Ausgabe 
(1.2.1941) Nr. 32
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vremerZeitmli

parteiamtliche Tageszeitung

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der Nationalsozialisten Vremens

flmtliches verkündungsblalt des Neiltssstattstalters in Oldenburg und Vremen

Nr. Z2 / l l.Zalirgang

Sonnabend, 1. Lebruar 1941

kinzelpreis 15 Nps.

Nie Welt im banne der sichrer Nede

VerlegeneStellungnahmen" Londons

krnüchterung und ftaßausbrüche s Mißlungene Verdreßungskünste

(Von unserem 8tovükolmer Vertreter)

kvv. Stockholm, 3l. Januar. Freitag wurde von London eine offiziöse Auslassung zu der Führerrede verbreitet, die nach den kläglichen Fabeleien vom Vorabend eine gewisse Ernüchterung erkennen läßt. Auf einmal ist nicht mehr die Rede von dem angeblichdefensiven" Charakter der deutschen Kundgebung. Ihre volle Tragweite wird anerkannt. In England werde die Führerrede, so heißt es jetzt, bewillkommnet", denn sie habe die Absichten des Füh­rers enthüllt: Er trete jetzt nicht allein als der Schützer der europäischen Zivilisation und als deutscher Patriot aus, der sich gegen Versailles wehre, er sei nnn auch der Rufer zur Vernichtung Englands.

Wir nehmen die Heraussorderung an" wird in Lon­don pathetisch hinzugefügt, als ob es nicht England ge­wesen war, das stets herausgesordert hat »nd jetzt nichts als die verdiente Antwort erhält. Die englische Erklärung schlicht mit wütenden Hahansvrüchen gegen Deutschland und seinen Führer.

So albern und hilflos wie diesmal hat im allgemeinen die Londoner Stellungnahme zu einer Führerrsde selten ge- lauiet, obwohl das englische Jnsorinationsministerium aus diesem Gebiet bereits auf gewisse Leistungen zurückblicken kann.» In der schweren Bedrängnis, in der sich die englischen Machthaber gegenwärtig fühlen, siel ihnen also nichts besseres ein, als die Rede wie schon die letzte wiederum anfangs für' defensiv" zu erklären. Die Londoner offiziösen Kreise, die im übrigenauf Kömmentare verzichten", sagen, die Rede sei verschwommen" und ,phantasielos". Die Phantasielosigkeit dürste im vorliegenden Fall völlig aus der Londoner Seite liegen, weil den Herren zur Widerlegung der schlagenden Argumente des Führers nichts mehr einfällt und weil sie ihr Volk genau nach den Methoden, die der Führer wieder­holt entlarvt hat, über den wahren Ernst der Läge hinweg­täuschen wollen.

In politischen Kreisen, so heißt es in schwedischen Berich­ten aus London, werde vor allem die Drohung, amerikanische Transporte zu versenken, viel beachtet. Diese Ankündigung wird dazu benutzt, den Amerikanern den Bortritt für Kom­mentare zu überlasten. In wirklich jüdischer Dreistigkeit und absoluter Verdrehung wird erklärt, die Rede sei in dieser Hinsichtein Reflex der Unsicherheit, die in Deutschland durch die Aktivierung der amerikanischen Hilfs­aktion entstanden sein dürste". Andere Berichte aus London spiegeln ähnliche ideenlose Tchlagwörter Wider, wie sie auch der Londoner Rundfunk in Anwendung brachte, um die Wir­kung der Redeabzuschwächen" ein Versuch, der in der ganzen Welt mißlungen sein dürst«. ,

Der Londoner Vertreter derDagens Nyheter erklärt aus Grund der Weisheit, die er bei den Auskunftsstellen der Churchillregierung bezogen hat: man beurteilt die Red« da­hin, daß siekeinerlei neuen Beitrag zur Klärung der allgemeinen Kriegslag« hat." Es ist anzunehmen, daß die Engländer selber dieKlärung der allgemeinen Kriegs­lage" bald am eigenen Leibe spüren werden, Sie werden dann auch eher feststellen können, was es mit derde­fensiven" Einstellung des Führers, von der ihnen ihre Zeitungen erzählen, für ein« Bewandtnis hat,

Newhork, 31. Januar.

Ueber die amerikanische Reaktion zur Führer-Rede liegt eine Washingtoner Meldung derUnited Preß" vor, wonach die Ankündigung des Führers, alle Schisse torpedieren zu lasten, die sich in die Blockadezone wagen,die Behandlung von Nooscvelts Englands - Hilfsgesctz im Kongreß beeinslusten" werde. Besonders werde diese Ankündigung Bedeutung ge­winnen für die Behandlung der Frage von Geleitzügen nach England.

Besonders hervorgehoben werden aus der Führer-Rede alle die Stellen, die die Vereinigten Staaten von Nordamerika

Die besten U-Vooie der Welt"

Großadmiral Racder dankt den am Untersecbootbau Schaffenden

Berlin, 31. Januar.

Der Oberbefehlshaber der Kriegsmarine, Großadmiral Dr. h. c. Raeder hat in einem Erlaß allen am Unterscebootbau Schafienden seinen Tank und seine Anerkennung für ihre hervorragenden Leistungen ausgesprochen. In diesem Erlaß wird daraus hingewiesen, daß die den Unierseebooibau be­treuenden Dienststellen der Kriegsmarine gemeinsam mit den beteiligten Wersten und Rüstungssirmen in vorbildlicher Zusammenarbeit und in beispiellos kurzer Zeit die besten Unterseeboote der Welt geschaffen haben, die von den Sol­daten der Unterseebootwaffe an entscheidender Stelle zum Siege geführt werden.

betreffen, wobei man der Rede den Charakter einerWar­nung" an die Vereinigten Staaten zu geben versucht. Sämt­liche Blätter nehmen in Leitartikeln Stellung, die fast aus­nahmslos ablehnend gehalten sind. Meistenteils wird ver­sucht, die ernsten Worte des Führers als nur für das deutsche Volk bestimmt abzutun. Nur ganz vereinzelt finden sich Stimmen des Verständnistes. Bezeichnend als Beispiel für die völlige Verkennung der Rede in den Prestekommcntaren ist die Aeußerung eines demokratischen Senators, der erklärt, es sei zwecklos, aus das zu hören, was Hitler sage. Die Ver­einigten Staaten machten ihre Gesetze nicht für ihn.

Roosevelt ließ . am Donnerstag seine, beim Empfang . des neuen englischen Botschafters' Lord Halifax abgegebene Er­klärung .veröffentlichen, wonach er sest entschlossen sei, mit

vr. v. I-. Rom. 31. Januar.

Das beherrschende politische .Leitmotiv für Italien ist die Rede des Führers, deren Widerhall das ganze italienische Volk ersaßt und in der Meinungsäußerung der amtlichen Kreise und der Presse sichtbaren Niederschlag findet. Die Zei­tungen begnügen sich nicht allein mit kommentierenden Leit- aussiitzcn, sondern heben Kernsätze aus der Rede des Führers stark hervor. Dazu gehört in erster Linie dcc Satz über die Freundschaft zwischen dem Führer und dem Tucc und die Bedeutung des Handschlages zwischen den beiden Führern. In zuständigen italienischen Kreisen erklärt man, daß die Rede mit denkbar größter Aufmerksamkeit und Genugtuung gehört worden sei. Insbesondere unterstreicht man, daß der Führer mit der Klarstellung der Kriegsschuld Englands wie mit der Auszeigüng des sozialrevolntionären Charakters dieses Krieges dem italienischen Volk ebensosehr aus dem Herzen gesprochen hat wie mit seiner kameradschaftlich herzlichen An­erkennung des Anteils Italiens an der Kriegführung.

Diese italienischen Gesichtspunkte finden sich in den Leit- auisätzen der großen faschistischen Zeitungen wieder. Niemand

der Hilfe an Großbritannien in ständig steigendem Umsange fortzufahren. Die Veröffentlichung erfolgte vor der Führer- Rede. Das Repräsentantenhaus soll voraussichtlich am Mon­tag mit . der Beratung des Roosevclt-Hilssgcsctzes beginnen, nachdem die Beratungen im Außenpolitischen Ausschuß be­endet sind.

In der Oefsenilichkeit wird von den Jnierventionssreunden inzwischen eine wilde , Propaganda entfaltet, zu der auch die Aussage des früheren Berliner Botschafters Eerard vor dem Auswärtigen Uusschuß des Senats gehört, Gerard, der von ,1813 bis zu Amerikas Eintritt in den Weltkrieg eine übel- berüchtigte Rolle in Berlin gespielt hat, erklärte ausdrücklich, er sei auch 'diesmal Anhänger einer amerikanischen Inter­vention. ' - . ^ '

als der Führer habe eindeutiger festgestellt, sagtTiornale d'Jtalia", daß England heute als politisches und soziales Regime unter den großen Nationen Europas das rückstäw digste Element überhaupt ist. Den außerordentlichen sozialen, industriellen und kulturellen Errungenschaften der national­sozialistischen Herrschaft in Deutschland, durch die sieben Mil­lionen Arbeitslose in Brot und Arbeit gebrächt wurden, und des faschistischen Regimes stehe der große sozialpolitische Still­stand in England gegenüber. '

Giornale d'Jtalia" schreibt:England habe aus einen Stillstand der Kriegsoperationen im Norden gerechnet, um alle seine verfügbaren Kräfte nach dem Mittelmeer zu wer­fen, eine der beiden Achsenmächte auszuschalten und dann seine ganze bewaffnete Macht gegen Deutschland konzen­trieren zu können. Diese Berechnung sei falsch gewesen. Ita­lien setze den Kamps zur Zermürbung der feindlichen Kräfte fort, wobei eine Zurückziehung der englischen Seestreitkräfte aus dem Mittelmeer nicht mehr möglich sei. Der Krieg im Mittelmeer binde immer unerbittlicher Englands imperiale (Fortsetzung auf Seite 2)

Vor cksr xrollen Kelle lles Vülirvrs im lleiliner Zportpalast um llukrestax ller Vutionulen Lrlieliunx: blieben cksm Vübrer Kvielisminister Dr. Kavbbels, ller Stellvertreter lles Vübrers, Keivbsminister liullnlk HeL, stellvertroteilävr Vunleiter Stuutsrut Oörlitner, Keivlisleiter vr. I.e)- null Keiedsminister vr. I.ummors.

- prssss-^Offmorio.

Nom:Weltgeschichtliches kreignis"

fluch in anSeren LiinSeen steht Sie sliheer-fleSe im Vordergrund des Interesses

Kichne kin;elangrisse aus niedriger Höhe

Munitionslager in die Luft geflogen kin U-Voot versenkte 2V VVS öltt.

Berlin, 31. Januar.

Das Oberkommando der Wehrmacht gibt bekannt: Ein Unterseeboot versenkte 2« voll BRT. feindlichen Handelsschisssraumes. Kampfflugzeuge bekämpften auch gestern in rollenden Angriffen kriegswichtige Ziele in London mit Spreng- und Brandbomben. Kühn geführte Einzelangrisse aus niedrigster Höhe richteten sich gegen Flugplätze, Truppenübungsplätze, Flakstellungen, Kraft­wagenkolonnen, Fabrikanlagen und Eisenbahnlinien in Südostengland. Hierbei wurden mehrfach Bombentreffer zwischen abgestellten Kampsslugzeugen vom Muster Bri- stol-Blenheim erzielt. Auf einem Truppenübungsplatz nordostwärts von London sloq ein Munitionslager in die Luft. Bombentreffer zerstörten Fabrikhallen ostwärts Cambridge bei Stortford und Nottingham.

Kampsslugzeuge versenkten etwa 4i>8 Kilometer west­lich der Donegal-Bncht das HandelsschiffAustoard" (3677 BRT.) und südlich der Humber-MLndung ein kleines Schifs. . , ^

Fernkampsbatterie des Heeres setzte die Beschießung kriegswichtiger Ziele in Südost-Englaud fort.

Der Feind slog weder in das Reichsgebiet noch in die besetzten Gebiete ein. Deutsche Jäger schössen über Dover 5 und über London 7 britische Sperrballone ab. Ein eigenes Flugzeug wird vermißt."

Nach einer kurzen Pause nahm die deutsche Lustwasfe wieder die Luftangriffe gegen das winterliche London aus. Der Angriff auf die britische Hauptstadt in der Nacht zum Donnerstag schlug, wie die Londoner Eigenberichte der gro­ßen schwedischen Blätter besagen, dem Zentrum des britischen Empire wieder tiefe Wunden.

Der Londoner Korrespondent vonStockholms Tidningen" berichtet: Nachdem die neuntägige Ruhe die Nerven der Be­wohner der britischen Hauptstadt gespannt hatte, brach der Krieg am Mittwochabend wieder über London herein. Zum erstenmal trat in der Nacht zum Donnerstag Londons neuer Feuerschutz itt Tätigkeit. Als die Trillerpfeifen das Zeichen Brandgefahr" gaben, sah man Menschen von Haus zu Haus springen. Andere kamen aus den Schutzräumen mit Pumpen, Schauseln, ja teilweise sogar nur mit Stöcken in der Hand. Männer, Frauen und Kinder gehörten zu diesem Auszug. Aber trotz ollem funktionierte der Londoner Brandschutz immer noch nicht.

Wieder hörte man, so meldetDagens Nyheter" aus Lon­don, das bekannte Dröhnen der Bombenexpiosioncn, das Heulen der Bomben und das Feuern der Flak. Die Luft­abwehr mußte das heftigst« Feuer auf! die angreifenden Deut­schen eröffnen. Die Einwohner glaubten, die britische Flak habe den Befehl erhalten, einen möglichst lauten Eindruck bei Willkie zu hinterlassen. Das Blatt berichtet weiter, daß zwölf City-Firmen verklagt worden seien, weil sie verab­säumt hatten, die neuerdings vorgeschriebene Brandwache in ihren Geschäftslokalen auszustellen. Brandbomben haben, den schwedisckfen Blättern zufolge, Brände in zahlreichen Ge­bäuden lMvorgerusen. Außer in der Nacht mußte sowohl am Mittwoch wie auch am Donnerstag zu wiederholten Malen in der britischen Hauptstadt Fliegeralarm gegeben werden.

WieNew Park World Telegram" aus amerikanischen Miliiärkreisen erfahren haben will, ist bei dem großen deut­schen Luftangriff auf Coventrh eine der beiden'Magnesium- sabriken, die Großbritannien besaß, zerstört worden. So er­fährt man jetzt au,' Umwegen von der Vernichtung einer Werkanlagc, die für die britische Kriegsindustrie von größter Bedeutung war.

Der vor kurzem nach Ncwyork zurückgekehrte Londoner Berichterstatter derNew .Herold Tribune". WhMaw Reib, erklärt« in einer Rede. die konzentrierten deutschen Luft­angriffe seien eine Ricsengeiahr sür England. In den ange­griffenen Städten wie Coventrh. Touthainpton usw sei un­geheurer Schaden angerichtet worden. Die deutschen Angriffe seien vernichtender gewesen, als man sich da? in den Ber­einigten Staaten vorstelle. Worte fehlten, um den tatsächlich angerichteten Schaden und die'Verwüstungen zu schildern.

Von unserem stsnckissn blsrius-Ivliteibeitsr Xontsrsckmirsl 6 s ä o vr.

Schon lange vor Ausbrnch dieses Krieges war das Problem gestellt, ob die Luftwaffe nicht einen so er­heblichen Einfluß auf die Führung des Seekrieges neh­men würde, daß das Kriegsschiff bis hinauf zum schwe­ren Schlachtschiff entwertet sein würde. Die Frage spal­tete sich alsbald in zwei Teile, nämlich einmal die Wirkung der Luftwaffe direkt am Objekt, also die tak­tische Seite, und dann der Einfluß dieser Wirkung auf Strategie und Marine-Politik, also die Machtlage. Der erste Teil der Frage mußte offenbar zuerst beantwortet werden. Versuche der amerikanischen Flotte mit Bom­benwürfen gegen ein Zielschiff des TypsOstfriesland", bald nach dem Ende des Weltkrieges, schienen mehr­deutig. Den Berichten nach bedurfte es einer ganzen Reihe mittelschwerer Treffer, um das Zielschiff ernst­haft zu erschüttern, und ganz schwerer Bomben, die nicht auf dem Schiff selbst, sondern in der Nähe seiner Wasserlinie betonierten, um es zu versenken. Dabei fehlte es natürlich ganz an einer tätigen Schiffs­besatzung, die entsprechende Maßnahmen zur Sicherung gegen die Leckschäden hätte unternehmen können. Hier­nach folgten Jahre ohne weitere praktische Erfahrung, während derer an den vorhandenen Schlachtschiffen we­sentliche Verstärkungen gegen Bombentreffer und Sink- gefahr vorgenommen wurden, bei gleichzeitiger starker Vermehrung und Verbesserung der Abwehrartillerie. Das Flugzeug seinerseits bekam bessere Zielvorrichtun­gen, wurde größer und leistungsfähiger und zum Stuka entwickelt. Daneben stand das Torpedoflugzeug, das be­sonders vom amerikanischen Admiral Moffat für die wirksamste Waffe gegen Schiffe angesehen wurde, da es, ähnlich wie ein Torpedoboot, nahe über Wasser und näher dem Ziel angesetzt als der Bomber, die bessere Treffwahrscheinlichkeit zu haben schien. Immerhin hatten die Zweifel über den Ausgang dieses Problems im Schlachtschiffbau Verzögerungen bewirkt.

Man verlängerte die vertragliche Lebensdauer der Schiffe in Flottenabkommen bis zum Jahre 1936, wo­mit manche von ihnen bis zum Ersatz 27 Jahre und älter werden mußten. An Neubauten entstanden zu­nächst nur die englischenRodney" undNelson" (1925), bis Frankreich alsAntwort" auf unsereDeutschland"- Klasse seine beidenDunquerque" baute (1935) und Italien mit den noch größerenLittorio" (1937) folgte. Auch bei uns entstanden inzwischenScharnhorst" und Eneisenau" (1936), in England die neuenKing Ge­orge V." (1939), und in USA, sind sechsWashington" im Bau. Der Schlachtschiffbau ist also wieder in vollem Schwung, und die Antwort auf das Problem scheint damit von den militärischen und technischen Sachverstän­digen erteilt zu sein. Die Schisse sind noch stärker ge­worden an Deckpanzerung und innerer Sinkfestigkeit, ihre Größe ist seit einem Abkommen vom Jahre 1938 (heute natürlich außer Kraft) auf 45 900 To. gestiegen und wächst noch weiter, die Flugartillerie umfaßt schon über 59 schwere und leichte Geschütze (USA,), und er­höhte Geschwindigkeit gestattet schnelleres Manövrieren und Ausweichen. Allerdings sind auch die Zielflächen größer geworden.

Was hat nun der Krieg gelehrt? Auch hier ist die Antwort bisher noch nicht eindeutig. Das Bomben­flugzeug hat sich zweifellos als ein gefährlicher Gegner erwiesen. Nach den vorliegenden Erfahrungen sind eine ganze Reihe englischer Schlachtschiffe sicher schwer be­schädigt. Die verwendeten Mittelschweren und schweren Bomben haben auf jeden Fall die Wirkung, daß die Einrichtungen am Oberdeck bei'günstiger Trefflage weit­hin zerstört werden, also Flak, Feuerleitungsanlagen, Scheinwerfer, Masten, Schornsteine, Aufbauten und Bordflugzeuge, Letztere werden meist explodiert sein und haben durch hellen Feuerschein den Treffer noch wirksamer angezeigt. Solche Schäden müssen das Schiff verkrüppeln und seine Kampfkraft stark herabsetzen, was für die weiteren Eefechtshandlungen wichtig' ist und gewöhnlich durch Einnebeln beantwortet wurde. Aus jeden Fall ist das Schiff für einige Zeit außer Gefecht gesetzt, aber es schwimmt und kann später seinen Dienst wiederaufnehmen.

Bei weniger günstiger Trefferlage wird die Wirkung noch geringer sein, jedoch kann auch andererseits volfi ständige Vernichtung des Schiffes nicht als ausgeschlossen gelten. In ähnlicher Weise wird die Wirkung des Flug­zeugtorpedos einzuschätzen sein, der in diesem Kriege anfänglich zögernd auftrat, um dann einige unbestreit­bare Erfolge zu erzielen. Das Torpedoflugzeug wird anscheinend in England besonders geschätzt, da dort die Entwicklung der Stukas nicht befriedigt hat. Die Dinge liegen also so, daß von einer Ueberwindung des Schlacht­schiffes nicht gesprochen werden kann; es hat einen neuen Gegner gefunden und ist nicht unüberwindlich, das ist alles. Vor allem tritt klar hervor,, was der

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Unssr layesspisyel

Die große Rede des Führers am Tage der Machtüber­nahme Hai im gesamten Ausland ein außerordentlich lebhaftes Echo gesunden.

Deutsche Flugzeuge führten kühne Einzelangrisse aus niedrigster Höhe gegen kriegswichtige Ziele'Siidengland» durch.

Ein deutsches U-Boot versenkte 2t>«lw BRT.

Das deutsche Fliegerkorps in Italien bombardierte Suez Die Vereinigten Staaten von Amerika setzen ihre Be­mühungen znr wirtschaftlichen Beherrschung Südamerika» fort.

Gerüchiweisc verlautet, daß England sein modernste» SchlachtschiffGeorge V" gegen eine Anzahl Zerstöre« vertauschen will.

In Berlin wurde der GroßdokumentarsilmSica in Westen" uraufgeführt.

Ein Kampsabzeichcn für die Flak-Artilleric wurde ein­geführt.

Mit großem Erfolg veranstaltete Bremens Fascio eine» Kultursilinabend.