen Eisen- und Stahlindustrie und etwas weiter südlich durch die Besetzung des riesigen Staudammes hei Kitschkas auch das Wasserkraftwerk Dnjeprroges. den vielgerllhmten „Eiganten'der Elektroenergieerzeugung" gewonnen haben, muß sich notwendig weit nach Osten hin auswirken, da Überlandleitungen wie Eisenbahnen von hier aus das wichtige Doiiez- gebiet erreichen, das mit seiner Kohlenförderung ohne den Strom und die Eisenerzeugnisse der Dnjeprstädte nahezu wertlos ist. Die Eroberung von Dnjepropetrowsk und die Erreichung der taurischen Grenze beeinflußt also die Lage noch erheblich iiher den heute erreichten Raum hinaus. Schon jetzt ist die Eisenbahnverbindung von Moskau zur Krim hin gestört. Schon heute ist auch das Industriegebiet von Ckarkow bedroht. Die bolschewistische Stellung in der gesamten Ukraine ist damit schwer erschüttert worden.
Wie im Süden der Vorstoß in die Dnjeprschleife, so erschütterte im Norden der deutsche Durchbruch zwischen Peipus- und Jlmensee die Stellung der Sowjets im weiten Umkreis. Nach Westen wirkte sich die Offensive schon jetzt bis vor die Tore von Reval hin aus nach Osten wurde das Gebiet der Waldaihöhe erreicht, von der aus die großen Ströme der Wolga, des Dnjepr und der Dllna zum Kaspischen Meer, zum Schwarzen Meer und -zur Ostsee fließen. In demselben Augenhlick aber, als der Rand dieses zentralen Hochplateaus von den deutschen Truppen betreten wurde, wurden weiter im Südwesten die Stellungen der noch im Raume von Wclikije-Luki verbliebenen 22. Sowjet-Armee unhaltbar. In den letzten Tagen gelang ihre Einschließung und Vernichtung. Bei hartnäckigem Widerstand verloren die Bolschewisten über 40 000 Tote. Der Rest de.r Armee fiel mit 30 000 Mann und 400 Geschützen in deutsche Hand. Das Fehlen einer Angabe über erbeutete Panzerwagen läßt darauf schließen, daß durch die bisherige ungeheure Einbuße nunmehr schon große bolschewistische Verbände ohne die anfangs übliche Ausstattung mit Kampfmaterial dieser Art auszukommen gezwungen sind. Jedenfalls hat sich die Lücke zwischen Smolensk und Nowgorod, in der die Sowjetarmee allzulange verblieben war, nunmehr verhängnisvoll für sie ausgewirkt. Bei Welikije-Luki hat sich das Schicksal einer ganzen bolschewistischen Armee vollendet. Besorgt schreibt der militärische Reuterkommentator General Gugh über „die kritische Lage, die durch die drei großen deutschen Osfensivstöße neuerdings entstanden sei". Da hilft es gar nichts, wenn Moskau weder von Taurien noch von der Waldaihöhe spricht. Auch der Londoner Rundfunk quittiert den Verlust von Dnjepropetrowsk mit der Be-.
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Unser IsglesspieUsI
Die 22. Sowjetarmee wurde bei Welikije-Luki vernichtet, wobei 30 000 Gefangene eingebracht wurden; außer Welikije-Luki wurde die Stadt Verislaw genommen.
Die deutsche Luftwaffe zerstörte das Eisenbahnnetz westlich Moskau und um Petersburg.
Im Finnischen Meerbusen wurden acht Sowjet- transporter versenkt oder beschädigt.
Die Briten verloren erneut 25 Flugzeuge.
Der Ueberfall aus Iran wurde, wie sich jetzt herausstellt, von langer Hand vorbereitet.
Die Lage iin Fernen Osten steht im Zeichen zunehmender Spannung.
Im Rathaus fand die Eriindungsversammlunq der „Wittheit zn Bremen" statt.