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parteiamtliclie Tageszeitung
vas Amtsblatt des Negierenden Vürgermeisters der Zreien Hansestadt vremen
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der Nationalsozialisten Bremens
flmlliches verkündungsblatk des Neichsstattstalters In Oldenburg und vremen
,sr. 228 / ll.Zalzrgang
Montag, 16 . flugust 1941
binzelpreis 15 Npf.
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In der Vstukraine an allen Frontabschnitten Auslösung des geschlagenen seindes
Neue Sroßerfolge unserer Luftwaffe lm listen
fluch lm Westen flngriffe aus dle Insel / Zwei Handelsschiffe mit 5000 VM. versenkt
Aus dem Führerhauptquartier, 17. August. Das Oberkommando der Wehrmacht gibt bekannt: „In der Südukraine haben deutsche Truppen im Zusammenwirken mit ungarischen Verbänden die auch als Flottenstützpunkt wichtige Industrie- und Großstadt Niko- iajow genommen. Unter dem Druck der rastlosen Verfolgung ostwärts des Bug verfällt der geschlagene Feind immer mehr der Auflösung. Die Beute an Kriegsmaterial und die Zahl der Gefangenen find ständig im Wachsen. Auch an den übrigen Teilen der Ostfront verlaufen die Operationen erfolgreich. Im Kamps gegen Großbritannien richtete sich ein wirksamer Tagesangriss ier Luftwaffe gegen Rüstungswerke in Nordschottland.
In der letzten Nacht versenkten Kampfflugzeuge vor der englischen Ostküste zwei Handelsschiffe mit zusammen 5666 BRT. und erzielten Treffer aus drei größeren Frachtern. Ferner wurden mehrere Flugplätze und Hasrn- anlagen im Osten der Insel bombardiert. — Bei Versuchen, am gestrigen Tage die Kanalküste anzugreifen, verlor die britische Lustwasfe in Lustkämpfen 15 Flugzeuge. Britische Bomber warfen in der letzten Nacht an' einigen Orten Westdeutschlands eine geringe Zahl von Spreng- und Brandbomben. Es entstanden keine wehr- wirtschaftlichen oder militärischen Schäden. Nachtjäger und Flakartillerie schössen 11 der angreifenden Flugzeuge ab."
Berlin, 17. August. Ergänzend wird zum Wehrmachts- bericht gemeldet: Bei den Kämpfen am unteren. Dnjepr drängten deutsche Verbände die bolschewistischen Truppen am Fluß auf enge Räume zusammen und brachten ihnen schwere Verluste bei. Versuche der Sowjets, mit Fähren das jenseitige Ufer zu erreichen, um sich der Vernichtung zu entziehen, scheiterten im Feuer der deutschen Waffen. Deutsche Truppen haben am 16. August die Säuberung des Erzgebietes und Industriezentrums Kriwoj Rog beendet. Nach bisheriger Uebersicht verloren die Bolschewisten in diesem Raum viele,Gefallene. Außerdem wurden 7V0» Gefangene eingebracht und 38 Geschütze, eine große Anzahl Panzerwagen, viele Lastkraftwagen und mehrere Flugzeug« erbeutet oder vernichtet.
Helsinki, 17. August. Amtlich wird mitgeteilt: 2n der iiftcht zum Sonnabend haben unsere Truppen nach heftigem Kampf Sortavala erobert. Wie dazu von gut unterrichteter Stelle verlautet, wurde die Stadt Sorta- »ala am Nordufer des Ladogasees am 15. abends von ftn letzten Bolschewisten und besonders Heckenschützen gereinigt, die sich im Stadtinnern verschanzt hatten und zähen Widerstand leisteten. Von den Sowjetdivisionen ist ein Teil völlig vernichtet, ein Teil in Einkesselungen am Nordwestufer des Ladogasees eingeschlossen.
Nikolajew (ukrainisch Mykolajiw) ist Gebietshauptstadt an der Mündung des Bug und zählt 17» 666 Einwohner. Sie ist die größte Werft- und Industriestadt am Schwarzen Meer. In den ausgedehnten Hafenanlagen befinden sich Oeltanks, Ee-' treidespeicher, Schwimmdocks und Kühlhäuser, mehrere Kriegsschiffswerften. Geschütz- und Munitionswerke sowie Eisenbahnwevkstätten. Der Hafen ist ein bedeutender Umschlagplatz für Erz und Getreide, Zucker, Kohle, Holz und Petroleum. Fabriken für den Bau von Transport- und landwirtschaftlichen Maschinen, Textil- und Lederfabriken, sowie Lebensmittelindustrie befinden sich in der Stadt. Neben mehreren Flugplätzen hat Nikola- jew eine Fliegerschule. Infanterie, Artillerie und Flie- gerlasernen.
Sortavala (russisch Serdobol), Stadt mit 5606 Einwohnern, im ehemals finnischen Bezirk Wiborg, ist der Mittelpunkt Kareliens am Nordende des Ladogasees. S. ist der Sitz eines bedeutenden Holzhandels und unterhält Schiffsverbindung mit den Küstenorten und der Insel Valamo. Wichtig durch seine Marmor- und Eranitbriiche, Fundort des Sordavalit (schwarzer Diabas).
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Berlin, 17. August. Im Raum von Nowgorod grifft» deutsche Kampsslugzeuge motorisierte sowjetische Kolonnen erfolgreich an. Im Tiefflug vernichteten sie mit Bomben und Bordwaffen neun sowjetische Panzer, die
vergeblich versucht hatten, den deutschen Bomben zu entgehen. Bei einem Angriff aus sowjetische Nachschubkolonnen zerstörten die deutschen Flugzeuge 245 Lastkraftwagen. In weiteren Angriffen in diesem Raum wurden drei sowjetische Batterien und an einer anderen Stelle 18 Geschütze außer Gefecht gesetzt und 21 Truppen
transportzüge erfolgreich bekämpft und zum Teil vernichtet. Schwere Angriffe richteten sich auch gegen die Flugplätze im Raum von Nowgorod, wobei 52 Flugzeuge am Boden vernichtet und 2V weitere abgeschossen wurden. Auch zwei sowjetische Fesselballone konnten zum Absturz gebracht werden. (Forts, siehe Seite 2)
Nach acht Wochen!
Stalins Viinkirchen am Schmarren Meer — Sie Initiative überall bei den Seulschen
rä. Berlin, 17. August. (BZ.-Eigsnbericht.) Seit acht Wochen toben nunmehr auf den weiten Schlachtfeldern Rußlands Kämpfe von gigantischen Ausmaßen, für die es in der Kriegsgeschichte keinen Vergleich.gibt, und hinter denen selbst der glorreiche Feldzug im Westen zurücktritt. In acht Wochen haben unsere Soldaten in einem unerhört harten Ringen die riesigen Heere der' Sowjets nacheinander zerschlagen und zum größten Teil vernichtet. Zu Beginn der neunten Woche dieses Kampfes kann das Oberkommando der Wehrmacht feststellen, daß unter dem Druck der rastlosen Verfolgungen in der südlichen Ukraine der geschlagene Feind immer mehr der Auflösung verfällt. Die ungeheure Beute an Kriegsmaterial und die Zahl der Gefangenen, die kürzlich bereits mit einer Million angegeben werden konnte, ist weiter ständig im Wachsen begriffen. Und ebenso wie im Süden verlaufen die Operationen an den übrigen Abschnitten der Ostfront erfolgreich.
Es ist heute mitten im Ablauf der Geschehnisse schwer, einen Ueberblick über dieses gigantische Ringen, das sich sofort nach Durchbruch der deutschen Truppen durch die Grenzbefestigungen der Sowjets in einer Unzahl von einzelnen Schlachten auflöste, von denen jede eine strategische Meisterleistung der Führung und ein unvergleichliches Heldenepos der Truppe bedeutet, zu geben. Man kann jedoch im Verlauf der Kämpfe der letzten Wochen drei große Phasen unterscheiden. Die erste Phase war gekennzeichnet durch den überraschenden Einbruch der deutschen Truppen in die Räume, die die Sowjets als Aufmarschbasis zum Einfall in die Ostprovinzen des Reiches ausersehen hatten.
Die zweite Phase des Kampfes entwickelte sich im Raume der sogenannten Stalin-Linie. Die Kämpfe spielten sich nunmehr auf der ganzen über 2660 Kilo- meter langen Front, von der Dnna bjs zum Schwarzen Meer ab. In einzigartigen Durchbrnchsschlachten wurde die gut ausgebaute Stalin-Linie, in der sich die Trümmer der zersthlagenen sowjetischen Angriffsarmeen mit gewaltigen neu in den Kampf geworfenen Reserven vereinigen konnten, an mehreren Stellen durchstoßen. Es entbrannten nunmehr die heftigsten Kämpfe dieses. Feldznges. Immer wieder warfen die Sowjets neue Reserven in die sich anftuenden Lücken und in verzweifelten Gegenstößen versuchten sie dem deutschen Vormarsch Halt zu gebieten. Aber gerade dadurch gaben sie der deutschen Obersten Heeresleitung Gelegenheit, in strategisch kühnen Operationen neue gewaltige Umfassungsschlachten zu schlagen. Unzählige Kessel wurden gebildet und wieder war es der mittlere Teil der. Front, wo sich die schwersten Kämpfe in der Gegend von Smolensk entwickelten, die erneut mit der Vernichtung
iaer Teile der Sowjetarmee endeten. Schon in
diesen Kämpfen machte sich die allmähliche Erschöpfung der Kräfte oes Bolschewismus bemerkbar. Fast un- ausgebildete Reserven wurden von den Sowjets in den Kampf geworfen in der verzweifelten Hoffnung, durch die Aufopferung der Menschenmassen das Verhängnis abzuwenden. Fast vier Wochen dauerte dieses blutige Ringen im Raume der Stalin-Linie. Dann konnten die deutschen Armeen zu neuen Stößen ansetzen, die diesmal tief in den lebenswichtigen Raum der Ukraine hinein führten. Die neue Offensive, die die Heeresgruppe des Eeneralfeldmarschall von Rundstedt aus dem Raum südlich von Kiew hinaus führte, gewann überraschend schnell Raum und schon in kurzer Zeit verwandelte sich die Schlacht in der Ukraine in Ber- folgungskämps«, die infolge des rücksichtslosen Nachdrangen? der deutschen und der verbündeten Heere zur völligen Zerschlagung des linken Flügels der Sowjet- Armee führten. Die. flüchtenden Sowjets zogen sich nach Süden auf die Schwarz-Meer-Häfen zurück, nachdem ihnen der Rückzug über den Dnjepr verlegt war. Aber auch hier konnten sie ihrem Schicksal nicht entgehen, und auch Stalin erlebt nunmehr an der Küste des Schwarzen Meeres sein Dünkirchen.
Zu Beginn der neunten Woche der Kämpfe im Osten meldet das Oberkommando der Wehrmacht, daß der wichtigste Kllstenplatz und Stützpunkt der sowjetischen Flotte im Schwarzen Meer, Nikolajew, von deutschen und ungarischen Verbänden genommen ist. Nach wetterest Meldungen haben die deutschten Truppen das vor einigen Tagen bereits besetzte Erzgebiet von Kriwoj Rog von den Resten der in diesem Raum zurückgebliebenen Bolschewisten gesäubert. Auch die finnische Armee kann mit der Einnahme der Stadt Sortavala am La- goda-See erneut große Erfolge melden. Auch im hohen Norden vollzieht sich das Schicksal der sowjetischen Divisionen, die zum Teil völlig vernichtet, zum Teil ebenso wie an anderen Fronten in Kesseln eingeschlossen sind. Meldungen über schwere Angriffe der deutschen Luftwaffe iin Raume von Nowgorod, wo die sowjetischen Nachschubkolonnen vernichtend getroffen wurden, besagen, daß an der aanzen gewaltigen Fzwnt die deutsche Wehrmacht überall die Initiative in der Hand hat und mit überlegener Kraft den: Bolschewismus die Waffe der Zerstörüna aus der Hand schlägt. Gleichzeitig aber geht auch im Westen der Kampf gegen die britische Insel weiter. Unbeachtet des ungeheuren Einsatzes der deutschen Lüftwaffe im Osten führen unsere Kamvfflug- zeuge bei Tage und Nacht Angriffe gegen die Versorgungszentren" der britischen Insel durch und wehren ebenso erfolgreich den Versuch Londons, den bolschewistischen Bundesgenossen durch Luftangriffe auf die besetzten Gebiete und das Reichsgebiet zu entlasten, ab.
Vüstere fllinungen an der sliemse
Vor englische Kriegsminister: „flttankikschlach» große 6esal,r" - Pessimismus um SuSjenng
liv. Stockholm, 17. August. (VZ.-Eigcnvericht.) Mit einem Schlag sind auch die Engländer, die von der Moskauer Konferenz etwas erhofften, auf den Boden der Tatsachen zurückgeführt worden, und zwar durch eine Erklärung Kriegsministers Margesson, der vor einer „Komödien-Ntmosphnre" warnte. Die Schlacht im Atlantik bedeute eine sehr ernste Gefahr für England. Ein Sieg Hitlers im Osten könne gefährliche Folgen haben. Ein Krieg im Fernen Osten würde eine große Gefahr für Englands „Verbündete und Freunde", Australien und Indien, bedeuten. Margesson bezeichnete die Schlacht im Atlantik als „aus ihrem Höhepunkt angekommen".
Diese pessimistischeit^Worte-aus dem Munde des englischen Kriegsministers ausgerechnet als Schlußbild nach
der Konferenz Churchill-Roosevelt lassen ahnen, wie kritisch man im Londoner Kabinett die englischen Aussichten beurteilt.
Auch über die Lage der Sowjettruppen in der Ukraine herrscht in England wachsende Besorgnis. Die Nachrichten über die Kämpfe werden allgemein als „verwirrend" bezeichnet. Während bisher stets behauptet wurde, die Armee Budjennqs sei noch immer vollkommen intakt, wird jetzt, schwedischen Meldungen aus London zufolge, zugegeben, daß ein Teil seiner Streitkräfte durch die deutschen Vorstöße zum Schwarzen Meer „vermutlich abgeschnitten" sei. Der Verlust dieses Gebietes sei wegen seiner industriellen und landwirtschaftlichen Reichtümer von großer Bedeutung.
Irübe Vorzeichen der Moskauer Konferenzen
Kartenhaus der Londoner koftnungen zusammengebrochen / Statt Hilfe nur „öewunderung"
vr. v. I.. Rom, 17. August. (BZ.-Eigenbericht.) Die plutokratisch-bolschewistische Konferenz in Moskau, geboren aus der Not, den Bankrott der „Weltbeglückungsbotschaft" Churchills und Roosevelts in der Weltöffentlichkeit schleunigst vergessen zu machen, beginnt nach "mischen Feststellungen unter trüben Vorzeichen. Außer der Begleitmusik, die die deutschen Bomber in Moskau momöglich geben werden, haben sich nach römischem Urteil die Sorgen der kapitalistisch-kommunistischen Verbündeten in den letzten Tagen, zumal infolge der Er- ewmste in der Ukraine, vcrdopnclt. Als kennzeickjncnd dofiir werden hier die Aeußerungen des britischen Kriegsministers (siehe oben!) angeführt, der in New- csstle erklärte, daß es doch gefährlich sei, behaupten zu wolle», die Deutschen könnten die Entscheidung im Osten erringen. In Rom weiß man, daß sich hinter die- melancholischen Andeutung die besorgniserregende Wahrheit für England verbirgt, daß das Kartenhaus
der Londoner Hofsnnngen aus eine Zermürbung Deutschlands im Osten zusammengebrochen ist und England mit dem Bolschewismus seine beste Karte ersolglos ausspielte.
Was die Moskauer Konferenz selbst angeht, so haben die zwischen Churchill und Stalin gewechselten Bot-
„vemerkongwerke Schäden"
Britische Eingeständnisse über deiitsche Fliegerangriffe Berlin, 17. 'August. Die deutsche Lustwasfe flog in der Nacht zum 17.' August zahlreiche Einsätze gegen Großbritannien und die Bolichcwistcn. Das britische Lustsahrtministerium mußte als Folge dieser Angrifft aus die Insel „bemerkenswerte Schäden" eingcstehc». Im Osten lagen insbesondere Eisenbahnlinien und andere kriegswichtige Anlagen im deutschen Bombenhagel.
schuften den römischen Beobachtern genügend Stoff gegeben zu der Annahme, daß es unter den Verbündeten nicht ewig sriedlich zugehen wird. Stalins Botschaft fordert. nach hiesigen Aeußerungen, klar genug die sofortige Schaffung einer Landfront im Westen gegen Deutschland, um Moskau aufatmen zu lassen. Die Londoner Regierung überhört angesichts ihrer schmerzlichen Erfahrungen in ihrer sogenannten Luftoffensive die der englischen Mentalität unvorstellbare Forderung daß nun plötzlich-im Gegensatz zur Tradition Englands Engländer für andere sterben sollen, um ihnen eine Atempause zu verschaffen. Es bleibt dementsprechend bei der „Bewunderung" der Londoner Regierung für den bolschewistischen Kampf, wobei auch die ursprünglich gegebenen Hilfsversprechen seitens London mit vornehmem Schweigen Übergängen werden. Unter diesen Vorzeichen sieht man in Rom den Ausgang der Moskauer Konferenz voraus.
Dos silsussts aus clsm I-onclorisr stlorrsrisious
Nachdem die als besonder«-propagandistische Glanzleistung gedachte Wilsomade an Bord der „Potomac" so schnell und gründlich ins Wasser gefallen ist, sieht sich der wenig beneidenswerte britische Jnformationsdiensj von Churchills Gnaden vor die undankbare Aufgabe gestellt, für die Fortsetzung der Londoner Maulosftn- stve neue Themen zu erfinden. Selbst wenn man ihm zugesteht daß dies angesichts des völligen.Mangels an militärischen und politischen Erfolgen der Briten als «in schier unlösbares Problem erscheint, so muß doch festgestellt werden, die Ersatzleistungen des Mr. Bracken zeigen ihn als einen würdigen Nachfolger Duff Coo- pers. Der Londoner Nachrichtendienst war sich nämlich heute klar darüber, daß die Sowjetarmee der Hauptkriegsschauplatz gegen den gemeinsamen Feind sei, und meinte dann, man habe die Sowfttfront als eine „Front der Freiheit" erkannt. Wir dürfen wohl annehmen, daß die Briten hier bereits nicht mehr „klar" waren, denn ausgerechnet der Volschewistenstaat mit seiner sich täglich neu enthüllenden finsteren Tyrannei als „Freiheits- front" hinzustellen, zeugt von einer hochgradigen Verkalkung der angstgeschüttelten Londoner Gehirne. Das bezeugt vor allem auch ein weiterer Satz, den der Londoner Nachrichtendienst zur selbigen Stunde von sich gab, der kurz und bündig lautet: „Die Russen
sind keine Kommunisten, sondern Patrioten" (!). — Da haben wir's nun, vor kurzem meinten wir im Zusammenhang mit dem Wegleugnen der Stalin-Linie im Spott, wahrscheinlich gäbe es auch gar keine Bolschewisten. Man soll dem Londoner Narrenhaus keine Stichworts geben, ein Ertrinkender klammert sich an alles.
Sesioppte „Non-Srop-Vssensive"
Berlin, 17. August. Die deutsche Lustabwehr hat am 16. und in der Nacht zum 17. August die sogenannte Non-stop-Offensive der Briten erneut abgestoppt. In Luftkämpfen über dem Kanal verlor die britische Luftwaffe 15 Flugzeuge, darunter einen viermotorigen Bomber. Bei Angriffsversuchen der Briten in der Nacht zum 17. August gegen Westdeutschland wurden 11 Bombenflugzeuge zum Absturz gebracht.
Die Höhepunkte der britischen Non-stop-Offensive stellen sich also folgendermaßen dar:
Am 23. Juli Verlust von 54 britischen Flugzeugen,
am 24. Juli Verlust von 35 britischen Flugzeugen,
am 30. Juli Verlust von 36 britischen Flugzeugen,
am 7. August Verlust von 30 britischen Flugzeugen,
am 9. August Verlust von 19 britischen Flugzeugen, am 10. August Verlust von 19 britischen Flugzeugen, am 12 . August Verlust von 66 britischen Flugzeugen, am 14. August Verlust von 19 britischen Flugzeugen, am 16. August Verlust von -26 britischen Flugzeugen.
An 6 Tagen Verlust von 268 britischen Flugzeugen.
voslon weiß nichts von der Sowjetsronl
Berlin, 17. August. Die militärischen „Sachverständigen" der Churchills und Roosevelts, die meist so tun, als ob sie eine Maus im deutschen Hauptquartier zur Uebermittlung von geheimen Informationen dressiert hätten, scheinen aus gewissen Gründen von ihrem Eras- wachs-Horchgerät einmal heruntergeklettert zu sein. Das von besonderer Weisheit triefende Radio Boston meinte gestern: „Es ist wahrscheinlich, daß England und die USA. von Stalin genaue Erkundigungen über die milii- tärische Lage in der Sowjetunion einziehen werden. Bis jetzt weiß man so gut wie nichts darüber." Den Bostoner Sachverständigen, die erstaunlicherweise trotz ihrer Unwissenheit bisher fast stündlich über Sowjet- siege faselten, kann geholfen werden. Da es mit Informationen aÜH Moskauer Ouelle begreiflicherweise schlecht bestellt ist und Stalin erst vor kurzem USA.- Militärs die Reift an die Front verweigert hat, empfehlen wir den Nichtwissen, aus Boston das Studium der OKW.-Verichte, von denen selbst die Engländer in einer schwachen Stunde einmal zugeben mußten, sie entsprächen immer der Wahrheit. Die deutschen Sondermeldunqen durften die Bostoner Schwätzer sogar genauer ins Bild letzen, als es diesem Rooseveltschen Hetzinstiiut lieb ist.
IMIMMMI,MMM„>,IM,„,MI>,MIII»1,M,I»,M„M»IM,M„UM„,M„MII„»II
Vnsor
Der Schwarzmecrhasen Nikolajew wurde von deutschen Truppen erobert.
Die deutsche Lustwasfe führte weitere harte Schläge gegen die britische Insel und die Sowjetarmeen. Auch die Moskauer Konferenz, aus der über militärische Hilfe für die Sowjets verhandelt werden soll, wird am Schicksal der Bolschewisten nichts andern.
London muß „bemerkenswerte Schäden" zugeben als Folge der jüngsten deutschen Lustangrisfe gegen wehrwirtschastliche Ziele Englands.
Der britische Kriegsminister Margesson äußerte sich m einer Rede sehr pessimistisch über die englischen Ansuchten in der Schlacht im Atlantik.
Osnabrück 97 und Wolfenbüttel steigen zur Bc- reichsklasft auf.
TV. Woltmershausen wurde Bremer Stadtmcistcr der 2 . Klasse.
Tura verlor im Handball gegen eine starke Berliner «oldatenmannschaft.
Schalke schlug in Bad Harzburg Blau-Weiß Berlin zweistellig.