Erscheint 7mal wöchentlich
Monalsbezug E 2,30 einschl. Zustellgebühr- Postbezugsprei« monall. 2,30 E (einschl. 28.7 ^ Post- zeitungsgebühr) zuzügl. 42 ^4 Bestellgeld. Bezugspreis Ist im voraus zahlbar. Postscheck: Hamburg 17272 Eine Behinderung der Lieferung rechtfertigt keinen Anspruch aus Rückzahlung des Bezugspreises. Verlag: NS.-Tauverlag,Weser- Ems GmbH., Bremen, Teeren 6-8. Fernspr. 54121, Nachtr. u. Sonntg. 51115. Sprech z.: Verlag: werktl. 12—18 Uhr- Schrsftlektung Dienstag und Freitag 12^—13'/, Uhr
Meiner ZMng
parteiamtliche Tageszeitung
Das Amtsblatt des Negierenden Bürgermeisters der jreien fjansestadt Nremen
W
Anzeigen - Grundpreise:
Die I ww hohe und 22 mw breite Zeile im Anzeigenteil 13 -A4 Die 78 ww breite und I mw hohe Zeile im Tektteil 75 Ermäßigte
Trundprcise lfüi Klein u Familien- anzeigen u. a.) sowie sonstige Bedingungen Preisliste 8 Nachlaßstaffel 0. Für Anzeigen durch den Fernspr. keine Gewühl. Annahme- schluß 1k Uhr- sonnabends 14 Uhr. Geschäftsstellen: Bremen: Teeren Nr. 8/8. Fernspr. 5 41 21. Nachtruf und sonntags: Fernsprecher 51115- Obernstraße 88. Fernspr. 5 41 21. In Syke. Mükiendamm Nr. 2.
der Nationalsozialisten Vremens
flmtliches verkündungsblatt des Neichsstattstalters in Oldenburg und Vremen
Nr. 29 / 11. Jahrgang
Mittwoch, 29. Januar 1941
Linzeipreis 15 Nps.
Naeder sprach vor vremer Werftarbeitern
Me Kriegsmarine dankt ihren Werften
„kngland gettl dem unausweichlichen Untergang entgegen"
Bremen, 28. Januar.
Der Oberbefehlshaber der Kriegsmarine, Großadmiral Dr. h. c. Raeder, sprach am Dieustagvormittag zu den Werftarbeitern der Deschimag in Bremen. Die Ansprache des Großadmirals wurde im Gemeinschasts- empsang von den Werftarbeitern aller übrigen Wersten, die im Kriegsschiffbau für die Kriegsmarine tiitig find, gehört. Der Oberbefehlshaber führte folgendes aus:
Deutsche Werftarbeiter! Ein Jahr ist vergangen, seitdem ich vor den Gefolgschaften der Kriegsmarinewersten Wil- helmshaven und Kiel gesprochen habe. Damals standen wir noch im Ansang des von den Westmächten angezettelten Krieges. Polen war in einem unvergleichlichen Siegeszug von nur 18 Tagen niedergerungen. Heer und Luftwaffe hatten ihre erste Bewährungsprobe voll bestanden und der Welt einen glänzenden Beweis sür die Schlagkraft unserer Massen und die Fähigkeit der deutschen Führung geliefert. Aber auch die Kriegsmarine hatte in den ersten vier Monaten dieses gigantischen Ringens hervorragende Erfolge errungen und die Welt durch die Kühnheit ihrer Operationen aushorchen lassen. Kapitänleutnant Schuhart hatte den britischen Flugzeugträger „Courageous" versenkt Kapitänleutnant Prien mit seiner Ruhmestat von Scapa Flow unvergänglichen Lorbeer an die deutsche Kriegsslagge gehsstet, Hundert- tausende von Tonnen feindlichen Handelsschiffsraumes hatten unsere U-Boote bereits versenkt und ebenso hatten unsere Ueberwasserstreitkräste — Schlachtschiffe, Panzerschiffe, Kreuzer, Zerstörer und die kleineren Kriegssahrzeuge — in Ost- und Nordsee und im Atlantik den Kamps gegen den Todfeind England kraftvoll geführt.
Mit dem berechtigten Stolz aus die bisherigen Leistungen verband sich trotz der Ungewißheit der Zukunft ein unbändiger Siegeswille, der getragen war von einem unerschütterlichen Vertrauen aus unsern Führer Adols Hitler. Die gesammelte Kraft des deutschen Volkes an der Front wie in der Leimst erwartete die Ereignisse des Jahres 1948 mit Spannung, aber auch im sesten Glauben an den sicheren Erfolg. In welch herrlicher Gestalt wurde dieser Mut und diese Zuversicht belohnt, all die rastlose Arbeit für die Wieder- ausrichtung und Wehrhaftmachung unseres Volkes, der heroisch« Einsatz für das Lebensrecht und die Freiheit des Großdeutschen Reiches. Sie fanden ihre Erfüllung in den Siegen in Norwegen und im Westen.
was niemand für möglich gehalten hätte,
es war durch eine geschichtlich einmalige Kraftentfaltung gelungen. Norwegen wurde angesichts der stärksten Flotte der Welt. die selbst alle Vorbereitungen für einen Ueberfall auf die norwegischen Häsen getroffen hatte, in beispielhaftem Zusammenwirken aller drei Wehrmachtsteilc erobert und besetzt, und die bisher stärkste Landmacht Europas, sa der Welt, wurde in wenigen Wochen,-zusammen mit ihren Hilssvölkern vernichtend geschlagen und militärisch vollständig zertrümmert.
Hierbei wurden in kühnstem Ansturm und letztem Einsatz überkommene Anschauungen des Seekrieges ebenso überwunden, wie der Traum von der Unbcsiegbarkeit der Maginot-
vollirefier auf Handelsschiff
Fernkampfbatterien beschossen militärische Ziele in Südost-England
Berlin, 28. Januar
Das Oberkommando der Wehrmacht gibt bekannt: „Im Seegebiet westlich Irland erzielte ein Fernkampfflugzeug Volltreffer auf ein kleineres Handelsschiff. Ein britischer Hafen wurde vermint. Fernkampfbatterien beschossen in den Abendstunden des 27. Januar militärische Ziele in Südost-England. Der Feind flog in der letzten Nacht weder in das Reichsgebiet noch in die besetzten Gebiete ein. Jagdflieger schössen gestern ein feindliches Flugzeug vom Typ Lockhead-Hudfon ab. Ein eigenes Flugzeug wird vermißt."
H
Die englische Hauptstadt erlebte am Dienstag, nachdem der Lustkrieg inzwischen durch die ungünstigen Wetterverhältniffe gehemmt war, eine ganze Reihe von Tagesalarmen. Die Sirenen heulten dort bis zum Nachmittag nicht weniger als viermal in längeren Abständen. Während dieser Alarme wurden, wie das Lustsahrtministerium mitteilt, Sprengbomben Und Brandbomben über dem Stadtgebiet abgeworfen
Linie ausgelöscht wurde. Neben der Genialität der Führung war es der unvergleichliche Geist unserer Soldaten zu Lande, zur See und zur Lust, die diese gewaltigen Siege errungen haben. Führung und Truppe aber hatten daS sichere Gefühl, über Massen zu verfügen, auf bis sie sich blindlings verlassen konnten. Diese Waffen waren geschmiedet worden von deutschen Arbeitern, die sich ihrer kriegswichtigen Aufgabe ebenso bewußt waren wie der kämpfende Soldat. Gleicher Geist beseelte Front und Heimat. Stärkstes Zusammengehörigkeitsgefühl verband Soldat und Arbeiter. Sie lieferten von neuem den Beweis der llnbesiegbarkeit, gesammelter und auf das gleiche Ziel ausgerichteter Krast. Diese Siege waren der höchste Ausdruck einer unlösbaren Gemeinschaft eines ganzen Volkes. Wenn es überhaupt noch einen Zweifler gegeben hatte zu Beginn des Jahres 1948 — heute kann niemand mehr daran vorübergehen, wie weitsichtig unser Führer von Anbeginn seiner politischen Tätigkeit als erstes Ziel die Schas- sung einer wahren Volksgemeinschaft angestrebt hatte; denn in ihr liegt unsere größte Stärke.
Für die Kriegsmarine ragt aus dem an geschichtlichen Ereignissen überreichen Jahr 1948 die Besetzung der wichtigsten norwegischen Häfen als bedeutendstes Ereignis heraus; denn hier handelte es sich darum, trotz unserer Unterlegenheit zur See dem Feinde, der die Absicht hatte, uns vom Norden her abzuriegeln, rechtzeitig zuvorzukommen und damit nicht nur die englischen Absichten zu vereiteln, sondern auch den freien Ausgang zum Atlantik zu gewinnen, um so den Lebensnerv Englands, seine überseeischen Zufuhren, entscheidend treffen zu können. Damit war ein kriegsentscheidendcr Schritt getan, und die Kriegsmarine ist stolz daraus, ihren Beitrag unter Einsatz aller ihrer Mittel in kühnstem Angriffsgeist geleistet zu haben; denn sie trug nicht nutz die volle Verantwortung für das rechtzeitige Erreichen der Ziele und die Wegnahme der wichtigsten Plätze, was trotz des örtlichen Widerstandes und unter den Augen der bereits in See befindlichen britischen Flotte gelang, sondern sie schuf mit ihrem erfolgreichen und opscrvollen Einsatz die Voraussetzung sür das Gelingen der Gefamkopcrationen, der sie auch weiter ihre ganze Krast widmete zur Durchführung und Sicherung des sür den Kamps im norwegischen Rauiy lebensnotwendigen Nachschubs.
Welche Heldentaten dort vollbracht wurden, gehört der Geschichte an. Der Name Narvik leuchtet als unvergängliches Shmhol deutschen Soldatentums durch alle Zeiten. Er ist zugleich eine Mahnung an alle künftigen Geschlechter, daß nur der verloren ist, der sich verloren gibt.
Narvik bedeutet aber auch die trotzige Bestätigung des Führerwortes, daß wir niemals kapitulieren! Der Sieg im Westen brachte uns mit der Besetzung der französischen Kanal- und Atlantikkiistcn die Ergänzung unserer Aussall- stellungeN gegen England von Osten und Süden her. Heute stehen wir vom höchsten Norden Norwegens bis zum Golf von Biscaya. Die Abschniirung Englands vom europäischen Festland ist damit vollzogen. Unser« Stützpunkte ermöglichen es uns, zur See und in der Luft den Ring um England immer enger zu schließen und diesem Lande, das uns wie im Weltkriege durch seine brutale Hungerblockade erneut zu Boden zwingen wollte, nunmehr das Schicksal zu bereiten, das es uns zugedacht hatte.
Wenn wir uns das Ausmaß unserer militärischen Erfolge für unseren jetzigen Endkampf gegen England verdeutlichen wollen, so müssen wir uns vor Augen halten,
was die flbschnürung knglands von leinen europäischen Zuslchren bedenket
Sölzer aller Art, Erze aus Skandinavien, wichtige und zahlreich« Lebensmittel, die allein schon einen hohen Prozentsatz der britischen Zufuhren im Weltkrieg ausmachten, aber auch die sür England so notwendigen Kriegsmateriallieferungen aus Belgien und Nordfrankreich sind in vollem Umfang abgeschnitten. Die französischen Werften, die im Weltkrieg zur Reparatur und sür Neubauten zur Verfügung standen, find dem englischen Zugriff entrissen. Anstatt England ist Deutschland heute -der Nutznießer.
Die ganze Schlagkraft der Kriegsmarine kann jetzt, im Besitz der neuen Stützpunkte, auf die lebenswichtigen britischen Zufuhren aus Uebersee eingesetzt werden. Diese Zufuhren werden überall angepackt, im Atlantischen, im Jndi-
(Fortsetzung auf Seite 2)
kmpreß of flustralia" torpediert
Miami fing S0S.-Nuse des 22000 öM. großen truppentransporters auf
Ncwhork, 28. Januar.
Nach einer Meldung der Agentur Associated Preß aus Miami (Floridas hat die Funkstation Tropical Radio hilse- ruse des großen britischen Turbincn-Fahrgastschisses „E m - preß os Australia" (21 8S3 BNT.s aufgefangen. Das Schisse melde, es sei 288 Meilen von der westasrikanischcn Küste im Atlantik torpediert worden.
Die Funkstation Tropical Radio in Miami (Floridas hat von der „Empreß of Australia" insgesamt drei Hilserufe aus- gesangen. Der erste besagt, daß das Schift angegriffen sei und mit dem Bug sinke, Rettungsboote feien ausgesetzt. Der zweite 7 > wruch teilt mit, daß das Schift weiterhin angegriffen " Rund 28 Minuten nach dem ersten SOS.- Ruf fing > . Station den dritten und letzten Funkfpruch aus, der unverständlich und plötzlich unterbrochen wurde.
Die Torpedierung der „Empreß os Australia" ist ein neuer, schwerer Schlag für die britisch« Handels- und Transporterflotte. Der Dampfer hat eine Tonnage von 21 833 BRT. Das Schift hieß früher „Tirpitz". das 1914 aus der Vulkan- werst in Stettin erbaut und durch das Verfailler Diktat der deutschen Handelsslotte geraubt wurde. Aus diesem Damp
fer. der inzwischen völlig umgestaltet und modernisiert worden war, unternahm der englische König im Frühjahr 1939 seine Amerikareise. Die „Empreß os Australia" war jetzt als Trnppentransportdampser eingesetzt. Ihr Verlust trisst die britische Kriegsmarine um so empfindlicher, als erst vor einigen Wochen der 42 888 BRT. große Passagierdampser und Truppentransporter „Empreß os Britain" unweit der irischen Küste vernichtet wurde.
Das Hospital von Praia aus den Kapverdischen Inseln ist einer Meldung der „Lavoro Fascista" zufolge bis aus das letzte Bett mit geretteten Besatzungsmitgliedern englischer oder im englischen Sold fahrender Schiffe belegt, die von den U-Booten der Achsenmächte versenkt wurden. Unter den erschöpften Seeleuten befinden sich Weiß« aus allen Teilen des britischen Imperiums, Neger aus britischen Kolonien und Inder. Einer der Engländer hat bereits' drei Versenkungen erlebt. Er ist schwer verwundet und dars kein Wort sprechen.
Das portugiesisch« Kriegsschift „Gonzalves Zarro" besaßt sich besonders damit, den Südatlantik nach Rettungsbooten und im Meer treibenden Matrosen abzusuchen und bringt regelmäßig neue Schissbrüchige nach Praia.
Skandal im Sladlrat von Manchester
flufschlußreiche „Limes'-flnzeigen — vrutaler Lerror gegen Sie eingeborenen Südafrikas
Stockholm, 28. Januar.
Der Stadtrat von Manchester hat sich nach einem Bericht des „Manchester Guardian" in einer Sondersitzung mit den Folgen des letzten deutschen Luftangriffes auf die Stadt, der Riescnbrände hervorries, beschäftigt. In der Sitzung kam es zu einer großen Skandalszene, als von verschiedenen Stadtverordneten das völlige Versagen der Brandabwehr schars kritisiert und die Hilflosigkeit der Behörden bei der Woh- nungsbeschassung für Leute, deren Häuser niederbrannten, beklagt wurde.
Der Vertreter des Bürgermeisters erklärte, die Stadt habe jetzt einen ausgezeichneten Plan, der eine Wiederholung der Vorkommnisse des letzten Angriftes unmöglich machen werde. Dieser Plan sei 'vom Gesundheitsministerium als besonders schön bezeichnet worden. Ein Stadtverordneter rief dazwischen: „Ihr habt nur Pläne aus dem Papier!" In diesem Augenblick erhob sich aus der Zuhörertribüne ein großer Tumult, der die Sitzung vorübergehend unterbrach. Mehrere Leute rissen: .Alle Eure Pläne stehen immer nur auf d.cm Papier." Besonders schars kritisiert wurde es. daß die Stadtverwaltung den Obdachlosen die nur im plutokratisch-n England mögliche Zumutung stellte, sie sollten sich selber eine Wohnung suchen.
Nach den letzten Angriffen der deutschen Luftwaffe aus die City von London hat sich die „Times" gezwungen gesehen, innerhalb ihrer Anzeigen aus der ersten Seite des Blattes zwei neue Spalten za eröffnen: .Adressenänderungen" und .N o t f e r n s p"r e ch anschlösse".
Ferner veröffentlicht die „Times" ein Bild. das ebenfalls eine schlagende Widerlegung der lächerlichen Behauptung des britischen Lügenministeriums darstellt, wonach des. Wirtschaftsleben in der City „keine wesentliche Unterbrechung" erfahren hab» Die Unterschrift des Bildes lautet: „Diele Firmen in der City haben jetzt neu« Adressen infolge feindlicher Einwirkung. Hinweise hieraus werden an den verschiedensten Plätzen angebracht. Das Bild zeigt dann, daß Dutzende von Mitteilnngszetteln über die Verlegung von Geschäftsräumen an Straßenbäumen, Vorgartenzäunen und an ausgespannten Leinen befestigt worden sind.
Auch der englisch« Nachrichtendienst gab bekannt, baß wiederum eine Reihe von Nottelefonen in der Londoner City eingerichtet worden sei. In dem der Oeftentlichkcit zur Verfügung gestellten Fernsprcchgebäude Regina Souse seien Tischtelefone eingerichtet worden, die an Geschäftsleute vermietet würden, deren Büros bei den Bombenabwürfen auf die City zerstört worden seien.
Wie der britiische Lügen-Nachrichtcndienst seinen Hörern auftischt, brennen die Kafsernhäuptlinge in Südafrika vor Lust, Großbritannien zu helfen, den Krieg zu ge
winnen. Mehrere dieser Häuptlinge hätten bereits Zertifikate der englischen Kricgsanlcihe sür ihre Söhne gekauft, andere hätten das ihrige durch den Ankauf zinsloser Kriegsanleihe beigetragen. Zivei Häuptlinge hätten je 168 Pfund Sterling sür den Ankauf von Spitsire-Flngzcugen gespendet, während Zululand einen Betrag von 188 866 Pfund Sterling und ändere Eingcborencngebictc insgesamt 58 088 Pfund Sterling für denselben Zweck zur Verfügung gestellt hätten. Im übrigen meldeten sich viele Angehörige der südafrikanischen Ein- geborcncnstämme für den Kriegsdienst.
Es muß schon recht dürftig mit der Gebefreudigkeit der britischen Bevölkerung bestellt sein, wenn man mit dem „Beispiel" der schwarzen Untertanen des Empire in so albernen Weise Stimmung zu machen versucht. Ausgerechnet die Kaisern in Südafrika, die britische Habgier aus ihren Heimstätten vertrieben und unter menschenunwürdigen Umständen zu harter Sklavenarbeit in die Goldbtrgwcrke und Diamantenfelder gepreßt hat. dürften aus freiem Willen kaum Lust verspüren, sür ihre Ausbeuter in den Tod zu gehen oder ihre kärglichen Besitztümer zu opsern. — So sind die erwähnten „Spenden" — sofern sie nicht überhaupt lediglich Erfindungen der Londoner Lügenzentrale sind — nichts anderes als ein neuer Beweis sür den brutalen Terror, dem die Eingeborenen unter den britischen Kolonialmethoden seit jeher ausgesetzt' waren. -
AM-rüe
Von
8 V.-6iuppenfüdrei- Nüsse, vremen
Es war seit den Tagen der Königin Elisabeth immer ein Erundzug der englischen Politik, bei den großen Waffenentscheidungen die Last der Kämpfe auf dem Festlande andere Völker tragen zu lassen. Diesem Zweck dienten seine Festlandsbiindnisse, und immer fand England solche Bundesgenossen. Ohne seine eigenen Kräfte bei solchen Auseinandersetzungen teilen zu müssen, war das Jnselreich dadurch stets in der Lage, seine gesamten Streitmittel zur Sex an den entscheidenden Punkten einsetzen zu können. Stützpunkte in aller Welt gaben diesen den nötigen Rückhalt. Die Aufgabe der Seemacht bestand in dem Schutzder englischen Insel gegen Invasion und in der Sicherung der Seewege. Dieser Zielsetzung diente in Frieden und Krieg die britische Flottenstrategie, die Verteilung der Seestreitkräfte nach Zahl und Art.
Dem Schutz der Insel diente die Heimat flotte, die durch eine ständig bereitgehaltene Reserveflotte im Bedarfsfälle ohne Zeitverlust verstärkt werden konnte. Ihre Aufgabe war der Schutz der Insel, besonders an der Kanalküste, und die Sperrung aller feindlichen Versuche, von der Gegenküste her dem britischen Mutterlands gefährlich zu werden. Dies wurde durch die Blockade des Gegners bewirkt dem damit auch, soweit es in den Kräften der Hermatflotte stand, der Austritt in die Ozeane vermehrt wurde. Seit Cromwells Zeiten hat Grotzbrrtannien diese Strategie nacheinander gegen Spanien Holland, Frankreich und zuletzt im Weltkriege gegen Deutschland mit Erfolg angewandt. Dabei lag im Weltkriege der Schwerpunkt der Schlachtflotte weitab im äs»«---" bcapa Flow, während der Kanal und die -c^utte durch leichte Streitkräfte gedeckt wurden, denen altere Panzerschiffe als Rückhalt dienten.
Ebenso wichtig war aber der Schutz der Seewege denn sie find dre Lebensadern des britischen Weltreiches' Wenn diese Adern zerschnitten wurden, mutzte den Be- land^d" "a Übersee und schließlich auch dem Mutter- land dre Lebenskraft versiegen. Alle diese Seewege strahlen von der englischen Insel aus. Ihre wichtigsten ?/İufen rn folgenden Richtungen: Nordatlanttt — USA., Westindien — Panama, Kapverden — La Plata Andren-China, Kapstadt — Australien.
Rückhalt ihrer Sicherung sind die lleberseestützpunkte. deren bedeutendste zugleich F l o t t e n st a t i o nen sind. Da der Seeweg nach Indien der lebenswichtigste ist und durch das Mittelmeer führt, unterhält Eng- ^-irkste Auslandsslotte. deren Kern ^Nlachtschiffe bilden. Die übrigen Stationen sind je nach ihrer strategischen Bedeutung mit Schweren oder .^eichten Kreuzern, daneben mit Flugzeugträgern, Zerstörern und U-Booten, einige auch mit seeqehenden Kanonenbooten besetzt. Alle diese Streitkräfte üben die ständige Aufsicht über die Seewege aus, bilden im Kriegsfalle den Rückhalt für den Eeleitschutzdienst oder üben ihn in besonderen Fällen auch selbst aus. Solche Flottenstatlonen sind: Kanada und Westindien, Süd- ?frrka, 2ndien, China, Neuseeland, Australien. Die westindische Station dürfte inzwischen praktisch an die USA übergegangen sein. Auch die Lhinastation Hongkong ist nach Zeitungsmeldungen so gut wie aufgehoben, ihre sind in Singapore konzentriert. Der britische Polyp zieht in seiner Bedrängnis diesen und Ionen Fangarm bereits ein.
Bevor die friedensmäßige Aufgliederung der englischen Seestreitkräfte auf Heimat und Ausland näher betrachtet wird, verlohnt sich ein Ueberblick über die Verteilung der britischen Handel -schiffe auf die einzelnen Seewege nach einem bestimmten Stichtage in der Zeit vor dem Ausbruch des jetzigen Krieges. Nach dieser Erhebung wurden die Hauptseewege wie folgt befahren: Westeuropa 10 Prozent, Mittelmeer 10, Afrika S, Indien 21, China 10, Australien 13, Westküste Amerika 5, Ostküste Nordamerika 15, Ostküste Südamerika 11 Prozent. Auf dem Seewege England — Mittelmeer — Indien — China, der großen Ostroute, lagen also allein 41 Prozent des britischen Schiffsverkehrs. Sie ist die große Schlagader des Weltreiches, ihr Schutz deshalb von entscheidender Bedeutung.
Diesem Verkehrsnetz war die friedensmäßige Flotten- verteilung angepaßt, wie sich aus der nachstehenden Aufstellung ergibt. Danach gehörten zur Heimatflotte einschließlich der Reserveflotte: 11 Schlachtschiffe, 22 Kreuzer, 5 Flugzeugträger, 110 Zerstörer, 30 U-Boote. Die Mittelmeerflotte bestand aus 5 Schlachtschiffen, 0 Kreuzern, 1 Träger, 30 Zerstörern und 8 ll- Booten. Auf der Chinastation in Sing'apore und Hongkong waren 6 Kreuzer, 1 Träger, 10 Zerstörer und 15 U-Boote stationiert, dazu in Indien 3 weitere Kreuzer. In Kanada und Westindien standen 5 Kreuzer und 2 Zerstörer, 2 weitere an der Westküste von Kanada. In den Stutzpunkten auf Australien — Neuseeland la-
IINNINIININ»MINIIUIIN,NIN»»»IIMI»»N,ININ»»INI»»I„NII»»»N»NIIN,NMI
Vnsor LayssspLQFsL
Deutsche Fernkampfbatterien beschaffen militärische Ziele in Südostengland.
Der große britische Dampfer „Empreß os Australia" wurde torpediert.
Die Italiener wiesen feindliche Kolonnen bei Tcrna zurück. Immer wieder versucht England, die Welt über seine verzweifelte Lage durch böswillige Preffecrsindungcn hinwegzutäuschen.
Großadmiral Raeder sprach in Bremen vor Werftarbeitern.
Ueber 22,8 Millionen Mark erbrachte im Reich die Sammlung zum ö. Opfersonntag sür das Krlcgs-WHW.
Die SA.-Gruppe Nordsee gibt einen Rückblick aus die im ersten Kricgsjahr geleistete Arbeit.