Ausgabe 
(26.8.1941) Nr. 236
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parteiamtliche Tageszeitung

v->s Amtsblatt des Negierenden vorgermeisters der Lreien Hansestadt vremen

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der Nationalsozialisten Vremens

pmtliches verkündungsblat» des Neichsstaktifalters in Oldenburg und Vremen

Dienstag, 26. flugust 1941

Linzelpreis 15 Npf.

Sowjetisch-britischer kinfall in Iran

das öangfterpaar lhurchill-Stalin verübte ein neues brutales Verbrechen

Vorwand ebenso durchsichtig wie erlogen

seiger bolschewistischer vombenttbersoll aus ISbris

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Stockholm, 25. August. Wie das englische Renter- biiro amtlich bekanntgibt, sind am Montagmorge« bri­tische und sowjetische Truppen in Iran eingefallen. Der Moskauer Nachrichtendienst veröffentlicht am Montag «in« Note der Sowzetregierung an die iranische Neaie- rung, in der darauf hingewiesen wird, daß, da die Re­gierung des Iran die Forderungen der Sowjetregierung abgelehnt habe, diese sich das Recht anmaße, sowjetische Truppe« in Iran einmarschieren zu lassen. Eleichzeitg mit der Note, so berichtet der Moskauer Nachrichten­dienst weiter, habe auch der britische Gesandte in Teheran im Namen der Regierung von Großbritannien eine Note überreicht, in der der Beschluß der englischen Regierung mitgeteilt wird, englische Truppen in das Territorium von Ära» einrücken zu lassen.

Dieser unter brutalem Bruch des Völkerrecht» erfolgte englisch-bolschewistische Angriff auf den Iran hatt« nach Meldung des Mondo Arabo den unverzüglichen Befehl des Schahs an die iranischen Erenztruppen zur Folge, den Angreifern mit sämtlichen verfügbaren Mitteln Widerstand zur Aufrechterhaltung der Unabhängigkeit des Irans zu leisten. Die ersten Gefechtshandlunaen ereigneten sich am Montagmoraen nahe der iranisch- sowzetrussischen Grenze. Aus Täbri» wird gemeldet, daß sowjetische Flugzeuge in den frühen Morgenstunden des Montags ohne jede vorherige Warnung die Stadt angegriffen haben. Unter anderem wurden der Flug­platz sowie die Kasernen mit Bomben belegt, wobei allerdings nur gering« Wirkungen erzielt wurden. Es wurden einige Tote und Verwundete gemeldet.

Die Regierung von Teheran ersucht« auf diploma­tischem Wege die Regierungen der mit dem Iran durch den vorderasiatischen Pakt vom 8. Juli 1837 verbündeten Mächte die Türkei -und Afghanistan sowie die Regie­rung von Bagdaddie für einen Angriffsakt dritter Mächte vorgesehenen Artikel des Vertrages unverzüglich in Wirkung zu setzen. Diese Paragraphen beziehen sich im wesentlichen auf die Wahrnehmung einer wohlwollenden Neutralität mit der im Artikel 3 festgelegten Bera­tungspflicht, die. Nichtunterstützung des englisch-bolsche­wistischen Angriffs sowie die Verhinderung von Bildung von Organisationen znr Teilnahme an diesem Angriffs­akt. Eine direkte Veistandsverpflichtung der vertrag­schließenden Mächte ist in dem vorderasiatischen Pakt nicht vorgesehen.

Unter dem ebenso durchsichtigen wie verlogenen Vor­wand, daß sich im Lran tausend Deutsche aufhielten und dort nur auf das Kommando warteten, um sich auf die Sowjetunion zu stürzen, haben sowohl Churchill als auch Stalin in monatelang«! Hetzarbeit diesen Ueber- fall auf den Iran vorbereitet. Bezeichnend ist, daß die von den Engländern vorgeschobenen Sowjets sich bei ihrer heimtückischen Aggression auf den sowjetisch-irani­schen Vertrag vom Jahre 1921 berufen, der Moskau aber nur das Recht eines Einmarsches zugesteht, wenn die Sowjetunion vom iranischen Territorium aus bedroht würde. Diese Formel bezog sich aber ausdrücklich auf die von Moskau befürchtete Möglichkeit einer von England

kichenltnib für Vberleulnant Philipp

Berlin, 25. August. Der Führer hat Oberleutnant Philipp als 33. Offizier der deutschen Wehrmacht das Eichenlaub zum Ritterkreuz des Eisernen Kreuzes verliehen. Er sandte ihm aus diesem Anlaß folgendes Telegramm:In dankbarer Würdigung Ihres helden­haften Einsatzes im Kampf um die Zukunft unseres Volkes verleihe ich Ihnen anläßlich -ohres «2. Luft- sieaes als 33. Offizier der deutschen Wehrmacht das Eichenlaub zum Ritterkreuz des Eisernen Kreuzes. Adolf Hitler."

Mtterkreu! für kühne siieger

Berlin, 25. August. Der Führer und Oberste Befehls­haber der Wehrmacht verlieh auf Vorschlag des Ober­befehlshabers -der Luftwaffe. Reichsmarschall Eormg, das Ritterkreuz des Eisernen Kreuzes an Hauptmann Kaminski, Eruppenkommandeur in einem Zer, störergeschwader, Hauptmann Rossiwall, ^iaffel- kapitän in einem Zerstörergeschwader, und Leutnant Thurner in einem Kampfgeschwader.

finanzierten weißrussischen Aktion. Wenn diese Bestim­mung heute herangezogen wird, so stellt diese Manipula­tion eine absolute Fälschung der Sachlage dar. Damit hat sich die Reihe der Verbrechen Churchills, der sich mqngels eigener Kraft und eigener Erfolge um eine Ausweitung seines Krieges und die Opferung immer neuer Völker für seine Ziele bemüht, um ein neues er­weitert. Der blutgierigen Politik der jüdisch-plutokrati- schen Welteroberer fällt nun damit nach all den anderen Völkern, die man seinen egoistisch-imperialistischen In­teressen dienstbar zu machen wußte, auch Iran zum Opfer, dessen untadelige Neutralität allgemein hervor­trat. Dieser offene Bruch der Neutralität und die bru­tale Verletzung der nationalen Souveränität Irans kennzeichnen mit aller Deutlichkeit die wahren Absichten der anglo-sowjetischen Aggressoren.

Auch in Rom wird der brutale Ueberfall einer kleinen Nation durch England und Sowjetrußland mit äußer­ster Schärfe verurteilt. Man stellt fest, daß diese pluto- kratisch-bolschewistische Aggression gegen den Iran einen flagranten Völkerrechtsbrüch darstelle Aus imperialisti­schen Gründen ist England zu einer Angtisfsaktion gegen einen Staat geschritten, zu dessen Schutz und Ach­

tung sich England feierlich bei Ausbruch des Krieges mehrfach durch den Mund seiner Regierung verpflich­tete. Der Hohn auf dieses Völkerrecht wurde durch einen völlig aus der Luft gegriffenen Vorwand vollgemacht, der in der englischen Preß? selbst als ein künstlich ge­suchter Grund gekennzeichnet wurde. Das Verbrechen, dessen sich England schuldig macht, ist nach römischen Feststellungen für die Weltöffentlichkeit um so aufschluß­reicher, als erst vor wenigen Tagen Churchill im Verein mit Roosevelt in Punkt 1 und 2 ihrer gemeinsamen Er­klärung aufs feierlichste Angiiffsabsichten Englands ab­stritten. Der Unwert dieser Erklärung konnte in der Praxis gar nicht eindeutiger und schneller bewiesen wer­den als durch England und seinen Ueberfall auf den Iran.

Der britisch-rusfische Ueberfall auf den Iran wird auch in der finnischen Presse groß aufgemacht und von scharfen Kommentaren begleitet, der ihn als die bru­talste Neutralitätsverletzung der Geschichte bezeichnen. Das finnische Volk, wird festgestellt, habe Deshalb be­sonderes Mitgefühl mit dem Volk des Iran, weil wie­der einmal ein kleines und friedliches Volk von brand­schatzenden bolschewistischen Horden überschwemmt werde.

ks gellt im Osten überall vorwärts!

Sreat pormoulh am rase mkr jchweren Somben belast Nachlongriffe aus britische

Hafenanlagen und slugplShe

Aus dem Führerhauptquartier, 25. Aug. Das Oberkommando der Wehrmacht gibt bekannt:Die Operationen im Osten sind überall in gutem Fort­schreiten. Wie bereits durch Sondermeldung bekannt­gegeben, vernichteten Unterseeboote und in überseeischen Gewässern operierende Kriegsschiffe 25 feindliche Han­delsschiffe mit zusammen 148 20V BNT. Hiervon haben die Unterseeboote allein in mehrtägiger Verfolgung und nach hartem Kampf aus einem von England nach Gibral­tar bestimmten Geleitzng 21 Handelsschiffe mit 122 000 BRT. herausgeschossen. Außerdem versenkten sie im Kampf gegen stärkste Sicherungsstreitkräft« einen Zer­störer der Afridi-Klajse, eine Korvette und einen Be­wache». Äm Kamps gegen England belegte die Lustwasse am Tage den Hasen Great darmouth mit Bomben schwere» Kalibers. Während der Nacht richteten sich Luft­angriffe gegen Hafenanlagen an der britischen Ostküste sowie gegen mehrere Flugplätze auf der Insel. Vor­postenboote schössen vor der niederländischen Küste einen britischen Bomber ab.

Eine geringe Zahl britischer Flugzeuge warf in der letzten Nacht an einigen Orten Westdeutschlands Spreng- nnd Brandbomben. Die Schäden sind unerheblich. Nacht­jäger schössen drei der angreifenden Bomber ab."

Äm Kampf um die letzten bolschewistischen Brücken­köpfe am Dnjepr erzielten am 24. August schnelle deutsche Verbände neue Erfolge. Außer den bereits gemeldeten Zahlen wurden am Sonntag weitere 5500 Gefangene gemacht. Die Bolschewisten verloren dabei zahlreiche Panzer, Geschütze und andere Waffen. Fünf Sowjet- Flugzeuge konnten dem raschen deutschen Zugrijs aus einen Flugplatz nicht mehr entzogen werden. Weiterhin wurden 800 Pferde den Bolschewisten abgenommen.

Am das erfolgreiche Vordringen der deutschen Truppen aufzuhalten, unternahmen die Bolschewisten in den letzten Tagen an einem Abschnitt der mittleren Front heftige Gegenangriffe. Zur Entlastung ihrer geschlagenen Verbände warfen die Sowjets starke Panzerkräfte, die von Artillerie unterstützt Murden, gegen die Stellungen einer deutschen Infanterie-Division vor. 2m heftigen, tagelangen Kampf schlugen die Soldaten des deutschen Verbandes alle Angriffe ab und schwächten die Sowjets zahlen- und materialmäßig. In drei Tagen blieben 95 Sowjetpanzer vor den deutschen Linien liegen; dar­unter befanden sich einige von 32 und 45 Tonnen. Auch im benachbarten Abschnitt lief der Vorstoß der Bolsche­wisten in der wirkungsvollen Abwehr eines deutschen Infanterie-Regimentes fest. Achtmal schickten die Sowjets am 23. August ihre Wellen gegen die Deutschen, achtmal blieben zahlreiche bolschewistische. Soldaten im Feuer

liegen. Nach der tapferen und wirkungsvollen Gegenwehr der deutschen Truppen stießen dann am gleichen Tage deutsche Panzer in die erschöpften bolschewisti'chen Kräfte hinein und brachten ihnen weiter« schwere Verluste bei. Neben einer bis jetzt noch nicht festgestellten Zahl an Gefallenen und Verwundeten ließen die Sowjets zahl­reiches Kriegsgerät in deutscher Hand. Weitere 28 So­wjetpanzer verfielen der Vernichtung, 31 Geschütze und 30 Lastkraftwagen wurden zerstört oder erbeutet. So brachen die mit großen Anstrengungen und unter scho­nungslosem Einsatz aller Kräfte vorgetragenen Ent­lastungsangriffe der Bolschewisten unter schweren Ein­büßen an Soldaten und Material der Sowjets zu­sammen.

verheerende Wirkung deutscher Luftangriffe

Berlin, 25. August. Ein stärkerer ^Verband der deutschen Lustwasse unterstützte am 24. August die Ope­rationen des Heeres im Raume zwischen Kamel und Kiew durch Angrifse aus starke feindliche Truppen- ansammlungen und Durchmarschstratzen mit besonderem Erfolg. Eine Ortschaft, die als Straßen- und Eisenbahn­knotenpunkt von besonderer verkehrswichtiger Bedeu­tung für den feindlichen Nachschub ist, wurde über­raschend mit zahlreichen Bomben mittleren und schweren Kalibers belegt. Der Angriff traf auf dichtgedrängte Marschkolonne» der Sowjetarmee und große Fahrzeug- ansammlungen des Feindes. Die Wirkungen waren ver­heerend. Einwandfrei konnte die Zersprengung großer marschierender Truppenteile und die Zerstörung zahl­reicher Flugzeuge beobachtet werden.

Mit vernichtender Wirkung griffen deutsche Kampf­flugzeuge im Frontabschnitt nördlich Smolensk feindliche Feldbefestigungen und Flakstellungen an. Der Bomben­angriff stieß au, 24. August auch in motorisiert« Ko­lonnen und Marschformationen der Sowjets hinein. Nachdem die Kampfflugzeuge sich ihrer Bomben ent­ledigt hatten, griffen sie den Feind mit Bordwaffen an und fügten ihm weiter schwere Verluste zu.

Mit besonderem Erfolg belegten am 24. August deutsche Kampfflugzeuge Schiffsziele im Finnischen Meerbusen mit Bomben aller Kaliber. Ein vollbeladener Truppen­transporter von 6000 BRT. wurde durch mehrere Bom­bentreffer so schwer beschädigt, daß das Schiss sofort in Brand geriet und sank. Unter den Sowjetsoldaten auf dem Transporter brach eine wilde Panik aus. Nach allen Seiten sprangen die Soldaten über die Reling des sinkenden Schiffes und versuchten, sich zu retten. Zahl­reiche weitere Schiffe wurden durch Volltreffer schwer beschädigt, darunter drei Handelsschiffe von zusammen 5000 VRT. /

Ne britische Seleitzugkatastroplie vor öibraltar

In wilder flucht nach Lissabon stuf der stöbe von tadi; von deutschen U-Vooten abgesangen kin richtiger vlitzangriff

Lissabon. 25. August. Die portugiesische iptstadt hatte wieder einmal Gelegenheit, sich davon überzeugen, auf wie schwachen jz-üßen die britische ^Herrschaft steht, und mit welch vernichtenden Schin­dle deutsche Kriegsmarine gegen die Insel arbeitet. Laufe des gestrigen Tages kamen einige britische mpser in der Tajomündung an, um dort vor dem zrifs der deutschen U-Boote Schutz zu suchen, is handelte sich zum größten Teil um die Reste es großen im Atlantik zerstörten Eei-ltzuges und zclne, alleinfahrende britische Schifte. Kennzeichnend die sichere Arbeit der deutschen U-Boote ist die lot­se, daß alle großen und wertvollen ---hu» des bri- hen Geleitzuges versenkt wurden und lediglich die -richtigen Fahrzeug« ««tkommen konnten. Obwohl

Briten alles daraiigesetzt hatten, dar Bekanntwerden

irgendwelcher Einzelheiten der Vernichtung des Geleit- zuges zu verhindern, sind die Tatsachen doch an die portugiesische Oeffentlichkeit gedrungen.

Der britische Eeleitzug befand sich voll beladen auf dem Wege von Großbritannien nach Gibraltar auf der Höhe von Cadiz. als er von den deutschen U-Booten angegriffen und von seinem Weg abgedrängt wurde. Es entspann sich ein lebhafter Kampf, in dem sich die Dampfer und die sie begleitenden Zerstörer und sonstigen Kriegsfahrzeuge vergeblich durch Artillerie­feuer zu verteidigen suchten. Der Angriff war so ge­schickt durchgeführt, daß jede Gegenwehr vergeblich war, und der Eeleitzug schließlich in wilder Flucht nordwärts auseinanderstob! Nur ein kleiner Teil der Schifte konnte sich »ach Lissabon, retten. Einige Dampfer hatten Ueber lebende von den versenkten Schiffen an Bord. Der kleine 600-Tonncn-Danipfcr Petei" landet« nach seiner Ankunft in Tafo 25 Ueber.

lebende des DampfersCiscar", für di« er an Bord nicht genügend Unterbringungsmöglichkeiten hatte. Nach Aeußerungen britischer Seeleute soll die Zahl der Todesopfer außerordentlich hoch sein.

Es war ein richtiger V l i tz a n g r i ff", berich­teten die Ueberlebenden derCiscar". Zwei bis drei deutsche Unterseeboote brachten es fertig, mitten in den Eeleitzug einzudringen. Auf mehreren Schif­fen zugleich brachen nach den Detonationen riesige Stichflammen hervor und erhellten weithin die Nacht. Ein Zerstörer, der'uns begleitete, wurde gleich nach Beginn des Torpedobeschusses schwer getroffen und sank. Drei weitere Kriegsschiffe erlitten gleichfalls schwere Beschädigungen. Wir wissen nicht, wieviel Schiffe aus dem Eeleitzug von Torpedos getroffen wurden, aber nur die wenigsten Schiffe aus unserem Eeleitzug dürften entkommen sein!"

(Siehe auch Leit« !)

In dem unter deutscher Führung stehenden Erotzwirt- schaftsraum bildet Norwegen nicht nur dem geographi­schen Bilde nach einen Eckstein. Schon heute, 16 Monate nachdem die militärischen Ereignisse Norwegen mit diesem Raum verbunden haben, zeigen sich gegenüber einer viel loseren Verbindung in der Vorkriegszeit eine Reihe von wichtigen Verbindungssträngen zwischen dem nördlichsten europäischen Land und dem Reich. Nach dem Prinzip der Gegenseitigkeit, das für das wirt­schaftliche Leben beherrschend ist, liefert Norwegen ent­sprechend seinen natürlichen Gegebenheiten wichtige Beiträge für den Rohstoffhaushalt des Reiches und des vom Reich betreuten Wirtschaftsraumes, auf der andern Seite empfängt es aus dem Reich die Rohstoffe und Erzeugnisse, auf deren Einfuhr es bei dem Neuaufbau seiner Wirtschaft und bei der Versorgung seiner Be­völkerung angewiesen ist.

Unter dem ersteren Gesichtspunkt sind vor allem zu erwähnen: Eisenerz, Aluminium und Schwefelkies. Das norwegische Eisenerz ging schon vor dem Kriege zum größten Teil, mit etwa 70 Prozent, nach Deutschland und wurde hier wegen seines geringen Phosphor- und hohen Eisengehalts besonders geschätzt. Heute wird die gesamte norwegische Erzförderung im Reich, haupt­sächlich im Ruhrgebiet verhüttet. Dafür wird anderer­seits der Bedarf Norwegens an den Erzeugnissen der Eisen schaffenden und der Eisen verarbeitenden Indu­strie vom , Reich gedeckt. Außer Eisenerzen werden in Norwegen auch wichtige Stahllegierungserze gefördert. Für die Metallwirtschaft des Reiches ist Norwegen gleichfalls von Bedeutung. Außer den aus norwegischen Erzen in eigenen Hiittenanlagen gewonnenen Mengen Kupfer, Zink und Nickel ist vor allem die norwegische Aluminiumerzeugung ein wertvoller Beitrag für den Rohstoffhaushalt des erweiterten Reiches. Infolge der günstigen Wasserkraftverhältnisse ist Norwegen heute bereits einer der größten europäischen Produzenten ge­worden. Es verfügt über eine Eesamtkapazität von 3 6 0 0 0 T o. Aluminium im Jahr. Es ist ge­plant, durch großzügigen Ausbau der vorhandenen Be­triebe und der Erstellung neuer Hüttenanlagen die norwegische Aluminium-Erzeugung auf ein Mehr­faches zu steigern. Hand in Hand damit wird auch eine entsprechende Steigerung der Tonerdegewinnung erfolgen, für die Norwegen in dem Aluminium-Silikat Labradorit über ein eigenes Ausgangsmaterial in genügender Menge verfügt. Unter den europäischen Schwefelkiesproduzenten nimmt Norwegen heute bereits nach Spanien die zweite Stelle ein. Die gesamte Ausfuhr wird im Reich verarbeitet. Darüber hinaus werden Vorbereitungen für den baldigen Auf­schluß weiterer, größerer Schwefelkiesvorkommen getroffen. Da Schwefelkies der Ausgangsstoff für die Schwefelsäure, und diese wiederum einer der wichtig­sten Grundstoffe der gesamten chemischen Industrie ist, ohne den beispielsweise die Erzeugung von Spreng­stoffen, von Zellwolle und Kunstseide, von Produkten der Mineralölrasfination nicht denkbar ist, wird dieser Bei­trag der norwegischen Wirtschaft besonders geschätzt.

Alle laufenden und weiter geplanten Ausbauten auf diesen Gebieten werden wesentlich erleichtert und gefördert durch den ungehueren Reichtum Norwegens an billigen Wasserkräften. Ja, dieser Reichtum drängt von sich aus dazu, in großzügigen Projekten nutzbar gemacht zu werden. Außer den erwähnten Ausbau- plänen auf dem Gebiet der Ferrolegierung und der Aluminiumgewinnung dürsten die Nächstliegenden An­wendungsgebiete vor allem die Karbid-Chemie und auf längere Sicht gesehen die Erzeugung von elek­trischem Strom für Aus-uhr sein.

Den vorstehend behandelten Rohstoffgebieten, auf denen Norwegen der gebende Teil ist, stehen wichtige Rohstoffe gegenüber, bei denen das Reich seinerseits die Versorgung Norwegens ganz oder teilweise über­nommen hat, weil die natürlichen Bedingungen der Eigenversorgung fehlen. Dies ist vor allem der Fall auf dem Brennstoff-, Treibstoff- und Texiilgebiet. Auch

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Nach wie vor sind die deutschen Truppen im Osten überall in zügigem Vorgehen.

Die Vernichtung des englischen Geleitzuges bedeu­tet den Ausfall einer Monatsleistung des gesamten Schiffsbaus Englands und der USÄ.

Die britische Admiralität gibt den Verlust eines weiteren U-Bootes bekannt.

Die deutsche Luftwaffe führte erneut in Tag- und Nachtangriffen schwere Schläge gegen die britische Insel.

Churchills letzter Redeschwall hat in England schwere Enttäuschung hervorgerufen.

Das Eangsterpaar Churchill-Stalin hat nun die geplante militärische Vergewaltigungsaktion im Iran verwirklicht.

Än Frankreich wird eine Freiwilligen-Legion zum Kamps gegen den Bolschewismus ausgestellt.

Vor dem Posener Sondergcricht wurde ein Prozeß .gegen polnische Massenmörder eröffnet.

Der VDSl.-Eauverband Wescr-Ems führt in Bre­men eine Arbeitstagung durch.

Berliner Künstler gaben ein Gastspiel vor Bremer Rüstungsarbeitern.