Ausgabe 
(24.8.1941) Nr. 234
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Werner Muno

parLeiamtlikiie Tageszeitung

vas flmlsblatt des Negierenden Vürgermeisters der Zreien kjansestadt vremen

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Die 1 wm hohe und 22 wm breite Zeile im Anzeigenteil 13 aA/. Die 78 mm breite und 1 mw hohe Zeile im Terttcil 75 -^t. Ermaß. Grundpr. (für Klein- u. Familienanz. u. a.) sowie sonstige Beding. Preisliste S Nachlaßstaffel 0. Geschäftsstellen: Bremen: Geeren 6/8, Nus 5 41 21, Nachtrus und sonntags 51115, Obernstr. 86, Ruf 5 4121, Shke: Mühlendamm 2, Br.-Hemelingen: Bahnhofstr. 6, Ecke Poststr., Ruf 4 34 58; Br.-Vegesack: Rohrstr. 24, Ruf 4 u. 8, Br.-Blumenthal: Kpt.- Dallmann-Str. 41/43, Ruf 88 u. 89

der Nationalsozialisten Bremens

flmlliches verkündungsblatt des veichsstattlialters in Oldenburg und Vremen

Nr. 2Z4 / 11. Jahrgang

Sonntag, 24. flugust 1941

kinzelpreis 15 vps.

kme Woche stolzer deutscher krsolge

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Osvalügs« XampHerslunysn unserer Gruppen

Berlin, 23. August. Eine stolze Woche schließt für dip deutsche Wehrmacht ab. Sie beendet zugleich die zweimonatige Dauer des Ostseldzuges mit einer so gro­ßen Zahl von Erfolgen, daß diese allein schon die unge­brochene Kraft der deutschen Wehrmacht, die mit ihren Verbündeten tief im Feindesland steht, und den volle» Fluß der Operationen beweisen. Die Sowjet-Wehrmacht hat nicht nur unvorstellbar blutige Verluste erlitten, sondern mehr als 1250 000 Gefangene, 14 000 Panzer- tampfwagen und 18 000 Geschütze, dazu insgesamt 11250 Flugzeuge sowie wichtige Rohstoff- und Industriegebiete seit Beginn des Feldzuges verloren.

Die Operationen der letzten Woche reiften zu sicht­barem Raumgewinn heran. Die Kämpfe in der Süd- ukraine führten am 15. August zur Einschließung von Odessa und von Nikolajew. Zugleich wurde das wichtige Erzgebiet von Krivoi Rog ostwärts des Bug bis an den Dnjepr im Kampf besetzt. Die bedeutende Jndustrie- und Hafenstadt Nikolajew wurde tagsdarauf im Sturm genommen. Die in Auflösung zurückgehenden Sowjets wurden über den Dnjepr geworfen, so daß am 17. Au­gust das ganze Gebiet westlich des Dnjepr in deutschem Besitz war. Die Bolichewisten halten sich nur noch in Odessa und in einzelnen kleinen Brückenköpfen am un­teren Lauf des Dnjepr, gegen die der Angriff ange­setzt wurde. Rund 60 000 Gefangene, 84 Pänzerkampf- wagen, 530 Geschütze und umfangreiches anderes Kriegs-- Material fielen in deutsche Hand. Im Kriegshafen von Nikolajew wurden ein Schlachtschiff von 35 000 BRT., ein Kreuzer von 10 000 BRT., vier Zerstörer, zwei Unterseeboote, die auf Stapel lagen, ein mit Lokomo­tiven Leladenes Schwimmdock und ein Kanonenboot ver­senkt. Ein zweites schwer beschädigt. Bei der weiteren Verfolgung der Sowjets am unteren Dnjepr wurden weitere Gefangene gemacht und. 65 Panzerkampfwagen erbeutet. Am 20. August nahmen Verbände der Waffen­öl die als Eetreideausfuhrhafen wichtige Industriestadt Cherson an der Dnjepr-Mündung und vollendeten damit die Eroberung der Südukraine.

Mit dieser großen Operation war die Angriffskraft der deutschen Wehrmacht an der Ostfront keineswegs voll in Anspruch genommen. Die Bolschewisten wurden vielmehr an allen Frontabschnitten schwer bedrängt. Sie verloren allein bei Kämpfen im Raume Kiew—Korosten seit dem 8. August 17 750 Gefangene, 142 Panzerkampfwagen, 123 Geschütze und neben zahl­reichem Kriegsmaterial einen Panzerzug.

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Nördlich dieser Kämpfe tobte die Schlacht von EomeI, die seit dem 10. August mit dem Angriff im Raum« südostwärts Krischen, und seit dem 15.' August mit dem hart umkämpften Uebergana über den Dnjepr südostwärts Rogatschew und westlich des Sosh begonnen hatte. Sie führte am 19. August zur Eroberung des. wichtigen Eisenbahn- und Straßenknotenpupktes Eomel, das Marschall Timoschenkozu seinem Hauptquartier gemacht hatte, und schnitt mit Erreichen der Gegend südostwärts Klinzy den Sowjets die Verbindung nach Osten ab. 17 Schützen-, zwei Panzer- und fünf Kaval­lerie-Divisionen und zwei im Landmarsch herangeführte Luftlandebrigaden wurden geschlagen, vernichtet oder gefangen. Die Zahl der Gefangenen wuchs auf 87 000 an, 169 Panzerkampfwagen, 912 Geschütze, zwei Panzer­züge fielen in deutsche Hand, 38 Flugzeuge wurden am Boden erbeutet. Die Schlacht um und nördlich Eomel schuf den Weg für wichtige, weitere Operationen der überlegenen deutschen Führung, dank den unvergleich­lichen Kampf- und Marschleistungen der deutschen Truppen.

Diese Kampf- und Marschleistungen, die sich sowohl in der Verfolgung der Reste der geschlagenen Sowjet­truppen über den Dnjepr hinweg, wie auch ostwärts Gomel auswirkten, ließen auch im Nordabschnitt der Front besondere Erfolge erreichen. Die Angriffe gegen Ilmen- und Peipussee führten zur Eroberung von Nowgorod, Narwa und Kingifepp und damit zur unmittelbaren Bedrohung Petersburgs, zu deren Ver­teidigung Marfchall Worosch.ilow aufrief. Die finnischen Verbände dringen gleichzeitig beiderseits des Ladogasees vor und bedrohen damit Petersburg auch vom Norden her.

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Bekommt Moskau eins LamptsrsprLtso?

Ivo. Bremen, 24. August.

Keine Woche »Keine Woche ohne Sieg", so kann man in nkno sinngemäßer Abwandlung des bekannten

' ^ lateinischen Wortes: „nulla äiss Zins

Ilvsa" beim Verlauf des deutschen Feldzuges im Osten sagen. Zu dem vorwöchigen gewaltigen Siege in der Ukraine ist nun in dieser Woche der bei Eomel gekom­men, und das erfolgreiche Vorrücken deutscher Truppen über Nowgorod hinaus unter gleichzeitigem Vordringen des finnischen Heeres zu beiden Seiten des Ladoga- Sees kündet schon für die nächste Woche einen weiteren Sieg im nördlichen Teil der ständig in Bewegung be­findlichen gewaltigen Front zwischen Schwarzem Meere und der Ostsee an. Demgegenüber ist dann auch die Unruhe, ja die Furcht der Sowjets und ihrer Kumpane in London und Washington über das, was ihnen an neuen, großen deutschen Schlägen bevorsteht, ständig im Wachsen begriffen. Und groß ist die Ratlosigkeit darüber, wie überhaupt dem drohenden Zusammenbruch der in ihrem Kern zutiefst erschütterten Sowjetstreitmacht Ein­halt geboten werden könnte. Daß es mit der fabulösen Moskauer Konferenz nicht getan ist, ahnen Mister Chur­chill und sein hydromantischer Eastfreund Roosevelt sehr wohl. Auch der jüdischen Presse ist nicht wohl, wenn­gleich sie sich krampfhaft bemüht, durch gewaltige Töne ihrer Propagandaorgel den eigenen Kleinmut zu heben. Und wenn z. B. „Daily Mail" von der geplanten Kon­ferenz in Moskau als „dem größten Schauspiel seiner Art" spricht, so schwingt im Untertan dieser Prahlerei unverkennbar ein gelinder Schauder bei dem Gedanken mit, ob diese Konferenz überhaupt jemals zustande kommen kann. Denn — das wissen wir nun wiederum

ylanmößiger Vormarsch im Vften

vomben aus britische Flugplätze — kampsflugzeuge über flleranbria

Aus dem Führerhauptquartier, 23. August. Das Oberkommando der Wehrmacht gibt bekannt: „An der Ostfront verlaufen die Operationen weiterhin plan­mäßig. An der Südostküste Englands versenkten Kampf­flugzeuge am gestrigen Tage ein Handelsschiff von 1000 BRT. In der vergangenen Nacht bombardierte die Luftwaffe mehrere Flugplätze aus der Insel. Minen- such- und Borpostenboote schössen im Kanal zwei britische Bomber ab. Bei einem Angriff deutscher Kampfflugzeuge aus den britischen Flottenstützpunkt Alexandria in der Nacht zum 22. August wurden Bom­bentreffer in Hafenanlagen und Versorgungsbetrieben erzielt. Größere Brände entstanden. Britische Flug­zeuge warfen in der letzten Nacht an verschiedenen Orten West- und Südwestdeutschlands mit geringer Wirkung Spreng- und Brandbomben. Flakartillerie schoß einen der angreifenden Bomber ab."

Ferner wird gemeldet: Durch die Wachsamkeit der deutschen Minensuch- und Vorpostenboote wurde am 22. August ein Einflugversuch einzelner britischer Bom­ber an der Kanalküste verhindert. Wohlgezieltes Flak­feuer der deutschen Minensuch- und Vorpöstenboote ver­nichtete zwei britische Bomber, die brennend ins Meer stürzten.

Drei Sowjellransporter sanken

Berlin, 23. August. Bei laufenden Operationen in der östlichen Ostsee stießen leichte deutsche Scestrett- kräfte auf sowjetische Zerstörer und Vorpostenboote, die durch Artilleriefeuer vertrieben wurden. Den Bolsche­wisten wurden außerdem Verluste durch Minentreffer beigebracht. Drei Transportschiffe der Sowjetmarine, die aus einem Hasen am Finnischen Meerbusen aus­gelaufen waren, liefen auf Minen und sanken. Die deutschen Operationen werden planmäßig fortgesetzt.

Ver italienische Velsrmachtsbericht

Rom, 23. August. Der italienische Wehrmachts­bericht vom Sonnabend hat folgenden Wortlaut: Das Hauptquartier der Wehrmacht gibt bekannt: „Den sieg­reichen Aktionen der Luftwaffe gegen feindliche Flot- teneinheiten und Ziele von Tobruk, die im gestrigen Wehrmachtsbericht gemeldet wurden und an denen auch italienische Jagdverbände teilnahmen, haben sich neue glänzende Erfolge der deutschen Jäger angereiht, die im Lustkampf weitere zehn britische Apparate abschössen. Englische Flugzeuge unternahmen ohne nennenswerten Erfolg Einfliige auf die Städte Tripolis und Derna. In Bardia brachte unsere Abwehr zwei feindliche Bom-

bar zum Absturz. In Ostafrika lebhafte Artillerie­tätigkeit und für unsere Truppen günstige Zusammen­stöße auf den verschiedenen Abschnitten des Kampf­gebietes von Eondar. Der Feind wurde überall zurück­geschlagen und ließ zahlreiche Tote aus dem Kampfplatz. Waffen und viel Munition wurden erbeutet."

In Nordafrika unternahmen deutsche und italienische Batterien am 21. August im Raum von Sollum ein­zelne Feuerüberfälle auf britische Stellungen und Kolonnen. Vom Westabschnitt des Gürtels um Tobruk beschoß am gleichen Tage deutsche und italienische Artil­lerie befestigte Stellungen der Briten. 2m Ostabschnitt der Umklammerung wurden einige ins Niemandsland vortastende britische Spähtrupps zurückgeworfen.

Ueberlegenlzett unserer Luftwaffe m flngriff und ftbwelzr

In der abgelaufenen Woche 1 ;v britische flllgreuge und ?v soo vnr. vernichtet

Berlin, 23. August. Die deutsche Luftwaffe bewies auch in der abgelaufenen Woche wieder ihre volle Ueber- legenheit in Angriff und Abwehr. Die Briten rühmten sich zwar immer wieder ihrer Non-stop-Osfen>lve, die sie vergeblich zur Entlastung ihrer moskowitischen Ver­bündeten durchführen wollten. Die deutschen Jager, die Flak- und Marine-Artillerie wandelten die brit,,che Non-stop-Osfensive aber zu einer britischen Non-stop- Niederlage, denn an den sechs Tagen, an denen die Bri­te» am Kanal angriffen, verloren sie nacheinander zehn, 15, 30 8 und wieder 30, also im ganzen 03 Flugzeuge. Darüber hinaus büßten sie ihre Versuche. Nord- und Westdeutschland nachts mit Vomben anzugreifen, die niemals wehrwirischastliche oder sonst wlrknngsvolle Schaden anzurichten vermochten, mit dem Verlust von 10, 12, 11, 2 und wieder 2, also im ganzen 37 Bom­bern so daß die Briten allein durch die dent,che Abwehr in einer Woche 130 Flugzeuge verloren.

Die deutsche Luftwaffe fügte dagegen den Briten, ihren wehrwirtschaftllchen Anlagen ""d fahrt wieder in ständigen Tages- und Nachtangristen erheblichen Schaden zu. sie gr-n die Saftnanlagen und Flugplätze der britischen Intel, besonders an der Ost. und Südkllste fast täglich bomba^^e

wirtschaftlichen Anlagen, von Cambridge mit Bomben schweren Kalibers, eben>o im

werke in Nordichottland. Der Derlorgungshazen HM

wurde mit seinen Lagerhallen am

leinen wshrwirtschaftlichen Fabriken in der -tadt ^

art getroffen, daß selbst die Briten die erheblichen

Schäden zugeben mußten. Ebenfalls wurde das Schiffs- baüzentraum Sundeiland hart bombardiert. Die deutsche Luftwaffe bewies ferner wieder Tag und Nacht, daß die Fahrt um England eine Todesfährt ist. Am 15. August wurden an der schottischen Ostküste ein Frachter von 5000 BRT. versenkt und zwei große Han­delsschiffe schwer beschädigt sowie ostwärts Cromer und Ereat Parmouth aus Eeleitzllgen zwei Handelsschiffe von 15 000 BRT. vernichtet, zwei Frachter in Brand geschossen'und zwei Handelsschiffe schwer beschädigt.

Am 16. 8. fielen der deutschen Luftwaffe an der briti­schen Ostkllste zwei Handelsschiff« von zusammen 7500 BRT. zum Opfer. Außerdem wurden bei den Faröern ein Handelsschiff schwer beschädigt, sowie nachts ein weiteres von 2000 BRT. versenkt. Zwei Handelsschiffe von zusammen 5000 BRT. wurden an der britischen Ostküste azn 17. August versenkt und drei große Frachter schwer beschädigt. Der 18. August brachte den Verlust von einem Frachter von 4000 BRT. und die schwere Beschädigung von zwei Handelsschiffen mit 20 000 BRT. aus einem Atlantik-Geleitzug, der 20. und 21. August die Beschädigung von drei Frachtern und die Versenkung eines Frachters von 3000 BRT. Die deutsche Luftwaffe vernichtete also in der Woche vom 15. bis 21. August wieder 61 500 BRT: britischen Handelsschiffsraumes und beschädigte 15 britische Handelsschiffe schwer. Dazu kamen noch die 9000 BRT., die die Schnellboote am 20. August im Zusammenwirken mit der Luftwaffe im Kanal versenkten, so daß der britische Verlust sich ins­gesamt auf 70 500 BRT. belauft.

Nicht genug damit, traf die deutsche Luftwaffe die Briten in Nordafrika schwer. Sie griff die Anlagen, den Hafen, die Munitionslager, die Kraftfahrzeugaus­ladungen, die Materiallager und Ladeplätze von Tobruk unermüdlich an, rief in Jsmailia und am Suez-Kanal große Brände hervor, belegte den britischen Flottenstütz­punkt Alexandria mit Bomben aMr Kaliber und bom­bardierte auch die britischen Schiffe in Tobruk, bei Sidi Barani immer wieder. Ein britischer Zerstörer und zwei leichte Kreuzer sowie zwei Handelsschiffe wurden schwer getroffen, ein Transporter von 1500 BRT. und ein Schlepper wurden versenkt. Die britischen Flugplätze in Nordasrika wurden ebenfalls wiederholt mit Bomben wirkungsvoll belegt.

Den großen Erfolgen der deutschen Luftwaffe gegen die Briten reihten sich ihre Erfolge im Ostfeldzug pau­senlos an. Den im Dnjepr-Bogen und westlich des Dnjeprs fliehenden Bolschewisten und den ostwärts Eo­mel weichenden Resten der Sowjet-Truppen wurden Rückmarschwege und Eisenbahnlinien abgeschnitten. Im Hasen von Odessa wurden neun gro'H Transporter un­brauchbar gemacht. Es wurden drei Kriegsschiffe, dar­unter ein Schwerer Kreuzer, schwer beschädigt, ein Transporter von 6000 BRT versenkt und drei weitere große Handelsschiffe sahrunfähig bombardiert. Die blu­tigen Verluste der Sowjets erhöhen sich an der ganzen Ostfront durch das ständige Eingreifen der deutschen Luftwaffe im Endkampf beträchtlich. Der bolschewistische Nachschub wurde zerschlagen. (S. auch Seite 2)

von „Daily Telegraph" — selbst der sonst bedenkenlos draufgängerische Churchill möchte, bevor er die Konferenz beschickt, noch gern wissen, wie sich die Lage im Osten in der allernächsten Zeit anläßt. Wohlan, diese Frage an das Schicksal sei ihm freigegeben, und weil wir schon längst auch Herrn Churchill einmal einen Gefallen tun möchten, wollen wir ihm gleich selber die ihn bewegende Frage und noch etwas mehr beantworten.

Kommt es zur Konferenz Der Wunsch Churchills, die in Moakniir Moskauer Konferenz frühe­rn iiiosnau. ^ ^ Ette September

steigen zu lasten, ist völlig in Ordnung. Bis dahin ist der Kriegsverlauf im Osten um drei bis vier Wochen weitergerückt und damit auch die Linie der deutschen Fronten, deren eine heute bereits kaum noch hundert Kilometer vor Petersburg verläuft. Wir glauben, Herrn Churchill vorhersagen zu können, daß bis Mitte Sep­tember die heute noch vereinzelt gehaltenen Brückenköpfe am Dnjepr verschwunden sind uns deutsche Truppen dann jenseits des Flusses stehen werden. Weitere Tausende von Gefangenen, Hunderte von verlorengegangenen Ge­schützen und vernichteten Flugzeugen werden dann wie­derum die Sowjets zu beklagen haben. Und es wird sich inzwischen auch wohl herausstellen, ob die Millionen- bevölkerung von Petersburg trotz der warnenden Fanale von Warschau, Rotterdam und Belgrad so töricht ist, gemäß den Befehlen des Wüterichs Woroschilow die zwangsläufige Vernichtung ihrer Behausungen im Kampfe gegen die anrückenden deutschen Truppen herbei­zuführen? Daß sie sich damit am meisten selber schadet, sollte ihr nicht weniger klar sein als der Bevölkerung solcher Städte, die etwa auf Befehl Stalins vor den heranrückenden deutschen Truppen ihre Lebonsmittel- vorräte selber vernichten möchten, um dann, auf die Reste ihrer Vorräte angewiesen, die sichere Aussicht zu haben, hinterher am Hungertuchs nagen zu müssen. Wie sehr die deutsche Kriegführung überall dort Menschlich­keit zeigt und Milde walten läßt, wo die Härte des Krieges eine sich nicht schuldig machende Zivilbevölke­rung trifft, so erbarmungslos kann und muß sie sein, wo sie auf Böswilligkeit, Hinterhältigkeit und Sturheit stößt. Die Zeit wird es erweisen, wie'sich die Großstädte Rußlands ihr Los wählen. Und Churchill kann dann gleichzeitig erkennen, inwieweit es Sinn und Zweck hat, die Moskauer Konferenz abzuhalten oder nicht.

Unlösbare flufgaben Timoschenko, „Marschall und für die Sowjets der Sowjetunion", der

' ' Oberbefehlshaber der Mitte

der sowjetischen Front, hat seine Aufgabe, unter allen Umständen und unter Aufopferung von Millionenheeren den deutschen Truppen den Vormarsch auf Moskau zu verlegen, nicht lösen können. Zuerst bei Smolensk und dann bei Eomel vernichtend geschlagen, befleißigt er sich zurzeit eines sogenannten „geordneten" Rückzuges — nach dem Vorbild seines Kollegen Vudjenny. Ob er sich nun vor Moskau noch einmal den deutschen Truppen zu stellen gedenkt, steht bei ihm. Daß er dann abermals von unseren Truppen aufs Haupt geschlagen wird, das ist dünn Sache der deutschen Wehrmacht, die bisher noch stets dafür gesorgt hat, ihre Gegner vor schwerste und unslösbare Aufgäben zu stellen. Die deutsche Wehr­macht, die keine Stunde in diesem nun zwei Jahre dauernden Krieg das Gesetz des Handelns dem Gegner überließ, wird auch fürderhin sich nicht beirren lassen in ihren vorgefaßten strategischen Entschlüssen, deren letztes Ziel das völlige Zerbrechen des sowjetischen Widerstandes ist — militärisch, wirtschaftlich und mora­lisch. Moralisch ist es mit dem Widerstand der Sowjet- heere längst nicht mehr so gut bestellt wie zur Zeit der ersten Kesselschlachten. Den Beweis dafür liefern die mehrfach aufgefundenen Befehle der sowjetischen Kommandeurs, aus denen die Sorge vor dem . Zerfall des moralischen Widerstandes ihrer Trupven spricht. Militärisch ist ein Wanken der gesamten Sowjetfront erkenntlich und wirtschaftlich haben die Sowjets — zu­mal durch den Verlust der Westukraine — einfach schon nicht mehr wiedergutzumachende Schläge erlitten. Es sind nicht bloß die Erzgruben von Krywoj, die zu­künftig den Sowjets zu ihrem Krieqspotential fehlen werden. Auch gewaltige Mengen anderer kriegswichtiger Dinge wie fertige Werkzeugmaschinen, Altholzvorräte, Sägewerke, sowie Textilien sind neben einem großen Teil der sowjetischen Energiewirtschaft den Bolschewisten zu Verlust gegangen. Dazu noch beachtliche Vorräte an Mineralien und Raffinerien, was die Sowjets zwingt Ersatz dafür von viel

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Der Kampf unserer siegreichen Truppen im Osten erbrachte auch in der letzten Woche eine bedeutsame Erfolgsbilanz. Die Operationen nehmen weiter ihren planmäßigen Verlauf.

Worojchilows Kurierfluqzcug wurde von deutschen Infanteristen abgeschossen.

In der vergangenen Woche schoß die deutsche Luft­waffe.in Angriff »nd Abwehr 130 Flugzeuge ab. Der isländische Unwille gegen die britisch-amerika­nischen Besatzungstruppen macht sich immer mehr Lust.

Der 6. Tag der Gauschulungswoche stand im Zeichen der im alten Rathaussaal durchgeführten geschlosse­nen Arbeitstagung der Schulungsbcauftragtcn un­seres Gaues.

Die 33. Sendung „Blinkfeuer Heimat" wurde von Vremen aus gestartet.