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parteiamtliche Tageszeitung
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der Nationalsozialisten Bremens
sämtliches verkündungsblatt des Neichsstattljalters in Oldenburg und vremen
7Ir. 2? / 11. Jahrgang
Montag, 2?. Januar 1941
kinzelpreis 15 Nps.
Menminister Matsuoka widerlegt stull
die Ursache für den Konflikt USfl-Japan liegt in der interventionistischen Politik der Vereinigten Staaten
Vreierpaklmüchte für gerechten Weltfrieden
Halter iüeeke!
Japans Verpflichtungen find klar, falls flmerlka in den Krieg eintritt
Tokio, 26. Januar.
Außenminister Matsuoka antwortete auf Fragen, die ihm im Budget-Komitee des Unterhauses gestellt wurden, wobei er die „Feststellungen" Hulls vor dem Außenpolitischen Ausschuß des Repräsentantenhauses der USA. zurückwies. Der japanische Außenminister sagte im wesentlichen folgendes:
Die Behauptung, daß Japans Aktion in der Mandschurei der erste Schritt zur Zerstörung der Grundlagen der zivilisierten Welt gewesen sei, ist eine solche offenbare Verdrehung der Tatsachen, daß man sie eigentlich gar nicht zu untersuchen braucht. In Wirklichkeit ist das nicht nur eins unrichtige Darstellung, sondern eine vollständige Verdrehung der tatsächlichen Ereignisse. Die mandschurische Angelegenheit war nicht die Ursache, sondern das Ergebnis einer internationalen Entwicklung, die bereits seit Jahren in diesem Teil der Erde vor sich geht, und die vor sich geht unter einem Druck, der der angelsächsischen Haltung entspringt. Aus der einen Seite halten die Angelsachsen am Prinzip des Status quo fest, auf der anderen Seite versuchen sie aber, den Status quo umzustürzen, wenn es gegen Japan gerichtet ist. Sie sind mindestens nicht konsequent. Sie haben ernstlich durch die Genfer Jiga sich eingemischt, die dazu bestimmt war, den Status quo in den fernöstlichen Angelegenheiten aufrechtzuerhalten, und sie versuchten, ihre Politik China aufzuzwingcn, das veranlaßt wurde, eine rücksichtslose feindliche Politik gegen Japan zu führen, selbst bis zu dem Grade, Japan aus der Mandschurei zu vertreiben.
Sie haben die innere historische Verbindung, die Japan seit vielen Jahren mit diesem Gebiet hat, überhaupt, außer acht gelassen. Kurz und gut, die mandschurische Angelegenheit war nur das Ende einer Entwicklung und bestimmt nicht die Ursache oder der erste Schritt der Unruhe in der Welt, die sich, nach Hüll, aus die Zerstörung der Grundlagen der Zivilisation hinbewegt. Wie würden die Vereinigten Staaten gehandelt haben, wenn sie sich unter ähnlichen Bedingungen befunden hätten?
Japan wird vorgeworfen, es trage sich mit Plänen, eine beherrschende Stellung im ganzen westlichen Pazisik, zu errichten. Immer und immer wieder hat Japan festgestellt, daß seine Ziele die sind, ein friedliches, blühendes und größeres Ostasien zu schassen, wo es keine Eroberung, keine Unterdrückung und Ausbeutung mehr gibt. Ich kann nicht einsehen, wie Hüll gegen diese japanisch« Absicht eingenommen sein kann. Aber nehmen wir einmal an, daß Japan solche dunklen Pläne schmiede, wie sie Hüll vorschweben, sind das wirklich so außergewöhnliche Pläne?
Wenn man die amerikanische Politik untersucht, kann man sich nur darüber Wundern, daß Amerika Japan wegen dieser Gründe kritisiert. Amerika übt einen beherrschenden Einfluß aus die westliche Halbkugel aus, und es würde logischer sein, wenn Amerika sich davon zurückhalten würde, sich um andere Gebiete, wie z. B. Ostasien, Sorge zu machen, wo doch Japan dort eine Position einnimmt, die Frieden und Ordnung gewährleistet. Es wäre sehr wünschenswert, daß Amerikaner, die nachdenken, sich darüber klar würden, daß die tiefere Ursache für den Konflikt zwischen Japan und Amerika in der interventionistischen Politik der Vereinigten Staaten zu suchen ist.
Was die „ehrgeizigen Pläne" betrifit, die Japan zugeschrieben werden, so genügt es zu sagen, daß Japan und seine Verbündeten keine solchen Pläne liegen. Dieses Gerede
vie Schäden der ..Ittriskrious"
vi-. v. I-. Rom, 2«. Januar.
Nach Angaben der italienischen Presse stellen sich die Zerstörungen an Bord des von deutschen Bombern wiederholt angegriffenen und im Hasen von La Valetta aus Grund liegenden englischen Flugzeugträgers „Jllustrious" wie lolgt dar: Eine 1060-Kilogramm-Bombe schlug in das Flugdeck
ein und riß einen Bombenkratcr von etwa 37 Meter Durchmesser aus. Vier weitere Bomben beschädigten den übrigen Teil des Flugdecks, eine ölM-Kilogramm-Bombe traf das Kom- mandodcck und rief an Steuerbord ein Leck hervor. Eine schwerkalibrige Bombe explodierte endlich in unmittelbarer Nähe des Flugzeugträgers und riß ein großes Leck in die Bordwand. Der letzteren Beschädigung wird das Aufgrundgehen in 11 Meter Tiese des Flugzeugträgers zugeschrieben.
führt auch nicht zum Frieden, sondern schasst nur unbegründete Schreckgespenster, besonders in Zeiten wie diesen. Die Entwicklung freundschaftlicher Beziehungen mit Amerika ist immer der aufrichtige Wunsch Japans gewesen und wird es immer sein. Infolgedessen ist ein wohlwollendes Verständnis sür die Politik und die Lage des anderen Voraussetzung sür eine solch« Entwicklung. Amerika will vor den Realitäten dieser Situation seine Augen schließen. Amerika versteht nicht eine Lage wie die in China und will sie nicht verstehen. Solange Amerika eine Politik ausrechterhält, bei der China als die erste Verteidigungslinie angesehen wird an Stelle des östlichen Pazifik, solange wird die Entwicklung freundschaftlicher Beziehungen zwischen Japan und Amerika ein bloßer Traum bleiben.
Keine der drei Mächte Japan, Deutschland oder Italien hat sich ein Programm unbegrenzter Eroberungen vorgenommen, noch haben sie die Absicht, „die Grundlagen der zivilisierten Welt zu zerstören". Im Gegenteil, sie sind aufrichtig und ernstlich bemüht, eine gerechtere und rechtschaffenere Welt zu formen, indem sie gemeinsam eine neue Ordnung errichten. Würde es dem Weltfrieden nicht zuträglicher sein, wenn das amerikanische Volk dazu gebracht werden könnte, eine geistig« Haltung einzunehmen, die andere versteht? Keiner ist blinder als derjenige, der einfach nicht sehen will. Wir sollten an die
Weltsrage mit offenem Geist herangehen. Engstirnigteit und „Kreuzzugsgeist" verschlechtern die internationale Lage nur, die schon schlecht und gefährlich genüg ist.
Der Außenminister wies dann darauf hin, daß die Vereinigten Staaten ossensichtlich Australien und Neuseeland als ihre erste Frontlinie betrachten und auf diese Weise die Monroe- Doktrin verfälschen. Es ist albern von den Vereinigten Staaten, zu sagen, daß Japan unverschämt sei, wenn es den westlichen Pazifik beherrschen wolle. Japan muß den westlichen Pazisik beherrschen, nicht des eigenen Interesses, sondern der Menschheit wegen. Japan muß von Amerika verlangen, baß es seine Haltung überprüft, und wenn es dies nicht tut, so bestehen nur geringe Aussichten sür freundschaftliche Beziehungen zwischen Japan und den Vereinigten Staaten. Der Aufstieg oder Niedergang der Weltzivilisation hängt von Amerikas Haltung ab. Ich will mir die größte Mühe geben, daß die Bereinigten Staaten dies verstehen, aber ich mutz erklären, daß man dies weniger durch gutes Zureden als durch unerschütterliche Entschlossenheit fertigbringt."
„Es entspringt einem Mißverständnis", fuhr der Außenminister sort, „daß Japans nationale Machtentsaltung sür die Versteifung der amerikanischen Haltung verantwortlich rst, und wir müssen das ilnsrige tun, dieses Mißverständnis zu beseitigen." Matsuoka erinnerte dann an die Verpflichtungen aus dem Dreimächtepakt und betonte nachdrücklich, „daß Japan seine Verpflichtungen nicht vergessen werde. Niemand in Japan erhebt die Frage, was Japan tun würde, salls Amerika in den europäischen Krieg eintritt", sagte der Außenminister.
sernkampfbomber versenkt 4000-Ionner
soo km westlich von Irland — Ilusplätze in Südwestengland angegriffen
Berlin, 26. Januar.
Das Oberkommando der Wehrmacht gibt bekannt: „Die Luftwaffe setzte die bewaffnete Aufklärung planmäßig fort. Hierbei versenkte ein Fernkampsslngzeug Sl>6 Kilometer westlich Irland ein Handelsschiff von 4606 BRT. An der britischen Ostküste wurden zwei Handelsdampfer sowie kriegswichtige Anlagen eines Hafens mit Bomben belegt.
In der letzten Nacht griffen Kampfflugzeuge Flugplätze in Südwestengland an. Ein Vorpostenboot wehrte den Angriff feindlicher Torpedoflugzeuge erfolgreich ab. Der Feind flog weder bei Tage noch bei Nacht in das Reichsgebiet und das besetzte Gebiet ein."
London lürchlei den soche-lvulk-,.kurler"
Rätselraten auf der ganzen Linie
livv. Stockholm, 26. Januar.
Die Atmosphäre in London wird, den aus der englischen Hauptstadt vorliegenden Berichten schwedischer Beobachter zufolge, von wilden Mutmaßungen »nd einem allgemeinen Rätselraten über den Fortgang des Krieges beherrscht. Diese Erörterungen können auf Grund der Wiedergabe, die sie in neutralen Berichten erfahren, beim besten Willen nicht als Zeichen von Zuversicht oder gar Stärke aufgefaßt werden.
Im Gegenteil: Der Luftkrieg bildet sür die Engländer
offensichtlich das größte Rätsel. Obwohl die Witterungsverhältnisse das zeitweilige Abflauen der Operationen auch nach englischer Ansicht eigentlich hinreichend erklären — auch die englische Luftwaffe mußte am Sonntag mitteilen, daß sie in den letzten 24 Stunden keinerlei Operationen durchgeführt habe. herrscht doch, wie der Londoner Vertreter der „Dagens Nhheter" meldet, größte Sorge darüber, daß über kurz oder lang eine neue Phase des Luftkrieges womöglich mit großen Kämpfen beginnen könnte.
Wie die Sachverständigen feststellen, gibt es gegen das neue Weitstreckcnslugzeug Focke - Wuls „Kurier" noch keinen wirksamen englischen Jagdschutz für die Gcleitzüge. Dieses Flugzeug habe aber die Möglichkeit, den ganzen Atlantik westlich von Irland, um Nordschottland herum bis Norwegen zu kontrollieren.
Was das Mittelmeer betrifft, so fragen die Engländer auch hier sorgenvoll nach den Absichten der Achse. Kombinationen werden in wilder Fülle angestellt, an denen doch wieder interessant ist, wie weit der englische Standpunkt dabei durchschimmert und die englische Schwäche mehr oder weniger erkennen läßt. Die Engländer sind sich über die Bedrohung ihrer Verbindungen an Sizilien vorbei völlig im klaren. Gcleitzüge durch die Meerenge zwischen Asrika und Sizilien seien aber. so sagen die meisten Beurteiler, notwendig sür die Versorgung der Wavell-Armee, Einer der Londoner Sachverständigen erklärt, diese Probleme seien nicht in der alten Frage zu suchen, wie weit ein Bombenslugzeug ein^ Schlachtschiff besiegen könne, sondern die Frage müsse so gestellt werden, wie weit Flotteneinheiten und Konvois durch Schutz begleitender Jagdflugzeuge angreiscnde Bomber abwehren können,
lioliens ersoigreichfler Staffelkapitän
vr. v. l-. Rom, 26. Januar.
Der Kommandeur der erfolgreichsten italienischen Jagd- stassel an der Front gegen Griechenland die bisher 22 englische und griechisch« Maschinen abschoß, Major Molinarie, wurde im Verlause seines letzten siegreichen Lustkampses gegen drei englische Jäger verwundet. Molinarie war in Friedenszeit einer der bekanntesten italienischen Kunstslieger und zuletzt Lustfahrtattachs in Venezuela.
Ein neues Gebiet der HJ.: Mainsranlen. Im Rahmen der von Rcichsjugendsührcr Nxmann verkündeten Ausgleichung der Arbeitsbereiche der Hitler-Jugend an die Hoheitsbereiche der NSDAP., erfolgte nunmehr die Teilung des bisherigen Gebietes Franken der Hitler-Jugend in die Gebiete Franken mit dem Gebietssitz Nürnberg und Mainfranken mit Würz bürg als Dienstsitz.
W Jahre NSV.-Sludenleiibun-
Kämpfer, Könner, So;ialislen — Ser Stellvertreter des sükrers sprach ;u den deutschen Studenten
Die 16-Äahresfeier des Nationalsozialistischen in einer durch die Kriegsumstände bedingten statt. An der 16-Jahresseier nahm das gesamte teil. Die Gaustudentenführer und Studentenführer macht gekommen, um die Führertagung der
Der bevollmächtigte Vertreter des Reichsstudentensührcrs im Kriege, Parteigcnofse Dr. Fritz K u b a ch, begrüßte zu Beginn der von der Reichsstudentensührung einberufenen Führer- tagung die Gaustudentcnsührer und Studentensührer des Großdeutschen Reiches, Er legte dar, daß die Führertagung im Zeichen des Gedenkens an die nationalsozialistische Kampfzeit des Stndentenbnndes und im Zeichen des Bekenntnisses für die nationalsozialistischen Zuknnstsansgaben des deutschen Studentcntnms steht.
Anschließend sprach R-ichsstud-ntensührer Dr. Scheel, der vom studentischen Führerkorps begeistert begrüßt wurde. Der Reichsstudentensiihrer sprach über die Erziehungsziele des Nationalsozialistischen Deutschen Stndentenbnndes und stellt- dabei drei Forderungen auf. Der deutsche «oldat mu« erzogen werden erstens zu einem Kämpfer für den Führer und den Nationalsozialismus, zweitens zu einem Könner von höchster beruflicher Leistung und drittens zu einem Sozialisten, der kompromißlos den sozialistischen Gedanken der deutschen Revolution in sich trägt und in seinen Taten verwirklicht.
München, 26. Januar.
Deutschen Stndentenbnndes fand am 26. Januar schlichten Form in der Hauptstadt der Bewegung studentische Fiihreykorps des Eroßdeutschen Reiches waren zum Teil als Soldaten von der Wehr- Reichsstudentensiihrung zu erleben.
Im Anschluß an die Führertagung fand die feierliche Totenehrung an den Ehrcntempeln aus dem Königlichen Platz statt. Reichsstudentensiihrer Dr. Scheel schritt die Ehren- abordnungen ab. Er legte dann im Namen des Großdeutschen Ttudentenbundcs zu Ehren der Toten der Bewegung und insbesondere zu Ehren des als Blutzeugen der nationalsozialistischen Bewegung am 6. November 1823 gefallenen Studenten Karl Laiorce Kränze in den Ehrcntempeln nieder.
Nach der. Gesallencnehrung wurde das studentische Führerkorps vom Stellvertreter des Führers, Reichsminister Rndoii öeß, im Führerban empfangen. Reichsstudentensührer Dr. Scheel richtet« eine Ansprache an den Stellvertreter des Führers, in der er der Dankbarkeit Ausdruck gab, die das deutsche Stndententmn dafür empsindet, daß die Partei ihr im Kriege Ausgaben von besonderer Bedeutung zugewiesen hat. Der Reichssührer überreichte dabei dem Stellvertreter des Führers Arbeitsergebnisse aus dem Kriegsleistnngskamp! der deutschen Studenten.
Tann sprach der Stellvertreter des Führers, Rcichsminister Rudols Hetz, zum studentischen Führerkorps. Er führte einleitend aus, daß keiner je geahnt hab«, daß die Zchnjahres-
seier des Nationalsozialistischen Teutschen Stndentenbnndes einst in einein Reich stattfinden würde, das so restlos im Zeichen des Nationalsozialismus stehe, wie das vom Führer gcschasscne.
Er wandte sich dann insbesondere an die süns Ritterkreuzträger aus den Reihen des deutschen Studententums, die bei dem Empfang zugegen waren, und rief ihnen zu: Ihr seid die Auserlesenen, die mit der Tat sichtbar für alle Welt bewiesen, daß der Geist von Langemarck auch in der deutschen Studentenschaft von heute lebt. Ihr habt die höchste Pflicht des Studenten voll erfüllt. Denn es ist höchste Pflicht des Studenten, in seiner Handlung und in seiner Haltung stets sich zu bemühen, Vorbild zu sein, so, wie er seinem ganzen Wesen nach Kämpfer sein muß, sei es mit den Waffen, die seinem Wirken im Kriege gemäß sind, sei es mit den Massen, die seinem Wirken im Frieden gemäß sind. Für die Zeiten des Friedens gilt: Student sein heißt, höhere Schulung erringen zum Kampf mit den Waffen des Geistes. Denn geistiges Kämpfen und Ringen sind überall, wo der geschulte Geist sich auswirkt. Und sei es nur das Kämpfen und Ringen mit sich selbst »in Erkenntnis und Wahrheit.
Der Stellvertreter des Führers gab zum Schluß seiner Ansprache dem Wunsche Ausdruck, daß der nationalsozialistische Student auch künftig in der ersten Reihe derer stehen möge, die erfolgreich nach bester Krast danach ringen, die Bewährungsprobe für Führer und Reich zu bestehen. — Zum Abschluß der Iv. Jahresfeier des NSD.-Ttudentenbundes fand ein Kameradschastsabend mit zahlreichen Ehrengästen aus Staat, Partei und Wehrmacht statt.
Von unserem Berliner Vertreter
6. 8. Berlin, 26. Januar.
Als Lord Willingdon bei seiner Fahrt aus Süd- amerika jenes zynische Wort vom humanen Kriegsmittel der Blockade sprach, da hat er auch England zum „Paladin des Christentums" erhoben. Dies Wort paßt ausgezeichnet zur Ankündigung des Herrn Smuts, daß England wegen der Erfolglosigkeit seiner Hungerblockade gegen Deutschland eine „Haßblockade" errichten müsse. An dem Wall des Hasses mühen sich nun alle ministeriellen Kenner des Herrn Churchill und vor allem auch die Steigbügelhalter der Plutokratenkaste, die sogen. Arbeitervertreter der Labour Party und der britischen Gewerkschaften. Sie suche so etwas wie einen „Kreuzweg der Demokratie" zu entfesseln, wobei sie auf die Einwirkungsmöglichkeit, auf die Sentimentalität der Angelsachsen diesseits und jenseits des Ozeans hoffen, die sich über die pharisäerhaften Hatz-Moraltentenzen der Britenagitatoren ereifern sollen.
Mit den Argumenten der Furcht und dem Argument dieser „Moral" der Demoplutokratie ziehen sie zu Felde. Weil ihnen selbst die Furcht vor dem Gericht das Herz bis zum Halse schlagen läßt, suchen sie die Amerikaner ebenfalls in Furcht zu versetzen. Inzwischen entdecken sie aber bei ihren eigenen Gefolgsmännern, daß sie sie nicht mehr bei der Stange zu halten vermögen. Darum setzen sie mit einem neuen großangelegten Feldzug der Verleumdung ein. Die durchsichtige Lüge über die Benutzung eines USA.-Kriegerfriedhofs als Bombenabwurfplatz war solch ein Schuß für jenseits des Ozeans, der sicher gut bezahlt wurde. Diesseits aber wurde ein Eewerk- schaftssekretär Vrown beauftragt, eine alte Emigrantenplatte gemeinster Verleumdung in gemeinster Fassung neu vorzubringen.
Herr Vrown hatte bei Stimmungsproben feststellen müssen, daß sich die britischen Arbeiter durch die alten Hetzparolen der plutokratischen Kriegsgewinnler nicht mehr für den Plutokratenkrieg begeistern lasten und daß auch die sozialen Zukunftsversprechungen allein keinen Ausgleich für den starken Stimmungsschwund zu geben vermögen. Darum wurde eine starke Eiftdosts angesetzt, um die verdächtig stark auf die Entwicklung der materiellen Dinge des Lebens im Krieg ausgerichteten Sinne der Arbeiter wieder ein wenig mobil zu machen. Unter dem Titel „Was haben die Briten im Krieg zu verlieren" erzählte Mr. Vrown ein Märchen, ' die Phrase, die auch Herr Halifax in den USA. und Herr Schissahrtsminister Troß hier auf der Insel brauchte, nämlich die Phrase von der Versklavung des britischen Volkes.
Dieses Emigrantenmärchen aber lautet bei Herrn Vrown etwa so: Nach einer Niederlage Englands würden sämtliche jungen Engländer sterilisiert und als Sklaven auf den Kontinent verfrachtet, die nicht als „nordische Typen" herausgesucht seien. Auch die Alten und Gebrechlichen entgingen der Sterilisierung nicht. Jene „nordischen Typen" aber würden auf gewisse Zuchtfarmen gebracht, wo sie Kinder zeugen müßten. Die Nachkommenschaft werde nun, soweit sie sich als rein nordisch erweise — in Deutschland erzogen und nach einer Abschlußprüfung zur Besiedelung Englands angesetzt. — Der närische Herr Vrown hat selbst das Phantastische seines erlogenen Märchens empfunden und darum hinzugefügt: die Nazis haben bisher schon so phantastische Dinge zuwege gebracht, daß man dem Erzähler jenes Planes, einem „Deutschen" — wohl einem Emigrantenjüdlein — glauben könne.
Nun wir können Herrn Vrown beruhigen, so weit geht unser Altruismus wieder nicht, daß wir irgend- jemand unsere Ideen vom gesunden völkischen Staat aufdrängen, der sich offenbar viel davon verspricht, daß er sein Gangstertum munter weiterzüchten läßt, über das die englischen Zeitungen gerade jetzt unter den Nachwirkungen der Luftangriffe in allen Städten klagen. Im übrigen verlohnt es sich nicht, sich weiter mit jener lügenhaften Verzerrung der Gedanken vom Reinerhalten der Raste auseinanderzusetzen, jener Kernfrage für einen völkisch-bewußten Staat, der sich der Aufgabe der Erhaltung gesunden gottgewollten Volkstums mit innerer Verpflichtung hingibt. Zu der Frage der Versklavung aber wollen wir es Herrn Vrown überlasten, sich ein wenig mehr um das Zustandekommen der Reich-
Ein deutscher Fernkampfbomber versenkte einen 4666 Tonnen großen englischen Frachter.
Italiens Lustwasse sührtc einen erfolgreichen Bombenangriff auf Saloniki durch.
Aus Anlaß des 16jährigen Bestehens des NS.-Dcutschen Stndentenbnndes sprach Rudolf Hetz in München.
Der japanische Außenminister Matsuoka widerlegte
schärfstens falsche Behauptungen Hnlls.
Durch Japans Vermittlung ist zwischen Thailand und Jndochina der Kamps eingestellt.
Gauleiter Carl Röver sprach aus dem Krcisappell der NSDAP. Kreis Bremen.
In den Vercichsmeisterschasten der Turnerinnen siegte Lisa Kasch von der Bremer Turngemeinde.
Der 2. Winterwaldlaus im Vürgerpart wurde in der .V-Klasse von dem Werderaner Falk gewonnen.
Die Bormeisterschaften der Bremer HJ. brachten erneut vielversprechende Talente hervor.
Rcusel wurde in der 10. Runde Ko.-Sieger über Heuscr. Im Nicdcrsachsen-Futzball siegte BsL. Osnabrück über Schmkel 64 mit 2:0.