Ausgabe 
(22.8.1941) Nr. 232
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vas Amtsblatt des legierenden viirgermeisters der Zreien «iansestadt Vremen

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Hr. 2Z2 / 11. Jahrgang

Zreitag, 22. flugust 1941

der Nationalsozialisten Vremens

flmltiches Nerkünüungsblalt des leichsstatchalters in Oldenburg und Nremen

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Nowgorod, Norwa und tderson erobert

Siegreiches Vordringen an allen flb schnitten

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AusdemFührerhauptquartier, 21. August. Das Oberkommando der Wehrmacht gibt bekannt: In der Siidukraine nahmen Verbände der Waffen-// die Hasen- und Industriestadt Cherfon an der Mündung des Dnjepr. Die Schlacht im Raum um und nördlich Eomel endete — wie durch Sondermeldung bekanntge­geben — mit einer schweren Niederlage der Sowjet­wehrmacht. Infanterie-, motorisierte und Panzerdivi­sionen haben im Zusammenwirken mit der Lustwaffe Teile von 17 Schützen-, fünf Kavallerie-, zwei Panzer- und einer motorisierten Diviston sowie zwei im Land­marsch herangeführte Lustlandebrigaden geschlagen, ver­nichtet und gefangengenommen. Die blutigen Verluste des Feindes sind wieder sehr schwer. Die Zahl der Ge­fangenen hat sich aus rund 84 666, die Beute an Ge­schützen anf 848 erhöht. Außerdem fielen 144 Panzer- kampfwagen und zwei Panzerziige in unsere Hand. Zwischen Jlmen- und Peipus-See wurde nach mehr­tägigen heißen Kämpfen eine vom Feinde schwer be­festigte und überaus hartnäckig verteidigte Stellung durchbrochen. Die Städte Nowgorod, Kingiscpp und Narwa sind genommen. Unsere Truppen befinden sich im weiteren siegreichen Vordringen. Verbände der Luft­waffe fügten den von Odessa und Otschakow über See flüchtenden Sowjettruppen sowie feindlichen Kolonnen ostwärts des Dnjepr-Vogens wieder schwere Verluste zu. Sie versenkten im Schwarzen Meer einen Trans­porter von 6666 BRT. und beschädigten drei weitere große Handelsschisse.

Bei einem Vorstoß gegen die britische Küste griffen Schnellboote einen stark gesicherten feindlichen Geleit­zug an und versenkten einen Tanker von 5606 BRT. und einen Frachtdampser von 4660 BRT. Kampfflug­zeuge vernichteten im Seegebiet um England bei Tage aus einen Geleitzug heraus einen Frachter von 3666 BRT. An der Kanalkiiste verlor die britische Luft­waffe in Lnftkämpfen vier Jagdflugzeuge. Vier weitere britische Flugzeuge wurden durch Minensuch- und Vor­postenboote abgeschossen. Der Versuch einzelner Sowjet­bomber, in der letzten Nacht das norddeutsche Küsten­gebiet anzugreifen, blieb wirkungslos.

Mit der Einnahm» van Nowgorod am 19. August , durch deutsche Truppen verlieren die Sowjets einen weiteren wichtigen Verkehrsknotenpunkt im nördlichen

Sechs neue M»»erkreu;iri>ser des Heeres

Berlin, 21. August. Der Führer und Oberste Be­fehlshaber der Wehrmacht verlies aus Vorschlag des Oberbefehlshabers des Heeres, Generalseldmarjchall von Vrauchitsch, das Ritterkreuz an: General der Panzer- truppen Lemelsen, Kommandierender General eines Armeekorps; Generalmajor Neh ring, Kommandeur einer Panzerdivision; Oberst Schock, Kommandeur eines Jnsanterie-Regiments; Major Reichardt, Ba­taillonskommandeur in einem Infanterie-Regiment; Leutnant Psitzner, Stoßtruppsührer in einem Schiitzenregiment; Unteroffizier Bukatschek, Grup­penführer in einem Schiitzenregiment.

Kampfabschnitt. Nowgorod, am Austritt des Wolchow aus dem Jlmensee gelegen, ist eine Stadt mit rund 40 666 Einwohnern. Dieser Stadt kommt «ine besondere Bedeutung als Verkehrsknotenpunkt im Pe­st « r s b u r g e r Kebie. t zu. Von hier aus führen meh­rere Eisenbahn-Linien und Straßen nach allen Richtun­gen. In Nowgorod werden Binnenschiff« für den Ver­kehr auf dem Jlmensee und dem Fluß Wolchow — der den Jlmensee mit dem Ladogasee verbindet — gebaut. Außerdem arbeiten hier einige Werke der Leinen- und Lederindustrie.

*

Die Lage an der Ostfront ist gekennzeichnet durD erfolgreiche Vorstöße und entscheidende Operationen, die 'sich von den Küsten des Finnischen Meerbusens bis zum Schwarzen Meer hin erstrecken. Die Behauptungen des Gegners, daß Deutschland bei der großen Offensive in der Ukraine alle verfügbaren Reserven eingesetzt habe und nur durch die Herstellung einer gewaltigen Ueber- macht den Rückzug Vudjenny's habe erzwingen können, werden durch die Meldungen des Oberkommandos der Wehrmacht Lügen gestraft, die besagen, daß während die Schlacht in der Ukraine mit furchtbarer Gewalt bis zur völligen Vernichtung des Feindes und der Sicherung der bisherigen Erfolge weiter geführt wird, mindestens genau so starke, wenn nicht noch kräftigere Offensivstöße

im nördlichen und mittleren Abschnitt der gewaltigen Ostfront geführt werden und daß bereits auch hier große und entscheidende Erfolge, errungen sind. Im Mittel­punkt des Schlachtengeschehens steht jetzt wieder wie in den vergangenen Wochen der mittlere Frontab­schnitt. Nach den Vernichtungsschlachten von Vialystok- Minsk und Smolensk, folgte die dritte Vernichtungs­schlacht im Raume südlich Smolensk bei Eomel. Wieder wurden ganze Divisionen der Sowjets zerschlagen, ver­nichtet, zehntausende Gefangene gemacht und eine große. Beute an Geschützen, Panzerwagen und anderem Kriegs­gerät eingebracht. Vespnders interessant erscheint die Mitteilung des Oberkommandos der Wehrmacht, daß bei Eomel u. a. zwei Luftbrigaden der Sowjets ge­schlagen und vernichtet wurden, die nicht etwa, wie es dem Sinn und Zweck dieser Waffengattung ent­sprochen hätte, durch Flugzeugs herangeführt wurden ünd im Fallschirmabsprung in den Kamps eingegriffen hatten, sondern im Landmarsch das Schlachtfeld erreich­ten, Diese Tatsache läßt auf die entscheidende Schwä­chung der sowjetischen Luftwaffe schließen, die zu Luft- land'eoperationen größeren Stils offenbar nicht mehr in der Lage ist. Die große Bedeutung der Schlacht im Gebiet von Eomel muß vor allem auch darin gesehen werden, daß diese Stadt, die an einem Nebenfluß des (Fortsetzung auf Seite S)

leure Vemonstrationsflüge der Veiten

Man; der „Nonskop-offenlive" vom 22 . luni bis 20 . flugust: SZI vrikenflugieuoe im Westen vernichtet — 2800 englische slieger verloren

Berlin, 21. August. Die deutsche Luftabwehr hat die sogenannte Nonstop-Offenskoe zu einem britischen Smolensk der Lust werden lassen. Alle Versuche der Luft­waffe Großbritanniens, über die deutsche Sperrmauer an der Kanalküste hinwegzukommen, brachen ebenso im konzentrischen Feuer der deutschen Waffen zusammen wie die Durchbruchsversuche der verbündeten Bolsche- wisten, zu deren Entlastung ja diese Demonstrations­flüge unternommen wurden.

Seit Beginn der Kampfhandlungen im Osten reihen sich die täglichen Verlustzahlen der Briten zu einer ein­drucksvollen schwarzen Bilanz aneinander. Seit dem Beginn der Entlastungsversuche der Briten für ihre sowjetischen Bundesgenossen verlor die britische Luft­waffe bei Tag- und Nachtangriffen insgesamt 931 Flug­zeuge. Dabei sind die ebenfalls verhältnismäßig star­ken Verluste der Briten in Nordafrika nicht erfaßt. Außerdem ist bei der wörtlichen Beurteilung dieser Zahl von 931 Flugzeugen zu berücksichtigen, daß die Briten an-mehreren Tagen während des Zeitraumes vom 22. Juni bis 29. August gar keine Anslugversuche unternahmen.

Es sollen aber nicht nur die Zahlen sprechen. Eine statt­liche Menge britischer Piloten in deutschen Gefangenen­lagern sind lebende Zeugen dieser schweren Nieder­

lagen. Die empfindlichen Verluste der Briten bei ihren wirkungslosen Versuchen, den unüberwindlichen Feuer­wall im Westen zu durchbrechen, betreffen nicht nur ihren Flugzeugbestand. Die Einbuße an zahlreichem flie­genden Personal ist.sür die britische Luftwaffe vielleicht von noch entscheidenderer Bedeutung, Wenn man bei jedem Flugzeug nur eine durchschnittliche Besatzung von drei Mann annimmt, dann haben die Briten allein seit dem 22. Juli 1941 etwa 2809 Flieger nur bei ihren Einflügen im Westen verloren. Neben einem großen Teil dieser britischen Flieger, die lebend in deutsche Gefangenschaft fielen, wurden viele tot geborgen.

wieder 2 Z englische slus;euge abgeschossen

Berlin, 21. August. Angrisssversuche der britische» Luftwaffe im Raum von Calais—Boulogne und an der holländischen Küste wurden am Donnerstag aber­mals unter Verlusten für den Feind abgewiesen. Deutsche Jäger schössen in heftigen Luftkiimpfen 21 bri­tische Jagdflugzeuge des Musters Spitfire und eine Vristol-Vlenheim brennend ab. Flakartillerie brachte eine weitere Spitfire zum Absturz, so daß nach bis­herigen Meldungen die Eesamtverluste des Gegners 23 Flugzeuge betragen. Zwei eigene Jagdflugzeuge wer­den vermißt.

Sechs Mann kämpfen bis zum letzten sitemzuge

In klirfurcht stellen wir vor solchen stetsten unseres Volkes!

Von Xiiegsbericiitor Hugo I.unügrsi

cknb. . . ., 21. August. (//-?«.) Ln dem Korpsbefehl der bis herunter zu den Kompanien verteilt wurde, spricht die Stimme des Generals der Panzertruppen zu allen ihm unterstellten Einheiten, und sie nennt mit Namen den //-Unterscharführer Förster und die fünf //-Männer seiner Gruppe: Klaiber, Vuschner, Schyma, Oldebörshues und Schwenk. Die Stimme, die Zehntausenden gebietet, gedenkt dieser sechs einfachen Männer und spricht den Satz, der den Toten zum Monument wird: „In Ehrfurcht st ehe» wir vor solchem Heldentum."

Im Lehm des Ackers eingegraben waren sie gestorben, an der Stelle, wohin sie der Befehl gestellt hatte, treu ihrem Auftrag, auszuhalten bis zuletzt. — Eine Gruppe Wichten Schützen vom Kradschützenbataillon, „Ich habe beantragt, daß ibre Namen im Ehrenblatt des deutschen Heeres veröffentlicht werden", schließt der General seinen Tagesbefehl, Im Halbkreis, die Flüoel weit zurückge- bogen, lagen die Regimenter der Waffen-//, übermäch­tigem Drück ausgesetzt, und doch hielten sie!

Tag und Nacht erneuert der Gegner seine Angrnie, Tag und Nacht deckte schweres Artilleriefeuer die schnell- gcgrabenen Feldstellungen zu, gekuppelte Granatwerfer trommelten ihren Todeswirbel über den Köpfen der noch nicht an die Verteidigung einer Stellung gewohn­ten jungen Soldaten, Wenn es dem Gegner gelang, die linke Flanke zu durchbrechen oder zu umgehen, dann konnte er von dort her die ganze Linie der Diviston aufrollen und zerschlagen,

Aber hier bei den Kradschützen kommandierte Klingen­berg, Mr den hellblonden, hochaufgeschossenen Mann aus dem Niedersachsenstamm kennt, der weiß: wo

Klingenberg ist, ist kein Gedanke an ein Zurück oder Weichwerden: wo Klingenberg kommandiert, ist die unerschrockene eiserne Ruhe des Kämpfers. Vom Geist des Führers ist sein Bataillon, sind auch die Sechs be­seelt, die bestimmt sind, den linken Flügel der am weite­sten links eingesetzten Kompanie zu bilden. Die Gruppe mit ihren MGs sitzt in loser Fühlung und mit weiten Abständen in dem teils mit niedrigem Gebüsch, teils von reifendem Korn bedeckten lehmigen Boden. Vor lhnen am Waldrand und vorgeschoben im Gestrüpp,

liegen die Bolschewisten — zunächst die Toten, die bei den ersten Anstürmen gefallen sind, dahinter die frisch herangeführten, die mit neuen Angriffen drohen.

Immer wieder fegen die Granaten zwischen die Schützen Löcher von Klingenbergs jj-Männern, die schon seit Tagen hier im Lehm hocken, mit übermüdeten Sinnen, mit schmutzverkrusteten Gesichtern und ver­schmierten Uniformen. Nur bei Nacht kann man sich ein wenig Bewegung verschaffen. Doch gerade nachts ist ein Angriff der Sowjets besonders gefährlich. An Schlaf ist nicht zu denken. Aber Klingenberg hält ssine Männer aufrecht. Es ist sein Herz, das bei ihnen ist, das Kämpferherz eines Ritterkreuzträgers.

Da bricht der Angriff wieder los. In dichten Rudeln kamen sie, die..lehmgrauen Gestalten mit den breiten Gesichtern. Das Feuer von Granatwerfern und Geschützen deckt sie, soll sie decken — Klingenbergs Kradschützen lassen den Gegner herankommen — wie alte Männer aus dem Weltkrieg, die Daumen am MG — noch nicht — jetzt! Da, unsere Gewehre brechen los. Wie. sie kommen, die Bolschewisten, fallen sie, niedergemacht im Kreuz­feuer unserer MGs.

Die ersten Reihen sinken nieder, sind erledigt oder markieren den Toten, um sich später, am Boden ge­drückt, zuriickzuwinden. Neue Reichen stürmen, sie fallen zu den anderen und häufen sich mit ihnen zu Wällen. Die prallen Gurte der Patronen leeren sich, indes der Wall der toten Leiber wächst. Klingenberg hört seine Maschinengewehre rasseln, sieht sein« Männer am Werk. Sein Herz ist ruhig, sein Kopf weiß: Hier nicht, so kommt er nicht durch, der sture Volschewist mit seinen vorgetriebenen Massen. Aber links, bei der ersten Kom­panie, wird der Flügel halten, der im Leeren hängt, der nichts an sich vorbeilassen darf, wenn nicht das Ganz« wanken soll? Klingenberg vernimmt auch vom linken Flügel die immer erneuten Feuerstöße seiner ME-Schützen. Bravo! Sie feuern nicht wild darauflos. Man hört heraus, wie sie zielen. Das entscheidet; denn schnell ist die Munition verschossen. Der Nachschub ist schwierig. Wenn es mehr Bolschewisten gibt als Patro­nen, wird der Kampf hoffnungslos. Klingenberg ist mit seinem Geist auf dem linken Flügel. Der Flügel wird halten. Er muß halten. Da entspannt sich die

Miene des Hanptsturmführers. Das kleine, dss Sieges gewisse Lächeln huscht über seine Züge, das seine Män­ner kennen. Der Feind hat genug! Ruh« tritt ein. Auch dieser Angriff ist zerbrochen am eisernen Willen seiner Männer. Am linken Flügel hörte man zuletzt kaum einen Schuß. Aber deer Bolschewist ist weg. Nur seine Toten sind geblieben.

Am linken Flügel liegen, als der Sowjet endlich weicht und nicht wiederkommt, die sechs Männer der Gruppe Förster, sie liegen, wie sie kämpften — aber.sie kämpfen nicht mehr, sie sind tot. Bor ihnen im Halb­kreis ein Wall von toten Sowjets, auf die Wurfweite einer Handgranate herangekommen. Man findet den Führer der Gruppe in einem Erdloch, mit der Hand an der Abreißschnur seiner letzten Handgranate. Man fin­den Schützen „1" mit dem Maschinengewehr in die Schulter eingezogen, wie zum Schuß. Noch eine Patrone steckt im Laus, die letzte. Nebenan liegen tot die Schützen „2" und „3". Der Kradmelder kniet dort neben seiner Maschine, die Hand am Lenker, gefallen in dem Augen­blick, als er die letzte Meldung überbringen wollte. Der Fahrer des Gruppenführers liegt, wie die anderen, das Gewehr im Anschlag, tot in seinem Schützenloch. Alle sind durch Kopfschutz gefallen. Sie hatten bis zur letzten Patrone, bis zur letzten Handgranate ihre befohlene Stellung eisern gehalten. Sie waren gefallen, als sie nicht mehr kämpfen konnten. Aber keines Feindes Fuß hatte sich herangewagt. So vernichtend waren ihre Garben den Gegner angefallen, daß er nicht mehr wagte, zu stürmen, die Toten zu stürmen, deren Wille zum Widerstand bis zum letzten den Gegner noch in Schach hielt, als sie selbst schon das Letzte erlitten.

Von ihrem Heldentum konnte keiner mehr berichten. Aber der Wall toter Sowjets und die Hand­voll gefallener deutscher Soldaten, eine Woge roher Gewalt erstarrt im Bannkreis eines hel­dischen Willens zum Sieg, das war die Sprache der Tat, des Heldentums ohne Worte. Diese sechs Männer der Wäffen-js hatten gewußt, daß das Schicksal der Di­vision, vielleicht gar des Korps, von ihnen abhing. Sie hatten im Bewußtsein dessen ihre Kraft zum Widerstand ihren Willen zum Sieg, bis über den Tod hinaus dem Gegner aufgezwungen.

/leüHeeöekaDwitE iteeltöH. ?

Von

Helmut Süuckermaau

Ltabslsitsr ckss Ksicksprsssscbsts

Eine genaue Kenntnis und ein hellhöriges Studium der britisch-jüdischen Pressetaktik, das uns Deutschen be­reits durch die üble Erfahrung des Weltkrieges ge­läufig geworden ist, setzen uns in die Lage, beab­sichtigte Aktionen der britisch-jüdischen Zeitungsdikta­toren meist schon in ihrem Anfangsstadium zu er­kennen. Wenn etwa in den Nachrichten der großen, die anglo-amerikanische Presse beherrschenden Agenturen gewisse Themen sich zu häufen beginnen, und sei es auch in noch so primitiver Form, wenn etwa der Bol­schewik Losowski in seiner Moskauer Besprechung etwas am Rande bemerkt, was zu gleicher Zeit als „Informa­tion aus Londoner politischen Kreisen" ein Kantönli- blättchen berichtet und nicht viel später auch in der Pressekonferenz des Weißen Hauses unter vielem Grin­sen und lautem „Hallo, Boys" angedeutet wird —> dann ist es für den sachkundigen Beobachter ziemlich klar, daß wieder eine pressepolitische „Ueberraschung" bevorsteht.

Die zahlreichen Versuche freilich, die militärische und politische Entwicklung des Krieges umzuscilschen, sind bisher stets durch die Ereignisse zunichte gemacht wor­den. Der siegreiche Kamps der deutschen Waffen hat ebenso wie die großen Dokumente der politischen Freund­schaft der lebensentschlassenen jungen Völker immer noch alle Lügcnmeldungen, alle Fälschungen und Kombi­nationen über den Tisch geblasen und hat allen „Aktionen", die in dieser Richtung unternommen wur­den, ein frühzeitiges Ende bereitet.

Das einzige Kämpsfeld, das der Lüge, auf dem bis schlagende Widerlegung durch große Ereignisse nicht so sehr befürchtet werden muß, ist das Gebiet der reinen Greuelmärchen. Seit Kriegsbeginn "versucht London des­halb unentwegt und krampfhaft; diesen Zweig seiner Pressetätigkeit zum Floriersn zu bringen. Das Ergeb­nis war bisber mehr als kümmerlich. Wir erinnern uns zwar, schon in den ersten drei Kriegstagen des Septembers 1939 von Reuter lange Schauermärchen über die „von deutschen Maschinengewehren aus der Luft zusammengeschossenen Frauen und Kindern" vernommen zu haben, aber die Sache roch zu sehr nach dem bel­gischen Schwindel des Weltkrieges und wurde deshalb auch vom Leserpublikum in den Feindländern nur mit Lächeln aufgenommen. Das ändert freilich nichts daran, daß die Londoner Pressejuden immer wieder versuch­ten, diese Spezies von „Nachrichten" ins Geschäft zu bringen. Der Eifer ist nicht unbegründet. Die gewünschte giftige Haßatmosphäre können sie in den Völkern, auf die sie ihr Auge geworfen haben, nur mit einer gelun­genen Greuelaktion erzeugen — und gerade das ist bis jetzt noch immer fehlgeschlagen.

Man muß diese Umstände und diese Vorgeschichte kennen, um gewisse Andeutungen, wie sie sich in der Nachrichtenpolitik der USA.-Presse in den letzten Tagen abzeichnen, richtig zu werten. Es ist festzustellen, daß aus der unerschöpflichen Fundgrube der Moskauer Nach­richtenfabrik plötzlich die merkwürdigsten Mitteiluuaen hervorgeholt und in der noidamerikänischen Presse > ,t Biedermannsmiene vorgetragen werden, als ob es sich um ernste Tatsachen handle. Die Auslassungen der Svwjetagentur „Taß", deren Propagandamaterial bis­her jeder halbwegs vernünftige Journalist automa­tisch in den Papierkorb warf, werden auf einmal unter Aufwendung von viel Geld. und Mühe nach Newyork gekabelt, und der amerikanische Leser wird mit Grusel­geschichten überfallen, wie sie in keinem Detektivroman zu finden sind. Mordend, sengend und plündernd ziehen die deutschen Soldaten nach diesen „Meldungen" durch die Straßen der Ukraine, die — wie es in einem sol­chen Bericht heißt — „mit Leichen von Frauen, Kin­dern und Greisen bedeckt" seien. Andere dieser wunder­baren Berichte befassen sich mit angeblichen ähnlichen blutrünstigen Ereignissen in Jugoslawien, in den Nie­derlanden, im Generalgouvernement. Das nächstem»! verkünden sie einen „Eeheimbefehl", der den deutschen Soldaten angeblich „Schonungslosigkeit gegenüber der Zivilbevölkerung" anbefiehlt, dann reden sie wieder über riesige Krankheitsepidcmien in Europa und was dergleichen Unsinn mehr ist.

Es wundert uns nicht, daß Moskau solchen Schreib­tischqualm verbreitet: Wer so sehr durch Tatsachen und Dokumente unwahrscheinlichster Bestialitäten und mit­telalterlicher Rückständigkeit überführt ist wie die Bolschewisten — bei dem ist das Bedürfnis verständlich, durch lautes Geschrei nach der Metbode „Haltet den Dieb" andere der Verbrechen zu bezichtigen, die man selbst m millionenfacher Auflage auf dem Gewissen hat. Was uns aber wundert und aufmerksam macht, ist der Umstand, daß die USA.-Presse sich nicht entblödet, diesen aufgelegten Schwindel aufzugreifen und ihm eine Publizität zu neben, die allzu deutlich den Stempel eines geheimen Befehls an die Presse auf der Stirn trägt.

Ist die von London so lang ersehnte Krieqsgreuel- aktion letzt auf dem Wege? Ist die aktive und kritik-

IllllllllllllMlIIIllllllllllllllllllllllllllllllllllllllkllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllll

«Nowgorod, Narwa und Cherson sind in deutscher Hand.

§?ut>che Bomben auf Hafenanlagen und Schiffe in Odessa fugten den Sowjets schwere Verluste zu.

Am gestrigen Tag wurden an der Kanalküste erneut 23 englische Flugzeuge abgeschossen.

bezahlten ihre „Nonstop-Offensive" vom b's 26. August mit 631 Flugzeugen und 28 M 1 Mann.

Im Rahmen der Kauschulungswoche sprachen gestern sj-Oberfiihrcr Behrcnds von der Volksdeutschen Mit- telstclle und der k. Bundesgeschäftssiihrcr des VDA. Hillebrand über volkstumspolitische Fragen.