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vremer Zeitma
parteiamtliche Tageszeitung
Das flmtsblott des Negierenden Bürgermeisters der Zreien Hansestadt Bremen
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Die I mm hohe und 22 nun breite Zeile im Anzeigenteil 13 -A4. Die 78 mm breite und 1 mw hohe Zelle lm Tertteil 75 sAL. Ermäßigte Grundpreise lsür Klein- u Familien- anzeigen u a.> sowie ivnstige Bedingungen Preisliste 9 Nachlaßstaffel 0. Für Anzeigen durch den Fernspr. keine Gewähr. Annahmeschluß 16 Uhr- sonnabends 14 Uhr. Geschäftsstellen: Bremen: Geeren Nr. 6/8. Fernspr. 5 41 21. Nachtrus und sonntags: Fernsprecher 51115- Obernstraße 86, Fernspr. 5 4121. In Shke. Mühlendamm Nr. 2.
der Nationalsozialisten Vremens
flmtliches verkündungsblatt des Beichsstatttialters in Oldenburg und Bremen
Nr. 24 / 11. Jahrgang
Lreitag, 24. Januar 1941
Linzeipreis 15 Bps.
Erneut Z1 lllw VK7. in Übersee versenkt
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Erfolge eines deutschen Kriegsschiffes: Moderiges Sesamtergebnis aus M00l> VM. erhöht
Unsere vomber bleiben erfolgreich am sein-
ffafen an der Südküste Englands und vastnanlagen angegriffen — Z5SS-7onner vernichtet
Berlin, 23. Januar.
Das Oberkommando der Wehrmacht gibt bekannt: „Ein in überseeischen Gewässern operierendes Kriegsschiff hat weitere feindliche Handelsschiffe mit zusammen 31VVV BRT. versenkt. Seine früheren Erfolge von über 100 VVV BRT. wurden schon bekanntgegeben.
Im Zuge der bewaffneten Aufklärung versenkte ein Kampfflugzeug westlich Irland ein Handelsschiff von 3800 BRT. Außerdem wurden ein Hafen an der Südostküste Englands und Bahnanlagen erfolgreich mit Bomben belegt.
In der letzten Nacht griffen einzelne Flugzeuge verschiedene kriegswichtige Ziele an der britischen Ostküste an.
Der Feind warf in den gestrigen Abendstunden in Westdeutschland wenige Spreng- und Brandbomben. Kriegswichtige Ziele wurden nicht getroffen. Der entstandene Sachschaden ist gering. Eine Zivilperson wurde getötet: drei weitere find leicht verletzt. Jagdflieger schössen gestern zwei feindliche Flugzeuge ab, ein drittes wurde durch Marineartillerie zum Absturz gebracht. Ein eigenes Flugzeug wird vermißt."
Britischer Zerstörer versenkt
Lissab.n, 23. Januar.
Die britische Admiralität bedauert mitteilen zu müssen, daß der britische Zerstörer „Hyperion" verlorenging. . „
Der Zerstörer „Hyperion" war im Jahre 1938 in Dienst gestellt worden und hatte eine Besatzung von 145 Mann. Leine Wasserverdrängung betrug 1340 Tonnen, die Bewasf- nung bestand aus vier 4,7-Zoll-Gesehützen und acht Torpedorohren, die Geschwindigkeit betrug 36 Knoten.
Nur es Ueberlebende der „lervis Sän"
kvv. Stockholm, 23. Januar.
Zwei schwedische Seeleute, die an den Bergungsarbeiten beim Untergang des englischen Hilfskreuzers „Jevis Bah" oe-
Veuisch-flokvokisches slbkommen
Berlin, 23. Januar.
Im Auswäriigen Amt haben Bevollmächtigte der Reichs- regierung und der slowakischen Regierung am 21. Januar d. I. ein deutsch-slowakisches Abkommen über Vormundschaften und Entmündignngen und ein deutsch-slowakisches Abkommen über Mitteilungen und Ersuchen auf dem Gebiete des Personenstandwesens unterzeichnet. Diese Abkommen regeln in einer den Bedürfnissen beider Teile entsprechenden und einheitlichen Weise Fragen, die sich namentlich aus dem Aufenthalt zahlreicher Angehöriger des einen Landes im anderen sowie aus den mannigfachen persönlichen Beziehungen zwischen den beiderseitigen Staatsangehörigen ergeben.
In der vergangenen Woche statteten die leitenden Persönlichkeiten des slowakischen Fremdenverkehrs den Organisationen des deutschen Fremdenverkehrs in Berlin einen Besuch ab. Der. Besuch galt der Anbahnung persönlicher und sachlicher Beziehungen. Nach dem Aufenthalt in Berlin besuchten die slowakischen Gäste in München den Leiter des deutschen -Fremdenverkehrs, Staatssekretär Hermann Ester, von dem sie zu einer längeren Aussprache über die gemeinsame Fremdcnverkehrsarbeit empsangen wurden.
teiligt waren, find über Pctsamo nach Göteborg zurückgekehrt. Sie berichten, daß die „Jervis Bah", die im vergangenen Herbst beim Angriff eines deutschen Kriegsschisses aus einen Gcleitzug im Atlantik versenkt wurde, etwa 2888 Mann an Bord gehabt habe, von denen nur 88 gerettet werden konnten.
Italienische U-Vootsersolge im Polarkreis
Lv. Rom, 23. Januar.
Ein in der Nähe des Polarkreises eingesetztes italienisches U-Boot hat, wie „Popol» di Roma" meldet, in den letzten
Wochen einen britischen Tanker von 12 888 BRT. und einen 8888 BRT. großen feindlichen Hilsskreuzer, der mit acht 7,8 Zentimeter-Geschützen bestückt war, versenkt.
In beiden Fällen, die sich in ein und derselben Nacht zutrugen, machte die Entfernung, aus der der Torpedo abgeschossen wurde, weniger als einen Kilometer aus. Der Hilsskreuzer war so sicher, in diesen Breiten keinem feindlichen U-Boot zu begegnen, daß er nicht einmal alle Bordlichter abgedunkelt hatte. Er brach unter der Gewalt der Torpedoexploston in der Mitte auseinander und sank in wenigen Augenblicken. Nicht einmal ein Rettungsring blieb auf der Wasseroberfläche übrig. Das ersolgreich« italienisch« U-Boot, so hebt das römische Blatt hervor, hat in Meeresteilen gekämpft, in die bis dahin noch nie italienische U-Boote vorgedrungen waren.
Wer regiert in Englandl
viindnls zwischen sreimaurerei und Intelligente Service — Zentrale politischer verbrechen
rü. Bern, 23. Januar
In der weitverbreiteten französischen Wochenzeitung „Grin- goire" gibt der französische Schriftsteller Henry Beraud seinen Lesern Ausschluß über die Zusammenhänge zwischen der englischen Freimaurerei »nd dem Intelligent« Service.
Nicht nur König Georg VI. sei Freimaurxr wie schon seine Vorfahren, sondern auch Winston Churchill sei ein hoher Würdenträger der schottischen Loge. Viele, die einen klaren Blick sür das Geschehen hätten, stellten sich die Frage, ob der König und Churchill die tatsächlichen Herren der britischen Politik seien. Man müsse antworten: Nein! Großbritannien gehorche scheinbar dem Willen des im Vordergrund stehenden politischen Regimes aber es werde mit der.Hilfe einer geheimen Macht regiert und strebe nach Beherrschung der Welt.
Diese geheime Macht sreimäurerischen Ursprungs und frei- maurerischen Wesens heiße Intelligente Service. Der Intelligente Service sei ein freimaurerisches Organ. Seit drei Jahrhunderten passiere nichts, was diese Synode unbe
kannter Chefs nicht kontrolliere: Bündnisse, Meutereien, Attentate, Kriege und Revolutionen.
Der Intelligente Service sei da, immer und überall, seine geheimen Agenten seien in allen großen iranzösischen Krisen zu spüren gewesen, vom Verkauf Indiens an England bis zur Assäre Lreystiß. In der Faust aller politischen Verbrecher finde man einen fremden Dolch. Man müsse in den englischen Bündnisverträgen nachschlagen, und man werde die Beiveggründe iür diese Verbrechen finden. Man müsse auch an die Ermordung Jean Chiappes denken.' All diele Vorgänge hätten nur einen Namen und klingen ^m gleichen Punkt in London aus wo einige Männer ohne Herzen unter sich über das Schicksal der Menschheit entscheiden wollen. Das überwältigendste und ohne Zweiiel auch das größte dieser Verbrechen heiße Sarajewo.
Ter jetzige Krieg habe seinen Ursprung in der angelsächsischen und freimaurcrischcn Institution: der Genfer Liga. Der Völkerbund sei ein spezifisch sreimaurerischcs Werk. Im Dreieck Prag, Gens, Onai d'Orsah habe man auf englische Weisung Europa ins Unglück stürzen wollen.
„Pioniere der nSaillichen Vombenangriffe"
Madrid. 23. Januar.
Der britische Blockadeministcr Dalton erklärte am Mittwoch in einer Unterredung mit dem Londoner Korrespondenten der „New Port Sun", die sich im übrigen in dem bewußten Fahrwasser englischer Illusionen bewegte, voller Stolz, die Engländer seien „Pioniere der nächtlichen Bombcnangrisse".
Wenn uns diese Feststellung auch keinesfalls etwas Neues sagt, so halten wir sie doch gern einmal — aus britischen, Ministermund gesprochen — sest. Wir können dieses Eigenlob des britischen Blockadeministers, der eigentlich Blockicrtcn- minister heißen müßte, sogar noch erweitern, denn die britischen „Pioniertaten" beschränken sich nicht nur aus die Erfindung der nächtlichen Bombardierung von Wohnvierteln. Krankenhäusern, Kulturdenkmälern usw., Englands „bahnbrechende" Tätigkeit erstreckt sich noch viel weiter. Die Briten waren auch — .um nur einige Beispiele zu nennen — Pioniere der Konzentrationslager, der Aushungerung von Frauen und Kindern, der Nichtachtung des Roten Kreuzes, Pioniere der Lüge und Heuchelei.
Doch eine entscheidende Pioniertat überließen sie den Mächten der Achse: den Ausbau eines neuen Europas der Gerechtigkeit und des Friedens!
Sberst Singkam gemoßregett
>IN-. Stockholm, 23. Januar.
Der englische Kriegsminister Margesson gab am Donnerstag im Unterhaus bekannt, das der Oberst Bingham wegen Verstoßes gegen die Dienstvorschriften eine ernste Verwarnung erhalten habe und außerdem feines Postens als Leiter einer Kadcttenanstalt enthoben worden sei Es handelt sich um den Offizier, der vor kurzem in einem Bries an die „Times" erklärt hatte, daß eine große Zahl der neuernanntcn englischen Offiziere aus dem Mannschastsstand nicht die genügenden Führcreigcnschasten besäßen.
Maurizio Rava gestorben. Gestern starb in Rom im Alter von 62 Jahren- StaatSminister Maurizio Rava, einer der hervorragendsten Kolonialfachleute Italiens.
Sie lachen über llzurchills „Sopalismus
„flusbalanliertes soziales System" nichts sür das englische Unterkaus
« xli. Berlin, 23. Januar
Churchill hat vor dem Unterhaus seinen Ministerkollegen Vevin, den man in England auch chon den „Churchill der Arbeit" nannte, und alle seine übrigen Kollegen der eigentümlichen Exekutivkomitees seiner Regierung zur Hebung des Imports und der Produktion in Schutz nehmen müssen. Die Rede glich im Eesamtaufbau den zahlreichen anderen, die das englische Volk aus seinem Munde hören mutzte, seitdem er ihm „Schweiß, Blut und Tränen" als Ergebnis des Krieges prophezeit hatte.
Sie war getragen von mäßigem Optimismus und sprach, wie schon häusig die Prophezeiung aus, daß das englische Volk „noch ein düsteres und mörderisches Tal" überqueren müsse. Wir wollen diesen Satz nicht erwähnen, ohne daraus hinzuweisen, Laß gerade er mit besonderer Dcutlichlcit an die Adresse des in der Sitzung anwesenden persönlichen Abgesandten des USA.-Präsidentcn, Hbplins, gerichtet war. Auf ihn abgestellt war ganz oftensichtlich auch ein Teil der Formulierungen, die schon der EntschuldigungsrcLe gehörten, die Churchill zur Abwehr der vorangegangenen heftigen Kritik der gesamten englischen Lcssentlichkcit in Presse und Parlament mit seinen Exckutivausschiisien zu halten gezwungen war.
Er benutzte nämlich die Gelegenheit des Eingeständnisses eines Fehlens der straft geordneten und geleiteten Kriegsproduktion mit der Notwendigkeit, doch an „demokratischen Formen" festhalten zu müssen, der Form des Komitees.statt jener gesürchtcten „diktatorischen Ordnung" die er nur für sich und seine Stellung als Verteidigungsminister iür angemesien hielt „Kritik ist leicht. Erfüllung schwieriger", das war die matte Limonade der Entgegnung gegenüber den vorangegangenen.- sehr deutlichen Feststellungen der Oeftentlichkeit, daß eben die Kriegsproduktion in England einfach nicht funktioniert. Weite Teile der Churchillredc waren auch nichts anderes als eine Bestätigung der Vorwürst- der Kritik. Einmal begründet er den Mangel an Facharbeitern in der Industrie mit den Anforderungen von Armee und Lustwasle. Tann wieder spricht er von der Kampagne, diese Entziehung von Kräften aus der Industrie zu stoppen und der Munitionserze,igung und der Landwirtschaft zuzusühren. Mit großartiger Geste wird gleichzeitig so getan, als ob die noch vor ein paar Wochen vorhan
dene Ziffer von 788 888 Arbeitslosen bereits aufgesogen sei. Als Endefsekt bleibt die Aussicht und die Hoffnung, daß „die Union von vier und fünf übereinstimmenden Geistern", die wirksamste Organisation sei zur Behebung jener Schwierigkeiten und znr Erzielung eines Resultats mit einem .Maxi- mnm an Wirkung und einem Minimum an Druck".
Im übrigen kommt.Churchill zur Begründung der Notwendigkeit seiner interministeriellen Erekntivkomitecs mit der Klage über einen Mangel an Periönlichkeiten Was bedeutet es anderes, wenn Churchill über die Frage der zentralen Leitung der Arbeit der zivilen Ministerien, die unter einen Hut zu bringen sind. in den Satz ausbricht: „Ich zweifle, daß eS einen Mann gibt. der die Aktionen aller Ministerien der zivilen Seite ziftammensügt".
Zwei Hauptprobleme der Churchillrede haben wir damit dargestellt, den Appell an die Amerilahilse mit Betonung der demokratischen Note des plutokratftch-diktatorischen Churchill- Systems und die Entschuldigung vor der britischen Oessentlich- kcit sür die Tatsache, daß nach 18 Monaten des von England selbst vom Zaune gebrochenen Krieges die britische Kriegswirtschaft noch nicht sunktionicrt, sondern bis z» ihrem Einlaufen aus höchste Leistung „noch sechs Monate braucht". Die dritte Frage aber. die Churchill in die'er Rede fthr bewegt hat, war der Appell an die Arbeiterschaft. Er war dovpelt notwendig, einmal wegen der in einer amerikanftchcn Darstellung besonders hervorgehobenen „Unrast" der britischen Arbeiterschaft und aui der anderen Seite wegen der heftig umstrittenen Stellung Bevins, die auch der Anlaß zur Churchill- rede geworden ist, weil das Unterhaus auf die Entschuldigungen des „Churchills der Arbeit" nicht genügend sanftmütig
reagierte, sondern noch weiter in der Kritik verharrte. Deshalb mußte Churchill selbst eingreifen.
Churchill suhlte sich darum auch veranlaßt, hervorzuheben, daß eine „Schlüsselstellung sür den Sieg" und das „Uebcr leben Britanniens in diesem Krieg" in der ungeheuren An strengung der Arbeiter, der Männer und Frauen liege. „Die Bemühungen um das Wohlwollen der Arbeiter, die die Kriegsanstrengungen stützen, bilden die einzigez, Mittel, mit denen wir unserer gegenwärtigen Position entgehen können." in diesem Zusammenhang wurde von Churchill sogar die Erwähnung der amerikanischen Hilse vergessen. Und um den englischen Arbeiter zur Erhaltung der Plutokratenl^rrschnit zu bewegen, macht auch Churchill ihm Versprechungen. Er. der Prototyp des Plutokraten. der um der Verhinderung eines jeden Fortschritts in der europäischen Tyrannei über den Kontinent diesen Krieg cntsesselt hat, spricht von „großangelegten praktischen Schritten", die der Minister sür den Wiederaiisban nach dem Kriege iun müsse und die unerläßlich seien, „wenn unsere Gesellschaft sich vorwärtsbclvegen ioll".
Zum Zeiten dessen aber, daß Churchill diese ganze Aktion selbst nicht ernst nimmt, leitet er die Umreißung dieser Ausgab« mit einer ironischen Phrase ein. Ais er bann in allgemeinen Wendungen dieses „Vorwärtsbewegen der Gesellschaft" erläutert und iür die sozialen Ausgaben der Nachkriegszeit den Begriii „ausbalanciertes System" anwendet, ein Begrift, in dem so etwas wie ein Ausgleich zwischen Plutokratie und sozialer Lage der Arbeiterschaft durchklingt. da antwortete das Parlament der Plutokraten mit anhaltendem Gelächter und größter Heiterkeit! So ist es Churchill ohne Frage gelungen vie Plutolraierfteelen seiner Herrschastsclique über den .Ernst" seiner iozialen Neuerungsabsichten ins rechte Bild zu setzen. Aber auch die Pluiokraten aus Ueberiee können bei etwas gutem Willen Herrn Churchill jetzt bestätigen daß Keiahren „iozialistiicher Heißsporne" in dem England Churchills wahrlich nicht zu befürchten sind. Im übrigen beweist der wachsende Ausoerkaiu des Empire aus dem Wege über verpachtete Stützpunkte, daß die USA. schon den Weg linden, um sich für „Leistungen aus dem Arsenal der Demokratie" bezahlt zu machen.
4««ee Majestät
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Von 8^..-6ruppenkükrer Hasse, Lrsinsn
Die englische Admiralität hat, wie die Auslandspresse vor einiger Zeit zu melden wußte, einem der SO ausrangierten amerikanischen Zerstörer den Namen des verewigten Unionspräsidenten Abraham Lincoln gegeben. Bilder dieses Präsidenten, ein Geschenk amerikanischer Gönner, schmücken die Kajüte des Kommandanten, die Messe und den Mannschaftsraum. Nun schaut Abraham Lincoln aus seinem Rahmen heraus auf das geschäftige Treiben an Bord eines Schiffes Seiner britischen Majestät. Er erlebt, 75 Jahre nach seinem tragischen Tode, den aufreibenden Eelejtzugdienst mit, der die englische Pirateninsel am Rands Europas mit den Zufuhren der jüdisch-amerikanischen Rüstungsindustrie versorgen soll. Während so an Bord ein jeder damit beschäftigt ist, die bösen deutschen U-Boote und Fernbomber abzuwehren, hat Abraham Lincoln in seinem Bilderrahmen genug Mutze, Geschichtsbetrachtungen zwischen dem Einst und dem Heute anzustellen.
Als er damals vor acht Jahrzehnten als erwählter Präsident der Nordamerikanischen Union sein Amt antrat, war dies das Signal zu einem mörderischen Bürgerkrieg, der von 1861 bis 1865 die Union in ihren Grundfesten erschütterte. An seinem Ende hatte das Volk der Vereinigten Staaten, die damals erst etwa 30 Millionen Einwohner zählten, über 500 000 Tote und 1800 000 Verwundete zu beklagen. Weite Teile des Landes waren zur Wüstenei geworden. Die amerikanische Welthandelsflotte, die vor diesem Kriege mit 5l^ Millionen Tonnage der englischen nur um ein geringes nachstand, war gänzlich zusammengeschmolzen und auf lange Zeit von den Weltmärkten verdrängt.
Wie kam doch dieses namenlose Elend über das Land unter dem Sternenbanner? Es ging damals um die Erhaltung der 70 Jahre vorher so schwer erkämpften Freiheit und Einheit. Um diese Einheit wurde im Widerstreit der beiden Anschauungen gerungen, die damals in den Freibodenmännern der nordstaatlichen Union und in den Eroßgrundherren der südstaatlichen Konföderation in unversöhnlichen Gegensatz zueinander gerieten. Kürzer gesagt, es stand Blut gegen Gold, schaffende Arbeit gegen raffendes Kapital, und der Präsident Abraham Lincoln, getreu seinem Volk und dem Eide auf die allen gemeinsame Verfassung, trat für die Freiheit der schaffenden Arbeit und für die Verteidigung der staatlichen Einheit gegen die abtrünnigen Südstaaten ein.
Was wollten die Freibodenmänner des Nordens? Sie wollten die Freiheit des amerikanischen Bodens von fremder Herrschaft und Ausbeutung. Allzu sehr waren die Staaten der Konföderation von der seit George Washington vorgezeichneten Bahn einer gesunden Entwicklung abgewichen. Wenige Eeldaristokraten, meist altenglischer Abkunft, geboten über weite Räume im Süden der USA. und unterhielten mittels der Sklaverei riesige Baumwollplantagen Sie waren die alleinigen Erzeuger dieses in aller Welt begehrten Rohstoffes. Ihr Abnehmer aber war — England. Es besaß damit das Rohstoffmonopol für seine Spinnereien und beherrschte mit deren Erzeugnissen den Weltmarkt. Das Volk der Union aber wollte seinen Anteil am eigenen Boden haben und in der heimatlichen Industrie die Spinnstoffe für seine Bedürfnisse selbst herstellen. Das war ein offener Angriff aus den geheiligten englischen Profit. Wie sollte England die Welt weiter ausbeuten, wenn solcherart seine Monopole angetastet würden! So kam es zum Bürgerkriege, .und vom ersten Tage an stand England in dreister Anmaßung und Einmischung auf der Seite der abtrünnigen Großverdiener in den Südstaaten.
Zur selben Stunde, wo die Südstaaten am 14. April 1861 mit der^ Erstürmung des Forts Sumter vor dem wichtigen Hafen Eljarleston den Bürgerkrieg vom Zaun brachen, schrieb in London die .Times": „Die Südstaaten baben sich enticblossen iür ibren s!) Handel zu kämmen. Sie lösten die Union auf um mekr Gebiete mit Sklavereibetrieben zu schaffen, d. h, mehr Baumwolle" anzubauen, Sie unternehmeii den Krieg genau für den Zweck, der uns am meisten am Herzen liegt!"
So war das damals Unno 1861, Und dann kam die Sache mir den- südstaatlichen Kaperkreuzern „Sumter" und „Alabama" und wie sie alle hießen. Das finq auch im gleichen Sommer an und dauerte bis 1864, Später hat diese gegen das internationale Recht verstoßende Schädigung des Seehandels der- Union das Haager Schiedsgericht lange beschäftigt, und England müßte' in
. Ein in überseeischen Gciväsicrn operierendes dentschcs Kriegsschisf Hot weitere feindliche Handelsschiffe mit insgesamt 31 888 BRT. versenkt.
Die englische Admiralität gibt den Verlust eines britischen Zerstörers bekannt.
Australier sind in Tobruk eingedrungen.
Während der Unterhaus-Rede Churchills lachten die Plutokraten über seinen ..Sozialismus".
Die französische Wochenzeitung „Gringoirc" bringt Einzelheiten über das Bündnis zwischen Freimaurerei und Intelligente Service.
Mit einer niederträchtigen GrcucULge Prangert üch „Chicago Daily News" als jüdisches Schmutzblatt an. Ein italienisches U-Boot meldet Erfolge im Polarkreis. Dr. Leh sprach im westsäiischcn Jndustricklub.
Eine Sondermarke zum 38. Januar sieht im Zeichen der deutsch-italienischen Waffenbrüderschaft.