Ausgabe 
(24.1.1941) Nr. 24
Seite
1
 
Einzelbild herunterladen

neit

ewe ^

l-N.^

chas«^

'» °i

°n «-« .

Stz

;«

neh«,^

p.'

welt,i? '°k-i yZ

«ch i

- Tie rS husch,

- «i> jZ «n ftl

-nnM

Erscheint Tmalwö ch entlIch

Monalsbezug E 2,30 einschl. Zu­stellgebühr- Postbezugspreis monall. 2L0 E (einschl. 28,7 eH/ Post. zeitungsgebühr) zuzügl. 42 Be­stellgeld. Bezugspreis ist Im voraus zahlbar. Postscheck: Hamburg 17272 Line Behinderung der Lieferung rechtfertigt keinen Anspruch auf Rückzahlung des Bezugspreises. Verlag: NS.-Gauverlag,Weser- Ems GmbH., Bremen, Geeren 6-8. Fernspr. 54121, Nachtr. u. Sonntg. Z1115. 6 prech z.: Verlag: werktl. 1213 Uhr- Schristleitung Diens­tag und Freitag 12f413>/, Uhr

vremer Zeitma

parteiamtliche Tageszeitung

Das flmtsblott des Negierenden Bürgermeisters der Zreien Hansestadt Bremen

W

Anzeigen - Grundpreise:

Die I mm hohe und 22 nun breite Zeile im Anzeigenteil 13 -A4. Die 78 mm breite und 1 mw hohe Zelle lm Tertteil 75 sAL. Ermäßigte Grundpreise lsür Klein- u Familien- anzeigen u a.> sowie ivnstige Be­dingungen Preisliste 9 Nachlaß­staffel 0. Für Anzeigen durch den Fernspr. keine Gewähr. Annahme­schluß 16 Uhr- sonnabends 14 Uhr. Geschäftsstellen: Bremen: Geeren Nr. 6/8. Fernspr. 5 41 21. Nachtrus und sonntags: Fernsprecher 51115- Obernstraße 86, Fernspr. 5 4121. In Shke. Mühlendamm Nr. 2.

der Nationalsozialisten Vremens

flmtliches verkündungsblatt des Beichsstatttialters in Oldenburg und Bremen

Nr. 24 / 11. Jahrgang

Lreitag, 24. Januar 1941

Linzeipreis 15 Bps.

Erneut Z1 lllw VK7. in Übersee versenkt

:ieb itz U> bck-h

»gege« jp r dir lzs »aree, 1 -

mi i«,!

in

dirs L land,

> AM hlm«!i,.

cse '

Teld sb

0,-A SM 2,M, IS,s- 11,St

5.55 7,M

I0,A

>S,tS

17.55 S,SS> N.SS

>Ml dick

iakti«

- Ali k und W ierie» !s qg. he >n IiEk M s-

W

ünbeiV

Im: M-»r weile > Ist-, i , i>/.,r

orzuB: «flau«' cozeuil, ^nüb«,-

k«

naU l P,t k och

und «V

nur ^ sind l^l

ht t««^ / -nbel«^ ieaulE

r"

Lei»»:.

ri°E

i As*

an°^

Ein!«»'

klebet'

polt-, 2 ,xvoil^ 'te Tr. 5 rillet

t

aber«L den - volle« §

Wille» 7 trel-»- s. l vo» il

de,«L

d,-A

ide"L

reu ^ hoif- ader" er ^ r

l f-r» '

!d

H»,--

< §

*u»d ^

ze»^Z- c«>^i

Erfolge eines deutschen Kriegsschiffes: Moderiges Sesamtergebnis aus M00l> VM. erhöht

Unsere vomber bleiben erfolgreich am sein-

ffafen an der Südküste Englands und vastnanlagen angegriffen Z5SS-7onner vernichtet

Berlin, 23. Januar.

Das Oberkommando der Wehrmacht gibt bekannt:Ein in überseeischen Gewässern operierendes Kriegsschiff hat weitere feindliche Handelsschiffe mit zusammen 31VVV BRT. versenkt. Seine frühe­ren Erfolge von über 100 VVV BRT. wurden schon bekanntgegeben.

Im Zuge der bewaffneten Aufklärung versenkte ein Kampfflugzeug westlich Irland ein Handelsschiff von 3800 BRT. Außerdem wurden ein Hafen an der Süd­ostküste Englands und Bahnanlagen erfolgreich mit Bom­ben belegt.

In der letzten Nacht griffen einzelne Flugzeuge ver­schiedene kriegswichtige Ziele an der britischen Ostküste an.

Der Feind warf in den gestrigen Abendstunden in Westdeutschland wenige Spreng- und Brandbomben. Kriegswichtige Ziele wurden nicht getroffen. Der ent­standene Sachschaden ist gering. Eine Zivilperson wurde getötet: drei weitere find leicht verletzt. Jagdflieger schössen gestern zwei feindliche Flugzeuge ab, ein drittes wurde durch Marineartillerie zum Absturz gebracht. Ein eigenes Flugzeug wird vermißt."

Britischer Zerstörer versenkt

Lissab.n, 23. Januar.

Die britische Admiralität bedauert mitteilen zu müssen, daß der britische ZerstörerHyperion" ver­lorenging. .

Der ZerstörerHyperion" war im Jahre 1938 in Dienst gestellt worden und hatte eine Besatzung von 145 Mann. Leine Wasserverdrängung betrug 1340 Tonnen, die Bewasf- nung bestand aus vier 4,7-Zoll-Gesehützen und acht Torpedo­rohren, die Geschwindigkeit betrug 36 Knoten.

Nur es Ueberlebende derlervis Sän"

kvv. Stockholm, 23. Januar.

Zwei schwedische Seeleute, die an den Bergungsarbeiten beim Untergang des englischen HilfskreuzersJevis Bah" oe-

Veuisch-flokvokisches slbkommen

Berlin, 23. Januar.

Im Auswäriigen Amt haben Bevollmächtigte der Reichs- regierung und der slowakischen Regierung am 21. Januar d. I. ein deutsch-slowakisches Abkommen über Vormund­schaften und Entmündignngen und ein deutsch-slowakisches Abkommen über Mitteilungen und Ersuchen auf dem Gebiete des Personenstandwesens unterzeichnet. Diese Abkommen regeln in einer den Bedürfnissen beider Teile entsprechenden und einheitlichen Weise Fragen, die sich namentlich aus dem Aufenthalt zahlreicher Angehöriger des einen Landes im an­deren sowie aus den mannigfachen persönlichen Beziehungen zwischen den beiderseitigen Staatsangehörigen ergeben.

In der vergangenen Woche statteten die leitenden Persön­lichkeiten des slowakischen Fremdenverkehrs den Organi­sationen des deutschen Fremdenverkehrs in Berlin einen Be­such ab. Der. Besuch galt der Anbahnung persönlicher und sachlicher Beziehungen. Nach dem Aufenthalt in Berlin be­suchten die slowakischen Gäste in München den Leiter des deutschen -Fremdenverkehrs, Staatssekretär Hermann Ester, von dem sie zu einer längeren Aussprache über die gemein­same Fremdcnverkehrsarbeit empsangen wurden.

teiligt waren, find über Pctsamo nach Göteborg zurückgekehrt. Sie berichten, daß dieJervis Bah", die im vergangenen Herbst beim Angriff eines deutschen Kriegsschisses aus einen Gcleitzug im Atlantik versenkt wurde, etwa 2888 Mann an Bord gehabt habe, von denen nur 88 gerettet werden konnten.

Italienische U-Vootsersolge im Polarkreis

Lv. Rom, 23. Januar.

Ein in der Nähe des Polarkreises eingesetztes italienisches U-Boot hat, wiePopol» di Roma" meldet, in den letzten

Wochen einen britischen Tanker von 12 888 BRT. und einen 8888 BRT. großen feindlichen Hilsskreuzer, der mit acht 7,8 Zentimeter-Geschützen bestückt war, versenkt.

In beiden Fällen, die sich in ein und derselben Nacht zutrugen, machte die Entfernung, aus der der Torpedo abgeschossen wurde, weniger als einen Kilometer aus. Der Hilsskreuzer war so sicher, in diesen Breiten keinem feind­lichen U-Boot zu begegnen, daß er nicht einmal alle Bord­lichter abgedunkelt hatte. Er brach unter der Gewalt der Torpedoexploston in der Mitte auseinander und sank in wenigen Augenblicken. Nicht einmal ein Rettungsring blieb auf der Wasseroberfläche übrig. Das ersolgreich« italienisch« U-Boot, so hebt das römische Blatt hervor, hat in Meeres­teilen gekämpft, in die bis dahin noch nie italienische U-Boote vorgedrungen waren.

Wer regiert in Englandl

viindnls zwischen sreimaurerei und Intelligente Service Zentrale politischer verbrechen

. Bern, 23. Januar

In der weitverbreiteten französischen WochenzeitungGrin- goire" gibt der französische Schriftsteller Henry Beraud seinen Lesern Ausschluß über die Zusammenhänge zwischen der eng­lischen Freimaurerei »nd dem Intelligent« Service.

Nicht nur König Georg VI. sei Freimaurxr wie schon seine Vorfahren, sondern auch Winston Churchill sei ein hoher Wür­denträger der schottischen Loge. Viele, die einen klaren Blick sür das Geschehen hätten, stellten sich die Frage, ob der König und Churchill die tatsächlichen Herren der britischen Politik seien. Man müsse antworten: Nein! Großbritannien gehorche scheinbar dem Willen des im Vordergrund stehenden politischen Regimes aber es werde mit der.Hilfe einer geheimen Macht regiert und strebe nach Beherrschung der Welt.

Diese geheime Macht sreimäurerischen Ursprungs und frei- maurerischen Wesens heiße Intelligente Service. Der Intelligente Service sei ein freimaurerisches Organ. Seit drei Jahrhunderten passiere nichts, was diese Synode unbe­

kannter Chefs nicht kontrolliere: Bündnisse, Meutereien, Atten­tate, Kriege und Revolutionen.

Der Intelligente Service sei da, immer und überall, seine geheimen Agenten seien in allen großen iranzösischen Krisen zu spüren gewesen, vom Verkauf Indiens an England bis zur Assäre Lreystiß. In der Faust aller politischen Verbrecher finde man einen fremden Dolch. Man müsse in den englischen Bündnisverträgen nachschlagen, und man werde die Beiveggründe iür diese Verbrechen finden. Man müsse auch an die Ermordung Jean Chiappes denken.' All diele Vorgänge hätten nur einen Namen und klingen ^m gleichen Punkt in London aus wo einige Männer ohne Herzen unter sich über das Schicksal der Menschheit ent­scheiden wollen. Das überwältigendste und ohne Zweiiel auch das größte dieser Verbrechen heiße Sarajewo.

Ter jetzige Krieg habe seinen Ursprung in der angel­sächsischen und freimaurcrischcn Institution: der Genfer Liga. Der Völkerbund sei ein spezifisch sreimaurerischcs Werk. Im Dreieck Prag, Gens, Onai d'Orsah habe man auf englische Weisung Europa ins Unglück stürzen wollen.

Pioniere der nSaillichen Vombenangriffe"

Madrid. 23. Januar.

Der britische Blockadeministcr Dalton erklärte am Mittwoch in einer Unterredung mit dem Londoner Korrespondenten derNew Port Sun", die sich im übrigen in dem bewußten Fahrwasser englischer Illusionen bewegte, voller Stolz, die Engländer seienPioniere der nächtlichen Bombcnangrisse".

Wenn uns diese Feststellung auch keinesfalls etwas Neues sagt, so halten wir sie doch gern einmal aus britischen, Ministermund gesprochen sest. Wir können dieses Eigenlob des britischen Blockadeministers, der eigentlich Blockicrtcn- minister heißen müßte, sogar noch erweitern, denn die briti­schenPioniertaten" beschränken sich nicht nur aus die Er­findung der nächtlichen Bombardierung von Wohnvierteln. Krankenhäusern, Kulturdenkmälern usw., Englandsbahn­brechende" Tätigkeit erstreckt sich noch viel weiter. Die Briten waren auch .um nur einige Beispiele zu nennen Pio­niere der Konzentrationslager, der Aushungerung von Frauen und Kindern, der Nichtachtung des Roten Kreuzes, Pioniere der Lüge und Heuchelei.

Doch eine entscheidende Pioniertat überließen sie den Mäch­ten der Achse: den Ausbau eines neuen Europas der Ge­rechtigkeit und des Friedens!

Sberst Singkam gemoßregett

>IN-. Stockholm, 23. Januar.

Der englische Kriegsminister Margesson gab am Donnerstag im Unterhaus bekannt, das der Oberst Bingham wegen Ver­stoßes gegen die Dienstvorschriften eine ernste Verwarnung erhalten habe und außerdem feines Postens als Leiter einer Kadcttenanstalt enthoben worden sei Es handelt sich um den Offizier, der vor kurzem in einem Bries an dieTimes" erklärt hatte, daß eine große Zahl der neuernanntcn eng­lischen Offiziere aus dem Mannschastsstand nicht die ge­nügenden Führcreigcnschasten besäßen.

Maurizio Rava gestorben. Gestern starb in Rom im Alter von 62 Jahren- StaatSminister Maurizio Rava, einer der hervorragendsten Kolonialfachleute Italiens.

Sie lachen über llzurchillsSopalismus

flusbalanliertes soziales System" nichts sür das englische Unterkaus

« xli. Berlin, 23. Januar

Churchill hat vor dem Unterhaus seinen Ministerkollegen Vevin, den man in England auch chon denChurchill der Arbeit" nannte, und alle seine übrigen Kollegen der eigentümlichen Exekutivkomitees seiner Regierung zur Hebung des Imports und der Produktion in Schutz nehmen müssen. Die Rede glich im Eesamtaufbau den zahlreichen anderen, die das englische Volk aus seinem Munde hören mutzte, seitdem er ihmSchweiß, Blut und Tränen" als Ergebnis des Krieges prophezeit hatte.

Sie war getragen von mäßigem Optimismus und sprach, wie schon häusig die Prophezeiung aus, daß das englische Volk noch ein düsteres und mörderisches Tal" überqueren müsse. Wir wollen diesen Satz nicht erwähnen, ohne daraus hinzu­weisen, Laß gerade er mit besonderer Dcutlichlcit an die Adresse des in der Sitzung anwesenden persönlichen Abgesandten des USA.-Präsidentcn, Hbplins, gerichtet war. Auf ihn abgestellt war ganz oftensichtlich auch ein Teil der Formulierungen, die schon der EntschuldigungsrcLe gehörten, die Churchill zur Ab­wehr der vorangegangenen heftigen Kritik der gesamten eng­lischen Lcssentlichkcit in Presse und Parlament mit seinen Exckutivausschiisien zu halten gezwungen war.

Er benutzte nämlich die Gelegenheit des Eingeständnisses eines Fehlens der straft geordneten und geleiteten Kriegspro­duktion mit der Notwendigkeit, doch andemokratischen For­men" festhalten zu müssen, der Form des Komitees.statt jener gesürchtctendiktatorischen Ordnung" die er nur für sich und seine Stellung als Verteidigungsminister iür angemesien hielt Kritik ist leicht. Erfüllung schwieriger", das war die matte Limonade der Entgegnung gegenüber den vorangegangenen.- sehr deutlichen Feststellungen der Oeftentlichkeit, daß eben die Kriegsproduktion in England einfach nicht funktioniert. Weite Teile der Churchillredc waren auch nichts anderes als eine Bestätigung der Vorwürst- der Kritik. Einmal begründet er den Mangel an Facharbeitern in der Industrie mit den An­forderungen von Armee und Lustwasle. Tann wieder spricht er von der Kampagne, diese Entziehung von Kräften aus der Industrie zu stoppen und der Munitionserze,igung und der Landwirtschaft zuzusühren. Mit großartiger Geste wird gleich­zeitig so getan, als ob die noch vor ein paar Wochen vorhan­

dene Ziffer von 788 888 Arbeitslosen bereits aufgesogen sei. Als Endefsekt bleibt die Aussicht und die Hoffnung, daßdie Union von vier und fünf übereinstimmenden Geistern", die wirksamste Organisation sei zur Behebung jener Schwierig­keiten und znr Erzielung eines Resultats mit einem .Maxi- mnm an Wirkung und einem Minimum an Druck".

Im übrigen kommt.Churchill zur Begründung der Not­wendigkeit seiner interministeriellen Erekntivkomitecs mit der Klage über einen Mangel an Periönlichkeiten Was bedeutet es anderes, wenn Churchill über die Frage der zentralen Lei­tung der Arbeit der zivilen Ministerien, die unter einen Hut zu bringen sind. in den Satz ausbricht:Ich zweifle, daß eS einen Mann gibt. der die Aktionen aller Ministerien der zivilen Seite ziftammensügt".

Zwei Hauptprobleme der Churchillrede haben wir damit dar­gestellt, den Appell an die Amerilahilse mit Betonung der demokratischen Note des plutokratftch-diktatorischen Churchill- Systems und die Entschuldigung vor der britischen Oessentlich- kcit sür die Tatsache, daß nach 18 Monaten des von England selbst vom Zaune gebrochenen Krieges die britische Kriegs­wirtschaft noch nicht sunktionicrt, sondern bis z» ihrem Ein­laufen aus höchste Leistungnoch sechs Monate braucht". Die dritte Frage aber. die Churchill in die'er Rede fthr bewegt hat, war der Appell an die Arbeiterschaft. Er war dovpelt notwendig, einmal wegen der in einer amerikanftchcn Dar­stellung besonders hervorgehobenenUnrast" der britischen Ar­beiterschaft und aui der anderen Seite wegen der heftig um­strittenen Stellung Bevins, die auch der Anlaß zur Churchill- rede geworden ist, weil das Unterhaus auf die Entschuldi­gungen desChurchills der Arbeit" nicht genügend sanftmütig

reagierte, sondern noch weiter in der Kritik verharrte. Des­halb mußte Churchill selbst eingreifen.

Churchill suhlte sich darum auch veranlaßt, hervorzuheben, daß eineSchlüsselstellung sür den Sieg" und dasUebcr leben Britanniens in diesem Krieg" in der ungeheuren An strengung der Arbeiter, der Männer und Frauen liege.Die Bemühungen um das Wohlwollen der Arbeiter, die die Kriegsanstrengungen stützen, bilden die einzigez, Mittel, mit denen wir unserer gegenwärtigen Position entgehen können." in diesem Zusammenhang wurde von Churchill sogar die Er­wähnung der amerikanischen Hilse vergessen. Und um den englischen Arbeiter zur Erhaltung der Plutokratenl^rrschnit zu bewegen, macht auch Churchill ihm Versprechungen. Er. der Prototyp des Plutokraten. der um der Verhinderung eines jeden Fortschritts in der europäischen Tyrannei über den Kontinent diesen Krieg cntsesselt hat, spricht vongroß­angelegten praktischen Schritten", die der Minister sür den Wiederaiisban nach dem Kriege iun müsse und die unerläßlich seien,wenn unsere Gesellschaft sich vorwärtsbclvegen ioll".

Zum Zeiten dessen aber, daß Churchill diese ganze Aktion selbst nicht ernst nimmt, leitet er die Umreißung dieser Aus­gab« mit einer ironischen Phrase ein. Ais er bann in allge­meinen Wendungen diesesVorwärtsbewegen der Gesellschaft" erläutert und iür die sozialen Ausgaben der Nachkriegszeit den Begriiiausbalanciertes System" anwendet, ein Begrift, in dem so etwas wie ein Ausgleich zwischen Plutokratie und sozialer Lage der Arbeiterschaft durchklingt. da antwortete das Parlament der Plutokraten mit anhaltendem Ge­lächter und größter Heiterkeit! So ist es Churchill ohne Frage gelungen vie Plutolraierfteelen seiner Herrschastsclique über den .Ernst" seiner iozialen Neuerungs­absichten ins rechte Bild zu setzen. Aber auch die Pluiokraten aus Ueberiee können bei etwas gutem Willen Herrn Churchill jetzt bestätigen daß Keiahreniozialistiicher Heißsporne" in dem England Churchills wahrlich nicht zu befürchten sind. Im übrigen beweist der wachsende Ausoerkaiu des Empire aus dem Wege über verpachtete Stützpunkte, daß die USA. schon den Weg linden, um sich fürLeistungen aus dem Arsenal der Demokratie" bezahlt zu machen.

4««ee Majestät

../ Ha i ia « Lasst«"

Von 8^..-6ruppenkükrer Hasse, Lrsinsn

Die englische Admiralität hat, wie die Auslandspresse vor einiger Zeit zu melden wußte, einem der SO aus­rangierten amerikanischen Zerstörer den Namen des verewigten Unionspräsidenten Abraham Lincoln gege­ben. Bilder dieses Präsidenten, ein Geschenk amerika­nischer Gönner, schmücken die Kajüte des Kommandan­ten, die Messe und den Mannschaftsraum. Nun schaut Abraham Lincoln aus seinem Rahmen heraus auf das geschäftige Treiben an Bord eines Schiffes Seiner bri­tischen Majestät. Er erlebt, 75 Jahre nach seinem tra­gischen Tode, den aufreibenden Eelejtzugdienst mit, der die englische Pirateninsel am Rands Europas mit den Zufuhren der jüdisch-amerikanischen Rüstungsindustrie versorgen soll. Während so an Bord ein jeder damit beschäftigt ist, die bösen deutschen U-Boote und Fern­bomber abzuwehren, hat Abraham Lincoln in seinem Bilderrahmen genug Mutze, Geschichtsbetrachtungen zwischen dem Einst und dem Heute anzustellen.

Als er damals vor acht Jahrzehnten als erwählter Präsident der Nordamerikanischen Union sein Amt an­trat, war dies das Signal zu einem mörderischen Bür­gerkrieg, der von 1861 bis 1865 die Union in ihren Grundfesten erschütterte. An seinem Ende hatte das Volk der Vereinigten Staaten, die damals erst etwa 30 Millionen Einwohner zählten, über 500 000 Tote und 1800 000 Verwundete zu beklagen. Weite Teile des Landes waren zur Wüstenei geworden. Die ame­rikanische Welthandelsflotte, die vor diesem Kriege mit 5l^ Millionen Tonnage der englischen nur um ein ge­ringes nachstand, war gänzlich zusammengeschmolzen und auf lange Zeit von den Weltmärkten verdrängt.

Wie kam doch dieses namenlose Elend über das Land unter dem Sternenbanner? Es ging damals um die Erhaltung der 70 Jahre vorher so schwer erkämpften Freiheit und Einheit. Um diese Einheit wurde im Widerstreit der beiden Anschauungen gerungen, die da­mals in den Freibodenmännern der nordstaatlichen Union und in den Eroßgrundherren der südstaatlichen Konföderation in unversöhnlichen Gegensatz zueinander gerieten. Kürzer gesagt, es stand Blut gegen Gold, schaffende Arbeit gegen raffendes Kapital, und der Prä­sident Abraham Lincoln, getreu seinem Volk und dem Eide auf die allen gemeinsame Verfassung, trat für die Freiheit der schaffenden Arbeit und für die Verteidi­gung der staatlichen Einheit gegen die abtrünnigen Südstaaten ein.

Was wollten die Freibodenmänner des Nordens? Sie wollten die Freiheit des amerikanischen Bodens von fremder Herrschaft und Ausbeutung. Allzu sehr waren die Staaten der Konföderation von der seit George Washington vorgezeichneten Bahn einer gesunden Ent­wicklung abgewichen. Wenige Eeldaristokraten, meist altenglischer Abkunft, geboten über weite Räume im Süden der USA. und unterhielten mittels der Skla­verei riesige Baumwollplantagen Sie waren die allei­nigen Erzeuger dieses in aller Welt begehrten Roh­stoffes. Ihr Abnehmer aber war England. Es besaß damit das Rohstoffmonopol für seine Spinnereien und beherrschte mit deren Erzeugnissen den Weltmarkt. Das Volk der Union aber wollte seinen Anteil am eigenen Boden haben und in der heimatlichen Industrie die Spinnstoffe für seine Bedürfnisse selbst herstellen. Das war ein offener Angriff aus den geheiligten englischen Profit. Wie sollte England die Welt weiter ausbeuten, wenn solcherart seine Monopole angetastet würden! So kam es zum Bürgerkriege, .und vom ersten Tage an stand England in dreister Anmaßung und Einmischung auf der Seite der abtrünnigen Großverdiener in den Süd­staaten.

Zur selben Stunde, wo die Südstaaten am 14. April 1861 mit der^ Erstürmung des Forts Sumter vor dem wichtigen Hafen Eljarleston den Bürgerkrieg vom Zaun brachen, schrieb in London die .Times":Die Südstaaten baben sich enticblossen iür ibren s!) Handel zu kämmen. Sie lösten die Union auf um mekr Gebiete mit Skla­vereibetrieben zu schaffen, d. h, mehr Baumwolle" anzu­bauen, Sie unternehmeii den Krieg genau für den Zweck, der uns am meisten am Herzen liegt!"

So war das damals Unno 1861, Und dann kam die Sache mir den- südstaatlichen KaperkreuzernSumter" undAlabama" und wie sie alle hießen. Das finq auch im gleichen Sommer an und dauerte bis 1864, Später hat diese gegen das internationale Recht verstoßende Schädigung des Seehandels der- Union das Haager Schiedsgericht lange beschäftigt, und England müßte' in

. Ein in überseeischen Gciväsicrn operierendes dentschcs Kriegsschisf Hot weitere feindliche Handelsschiffe mit ins­gesamt 31 888 BRT. versenkt.

Die englische Admiralität gibt den Verlust eines briti­schen Zerstörers bekannt.

Australier sind in Tobruk eingedrungen.

Während der Unterhaus-Rede Churchills lachten die Plutokraten über seinen ..Sozialismus".

Die französische WochenzeitungGringoirc" bringt Einzelheiten über das Bündnis zwischen Freimaurerei und Intelligente Service.

Mit einer niederträchtigen GrcucULge Prangert üch Chicago Daily News" als jüdisches Schmutzblatt an. Ein italienisches U-Boot meldet Erfolge im Polarkreis. Dr. Leh sprach im westsäiischcn Jndustricklub.

Eine Sondermarke zum 38. Januar sieht im Zeichen der deutsch-italienischen Waffenbrüderschaft.